Aktion Drehhofer: Nichtssager, Hinrichter und Schmutzelwichte

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

„Gott mit dir, du Land der Bayern!“

„Ich sage nichts“ – so wurde Seehofer am zurückliegenden Wochenende mehrfach von den Schellenbuben und Jingle Girls im Fernsehen bei Fragen nach seiner Zukunft zitiert. Bis er dann am Montag bekanntgeben ließ, dass er den transdanubischen Thron als Princeps Bavariae abtreten will; an den Franken-Frecker und Schmutzelwicht Söder. Und dieser „Spalter“ hat sich dann sogleich satte „100 im Weckla“ eingezwickt: Getreue wie Widersacher aus Fraktion und Vorstand der christ-sozialen Spießbruderschaft.

Den Parteivorsitz will der Nichtssager Seehofer aber behalten. Und damit er weiterhin einen höherklassigen Dienstwagen benutzen kann, soll er wohl in Berlin ein Ministeramt übernehmen. Apropos Dienstwagen: Seehofer fährt bisher laut Süddeutschem Beobachter den „dreckigsten Dienstwagen“; sein BMW sei nach einem Urteil der „Umwelthilfe“ die größte Dreckschleuder „ever“. Wenn er also nach Berlin geht, sollte er sich schon aus allgemeinen Klimaerwägungen in einem saubereren Gefährt dort bewegen, denn in der Hauptstadt gibt es ohnehin zu viele Dreckschleudern. Ich denke da an Tauber, Kauder,Grosse-Brömer, Kahrs, Oppermann, Gabriel, Roth, Künast usw…

Den Posten als Parteivorsitzender der CSU – vielleicht auch für ihn „das schönste Amt neben Papst“ (siehe Müntefering) – will/soll er behalten.

Ob das gut geht?

Diese Ämterteilung in der Staatspartei Bayerns gab es schon öfter: Goppel – Strauß, Streibl – Waigel, Stoiber – Waigel, Beckstein – Huber. Theo Waigel musste den CSU-Vorsitz einst dem „Hinrichter“ Stoiber („Ich hab’s mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in der Früh in den Garten schau und vielleicht eine Blume hinrichte“) überlassen und Seehofer kam ebenfalls wie Waigel wegen privater, g´schlamperter Verhältnisse einst nicht zum Zug. In den meisten Fällen konnte die CSU auch damit ihren Nimbus als „erfolgreichste Partei Deutschlands“ bewahren, mit einer Ausnahme: Das „Pygmäen“-Duo Beckstein-Huber brachte der CSU erstmals den Verlust der absoluten Mehrheit ein.

Ob das gut geht mit dem Nichts-sagenden Wackelpudding an der Parteispitze und einem Strietzel aus Franken als obersten Archonten – hinsichtlich der Reconquista in Bayern?

Der Vogelflugbeobachter Prof. Oberreuter aus Passau meinte zunächst, es würde „nicht auf Söder zulaufen“, jetzt sieht er denn auch Probleme wegen der Doppelspitze in Blick auf die Landtagswahl 2018; der Söder könnt´s wohl nicht richten, meint jetzt nicht nur dieser Glaskugel-Beschauer.

Wer war da im Vorfeld noch alles ins Gespräch gebracht worden für höchste bayerische Weihen?

◾Der blitzdumme Innenminister Joachim Herrmann sollte nach dem Scheitern für eine Berliner Karriere bei der BT-Wahl eines der Ämter übernehmen. Er hat wohl selbst eingesehen, dass er nichts reißen würde, und trat gar nicht erst an. Diese kluge Einsicht veranlasst mich, das „blitzdumm“ vielleicht zurückzunehmen, und so wird man ihn weiter treudoof in seinem abgewetzten Sheriffs-Kostüm – das er mal in die Reinigung geben sollte – bei der Fränkischen Fastnacht bewundern können.

◾Die strunzeinfältige Ilse Aigner wurde ebenfalls gehandelt. Die gelernte

Handwerksgesellin für Radio- und Fernsehtechnik erschien dann doch auch den beinhartesten Söder-Gegnern zu unterbelichtet (um nicht „einfältig“ zu sagen). Kulleraugen und die Fähigkeit, ein Dirndl auszufüllen (das sog. Brüderle-Axiom) dürften aber ausreichen, dass sich Oberbayern-Ilse („Ilsebilse niemand will´se“) auch im kommenden Jahr auf vorderen Rängen am Nockherberg doch noch „derblecken“ lassen darf.

◾Aller schlechten Dinge sind drei, denn da wurde noch ein gewisser Manfred Weber aus Niederhatzkofen (!) als Anwärter auf eines der höchsten CSU-Ämter ins Spiel gebracht. Der Mann hat aber doch deutliche Handicaps aufzuweisen: Als Niederbayer ist er schon mal eher als inferior gegenüber „Oberbayern“ einzustufen; nach zwei Jahren Zugehörigkeit im bayerischen Landtag wurde er 2004 nach Brüssel ins EU-Parlament „entsorgt“ (?), was man nicht als bayerische Bodenständigkeit verkaufen kann. Also ließ man es nicht zu, dass er den Schulz machen durfte (was ja für die SPD nicht gut ausgegangen ist): denn in Bayern ist Weiß-Blau angesagt und nicht Dunkelblau mit gelben Sternen (siehe unten).

Man darf gespannt sein, was uns die nächsten Auftritte im Intrigantenstadel der bayerischen Staatspartei bieten werden.

Ich konzentriere mich mal zunächst auf drei Termine im kommenden Jahr (bitte vormerken!):

  1. Die bundesweit gern gesehene fränkische Fastnacht am 2. Februar 2018:

In welchem Kostüm wird Markus Söder dieses Jahr erscheinen? Als Darth Vader, Donald Trump (den Homer Simpson und den Seehofer hatte er schon mal gemacht) oder kommt er wie bisher der Horst von jetzt an staatsmännisch nur noch mit Joppe und Fliege zum Franken-Jux?

  1. Der Starkbier-Anstich am Nockherberg am 2. März 2018:

Wer bekommt heuer welche Rolle in dem jährlichen Kasperletheater? Wer wird die Höchstpunktzahl am medialen Derblecko-Meter erzielen?

  1. Die Landtagswahl in Bayern (voraussichtlich) am 2. September 2018:

CSU 38 +/- % ?

Beginn der Söder-Dämmerung und erneuter Auftakt für mehrere Nächte der langen Messer in Wildbad Greuth? Finis Bavaria?

„Finis Bavaria“ wohl nicht, aber irgendetwas wird der CSU und uns wohl dämmern werden.

Bayern – das schönste Land Deutschlands – hat eine wunderschöne Hymne, die ich auch als Franke schon im zarten Ministrantenalter gerne sang:

„Gott mit Dir du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland …“

Die Bayern, Franken und Schwaben werden schon dafür sorgen, dass sich auch nach 2018 nicht so etwas wie der prämierte, alberne Text eines Muhammad, Tatjana und Benedikt von der Berufsschule Bad Tölz als „dritte Strophe“ der Hymne durchsetzen kann. Aber nicht nur die politische Verblödung der Jugend war auch in Bayern nicht ganz aufzuhalten:

„Gott mit uns und allen Völkern,

ganz in Einheit tun wir kund:

In der Vielfalt liegt die Zukunft,

in Europas Staatenbund.

Freie Menschen, freies Leben,

gleiches Recht für Mann und Frau!

Goldne Sterne, blaue Fahne

und der Himmel, weiß und blau.“

Gott bewahre, Land der Bayern!

*****
*) „altmod“ ist Blogger (altmod.de) und Facharzt sowie regelmäßiger Kolumnist bei conservo
www.conservo.wordpress.com   6.12.2017

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Bildung, CSU, Dritte Welt, Flüchtlinge, Islam, Kultur, Medien, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.