Meinungsfreiheit und Zensur – Wenn Einschüchterung und psychische Demoralisierung zur Gemeinschaftsrichtlinie werden

(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)

Zitat aus der Diskussion zum nachstehenden Artikel: 

„Vielen ist offensichtlich überhaupt nicht klar, dass hier ein Informations-, Manipulations- und Einschüchterungskrieg tobt, dass es hier um einen politischen Kampf und um die Grund- und Bürgerrechte geht, die zunehmend ausgehebelt werden, um den politischen Gegner, der ja kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten hat, diese wenigen auch noch radikal zu beschneiden.“ (Jürgen Fritz)

„Was soll das Geklage? Ein paar Tage oder Wochen ohne Facebook wird’s doch auch mal gehen!“ hört man oft von therapeutisch gesinnten Mitmenschen in großväterlichen Tonfall, wenn man sich über eine Facebooksperre öffentlich beschwert.

Dass die Sperrpraxis eine wichtige politische Komponente hat, weil sie sich nahtlos und passend einfügt in gesinnungsdiktatorische Bestrebungen linksgrüner Politiker, entgeht diesen weniger bösartigen als schlichten Geistern offensichtlich.Sie hat aber auch eine ganz wichtige psychische Komponente, die die Gegner von Presse- und Meinungsfreiheit ganz gezielt in die von ihnen geforderten und von den großen sozialen Netzwerken widerspruchslos durchgeführten Maßnahmen, einkalkulieren.

Die bekannte Rechtsanwältin Karoline Seibt hat sich während ihrer Facebooksperre Gedanken zu diesen Mechanismen gemacht. Sie schreibt:

„Eine Facebookabstinenz ist ja nicht weiter schlimm. Schlimm ist nur das Gefühl, dass Andere darüber bestimmen, wann Du pausierst und warum.

Meine Facebookseite ist wie ein Tagebuch, das öffentliche und private Dinge enthält.

Deshalb fühlt sich so eine Zwangssperre an, als würde Jemand ohne Deine Erlaubnis in Deine privaten Räume eindringen, Dich knebeln und auf einen Stuhl fesseln, vor Deinen Augen in Deinen Schubladen herumwühlen, Dein Parfum benutzen, sich an Deinem Kühlschrank bedienen, sich schließlich in Dein Bett legen und Dich dabei auslachen, ohne dass Du irgend etwas dagegen tun kannst.

Im Grunde geht es um Einschüchterung und psychische Demoralisierung, eine Taktik, die Versicherungen oft benutzen, wenn sie ihre Opfer durch Detektive illegal ausspionieren lassen. Das ist das eigentlich Widerliche.

Ich bin darauf gekommen, weil ich mehrfach gegen Versicherungen erfolgreich prozessiert habe, die Geschädigte ausspionieren lassen. Für die Opfer war das immer die schlimmste Situation, wenn sie erstmals im Prozess mit den Protokollen und Fotos der Detektive konfrontiert wurden.

Den Versicherungen hat das in den von mir betreuten Fällen nichts genützt. Ich denke aber, dass viele Geschädigte durch das Ausspionieren so demoralisiert werden, dass sie sich nach so einem Erlebnis mit einer viel zu niedrigen Abfindung abspeisen lassen.“ (Quelle: https://philosophia-perennis.com/2017/01/05/meinungsfreiheit-facebooksperre/)

*) Der Berliner Philosoph, Theologe und Autor Dr. David Berger betreibt das Blog PHILOSOPHIA PERENNIS

www.conservo.wordpress.com   7.1.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Meinungsfreiheit und Zensur – Wenn Einschüchterung und psychische Demoralisierung zur Gemeinschaftsrichtlinie werden

  1. greypanter schreibt:

    Noch schlimmer ist der vorauseilende Gehorsam: Bei jedem Thema, zu dem man seine Meinung äußern möchte, überlegt man sich, welchen Ärger man sich damit einhandeln könnte. Schließlich verzichtet man ganz darauf, etwas zu veröffentlichen, was mit der politisch korrekten Linie nicht übereinstimmt. Man verstummt, weil man nicht politisch korrekt gesonnen ist. Mein Facebook Konto wurde aus diesem Grund sein einem Jahr nicht mehr für eigene Beiträge genutzt. Folglich überlasse ich den Politisch Korrekten die Meinungshoheit.

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  2. gelbkehlchen schreibt:

    Ich bin zur Zeit mal wieder das wievielte (10 oder 11?) Mal gesperrt. Diesmal weiß ich noch nicht einmal, warum. Aber auch bei Kommentaren zu FAZ online, Focus online, Welt online, wird oft wegzensiert, ohne dass Beleidigungen in den Kommentaren vorhanden waren. Die linksgrünen Meinungswächter des betreuten Denkens und Erziehens sitzen überall. Besonders unter Journalisten sind sie zahlreich vertreten.
    Aber schlimmer sind für mich die Denunzianten, die sich in Facebookgruppen einschleichen und die Leute dann vor Gericht zerren, wo es dann richtig viel Geld kosten kann.
    „Der größte Lump im ganzen Land,
    das ist und bleibt der Denunziant“
    ist schon ein wahres Wort.

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