Nahost-Updates: Israels Zweifrontenkrieg, Syrien noch lange kein Frieden

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

  1. Droht Israel ein Zwei-Fronten-Krieg?

Offenbar bestätigen sich die Befürchtungen, die israelische Militärs, der Verteidigungsminister und einige Publizisten seit einer Weile hegen: die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah arbeiten militärisch zusammen und trachten danach, die Schlinge um Israels Hals enger zu ziehen – und hinter ihnen steht ihr großer Förderer Iran.

Der arabischen Zeitung Asharq Al-Awsat gegenüber hat der Hamas-Funktionär Salah al-Bardawil kürzlich eine militärische Kooperation zwischen seiner Organisation und der Hisbollah zugegeben, allerdings keine Details preisgegeben.1

Im vergangenen Monat hat der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah eingestanden, dass seine Organisation Waffen in den Gazastreifen liefert.2

Hamas ist sunnitisch, die Hisbollah im Libanon ist schiitisch, aber über solche Differenzen kann man hinwegsehen, wenn es gegen den gemeinsamen Feind, die Juden und ihren Staat, geht. Hamas und Hisbollah werden vom schiitischen Gottesstaat Iran mit Geld und Waffen versorgt, dessen erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Der Kommandant der Islamischen Revolutionsgarden, Generalmajor Mohammad Ali Dschafari, und der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, haben das erst kürzlich wieder einmal ausdrücklich bekräftigt. Dschafari kündigte vor Reportern in Teheran an, dass der nächste Krieg in der Region mit der „Ausrottung des zionistischen Regimes“ enden werde.3

Die Hamas und die angeblich gemäßigte, von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführte Fatah haben im Oktober – wieder einmal – ein Versöhnungsabkommen geschlossen und die Hamas schien zunächst ernsthaft bereit, die Kontrolle über den Gazastreifen, in dem sie im Juni 2007 die Macht ergriffen hat, an die von Abbas geleitete Palästinensische Autonomiebehörde zurückzugeben.

Am 1. November übernahm die PA die Kontrolle über die Grenzübergänge zwischen dem Gazastreifen und Israel, doch die Autonomiebehörde beansprucht auch die volle Kontrolle über die öffentliche Sicherheit im Küstenstreifen, verlangt also folgerichtig, dass die Hamas ihre Waffen abgibt – und genau das wird sie nicht tun. Die Hamas lehnt es ausdrücklich ab und hat in diesen Tagen sogar damit gedroht, ihre terroristischen Aktivitäten auf das Westjordanland (Judäa und Samaria) auszuweiten, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete.4

Ich habe von Anfang an nicht an einen dauerhaften Bestand dieser Versöhnung geglaubt5 und ich bezweifle ihn weiterhin. Die Hamas denkt doch gar nicht daran, ihr Arsenal preiszugeben. Erstens steht sie weiterhin ganz offen zu ihrem Ziel, Israel zu zerstören. (Und wie sollte sie den Kampf gegen den jüdischen Staat ohne Waffen weiterführen?) Zweitens hat die Hamas sich große Mühe gegeben, die durch Differenzen über Syrien empfindlich beeinträchtigten Beziehungen zu ihrem Sponsor Iran wieder zu reparieren, was in diesem Jahr auch gelungen ist.6 Im Oktober weilte wieder einmal eine Hamas-Delegation in Teheran, um dem Mullah-Regime zu versichern, dass die Hamas ihm treu bleibt und den Kampf gegen Israel fortsetzt. Ende August hat der Hamas-Führer Yahya Sinwar zugegeben, dass der Iran der wichtigste militärische und finanzielle Unterstützer der Hamas ist.7 Mit dem will man es sich doch nicht verscherzen!

Der arabisch-israelische Journalist Khaled Abu Toameh schrieb vor kurzem darüber, dass der Iran über seinen Schützling Hisbollah versuchen wird, dauerhaft auch in Gaza Fuß zu fassen.8

Möglicher Weise wird sich die militärische Kooperation zwischen den zwei Terrororganisationen verstärken und schlussendlich werden sie Israel koordiniert mit Anschlägen, Raketen- und Mörserfeuer zu überziehen versuchen.

Im Oktober warnte der israelische Verteidigungsminister Lieberman vor einem drohenden Zwei-Fronten-Krieg gegen Hamas und Hisbollah.9

Hisbollah, die „Partei Gottes“, die mit Hilfe des iranischen Mullah-Regimes als eine Art Pilotprojekt aufgebaut wurde, um dessen Islamische Revolution zu exportieren, hat nach Jahren der Unterwanderung den Libanon inzwischen fest in Griff, wie der Premierminister Saad Hariri in seiner überraschenden, in Saudi-Arabien verkündeten Rücktrittserklärung am 4. November eingestanden hat.

Ein von der Hisbollah kontrollierter Libanon wird einerseits zur Gefahr für Israel, andererseits auch zum Schauplatz des Machtkampfes, den die Erzrivalen Iran und Saudi-Arabien nun im Orient austragen.

Saad Hariri ist, einer Einladung des französischen Präsidenten Macron folgend, von Riad nach Paris gereist, um das weitere Vorgehen in der Libanon-Krise zu besprechen – und von dort aus ist er – nach einem kurzen Zwischenstopp – nach Beirut zurückgekehrt.

Hatte er vor kurzem noch seinen Anhängern Mut gemacht und Optimismus zu verbreiten versucht, so liest sich das, was er seither gesagt hat, schon ganz anders. In einem Interview mit dem saudischen Magazin Al-Rajol sagte Hariri, dass die Hisbollah ein Problem der gesamten Region sei und dass der Libanon nichts gegen sie ausrichten könne. Dank der vom Iran bezahlten Waffen sei die Hisbollah nun in der Lage, den Libanon zu managen.10

Der aus dem Libanon stammende Publizist Tony Badran, Fellow der Foundation for Defense of Democracies, hat seine Heimat kürzlich als „iranische Satrapie unter der Kontrolle der Hisbollah“ bezeichnet.11 Dem Jewish News Service sagte Badran in diesen Tagen, dass die aktuelle Staatskrise am Mächtegleichgewicht innerhalb des Landes nichts geändert habe. Die Hisbollah habe die Dinge immer noch unter absoluter Kontrolle.12 (Was bedeutet: das Land ist unter iranischer Kontrolle.)

So tobt der Machtkampf im Orient weiter. Auf der einen Seite steht die selbst ernannte Achse des Widerstands, angeführt vom Mullah-Staat Iran, der nun seinen lange gehegten Wunsch von der Ausbreitung der Islamischen Revolution wahrmachen und sich mit Hilfe der von ihm finanzierten Dschihadisten-Milizen in Afghanistan, Jemen, Irak, Syrien und Libanon zum Hegemon der Region aufschwingen will.

Auf der anderen Seite stehen Saudi-Arabien und seine Verbündeten – und es kommt im Zuge dieses Machtkampfes zu einer unerwarteten Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel.13 Jedenfalls wird gemunkelt, dass bereits eine heimliche Zusammenarbeit läuft, auch wenn es keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden gibt. Saudische Journalisten werben inzwischen sogar dafür, Frieden mit Israel zu schließen.14

Der Judenhass ist und bleibt virulent in der arabischen Welt. Und trotzdem scheinen zumindest die Mächtigen Israel inzwischen mit etwas anderen Augen zu sehen. Jetzt, wo sie sich durch den Iran bedroht sehen, erscheint Israel aufgrund seiner militärischen Stärke plötzlich als ein möglicher strategischer Partner, mit dessen Hilfe Irans Großmachtstreben Einhalt geboten werden könnte. Denn Israel hat ein existenzielles Interesse, den iranischen Einfluss zurückzudrängen und von seinen Grenzen fernzuhalten.

Allerdings warne ich davor, zu schnell euphorisch zu sein. Es wäre schön, wenn in der arabischen Welt ein echtes Umdenken über Israel und die Juden beginnen würde. Aber es ist meiner Meinung nach möglich, dass Saudi-Arabien und andere Mächte nur wegen der iranischen Gefahr zeitweise auf eine strategische Zusammenarbeit aus sind. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass – sollte die iranische Bedrohung eines Tages gebannt sein – danach noch viel von der Israel-Freundlichkeit übrig bleiben wird.

  1. Noch lange kein Frieden in Syrien

In diesem Zusammenhang müssen wir wieder einmal auf Syrien schauen. Einige Medien und Politiker erwecken inzwischen den Eindruck, dass der Krieg im Land so gut wie vorbei sei.

Wenn man bedenkt, dass der noch gar nicht lange zurückliegende September der blutigste Monat des Krieges seit Beginn des Jahres war, können an dieser freudigen Erwartung Zweifel aufkommen. Auch kürzlich ausgestrahlte Berichte der BBC aus dem Damaszener Vorort Ghouta erwecken nicht den Eindruck, dass der Konflikt beendet ist.15

Davon mal ganz abgesehen ist es kein Grund zur Freude, sollten der Iran und sein Schützling Assad mit Unterstützung Russlands den Machtkampf tatsächlich für sich entscheiden. Wenn die gegen Assad erhobene Beschuldigung zutrifft, dass seine Regierung im eigenen Land ethnische Säuberungen und Vertreibungen unerwünschter Bevölkerungsgruppen durchführen lässt, würde sein Verbleib an der Macht bedeuten, dass die syrische Flüchtlingskrise nicht gelöst werden wird.16

Außerdem besteht die Gefahr, dass ein Großteil Syriens dauerhaft dem neuen Imperium des Iran einverleibt wird – nicht im Sinne einer Annexion, bitte nicht falsch verstehen. Aber der Iran trachtet offensichtlich danach, mit seinen Revolutionsgardisten und mit den in der Region rekrutierten Milizen im Land präsent zu bleiben. Und das Assad-Regime ist durch den jahrelangen Krieg so stark geschwächt, dass es bestimmt nichts dagegen haben wird, dass seine schiitischen Beschützer weiterhin zur Stelle sind.

Der iranisch beherrschte Landkorridor von Teheran bis Beirut nimmt allmählich Gestalt an.17

Israel hat bereits deutlich zu verstehen gegeben, dass es die Präsenz seines Todfeindes vor der eigenen Haustür nicht hinnehmen will.

Laut Recherchen der britischen Jewish News Online hat Israel über einen Unterhändler dem syrischen Präsidenten Assad eine Warnung zukommen lassen, dass es militärische Maßnahmen ergreifen werde, sollte Syrien dem Iran erlauben, eine dauerhafte militärische Präsenz im Land zu etablieren.18 Den israelischen Hadashot News zufolge plant der Iran, in Syrien eine Marinebasis – möglicher Weise für U-Boote – , einen Luftwaffenstützpunkt und Rüstungsfabriken für Präzisionswaffen aufzubauen.19

Logisch. Soll Israel tatenlos zusehen, wie sich ein Regime vor seiner Haustüre breit macht, das ganz offen dazu steht, dass es Israel mit Hilfe seiner Terror-Schützlinge vernichten will, und diese Drohungen absolut ernst meint?

Es sieht so aus, dass Israel seiner Warnung nun hat Taten folgen lassen:

Der arabischsprachige Dienst von Sky News meldete, dass die israelische Luftwaffe gestern, am 2. Dezember, vom libanesischen Luftraum aus eine iranische Basis 15 Kilometer südwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus unter Beschuss genommen hat. Das syrische Staatsfernsehen bestätigte diesen Bericht.20

Von der Existenz dieser iranischen Basis, die nur fünfzig Kilometer von den Golanhöhen entfernt liegt, hatte die BBC vor drei Wochen berichtet.21

Dem libanesischen Al-Mustaqbal TV und dem saudischen Al-Arabiya-Netzwerk zufolge sind bei dem Angriff zwölf iranische Militärs getötet worden.22

Die Kämpfe in Syrien sind nicht vorbei. Israel kann und wird eine iranische Präsenz vor seiner Haustüre nicht hinnehmen.

Allerdings habe ich die Hoffnung, dass Israels intakter Selbstbehauptungswille auch uns zugutekommen könnte. Wenn Europa zu schlaff und zu gleichgültig ist, etwas zu unternehmen – Israel ist es bestimmt nicht, schon weil die heutige Situation für den jüdischen Staat existenziell gefährlich zu werden droht. Vielleicht gelingt es Israel in Zusammenarbeit mit den USA und regionalen Mächten, Iran zu stoppen und dabei vielleicht doch noch einen Machtwechsel in Syrien zu erwirken, der einen Neuanfang für das Land und eine Lösung der Flüchtlingskrise mit sich bringen könnte.

Wenn Assads Syrien zu einer iranischen Satrapie zu werden droht, hätte Jerusalem jedenfalls ein Eigeninteresse daran, dass in Damaskus eine andere, eine nicht dem Iran untertänige Regierung an die Macht kommt.

Aber das sind nur Spekulationen und Hoffnungen meinerseits. Man wird sehen, was in der nächsten Zeit passiert.

Quellen:

  1. Asharq Al-Awsat, 24.11.2017: „Exclusive: Hamas’s Bardawil Says Military Ties with ‚Hezbollah‘ is Undeniable“ https://aawsat.com/english/home/article/1093601/exclusive-hamas%E2%80%99s-bardawil-says-military-ties-hezbollah-undeniable
  2. The Times of Israel, 20.11.2017: „Hezbollah says it only arms Gaza, denies sending missiles to Yemen“ by Agencies and Times of Israel Staff https://www.timesofisrael.com/hezbollah-says-it-only-arms-gaza-denies-sending-missiles-to-yemen/
  3. Siehe mein Nahost-Update vom 24.11.2017 und die beigefügten Quellenverweise
  4. The Tower, 28.11.2017: „Hamas Refuses to Disarm, Threatens to Send Weapons to West Bank“
  5. Siehe meinen Artikel „Saudis gegen Ayatollahs“ und die beigefügten Quellen
  6. The Investigative Project on Terrorism, 26.10.2017: „Hamas Rejoins Iran’s Terrorist Axis“ by Yaakov Lappin https://www.investigativeproject.org/6825/hamas-rejoins-iran-terrorist-axis
  7. Asharq Al-Awsat, 29.8.2017: „Sinwar: Iran is Hamas’ Largest Backer Financially, Militarily“ https://eng-archive.aawsat.com/theaawsat/world-news/sinwar-iran-hamas-largest-backer-financially-militarily
  8. Gatestone Institute, 8.11.2017: „The Iran-Hamas-Hezbollah Connection“ by Khaled Abu Toameh https://www.gatestoneinstitute.org/11330/iran-hamas-hezbollah
  9. Haaretz, 10.10.2017: „Israel’s Next War Will Be Fought Against Both Hezbollah and Hamas, Defense Minister Says“ by Gili Cohen https://www.haaretz.com/middle-east-news/1.816553
  10. The Tower, 29.11.2017: „Hariri: Lebanon “Cannot Do Anything about” Hezbollah“ http://www.thetower.org/5694-hariri-lebanon-cannot-do-anything-about-hezbollah/
  11. Tablet Magazine, 7.11.2017: „Lebanese PM Sa’ad Hariri Cancels His Deal With the Devil, Leaving Lebanon in the Hands of Iran“ by Tony Badran http://www.tabletmag.com/scroll/248899/lebanese-pm-saad-hariri-cancels-his-deal-with-the-devil-leaving-lebanon-in-the-hands-of-iran
  12. Jewish News Service, 28.11.2017: „Hezbollah continues ‘absolute dominance’ of Lebanon amid domestic political crisis“ by Ariel Ben Solomon http://www.jns.org/latest-articles/2017/11/28/hezbollah-continues-absolute-dominance-of-lebanon-amid-domestic-political-crisis#.Wh7wVfmnGUk=
  13. The Atlantic, 18.11.2017: „How a Saudi-Israeli Alliance Could Benefit the Palestinians“ by Hussein Ibish https://www.theatlantic.com/international/archive/2017/11/how-a-saudi-israeli-alliance-could-benefit-the-palestinians/546248/
  14. MENA Watch, 3.12.2017: „Saudische Journalisten propagieren Friedensschluss mit Israel“ http://www.mena-watch.com/saudische-journalisten-propagieren-friedensschluss-mit-israel/
  15. MENA Watch, 1.12.2017: „Der Krieg in Syrien ist zu Ende?“ http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/der-krieg-in-syrien-ist-zu-ende/
  16. Siehe meinen Artikel „Baschar al-Assad – ich muss meine Meinung ändern“ und die beigefügten Quellenverweise
  17. Siehe meine Artikel „Baschar al-Assad“ (a.a.O.), „Saudis gegen Ayatollahs“, „Die Mullahs und die Bombe“, „Das ekelhaft reine Gewissen“ plus Quellenverweise
  18. Jewish News Online, 27.11.2017: „Netanyahu reportedly warns Assad: Israel will act if Iran allowed bases in Syria“ http://jewishnews.timesofisrael.com/netanyahu-reportedly-warns-assad-israel-will-act-if-iran-allowed-bases-in-syria/
  19. The Tower, 28.11.2017: „Report: Israel Warned Assad against Allowing Iran to Build Base in Syria“ by BICOM http://www.thetower.org/5669oc-report-israel-warned-assad-against-allowing-iran-to-build-base-in-syria/
  20. Ynet News, 2.12.2017: „Reports: Israel attacks Iranian base near Damascus“ by Roi Kais https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5050707,00.html
  21. Ynet News, 11.11.2017: „Satellite shots show Iran expanding into Syria“ https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5041271,00.html
  22. The Times of Israel, 2.12.2017: „Arab media: 12 Iranians killed in ‘Israeli strike’ in Syria“ https://www.timesofisrael.com/arab-media-12-iranians-killed-in-israeli-strike-in-syria/
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*) Adrian F. Lauber: Wir freuen uns sehr, daß mit dem bekannten Blogger Adrian F. Lauber seit November 2017 ein weiterer renommierter Autor auf conservo tätig ist.
www.conservo.wordpress.com   3.12.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu Nahost-Updates: Israels Zweifrontenkrieg, Syrien noch lange kein Frieden

  1. MoshPit schreibt:

    Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

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  2. anvo1059 schreibt:

    Und eben weil gewisse (unions) Politiker ganz genau wissen, informiert sind, lehnen sie eine Rückführung syrischer Invasoren ab !

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  3. karlschippendraht schreibt:

    Eines hat sich bereits 1967 deutlich gezeigt : Der Moslem ist kein Soldat , der in offener Feldschlacht bestehen kann . Schon damals musste Israel einen Mehrfrontenkrieg führen und hat ihn gewonnen . Selbst wenn der Iran Atomwaffen hätte , Israel hat mit Sicherheit auch welche . Allerdings kann Israel heute nicht mehr mit militärischer Beratung durch ehemalige reichsdeutsche
    Militärs rechnen , wie das 1967 war. Aber Rommel`s Panzerschlachten gehören noch heute zum Unterrichtsprogramm israelischer Offiziersschüler .

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  4. Walter Roth schreibt:

    Nun ja, Assad muss nicht weg, alles was nachkommen könnte ist mit grosser Wahrscheinlichkeit schlechter.
    Er ist immerhin Alawit, der nach ihm …….kann nur noch ein Muslim sein und das heisst grösste Gefahr für alle Minderheiten im Land und für Israel.
    Natürlich ist Assad kein Demokrat, aber Demokraten gibt es im Islam nun mal keine.
    Assad ist ein berechenbarer Herrscher, meines Erachtens genau das was im Islam möglich ist.
    Und er ist ein westlicher Herrscher, was besseres werden wir nicht bekommen.

    Israel hat eine irrationale Einstellung zu Assad und das ist unvernünftig, davon sollten sie sich endlich lösen, was nachkommt würde viel unberechenbarer sein.

    Will Israel den Libanon als Gefahr ausschalten, so muss der Kampf als echter Krieg geführt werden.
    Und da wir alle die muslimischen Eigenheiten des totalen Kampfes, der ohne jede Rücksicht auf die eigenen Zivilisten geführt wird, kennen, muss der Kampf ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung geführt werden, …….dort wo es die militärische Erfordernis verlangt.

    Nur dann kann der Libanon gesäubert werden.
    Die Welt wird aufheulen, aber das muss man aushalten und es trotzdem tun.

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