Der Islam und das Grundgesetz

(www.conservo.wordpress.com)

Von Wilfried Puhl-Schmidt, BPE

Ist der Islam mit unserer Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung vereinbar?

Ich möchte nochmals auf das Thema meines letzten Briefes „Die Scheinheiligkeit der Wissenden“ zurückkommen (https://conservo.wordpress.com/?s=die+scheinheiligkeit+der). Letztlich ging es mir und geht es mir immer wieder darum, zu fragen, ob der Islam mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung (FDGO) vereinbar ist. Daraus ergibt sich natürlich die Frage, ob der Islam überhaupt eine Religion im Sinne des Grundgesetzes ist. Ich habe in meinem letzten Brief auf die „Islamische Verfassung“ hingewiesen, welche teilweise unter „atheisten-info“ aufgerufen werden kann.

In Ergänzung zu meinem letzten Brief möchte ich einen Text aus der islamischen Verfassung zitieren, welche ebenfalls ganz deutlich ein westliches Demokratieverständnis ablehnt:

„Können wir uns einen Moslem vorstellen, der die Gesetze Allahs abschaffen und statt dessen von Menschen geschaffene Verfassungen und Gesetze einführen, sie empfehlen, sie vorziehen und seine Stimme abgeben würde? Ein Mensch darf dieses Verbrechen und diese Sünde niemals begehen und auf keinen Fall in solchen Zustand geraten!“

Politische und theologische Dimension

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Inhalte der „Islamischen Verfassung“ weltweites muslimisches Allgemeingut sind. In meinem letzten Brief zitierte ich die „Pflicht, Armeen zu bilden“. Auch bei Scheich Abu-Bakr Al-Dschazeeri lese ich:„Muslime müssen Waffen vorbereiten, Material, nicht allein, um Angriffe der Feinde zurückzuschlagen, sondern sie zu befähigen, Überfälle auf dem Weg Allahs auszuführen…Muslime müssen außerdem eine Rüstungsindustrie betreiben, die alle Arten von Waffen produziert, auch wenn es bedeutet, dass sie auf Essen, Trinken oder Bekleidung oder Wohnraum verzichten müssen…, anderenfalls sind sie schuldig und werden dem Zorn Allahs jetzt und in Ewigkeit ausgeliefert!“

Ich möchte betonen, dass durch den Hinweis auf Allah eine theologische Dimension hinzukommt, welche den Auftrag noch verschärft.

Dies sind keine primitiven Drohungen. Vielmehr können sich die Islamische Verfassung als auch Abu-Bakr Al-Dschazeeri auf einen ganz konkreten und unmissverständlichen Auftrag in Sure 8 Vers 60 berufen. Dort spricht Allah:

„Und haltet für sie bereit (gemeint sind Ungläubige), was ihr an Kraft und kampfbereiten Pferden haben könnt, um damit den Feinden Allahs und euren Feinden Angst zu machen sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt!“

Wichtig ist nun die quasi offizielle Übersetzung des Koran in die englische Sprache durch die Koranwissenschaftler Dr. Muhammad Taqi-ud-Din al Hilali und Dr. Muhammad Muhsin Khan. Sie lautet: „And makke ready against them all you can of power, including steeds of war (tanks, planes, missils, artillery) to threaten the enemy of Allah and your enemy, and others besides them whom you may not know, (but) whom Allah does know“.

Die Übersetzung der englischen Version ins Deutsche würde lauten: „Und rüstet gegen sie, soviel ihr vermögt an Streitrössern (Panzern, Flugzeugen, Raketen, Artillerie), um Allahs und eure Feind damit zu bedrohen usw.“

Um es nochmals deutlich zu sagen: Wenn ein religiöser Hintergrund und Auftrag die Gewalt begründen, dann bekommen die Gewalt- und Hassphantasien, die möglicherweise in jedem Menschen schlummern, eine Dimension von diabolischem Ausmaß.

Viele von Ihnen kennen den Imam und früheren Dozenten für Koranexegese und Geschichte des Islam an der Al-Azar Universität in Kairo, welcher nach wissenschaftlichem Zweifel am Wahrheitsgehalt der Religion des Islam als Apostat galt. Die Folge waren furchtbare Qualen durch ausgesuchtes Foltern, welches hier nicht näher beschrieben werden soll. Durch politische Intervention kam er frei und konnte abenteuerlich nach Südafrika fliehen, wo er von einer christlichen Gemeinde aufgenommen wurde. Er wurde Christ, studierte christliche Theologie und ist heute Professor an einer Uni in Amerika. Er hat den Namen Mark A. Gabriel angenommen. Er schreibt in einem seiner 5 Bücher, was jeder Politiker und jeder Kirchenfürst sich mit glühender Feder hinter die Ohren schreiben sollte:

„Die Zukunft Europas als einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft, aber auch die Zukunft aller christlichen Kirchen in Europa wird wesentlich davon bestimmt, wie wir heute auf die Herausforderung des Islam reagieren. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass auch hochrangige Politiker, erfahrenen Journalisten und Kirchenvertreter reden und urteilen, als ob es sich beim Islam um eine Religion unter anderen handele. Malana Mawdudi, ein moderner Vordenker des modernen Djihad, schreibt dazu: Der Islam ist keine normale Religion, wie die anderen Religionen der Welt… Der Islam ist ein revolutionärer Glaube, der antritt, jede von Menschen geschaffene Staatsform zu zerstören!“

So schreibt und spricht ein ehemaliger Moslem, der die Geschichte des Islam und den heute real existierenden Islam kennt und sich mit der Theologie des Koran sowie mit dem islamischen Recht und der Scharia wissenschaftlich auseinander gesetzt hat.

Ich möchte nochmals deutlich machen, dass dieser und mein letzter Brief den Sinn hatten, eine fundierte politisch-kirchliche Diskussion darüber zu fordern und zu führen, ob der Islam eine Religion im Sinne des Grundgesetzes ist und ob ihm daher die Rechte zugebilligt werden können wie anderen Religionsgemeinschaften. Mir erscheint diese Diskussion insbesondere auch deswegen nötig, weil der AfD-Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten des deutschen Bundestages, Albrecht Glaser, unausgesprochen solche Fragen stellt. Dass seine Kandidatur verhindert werden soll, spricht für mich Bände und ist ein Menetekel.

www.conservo.wordpress.com   19.10.2017
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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7 Antworten zu Der Islam und das Grundgesetz

  1. Querkopf schreibt:

    Gläubige Muslime dürfen nur dem Koran gehorchen und müssen sich der Scharia unterwerfen. Gläubige Muslime dürfen sich nicht anderen Regeln als die des Koran unterwerfen, das wird im Islam als Abfall vom Islam bestraft. Deshalb werden sich gläubige Muslime in letzter Konsequenz niemals an unsere freiheitheitlich demokratische Grundordnung anpassen. Der Islam bzw. Muslime können sich deshalb auch auch nicht auf auf Art. 4 GG (Glaubens-, Bekenntnisfreiheit) berufen, weil der Islam unser Grundgesetz in letzter Konsequenz nicht anerkennt, was aber unabdingbare Voraussetzung ist für das Recht, sich auf das Grundgesetzt im Einzelnen berufen zu dürfen.
    Der Islam schließt sich also selbst von diesem Recht auf Glaubens- bzw. Bekenntnisfreitheit nach Art. 4 GG aus. – Fazit:
    1.Der Islam als „Religion“ kann bzw. darf rechtlich aufgrund dieser Umstände überhaupt nicht zu Deutschland gehören.
    2. Gläubige Muslime sind in Deutschland nicht integrierbar.
    Aber das ist für unsere heileweltträumenden Politiker und unsere quotenheischenden Massenmedien in der Regel zu hoch.

  2. karlschippendraht schreibt:

    Islam und Grundgesetz oder Verassung sind in zivilisierten Staaten unvereinbar , das sollte jedem Deutschen , jedem Europäer und jedem zivilisierten Erdenbürger mit ausreichendem IQ klar sein . Aber so eine Gewaltreligion wie der Islam kann sich eben nur dort etablieren , wo der intellektuelle Nährboden dafür gegeben ist .
    Noch Fragen ?

  3. Paul schreibt:

    Danke, lieber Herr Puhl-Schmidt,
    für diesen Artikel, den ich zur weiteren Verwendung in meine „Waffenkammer“ gelegt habe.

    Herzlich, Paul

  4. Gast auf Erden schreibt:

    Um es nochmals deutlich zu sagen: Wenn ein religiöser Hintergrund und Auftrag die Gewalt begründen, dann bekommen die Gewalt- und Hassphantasien, die möglicherweise in jedem Menschen schlummern, eine Dimension von diabolischem Ausmaß.

    Ein wahrer Satz, ein guter Satz!

    Das Problem mit diesem Satz ist allerdings, dass er für jede Religion gilt, die Anhänger hervor bringt, die ihren sehr starken Glauben notfalls mit Gewalt verbreiten wollen und deren Phantasie beim misslingen dieser Pläne immer weiter Hass und Gewalt gebiert. Und davor ist keine Religion gefeit. Auch das Christentum nicht, auch die römisch-katholische Kirche nicht.
    Wir leben zwar in der kommoden Situation, dass die Aufklärung und die Säkularisation in Folge der grossen Bürgerlichen Revolution in Frankreich den Religionen hierzulande die Giftzähne gezogen hat und sie sich selbst mit Glanzlack übertüncht haben, aber diese Lackschicht kann auch bei uns sehr dünn werden. In den USA, gerne als „God’s own country“ apostrophiert ist es schon längst so weit, dass die eigenen „Werte“ auch mit der Waffe in der Hand exekutiert werden und ich weiss, dass man in Polen auch nicht gerade zimperlich ist, wenns um Menschen nichtkatholischer Provenienz geht, oder einfach um Sünder, die man für besonders verwerflich hält.
    Wie auch immer, aus dem Koran oder der Scharia bewusst etwas herauszulesen, was angeblich die gesamte Glaubensgemeinschaft diskreditiert ist unredlich, angeischts von Millionen von Muslimen, die alles andere als hasserfüllt und gewalttätig sind und wir sollten vorsichtig sein.

    Um es nochmals deutlich zu sagen: Wenn ein religiöser Hintergrund und Auftrag die Gewalt begründen, dann bekommen die Gewalt- und Hassphantasien, die möglicherweise in jedem Menschen schlummern, eine Dimension von diabolischem Ausmass. Und er kommt auf die Idee und liest die Bibel mal ganz genau durch und projiziert das, durchaus blutrünstige, Alte Testament auf die römisch-katolische Kirche. Und dann wirds zappenduster. So wie wenn jemand den absoluten Lebensschützern den Paragrafen 2266 des Katechismus der katholischen Kirche um die Ohren hauen könnte. Und schon ists vorbei mit dem postulierten „absoluten Lebensschutz, von …… bis ….“.

    Deswegen Vorsicht bei Sündenzuweisungen! Sie fallen einem oft genug auf die Füsse. (auch wenn Sünden zuweisen eines der beliebtesten Hobbies von Katholiken ist)

    • Paul schreibt:

      Werter Gast auf Erden,
      Sie meinen wirklich, dass es möglich ist den fehlenden Ausschluss der Todesstrafe mit der Ermordung Ungeborener gleich zu setzten?
      Na, wenn es der Sache dient.
      Welcher Sache?

      Herzlich, Paul

  5. Gast auf Erden schreibt:

    Nicht ich setze das gleich. Für mich gibts da himmelweite Unterschiede, alleine schon wegen der Frage wie autonom eine Frau sein darf, ja ob sie das überhaupt sein darf.
    Nein, die Gleichsetzung vollziehen die selbst ernannten Lebensschützer mit ihrer Absolutheitsformel von der Unantastbarkeit menschlichen Lebens von der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle bis zum natürlichen Tod. Aber wenn die, ebenso wie das katholische Lehramt, eine Hinrichtung als „natürlichen Tod“ rubrizieren, soll mir das recht sein. Ich muss das ja nicht glauben. Wobei der eigentliche Streit um den Schwangerschaftsabbruch ja auf dem Zeitpunkt beruht, zu dem, je nach Glauben, die Seele ihren grossen Auftritt hat. Da gibts ja verschiedene Meinungen unter den mehr als dreitausend Religionen und sogar innert der römisch katholischen Geschichte war man sich da eigentlich niemals so ganz einig, wenn ich da an den unnachahmlich katholischen Misogyn Thomas von Aquin denke, der in seiner Summa Theologica dies den männlichen Föten nach vierzig Tagen zugestand, den weiblichen (die sind halt wie immer etwas weniger taff) aber est nach achtzig Tagen.

    • Paul schreibt:

      Hallo, werter Gast auf Erden,
      das ist doch der Schnee von gestern.
      Lesen Sie im von Ihnen zitierten Katechismus 1997 Absatz 6 II. 362ff und Sie sind informiert.

      Herzlich, Paul

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