Verschwiegenheiten oder die drei Tabus

(www.conservo.wordpress.com)

Von Ann P. *)

Nach-Gedanken zur deutschen Familienpolitik und Identität, deren eines Segment auch die Für-Sorge für Behinderte beinhaltet, und zwar nicht von der Warte z.B. rundum versorgter kinderloser katholischer Traumtänzer, deren reale Träume dann doch nicht zuletzt in Designer-Badewannen münden, sondern von der über Jahrzehnte, d.h. u.U. lebenslang praktisch betroffener Eltern. Und ja: der Frühling („die Erde“?) ist mir näher als der Herbst („der Himmel“?) mit seiner gleißenden Sonne, die einen blendet und die Sicht raubt. Wie klug das afrikanische Sprichwort: wer immer in den Himmel schaut, wird nie etwas auf der Erde entdecken“.

Der Hamburger Senat füllte einst die Sonderschulen für Geistigbehinderte mit Kindern von Zuwanderern auf, die zwar das Kriterium „G“ nicht erfüllten, sondern lediglich? der deutschen Sprache nicht mächtig waren. Evtl. Verhaltensdefizite aufwiesen. Und die im weiteren Verlauf dann in die entsprechenden WGs gesteckt wurden (weil man nicht wusste, wohin mit ihnen). So kam es, dass unser noch jugendlicher „Downie“ dann von einem Marokkaner in seinem „betreuten“ Zuhause mit einem Messer bedroht wurde.

Die Impulse zu „Familie“, welche sich mit meinen Wertvorstellungen decken, sind eher jene von Johannes Resch, Birgit Kelle, Sven von Storch, HvB, J. Liminski-“Demografie“ Hans-Joachim Maaz, Manfred Spreng oder Ex-Richter Borchert (http://www.sueddeutsche.de/politik/sozialrichter-borchert-ueber-hartz-iv-gesetze-ja-es-stimmt-ich-bin-zornig-1.2281368) – ist er nun, Pardon, “Soros-Netzwerk“? – ….und zwar nicht aus Gründen eines (super-)christlichen Menschenbildes. Der Begründungszusammenhang kann immer ein besonderer, muss nicht ein genereller sein. Schon gar nicht, wenn sich zwangsverbissene Fanatiker etwas aneignen wollen, was Biologismus, Naturrecht, Evolution oder lang entwickelte Kultur bereits aufgebaut haben….

Inklusion (nach Integration als Alternative betreuter Einrichtungen) könnte man m. M. nach auch als Synonym für Spardruck und Aufgabe der gesellschaftlichen Mitverantwortung einsetzen.

„Die Sozialbehörde schloss mit den Trägern der Behindertenhilfe 2005 eine Zielvereinbarung ab, nach der ein Drittel aller stationären Plätze bis 2010 in ambulante Plätze umgewandelt werden müssen. „Unsere Sorge war, dass diese Entwicklung dahin führt, dass die Menschen, wenn sie allein leben und nur noch stundenweise betreut werden, vereinsamen und verwahrlosen“, so ein Mitarbeiter eines Elternvereins. Zugleich würden nach einem Auszug der Bewohner, die relativ selbstständig sind, in den Wohngruppen nur Schwerstbehinderte leben.“ Hamburger Abendblatt.

Und wie stellen sich Diakonie und Caritas heute auf?

Das Thema erwachsene Behinderte kommt in Alltag und Politik nicht vor, bleibt ein Tabu. Man darf sehen, wie man zurechtkommt. Ein paar Ideologen schreien laut: Inklusion! Aber es „passiert“ nichts! Außer der restlichen Verschwiegenheit. Und der Prozess des Designer-Babys, der Leihmutterschaft, der Ausmerzung heutigen „unwerten Lebens“ schreitet schwarz-rot-grün-gelb voran. Oder was sonst? Wenn 99 Prozent der Föten mit Down Syndrom abgetrieben werden?

Woher ich komme, wohin ich gehe, und was mir unterwegs begegnet ist, was sich zu getragen hat, was ich gewählt, entschieden habe? Was ich an meine Kinder weiter geben kann. Zunächst bekenne ich mich nicht mehr bei dem Erlebten zu jenem Einvernehmen, was der Konsens Gott nennt. Nö. Ist mir schlicht zu pervers, sadistisch! Weder glaube ich an Karma, Zufall, Fügung, sondern nur an Glück und Pech, an ‚Folge von‘ (kausal-)Zusammenhänge.

Ich bin zwar immer noch blond, mit der Tendenz Grau/Silberstich. Und ich beziehe gewisse Erkenntnisse rückblickend.

Die GPPP schreibt:

„Im Vergleich zu anderen Richtungen, die ebenfalls einen psychoanalytischen Blickwinkel auf Geschichte, Kultur und Politik richten, ist die Psychohistorie in höherem Maße darauf ausgerichtet, die Fassade von rationaler Zweckmäßigkeit in Frage zu stellen, die das geschichtliche Handeln, politische Ziele oder wirtschaftliche Interessen dem oberflächlichen Betrachter meist darbieten. Aus dem durch Freud möglich gewordenen Verständnis des durchschlagenden Einflusses der Kindheitsschicksale auf die – oft sehr irrationalen – Verhaltensweisen und Einstellungen im Erwachsenenalter (auch auf gesellschaftlicher Ebene) ergibt sich so ein Forschungsschwerpunkt zur Kindheitsgeschichte bis hin zu Erfahrungen vor und während der Geburt, bei dem die vielfältigen Auswirkungen der historischen Evolution der Kindererziehung auf die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen deutlich werden. Einen Anstoß gebenden Erklärungsversuch stellt dabei die psychogene Geschichtstheorie von Lloyd DeMause dar. „

Bon. Das hat mir “geholfen“ bei der Verarbeitung mühsamer Vereinsamung als ´5oer-Jahre-Einzelkind sehr alter (Flüchtlings-) Eltern, die am Existenzminimum kraubsten. Wahrscheinlich war es der Goldeimer über den Hof, der mein erstes Studium (Design) initiierte.

Ob Kriegskinder oder Nachkriegskinder, Enkel…Die Linke mochte sie alle nicht!

„Wie ein Schatten liegt das Schweigen auf dem Leben unserer Eltern, der Generation der sog. Kriegskinder. Ein Schweigen mit weit reichenden Folgen, denn …dieser Schatten belastet auch das Leben meiner Generation, der sog. Nachkriegsenkel – und wird u. U. auch die nachfolgenden Generationen weiter belasten.

Unsere Eltern haben Schlimmes erlebt: den Krieg mit all seinen Auswirkungen wie Todesgefahr, Verlust von Angehörigen, Verlust des Zuhauses, Hunger, Kinderlandverschickung, Aufwachsen in Trümmern, Flucht und Verfolgung, Gewalt, Ausgeliefertsein an traumatisierte Soldatenväter etc. Viele Kriegskinder haben das Erlebte in sich eingekapselt, das Leben musste ja weiter gehen und vermutlich war vieles, was erlebt wurde, auch unaussprechlich.“(EFT Richrath)

Ob „Nebelkinder“ oder „Wolfskinder“ (Ostpreußens vergessene Kinder). Die Stationen des zyklisch speziellen Fokus‘ meiner Biografie landen wieder in dem verschließbaren Kästchen. Als auch das Freikirchenthema. Hin und wieder über die Jahre taucht nochmals ein weiteres Streiflicht auf….so „richtig“ und ganz „Behind closed doors“ (N. Thomas) bin ich als Angeheiratete und Gast ja nie geraten. Berichte wie „Aussteiger warnen vor Freikirchen“ (Serafini) oder „Abschied von den Superfrommen“ (ZEIT Campus) lassen schon noch Momente siedend heißer Schauer erwachen.

Ganz nah daneben wäre auch ein Leben gewesen. SO ist aus mir eine altruistische Kindergroßzieherin:- ) und Helikopter-Mutter geworden. (mit der attestierten „primären Mütterlichkeit“ – unvorstellbar für alle, die michkannten) Nun abgetaucht in die Vorversenkung meiner Generation, welche sich spaltet in jene Genuss-Rentner oder ins große Darben.

*) Verschwiegenheiten II

Mit meiner Biografie jener Tabuthemen als Kind von Flüchtlingen, interkonfessionelle „Mischehe“ (Gleiches gilt für binational, interkulturell, interreligiös…) und behindertes Kind habe ich – hochaktuell – viele nicht gelöschte Brennpunkte, wie sie heute lodern, vorweggenommen und meine Schlüsse daraus gezogen.

Ich schreibe meine Beiträge am Tag der Hausfrau, Hausfrau= meine hauptamtliche Funktion für drei Jahrzehnte und von dieser mutlikulten Mehrheitsgesellschaft lediglich mit Zurückweisung bedacht. Bin ich halt Rebellin!

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (A. Einstein)

Die Erfahrung der Heimatlosigkeit der Mutter als Ostpreußin in der westlichen Bundesrepublik und zuvor nach der Flucht noch in Dänemark hinter Stacheldraht als tyske Swin bezeichnet und bespuckt, konnte ich ein wenig nachvollziehen als Norddeutsche in Bayern. Und erst recht als liberale, nur- kirchliche Evangelische in einer Superchristen-Zweierleimaß-Freikirche. Misslungene Assimilation.

Bis dahin hatte ich meine ausreichende Zugehörigkeit vermutet, voraus gesetzt. Es ist doch mehr Entwurzelung dabei heraus gekommen, als vorgestellt… Transgenerational sind auch die Kinder betroffen, nicht in soziale Netze eingebunden, Die Aussteigerberichte zeigen auf, welches „Schicksal“ häufig damit verbunden ist, wenn man seiner Identität gehorcht.

www.conservo.wordpress.com   10.11.2017

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu Verschwiegenheiten oder die drei Tabus

  1. -"- schreibt:

    Ergänzung zum Thema Heimat
    „Heimat ist, was fehlt“
    – Wenn die Großeltern** im Krieg flüchten mussten, spüren wir Enkelkinder das noch. Diesem Trauma müssen wir uns stellen, denn wir können daraus für die Gegenwart lernen.
    ** Eltern
    http://www.zeit.de/kultur/2017-11/flucht-trauma-fluechtlingskrise-schlesien-heimat-breslau-10nach8

    ap

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