Das Schlachtschiff ist angeschlagen – das Heck bereits unter Wasser.

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Dunkel

Frau Merkel steht zwar noch am Bug, aber es scheint vorbei, und nur noch kurze Zeit wird ihr Schiff die Nase oben halten.

Obwohl sie direkt nach der Wahl fast kindlich sagte, sie wüsste gar nicht, was sie falsch gemacht haben könnte, dämmerte es guten Beobachtern schon, das wird nix mehr.

Herr Lindner verweigerte sich ihrem Diktat, noch an der alten Erinnerung nagend, wie die Kanzlerin in der gemeinsamen Regierung die FDP lächerlich machte, sie quasi an die Wand fahren ließ und dann Schulter zuckend auch abservierte.

Das Mucken in der Jungen Union ist zwar bis jetzt eher ein Murmeln, aber Jens Spahn schleift seine Kanten, und es gibt wohl noch zwei drei andere, die jetzt ihre Chancen sehen.

Sie haben aktuell nichts zu befürchten, denn die brisante Lage lässt es nicht zu, dass die Kanzlerin ihre Kritiker innerhalb der eigenen Reihen einfach so absägen konnte, wie damals noch zu Friedrich Merz´ Zeiten.

Zu viele hat Merkel in den tiefen Keller geworfen, und nicht alle haben es wohlwollend in Kauf genommen.

Der gravierendste Affront gegen ihre Position erlaubte sich ja gestern Herr Schmidt, der selbstbewusst und auch etwas trotzig sagte, er habe seine Entscheidung zum Glyphosat selbst getroffen. Gegen die Kanzlerin.

Ob nun abgesprochen oder nicht, damit ist Merkel angezählt.

Die SPD, eh nicht für eine Koalition zu begeistern, wird jetzt alles daran setzen, sich nicht auf ein Neues und Weiter so einzulassen. Würde die SPD sich aus Staatsraison zwingen lassen, fände sie sich später eventuell als Splitterpartei im Boot der Grünen wieder.

Die Option einer Minderheitsregierung, besser gesagt, eine Minderwertigkeits-Regierung, wird, sollte diese tatsächlich kommen, zerfleddert werden. Dafür sorgen schon die, welchen Merkel in vergangener Zeit auf die Füße getreten hat.

Da fällt mir ein alter Bee Gees-Titel ein: sinking ship.

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*) Michael Dunkel ist ein rheinischer, polyglotter Liberalkonservativer sowie ständiger Teilnehmer des politischen Stammtisches von Peter Helmes u.a.
www.conservo.wordpress.com   30.11.2017

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. 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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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3 Antworten zu Das Schlachtschiff ist angeschlagen – das Heck bereits unter Wasser.

  1. Schorschilein schreibt:

    Bei Merkels Wasserverdrängung die einem veritablen Flusspferd zur Ehre gereichte,
    muss die Pfütze aber sehr tief sein, um das Aufsetzen auf Grund zu verhindern.
    So schnell geht so eine alte Freagtte nicht unter. Und solche Ententeiche sind nun mal für Zerstörer zu flach. Deshalb nannte man den Minister Tiefensee ja auch Herr Flachwasser.
    Er befand sich da in bester Gesellschaft mit der 2/3 Mehrheit der vom Souverän gewählten Abgeordneten des Reichstages, genannt Bundestag.

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  2. karlschippendraht schreibt:

    …… „Mutige vortreten!“…….

    Da könnt Ihr lange warten , zumindest was die Westdeutschen betrifft .

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  3. Querkopf schreibt:

    „Das Schlachtschiff ist angeschlagen – das Heck bereits unter Wasser.“ — In einer solchen Situation kommt taktisch die Stunde des Zerstörers, der dem derart angeschlagenen Schlachtschiff mit ein-zwei Torpedos unter die Wassserlinie den Rest gibt.
    Also, wer betätigt sich hier jetzt als „Zerstörer des Mutterschiffs“: „Mutige vortreten!“
    Der Dank der großen Mehrheit des deutschen Volkes (aber natürlich nicht der der roten GRÜNEN) ist Euch gewiss! – Merkel muß schnellstens „versenkt“ werden!

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