RTL-Blamage: Deutsche Sprache, schwere Sprache

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Warnung aus Spanien

Mein hochverehrter Brieffreund aus Spanien, Wolfgang Steiger, gebürtiger Deutscher, der seit vier Jahrzehnten in Spanien wohnt, aber die Vorgänge in seiner Heimat kritisch beobachtet, sendet mir immer mal wieder besonders auffällige Beispiele seiner Beobachtungen (conservo hat schon mehrfach berichtet, z. B. https://conservo.wordpress.com/2017/04/21/eine-parallele-zum-untergang-des-roemischen-reiches-ich-werde-mein-vaterland-nie-verachten-aber-dessen-gutmenschen/ oder: https://conservo.wordpress.com/2016/10/30/ein-auslandsdeutscher-haelt-uns-den-spiegel-vor/ und weitere).

Heute erhielt ich von ihm ein Beispiel, das die ganze Misere der Sprachschlamperei offenlegt. Er schrieb (wieder ´mal) einen geharnischten Brief an einen Sender, diesmal RTL:

„Sehr geehrte Herren,

nachdem sich Ihre silberblickende Sprecherin Maihoff am 10-IX-17 nicht entblödete, Meersburg in Bayern zu vermuten, hat Ihr Sprecher, der Spuchtfink Meuserich, gestern Abend noch eine Schippe nachgelegt und die urbayrische Stadt Kempten, ohne mit der Wimper zu zucken, in SCHWABEN verortet. … Risum non tenetis, amici?Eine Richtigstellung bzw. Entschuldigung für diesen Affront erfolgte bisher nicht …

Inzwischen habe ich spanischen Freunden, die ihre deutschen Sprachkenntnisse mit Hilfe des Fernsehens aus Schland verbessern möchten, dringend davon abgeraten, da die Gefahr besteht, dass sie mit Unwahrheiten und Barbarismen bzw. (für Sie!) Sprachwidrigkeiten konfrontiert werden, wie e.g.:

– über eine Sportlerin: „Sie steht unter die besten 20“ (statt „den“, aber klar, „sie ist ja weiblich)

– über die Auftraggeber eines Auftragsmörders: „Das verliebte Paar will ihren Wunsch verwirklichen“ (statt „seinen“, von das Paar)

ferner, als weiteres Indiz für die galoppierende deutsche Unbildung und Zunahme von funktionellen Analphabeten, die falsche Betonung

auf der ersten Silbe, wie z.B. bei:

– insolvent

– Exponat

– Filetstücke

– grandios

– kreativ

– total

– Radiologe (kommt wohl von „Radio“ 😂 ?)

– emotional   (= alles aus den vergangenen Tagen – wer so etwas absondert, hat noch nicht einmal das kleine Latinum!),

aber auch vorurteilsfrei, gentechnisch und Selbstmordattentäter (auf der zweiten Silbe betont).

Hinzu kommt die oft falsche Aussprache bei Wörtern wie z.B. „Journalist“, ein Wort, das zweifelsfrei aus dem Französischen stammt, und nicht aus dem Englischen, weswegen es nie „Dschournalist“ ausgesprochen werden darf, sondern Schournalist (ohne „D“)!

Ich kann nur hoffen, dass eine neue Partei in Schland, die sich der kulturellen, sprachlichen und völkischen Wurzeln unseres Vaterlandes noch bewusst ist, immer stärker wird, damit sie bald dafür sorgen kann, dass der liederliche Umgang mit unserer Muttersprache aufhört und auch entsprechend geahndet wird.

Wer nachlässig mit seiner Sprache umgeht, ist auch sonst ein liederlicher Mensch!

Ich gebe eine Kopie meiner Rüge an die GESELLSCHAFT FÜR DEUTSCHE SPRACHE und auch an die ARD und an hr, deren Sprecher unter ähnlichen Problemen mit gutem DEUTSCH leiden.

Mit auslandsDEUTSCHEM Gruss!

Wolfgang Steiger Trebus

www.conservo.wordpress.com   22.10.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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10 Antworten zu RTL-Blamage: Deutsche Sprache, schwere Sprache

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. Paul schreibt:

    Mir ist ein ähnlicher laxer Umgang mit der deutschen Sprache auch bei ARD und ZDF aufgefallen. In Zukunft werde ich das sammeln.
    Die Verlotterung der Sprache geht einher mit zunehmend ausländischen Namen und entsprechendem Erscheinungsbild, besonders von Frauen, bei den genannten Sendern. Ich behalte auch das mal „im Auge“.

    Paul

  3. conservo schreibt:

    @Paul: Und ich bin gerne bereit, Ihre Beobachtungen hier zu publizieren. Herzliche Grüße!
    Peter Helmes

  4. Anonymous schreibt:

    Auch ich beobachte solche Einlagen schon länger . Mein persönlicher Eindruck ist , dass bei diesen Leuten zuerst die Ideologie kommt und danach kommt erst die Bildung . Aber gleichzeitig offenbart sich , dass nicht nur die Ausführenden selbst immer dümmer werden sondern Redaktion und Regie ebenfalls , sonst dürfte sowas eigentlich gar nicht passieren . Sehr oft kommt es vor dass bei Berichten aus Kriegsgebieten von Maschinengewehren gesprochen wird obwohl es sich um Maschinenpistolen handelt . Aber woher soll so ein plapperndes Blondköpchen den Unterschied kennen wenn ihn selbst der kiffende Redakteur nicht kennt ?

    • Paul schreibt:

      Lieber Anonymous,
      eine wunderbare Formulierung:
      „Aber woher soll so ein plapperndes Blondköpchen den Unterschied kennen wenn ihn selbst der kiffende Redakteur nicht kennt ?“
      Volltreffer, Schiff versenkt. Hat mich zum schmunzeln gebracht.

      Danke, Paul

  5. karlschippendraht schreibt:

    Lieber Peter , hier lief eben technisch etwas schief . Mein Kommentar wurde unter “ Anonymous “ eingestellt . Wie kommt das ? Bitte korrigieren .

    • Paul schreibt:

      Lieber karl…,
      ist doch egal,
      Nun wissen wir es und ich weiß bei wem ich mich für diese wunderbare Formulierung zu bedanken habe.

      Herzlich, Paul

  6. Mighty schreibt:

    Unsere schöne, aber für Ausländer und auch manche Deutschen schwierige Sprache wird zunehmens ins anglodeutsche abgleiten. Wen wundert das noch, wenn unsere genderisierten Schulen nicht mehr in der Lage sind, die Sprache dem Nachwuchs zu vermitteln. Wie sollen denn
    die „Willkommenen“, in der Regel ungebildeten und teilweise auch Analphabeten dies nur annähernd erlernen, ohne denen eine „Brücke“ zu bauen? Fazit, unsere Sprache befindet sich, wie auch unser Land in Auflösung. Und bis auf wenige, sich mit der Materie Befassende will es keiner wahrhaben. Ade Schieler, Gedhe und Kand.

  7. Makarios ACHILLES schreibt:

    Nur der guten alten Ordnung halber: Kempten im Allgäu liegt warhaftig in SCHWABEN, dem Bayrischen Regierungsbezirk SCHWABEN nämlich. Und die Menschen im Regierungsbezirk SCHWABEN mit der Bezirksmetropole Augsburg sind auch von Sprache und Herkunft wirklich selbige. Alles klar?

  8. conservo schreibt:

    @M.Achilles: Herzlichen Dank!

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