Der Unterschied zwischen Aktivist und Beobachter oder: über die erweiterte Denkungsart zur ästhetischen Haltung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Jürgen Fritz *)

Es irrt der Mensch, solang er strebt. Sollen wir also gänzlich aufhören zu streben oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, der Gefahr des Irrtums nicht vollends zu erliegen, unseren Horizont, mithin unseren Geist zu weiten und zu einer Haltung zu gelangen, die es uns erlaubt, sich über sich selbst in Richtung Gemeinsinn zu erheben, was zugleich in höchstem Maße erstrebenswert ist?

(By Unknown artist; uploaded, retouched and colored by Hugo Heikenwaelder, Austria; edited by Jaybear; (File:Universum.jpg) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons)

Der Mensch ist ein fallibles Wesen

Kein Mensch, ja überhaupt kein vernunftbegabtes Wesen kann für sich reklamieren, völlig frei von Irrtum zu sein. Weshalb kann das niemand? Nun, der Irrende weiß ja nicht, dass er irrt. Würde er es wissen, wäre er ja nicht in der Sphäre des Irrtums. Das subjektive Sicherheits- oder Gewissheitsgefühl hilft hier offensichtlich nicht wirklich weiter, denn auch bei Dingen, bei denen Menschen absolut sicher sind, irren sie bisweilen.

Denken Sie nur daran, dass wahrscheinlich alle Menschen über Jahrtausende niemals auf die Idee kamen, die Erde könnte eine andere Form als eine Scheibe haben, könne gar rund sein und eher einer Kugel gleichen. „Aber dann fallen die unten doch runter“ hätten damals wohl alle gedacht. Ich selbst jedenfalls kann ich mich sehr gut erinnern, wie just dieser Gedanke mir förmlich durch den Kopf schoss, als meine älteren Schwestern mir als kleiner Bub mit einem großen Wollknäuel zu erklären suchten, wie ich mir die Erde vorzustellen habe. Alles in mir versuchte, sich dieser neuen, völlig ungewohnten Vorstellung zu widersetzen. Aber meine Schwestern hatten auf all meine Einwände schlüssige Antworten parat.Die Vertreibung aus dem Paradies der Naivität

In dem Moment, da wir erkennen, dass wir irren können, dass unser Weltbild, unsere Vorstellungswelt falsch sein kann, dass wir fallibel sind, verlieren wir in gewissem Sinne unsere Unschuld, verlieren wir unsere epistemologische (erkenntnistheoretische) Naivität. Ab diesem Moment sind wir aus dem Paradies hinauskatapultiert und es gibt kein zurück in dieses, jedenfalls nicht, solange wir geistig gesund bleiben.

Unser Geist betritt mithin eine neue Sphäre und er lernt, nicht nur über Dinge außerhalb seiner zu urteilen, sondern auch sich selbst von außen zu betrachten, sich zu reflektieren und sich selbst zu beurteilen. Um möglichst gute Urteile fällen zu können, bedarf es aber der Urteilskraft. Was ist damit gemeint?

Urteilskraft – das Vermögen aller Vermögen

Urteilskraft bezeichnet ein Vermögen, eine transzendentale Bedingung für die Möglichkeit, zu Erkenntnissen gelangen zu können. Sie meint nicht das instinkthafte Gespür dafür, Macht zu erwerben, immer mehr zu erweitern und zu sichern, also die  machiavellistische, die mohammedanische oder merkelsche Raffiniertheit. Sie meint auch nicht die politische oder ethische Klugheit (phronesis) des Aristoteles. Nach Kant kann man den Verstand lehren, nach Regeln zu denken. Die Urteilskraft hingegen ist ein Vermögen, welches man zwar durch Übung verbessern, verfeinern kann, entscheidend ist aber die natürliche Begabung dafür, die Kunst der Diskrimination zu erlernen und zu beherrschen.

„Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen“, weiß bereits Kant. Sogar stumpfe Köpfe könnten es bis zur Gelehrsamkeit bringen, denn diese sei eine Frage der Verstandesfunktionen. Daher treffe man nicht selten auf gelehrte Menschen mit eingeschränkter Intelligenz. Denken Sie etwa an jenen Mediziner, der alle möglichen Krankheitsbilder in ihrer Symptomatik herunterbeten, zugleich aber kaum ein komplexeres Krankheitsbild richtig erkennen und diagnostizieren kann.

Das Geheimnis der Entwicklung der Urteilskraft: Übung

Die Urteilskraft gilt es zu üben, zu schulen und zu entwickeln, um die Häufigkeit und die Tiefe der eigenen Irrtümer zu reduzieren, wenngleich hier kein absoluter Nullpunkt erreicht werden kann. Gleichwohl gibt es offensichtlich sehr große Qualitätsunterschiede im Urteilen, in der Fähigkeit zu guten und gerechten Urteilen zu gelangen. Doch wie kann man dies tun, wie kann man seine Urteilskraft entwickeln? Kant gibt auch hierzu ganz wichtige Hinweise:

„Allgemeine Regeln und Bedingungen der Vermeidung des Irrtums überhaupt sind:

  1. selbst zu denken (aufgeklärte Denkart),
  2. sich in die der Stelle eines anderen zu denken (erweiterte Denkart), und
  3. jederzeit mit sich selbst einstimmig zu denken (konsequente Denkart).

Die Maxime des Selbstdenkens kann man die aufgeklärte; die Maxime, sich in anderer Gesichtspunkte zu versetzen, die erweiterte; die Maxime, jederzeit mit sich selbst einstimmig zu denken, die konsequente oder bündige Denkart nennen.“

Transzendierung des Ichs in der erweiterten Denkungsart

Soweit Kant. Der Königsberger Philosoph beschreibt hier Maximen, also Anweisungen für Tätigkeiten. Maximen zielen immer auf Handlungen und haben zumeist eine ethische Qualität. Was Kant darlegt, ist eine Kombination aus drei erstrebenswerten Haltungen: selber denken (das Grundprinzip des aufgeklärten Geistes), sich in andere hineinversetzen (Perspektivenwechsel) und in sich stimmig (kohärent bzw. widerspruchsfrei) denken.

Wer diese drei Haltungen beherzigt und verinnerlicht, der wird, das wird jedem schnell einleuchten, a) seltener irren als andere, der wird b) seinen Horizont, mithin seinen Geist selbst weiten, dessen Urteilskraft wird sich immer weiter und feiner ausbilden.

Von überragender Bedeutung für die Herausbildung der Urteilskraft ist hierbei die mittlere Maxime. Die erweiterte Denkungsart inkludiert, dass man sein eigenes Urteil reflektiert, sich selbst quasi beim Denken beobachtet und beurteilt. Genau das macht den philosophischen Geist aus, der noch über dem wissenschaftlichen Geist steht, welcher Methoden erlernt hat, wie man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu echten Erkenntnissen gelangen kann, der sich bisweilen aber nicht selbst reflektiert, vor allem was die eigenen Prämissen und Präsuppositionen (stillschweigende Voraussetzungen) anbelangt. Wie kann diese Selbstreflexion eingeübt, wie erlernt werden?

Vom Ich über das Du zum Gemeinsinn

Ziel ist, einen allgemeinen Standpunkt zu erklimmen. Dies gelingt, indem zunächst in einem ersten Schritt der Standpunkt eines anderen eingenommen wird. Bereits bei diesem ersten Schritt, wird das eigene Ich, welches sich ins Du hineinversetzt, transzendiert. Gedanklich wird die Position des anderen eingenommen und seine Ansichten und Gründe werden so durchdacht, als ob es die eigenen wären. Damit weitet sich der Horizont bereits ungemein.

Wer dies gelernt hat, kann dann im zweiten Schritt einen Standpunkt außerhalb seiner selbst und außerhalb des anderen einnehmen. Auf dieser Stufe wird der sogenannte Gemeinsinn erreicht, der sensus communis. Im Bereich der Moral, Ethik und Politik entspricht dies dem Gemeinwohl. Hier geht es nicht mehr um meine Position oder die meines direkten Gegenüber (jeweils Einzelinteressen), sondern jetzt erst wird das Ganze gesehen. Während im ersten Schritt vom Ich abstrahiert, das Ego überwunden wird, wird nun sowohl vom Ich als auch vom Du abstrahiert und nochmals eine neue Sphäre erreicht.

Über die erweiterte Denkungsart zur ästhetischen Haltung

Der philosophische Geist soll sich „über die subjektiven Privatbedingungen“ (Kant) des eigenen Urteils erheben. Dies bedeutet, sich gedanklich in ein Unbeteiligtsein versetzen, somit ein „interesseloses“ Betrachten üben, um so eine ästhetische Haltung einzunehmen (altgriechisch: aisthesis = sinnliche Wahrnehmung, Erkenntnis).  Der Ästhet transzendiert (übersteigt) seine subjektiven Interessen und Vorlieben, seine subjektiven Begierden und Prämissen und nimmt das Allgemeine in sich auf, lässt dieses in sich Einzug halten. Wer derart betrachtend urteilt, erhebt sich über die Bedingungen seines rein subjektiven, stets einseitig gefärbten Urteils.

Dies macht den Unterschied aus zwischen Zuschauer und Akteur, denn „Der Akteur ist per se parteilich“ (Hannah Arendt). Dies kennen wir alle von Journalisten, die nicht als Journalisten, sondern als Aktivisten agieren, zugleich aber vorgeben, reine Journalisten, also unparteiisiche Beobachter und Berichterstatter zu sein, was gerade ihre Verlogenheit ausmacht. Der ein oder andere mag sich an der Stelle an das berühmte Diktum von Hans Joachim Friedrichs erinnern, dem ehemaligen Tagesthemen-Anchorman, einem der letzten großen ästhetischen Journalisten:

„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer (vermeintlich, jf) guten …“

Der ideale Richter: der unparteiische Ästhet

Was HJ Friedrichs hier beschreibt, ist genau diese ästhetische Haltung, die zustande kommt über die erweiterte Denkungsart. Und übrigens, genau das ist auch der Unterschied zwischen hübsch sein, zwischen einem gefallen (subjektiver, nicht interesseloser Standpunkt) und der Schönheit, die zu erkennen – nicht zu bestimmen, sondern zu erkennen! – nur imstande ist, wer das rein Subjektive in sich transzendiert, wer mithin die Sphäre des Allgemeinen betritt. Entsprechend fasst Kant die Schönheit als „interesseloses Wohlgefallen“, in welchem Subjektivität und Objektivität verschmelzen.

Ähnliches gilt im Bereich der Ethik und Politik. Das größte Hindernis für die unparteiisiche Reflexion ist auch hier die Absorbierung des Geistes von persönlichen Interessen und gesellschaftlichen Zwängen. „Also ist der Rückzug aus der direkten Beteiligung auf einen Standpunkt außerhalb des Spiels eine conditio sine qua non (eine unabdingbar notwendige Bedingung) allen Urteils“ (Kant). Denn der nicht eingebundene Beobachter, der Ästhet, der über eine feine Beobachtungsgabe verfügt, die erweiterte Denkungsart beherrscht und sich ihrer bedient, der die ästhetische Haltung verinnerlicht hat, ist der ideale Richter. Auf sein Urteil ist am meisten Verlass. Er irrt am seltensten. Ihm können wir am meisten vertrauen.

*Quelle:

Der Unterschied zwischen Aktivist und Beobachter oder: über die erweiterte Denkungsart zur ästhetischen Haltung

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*) Jürgen Fritz zählt zu den renommiertesten politischen Bloggern (https://juergenfritz.com/). Es ist mir eine Ehre und Freude, ihn ab Oktober 2017 zu den Gastkommentatoren von conservo zählen zu dürfen. (P. H.)

Jürgen Fritz studierte in Heidelberg Philosophie (Schwerpunkte: Erkenntnis-/Wissenschaftstheorie und Ethik), Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik und Geschichte (Lehramt). Für seine philosophisch-erziehungswissenschaftliche Abschlussarbeit wurde er mit dem Michael-Raubal-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet.

www.conservo.wordpress.com   8.10.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Der Unterschied zwischen Aktivist und Beobachter oder: über die erweiterte Denkungsart zur ästhetischen Haltung

  1. Vielleicht könnte man den Gedanken noch weiterspinnen. Leider ist niemanden geholfen, wenn jemand zu Hause sitzt und ein richtiges Urteil fällt. Man kann von dieser Warte aus immer kritisieren, was andere Leute nach besten Wissen und Gewissen tun, während man selber nicht den Schneid hat für seine Überzeugungen auch einzustehen.
    Nach Kant kann nur der vernünftig handeln, der frei ist (oder sich frei macht) von äußeren Zwängen. Er wägt zwar ab, doch die innere Logik seiner Entscheidung ist ihm nicht bewusst zugänglich. Man handelt sozusagen „unbedingt“. (Kritik der praktischen Vernunft)
    Wer sich irrt und nichts tut, ist immer fein raus. Wer Akteur ist, muss sich zwangsläufig für eine Seite entscheiden. Das sollte man ihm nicht vorwerfen, denn durch das „Gerede“ allein verändert sich die Welt nicht. Allein es ist tragisch, wenn man am Ende feststellt, dass man falsch gelegen hat.

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  2. karlschippendraht schreibt:

    ……„Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen“,……
    Wenn diese Dummheit schon in die Wiege gelegt wurde dann kann ihr auch mir den perfektesten Lehrmethoden nicht abgeholfen werden , weil hierfür bereits von Natur aus der geistige Nährboden fehlt . Etwas anders ist die Situation dann wenn das Fehlen der Urteilskraft ausschließlich auf Denkfaulheit beruht.

    Passive , nur beobachtende Betrachter , die dann ganz für sich allein die Dinge richig erkennen , helfen der Menscheit allerdings auch nicht weiter . Der intelligente ( nicht der intellektuelle !! ) Humanist wird gar nicht anders können als Partei zu ergreifen , wenn ihm das Schicksal seiner geistig weniger bemittelten , aber charakterlich anständigen Mitmenschen nicht gleichgültig ist !!! Und solche human-intelligenten Menschen sind notwendig weil die Natur es von Anfang an so eingerichtet hat dass die Dummheit immer eine Mehrheit bildet . Das äußert sich besonders im gegenwärtigen Deutschland in ganz drastischer Weise darin , dass eine dumme Masse meint , vernünftig zu sein , nur eben weil sie die Masse darstellt . Zu der Erkenntnis , dass sie zur Masse gehören weil sie dumm sind , können diese Herdentiere nicht gelangen weil die Natur ihnen die dafür nötigen Voraussetzungen nicht geschaffen hat.

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