Jamaika im Konsumrausch? Oder: Von Ronald Reagan lernen, heißt „Steuern und Abgaben senken“ – und nicht „mehr ausgeben“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Wohin mit den üppig fließenden neuen Steuereinnahmen?

Ein Wunder? Nein, damals war das kein Wunder – das Wiedererstarken Amerikas militärisch und wirtschaftlich! Nach dem Erdnußfarmerpräsidenten kam ein Mann ganz anderen Formats ins Amt des US-Präsidenten: Ronald Reagan. Und der erklärte seinem Land (und der übrigen Welt), wie man aus einem verzagten Häuflein wieder eine stolze Nation machen kann.

Reagan erhöhte die Verteidigungsausgaben und zwang somit die Sowjets in die Knie. Und vor allem, er senkte die Steuern – und verlieh seinem Land damit einen unglaublichen Wirtschaftsaufschwung. Schon vergessen? Alles schon vergessen?

Die deutsche Situation heute ist gewiß nicht mit der damaligen in den USA zu vergleichen. Aber eines könnten wir lernen: Wer angesichts (tatsächlich) üppiger Steuermehreinnahmen von „mehr ausgeben“ träumt, hat die Lehre von Reagan nicht verstanden und hat nicht verstanden, was dieses Land braucht.

Ich rede nicht einmal von Deutschland heute. Nein, ich halte ein Plädoyer für die Zukunft unserer Jugend, unserer Kinder und Enkelkinder, die wir schamlos auf hunderte Jahre hinaus mit unserer „Geldwegwerfpolitik“ belastet haben. Wer´s in Klartext hören will: Wir leben auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder!Im Wahn, alles sei finanzierbar, werden immer neue (vermeintlich) soziale Füllhörner über die „Bürgerinnen und Bürger“ ausgegossen – wobei die „Alten“ besser abschneiden als die Jüngeren. (Details erspare ich mehr; jeder weiß, was gemeint ist.) Daß Geld für die Bildung fehlt – der wichtigsten Ressource unseres Landes – charakterisiert nur das skandalöse Verhalten der Politik (aller Parteien).

Mehr Geld bedeutet auch mehr Möglichkeiten, etwas für das eigene Wählerklientel herauszuholen, besonders für die kleineren Partner. Der CSU fällt es nun schwerer, auf ein Ausweiten der Mütterrente zu verzichten, die FDP wird länger auf die Abschaffung des Solidaritätszuschlages pochen und die Grünen länger an einem Sofortprogramm zur Förderung nachhaltiger Solidarität festhalten usw. usw.

Zurück zu den Steuern: Ronald Reagan behauptete, daß die Steuereinnahmen steigen, wenn die (individuelle) Steuerlast gesenkt werde. „Senke die Steuerlast, und Du kriegst mehr Steuern“ – weil mit fallender Belastung die Ertragsfähigkeit der Unternehmen steigt, und damit letztlich auch die Einkommen der Arbeitnehmer.

Und nun nach Deutschland:

Nach der aktuellen Steuerschätzung dürften Bund, Länder und Kommunen bis 2021 gut 26 Milliarden Euro mehr Steuern einnehmen als zuletzt angenommen. Und die Kommentatoren überlegen, was das für die Koalitionsbildung in Berlin bedeutet. In den Augen der Verhandler glitzern die Euros – Geld, Geld Geld! „Money makes the world go round“, sang einst Liza Minelli im Musical „Cabaret“. Und in ein Kabarett fühlt man sich versetzt, wenn man beobachtet, was die Koalitionäre so alles an Ansprüchen auf den Tisch legen. Sie meinen zu wissen:

Am Geld müßte eine Jamaika-Koalition nicht scheitern. Die neue Steuerschätzung liegt unerwartet höher als die schon üppigen Prognosen vom Mai. Üppigerer wird es in den Staatskassen hierzulande vermutlich nicht mehr werden, zumal sinkende Arbeitslosigkeit und Niedrigzinsen weitere Ausgabenkürzungen verheißen.

Ausgaben erhöhen oder Steuern senken

Nun überlegen die Verhandlungsführer, was sie mit dem vielen Geld anstellen könnten. Im Kern geht es um eine Alternative: Entweder die Ausgaben erhöhen oder die Steuern senken – oder beides.

Nach dem Motto „wir haben´s ja“ ließen sich natürlich unbekümmert die Ausgaben steigern. Aber schon die alten Griechen mahnten: „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem“ – was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende (Äsop). Und das heißt: Nicht (nur) an heute denken, sondern auch an morgen!

Wenn so viel (ungeplantes) Geld in die öffentlichen Kassen gespült wird, ist das die beste Gelegenheit, die nachfolgenden Generationen zu entlasten. An Phantasie, wie dies zu bewerkstelligen sein, dürfte es nicht fehlen. Wichtig ist vor allem, die Begehrlichkeiten für neue Ausgaben zu senken. Es gibt keine „Wahlgeschenke“! Alles, was die öffentliche Hand ausgibt, ist unser Geld, Deines und meines, nämlich aus unseren bezahlten Steuern.

Deshalb sollte die wichtigste Forderung lauten: DIE STEUERN SENKEN!

Und das heißt auch: Subventionen abbauen und Steuerschlupflöcher schließen Anders als vor vier Jahren, mit Defiziten im Haushalt und einer SPD in Regierungslaune, sind Steuersenkungen 2017 kein Tabu mehr. In der Tat liegt die letzte große Steuerreform mindestens zehn Jahre zurück.

Und nun dürfen wir mal gespannt sein, was den Jamaikanern dazu einfällt. (Die Sozis und die Linke brauchen wir erst gar nicht zu fragen, die kennen außer „ausgeben“ nichts. Und wenn sie von „Einnahmen“ sprechen, dann meinen sie Erhöhung von Steuern und Abgaben – natürlich von den „Reichen“.)

Im Klartext, jetzt – wann sonst? – dürfte endlich dem „Mittelstandsbauch“ bei der Steuer der Garaus gemacht werden. Versprochen haben das bisher alle Regierungen. Ihr Versprechen gehalten hat´s keine. „Zum Wohle des Vaterlandes“ geht anders!

                                                     www.conservo.wordpress.com   10.11.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Jamaika im Konsumrausch? Oder: Von Ronald Reagan lernen, heißt „Steuern und Abgaben senken“ – und nicht „mehr ausgeben“

  1. wolfhain schreibt:

    Hat dies auf wolfhain rebloggt.

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  2. Aufbruch schreibt:

    Zum Wohle des Vaterlandes wurde in den ganzen letzten Jahren keine Politik betrieben. Im Gegenteil. Nach der römischen Maxime „Brot und Spiele“ wird dem Bürger in der Gegenwart eine heile Welt vorgegaukelt, während die Zukunft zerstört wird. Es ist jedes Mal ein Ärgernis, wenn die Steuerschätzer die zu erwartenden Mehreinnahmen wie einen Lottogewinn präsentieren. Diese Mehreinnahmen werden von den Bürgern, ob im Management oder am Fließband, teileweise hart erarbeitet. Das Geld, soweit es nicht für sinnvolle Ausgaben und Investitionen oder Schuldentilgung benötigt wird, gehört dem Bürger. Es ist für mich unverantwortlich, dass man das Ergebnis der Schätzung mitten in den Koalitionsverhandlungen veröffentlicht und so dem Geschacher der Koalitionäre preis gibt.

    Es ist gar nicht sicher, dass Jamaika zustande kommt. Es ist Sache der Bundesregierung und dem Parlament über die Verwendung der Steuereinnahmen zu entscheiden, nicht irgend welcher Koalitionsverhandler. Eines ist unabdingbar, der Bürger darf nicht wieder unter die Räder kommen. Ein Kassensturz muss feststellen, was nach Kennnis der horrenden Milliarden-Kosten die für die „Flüchtlings“-Politik aufzubringen sind, noch übrig bleibt. Das unselige „Wir schaffen das“ hat Deutschland in eine derartige Schiflage gebracht, die auch durch ein paar Milliarden Mehreinnahmen nicht zu beheben ist. Ein wahnwitziger Familiennachzug würde das schon wieder auffressen. Die Familienzusammenführung muss daher n den Heimatländern passieren, nicht hier.

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  3. Querkopf schreibt:

    Wohin mit der Milliarden Steuermehreinnahmen? Natürlich in die total hirnlose Flüchtlingspolitik Merkels stecken, zum Päppeln von noch mehr analphabetischen Hungerleidern aus aller Welt.

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