Der Zeitgeist vernichtet unsere Ideale

www.conservo.wordpress.com

von Peter Helmes, mit einem Nachtrag von Klaus Hildebrandt

Idol versus Ideal – Ideale adé?

Es fing damit an, daß wir statt von Idealen zu sprechen und sie zum Vorbild zu nehmen, immer mehr zum Kult der Idolen-Verehrung gelangten. Idol versus Ideal, Pomp gegen Klasse, moralische Leitfigur gegen Zeitgeist-Idol. Mögen die Übergänge auch fließend sein, irgendwann haben wir uns von „Vorbildern“ verabschiedet und sind zu „Anhängern von…“, neudeutsch: Groupies – geworden und viele scheinen nicht einmal zu wissen, warum. Weil sie sich blenden lassen vom Glamour, und weil „ideal“ anstrengend ist?

Der wahre Sinn des Lebens

Das Gefährliche an dieser Entwicklung: Die Gesellschaft verliert ihre Ideale und damit den wahren Sinn des Lebens. Die Erfüllung der eigenen Wünsche wird zum Hauptzweck des Lebens. Dabei geht die tiefe Dimension menschlicher – und für Gläubige: auch göttlicher – Liebe verloren, auch die Liebe zu sich selbst.

Der leider viel zu früh verstorbene Schriftsteller Thomas Merton (1915-1968), römisch-katholischer, französischer Trappistenmönch, stellt sehr treffend fest: „Was nützt es uns, zum Mond reisen zu können, wenn es uns nicht gelingt, den Abgrund zu überwinden, der uns von uns selbst trennt? Dies ist die wichtigste aller Entdeckungsreisen; ohne sie sind alle anderen nicht nur nutzlos, sondern zerstörerisch.“

Menschen, die nicht nur dem Materiellen verfallen sind, stellen sich meist zwei Fragen:Die erste lautet: „Gibt es einen Sinn des Lebens?“ Die zweite schließt daran an: „Wenn es einen Sinn des Lebens gibt, was ist der?“

Für positiv eingestellte Menschen gibt es eine klare Antwort: Ein wichtiges Lebensziel ist Lebensfreude. Diese Überzeugung ist uralt. Bereits für die antiken Philosophen bestand der Sinn des Lebens in der Hauptsache in der Erlangung der Glückseligkeit (eudaimonía) durch eine gelungene Lebensführung. Dies kann jeder individuell erhöhen, wenn er an Gott glaubt; denn Gott gibt dem Leben den höchsten Sinn. Der Sozialist fällt am Ende seines Lebens in eine Gruft – und das war´s dann. Der Christ hofft (und glaubt fest) – auf seine Erlösung und darf sich deshalb im Tode freuen. Sein Leben hatte einen Sinn!

Das unterscheidet uns (auch) vom Sozialismus, der nur materialistisch eingestellt ist. Das „Paradies auf Erden“ der Sozialisten sieht völlig anders aus als das Paradies der Christen und läßt sich – so man kein Träumer ist – reduzieren auf „genug zu essen und genug zu trinken“ sowie „genug zum Leben“. „Alle Menschen sind gleich.“ Daran glauben die Sozialisten, die einem jeden menschlichen Wesen ein Recht auf Individualität absprechen („die Masse versus das Individuum“).

Zu Ende gedacht werden Marxisten wie Sozialisten keinen wahren Sinn des Lebens finden können; denn ihr Verständnis von Sinn ist rein materiell bestimmt, Christen haben jedoch einen Glauben, der weit über dem Materiellen steht.

Materialismus statt Werte – der Mensch ist „denkende Materie“

Der Zeitgeist, der tief von Marx und Materialismus geprägt ist, läßt nicht viel Raum für Gefühle. Er bringt uns zwar bei, was erstrebenswert sei, aber „wahre Werte“ stören da nur. Materialismus ersetzt Glauben und Werte.

Auch das ist eine der dramatischen Folgen der „Frankfurter Schule“, die uns Menschen jeglichen Glauben an echte Ideale verbieten und stattdessen einen Neuen Menschen schaffen will. Dieser Neue Mensch hat keine Ideale, sondern „funktioniert“: Aus „Liebe“ wird Sex, aus „Ehe“ wird eine Zweckgemeinschaft (zweier oder mehrerer) Partner, egal welchen Geschlechts usw. Logisch, daß die Institution Familie – ebenfalls ein (gewesenes) Ideal – dabei vor die Hunde geht.

Für die Frankfurter Schule ist der Mensch „denkende Materie“, eine Seele braucht er nicht, weil man eine Seele auch nicht beweisen kann. Wie der Urvater der Frankfurter Schule, Karl Marx, schon feststellt: „Religion ist Opium für das Volk.“ In seiner „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“, verfaßt 1834/44, schrieb er u. a. wörtlich: „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“ (Da Marx mit Heine befreundet war, der ähnliche Gedanken von Ludwig Börne erwähnt, ist der Originaltext eher Heine zuzuschreiben – was aber hier nicht wichtig ist.)

Karl Marx: „Knechtschaft brechen durch Revolution“

Das Volk berauscht sich nach Marx also selbst und bekommt das Gift nicht verabreicht, wie es die Wendung „Opium für das Volk“ suggerieren würde. Nach Ansicht von Marx müßten die Menschen sich in der materiellen Welt emanzipieren zur „Überwindung der Entfremdung, insbesondere der Entfremdung des Menschen in der Arbeitswelt des Kapitalismus“ (Entfremdungstheorie). Nach seiner Ansicht wird sich dadurch auch die Religion erübrigen.

Froh-Botschaft

Man kann im Gegenteil zu den Marxisten eine ganz andere, nämlich eine höhere Perspektive bieten: Viele Menschen glauben an einen Gott und an höhere Daseinsstufen, um ihrem Leben einen Sinn zu verleihen. Das ist z.B. für mich der Grund, an Gott zu glauben. Das sozialistische Wesen hat keinen höheren Sinn, sondern nur einen materiellen – mit der Folge, daß eine echte Freude des Lebens und am Leben verborgen bleibt.

Nebenbemerkung: Diese unsere Überzeugung ist auch der Grund, daß wir Christen von der „Frohbotschaft des Herrn“ sprechen. Die christliche Religion ist keine materielle und schon gar keine Trauerveranstaltung, sondern ein Fest der Freude – wobei ich offengestanden bezweifle, ob alle Christen diese Botschaft so verstehen (wollen). Menschlich ausgedrückt: Es ist allemal leichter, die Menschen traurig zu stimmen denn heiter. Wer Gram- und Neid-gebeugt durchs Leben geht, kann letztlich dem Leben nichts Freudvolles abgewinnen. Ein unverdächtiger Zeuge dieser Denkwelt ist Martin Luther, dem man den treffenden Satz nachsagt: „Aus einem verzagten Hintern kommt kein fröhliche Furz!“

Da Marx die Ursachen zur Überwindung der Entfremdung und zur Beseitigung der Religion in der materiellen Welt sieht, müssen auch die Ursachen der Religion hier zu finden sein. Die Verehrung jenes Gottes halte den Menschen davon ab, sich seiner eigenen Möglichkeiten und Kräfte gewahr zu sein, und er verfalle so in religiösen Fanatismus.

Zum Verständnis unserer (christlich-konservativen) Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist, dem neuen Gegner jeglicher Kultur des Denkens und dem Feind immaterieller Werte (Ideale), ist das Folgende besonders bemerkenswert und (leider) heute erst recht aktuell:

Für Marx ist die „Emanzipation des Menschen“, natürlich auch die von der Religion, nur möglich, wenn dem Menschen die „Befreiung in der Arbeitswelt“ gelingt. Auf Deutschland bezogen, kommt er dann zum Ergebnis, daß „in Deutschland (…) keine Art der Knechtschaft gebrochen werden (kann), ohne jede Art der Knechtschaft zu brechen. Das gründliche Deutschland kann nicht revolutionieren, ohne von Grund aus zu revolutionieren. Die Emanzipation des Deutschen ist die Emanzipation des Menschen. Der Kopf dieser Emanzipation ist die Philosophie, ihr Herz das Proletariat. Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie.“

Allerdings, wie die „Emanzipation des Menschen“ nach Marx funktioniert, durften Deutsche-Ost vier bittere Jahrzehnte erfahren. Aber durch Marx´s Gedankenwelt, die über die Generation(en) der ´68er auch und besonders im Westen blühte, wurden viele alte Werte zerstört, verschwanden Ideale – und an seine Stelle trat der Neue Mensch, die seelenlose Marionette des Zeitgeistes.

Ideale – „angestrebte Idee der Vollkommenheit“

Ein krasses Beispiel für den Verfall der Ideale sind die Vielfach-Scheidungen deutscher Politiker und vieler „Aushängeschilder“ (Idole) des deutschen Staates. Notabene, der ehemals höchste Mann unseres Staates, der Bundespräsident vor Steinmeier, lebt seit vielen Jahren mit einer Lebenspartnerin zusammen, ohne von seiner Ehefrau geschieden zu sein. Früher nannte man das Bigamie, heute redet niemand drüber. Sollen so unsere Vorbilder aussehen?

Der Neue Mensch ist „genormt“, ein Einheitsmensch. Da passen schon rein logisch keine Ideale; denn sie sind eine „individuelle Idee“ – siehe z. B. Kant, Hegel oder Schiller. Diese individuelle Idee strebt ständig nach einem höheren Ziel, kann aber eine höchste Norm nicht erreichen. So bleibt das Ideal ein als höchsten Wert erkanntes Ziel, eine angestrebte Idee der Vollkommenheit – ganz im Gegenteil zur Frankfurter Schule, die vom genormten Menschen träumt(e) und alles für machbar hält.

Das sozialistische „Paradies auf Erden“

Und da sind wir zum Schluß wieder bei der Religion: Für uns Christen ist der Mensch „unvollkommen“, er soll zwar zum höchsten Glück streben, aber er wird es hienieden nicht erreichen. Anders Karl Marx und seine Sozialismus-Nachfahren in aller Welt: Der Irrglaube des Sozialismus – und damit der Schlüssel zu viel Unterdrückung und Elend – liegt in seiner Vorstellung vom „Paradies auf Erden“, wie z. B. vom „Arbeiter- und Bauern-Paradies“, aus dem die Arbeiter und Bauern millionenfach flohen – wenn sie nicht rechtzeitig geflohen waren.

(Peter Helmes, 24.01.2018)

*****

conservo-Autor Klaus Hildebrandt, ein Mensch mit Idealen und streitbarer Christ, schrieb mir zu diesem Thema:

Vorbilder – Wo sind sie?

„Egal wohin man schaut, in Deutschland läuft es nicht rund. Die Reichen werden immer reicher und die Armen ärmer. Kriminalität ohne Ende und immer brutaler, Menschen arbeiten sich trotz längst vorhandener Infrastruktur zunehmend kaputt, aber wofür? Viele kommen kaum noch über die Runden. Familien saufen ab, und es werden kaum noch Kinder geboren. Abtreibung – obwohl formal verboten, aber straffrei – ist heute selbstverständlich und wird durch die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen sogar indirekt noch gefördert. Die Politik macht es uns vor.

Vorbilder sind und bleiben wichtig für den Menschen, nicht nur in der Familie sondern auch in der Gesellschaft, die nur das schaffen kann, wozu die Politik sie befähigt und auch vorlebt. Wozu zahlen Bürger denn „Steuern“, wenn sie in die falsche Richtung „gesteuert“ werden? Warum ehrt der Bundespräsident denn regelmäßig Bürger, die sich auf vorbildliche Weise gesellschaftlich engagierten? Der Politik geht’s heute nur noch um Macht und Geld und nichts anderes. Sie beschimpfen sich gegenseitig und vermitteln nach außen weder den Eindruck von Einigkeit noch Verantwortungsbewußtsein, aber hinter den Kulissen umarmen sie sich. Werden wir die bevorstehende Bewährungsprobe noch überstehen, oder steuern wir auf Sodom und Gomorra zu?

Ein wichtiger Indikator für eine gute funktionierende Gesellschaft war schon immer die Geburtenrate. Ein Land, das Schwulen und Lesben einen höheren Stellenwert einräumt als der normalen, traditionellen Familie, ist zum Scheitern verurteilt und stirbt aus. Wer den tausenden Teilnehmern am jährlichen „Berliner Marsch für das Leben“ vermutlich kichernd von oben durch die Glasscheibe des Bundeskanzleramts zuschaut, sich dann aber nicht blicken läßt, ist des Regierens eines ganzen Volkes unwürdig. Und wer er an Christopher Street Day vor seinem Ministerium demonstrativ die Schwulenfahne hißt, bekämpft die institutionelle Familie und ist des Titels „Familienministerin“ auch nicht würdig. Das sind die heutigen Vorbilder, und dabei steht uns noch Schlimmeres bevor.

Ab 2020, so warnt sogar das Statistische Bundesamt, droht in Deutschland ein Absturz der Geburtenraten, denn, mal ganz abgesehen von den mehr als 100.000 jährlichen Abtreibungen, „leisten sich“ schon seit Jahrzehnten die Bürger hierzulande viel zu wenig Kinder. Unter Akademikerinnen ist mittlerweile fast jede dritte Frau kinderlos. Somit sind viele Frauen, die demnächst Nachwuchs bekommen könnten, nie geboren worden. Es ist eine Spirale ohne Ende, die inzwischen nur noch durch den Zuzug von (männlichen?) Muslimen kompensiert werden kann, womit wir auch schon bei der Gegenwart angekommen wären.

Zerschlagung der Familie

Diese Entwicklung entstand nicht über Nacht und war klar absehbar. Aber die Politik setzte bei ihrer linken Genderpolitik auf die Zerschlagung der Familie, und die Kirchen machten mit. Irgendwann mußte die Rechnung also kommen, und nun liegt sie auf dem Tisch. Wenn ein Altkanzler Schröder sich ganze viermal scheiden läßt, dann aber meint, großväterlich und barmherzig auch noch ein russisches Kind adoptieren zu müssen, stimmt doch mit den Vorbildern was nicht.

Als ich neulich durch ein rheinland-pfälzisches Dorf fuhr, fiel mir ein Wahlplakat der AfD „Kinder willkommen“ auf. Welche Partei wirbt heute noch mit echter Familienpolitik? Paßt das nicht ausgezeichnet auch zu den konzertierten Diffamierungen und die offene Hetze gegen diesen politischen Neuling AfD, damit die Parteien ihre bisherige Schmusepolitik mit jeder noch so kleinen Minderheit der Wählerstimmen fortsetzen können?

Ein Land kann das nur eine gewisse Zeit lang aushalten, aber über die Jahre sind durch die vielen faulen Kompromisse irgendwann auch die letzten Moralreserven aufgebraucht, und es bleibt an Werten kam noch was übrig. Wir brauchen deshalb dringend eine Werte-Renaissance.

Wenn wir dieses Projekt über eine moralbasierte, wesentlich bessere Politik nicht schon bald freiwillig anpacken, wird es uns von außen aufgezwungen. Ich jedenfalls möchte diesen Tag nicht mehr erleben.

Lieber Gott, schenke uns wieder Vorbilder!“

www.conservo.wordpress.com   24.01.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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10 Antworten zu Der Zeitgeist vernichtet unsere Ideale

  1. Abenteuer Mutter schreibt:

    [Links inaktiviert durch Leerschritt hinter h….
    aber „links“ ist bei mir ohnehin deaktiviert)

    Eine Abenteuerreise von Wunsch und Plan oder „planlos“ (Nehmen was kommt – unewußt, „höhere Macht“?) über (gesellschaftlich-politisch-religiöse) Instrumentalisierung bis zum Ausgedienthaben (Mohr kann gehen) und mit den unendlichen Sorgen bis ins Grab.

    Aktuell las ich eine Liste ‚Alternativer Medien‘ auf einem jener alternativen Blogs. Durch die Bank Männer-Blogs und mit entsprechend gesetzten Themen. Da berichtet z.B. so ein Abenteu’rer über seine abenteuerliche Russlandreise. Ein Mann – eine Reise….Ja, sicher temporär mutig und tollkühn. Ergänzend dazu schaute ich zufällig eine Reportage von Pinar Atalay über die „Kofferlaune“
    [h ttp://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/FN__moma_reporter_russen3001nl_8000-100.html],
    was schon aufschlußreich in die Tiefe des Persönlichen anderer Nationaliitäten ging.
    (Weiter ausholend und abschweifend würde ich jetzt im Stile von A.Lauber noch einen Satz zur grandiosen Überbezahlung bei gewissen Sendern sagen,und dass die Öffentlichen die Einzugsgebühren anheben wollen – weil die horrenden Pensionen anstehen.)
    Alles interessant. Ich vermisse aber oft das N a h e l i e g e n d e. Den Fokus auf das Nächste.
    (z.B. jener RISS in Deutschland, zwischen Kinderreich und Kinderarm, zwischen Reich und Arm)

    Niemand scheint sich zu fragen, welches Abenteuer es ist, wie gefährlich, mutig, riskant, lebensriskierend und lebenslang ver-Antwort-lich die Entscheidung zur Mutterschaft oder wie es so neusprech heißt *Lebensentwurf*. (Tja…der simulierte Männer-Selbstvesuch auf RTL :-() Degradiert während der letzten Jahrzehnte zur Nebensache..In den Rücken gefallen von kinderlosen „Mnisterinnen“. NEBEN-SACHE. Und die VereinbarkeitsLÜGE….
    Deshalb kommt die Problematik wohl auch auf jenen „Altenativen“ kaum vor. Und -btw- warum sollte ich ALS FRAU (und Mutter) die AfD wählen?! (und mit Verlaub…es gibt auch die ÖDP….)
    Hans-Werner Sinn und AfD? Seine „Umkehr“ jüngst auf FAZ „Der Europäer“. Supi: Ein Plädoyer für die Mütterrente! Selten gelesen bei den Alternativen.

    Niemand scheint mehr zu w i s s e n, zu kennen, zu können, zu erfahren. DIE MENSCHEN LEBEN COMIC!(Abkürzung) Und geben sich den Apps hin im Zeitalter der *digitalen Demenz. Den App-Gruppen. (ich „weiß“ bis heute nicht, was das ist)
    [h ttp://www.sueddeutsche.de/leben/whatsapp-gruppen-sorry-falsche-gruppe-1.3777092]
    Und kaschieren die kollektive Einsamkeit in ihren Nationen. Ja, was wäre DAS NAHELIEGENDE? Sowas wie ein WISSEN um das rechte Maß zur rechten Zeit?
    [h ttps://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/phaenologischer-kalender-2496]

    Der umstürzlerische sozialdemokratische GESELLSCHAFTSENTWURF zielte auf die Unabhängigkeit des Menschen.Und da haben Kinderreiche schlechte Karten. Die entstehende EINSAMKEIT durch „Unabhängigkeit“ und Ausdünnung wird bis heute selten thematiesiert. Die Schwächsten, die Behinderten, sind sowieso an ihre vermeintliche (EU-)Selbstbestimmung ausgeliefert! Mitverantwortung würde sich kümmern! Und nicht nur verwalten und verwahrlosen lassen und ISOLIEREN „Inklusion“ 🙂 LACH!
    Vereinsamung auf weiter Flur.
    Ein Vergleich des Länder-Rankings zu diesem Thema steht nicht auf der allgemeinen Tagesordnung.
    [h ttp://www.deutschlandfunkkultur.de/einsamkeit-wenn-das-soziale-netz-reisst.976.de.html?dram:article_id=360640]
    Ein ndr-info-Bericht favorisierte gerade Schweden als Spitze der Vereinzelung und Vereinsamung vs. „Unabhängigkeit“ und folglich meister verabreichter Antidepressiva. Schweden hätte, nach Großbritannien, sein Problem erkannt.
    Aber wir/w i r haben ja die App-Gruppen! (und die können prima verarschen!) Dafür keine vis-a-vis-Gespäche. Die realen Begegnungen, Treffen und Räumlichkeiten (auch, weil unbezahlbar GEWORDEN) wurden eingestampft. Und alles Lebendige monetarisiert.
    Manfred Spitzer, der Forscher der digitalen Demenz, spricht über (in diesem Zusammenhang erforschte) Einsamkeit und gibt unumwunden zu, dass er Vater von sechs Kindern ist. Ich bin Mutter von -für deutsche Verhältnisse n a c h Frankfurter Schule – ebenfalls überdurchschnittlich vielen Kindern (Um Himmels Willen: nichts Persönliches im Internet, Roman oder Talkshow würde gehen, aber nicht blog 😦 )
    Wir, als Familie, hatten es ein paar „fette Jahre“ gut. (Den Aspekt des Verzichtens seitens der Mutter nicht ausser acht gelassen!)
    Ich bin/war in diesem Leben auf meiner Reise keine Buchhalterin, keine Erbsenzählerin, keine Online-Bestellerin…keine Karrieristin wie jener Ewige Jüngling….Alle, die mich kennen, hätten sich nie vorgestellt, dass ich einmal Mutter werden würde, da ich einen künstlerischen Weg eingeschlagen hatte.

    Am Ende rächt sich immer, wenn etwas nicht im Gleichgewicht war!

    Ein arrogantes frauenverächtliches Christentum ist FÜR MICH nicht die Lösung!
    Und ja, sicher hat man, wenn man sich in Zweierleimaß-Systemen auf die „richtige Seite“ schlägt und gehorsam anpaßt, seine „Geborgenheit“ und Zugehörigkeitsgruppe.

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    • Abenteuer Mutter schreibt:

      weshalb ich u. a. keine Erbsenzählerin oder Korinthenkackerin bin
      und ein arrogantes und frauenverachtendes Christentum nicht erst heute ausmache

      HALB SO VIEL WERT: Koransuren 2; 282 und 4; 11
      nicht mal halb so viel wert:
      1. Korinther 11; 3,
      1. Korinther 11,7
      Eph 5; 23

      Frau schleppt es mit und pocht auf „Tradition“ :- ( ?

      = jahrtausendalte Verletzung:
      es ist sicher eine Möglichkeit die SCHULD dahin zurück zu geben, wo sie her kommt

      Männer konnten das immer sehr gut: sich ent-LASTEN. Darum haben sie auch nicht so häufig einen Buckel. Und die Sonne strahlt auf das glänzende Haupt!

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  2. Abenteuer Mutter schreibt:

    sorry für Flüchtigkeitsfehler auf weicher Tastatur…Technik ist schwer zu beherrschen…und lieber wirr im Kopf als autonome Autos….

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    • Abenteuer Mutter schreibt:

      (und sorry nochmal, aber das schreib ja nicht ICH. Sondern ein „aufgeträumtes Medium“? :- ) Wenn etwas aus dem OFF kommt als Kennzeichen des „automatischen“ kreativen Schreibens nach Gregg Furth (Jung) gelten u.a. doppelte Wortnutzungen. Hat ES mich wieder ewischt..In „Sachen Mutter“)

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  3. Pingback: Mit Merkel zurück die SED-Diktatur – CDU/CSU und SPD wollen die parlamentarische Demokratie abschaffen – website-marketing24dotcom

  4. Das Grauen schreibt:

    Hallo Deutschland, was bist du für ein HORRORLAND geworden! und am Werden. Inmitten von anderen Horrorländern.
    Das (andere) Grauen hatten wir schon mal vor 70 Jahren. Und es wird wieder kommen.
    Was wir momentan haben, r e i c h t aber schon….

    „Opa“ Sir Elton John, der Ritter, (die „Mutter“ : -) ) wird 70.
    Er will künfitg mehr Zeit haben, um seine gekauften „Kleinen“ zum Fußball zu chauffieren. Geklemptnerte, gekaufte Wesen von gekauften Leihmüttern. Rezept, Backzutaten: Man(n) nehme: gespendete Eizellen, gefundener Bauch/Gebärmutter, ausgelagerter Geburtsort

    450 Millionen verkaufte Schallplatten.

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  5. Abenteuer Mutter schreibt:

    Hanni und Nanni….

    „Weibliche Vorbilder“? Wo sind sie? Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen/Rundfunk?

    Karrierefrauen, Vereinbarkeitslüge, bezahlte Kinderfrau und Glamour.
    _______________________________________________________

    Diese reizenden Worte passen jedenfalls auf zwei Damen in Schlüssel-Meinungs-Verbreitungs-Position: Die eine betreibt das Reschke-Fernsehen und treibt gerade die Gebühren für ihre Pension ein. Die andere jettet erfolgreich von Termin zu Auftritt (Berlin-Bremen, Grand Prix…) , vom Permanent-Fitnesstrainer zum Magazinredigieren. Wo bleiben die Kinder?
    Gönnen wir ihnen, den Müttern, ihren GLAMOUR! Die Kinder werden jedenfalls – wie Elton’s – auf ewig ausgesorgt haben!

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  6. Querkopf schreibt:

    „Der Zeitgeist vernichtet unsere Ideale“. Ja, aber nicht nur der, sondern auch unsere internationalen „Freunde“ diesseits und jenseits des Atlantiks. Die Roten und Grünen sind nur die Erfüllungsgehilfen.
    „Was wir wollen ist, dass die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird … Deutschland muß wieder besiegt werden und diesmal endgültig.“ (W. Chirchill 1934).
    Und: „Die Frage, warum es zum II. Weltkrieg kam…. Der Abstoß dazu kam von jenseits des Atlantiks.“ (Sven Hedin in „Amerilka im Kampf der Kontinente“, 1942).

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  7. Pingback: 4. Reich aktuell: Die Ersten werden bereits abgeholt – website-marketing24dotcom

  8. empört schreibt:

    Die „Früchte“ dieser „sozial-demokratischen“ Bunt-Politik aus Vereinbarkeitslüge, Migration, Hartzern, Verwahrung-und Verwahrlosung…sieht man nun täglich in allen Ecken in den Städten in den abzockenden, sich prostituierenden zu Banden zusammenrottenden,mit Messern bewaffneten, rumlungernden, unbildbaren zugedröhnten KINDERN und Jugendlichenden. Und die sollen einmal die Renten aufbringen?
    Viele von unseren Wählern tangiert das nicht. Rentner wollen ihre Ruhe haben. Das „Mittelalter“ (noch in Lohn und Brot) schaut in der Freizeit amerikanische Serien bei prime video….

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