Schneeschmelze, Wolkenforscher und Verblendung

(www.conservo.wordpress.com)

Wissenschaftliche Falschmeldungen

Die „Allgemeine Zeitung Mainz“ gehört zwar zur täglichen Pflichtpostille des langjährigen conservo-Autors Wolfgang Thüne, aber sie ist beileibe nicht seine Lieblingszeitung. Erfahrene conservo-Leser kennen Thünes stetigen Kampf gegen Vor- und Falsch-Urteile, wie sie auch immer wieder in der AZ zum Ausdruck kommen. Seine neueste Demarche ist heute besonders lesenswert.

Dr. Wolfgang Thüne

Thüne schreibt an die AZ aus gegebenem Anlaß  (P. H. 2.12.17):

Betr.: AZ v. 2. 12. 2017, Wissen 1: „Die Wolkenforscher“ von Neli Mihaylova (az-landskrone@vrm.de)

Sehr geehrte Damen und Herren,

so sehr ich das neue Buch „Wissen“ am Wochenende begrüße, so sollte dennoch darauf geachtet werden, dass nicht unkritisch wissenschaftliche Falschmeldungen verbreitet werden. Gestatten Sie daher meinen Leserbrief:

„Wenn Wissenschaftler die Natur erklären und Leser bilden und unterrichten wollen, sollten Sie jedes Wort genauestens abwägen. Worte erzeugen nämlich Bilder, die nicht nur gespeichert werden, sondern sich als „Bildung“ verfestigen.

Ein derartiges Trugbild ist das Bild von der Erde als „Treibhaus“.

Die Lufthülle ist nicht nur beweglich, sondern auch für Strahlung durchlässig, wie jeder Ausstrahlungsfrost nach klarer Nacht beweist. Falsch ist auch das Bild der Wolken als „Thermostat“. Ein Thermostat lässt die Heizung dann anspringen, wenn in der Wohnung die Temperatur unter einen Richtwert absinkt. Genau dies können die Wolken nicht, die Temperatur des Erdbodens regeln, um diese konstant zu halten.

Noch abwegiger ist die Aussage von Prof. Dr. Stephan Borrmann, dass die Wolken „das Sonnenlicht in den Weltraum wie ein Spiegel zurück reflektieren“. In seiner Primitivität ist das Bild einleuchtend, aber falsch. Die grellweißen Wolken sind wie eine frische Schneedecke bei Sonnenschein. Sie reflektieren zwar sehr stark das sichtbare und die Augen blendende Sonnenlicht, aber absorbieren ebenso gierig das unsichtbare, die Erde erwärmende Sonnenlicht. Der Volksmund weiß es: „Schnee schmilzt wie Butter in der Sonne“! Ebenso falsch ist, wenn Dr. Borrmann sagt: „Gleichzeitig wird die vom Boden abgegebene Wärmestrahlung von bestimmten Wolken festgehalten und zur Erde zurückgeschickt. Dadurch erwärmt sich die Erdoberfläche.“ Diese „bestimmten Wolken“ gibt es nicht, sonst würde er nicht so unbestimmt bleiben. Alle Wolken bestehen aus Wassertropfen oder Eiskristallen. Sie absorbieren zuerst Strahlen, verwandeln sie in Wärme und strahlen dann erst Strahlung aus. Da die Temperaturen der Wolken je nach Höhe beträchtlich unter den Temperaturen der Erdoberfläche liegen, können sie diese nie und nimmer strahlend erwärmen.

Um sich vor dem Vorwurf der „Lügenpresse“ zu schützen, sollten die Journalisten nicht alles als bare Münze nehmen, was in prächtigen „Kleidern der Wissenschaft“ herkommt, sondern ihre Informanten einer kritischen Prüfung unterziehen.“

**********
*) Wolfgang Thüne (www.derwettermann.de) ist Diplom-Meteorologe und Dr. phil. Er war 16 Jahre lang „Wetterfrosch“ des ZDF und ist regelmäßiger Kommentator auf conservo.
www.conservo.wordpress.com  3.12.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Schneeschmelze, Wolkenforscher und Verblendung

  1. MoshPit schreibt:

    Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.