Budapest führt Osteuropa in strategische Partnerschaft mit China

(www.conservo.wordpress.com)

Von floydmasika *)

In Budapest, einer der schönsten Hauptstädte Europas, war von Sonntag bis Dienstag die Innenstadt abgeriegelt, und ein Meer aus ungarischen und chinesischen Flaggen schmückte historische Baudenkmäler und Prachtstraßen.

Zu Gast war nicht nur der chinesische Premierminister Li Keqiang (+1) sondern 16 Staaten Ost- und Mitteleuropas, gewissermaßen das gesamte Intermarium (Zwischenmeeresregion), wie Polen es sich seit General Pilsudskis Zeiten als eine geostrategische Gemeinschaft vorstellt. Auch polnische, tschechische und slowakische Partner der Visegrad-Gruppe waren prominent präsent, aber ebenso der Norden bis Finnnland und der Süden bis Griechenland. Mit jedem dieser Länder schloss der Ehrengast China besondere Investitionsabkommen.Auf Konferenzen, die wir teilweise aus erster Hand mitbekamen, herrschte ein gegenüber Westeuropa distanzierter Ton. Auf chinesische Fragen, ob die Meinungsunterschiede innerhalb Europas zu einer Spaltung führen würden, antworteten insbesondere Vertreter aus den Visegrad-Staaten, man befinde sich im Einklang mit den EU-Verträgen, und westeuropäische Vorstellungen, wonach man als Transferempfänger zu politischer Gefolgschaft verpflichtet sei, zeugten von dortigen Missverständnissen. Es habe keine Transferleistungen sondern auf Gegenseitigkeit und gemeinsamen Interessen beruhende Verträge gegeben, wonach Osteuropa seine Märkte für westeuropäische Marktführer öffnete. Man werde deshalb jedoch nicht dekadente westeuropäische Werte übernehmen. Osteuropa vertrete heute die Werte, die in den letzten Jahrhunderten als liberal gegolten hätten und die auch heute Zukunft hätten. Die EU stellt man sich als Europa der Vaterländer mit einheitlicher Wirtschaftsgesetzgebung (Binnenmarkt) vor. Darüber hinausgehende Ansinnen, insbesondere humanitär motivierte Forderungen nach solidarischem nationalem Selbstmord, wehrt man als missbräuchliche Bevormundung ab. Mit der Abwehr von Bevormundungsversuchen, sei es durch die Sowjetunion oder die Habsburger, habe man noch genügend Erfahrung.

Aus manchen chinesischen Diskussionsbeiträgen sprach eine Sorge an einer möglichen Spaltung des einheitlichen europäischen Binnenmarktes, aber mit den konservativ-liberalen Werten der Osteuropäer haben die Chinesen keine Probleme. Im Gegenteil, China und Osteuropa verfolgen ähnliche wirtschaftliche Interessen und teilen in vielen grundlegenden Fragen ähnliche Werte. Als aufstrebende Niedriglohnländer können sie von Freihandel profitieren. Zugleich legen sie auf politische Souveränität Wert. Orbán, der bei der Partnerschaft mit China besonders aktiv in Führung gegangen ist, hat vielmehr sogar auf der Ebene der Werte China stets betont viel Anerkennung gezollt und seinen Aufstieg mit einer konservativen Grundhaltung, die beide Seiten eine, in Verbindung gebracht. Schließlich war es auch China, dessen Konkurrenz Anfang 2012 dazu half, die Westeuropäer und den Weltwährungsfond in die Schranken zu weisen. Auch damals zogen Chinesen mit einer Million ungarischer Bürger an einem Strang, die gegen westliche Bevormundung und für ihren Ministerpräsidenten auf die Straße gingen. Gerade seit 2015 ist der Widerwille gegen solche Bevormundungsversuche weiter eskaliert. Auch diese Gemeinsamkeit drückte sich in der Beflaggung aus. Dass diese Flagge rot ist und Sterne aufweist, stört die Ungarn, die gerne ihren Pragmatismus betonen, nicht merklich. Ungarns Regierung bezeichnet den 16+1-Gipfel demonstrativ als das diplomatische Ereignis des Jahres

https://bayernistfrei.com/2017/11/29/budapest16plus1/

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Aus der Diskussion zu diesem Artikel:

n0by, 29. November 2017 um 16:59:

Im TV-Sender Phoenix sprach Laschet heute in einer Live-Übertragung beim Bund der Arbeitgeber über die neue ungarisch-chinesische Zusammenarbeit. Dass Transatlantiker die ungarische Öffnung nach Fernost ein Dorn im Auge ist versteht sich von selbst. Die ungarisch-chinesische Zusammenarbeit stört die Geschäfte in einem von US-Weisungen abhängiges Vasallenland wie dem Unsrigen.

Man beachte hierzu die Gedanken von Albrecht Müller, der als alter SPD-Wahlkampfstratege von Willy Brandt seit Jahrzehnten das politische Geschäft beeinflusst und kommentiert: http://www.nachdenkseiten.de/?p=41335

(Quelle: https://bayernistfrei.com/2017/11/29/budapest16plus1/)

www.conservo.wordpress.com   30.11.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Budapest führt Osteuropa in strategische Partnerschaft mit China

  1. anvo1059 schreibt:

    Das ist eigentlich die logische Konsequenz auf die Politik der EU !
    Was diese , gesteuert von einigen Hirnlosen Strategen, zum Schaden Europas grade für einen Vernichtungskurs fährt stößt besonders auch in Osteuropa auf Ablehnung.
    Wenn es ganz dumm kommt, gibt es eine zurechtgestutze Neuauflage des Warschauer Paktes. Diesmal als „Budapester Pakt“ ??? Werden das die US NATO Kampftruppen, welche man wohl ganz bewusst dort Stationiert hat, das dulden ???????

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