Türkische Schalmaien sollen Erdogans Brutal-Politik überdecken

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Ankaras geheuchelte Charme-Initiative

Was ist das denn? Versöhnliche Töne aus Ankara? Nein, in Wirklichkeit soll das ablenken von den wirtschaftlichen Problemen der Türkei.

„Ich erwarte ein viel besseres Jahr 2018“ – so lautet die Prognose des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu mit Blick auf die Beziehungen zwischen Ankara und Berlin. Doch so hoffnungsvoll die Vorhersage des höchsten türkischen Diplomaten auch klingen mag, sie entbehrt angesichts der momentanen politischen Umstände in seinem Heimatland etlicher Grundlagen. Die wichtigste hiervon ist eine einwandfrei funktionierende und vor allem unabhängige Jurisdiktion. Eine dringend benötigte Rechtssicherheit fehlt.

Cavusoglu ließ denn auch seinen anfänglichen Schalmaientönen sehr schnell wieder altbekannte Beschimpfungen folgen: Deutschland, so konstatiert der türkische Außenminister im selben Interview, lasse keine Gelegenheit aus, die Türkei anzugreifen. Vertrauenserweckend ist eine solche Argumentation nun wirklich nicht!

Die jüngsten Spannungen zwischen der deutschen und der türkischen Regierung haben eine alte Frage neu aufgeworfen: Wohin gehört das Land, das sich geographisch über zwei Kontinente erstreckt? Ost oder West, Asien oder Europa?

Keine klaren Zeichen der Veränderung

Warum, so fragt man sich, sind in den vergangen Tagen aus Ankara immer wieder solch milde, ja eigentlich pseudo-milde Töne zu vernehmen? Präsident Erdogan hatte sich kurz vor Neujahr ähnlich geäußert wie jetzt sein Außenminister. Hier dürfte wohl der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir richtig liegen, der die Entspannungssignale aus Ankara als Zeichen einer wirtschaftlichen Not des Landes interpretierte.

In der Tat ist die türkische Wirtschaft auf schlechtem Kurs. Europäische Unternehmen haben wegen fehlender Rechtssicherheit ihre Investitionen im Land gedrosselt, die türkische Lira verliert kontinuierlich an Wert, der innertürkische Bauboom ist abgeflaut, und zudem bleiben die erhofften Touristen – gerade aus Deutschland – aus.

Nach Mekka beten, an Europa orientieren – It´s the economy, stupid

Um es deutlicher zu sagen: Die Türkei braucht Deutschland (und Europa) – umgekehrt wird kein Schuh draus, auch wenn Erdogan die Backen aufbläst.

Fürwahr, schon immer war die Türkei Umschlagplatz für Produkte aus Fernost: Nelken, Anis, Muskat, Pfeffer … Nicht nur Gewürze, sondern vor allem auch Heilkräuter, getrocknete Rosenblätter und Pistazien, getrocknete Auberginen, rote Paprika, grüne Okraschoten usw. – eine orientalische Vielfalt wie das Märchen aus 1000-und-einer-Nacht. Aber das ist nur die halbe Wahrheit und in Wirklichkeit ein agrarischer Nebenmarkt. Der türkischen Wirtschaft fehlen Technik und Technologie.

Europa ist ein wichtiger Markt für die Türkei. Und er könnte noch viel größer sein. Aber was das Land dafür braucht, ist mehr Bildung und technisches Know-how. Jede betroffene Berufsgruppe in der Türkei könnte von Europa profitieren. Um höchste Qualität zu produzieren, braucht die Türkei die beste Technologie. Und die gibt´s nun mal im Westen.

Mit Erdogan zurück in die Vergangenheit

Doch Erdogan ist dabei, die Uhr zurückzudrehen. Als Mustafa Kemal Atatürk 1923 die Republik ausrief und vor fast hundert Jahren die moderne Türkei gründete, lautete seine Botschaft: Weg vom religiös ausgerichteten Sultanat hin zum westlich orientierten Laizismus!

Atatürk mißtraute dem Einfluß, den die religiösen Führer im Land vor allem auf die Landbevölkerung hatten. Und ihm war klar, daß die einflußreichsten Vertreter des Islam eine moderne demokratische Gesellschaft in der Türkei ablehnen. Deshalb schafft er vollendete Tatsachen – mit einer konsequenten Laisierung.

Für den Republikgründer war klar: Die Zukunft der Türkei liege in Europa.

Ganz anders nun bei seinem Nachfolger Erdogan: Die westlichen Werte und die Politik des Staatspräsidenten erscheinen nicht kompatibel bzw. klaffen immer mehr auseinander. Erdogans Politik hat nichts mehr mit den von Atatürk geschaffenen Grundlagen zu tun.

Erdogan setzt, wie viele muslimische Türken, den Laizismus gleich mit Unglauben. Diese Stimmung in der religiös konservativen Mehrheitsgesellschaft hat Erdogan sich schon als junger Politiker zunutze gemacht. Bereits in seinen frühen Wahlkämpfen hat er sich gegen den Laizismus ausgesprochen:

„Man kann nicht zugleich laizistisch und muslimisch sein. Entweder bist du ein Laizist, oder du bist ein Muslim.“

Erdogan als neuer Anführer der islamischen Weltgemeinschaft gefeiert

Erdogan rezitiert perfekt aus dem Koran. Das kommt an bei der religiös konservativen Mehrheit der türkischen Bevölkerung. Denn daß ein hochrangiger Politiker öffentlich als gläubiger Muslim auftritt, war lange Zeit in der Türkei ein Tabu. Kein Geheimnis: Die Re-Islamisierung der Türkei ist längst eingeläutet. Die „Ungläubigen“ werden schon jetzt – in finsterster Tradition des Islam – verfolgt, gequält, gefoltert oder ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt.

Viele religiös konservative Türken sehen heute in Erdogan eine religiöse Retter-Figur.

Sie haben die Kemalisten mit ihrer laizistischen Politik als repressiv empfunden und glauben, Erdogan befreie die Religion aus ihrer Unterdrückung. Wie Erdogan von vielen fast schon mit dem Prophet gleichgesetzt wird, kann man mit einem Satz ausdrücken, der heute in türkischen Islamkreisen so etwas wie ein Glaubensbekenntnis gilt:

„Wir haben Allah, wir haben unseren Propheten Hz. Muhammed Mustafa und jetzt Recep Tayyip Erdogan!“

Sie assoziieren mit diesen Worten eine von Gott gewollte neue Türkei mit Recep Tayyip Erdogan an der Spitze.

Die religiöse Rolle, die Erdogan hier zugesprochen wird, wird von ihm selbst verstärkt, indem er regelmäßig ein religiöses Gedicht vorträgt, das inzwischen zu seinem wichtigsten Slogan geworden ist: „Sag bloß nicht Schicksal, es gibt ein Schicksal über dem Schicksal. Was auch immer geschieht, die Entscheidung steigt vom Himmel herab.“

Und Erdogan „gibt den Affen Zucker“: Er tritt auf, als ob er eine besondere Führungsrolle in der gesamten islamischen Welt anstrebt – oder sogar schon wahrnimmt. Eine Position, der viele Muslime folgen. Besonders in Syrien, Palästina und in islamischen Regionen in Afrika wird Erdogan bereits als neuer Anführer der islamischen Weltgemeinschaft gefeiert

Islamisierung in vollem Gange

Der „charismatische Führer“, der Protagonist Erdogan, versucht mit Hilfe der Imame (im In- und Ausland, vor allem Deutschland), sein Volk – er sieht es tatsächlich als „sein“ Volk – ganz systematisch auf die Umwandlung von einer säkularen in eine islamische Gesellschaft vorzubereiten. Sein Weltbild, das er zunehmend vermittelt und in Schulen und Universitäten lehren läßt, ist für seine Untertanen eingängig: Seine Gegner im Inland sind „Verräter“, also vom (westlichen) Ausland gesteuerte böse Antagonisten. Wer für Erdogan ist, gehört zu den Guten, die anderen sind die Bösen („der Fluch Allahs wird sie treffen“).

Die dramatischen Ereignisse seit dem gescheiterten Putschversuch haben seine Position gefestigt: Recep Tayyip Erdoğan ist der mächtigste Politiker der Türkei seit Mustafa Kemal Atatürk und ein Mann des Volkes – zumindest was die Herkunft angeht (Sohn eines Hafenarbeiters).

Nun residiert Erdoğan in einem 1000-Zimmer-Palast in Ankara. Seine politischen Entscheidungen begründet er gerne damit, er sei der erste direkt vom Volk gewählte Präsident. Er wolle das politische System seines Landes umbauen. Die parlamentarische Demokratie sei überholt, sagt er, das Volk brauche ein Präsidialsystem mit einem starken Mann an der Spitze. Und dieses System baut er jetzt systematisch auf – vor allem bei der Zukunft des Landes, der Jugend.

Und so setzen die „Reformen“ konsequent bei der Bildung an

Schon Grundschüler befassen sich – anders als die vom Staatsgründer Kemal P. Atatürk gewollte laizistische „Lehre“ – nun z. B. mit dem „Dschihad“. Das Wort werde mißbraucht, meint Erdogan, weshalb Kinder lernen sollten, was es wirklich bedeute. Für die Kritiker Erdogans bedeutet dies das Ende des Laizismus.

Die Entlassungswelle nach dem gescheiterten (oder inszenierten?) Putsch hält nach wie vor an. Besonders betroffen: das Schulsystem. Tausende Lehrer wurden bereits vom Dienst suspendiert, viele wurden zwangsversetzt. Die Islamisierung des türkischen Schulsystems ist in vollem Gange.

An fast allen türkischen Schulen wurden während der Sommerferien Lehrer gefeuert oder suspendiert, etwa 40.000 insgesamt. Sie alle sollen der kurdischen PKK oder der Gülen-Bewegung nahestehen – und damit auch den Putschversuch vom 15.Juli zumindest ideell unterstützt haben. „Zeigt keine Nachsicht mit Lehrerkollegen, die der Gülen-Bewegung oder der PKK helfen. Laßt sie nicht in eurer Mitte leben!“, forderte Ministerpräsident Yildirim die Türken in einer Rede zum Schulstart (im letzten September) auf.

Die Entlassungen gehen immer noch weiter. Eltern wissen oft nicht, ob überhaupt noch Lehrer da sind, wenn sie die Kinder zur Schule bringen. Es gibt Schulen im Land, an denen fast das gesamte Personal suspendiert wurde.

Die Regierung sagt offen, sie wolle eine religiöse Gesellschaft formen

Und dementsprechend paßt sie das Curriculum an. Es gibt jetzt statt einer Stunde zwei Stunden Religionsunterricht in der Grundschule. Es geht auch um alle anderen Fächer. In den schulischen Türkischbüchern beschäftigen sich sämtliche Texte seit neuestem mit religiösen Themen. Und auf den Bildern tragen alle Frauen Kopftücher. Genau wie in den Lesebüchern und Lehrfilmen – und wie es Allah gefällt.

Keine andere Berufsgruppe ist härter von den sogenannten Anti-Terror-Säuberungen betroffen als die Lehrerschaft, mit denen die türkische Regierung seit Monaten gegen mutmaßliche Unterstützer des Predigers Fetullah Gülen und im gleichen Zuge gegen angebliche Sympathisanten der kurdischen Terrormiliz PKK vorgeht.

Eigentlich gehe es der Regierung bei ihren Säuberungen im Bildungswesen darum, AKP-kritische Lehrer durch loyale Kollegen zu ersetzen, argwöhnt Turgut Yokus von der als links und oppositionell geltenden Lehrergewerkschaft Egitim Sen. Tatsächlich kursieren im türkischen Internet bereits die Examensfragen, die beantworten muß, wer auf die frei gewordenen Lehrerstellen rutschen will: „Welche Zeitungen und Kolumnisten verfolgen Sie?“, heißt eine davon. Oder „wie bewerten Sie die Gezi-Proteste im Jahr 2013?“, lautet eine andere. Und schließlich: „An wen denken Sie bei dem Begriff ´Großer Führer?` – die entlarvendste Frage.

„Schule ist der Ort, an dem Träume und Hoffnungen mit der Kraft des Glaubens verbunden werden…“

Keine Frage, die Entlassungen und Suspendierungen nach dem Putschversuch sind nur Teil einer von langer Hand geplanten Reform des türkischen Schulsystems. Erdogans Hächer arbeiten seit Jahren daran, die Schulen in seinem Sinne umzubauen. So wurden bereits der Englischunterricht reduziert, säkulare Lehrer und aufmüpfige Schulrektoren gefeuert oder kaltgestellt.

Die fortschreitende Islamisierung und „Erdoganisierung“ des türkischen Schulsystems ist mit den Händen zu greifen. Das wichtigste Bildungsinstrument der AKP sind inzwischen die religiösen „Imam-Hatip-Schulen“, deren Zahl sich seit einigen Jahren explosionsartig vermehrt. Präsident Erdogan selbst zählt zu den Absolventen der einstigen Berufsschulen für Imame, deren Abschluß durch sein Einwirken inzwischen als Abitur anerkannt wird.

Neben Mathe und Bio stehen auf den religiösen, aber staatlichen Schulen Fächer wie Arabisch, Korankunde oder das Leben des Propheten Mohammed auf dem Stundenplan. „Hier ist der Ort, an dem Träume und Hoffnungen mit der Kraft des Glaubens zusammengeführt werden“, heißt es in einem Video, das im Internet für die ganz normal steuerfinanzierte und vom Bildungsministerium beaufsichtigte Schulform wirbt. Die Kamera begleitet Schüler im Chemieunterricht genauso wie in der Moschee und bei der Koranrezitation.

Von den Militärs verboten, von Erdogan gefördert. Ziel: eine völlig neue Gesellschaft

Man sollte sich der Brisanz der Entwicklung – gerade auch in der Beziehung Türkei/Westen – bewußt sein. Im Jahr 1997 ließ das türkische Militär die Imam-Hatip-Schulen für unter 15-Jährige verbieten. Das säkulare System der türkischen Republik sollte geschützt werden. Als jedoch drei Jahre später Erdogan und seine AKP die Macht übernahmen, begann die Renaissance der religiösen Mittel- und Oberschulen. Seit 2003 hat sich ihre Zahl mehr als verzwölffacht. Und da kann es niemanden überraschen, daß heute aus der Türkei viel mehr Islam herüberschwappt, als uns lieb sein kann.

Diese Entwicklung ist für viele Eltern in oppositionellen Kreisen eine Horrorvorstellung. Denn hinter der rasanten, von der AKP-Regierung forcierten Ausbreitung des Imam-Hatip-Systems vermuten gerade säkular eingestellte Eltern mehr als nur ein paar zusätzliche Stunden Religionsunterricht in der Woche. Erdogan versuche damit, den Menschen einen bestimmten Lebensstil aufzudrücken.

Indem man eine ganze Generation von Imam-Hatip-Schülern heranzieht, soll eine völlig neue Gesellschaft geschaffen werden.

Angesichts dieser nicht zu leugnenden Entwicklung sind unsere Politiker aufgefordert, den viel zu weichen Kurs gegenüber einer islamisierten Türkei zu korrigieren. Ob das unter Merkel geht, darf man füglich bezweifeln.

www.conservo.wordpress.com   3.1.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Türkische Schalmaien sollen Erdogans Brutal-Politik überdecken

  1. Die Türken haben in den letzten Jahren auch massiv auf Kredit gekauft was es vorher so nicht gab.

    ps:Niemals die ISlam Holdings in Deutschland vergessen!50 Milliarden DM wurde so Türken in Deutschland gestohlen!Mit dabei sollen auch heutige Politiker gewesen sein…kam viel, daher das Geld für den Wahlkampf?Es wurden sogar Kühlschränke verschenkt!!!

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  2. Pimentos schreibt:

    Die Türkei stand Anfang der 60er Jahre vor dem Kollaps. Deutschland wollte keine Arbeitstürken ins Land lassen, wurde aber von den US Besatzern dazu gezwungen. Das war der Beginn der Islamisierung, die heute in der Merkelschen Massenflutung ihren Höhepunkt erreicht. Die Türkei hat ihre Krakenarme schon so tief ins deutsche Fleisch getrieben, dass die Gummibärchen in Berlin genau wissen, sie dürfen den Gossendiktator nicht zu sehr reizen, denn sollte es zum Eklat kommen, wird Deutschland keine Möglichkeit zur Verteidigung gegen den Feind im innern haben. Man droht ein wenig und wenn, wie jetzt, die Türkei in Schwierigkeiten ist, wird man wieder das Geld fliessen lassen. Die BRD ist schon jetzt in der Hand dieses Pseudopaschas!

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