Kirche: „Heiße“ Sex-Tipps vom Erzbischof – Abtreibung inklusive

(www.conservo.wordpress.com)

Von „J. V.“, Civitas Institut *)

Beim Internetauftritt des katholischen Erzbistums Berlin ist schon vor längerer Zeit eine Seite mit dem Titel „Praxistipps für den Einsatz von Methoden in der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendgruppen“ (ja, das steht da so!) aufgetaucht, auf die wir erst jetzt gestoßen sind. Natürlich müssen, das vermutet man ja sowieso, „Tabus“ aufgebrochen werden, ebenso wie „Vorurteile“ und „Stereotypen“, und die „Praxistipps“ lassen nichts, aber auch gar nichts aus, um sich voll auf der Höhe der verqueren Gender- und LGBTIQ-Ideologie zu zeigen. Dass die „offizielle“ Lehre der Kirche und jeglicher bisher noch ansatzweise verbliebene Anstand auf der Strecke bleiben, ist klar.

Die „Praxistipps“ antworten z.B. auf die Frage „Ab wann ist es normal, Sex zu haben?“ – Und die Antwort ist anscheinend gar nicht so einfach… Zugleich wird angeregt, auch eingehendere Fragen zu Sexualtechniken und Praktiken zu stellen und zu besprechen. Darauf wollen und können wir hier nicht eingehen, der geneigte Leser kann sich auf der entsprechenden Seite selbst ein Bild machen.

Das Erzbistum geht dann verschiedene Szenarien, „Situation“ genannt, an:In Situation 2 geht es um einen 22jährigen Mann, der mit einem 15jährigen Mädchen (sie heißt „Elif“) schlafen will. Ist das möglich? Das katholische Erzbistum Berlin antwortet: „Grundsätzlich dürfen volljährige Personen mit minderjährigen Personen schlafen, sofern es sich um einvernehmliche sexuelle Handlungen/Geschlechtsverkehr handelt. Schwierig wird es jedoch immer dann, wenn sexuelle Handlungen oder Geschlechtsverkehr erzwungen werden.“

Situation 5: „Laura (15) möchte gerne mit ihrem Freund schlafen und denkt über die verschiedenen Verhütungsmittel nach.“ Sie befürchtet jedoch, dass ihre Eltern etwas merken. Die katholische Erzdiözese Berlin erklärt, dass Lauras Arzt, weil sie ja jünger als 16 Jahre ist, ihre Eltern informieren könnte, dass sie Verhütungsmittel möchte. Laura kann aber versuchen, den Arzt oder die Ärztin davon zu überzeugen, dass sie reif genug bist (sic!), um diese Entscheidung zu treffen.“ Die Erzdiözese fügt hinzu: „Für unter 14-Jährige wird es schwierig sein, ein Rezept für Verhütungsmittel zu bekommen, da Geschlechtsverkehr für unter 14-Jährige laut Gesetz ja verboten ist.“ Das ist aber, so das Erzbistum, kein größeres Problem: „Grundsätzlich können Jugendliche frei verkäufliche Verhütungsmittel wie beispielsweise Kondome und ein Diaphragma in jeder Apotheke kaufen. Wenn es dir unangenehm ist, in einer Apotheke danach zu fragen, kannst man (sic!) Kondome auch anonym in einer Drogerie kaufen.“ – Daß dieser Ratschlag gesetzwidrig ist, stellt keinen größeren Störfaktor dar… warum soll man sich an Gesetze halten, wenn es sowieso auch sonst keiner tut. In Berlin. Und überhaupt.

Situation 6: „Milena (15) ist ungewollt schwanger geworden.“ Nach einigen Erwägungen erklärt das katholische Erzbistum Berlin: „Auch Mädchen unter 18 Jahren haben grundsätzlich die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in den ersten zwölf Wochen straffrei abbrechen zu können.“ – „In der Beratung können auch der Vater des erwarteten Kindes oder auch ihre Eltern anwesend sein, wenn sie das möchte. Egal wie sich Milena entscheidet: Sie kann sich beraten lassen und hat das Recht auf psychologische Unterstützung.“

In anderen „Situationen“ wird über lesbische Beziehungen (mit einer Minderjährigen) gesprochen, oder über ein homosexuelles Paar von 18 und 16 Jahren, die „heiraten“ wollen, vom Erzbistum aber aufgeklärt werden, dass das erst geht, wenn beide volljährig sind.

Es soll einen Protest von Katholiken gegen die Situation 6 gegeben haben (und nur gegen diese!), man war der Ansicht, dass hier offen für die Abtreibung Propaganda gemacht werde – woraufhin das Erzbistum einen Abschnitt am Schluss hinzufügte, in dem es heißt: „Es ist schwierig die rechtliche Aufklärung völlig losgelöst von moralischen Fragen zu führen. Gerad im kirchlichen Kontext bietet es sich an das Thema „Schutz des Lebens“ in der weiteren pädagogischen Arbeit zu thematisieren.“

Das stellt klar, so S.E. Erzbischof Heiner Koch, dass die christlichen Werte zusammen mit den „Ratschlägen“ vermittelt werden sollen. Und, man stelle sich vor, um uns starren Pelagianern mit unserer verknöcherten Lehre aus einer vergangenen Zeit ein wenig entgegenzukommen, hat man auch noch hinzugefügt: „Niemand darf ein Mädchen zwingen oder unter Druck setzen eine Schwangerschaft abzubrechen.“

Toll.

Wir haben zunächst an ein fake geglaubt – das Ganze kann aber immer noch nachgelesen werden, und zwar hier. Natürlich haben wir die entsprechenden Seiten auch in unserem Archiv gesichert. Dazu gehört auch ein Grußwort von S.E. Erzbischof Dr. Heiner Koch.

Ach – gäbe es doch „noch Richter in Berlin“… Aber das ist nun über 200 Jahre her, und schon damals war dieser Satz Legende.

JV (https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2643:heisse-tips-vom-erzbischof&catid=1:neuestes&Itemid=33)

P.S.: Wer das Ganze bezahlt? Na: Sie! Mit Ihrer Kirchensteuer! Deshalb an dieser Stelle nochmals unsere Frage: „Ist es erlaubt, dem Bischof Steuern zu zahlen?“

www.conservo.wordpress.com 10.11.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Kirche: „Heiße“ Sex-Tipps vom Erzbischof – Abtreibung inklusive

  1. Sander Breitstein schreibt:

    Hier kann man nichts bekommentarieren, … es ist unfassbar !
    Das ist nicht länger mehr das Wort Gottes was hier spricht sondern es bedeutet Sodom und Gomorra. Klar und deutlich das die heutige Kirche auf ganze Linie versagt hat.
    Dies hat nun wirklich nichts mehr mit Christentum zu tun. Es ist einfach verabscheuungswürdig !
    „Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?“ (Matthaeus 7) Kirche ist nichts anderes als Links-Grün versiftete Ideologie !
    Geht aus ihr hinaus mein Volk ….

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  2. floydmasika schreibt:

    Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:
    Erst gerade berichteten wir von der Skulptur einer evangelischen Heiligen, die sich in freudiger Erwartung ihres heilbringenden Mannes genital stimuliert, und verwiesen auf allerlei weitere geiles humanitärsexuelles Engagement von Amtskirchen, aber Verhütung und Abtreibung bringt die Berliner Erzdiözese neu ins Angebot.

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  3. Liudger Klein schreibt:

    das hätte es beim erzbischof sterzinsky, den ich persönlich kannte, nicht gegeben!

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