Inge Steinmetz und die Glaubwürdigkeit des Ackergauls aus der Uckermark

(www.conservo.wordpress.com)

Von Inge Steimetz

8.12.2017 Hallo Frau geschäftsführende, am Sessel klebende Bundeskanzlerin, ich bin blond und …… stimmt, wieder eine Frage: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es dann dasselbe?

Am 22.12.1999, also vor ziemlich genau 18 Jahren erschien in der FAZ – einer DAMALS sehr ernstzunehmenden Tageszeitung – Ihr Gastbeitrag, in dem Sie Helmut Kohl – ihrem politischen Ziehvater vorwarfen, dass er der Partei großen Schaden zugefügt hätte, dass er „in einem rechtswidrigen Vorgang“ sein Wort „über Recht und Gesetz“ gestellt habe. Die CDU müsse sich von Kohl lösen und den Kampf mit dem politischen Gegner aufnehmen.

Bis dahin hatte niemand gewagt, öffentlich solch eine Kritik an Kohl auszusprechen. Als damalige Generalsekretärin Wolfgang Schäubles, dem Parteichef der CDU, wagten Sie den Schritt, den ihr Chef scheute, Sie sprachen die unangenehme Wahrheit aus! Vom einstigen Dream-Team Kohl – Merkel war zu dieser Zeit nichts mehr zu spüren. Die Spendenenthüllungen waren ein willkommener Anlass für Sie, die Partei gegen Kohl aufzubringen, der Reformen aufschob und sich mit JA-Sagern umgab. Der Zeitungsartikel wurde als historisch bewertet, die CDU-Anhänger sahen sich genötigt, Stellung zubeziehen: Für Kohl oder für Merkel!!! Damals wurden Sie als „Vatermörderin“ und „Nestbeschmutzerin“ bezeichnet. Und dabei sagten Sie doch so schöne Sätze, dass es um die Glaubwürdigkeit der CDU gehe und dass die Partei laufen lernen müsse, sich zutrauen müsse, in Zukunft ohne ihr „altes Schlachtross“ den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen. Harter Tobak damals, die Erleichterung in der CDU war fast physisch zu spüren. ENDLICH der Befreiungsschlag gegen den Patriarchen. „Unwiederbringlich vorüber“ sei die Zeit von Kohl. „Das Mädchen“, wie Kohl Sie nannte, hatte dem Ziehvater den Garaus gemacht! Mit dem Satz „Und deshalb liegt es weniger an Helmut Kohl als an uns, die wir jetzt in der Partei Verantwortung haben, wie wir die neue Zeit angehen.“ läuteten Sie die „neue Zeit“ ein, obwohl damals so viele – gerade an der Basis der Partei – weiter an Kohl festhielten.

Ich habe einmal geschaut, was ein Schlachtross ist. Da ich einmal versehentlich Rostbratwurst bestellt habe und Rossbratwurst bekommen habe, habe ich erfahren, dass es sich bei einem Schlachtross nicht um einen alten Gaul handelt, der geschlachtet wird. Das Wort kommt vom Streit- oder Kampfross, also von Pferden, die im Kampf geritten wurden. Wenn also Kohl mit einem alten Schlachtross verglichen wird, dann hatte er seinen Dienst in der Schlacht getan, war reif für den Abgang.

18 Jahre später, nach dem Wahldebakel der CDU – es ist allen klar, dass Sie damit nichts zu tun haben, nicht wissen, was man hätte anders machen können – wächst die Kritik an einer Kanzlerin, die sich auch mit Ja-Sagern umgibt, die ihre „humanitäre Aufgabe“ (dafür wurde übrigens nie ein Amtseid geleistet!) „über Recht und Gesetz“ gestellt hat, wie es auch 34 Parteifunktionäre in einem Brandbrief an die Sie ausdrückten: „Die gegenwärtig praktizierte ‚Politik der offenen Grenzen‘ entspricht weder dem europäischen oder deutschen Recht, noch steht sie im Einklang mit dem Programm der CDU“, hieß es darin. Starker Tobak, genau wie 1999. Der Brandbrief ging Ihnen am Allerwertesten vorbei, hat leider nichts bewirkt.

Es fehlt nun jemand, der – mutig wie Sie damals – der CDU nahelegt, dass es um die Glaubwürdigkeit der CDU geht, dass die Partei laufen lernen müsse und man sich vom „alten Ackergaul aus der Uckermark “ trennen muss, zur Not kann man aus so etwas auch Rossbratwurst machen!

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www.conservo.wordpress.com   8.12.2017

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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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8 Antworten zu Inge Steinmetz und die Glaubwürdigkeit des Ackergauls aus der Uckermark

  1. MoshPit schreibt:

    Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

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  2. Hansen schreibt:

    „zur Not kann man aus so etwas auch Rossbratwurst machen!“

    da würde ich schon lieber eine Kröte schlucken!

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  3. Querkopf schreibt:

    Merkel und Drehhofer müssen weg!

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  4. greypanter schreibt:

    Ihre Recherchen zur Bedeutung des Wortes ‚Schlachtross‘ sind einmalig brillante Satire. Meine Frau und ich haben uns über den Abschnitt köstlich amüsiert.

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  5. Aufbruch schreibt:

    Es ist eine alte Weisheit, dass das was man selbst getan hat, gut und das, was einem in ähnlicher Sache selbst widerfährt oder widerfahren könnte, verdammenswürdig ist. Es wäre allerhöchste Zeit, dass jemand wie damals Merkel, aufsteht und der Kanzlerin deren Fehlleistungen, Gesetzesübertretungen und Brüche der Eide, die sie zum Wohle des deutschen Volkes geleistet hat, vorwirft. Aber was würde dann passieren? Müsste sie gehen? Nein, obwohl ihre Verfehlungen weitaus gravierender sind, als es die „Bimbes“-Affäre Kohls je war. Obwohl Merkel der CDU weit mehr geschadet hat, als damals Kohl. Merkel hat die Partei ausgezehrt. Es gibt niemanden, der es wagen würde gegen sie in einer Weise aufzustehen, die ihr das Genick brechen könnte. Sie hat nur ihre Speichellecker geschont. Nach der Verfassungslage könnte sie tatsächlich im Moment nur von ihrer Partei gekippt werden, auch als Kanzlerin. Ihre Taktik, sich praktisch als eine Allparteien-Kanzlerin generiert zu haben, hält sie aber im Sattel.

    Diese ganze Szenerie erinnert an die letzten Tage von Rom. Man war derart von sich selbst überzeugt, dass man die Gefahren, die von außen kamen, nicht beachtet hat – bis es zu spät war. Genau das passiert zur Zeit in Deutschland und Europa. Man wird überrannt. Entweder ist es dem Polit/Medien-Kartell noch nicht bewusst geworden, oder man verschließt bewusst die Augen vor dieser Gefahr und will sie sogar. Der Bürger wird dabei nicht gefragt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Merkel von Anfang an auf eine Situation hingearbeitet hat, Deutschland zu vernichten. Im Auftrage der transatlantischen Strippenzieher, die via Massenimmigration Deutschland und Europa mit einem zerstörerischen Multikulturalismus überziehen wollen. Der von Merkel ausgelöste „Flüchtlings“-Tsunami ist der offensichtliche Beweis dafür. Merkel ist kein Schlachtross, sie ist ein trojanisches Pferd, das unbedingt weg muss.

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  6. lostlisa schreibt:

    Sehr guter, amüsanter Beitrag. Danke Frau Steinmetz. Ich freue mich immer wieder über Ihre Ergüsse als blonden Frau 🙂

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