Straffreie Abtreibung – „Lizenz zum Töten“. Und die Deutsche Bischofskonferenz macht mit

(www.conservo.wordpress.com)

Mathias von Gersdorff

Von Mathias von Gersdorff

Verhängnisvolle Annäherung der Bischofskonferenz an Donum-Vitae

In einem Brief von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der (katholischen) deutschen Bischofskonferenz, wurde ein neuer Ton im Umgang mit dem Verein Donum Vitae angeschlagen.

Zur Erinnerung: Als die katholische Kirche aus dem staatlichen System Schwangerschaftskonfliktberatung ausstieg, gründeten Mitglieder des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ im Jahr 1999 den Verein Donum Vitae, um Beratungen anzubieten, die nach wie vor den sogenannten „Beratungsschein“ ausstellten. Problematisch an diesem „Beratungsschein“ ist die Tatsache, dass sein Besitz die staatlich angeordnete Bedingung zur Durchführung einer straffreien Abtreibung bis zum dritten Monat darstellt.

Papst Johannes Paul II. ordnete den Ausstieg an, denn die katholische Kirche könne keine Beratungsscheine auszustellen, die eine Abtreibung ermöglichten. Die katholischen Beratungsstellen boten weiterhin Beratungen an, ohne aber den „Schein“ auszustellen. Daraufhin gründeten ZDK-Mitglieder Donum Vitae, um weiterhin am staatlichen Beratungssystem teilzunehmen. Sie weigerten sich also, der Weisung von Papst Johannes Paul II. und der Deutschen Bischofskonferenz zu folgen. Im Grunde war es ein Akt der Revolte seitens der katholischen Funktionäre. Die Bischofskonferenz erklärte, Donum Vitae hätte mit der katholischen Kirche nichts zu tun und distanzierte sich scharf davon.

Diesen Konflikt will nun die Bischofskonferenz durch ihren Vorsitzenden Kardinal Marx beenden und findet lobende Töne für Donum Vitae: „Es besteht kein Zweifel, dass das Ziel von Donum Vitae ebenso wie das der bischöflich verantworteten Schwangerenberatung der Schutz des ungeborenen Menschen ist. Ich stelle fest, dass es über die Jahre hinweg auch vielen Beraterinnen von Donum Vitae gelungen ist, zahlreichen Frauen bzw. Eltern Mut zu machen für ein Leben mit dem Kind, und dafür bestmögliche Hilfestellungen zu bieten. Dafür dürfen wir gemeinsam dankbar sein.“ Darüber hinaus sollen ehemalige Angestellte von Donum Vitae von nun an in bischöflich anerkannten Schwangerenberatungsstellen beschäftigt werden können.

Diese neue Form des Umganges der Bischofskonferenz mit diesem Beratungsverein ist mehr als bedauerlich. Aus verschiedenen Gründen:

ERSTENS: Der sog. Beratungsschein war nichts anderes als das vom Bundestag erfundene Instrument, in Deutschland die Fristenlösung einzuführen, ohne dabei das Verfassungsrecht zu verletzen. Eine „reine“ Fristenlösung wurde von Bundesverfassungsgesetz kassiert, die Pflichtberatung war das Feigenblatt, um die Fristenlösung praktikabel machen zu können. Die Gründer von Donum Vitae (und deren Eintritt in das Beratungssystem) haben sich mit der Liberalisierung zumindest abgefunden.

Das Lob von Kardinal Marx wirkt deshalb deplatziert, zumindest geschichtsvergessen.

ZWEITENS: Mit dem Ausstieg aus dem Beratungssystem setzten die katholischen Bischöfe ein starkes Signal in der Öffentlichkeit für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder. Sie sagten damit: An einem staatlich anerkannten System, der letztendlich unschuldiges Leben auslöscht, wollen wir uns nicht beteiligen.

In den neuesten Stellungnahmen wird aber der Eindruck vermittelt, man hätte es „so oder so“ handhaben können, was völlig abwegig ist.

Es gibt nämlich viele Beratungsstellen, die KEINEN Schein austeilen, eben, weil der Nutzen dieses Scheines AUSSCHLIESSLICH die straffreie Durchführung einer Abtreibung bedeutet. Diese Beratungsstellen haben auf erhebliche finanzielle Zuschüsse des Staates verzichten mussten, weil sie den Schein nicht mehr austeilten.

Aufgrund dieser finanziellen Anreize bezeichnete Erzbischof Johannes Dyba das empfangene Geld vom Staat als „Blutgeld“: Geld, das man bekommt, weil man ein Leben dem Tod preisgibt. Zudem bezeichnete er Donum vitae als „donum mortis“: Geschenk des Todes.

Kardinal Marx scheint diesen geradezu makabren Zusammenhang zwischen Beratungsschein, Abtreibung und finanziellen Anreiz zu ignorieren.

Erzbischof Dyba †: „Lizenz zum Töten“

DRITTENS: Nachdem Donum Vitae 20 Jahre lang die „Lizenz zum Töten“ (so wurde der Beratungsschein von Erzbischof Dyba bezeichnet) ausstellte, erhält dieser Verein praktisch eine Anerkennung für ein – so scheint es – ethisch einwandfreies Handeln. So kommentiert der Präsident des ZDKs, Prof. Dr. Thomas Sternberg, die oben zitierte Stelle des Briefs von Kardinal Marx: „Für diese zentrale Äußerung bin ich sehr dankbar. Sie anerkennt jene, die sich in der Schwangerschaftskonfliktberatung engagieren, in ihrem entschiedenen Einsatz für das Leben.“

Moralisch völlig unbedenklich?

Mit anderen Worten: Der Präsident des ZDKs ist der Auffassung, die Ausstellung von Beratungsscheinen, die nur dazu dienen, eine straffreie Abtreibung vorzunehmen, sei moralisch völlig unbedenklich.

Nun: gerade diese „Verdunkelung“ der katholischen Lehre über das ungeborene Leben zu verhindern war die Absicht von Johannes Paul II., als er den Ausstieg auf Betreiben des damaligen Kardinal Ratzinger anordnete. Das ZDK zeigt in keiner Weise, dass es seine Gesinnung hinsichtlich des staatlichen Beratungssystems geändert hat. ZdK-Vertreter empfinden den Brief von Kardinal Marx geradezu als eine Bestätigung, dass sie die ganze Zeit recht hatten und nicht Johannes Paul II. (sowie Bischöfe wie Erzbischof Johannes Dyba, später auch Kardinal Joachim Meisner, u.a.).

Dieser Sachverhalt betrifft in erster Linie katholische Gläubige, die unter keinen Umständen die Tötung ungeborenen Lebens akzeptieren dürfen. Doch darüber hinaus betrifft es alle Menschen, die Wert darauf legen, dass alle Menschen ein uneingeschränktes Recht auf Leben haben und dieses Recht auch verteidigt werden muss, auch, wenn der Staat auf seine Schutzfunktion verzichtet oder gar ungerechte Gesetze erlässt.

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*) Mathias von Gersdorff ist freier Publizist sowie Betreiber der blogs „Kultur und Medien“ und http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

www.conservo.wordpress.com   27.01.18

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Straffreie Abtreibung – „Lizenz zum Töten“. Und die Deutsche Bischofskonferenz macht mit

  1. Fin schreibt:

    An der Uni in Marburg lernte ich das Lenchen kennen und es tat mir von ganzem Herzen leid.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Lenchen

    Als Libertärer kann ich nicht anders als dem Mädchen die Entscheidung zu lassen und ihr bei dieser als Staat/Gesellschaft beizustehen. Also wir schützen das Mädchen und über sie auch ein Kind.
    Nach den Skandalen der Kirchen muß ich diese vom Glauben trennen. Man kann ein guter Christ auch ohne Kirche sein (ich beherrsche mich an dieser Stelle, denn ich bin extrem böse mit den Kirchen). Ich möchte mir auch gar nicht ausmalen, was so mancher Priester mit Mädchen in Not machen würde.

    Eine Gesellschaft mit steigenden Raten an unehelichen Kindern ist im allgemeinen eine abstürzende…

    Ich glaube an Zyklen und ich vermute, daß diese Fragen wegen Merkel’scher Überfremdung kommen. D ist völlig überbevölkert, ich sah Kinder vor 30 Jahren in Städten spielen und die Menschen schimpften aus den Fenstern. Danach kamen weniger Kinder. Wenn D die Bevölkerung reduzierte, kämen von ganz alleine wieder mehr Nachkommen. Und der hier meint, daß es bald soweit sein könnte.
    http://www.deagel.com/country/Germany_c0078.aspx

    conservo erklärte vor kurzem die andere Sicht des Insiders, da ich die WerteUnion als zu spät kommende Wendehälse bezeichnet hatte – als Outsider wußte ich es nicht besser – aber bei Kirchen, wenn ich höre was der Papst so abläßt, kann ich nur eines sagen: Keine Macht den Kirchen!

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  2. Helmut Zott schreibt:

    „ … Dieser Sachverhalt betrifft in erster Linie katholische Gläubige, die unter keinen Umständen die Tötung ungeborenen Lebens akzeptieren dürfen …..“
    Diese Aussage geht an der eigentlichen Problematik vorbei, denn selbst die Befürworter der Abtreibung bestreiten nicht, dass es sich bei der Abtreibung am Menschen um die Tötung ungeborenen Lebens handelt. Sie berufen sich vielmehr auf die Gültigkeit des Biogenetischen Grundgesetzes nach Ernst Haeckel (1834 – 1919), nach welchem der Mensch in seiner embryonalen Entwicklung Vorstufen menschlichen Seins durchläuft und erst am Ende zum Menschen wird. Dabei wiederholt er angeblich in seiner individuellen Entwicklung, der Ontogenese, die Menschheitsentwicklung nach Darwin, die sogenannte Phylogenese. Die Abtreibungsbefürworter argumentieren folgerichtig, dass bei einer frühzeitig vorgenommenen Abtreibung keineswegs ein Mensch, sondern ein vormenschliches, ein tierähnliches oder gar vortierisches ungeborenes Leben abgetötet wird. Durch Beachtung der Fristenlösung wird, nach dieser Sicht kein Mensch getötet.

    Ich wiederhole meine Kommentare vom 15. und 16. Januar 2018:
    Erst in neuerer Zeit erbrachte die exakte wissenschaftliche und experimentelle Überprüfung der Hypothese Haeckels, dass sie falsch ist. Die Forschungen betrieb Prof. Dr. med. Erich Blechschmidt (1904 – 1992), der ab 1942 an der Universität Göttingen lehrte und forschte. Er erkannte und konnte Folgendes beweisen und als gültigen, wissenschaftlich belegten Lehrsatz aufstellen: „Der Mensch wird in seiner embryonalen Entwicklung nicht erst zum Menschen, sonder er ist Mensch, und zwar in jeder Phase seiner Entwicklung“. Für das Problem der Abtreibung bedeutet das: Schwangerschaftsabbruch zu welchen Zeitpunkt auch immer, tötet einen Menschen. Das ist keine Meinung, sondern eine heute wissenschaftlich belegte Aussage.
    Dr. Alfred Häußler, mit dem ich vor über dreißig Jahren telefonischen und schriftlichen Kontakt hatte, schrieb zum Tode von Prof. Dr. med. Erich Blechschmidt 1992:
    „Prof. Blechschmidts Präparatesammlung beweist, dass die Entwicklung des menschlichen Embryo sich von der Befruchtung an ganz klar von tierischen Embryonen unterscheidet. Diese Sammlung ist eine Dokumentation über die Entwicklung des Menschen.
    Sie räumt mit allen früheren Spekulationen um das Biogenetische Grundgesetz Haeckels auf und stellt fest:
    „Der Mensch ist Mensch, vom ersten Augenblick der Befruchtung an, voll und ganz und unverwechselbar Mensch“.

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