Der neue Bundestag – mangelndes Gespür für Demokratie und Bildung

(www.conservo.wordpress.com)

Von Herbert Gassen *)

Die Konstitution des neugewählten Bundestages: Ein Symbol der politischen Dekadenz, aber auch einer große Chance

Der Bundestag hat sich neu konstituiert. Es sind die Verlierer der Wahl, die zusammen eine Mehrheit bilden. Sie hatten Gelegenheit, ihre Meinung über Demokratie darzulegen und ihre Anwendung zu präsentieren. Das ist ihnen nur bedingt gelungen.

Wenige Tage vor Ende des vorausgegangenen Bundestags wurde von ihm noch eine Geschäftsordnung zur Wahl des Eröffnungspräsidenten geändert. Der GS der AfD machte darauf aufmerksam und zeigte an dem geschichtlichen Ablauf dieser Gepflogenheit auf, daß sie nur einmal unterbrochen worden war, um Macht zu beweisen, nämlich unter Hermann Göring, der sich selbst präsentieren wollte. Man erwiderte mit den Vorwürfen der ‚Geschmacklosigkeit‘ und demonstrierte Demokratie. Die jedoch bestand darin, eine alte Tradition deutschen Parlamentarismus, eben der Machtenthaltung wegen, die erfolgreichen Neuankömmlinge der AfD im Bundestag auszugrenzen. Das war mutwillige Ausnutzung demokratischer Möglichkeiten, ca.6 Millionen Wähler zu beleidigen.

Dann wurde, wie es einer von ihnen ausdrückte, das ‚Hochamt‘, die Konstitution eines Parlamentes mit vordergründigen Anträgen zur Änderung der GO gestört. Ein Beweis, daß der Sinn und die Bedeutung dieser Veranstaltung nicht bis in die Köpfe gelangt waren. Die Lösung dieser Fragen gehört in einen funktionsfähigen Bundestag, der sich nach Gesetz und Recht bereits etabliert hat. So wurden sie auch abgelehnt.Der frisch gewählte Bundestagspräsident hielt eine in die Tiefe der politischen Seele gehende Ansprache. Sie enthielt Appelle, die Grundwerte unserer Gesellschaft zu achten und zu bewahren. Als Fundament eines Staates stellte er insbesondere die Fairness untereinander heraus.

Wie wichtig und bedeutend seine Worte waren, wurde in der anschließenden Wahl der Vizebundestagspräsidenten bewiesen. Als Demonstration mangelnden Gefühls für Demokratie und geistigen Bildung erwies sich die Wahl, das heißt die Nichtwahl von dem AfD-Kandidaten Glaser zum Bundestagsvizepräsidenten. Er hat zuvor in einem Interview eine für den Rest der weltoffenen Abgeordnetenschar unverzeihliche Aussage gemacht: Der Islam sei keine Religion, sondern eine politische Organisation. Sie paßt sich nicht, ja sie kann sich überhaupt nicht an deutsche oder gar andere demokratische Staatsformen anpassen. Der Islam beruht auf den Gesetzen, den Suren des Korans, der Andersgläubige zum Tode verurteilt und jedes andere Recht als die Scharia ablehnt. Es ist eine schmerzliche Erkenntnis der in den 68er Schulen verbildeten Zeitgenossen, daß der Islam keine Religion ist. Auch für die, die im Heckwasser von A. Merkel für sich selbst Gutes tun wollen. Hier versagt eben bei den ‚Gutmenschen‘ das Bewußtsein von braunem, roten und grünen Faschismus. Die Forderung nach der Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland ist der historische Verrat an einer über tausendjährigen christlich-ethischen Wesensart des Kontinents.

Genau dieser Bundestag, besetzt mit den zartesten und empfindsamsten lyrischen Persönlichkeiten des grün/roten Mob-Bereichs, wählt eine Frau Roth in dieses Amt. Es stört diese sich manchmal als deutsch bezeichnenden Abgeordneten nicht, daß die fundamentale politische Forderung dieser Person ‚Deutschland verrecke‘ heißt. Diese Einstellung zu unserem Land soll der im Grundgesetz verbrieften Meinungsfreiheit entsprechen, die jedoch unter der Ägide von Frau Merkel zu einem linken Meinungssyndikat umfunktioniert wurde, was weiter zu bestehen scheint.

Nach den ersten Erfahrungen über dieses neue Parlament kann man getrost sagen, es wird keines mit großen Erfolgen im Sinne des grundgesetzlichen Amtseides sein.

Die Parteileitungen der Koalitionäre (Jamaika) haben aus den Ergebnissen der letzten Bundestagswahl nichts, wenigstens nicht viel gelernt.

Sie sangen zum Abschluß dieser Veranstaltung die Nationalhymne: ‚Einigkeit, und Recht und Freiheit!‘ Wann werden sie den Text begreifen? Weitab von der Kultur, den Grundwerten dieses Landes, nämlich Deutschland, setzen sie sich weiter von dem Volk ab, das das Gefühl hierfür noch nicht vergessen hat.

Es war ihre politische Ignoranz und Arroganz den Bürgern gegenüber, die die AfD als drittstärkste Partei als Opposition hat entstehen lassen. Überzeugt von den Werten, die sie vertritt, bestritt sie mit Würde und Wahrung der politischen Etikette ihr Debut im Bundestag. Diese politische Kraft hat damit die Pflicht übernommen, die Wähler weiterhin zu überzeugen, daß sie die Kraft hat, Deutschland und sein Volk vor den Anschlägen des merkelschen Apparats zu retten. Mit der AfD können die Deutschen ihre Würde als europäische Nation wiedergewinnen. Mit dem Vorwurf, ‚rechts‘ zu sein, bestätigt das Establishment ihre politische Notwendigkeit.

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*) Herbert Gassen ist Dipl. Volkswirt, Bankkaufmann und regelmäßig Kolumnist auf conservo

www.conservo.wordpress.com     25.10.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu Der neue Bundestag – mangelndes Gespür für Demokratie und Bildung

  1. karlschippendraht schreibt:

    …….. Mit der AfD können die Deutschen ihre Würde als europäische Nation wiedergewinnen…….

    Das setzt jedoch voraus dass der jetzige Zustand von der Masse überhaupt als würdelos erkannt wird !

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  2. Astrid Maria Barbara schreibt:

    Sehr gut geschrieben! Werde ich kopieren und weiter leiten.!!!!

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  3. conservo schreibt:

    @Astrid.M.B.: Herzlichen Dank. Weiterleiten ist die beste Werbung für die Rückkehr zur Vernunft!

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  4. Gesetzesbrecherin als Kanzlerin schreibt:

    Sehr schön geschrieben, Herr Gassen! Gefällt mir sehr gut.
    Wir haben eben Heuchler und Non-Demokraten als Parlamentarier…….
    Schöne Beschreibungen (Meinungssyndikat ; Merkelscher Apparat usw.)

    Der Typ, der einst illegal 100.000 DM annahm, vor dem Parlament log und sich „nicht erinnern“ konnte, überwacht künftig die Ordnungsmäßigkeit der Parteispendenpraxis. (*W. Schäuble, Bundestagspräsident)
    > http://www.der-postillon.com/2017/10/bundestagspraesident.html
    > https://sciencefiles.org/2017/10/25/dem-deutschen-volke-das-parlament-der-heuchler/
    – ‚Deutschland verrecke‘ – Demonstrantin als Bundestagsvizepräsidentin
    – auf-Polizisten-Steinewerfer als Bundesaußenminister
    – Stasi-Schnüfflerin als Schützerin der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (früher MfS jetzt AAS)
    —> in jedem anderen Land würde das zum Himmel schreien.

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  5. strafjustiz schreibt:

    Guter Artikel: Nun im Parlament a) sich konzentriert auf die Polit-Arbeit stürzen b) Keinerlei Bezug erwähnen auf die Zeit ’33-’45 c) sich von den linken Demokratiefeinden nicht zu unschlauen Aussagen zB bezüglich gewisser Religionsideologie provozieren lassen d) Konsequente Parteiarbeit an der Basis weiterführen e) Mitgliederwerbung intensivieren, damit das Wahlergebnis in 4 Jahren noch eindrücklicher aussieht. Nur das zählt: Den WEG zum stets gleichbleibenden Ziel unbeirrlich weiterverfolgen, nie aus den Augen verlieren durch innere EiNiGKEiT > Keine Flügelkämpfe aufkommen lassen < .

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