Gedanken über die AfD und den Antisemitismus

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich Wähler der AfD bin. Meine Stimme hatte sie bereits bei der Bundestagswahl 2013. Der erste Grund ist, dass ich inhaltlich den Großteil ihres Programms unterstütze. Der zweite Grund ist, dass ich in der heutigen politischen Landschaft keine andere ernst zu nehmende Kraft erkennen kann, der noch ernsthaft etwas an der Selbstbehauptung Deutschlands liegt. Die anderen haben sich in den bereits begonnenen Zerstörungsprozess lethargisch gefügt oder treiben ihn aktiv weiter voran. Ich weiß zwar durch persönliche Kontakte, dass es innerhalb der CDU sehr wohl Widerstand gegen die links-grüne Ideologisierung und Vermerkelung der Partei gibt, aber solange dieser Widerstand nicht zum Sturz dieser Person und zu einem echten Neuanfang geführt hat, bleibt die CDU für mich unwählbar. Trotz meines Mitgefühls und meiner Sympathien für gewisse innerparteiliche Oppositionelle. Wäre die CDU noch eine solide, patriotische Kraft wie sie es mal war, dann könnte ich mich vielleicht umstimmen lassen.

Aber obwohl ich die AfD wähle, sehe ich sie mit gemischten Gefühlen. Davon, in welche Richtung sie sich entwickelt, wird es abhängen, ob ich sie in Zukunft wieder wähle oder ob ich ihr eines Tages den Rücken kehre.

Ich habe, was ich mir rückblickend als großes Versäumnis ankreiden muss, über Jahre den Antisemitismus von heute nicht ernst genug genommen. Ich war wohl so naiv, zu glauben, dass spätestens nach Auschwitz eigentlich klar sein müsste, was für eine gefährliche, menschenverachtende Ideologie das ist, die einem geradezu industriell betriebenem Genozid den Boden bereitet hat.

Ich dachte, Auschwitz sei ein so großer Schock gewesen, dass dadurch den Deutschen wie auch unseren Nachbarn der Antisemitismus weitestgehend ausgetrieben worden sein müsste. Natürlich gibt es in jeder Gesellschaft einige Unverbesserliche und Unbelehrbare, aber die Zahl aktiver, gewaltorientierter Rechtsextremisten ist so erfreulich gering, dass eigentlich alles halb so wild ist.

I. Spielarten des Judenhasses

Mein Fehler war es, nur den so genannten primären Antisemitismus zu sehen. Das ist die ganz offensichtlich artikulierte Judenfeindschaft, die sich auf den Glauben an Mythen wie die jüdische Weltverschwörung, spezifisch jüdische Rachsucht, jüdischen Blutdurst, spezifisch jüdische Raffgier, jüdische Hinterlist, Juden als Zersetzer und Verderber ihrer „Wirtsvölker“ und mehr gründet. Es ist der am leichtesten zu erkennende Antisemitismus, wie man ihn nicht nur, aber vorwiegend in rechtsradikaler Propaganda findet.

Wenn man nur diesen im Blick hat, so könnte es in manchen Augen tatsächlich so aussehen, als gehe vom Antisemitismus im heutigen Deutschland keine ernst zu nehmende Gefahr mehr aus. Der alte, klassische Antisemitismus zieht nur noch wenige an. NPD-, Blood-and-Honour-Fans, die Anhänger Jan van Helsings und ähnliche Gruppen erfreuen sich dran, aber außerhalb solcher Kreise sind seine Erfolge zum Glück sehr, sehr mager.

Was viele übersehen und was ich auch über Jahre übersehen habe, ist, dass das nur eine von vielen Spielarten des Antisemitismus ist.

Es wird kolossal unterschätzt, wie mächtig Traditionen sind. Juden sind seit vielen Jahrhunderten im Abendland das ultimative Feindbild. Das steckt so tief drin in der „kulturellen DNA“2 dieser Zivilisation, dass es nicht einfach auf die Schnelle verschwindet – nicht einmal, nachdem der Holocaust passiert ist. (Obwohl man meinen könnte, spätestens das hätte allen eine Lehre sein müssen.) Die uralten Ressentiments wirken weiter und suchen sich neue Ventile, da der klassische primäre Antisemitismus seit 1945 irgendwie total unsexy und nicht mehr massentauglich ist.

Aber irgendwie muss es raus, dieses nagende Ressentiment, dieses manchmal nur noch unterbewusst vorhandene Gefühl, dass an dem, was man über „die“ Juden sagt, irgendetwas dran sein muss. So viele Menschen können sich doch nicht über einen so langen Zeitraum geirrt haben! Wenn etwas oft genug behauptet wird – völlig egal, ob es belegt wird oder nicht – , gehen leider verdammt viele Menschen davon aus, dass es stimmen muss.

Es entstehen sekundäre Formen des Antisemitismus.

Eine richtet sich auf den jüdischen Staat Israel. Wie ich in meiner Serie „Israel – ein Nazi- und Apartheidstaat?!“ ausführlich aufgezeigt habe, ist Kritik an Israel keineswegs Antisemitismus, aber wenn die alten antisemitischen Stereotype auf Israel übertragen werden, wenn dieser Staat verleumdet und delegitimiert, ihm sein Existenzrecht streitig gemacht wird, dann ist das nichts anderes als eine (nicht besonders gut) verkleidete Form von Judenhass.

Wer heute unterstellt, „die Zionisten“ würden die Welt – vor allem die Weltmacht USA – in ihrem Sinne lenken (eine bei näherer Kenntnis von Geschichte und Gegenwart nicht haltbare These), sie seien die wahren Drahtzieher hinter so ziemlich allen Krisen und Kriegen (wo sind die Beweise?), sie seien blutdürstige und rachsüchtige Imperialisten, die die Palästinenser massenhaft ermorden, der lässt seinen Antisemitismus in israelisierter Form raus.

Wer Israel das Existenzrecht abspricht, ist ein Antisemit. Ja, das behaupte ich mal ganz hart. Denn ich lasse mir nicht erzählen, dass es Zufall sein soll, dass von rund 200 Staaten, die es auf der Welt gibt und von denen keiner eine Geschichte ohne dunkle Flecken hat, ausgerechnet der eine jüdische Staat derjenige ist, dessen Existenzrecht zur Diskussion gestellt wird. Wer das für Zufall hält, glaubt auch noch an den Klapperstorch.

Wer wider alle Fakten Israel verleumdet und es mit dem absolut Bösen identifiziert, indem er beispielsweise den jüdischen Staat mit dem NS-Regime gleichsetzt, ihm einen Genozid an Palästinensern unterstellt etc., der artikuliert Antisemitismus, denn der Judenhass wurde schon Jahrhunderte lang dadurch genährt, dass man die Juden als das absolut Böse hinstellte. Und das NS-Regime gilt nun einmal mit Recht als Inbegriff einer absolut bösartigen Gewaltherrschaft. (Ausgerechnet die Opfer der Nazis bzw. ihre Nachfahren wider alle nachprüfbaren Fakten als die neuen Nazis hinzustellen, ist freilich besonders perfide.)

Ich kann nur nochmal darum bitten, meine Serie über Israel zu lesen, falls es nicht ohnehin schon geschehen ist. So viele Gemeinplätze über den jüdischen Staat, die von unseren Mainstream-Medien unkritisch übernommen werden, sind einfach nicht wahr, aber sie sind leider in der heutigen deutschen Gesellschaft hof- und salonfähig. Es ist durch Umfragen belegt, dass etwa die Gleichsetzung Israels mit dem Dritten Reich hier gang und gäbe ist.

Dass Israel ein potenzieller Friedensstörer und Aggressor ist, glauben auch sehr viele – und das ist genau das Bild, das viele deutsche Medien zeichnen. Viele Leute haben von der Geschichte und Gegenwart des jüdischen Staates wenig bis keine Ahnung, sind aber mit ihren Verurteilungen bemerkenswert schnell bei der Hand und vielfach an Fakten gar nicht interessiert.

Das führt mich zu einer weiteren Form von sekundärem Antisemitismus, nämlich einem Antisemitismus, den es nicht etwa trotz, sondern wegen Auschwitz gibt.

Wenn Deutsche geradezu obsessiv in Israel partout nur Schlechtes sehen und Gutes gar nicht erst zur Kenntnis nehmen wollen, veranlasst mich das, nach dem Grund zu fragen und nach reiflicher Überlegung bin ich zu demselben Schluss gekommen wie andere vor mir. Es tut vielen Deutschen in ihrer Seele wohl, den jüdischen Staat zu verurteilen und zu verteufeln.

Die vielen deutschen Nationalneurotiker, die mit sich selbst und mit dieser Nation nicht Frieden schließen können oder wollen, die nicht in der Lage sind, mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte vernünftig umzugehen, haben einen Judenknacks weg. Sie lehnen ihre eigene nationale Identität ab und sind voll von bewussten oder unterbewussten Schuldgefühlen für die an Juden begangenen Verbrechen des Dritten Reiches.

Bisweilen wird dieser Zustand für sie unerträglich und sie müssen versuchen, die Schuldgefühle irgendwie zu lindern.3 Und Israel ist nun mal nicht irgendein Staat, sondern der jüdische Staat, der Staat der Shoah-Überlebenden. Es ist nicht von ungefähr dieser Staat, an dem sich so viele abarbeiten, um ihren Schuldhaushalt auszugleichen. Der Nationalneurotiker, der Israel verteufelt oder ggf. sogar mit dem NS-Regime gleichsetzt, versucht offenbar, sich selbst besser zu fühlen, indem er deutsche Vergangenheit in jüdisch-israelische Gegenwart hinein halluziniert. Endlich sind wir quitt! Unsere ehemaligen Opfer sind ja genau solche Schweine, hurra!

Je mehr Gründe er findet, den Judenstaat möglichst schlecht zu machen, desto wohler wird ihm. Ich bin inzwischen sicher, dass es bewusst oder unterbewusst in vielen unserer Landsleute so oder so ähnlich tickt.

Der israelisierte Judenhass richtet sich regelmäßig wieder gegen den einzelnen Juden, auch wenn viele Israel-Gegner beteuern, dass sie keineswegs mit den Juden an sich ein Problem hätten. Am 24. April 2017 wurden die Ergebnisse einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht. 40 Prozent der befragten Deutschen stimmten darin der Aussage zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Im Jahr 2014 hatten noch 28 Prozent diesem Urteil beigepflichtet.4

Eine Umfrage des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld führte vor wenigen Jahren zu dem Ergebnis, dass 18 Prozent der befragten Deutschen angaben, dass ihrer Meinung nach die Juden an ihrer Verfolgung mitschuldig seien. 15 Prozent meinten, dass die Juden in Deutschland zu viel Einfluss hätten.5

Zu allem Überfluss importiert sich Deutschland auch noch den in der islamischen Welt tief sitzenden Judenhass durch Masseneinwanderung. Als ob es nicht reichen würde, dass unter den Einheimischen aus verschiedenen Gründen die antisemitischen Ressentiments weiterleben, will man auch noch Millionen Muslime hierher umsiedeln, in deren Kulturkreis die Judenfeindschaft heute so offen und aggressiv ausgelebt wird wie nirgendwo sonst. Wozu allerdings anzumerken ist, dass der heute in der islamischen Welt so verbreitete Judenhass nicht nur im Islam seine Wurzeln hat. Er ist auch ein Produkt der aus Europa übernommenen antisemitischen Propaganda, deren Verbreitung erst vom Dritten Reich, später von der Sowjetunion gefördert wurde.

Aber darüber habe ich schon geschrieben. Darum soll es jetzt nicht gehen.

II. Sorge um die AfD

Die deutsche Nationalneurose und die rot-grüne Ideologisierung haben diesem Land schwere Wunden zugefügt. Es ist bezeichnend für den Zustand Deutschlands, dass man heutzutage echte Mühe hat, die ehemals konservative CDU noch von den Grünen zu unterscheiden. Was die Einwanderungspolitik angeht, dürfte die große Vorsitzende die feuchtesten Träume etlicher grüner Ideologen sogar übertroffen haben. Kein Wunder, dass sie nach Abschaffung der Grenzen ganz aus dem Häuschen waren.6 „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt!“, frohlockte Katrin Göring-Eckardt.7 (Ja, schönen Dank auch!)

Auf der anderen Seite wachsen Frustration und Wut von Einheimischen, die nicht zu Unrecht den Eindruck haben, dass weite Teile der politischen Klasse sie abgeschrieben haben, teilweise ganz offen gegen ihre Interessen und gegen dieses Land Politik machen.

Dass viele Menschen (mich eingeschlossen) mit dem politischen Establishment gebrochen haben, ist ein Grund für den Erfolg der AfD.

Dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen, aber die AfD muss aufpassen, dass sie nicht zu einer Partei wird, die alte und neue Ressentiments schürt, um diese nationale Frustration zu kanalisieren.

Ressentiments sind die falsche Antwort auf die Krise der deutschen Nation. Das habe ich schon einmal geschrieben, aber ich wiederhole es, weil es wichtig ist. Die Deutschen sind sich selbst ihr ärgster Feind. Sie selbst haben es in der Hand, ob sie aus ihrem nationalen Selbsthass heraus- und wieder zu einem gesunden Selbstbehauptungswillen zurückfinden oder nicht.

Es sollte nicht so weit kommen, dass man versucht, die berechtigte Wut vieler Menschen auf jemanden zu lenken, den man als vermeintlich Schuldigen dingfest gemacht hat.

Deswegen habe ich mit dem Höcke-Flügel der AfD ein Problem. Ich will jetzt gar nicht lange darauf herumreiten, dass Björn Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Mahnmal der Schande“ bezeichnet hat. Das an und für sich wäre nicht automatisch kritikwürdig, denn wer wollte bestreiten, dass der Holocaust ein Schandfleck der deutschen Geschichte ist?

Mich stört, dass Höcke – so mein Eindruck – nicht nur in dieser, sondern auch in anderen Reden mal unterschwellig, mal sehr deutlich an Ressentiments appelliert hat, wie sie auch rechts außen gepflegt werden. Zudem hat Höcke schon mit Aktivisten zusammengearbeitet, die etwa durch Dämonisierung Israels altbekannte Ressentiments zu schüren helfen. (Jürgen Elsässer z. B., in dessen Magazin Israel schon ein „Genozid in Gaza“8 (Compact 9 / 2014) unterstellt wurde (völlig absurd) und der gegen eine drohende „Israelisierung“ Europas wettert.9 Er berief sich in dem Zusammenhang wieder einmal auf den Mythos, dass Kritik an Israel in Deutschland tabuisiert sei, und machte somit Stimmung gegen den jüdischen Staat, dem er offenbar unterstellt, gemeinsam mit den USA Deutschland unter seiner Knute zu halten.)

Außerdem klang der Kontext, in dem Höcke das Holocaust-Mahnmal mit besagter Bezeichnung belegte, in meinen Ohren so, als hätte Höcke ein Problem damit, dass so zentral in Berlin überhaupt ein Holocaust-Mahnmal existiert.

Nun mache ich keinen Hehl daraus, dass ich mit diesem Mahnmal auch ein Problem habe, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Ich finde das Ding nämlich – pardon – potthässlich. Ich hätte mir irgendetwas Schlichteres, Würdevolleres gewünscht. Manchmal ist weniger mehr. Aber mein architektonischer Geschmack tut jetzt nichts zur Sache.

Höcke jedenfalls scheint zu denen zu gehören, die aufgrund der NS-Zeit einen Knacks mit sich herumtragen. Er lebt ihn aber nicht durch deutschen Selbsthass aus, sondern auf eine andere, ungesunde Weise. So wie er argumentiert hat, kann das darauf hinauslaufen, das Gedenken an die NS-Verbrechen als Ursache für die Krise der deutschen Nation dingfest zu machen. Das wiederum kann zu Ressentiments gegen die Opfer dieser Verbrechen bzw. ihre Nachkommen führen, also wieder zu einer Form von Schuldabwehr-Antisemitismus. Das führt mich einmal mehr zu der sarkastischen Bemerkung von Zvi Rex: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.“10

Das Gedenken an sich ist nicht schuld daran, dass die Deutschen mit sich selbst in Unfrieden leben. Auch die Israelis oder die Juden sind nicht schuld dran. Man soll es gar nicht erst so weit kommen lassen, dass solch ein gefährlicher Trugschluss gezogen wird!

Dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte kann man nicht entkommen, weder mit deutschem Selbsthass noch mit deutschem Nationalismus noch mit deutscher „Willkommenskultur“, die uns endlich zu über alle Zweifel erhabenen Bessermenschen machen soll.

Die NS-Zeit ist nun einmal Teil der deutschen Geschichte, mit dem man sich auseinandersetzen und mit dem man umzugehen lernen muss.

Nicht das Gedenken an sich ist das Problem. Das Problem ist, dass die Deutschen mit ihrer fatalen Neigung zu Extremen offenbar nicht in der Lage sind, auf eine gesunde Weise mit der Vergangenheit umzugehen.

Freilich sollte man diskutieren, ob an Höckes Ausführungen zumindest insoweit was dran ist, als die Deutschen sich obsessiv mit diesem einen Kapitel ihrer Geschichte befassen. Henryk M. Broder sprach sogar von einem deutschen „Erinnerungswahn.“11

Ich denke, das ist so. Man kann doch die Gedenkstätten kaum noch zählen. Man kann eigentlich an jedem beliebigen Wochentag den Fernseher einschalten und sich sicher sein, dass auf irgendeinem Sender der Führer spricht. Bei den Print-Medien sieht es ähnlich aus. Alexander Wendt bezeichnete Hitler vor einer Weile, wenn ich das richtig erinnere, als den „besten Coverboy“ des „Spiegel.“

Das wäre ja alles hinnehmbar, wenn es nicht gleichzeitig eine Neigung gäbe, wegen der zwölf Nazi-Jahre gleich die ganze deutsche Geschichte schwarz (oder braun) zu malen. Das hat sich zum Glück gebessert. Es hat sich doch herumgesprochen, dass deutsche Geschichte ja nicht nur aus zwölf, sondern aus über tausend Jahren besteht. Auch geht es ganz allmählich damit los, dass man vermeintliche Wahrheiten, die man aus Gründen der politischen Korrektheit tunlichst nicht zu hinterfragen hatte, endlich auseinandernimmt. Beispielsweise ist es (mit Verspätung) u. a. dank des Historikers Christopher Clark auch in der Bundesrepublik angekommen, dass Deutschland nicht die alleinige Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges trug.12 (Was bei unseren ehemaligen Kriegsgegnern schon lange kein Geheimnis mehr war.) Auch die Vorstellung von einem angeblich solitär deutschen Militarismus und Imperialismus um 1900 hat Clark in seinen Werken gekonnt entzaubert13, ebenso die berühmte These vom „deutschen Sonderweg“ gründlich erschüttert und eigene Fragen aufgeworfen.14 Inzwischen sieht man das kaiserliche Deutschland, das ganz zweifellos seine Schattenseiten hatte, endlich positiver, differenzierter und im Kontext der damaligen Zeit.

Ein anderes Problem halte ich aktuell allerdings für weitaus drängender als die mögliche Schwarzmalerei deutscher Geschichte.

Mein Eindruck ist, dass die selbst ernannten Oberlehrer der Nation die so genannte Erinnerungskultur eigentlich nur noch um ihrer selbst willen pflegen. Es geht gar nicht so sehr um die Opfer, sondern darum, dass sich die Gedenkveranstalter gut und moralisch über jeden Zweifel erhaben fühlen können. Deutlich wird das etwa dann, wenn dieselben Personen, die ganz engagiert gegen die Verbrechen eines untergegangenen Regimes Position beziehen, plötzlich ganz leise sind, wenn es gilt, gegen den heute aus der islamischen Welt importierten Judenhass Courage zu zeigen.

Hin und wieder gibt es Momente, in denen erkennbar wird, dass es nicht wirklich um die Opfer der Nazis, sondern darum geht, sich selbst zu bestätigen, wie toll und vorbildlich man doch mit der Geschichte umgeht. Zum fünften Jahrestag der Einweihung des Berliner Holocaust-Mahnmals fand dort eine Feier statt, bei der der Historiker Eberhard Jäckel sagte: „In anderen Ländern beneiden manche die Deutschen um dieses Denkmal.“15 (Darauf muss man auch erstmal kommen, ohne vorher fünf Kästen Warsteiner leer getrunken zu haben!)

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das wohl das, was der Publizist Eike Geisel meinte, als er die Erinnerung in Deutschland als „höchste Form des Vergessens“ bezeichnete.16 Man gedenkt und erinnert, dass sich die Balken biegen, man geht schön mit seinem historischen Wissen und dem Entsetzen über die Nazi-Verbrechen hausieren und benutzt die Kenntnis von der Geschichte im Grunde nur als Alibi. Man tut so, als hätte man etwas gelernt, indem man ganz couragiert gegen einen toten Diktator ankämpft, von dem sowieso keine Gefahr für Leib und Leben mehr ausgeht, und spart sich das heutige Handeln, das ja viel zu unbequem und anstrengend wäre. Wenn man so verfährt, dann kann die Erinnerung tatsächlich zu einer Form des Vergessens werden.

Da muss ich doch sagen: lieber einige verlogene Gedenkveranstaltungen weniger, dafür aber gehaltvolles Lernen aus der Geschichte!

Was die AfD angeht, habe ich jedenfalls die Befürchtung, dass ein relevanter Teil ihrer Mitglieder und ihrer Wähler für Ressentiments empfänglich ist, wie sie beispielsweise von Höcke bedient werden. Studien zur Verbreitung antisemitischer Vorurteile sprechen dafür.

Nun muss eine demokratische Partei natürlich in sich selbst verschiedene Meinungen aushalten. Das gehört dazu.

Aber die AfD sollte erstens aus Gründen des menschlichen Anstands und zweitens auch aus Eigeninteresse wachsam sein. Der Vorstand muss klar machen, dass es für Antisemitismus in der Partei keinen Platz geben darf und dass sich das Parteiprogramm unter gar keinen Umständen von solchen und ähnlichen Ressentiments leiten lassen wird. Wer diese Prämisse nicht akzeptiert, hat halt Pech gehabt. Der kann die Partei auch verlassen.

Wenn Personen wie Alice Weidel, Jörg Meuthen, Nicolaus Fest oder Beatrix von Storch, die ich sehr schätze, tonangebend sind, kann sich die Partei zu einer soliden, wertvollen Kraft entwickeln. Sollten die Höckes eines Tages die Partei dominieren, wäre das für mich ein Grund, ihr meine Unterstützung zu entziehen.

Ich wünsche mir seit einiger Zeit eine Allianz der konservativen und der liberalen Kräfte zur Rettung der Nation und als Bollwerk gegen die links-grüne Ideologisierung, die so viel Schaden angerichtet hat. Als die AfD entstand, sah ich in ihr eine Partei, die solch eine Allianz zustande bringen könnte. Darauf hoffe ich immer noch.

Bei allen Warnungen vor bedenklichen Tendenzen in der Partei muss ich allerdings auch sagen, dass die Aufregung um die AfD oftmals verlogen ist:

III. Hoppla! Israel-Freunde und Juden bei der AfD?

Nachdem die angeblich neonazistische AfD im April des vergangenen Jahres ein Wahlplakat veröffentlicht und sich darauf mit der jüdischen Gemeinde Deutschlands solidarisch erklärt hatte, meldete sich Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bzw. ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu Wort. Und wie! Sie zeterte richtig los: „Die AfD steht für Antisemitismus, Rassismus, Fremdenhass, Geschichtsklitterei, Revisionismus, Demokratie- und Freiheitsfeindlichkeit. Stünde sie an der Seite der jüdischen Menschen, hätte sie sich – noch bevor es zu spät war – von allen vorgenannten Radikalitäten glaubhaft, konsequent und nachhaltig getrennt. Die AfD ist für jüdische Menschen nicht wählbar!“17

Aha, für Steuerung der Zuwanderung und gegen Islamisierung zu sein, ist also „Fremdenhass.“ Danke für den politisch korrekten Sermon, Frau Knobloch, darauf ist vor Ihnen noch nie einer gekommen! Nach dieser Definition wäre auch Israel, das Sie sonst (mit Recht) leidenschaftlich gegen Verleumdungen verteidigen, ein Staat, der von Fremdenhass geleitet ist. Soweit ich weiß, achtet Israel auf den Schutz seiner jüdischen Identität und auf den Schutz seiner Grenzen.

Demokratie- und Freiheitsfeindlichkeit würde ich, liebe Frau Knobloch, zur Abwechslung auch mal bei den heute herrschenden Parteien suchen, etwa in der Bundesregierung, die einen offenen Kampf gegen die freie Rede führt – allen voran Bundesgesinnungsprüfungsminister Heiko Maas von der SPD.

Parteien, die eine andere Kraft, die unerwünschte Meinungen vertritt, als Paria behandeln, mit dem man gar nicht erst reden darf, sollten sich die Nachfrage gefallen lassen, ob sie nicht diejenigen sind, die Demokratie und Pluralismus ablehnen.

Mit Charlotte Knobloch war ich, soweit ich ihre öffentlichen Äußerungen verfolgt habe, selten einer Meinung und diese Wortmeldung hat mich daran erinnert, warum. Nur einmal fand ich sie richtig gut: als sie den Friedenshetzer18 Jürgen Todenhöfer für seine demagogische Stimmungsmache19 während des Gaza-Krieges von 2014 in einem offenen Brief so richtig zusammengefaltet hat.20 Das war prima!

Nun aber weiter im Text:

Dass es in der AfD bedenkliche Flügel gibt, bestreite ich gar nicht. Aber an Frau Knoblochs Behauptung, dass diese Partei für jüdische Menschen nicht wählbar sei, scheint irgendetwas nicht so recht zu stimmen.

Die israelisch-amerikanische Schriftstellerin Orit Arfa, die hier in Deutschland lebt, hat zu Knoblochs Ansage einige sehr treffende Bemerkungen gemacht: „Ich Verstehe Das Verhalten Der Organisierten Jüdischen Gemeinschaft In Deutschland Nicht. Mir Scheint Sie Hassen Die Afd Mehr Als Die Radikalen Islamisten Die Die Vernichtung Der Juden Propagieren. Als Antwort Auf Ein Posting In Dem Die Afd Mitteilte, Dass Sie Hinter Der Deutschen Jüdischen Gemeinschaft Steht, Startete Die Vorsitzende Der Jüdischen Gemeinde In München Eine Tirade Gegen Die Afd Und Dämonisierte Sie Als Rassisten. Warum Nicht Einfach Mal Sagen: „Danke, Afd. Wir Werden Dich An Dein Versprechen Erinnern!“ Wenn Sie Wirklich Neo-Nazis Sind, Dann Ist Die Veränderung Aber Schon Beachtlich.

Doch Ich Bin Vertraut Mit Diesem Verhalten. Es Ist Sind Die Gleichen Vertreter, Die Die Juden in Gush Kativ (Gaza) im Stich ließen und sie als Kriegstreiber dämonisierten, nur um untätig zuzuschauen wie deren Häuser, Geschäfte und Lebensgrundlagen zerstört wurden um das Land dann Jihadisten zu überlassen. (…)

Die etablierten jüdischen Einrichtungen fürchten vom Mainstream nicht gemocht oder akzeptiert zu werden. Die AfD wird von den Medien und der jüdischen Gemeinschaft nicht fair behandelt. Die Warnungen der AfD vor dem radikalen Islam sind richtig und müssen beachtet werden. Ich mag jetzt in den deutschen Medien Chancen verlieren oder gar für diese Worte beschimpft werden. Das wäre zwar nicht richtig, aber dann soll es halt so sein. Die jüdische Tradition sagt: „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du suchen“, und die Leute sollten wissen, dass diese selbsternannten jüdischen Experten nicht für uns alle sprechen, noch sollten sie das für sich in Anspruch nehmen.“21

(Orit Arfa ist mir schon vor einer Weile positiv aufgefallen, als sie in einem von der „Achse des Guten“ veröffentlichten Beitrag so leidenschaftlich für Deutschland Partei ergriff und uns dazu ermunterte, endlich wieder selbstbewusst unsere Interessen wahrzunehmen.22)

Charlotte Knobloch spricht keineswegs für „die“ Juden in Deutschland, wenn sie so vehement gegen die AfD Stimmung gemacht.

Es gibt jüdische Landsleute, die es ganz anders sehen. Dr. Rafael Korenzecher, der Herausgeber der Jüdischen Rundschau, zum Beispiel schreibt auf seinem Blog: „Im unter den etablierten Israel-feindlichen Islam-Einlass und Antisemitismus-Import Parteien nicht wirklich Wahlkampf zu nennenden , Wähler-verachtenden Schau-Gefecht mit bereits jetzt bekanntem Ausgang hat sich die einzige echt oppositionelle, dem für unsere Wertewelt lebensgefährlichen Islam-Appeasement entgegenstehende Partei trotz der dort nicht zu übersehenden Probleme mit einem wirklich Juden-freundlichen Wahl -Statement zu den Juden in unserem Lande und an anderer Stelle zu Israel bekannt.

Dies hat keine andere der unisono und monoton die suizidale „Islam-gehört-zu-Deutschland“ Dissonanz wiederkäuenden Israel-feindlichen Parteien auch nur im Ansatz getan. Lieber verstecken sie sich hinter sinnentleerten Gedenktagritualen für tote , weil doch so bequeme Juden, während ihre bis weit in hohe Regierungspositionen reichenden Antisemiten, derartige Judenmörder wie Arafat und Terrordrahtzieher und –Finanzierer wie Abbas hofieren, enge Freunde nennen und tatenlos und schulterzuckend zusehen wie die Islam-dominierten No-Go Areas für Juden in unserem Land rasant zunehmen.

Und ein Teil des jüdischen Establishments sitzt diesem Humbug auf und macht sich mit Texten und Meinungen wie dem von Fr. Knobloch zum missbrauchten Wahlhelfer der linksdurchseuchten, Islam-affinen pseudo-bessermenschlichen Strukturauflöser unseres freiheitlichen , rechtsstaatlichen, Religions-getrennten und Religions-toleranten Wertesystems.“23

Na, sieh‘ mal einer an! Hat er Recht? Ja, durchaus. Führende Repräsentanten der AfD haben in der Tat für den Schutz der Juden in Deutschland und für den Staat Israel Position bezogen.

Nicolaus Fest, ein bekennender Israel-Freund, hat sich im November 2016 mit einem deutlichen Plädoyer für Israel und einer Kampfansage an den Antisemitismus zu Wort gemeldet.24

Beatrix von Storch, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, ist Mitglied der „Freunde von Judäa und Samaria im Europaparlament“, die sich gegen die Finanzierung palästinensischer Terroristen und gegen den Boykott israelischer Waren einsetzen.25

Von Storch hat, wie die Jerusalem Post berichtete, deutlich gesagt: „Aus historischen und kulturellen Gründen werden wir immer gute Beziehungen und enge Zusammenarbeit mit Israel suchen (…) Antisemitismus und Antizionismus sind in der islamischen Gemeinde und der Linken am stärksten ausgeprägt. Beide lehnen die grundlegende Bedeutung der jüdisch-christlichen Kultur für die europäische Zivilisation ab. Wir (die AfD) erkennen die Bedrohung, die sie für Israel und die jüdische Gemeinde in Deutschland darstellen. Deren Sicherheit hat für uns sehr hohe Priorität (…) Israel könnte ein Vorbild für Deutschland sein. Israel ist eine Demokratie mit einer freien, pluralistischen Gesellschaft, die versucht ihre einzigartige Kultur und Traditionen zu bewahren. Das sollte auch für Deutschland und jede andere Nation möglich sein.“26

Frauke Petry hat die AfD als einen der wenigen Garanten jüdischen Lebens in Deutschland auch in Zeiten illegaler antisemitischer Einwanderung bezeichnet27 – und das ist die Masseneinwanderung aus der islamischen Welt nun einmal zu einem großen Teil. Keiner soll hinterher sagen, er hätte nichts wissen können. Dass die islamische Welt bis heute von einem vehementen Judenhass geprägt ist, ist nichts Neues. Ebenso wenig ist neu, dass Juden aus unseren Nachbarländern bereits seit Jahren abhauen, weil sie dort dank fortschreitender Islamisierung nicht mehr sicher leben können.

Es gibt nicht nur bekennende Freunde Israels und der Juden in der Partei, es gibt sogar jüdische AfD-Wähler. Denn vielen Juden entgeht ja nicht, was die Altparteien mit ihrer Politik der Selbstaufgabe und der muslimischen Masseneinwanderung anrichten. Sie zerstören die Umwelt, in der sich ein pulsierendes jüdisches Leben in den vergangenen Jahrzehnten wieder entfalten konnte, was nach dem NS-Regime und dem Holocaust keineswegs selbstverständlich war.

Umso wichtiger ist, dass Personen vom Schlage eines Nicolaus Fest und einer Beatrix von Storch sich weiterhin dafür einsetzen, dass die AfD sich klar gegen Antisemitismus positioniert. Denn dass es an der Basis diesbezüglich Probleme gibt, ist unleugbar.

Die bereits erwähnte, im April 2017 veröffentlichte Studie zur Verbreitung des Antisemitismus heute benennt auch die Ergebnisse der Meinungsumfragen nach Parteipräferenzen. 47 Prozent der Befragten mit AfD-Präferenz hatten demnach Einstellungen, die einem israelbezogenen Antisemitismus zuzuordnen sind.28

Das ist zwar keine Mehrheit, aber ein sehr bedenklicher Wert. Die AfD hat noch eine Menge Arbeit vor sich. Es muss etwas geschehen. Sachliche Aufklärung über den Israel-Palästina-Konflikt ist ganz dringend erforderlich, um den weit verbreiteten Ressentiments entgegenzuwirken.

Allerdings geht es hier um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Machen wir uns darüber keine Illusionen.

IV. Keine Partei ist frei von ihm

Die Debatte um den Antisemitismus wird so verlogen geführt, dass es wehtut. Aber das hat Tradition.

Es ist etwas mehr als vierzig Jahre her, da hat Gerhard Zwerenz apodiktisch verkündet: „Linker Antisemitismus ist unmöglich.“29

An dieser Behauptung stimmt nichts, nicht das Geringste. Weder die Geschichte noch die Gegenwart bestätigt, was Zwerenz da verzapft hat.

Aber bis heute hält sich der Irrglaube, dass nur Rechtsextreme Antisemiten sein können. Dabei war schon der Erfinder des Begriffs „Antisemitismus“ und Gründer der ersten antisemitischen politischen Vereinigung kein Rechtsextremist, sondern ein extremer Linker, der sich zum Anarchisten entwickelte: ein gewisser Friedrich Wilhelm Adolph Marr. (1819-1904) Ja, ich weiß: kuriose Fußnote der Geschichte, dass der Erfinder des Wortes „Antisemitismus“ u. a. ausgerechnet den Vornamen Adolph trug.

Antisemitismus war in der Geschichte der politischen Linken von Anfang an präsent. Einer der berühmtesten Antisemiten der Weltgeschichte war ein Linker. Dieser Antisemit hieß Karl Marx und in seinen Schriften hetzte er immer wieder hemmungslos gegen die Juden. Er schrieb zum Beispiel: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.“ Das Judentum bezeichnete er als „antisoziales Element.“ „Jude“ oder „jüdisch“ gebrauchte er frei heraus als Schimpfworte. So nannte er Ferdinand Lassalle einen „jüdischen Nigger.“30

Karl Marx, auf dessen Ideologie sich grausame totalitäre Diktaturen gründeten, die im Lauf des 20. Jahrhunderts ca. 100 Millionen das Leben gekostet haben, wird von vielen bis heute unkritisch verehrt – ungeachtet der Untauglichkeit seiner ökonomischen Theorie31 und ungeachtet seiner auch sonst mehr als bloß kritikwürdigen Ansichten.

Auch in den Schriften anderer Frühsozialisten tauchen bereits antisemitische Ressentiments auf. Nicht nur rechts, sondern auch links wurden die Kapitalisten, die es zu bekämpfen galt, quasi automatisch als jüdisch identifiziert. Dass Juden in Europa lange Zeit kaum ein Gewerbe außer dem des Geldverleihers ausüben durften, blieb unbeachtet. In der nicht-jüdischen Mehrheit hatte sich das Stereotyp vom raffgierigen jüdischen Wucherer festgesetzt.

Es gab allerdings, das muss hinzugefügt werden, unter den Sozialisten um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auch bedeutende Kämpfer gegen den Antisemitismus.32 Es ist bloß eine Illusion, zu glauben, dass Linke a priori einfach keine Antisemiten sein können.33 Das uralte antijüdische Ressentiment kann jeden befallen, völlig egal wo er politisch steht.

Die politische Linke entwickelte sich im Lauf des 20. Jahrhunderts zu einer von Israelfeindschaft geprägten Kraft, wobei der Übergang zwischen Antizionismus und offenem Antisemitismus fließend war. Die Sowjetunion wurde zu Israels mächtigstem Feind und exportierte ihre antizionistische Propaganda sowohl in die islamische Welt als auch nach Westeuropa, wo sie von den diversen kommunistischen und sozialistischen Bewegungen, von denen nicht wenige Moskaus Handlanger waren, begierig aufgesogen wurden.34

Ein entscheidendes Jahr muss man sich an dieser Stelle merken: 1967. Es markiert insofern einen Einschnitt, als Israel damals die Unverschämtheit besaß, den Sechstagekrieg gegen seine Feinde, die nichts Geringeres wollten als Israels Vernichtung, nicht zu verlieren und auch noch Land in Besitz zu nehmen. In der ideologisch verzerrten Wahrnehmung wurde Israel in den Augen der westdeutschen Linken zu einem imperialistischen Aggressor und zu einem ihrer beliebtesten Feindbilder.

Westdeutsche Linke bekannten sich reihenweise zum Antizionismus. Sie positionierten sich gegen Israels Existenz. Sie agitierten gegen den jüdischen Staat. Radikale Linke machten sich sogar mit palästinensischen Terroristen gemein und unterstützen sie aktiv. Der Antizionismus war regelmäßig nichts anderes als eine mehr schlecht als recht verkleidete Form von Judenhass.

Wir reden hier übrigens nicht nur von extremen Randgruppen. Antizionisten strömten beispielsweise auch der SPD zu. Es ist nur konsequent, dass diese Partei von Willy Brandt über Helmut Schmidt und Gerhard Schröder bis hin zu Sigmar Gabriel immer wieder ein sehr – ich sage es mal diplomatisch – kompliziertes Verhältnis zum jüdischen Staat hatte.35

Teile der SPD bleiben bis heute von Antizionismus und alten antijüdischen Ressentiments geprägt.

Gleiches gilt für die Linkspartei, die noch durch die Tradition ihrer Vorläuferin SED geprägt ist. Die DDR machte seinerzeit – wie ihr sozialistisches Mutterland UdSSR – ganz offen Front gegen den jüdischen Staat.36

2016 wurden die Ergebnisse einer Studie der Freien Universität Berlin veröffentlicht. Diejenigen, die behaupten, Antisemitismus von links könne es nicht geben, wurden durch sie wieder einmal gnadenlos vorgeführt. Die „Welt“ berichtete: „Antisemitische Einstellungen sind laut einer Studie der Freien Universität Berlin (FU) auch unter Linksextremen weit verbreitet. 34 Prozent der vom Forschungsverbund SED-Staat der FU als linksextrem eingestuften Personen stimmten der Behauptung zu, Juden hätten in Deutschland „zu viel Einfluss“.

Unter Personen, die den Wissenschaftlern zufolge zumindest als Linksradikale gelten müssen, waren es noch 16 Prozent. Insgesamt stimmte über alle politischen Einstellungen hinweg jeder zehnte Befragte dieser Aussage zu. Linksextreme Einstellungen unterscheiden sich nach der üblichen Definition von linksradikalen dadurch, dass sie nicht mit Demokratie und Verfassung vereinbar sind.

Bei der Einstellung zu dem antisemitischen Stereotyp, Juden seien „geld- und raffgierig“, stellten die Wissenschaftler eine ähnlich hohe Zustimmung von Linksextremen (34 Prozent) und Linksradikalen (13 Prozent) fest. Unter allen Befragten bejahten acht Prozent diese Aussage.“37

Aber bleiben wir nicht links stehen. Antisemitische Ressentiments gibt es genauso bei Mitgliedern bzw. Anhängern der Grünen, der CDU/CSU, der FDP, der Piraten und anderer Parteien. Es gibt sie bei Extremisten, aber auch bei Gemäßigten.

Die bereits erwähnte, im April des vergangenen Jahres veröffentlichte Studie zum aktuellen Antisemitismus bestätigt das.

Keiner, weder die CDU noch die SPD noch die FDP noch die AfD noch sonst jemand, ist in einer Position, sich einen moralischen Heiligenschein aufzusetzen. Keiner sollte so vermessen sein, sich einzubilden, er und seine Partei wären über jeden Zweifel erhaben und hätten es nicht nötig, vor der eigenen Haustür zu kehren.

Wie gesagt: der Antisemitismus steckt leider so tief drin in dieser Zivilisation, dass es die alten Ressentiments quer durch alle Schichten und politischen Lager nach wie vor gibt. Zum Teil finden wir sie in Gestalt des klassischen, primären Antisemitismus, weitaus häufiger aber in sekundären Formen wie im israelisierten Antisemitismus oder im Schuldabwehr-Antisemitismus.

Es ist widerlich, wie sich manche nach wie vor um diese Erkenntnis herum drücken. Das Bundesinnenministerium machte es sich da im September ganz einfach, indem es antisemitische Delikte einfach als „politisch motivierte rechtsextreme Straftat“ definierte. Wenn man dem bis in die letzte Konsequenz folgt, gibt es linken, in der Mitte verorteten und radikal-islamischen Judenhass also gar nicht.38 Wie praktisch!

Aber das ist nicht weiter verwunderlich in einer Zeit allgegenwärtiger Realitätsverweigerung und Verlogenheit.

Die AfD im Speziellen, aber eben auch die deutsche Gesellschaft im Allgemeinen muss endlich einen Weg finden, die noch existierenden antisemitischen Ressentiments abzubauen.

Ich halte das für machbar und für gar nicht so schwierig. Den israelisierten Antisemitismus beispielsweise kann man ganz einfach dadurch bekämpfen, dass man sachlich über den Israel-Palästina-Konflikt aufklärt. Der israelisierte Antisemitismus ist auf Verleumdungen und Verzerrungen aufgebaut. Wer sie entlarvt, entzieht ihm die Grundlage.

Der Schuldabwehr-Antisemitismus kann nur bekämpft werden, wenn die Deutschen endlich mit sich selbst Frieden machen. Wer zur Zeit des Dritten Reiches noch ein Kind oder noch nicht einmal geboren war, hat keinen nachvollziehbaren Grund, sich für das schuldig zu fühlen, was damals passiert ist. Es gibt eine historisch-moralische Verantwortung, das ja, aber keine ererbte Schuld. Es muss Schluss sein mit dem deutschen Selbsthass, der sich, wenn er zur Selbstaufgabe und zur Kapitulation vor islamischem Fundamentalismus führt, am Ende auch gegen die Juden wendet.

Der klassische, primäre Antisemitismus kann bekämpft werden, indem man darüber aufklärt, wie er entstanden ist, woher die zahlreichen Mythen kommen, aus denen er sich speist.

Das alles geht natürlich nicht über Nacht. Aber ich denke, es ist nicht kompliziert. Man braucht kein Genie zu sein, um zu erkennen, was jetzt getan werden muss.

Quellen:

  1. Achse des Guten, 22.12.2016: „Einer von 6.964 Deutschen ist ein gewaltorientierter Rechtsextremist“ von Gunnar Heinsohn http://www.achgut.com/artikel/jeder_6964._deutsche_ist_ein_gewaltorientierter_rechtsextremist
  2. Jerusalem Center for Public Affairs, 1.4.2004: „Anti-Semitism: Integral to European Culture“ by Manfred Gerstenfeld http://www.jcpa.org/phas/phas-19.htm

The Economist, 17.8.2006: „To Israel with hate — and guilt“

http://www.economist.com/node/7796479

Arutz Sheva – Israel National News, 23.3.2014: „Expert Says Anti-Semitism ‚Part and Parcel of European Culture’“ by Moshe Cohen http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/178788

  1. Mission Impossible: „Sekundärer Antisemitismus oder Schuldabwehr-Antisemitismus“ https://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/sekundarer-antisemitismus/
  2. The Jerusalem Post, 6.5.2017: „Study: 40% of Germans Hold Modern Antisemitic Views“ by Benjamin Weinthal http://www.jpost.com/Diaspora/Study-40-percent-of-Germans-hold-modern-antisemitic-views-489919
  3. Focus Online, 28.1.2015: „70 Jahre nach Auschwitz: Antisemitismus bleibt in Deutschland weit verbreitet“ https://www.focus.de/politik/deutschland/erschreckende-studie-veroeffentlicht-antisemitismus-ist-in-deutschland-weit-verbreitet_id_4434918.html
  4. Tichys Einblick, 22.7.2016: „Die Wurzeln des rotgrünen Utopismus in der Migrationskrise“ von Christoph Deldoma http://archive.is/6873n#selection-669.0-669.58
  5. Achse des Guten, 7.4.2016: „Katrin Göring-Eckardt – Die Stimmungskanone im grünen Haubitzenlager“ von Henryk M. Broder http://www.achgut.com/artikel/katrin_goering_eckardt_die_stimmungskanone_im_gruenen_haubitzenlager
  6. Elsässers Blog, 28.8.2014: „COMPACT 9/2014: Genozid in Gaza – Kriegsverbrecher Netanjahu“ https://juergenelsaesser.de/2014/08/28/compact-92014-genozid-in-gaza-kriegsverbrecher-netanjahu/
  7. „Jürgen Elsässer gegen die Israelisierung und Amerikanisierung des Abendlandes“

https://www.youtube.com/watch?v=obSqon-D2bU

  1. The Jerusalem Post, 28.1.2014: „Why Europe Blames Israel for the Holocaust: Post-1945 Anti-Semitism“ by Benjamin Weinthal http://www.jpost.com/Jewish-World/Jewish-Features/Why-Europe-blames-Israel-for-the-Holocaust-Post-1945-anti-Semitism-339571
  2. Henryk M. Broder: „Vergesst Auschwitz!: Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage“, Knaus-Verlag, 12. März 2012 https://www.amazon.de/Vergesst-Auschwitz-Erinnerungswahn-Endl%C3%B6sung-Israel-Frage/dp/3813504522
  3. Christopher Clark: „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“, DVA, 9. September 2013 https://www.amazon.de/Die-Schlafwandler-Europa-Ersten-Weltkrieg/dp/3421043590
  4. Christopher Clark: „Preußen: Aufstieg und Niedergang. 1600 – 1947“, DVA, 12. Februar 2007 https://www.amazon.de/Preu%C3%9Fen-Aufstieg-Niedergang-1600-1947/dp/3421053928
  5. Der Spiegel 33 / 2007: „Ein Bollwerk der Demokratie“

http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/52559391

 

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52559391.html

  1. Welt Online, 6.3.2012: „Die Endlösung der Israel-Frage“ von Henryk M. Broder https://www.welt.de/politik/ausland/article13903849/Die-Endloesung-der-Israel-Frage.html
  2. haGalil.com, 7.1.2016: „Erinnerung als höchste Form des Vergessens“

http://www.hagalil.com/2016/01/eike-geisel/

  1. Dr. Korenz Blog, 15.9.2017: „Jüdische Stimmen für die AfD ??“ von Dr. Rafael Korenzecher (Jüdische Rundschau) https://drkorenz.com/2017/09/15/juedische-stimmen-fuer-die-afd/
  2. Das politisch inkorrekte Wörterbuch: Friedenshetzer https://piwords.wordpress.com/2007/11/23/friedenshetzer/
  3. Lizas Welt, 21.7.2014: „Demagoge des Mainstreams“ https://lizaswelt.net/2014/07/21/demagoge-des-mainstreams/
  4. Huffington Post, 21.7.2014: „Offener Brief an Jürgen Todenhöfer: Ihr Auftritt in der ARD macht mich fassungslos“ von Charlotte Knobloch http://www.huffingtonpost.de/charlotte-knobloch/offener-brief-an-juergen-todenhoefer-ihr-auftritt-in-der-ard-macht-mich-fassungslos_b_5606004.html
  5. Dr. Korenz Blog, 15.9.2017, a.a.O.
  6. Achse des Guten, 5.8.2016: „Deutschland, ich bin verrückt nach Dir!“ von Orit Arfa http://www.achgut.com/artikel/deutschland_ich_bin_verrueckt_nach_dir
  7. Dr. Korenz Blog, 15.9.2017, a.a.O.
  8. Nicolaus Fest zum Antisemitismus (Veröffentlicht: 9.11.2016)

https://www.youtube.com/watch?v=37CJgSb1b_8

  1. Friends of Judea and Samaria in the European Parliament: Members Who Support Our Goals http://judeasamaria.eu/support/
  2. The Jerusalem Post, 25.9.2017: „The Rise of Germany’s Far-Right: Its Impact on Europe and Israel“ by Gol Kalev http://www.jpost.com/International/The-rise-of-Germanys-far-right-AfD-leader-sits-down-with-the-Post-505898

Breitbart, 28.9.2017: „German Populist Beatrix Von Storch Says ‘Israel Could Be a Role Model for Germany’“ by Thomas D. Williams http://www.breitbart.com/london/2017/09/28/german-populist-beatrix-von-storch-says-israel-could-be-a-role-model-for-germany/

  1. Welt Online, 6.4.2017: „AfD ist einer der wenigen Garanten jüdischen Lebens“ von Matthias Kamann https://www.welt.de/politik/deutschland/article163446354/AfD-ist-einer-der-wenigen-Garanten-juedischen-Lebens.html
  2. Welt Online, 24.4.2017: ‘„Antisemitismus ohne Antisemiten“ greift um sich‘ von Alan Posener https://www.welt.de/politik/deutschland/article163957692/Antisemitismus-ohne-Antisemiten-greift-um-sich.html
  3. Die Zeit, Nr. 16 / 1976: „Linker Antisemitismus ist unmöglich“ von Gerhard Zwerenz http://www.zeit.de/1976/16/linker-antisemitismus-ist-unmoeglich
  4. Von Vera Lengsfeld, 18.3.2017: „Ein Kolossaldenkmal in Trier für einen Antisemiten“ http://vera-lengsfeld.de/2017/03/18/ein-kolossaldenkmal-in-trier-fuer-einen-antisemiten/
  5. Steven Crowder: „Why „Democratic“ Socialism Doesn’t Work“ (Veröffentlicht: 31.3.2016) https://www.youtube.com/watch?v=-XgdtHewGR0

Steven Crowder: „Karl Marx Rebuttal: Debunking Communism from ‚The School of Life’“ (Veröffentlicht: 19.5.2016) https://www.youtube.com/watch?v=jFxWXbdqGIg

Paul Joseph Watson: „Why Capitalism is Great“ (Veröffentlicht: 12.1.2016) https://www.youtube.com/watch?v=Vc6PK7aqTO0

  1. Cicero Online: „Wie der Antisemitismus in die Linke kam“ von Timo Stein https://www.cicero.de/innenpolitik/wie-der-antisemitismus-die-linke-kam/42297
  2. The Tower Magazine, Issue 37, April 2016: „The Holocaust, the Left, and the Return of Hate“ by Jamie Palmer http://www.thetower.org/article/the-holocaust-the-left-and-the-return-of-hate/
  3. Jerusalem Center for Public Affairs: „The Cold-War Origins of Contemporary Anti-Semitic Terminology“ by Joel S. Fishman (Jerusalem Viewpoints, No. 517, 11-25 Iyar 5764 / 2-16 May 2004) http://www.jcpa.org/jl/vp517.htm

Fathom Journal, Summer 2017: „The Left and the Israeli-Palestinian conflict: The path to righteous hatred“ by Jamie Palmer http://fathomjournal.org/the-left-and-the-israeli-palestinian-conflict-the-path-to-righteous-hatred-2/

Fathom Journal, Summer 2017: „Antisemitism and Anti-Zionism in West Germany in the 1970s: Lessons for Today“ by Martin Jander http://fathomjournal.org/antisemitism-and-anti-zionism-in-west-germany-in-the-1970s-lessons-for-today/

  1. Michael Wolffsohn: „Israel, Brandt und die SPD“ https://www.wolffsohn.de/cms/images/Snippets_pdf/130616%20wams%20wolffsohn.pdf

Basler Zeitung, 5.1.2018: „Gabriel und das «Apartheid-Regime»“ von Benjamin Weinthal https://bazonline.ch/ausland/europa/gabriel-und-das-apartheidregime/story/13463512

  1. Welt Online, 11.7.2016: „Der unerklärte Krieg der DDR gegen Israel“ von Richard Herzinger https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article156939574/Der-unerklaerte-Krieg-der-DDR-gegen-Israel.html

Bundeszentrale für politische Bildung, 28.11.2006: „Antisemitismus in der DDR“ von Dr. Thomas Haury http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37957/antisemitismus-in-der-ddr

Bundeszentrale für politische Bildung, 28.3.2008: „Das Verhältnis der DDR zu Israel“ von Sebastian Voigt http://www.bpb.de/internationales/asien/israel/45014/ddr-israel?p=all

  1. Welt Online, 18.7.2016: „Der verschwiegene Antisemitismus der deutschen Linken“ von Marcel Leubecher https://www.welt.de/politik/deutschland/article157108767/Der-verschwiegene-Antisemitismus-der-deutschen-Linken.html
  2. MENA Watch, 16.9.2017: „So einfach kann man muslimischen Antisemitismus wegdefinieren“ http://www.mena-watch.com/so-einfach-kann-man-muslimischen-antisemitismus-wegdefinieren/

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*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.

www.conservo.wordpress.com   28.01.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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7 Antworten zu Gedanken über die AfD und den Antisemitismus

  1. Höcke hat der AFD sehr geschadet.Aber was er in der Denkmal Rede gesagt hat ist ja nichts anderes was im Spiegel etc. stand.
    Aber es geht noch besser.Lesen sie mal wie der Spiegel Helmut Schmidt verteidigte als dieser einen Streit mit Israel hatte und was er nach dem einem BESUCH IN BIRKENAU sagte!Ja und es ging da auch um die Geschichte,Wehrmacht und Co!
    http://homment.com/afd_hoecke_denkmal_der_schande
    Höckes Rede war nichts dagegen.Und wenn eine Kurdin heutzutage sagt das selbst SIE sich als Kind schuldig fühlt für die Verbrechen im 2WK und Kinder sagen das sie nicht mehr als Deutsche wiedergeboren werden wohlen(nachdem sie den 2 WK durchnahmen)dann dürfte da schon was dran sein was er gesagt hat,oder nicht?Das ist psychische Folter.
    Und selbst Ignatz Bubis war das Denkmal anscheinend ziemlich egal.

    Den Satz hätte er aber natürlich nicht sagen sollen(dann hätte die Rede auch niemandne int.).

    Den Ex-Kommunisten Gedeon hätte man aber sofort rausschmeissen sollen.Das ist halt einer der an VT glaubt.

    ps:Lesen sie mal die richtige Aufschlüsselung dieser Studie.:
    Die Studie „Die Mitte im Umbruch – rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012„ wurde von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst. Während wir in Fernsehberichten zu der Studie Nazi-Aufmärsche zu sehen bekommen, zeigt die Studie jedoch, in welchem Parteispektrum sich die meisten Antisemiten befinden: bei den SPD-Anhängern.
    https://luegen presse2.wordpress.com/2016/06/18/studie-enthemmte-mitte-eher-eine-enthemmte-luege/

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  2. wollesgeraffel schreibt:

    Ich möchte jedes Wort von Ihnen unterschreiben, möchte noch anmerken, daß der Antisemitismus neuer Prägung, als Antizionismus getarnt, mit den 68ern gewaltigen Auftrieb bekam. Gleichzeitig resultiert aus den 68ern der deutsche Selbsthaß. Meine Meinung ist, daß die 68er in ihrer überwiegenden Mehrheit die Kinder der Goldfasane sind. Jener Figuren aus der zweiten Reihe der NSDAP, die nach dem Krieg einfach weitermachten weil sie als Fachleute gefragt waren. Seit die 68er in der Bildungsbürokratie aufstiegen, werden unsere Jüngsten schon mit der Nazikeule traktiert. Hier geht es, so meine Meinung, darum die Schuld der Nutznießer des dritten Reichs auf andere abzuwälzen. Dafür werden die Nachgeborenen in Haft genommen und ihnen ein gesundes Verhältnis zur eigenen Geschichte unmöglich gemacht. Wenn ich mir diese unsägliche BDS Kampagnen ansehe, die grade von jungen Menschen aus der linksgrünen Ecke getragen wird, kann man den Erfolg der Indoktrination durch die Schule ermessen.

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  3. Fin schreibt:

    Das Lesen war mir eine Qual und an dieser Stelle riss mir das Hutband:
    „Höcke jedenfalls scheint zu denen zu gehören, die aufgrund der NS-Zeit einen Knacks mit sich herumtragen. Er lebt ihn aber nicht durch deutschen Selbsthass aus, sondern auf eine andere, ungesunde Weise.“

    Deutscher Selbsthass ist also die gesunde Weise???
    Wie kann Hass gesund sein?
    Ich las selten einen Text mit soviel Konjunktiv und wer im Konjunktiv argumentiert und gleichzeitig nach Beweisen ruft… – nun denn.

    Björn Höcke und ich waren nicht dabei. Ich mag Denkmäler, die etwas abbilden, das mir optisch sagt, um was es geht. Beton der an ein Weizenfeld erinnern soll, erinnert mich eben in erster Linie an Beton. Das ist meine (subjektive) Wahrheit. Wenn Höcke sagt, es sei schändlich – ja da kann ich folgen. Beton nimmt man zum Fertighausbau – Denkmäler aus Beton wirken wertlos, hingeknallt, lieblos, mühelos, ehrlos – schändlich.
    Es ist aber auch schändlich heutiges Leben büßen zu lassen für etwas, das Altvordere getan haben sollen. Deswegen verweigere ich mich Aussagen zur Kollektivschuld.

    Ich habe mit der NS-Zeit kein Problem. Ich habe mit den Kreuzrittern kein Problem. Mit der Inquisition kein Problem. Alles sind geschichtliche Abschnitte vor meiner Zeit als deutscher Christ. Ich kann daran nichts ändern. Ich stehe im hier und heute.

    Vielleicht hat Björn Höcke einfach nur gar keinen „Knacks“, denn ich habe auch keinen. Ein Schuldiger oder gar Selbsthassender kann nicht frei sein. Einer der nicht frei ist, kann nicht frei handeln und entscheiden.
    Wenn Höcke diese Freiheit hat, empfiehlt der Autor ihn für die höchsten Ämter.

    Fazit: Wir müssen unbedingt lernen EHRLICH und OFFEN Probleme DIESER Zeit zu bereden. Ich will keine Zensur meiner oder deiner Worte oder meines oder deines Denkens. Ich wähle die AfD nicht, weil sie das noch nicht gelernt hat – der Autor wird sie nicht mehr wählen, wenn sie es hat.

    Möge der Autor sich weiterhin selber hassen und in seiner Unfreiheit verbleiben. Weder Björn Höcke noch ich wollen ihn davon abhalten, nur wir tun es eben nicht. Das hat aber nichts mit Antiirgendwas zu tun sondern mit dem natürlichen Bestreben frei sein zu wollen.

    „Der Mensch wird nicht frei geboren, er wird geboren, um frei zu werden.“ —
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831)

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  4. janwog schreibt:

    Ich betrachte progressive linke Juden als Fake Juden, die oft auch Israel verraten. Schuster und Knobloch sind alte Sozialisten, die sich auf ihre Shoa Vergangenheit Kapital holen. Aber gerade diese schaden den Zionismus, für die widme ich den folgenden Spruch:
    למלשנים לא תהי תקוה וכל הרשעה כרגע תאבד (Oh Herr lass den Verleumdern keine Hoffnung und zerstöre das Böse in einem Augenblick)

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  5. Aufbruch schreibt:

    Der Artikel lässt mich auch etwas ratlos zurück. Warum hängt man der AfD immer mehr an, vor allem Nachteiliges, was bei anderen Parteien geflissentlich übersehen wird. Die AfD hat ganz klar auch im Bunsestag Stellung bezogen zum Antisemitismuis und ihn zutiefst verurteilt. Die AfD hat zum Teil schmerzliche Reinigungsprozesse durchlebt und Leute wie Höcke dahin gestellt, wo sie hingehören. Jedenfalls auf Bundesebene nicht an verantwortliche Stelle.

    Es ist nun mal so, dass man bei der AfD in den Krümeln sucht. Wenn man etwas, und sei es noch so geringfügig, gefunden zu haben glaubt, wird es zu einer Staatsaffäre aufgebauscht. Wenn ein AfD-Politiker dem politischen Islam, der die Scharia zum Maßstab erhebt, die Religionseigenschaft abspricht, ist er nach Ansicht der Etablierten zum Bundestagsvizepräsidenten nicht geeignet. Was ist das für ein Religions- und Rechtsverständnis? Wenn aber eine Grüne Deutschland mit Sprüchen wie Deutschland verrecke und Deutschland, du mieses Stück Scheiße, verunglimpft, ist diese es sehr wohl. Wo leben wir hier eigentlich?

    Zurück zum Antisemitismus. Die Scheinheiligkeit der politischen Debatte hierüber ist unübersehbar. Ausgerechnet diejenigen, die nicht genug Migranten aus islamischen Ländern ins Land holen können, erregen sich über den zunemenden Antisemitismus hierzulande. Ein Antisemitismus, der bewusst nach Deutschland importiert wird, da diese Menschen den Antisemitismus mit der Muttermilch eingesogen haben. Zu glauben, dass der hier nicht virulent wird, ist naiv. Die zunehmenden Vorfälle beweisen es. Nein, nicht der Antisemitismus der Deutschen nimmt zu, sendern der importierte. Nur wird das, wie so vieles, verschwiegen und ins Umgekehrte verdreht. In Deutschland hat man, bis auf einige Narren, die es wohl überall gibt, aus der Geschichte gelernt und dem Antisemitismus abgeschworen. Gott sei Dank.

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  6. JOHN PETER SCHAUB schreibt:

    „Der Masterplan zur Islamisierung aller Länder!“ Ein Lesemuss für alle politischen Entscheider !

    https://michael-mannheimer.net/2018/02/02/der-masterplan-zur-islamisierung-aller-laender-ein-lesemuss-fuer-alle-politischen-entscheider/

    „Der Masterplan zur Islamisierung aller Länder!“ Ein Lesemuss für alle politischen Entscheider !

    Wer diesen Artikel gelesen hat, wird den Islam verstehen. Wer ihn nicht liest, zeigt, dass er kein Interesse an diesem Thema hat.

    Der Artikel von Doris Auerbach (Lesedauer 12 Minuten) bestätigt alles, was ich in den letzten 12 Jahren über den islam geschrieben habe. alles, was ich in inzwischen tasenden Artikeln und hunderten Büchern über ihn gelesen habe. Alles, was ernstzunehmende Islamwissenschaftler über den Islam sagten und schrieben.
    Er bestätigt, dass der Islam die Weltherrschaft anstrebt. Und er zeigt, wie er dies tut.

    Die Vorzüge dieses Artikel sind:

    1.) Eine klare, für jeden verständliche Sprache
    2.) Unmissverständliche und wissenschaftlich bewiesene Aussagen dazu
    3.) Die Zitierung von Weltexperten zum Islam wie dem deutschen Orientalisten Hans-Peter Raddatz, Hamed Abdel-Samad oder der führenden Islam-Expertin Bat Ye’Or
    4.) Klare Darlegung der Strategie des Islam zur Eroberung Deutschlands und Europas
    5.) Zahlreiche Beispiele, wie und wo dies geschieht
    6.) Das Versagen der Parteien
    7.) Das Aufzeigen der historischen Schuld der gutmenschlichen „Welcome-Refugee“-Jubler.

    Wer diesen Artikel wirklich gelesen und studiert hat, ist sofort Islamexperte.

    Zwar nicht der ersten Kategorie, doch zumindest Experte darin, was die wahren Ziele des Islam anbetrifft. Er wird in Diskussionen nicht mehr schlagbar sein. Was jedoch nicht, wie manche erwarten mögen, zu einem Einlenken oder gar zu einer Zustimmung mit Islamapologeten führen wird, sondern viel wahrscheinlicher zu einer gewaltigen Verstimmung, ja Aggression bei ihnen.

    Diskussionen mit Linken zu diesem Thema oder gar Moslems sind in 99,9 Prozent der Fälle zwecklos. Beide, Moslems und Linke, tragen die typischen Anzeichen ideologisch verbohrter Menschen: Beide sind fakten- und erkenntnisresistent.

    Doch er wird neue Islamkritiker gewinnen. Diese sind oft jene Zuhörer, die nichts oder nur wenig sagen. Und sich ihren Teil denken. Dennoch: Ich warne darüber hinaus, solche Diskussionen im Freundeskreis zu führen. Wenn dieser nicht eh schon islamkritisch ist, wird man seine Freunde verlieren. Das muss nicht sein – es sei denn, man will sich mit Freunden, die angesichts der tödlichen Bedrohung Deutschlands nicht mit dieser befassen wollen, nicht länger umgeben.

    Lesen sie nun! Und verschicken Sie diesen Artikel vor allem an AfD-Politiker. Vergessen sie die übrigen Politiker der Altparteien. Wer dort heute noch Politiker ist, wer seine Partei nicht längst verlassen hat oder in den partei-internen Widerstand gegangen ist, der ist kein Opfer, sondern Täter. Und wird sich für solche Informationen wie die folgenden nicht interessieren.

    Und kommentieren Sie. Denn Ihre Kommentare werden von zehntausenden Menschen gelesen.

    Michael Mannheimer, 2.2.2018

    ***

    Der Masterplan zur Islamisierung aller Länder

    „Alle reden von der schleichenden Islamisierung der westlichen Welt, doch nie gibt es eine entsprechendeÜbersicht!“ Dies die Feststellung des »VertraulichenSchweizer Briefs« vom 22. Juli. Eine solche hat das Bulletin jetzt erstellt und gleichzeitig den Versuch einer entsprechenden Deutung gewagt:
    „Wir sehen hinter all diesen Bemühungen klar die Handschrift Saudi-Arabiens!“
    Sie haben auch den Slogan kreiert: Deutschland soll bis in 10 Jahren mit 2000 Moscheen überzogen werden, und bis 2035 sollen mehr Moscheen als christliche Kirchen das Land überdecken.

    Das zeigt deutlich, dass die Stoßrichtung nach Deutschland zielt – mit der interessanten Begründung, dass diese Arbeit in Frankreich bereits in vollem Gange sei und der ganze Vorgang der Islamisierung dort bereits ›irreversibel‹ sei.

    Nach der Lektüre unserer Analyse werden Sie wissen, woher die wahren Bedrohungen der nächsten Jahre kommen.

    Während der 1960 in Südafrika geborene, in Rhodesien aufgewachsene und 1977 zum Christentum konvertierte Theologe Dr. Peter Hammond, ein ausgezeichneter Kenner des Islams und seiner Strömungen, in seinem Buch ›Slavery, Terrorism andIslam–The Historical Roots and Contempory Threat‹ erstmals eine umfassende Deutung des Islams bot, handeln wir nachfolgend den ›Kriegsplan‹ der obersten Islam-Gelehrten der federführenden Saudis ab.

    Da dieser in den Koranschulen nur für angehende ›westliche‹ Imame vorliegt,aber als Dokument selbst nie abgegeben wurde, ist er bisher nicht bekanntgeworden. Die ›Eroberung der Welt durch den Islam‹ ist in verschiedene Stufen aufgeteilt und beinhaltet einen minutiösen Plan.Wenn wir diesen lesen, wissen wir auch, warum darin versprochen wird, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung ›am Ende dieses Jahrhunderts –valso bis 2091– islamisiert sein wird‹ und die verbleibenden Ungläubigen in den darauffolgenden Jahrzehnten konsequent ›eingefangen werden und konvertieren müssen‹.

    Der Islam wird als religiöse, rechtliche, politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und militärische Einheit bezeichnet.

    Die Islamisierung im Westen und in anderen Gebieten beginnt, wenn in den anvisierten Ländern genügend Muslime Fuß gefasst haben, damit die Missionierung beginnen kann.

    Der Start ist unauffällig langsam.

    Solange die Muslimbevölkerung um oder unter 3 % liegt, verhält sich diese alsfriedliebende Minorität stil a lso keinesfalls als Bedrohung für den Rest der Bevölkerung. Das ist derzeit in folgenden Ländern der Fall; angegeben ist der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung:

    – USA: 2.0%
    – Australien 2.5%
    – Kanada 2.8%
    – Norwegen 2.8%
    – China 2.9%
    – Italien 2.5%

    In der zweiten Phase, zwischen einem Anteil von 3 bis 8 %, beginnt die konsequente Missionierung!

    – Zuerst konzentriert sich diese auf verunsicherte Jugendliche auf der Strasse und in den Gefängnissen und Haftanstalten:
    – Diese erreichen in Dänemark 5.0 %, in Deutschland 6.7 %, in Grossbritannien 7.7 %, in Spanien 8 % und in Thailand 7.6 %.

    Bei einem Anteil von über 8 % an der Gesamtbevölkerung wird es ernst:

    – Die Einführung von nach islamischer Vorschrift geschlachtetem Halalfleisch wird imperativ verlangt, ebenso eigene Schlachthöfe mit eigenen Angestellten.
    – Der auf die Supermarkt-Ketten ausgeübte Druck zum Verkauf von Halalfleisch wird ständig erhöht werden, [Boykottdrohungen, etc.]:

    Diese Phase wird derzeit in Frankreich [12.0 %], in Schweden [8 %], in der Schweiz [8.3 %] und in den Niederlanden [8.5 %] durchgespielt.

    Ab diesem Punkt wird der Würgegriff weiter angezogen: Sie werden darauf drängen, in ihren Ghettos, die, wie es heißt, in Frankreich von der Polizei nicht mehr betreten werden, die Scharia einzuführen, immer mit dem Endziel, diese weltweit als einziges Grundgesetz durchzusetzen.

    Ab einem Bevölkerungsanteil von 15% und mehr wird ein wichtiger weiterer Schritt darin bestehen, die ›Gesetzlosigkeit‹ als Waffe gegen die ›Unterdrückung‹ derbestehenden Regierung einsetzen.

    In den Pariser Banlieues hat man diese ›Gesetzlosigkeit‹ mit dem Verbrennen von Hunderten von Autos geübt und durchexerziert.«[1]

    Wie einem Bericht von Katja Wolters vom 22. Juli zu entnehmen ist, haben etwa 30 türkische CDU-Mitglieder eine Islam-Initiative, ›Muslime in der Union‹ gegründet, die ›MIDU‹.Wer etwa glaubt, dass dadurch endlich eine Islamaufklärung aus den Reihen der Union käme, wird enttäuscht. Es handelt sich hier um eine ›Islamlobby konservativster Prägung‹.

    Wie deren Sprecher, Cihan Sügür, erklärt hat,

    »ist es unser Ziel, eine positive Gegenöffentlichkeit zu schaffen, weg von den emotionalen Debatten rund um Kopftuch und Radikalismus.«3

    Hierzu die ›Preußische Allgemeine‹:

    »Liberale Erdogan-Kritiker, türkische Aleviten, Kurden oder Muslime, die für die von der CDU mit eingebrachte Armenien-Resolution gestimmt haben,finden sich in dieser Initiative nicht.«

    Zu der Eröffnungsveranstaltung waren neben dem Zentralrat der Muslime auch Repräsentanten der ›Ditib‹, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, sowie der ›Atib‹, die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine, in Europa, geladen!

    Wie die Autorin im Weiteren vermerkt,

    »sollen die türkischen Indoktrinationsanstalten bald mit 900 Erdogan-Imamen auf gestockt werden.Sügür nimmt die fünfte Kolonne Ankaras in Schutz:

    ›Alle verlangen plötzlich, die sogenannten Import-Imame zu verbieten und verkennen dabei die Realität, daß die Moscheegemeinden sich hier in 60Jahren eine Infrastruktur aufgebaut haben, die ihresgleichen sucht. Integrationsprobleme heute den Imamen aus dem Ausland in die Schuhe zuschieben, finde ich zu einfach‹.«[2]

    Sügürs Arbeitskreis will sich also offensichtlich der in der CDU angeblich fehlenden ›Kompetenzen‹ in islamischen Fragen annehmen. Bedenklich wird es für mich, wenn er uns erklären möchte, dass»das Kernproblem der gegenwärtigen Debatten um den Islam der fehlende Zugang der Parteien zur muslimischen Basis ist«,womit er wohl die essentiellen Grundrichtlinien seiner Religion meint.

    Als ob sämtliche mit dem Islam zusammenhängenden Fakten nicht längst in Publikationen ausgewiesener Kenner vorlägen, zu denen in erster Linie auch Hamed Abdel-Samad, der Autor des Buches ›Der islamische Faschismus–Eine Analyse‹, zählt. Insofern kann von einer diesbezüglichen Ignoranz schwerlich die Rede sein.

    »Wir bieten«,zitiert Katja Wolters die Aussage von Sügür,»unserer Parteieinen exklusiven Zugang an, damit die CDU auch in Zukunft die Partei derMitte bleibt.«

    Das wird sich weisen; dass sich der Sprecher seiner Sache hier keineswegs sicher sein kann, dürfte das Wahljahr 2017 erbringen.

    »Während der Gründungsveranstaltung der christdemokratischen Muslime«,so Wolters, »hatte sich eine junge Rednerin mit Kopftuch bei CDU-Generalsekretär Peter Tauber explizit für dessen Zuspruch bedankt.«

    Tauber, hieß es, fände die Initiative ›Klasse‹, was er allerdings im Nachhinein – wahrscheinlich auf Grund eines kritischen Berichts von ›Report Mainz‹, abgestritten hat. Auf der Gründungsversammlung erschallten laute ›Allahu akbar–Allah ist der Größte‹-Rufe.

    Hier wüsste man gerne, in welcher Beziehung die Mitglieder der ›MIDU‹ eigentlich noch mit einer sich als christlich bezeichnenden Partei stehen können.

    In Kenntnis aller Schritte, die darauf abzielen, den Islam zu fördern, muss eine Neugründung dieser Art notgedrungen zu der Frage führen, ob es hier womöglich darum geht, der Infiltration eine Schneise zu schlagen, um die islamischen Interessen voranzubringen.

    Laut der ›Preußischen Allgemeinen Zeitung‹, erklärten die Gründungsmitglieder,viele davon kopftuchtragende junge Frauen, gegenüber der hoch interessierten Presse, dass sie sich als konservative sunnitische Muslime verstehen, die das»konservative türkische Milieu«, das traditionell die Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan unterstützt, ansprechen wollen.

    »Obwohl die drei monotheistischen Religionen aus gemeinsamer›abrahamitischer‹ Wurzel stammen sollen«,erklärt Hans-Peter Raddatz in seinem Aufsatz ›Mit dem Islam zurück in die totalitäre Zukunft?‹[3],»wird die radikale Abspaltung des Islams möglich bzw. nötig, weil sie das islamische Recht mittels Toleranz und Religionsfreiheit als absolutistisches Herrschaftsmittel und Ideal des Neo-Extremismus aktiviert und mithin die Auflösung von Demokratie und Rechtsstaat erleichtert.

    Daß dies gemeinsamer Wille der Euro-Eliten ist, bestätigt wiederum deren Sprache, die alles abwehrt, was diesen ›Frieden‹ stören könnte und mit der Kanalisierung des Dialogs in einen faktischen Monolog die plausible Information durch erzwungene Desinformation ersetzt.

    Daraus versteht sich wiederum von selbst, daß Gewalt seitens der friedlichen Muslime immer nur von den arroganten, gnadenlosen und rassistischen Ungläubigen provoziert worden sein kann.«

    Wie Raddatz darlegt,

    »müssen gerade die integrierten Muslime in jedem Falle besonders unauffällig sein, denn die Scharia fordert mit dem Gehorsam gegenüber Allah auch die Vortäuschung der ›Integration‹ in den Westen, um ihn umso ›unauffälliger‹ angreifen zu können.«

    Der Axttäter von Würzburg erschien durch dieses Objektiv besonders ›integriert‹, weil er einen Sprachkurs besuchte und in einer Pflegefamilie lebte. Wie sich das mit einer selbstgemalten ISIS-Fahne und dem (Ab)Schlachtruf ›Allahu akbar‹ vereinbart,wurde in den Bild-und Wortmühlen der Plapper-Schienen so zu einer unaus-weichlichen wie ideologisch gewünschten Makulatur.

    Daß dem Angriff vier Hongkong-Chinesen zum Opfer fielen, ging im audiovisuellen Getöse unter, war aber von islamisch trefflicher Konsequenz.

    Denn alle Nichtjuden und Nichtchristen sind die bösesten Ungläubigen überhaupt und können sofort getötet werden, die Juden und Christen als Schriftbesitzer dagegen ›nur‹ dann, wenn sie den koranischen Tribut in Geld und Demut verweigern – übrigens einer der besonders ernst gemeinten Dialog-›Beweise‹ für die Toleranz des Islams.

    Der bayerische Innenminister hatte sich (als CSU-Fraktionschef) diesem Prinzip schon 2005 gebeugt, als er den Schulen empfahl, die Kinder täglich alternierend Gott und Allah anbeten zu lassen.

    Dennoch (oder deshalb) erschien ihm der Würzburger Axt-Anschlag als noch zu prüfendes ›Rätsel‹, weil ihm sein Gott-Allah-Muster keine Fälle lieferte, in denen ein einheimischer Bürger mit einem ›Gott ist der Größte‹ über irgendwelche Fremden, geschweige denn Muslime, hergefallen wäre.

    Von Demokratie, wie sie die Verfassung formal vorgibt, kann bei diesem Minister und der gesamten ›Elite‹ natürlich keine Rede mehr sein.

    Im Gegenteil: Indem man die Religion in den Staat zurückzwingt, verweigert man dem bürgerlichen ›Volkssouverän‹ jede Mitsprache über die eigene Zukunft und hebt zugleich die hart erkämpften Menschenrechte auf. Welche Art von Demokratie ›eigentlich‹ gemeint ist, läßt sich am Putsch in der Türkei bzw. dessen›Säuberung‹ ablesen.«

    In seinem Folgeaufsatz mit dem Titel ›Das Dilemma der terrorfreien Immigration‹[4] vermerkt Raddatz zu dem etablierten Begriff ›Neo-Kult‹:

    »Dieser bedingt, daß seine Vertreter in den Zuwanderern Allahs umso sicherere Heilsgaranten erkennen, je konsequenter diese die staatliche Freiheit für den Koran nutzen, der in vielen Passagen die Bekämpfung und Beseitigung der Ungläubigen, also der einheimischen Bürger, legitimiert und so zur Radikalisierung der Institutionen beiträgt.

    Insofern dieser spätestens seit dem 9/11-Anschlag endgültig am OIC-Manifest von 2005 ›orientierte‹ Kontext ins Zentrum der EU-Politik und ihrer Staaten gerückt ist, haben die ›Verantwortlichen‹ zwangsläufig die Funktion von Salon-Islamisten übernommen, die ihre Ämter scheindemokratisch maskieren, sich aber für den islamzentrierten Wandel einsetzen.«

    Zu den Geschehnissen im Münchner Olympia-Zentrum hält Raddatz fest:

    »Wie alle Mörder im Namen Allahs hatte auch dieser Täter, bevor er im Bereich des Einkaufszentrums 9 Personen, darunter etliche Jugendliche, erschoß, seine Tat mit dem kultischen Weiheruf ›Allahu akbar‹ eingeleitet.

    Diese Generalformel bzw. Patentlizenz des Islams zur ›Ausmerzung‹ islamwidriger Elemente überträgt bereits mit einfachem Aussprechen die magische Kraft Allahs auf den Akteur. Sie befreit von jeder Verantwortung,weil sie den Tätern etwaige, aber unwahrscheinliche Skrupel nimmt, indem es allein Allahs Gnade ist, die ihre Hirn-und Handfunktionen führt (Koransure8:17). ……

    Die Religionsfreiheit wird so zur ›demokratischen‹ Gewaltlizenz, die die früheren Rechtsschranken überwindet, so daß die Turbo-Immigration von 2015/16 die einflußreiche Gnade Allahs in Gestalt sprunghaft ansteigender Gewalt an den Ungläubigen deutlich werden ließ.«

    Raddatz zufolge trägt Deutschland mit zwei Dritteln den Löwenanteil der islamischenImmigration–mitsamt deren Kosten und Gefahren.

    Was die erwähnte ›Organization of Islamic Conference‹(OIC) betrifft, so sei hierzuauf den Artikel »Europa und das kommende Kalifat« verwiesen, in dem insbesonderedie Zusammenarbeit Brüssels mit dieser Organisation vermerkt ist.http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=2211

    Mit den in der BRD vergebenen diversen Toleranzpreisen ist jetzt das AfD-Bundes-vorstandsmitglied Alice Weidel hart ins Gericht gegangen. Wie sie erklärt!

    »ließen Verleihungen von ›Integrationsbambis‹ einen Blick auf die Verblödung und Gleichgültigkeit der Nomenklatura zu, wenn solche Preise an Personenkreise gingen, die genau für jene Probleme stehen, welche eine gescheiterte Integration mit sich bringe!«

    Besonders bedenklich ist es für Weidel, Organisationen von staatlichen oder halb-staatlichen Einrichtungen mit hochdotierten Preisen auszuzeichnen, wenn diese gleichzeitig Kontakte zu verfassungsfeindlichen Milieus pflegen; so nennt sie z.B.den Deutsch-Islamischen Vereinsverband Rhein-Main e.V. (DIV), dem Mitglieder der islamistischen Muslimbrüder, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, angehören!

    »Und gerade dieser Verein sei als Preisträger aus dem Wettbewerb ›Aktivwerden für Demokratie und Toleranz‹ hervorgegangen!«

    Die von den Kirchen seit langem an den Tag gelegte Beeinflussung der Öffentlichkeit zugunsten des Islams erhält mit schöner Regelmässigkeit ›neue Nahrung‹.So sind jetzt auf der Allianzkonferenz der Evangelikalen in Bad Blankenburg – ganz im Rahmen der bunten Friedenseuphorie christlicher Gutmenschen – mahnende Weisungen der Liebe erteilt worden:

    »Muslime sind Menschen, die sich nach Frieden und Liebe sehnen. Christen sollten sich nicht von denjenigen beeinflussen lassen, die Stimmung gegen Muslime machten!«

    Was dadurch zu ergänzen wäre, dass sich die Muslime ihrerseits nicht von zu Gewalt gegen Christen aufstachelnde Imame beeinflussen lassen sollten.

    Die von Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner aus Linkenheim-Hochstetten in großer Zahl an Mitglieder der Bundesegierung gerichteten Briefe scheinen bei diesen, wie nicht anders anzunehmen, wirkungslos zu versanden. Andernfalls wäre längst eine Wendung zu registrieren. So weist sein am 26.07.2016 an den Innenminister Thomas de Maizière gesandtes offenes Schreiben[5] auf folgende Fakten hin:

    »Frau Angela Merkel täuscht die Bevölkerung bezüglich des Islams und gefährdet den Fortbestand des Rechtsstaats. Jeder Moslem ist durch den Koran, der für ihn verpflichtend ist, dazu legitimiert, Nichtmoslems zu töten. Frau Merkel weiß das, trotzdem behauptet sie lügenhaft, der Islam gehöre zu Deutschland!

    Frau Merkel weiß auch genau, daß die Funktionäre des Islams die UN-Charta der Menschenrechte, also die Grundlage des freiheitlichen-demokratischen Rechtsstaats, bekämpfen und das Grundgesetz durch die islamische Scharia ersetzen wollen!

    Seit 1997 wurden von Moslems 5756 Menschen bei Anschlägen aus religiösen Gründen ermordet. Hinzu kommen jährlich 5000 islamische ›Ehrenmorde‹ sowie eine sehr große Anzahl von Christen, die jährlich in islamischen Ländern um ihres Glaubens willen ermordet werden!

    Eine Beendigung der Bedrohung der Bevölkerung durch islamische Terroranschläge kann erst dann erfolgen, wenn Frau Merkel zurücktritt, die Verfassungswidrigkeit des Islams vom Bundestag erkannt wird und entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden. Frau Merkel lenkt offensichtlich die Medien und verdrängt die Realität!

    Mit besorgten Grüssen

    Hans Penner

    Den Worten von Nicolaus Fest zufolge »bedroht der Islam unsere Freiheitsrechte«!

    Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der›Bild am Sonntag‹ hatte sich schon im Juli 2014 der Kritik ausgesetzt, als er dort den Kommentar ›Islam als Integrationshindernis‹ veröffentlichte. In diesem hieß es u.a.:

    »Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mitmuslimischem Hintergrund! Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islams für Frauen und Homosexuelle!«

    Ferner: »Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht!«

    Womit er sicherlich zahlreichen Lesern, zu denen ich mich selbstredend zähle, aus dem Herzen gesprochen hat. Nachdem ihm Rassismus und das Schüren von Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen worden war, verliess er das Blatt und publiziert heute auf seinem eigenen Blog![6]

    Für Nicolaus Fest

    »bedroht der Islam alles, wofür unser Gemeinwesen steht:

    Freiheitsrechte,Individualismus, Gleichberechtigung–u nd ich kann nicht erkennen, daß Aussicht besteht, ihn zu demokratisieren. Wenn das so wäre, müßte der Euro-Islam großen Zulauf haben, und nicht die Salafisten.«

    »Tatsächlich«, so Fest ferner, »ist Islamkritik so wenig fremdenfeindlich wie die Varusschlacht oder der Kampf der Azteken gegen die Spanier. Im Gegenteil: Wenn das Fremde unsere freiheitlich-demokratische Grundordnungbedroht, dann wird ›Fremdenfeindlichkeit‹ zur gesellschaftlichen Pflicht. Das ist die Konsequenz des republikanischen Appells: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!«

    Nach dem Massaker in Nizza schreibt Fest unter dem Titel ›Warum tun wir uns dasan?!‹:

    »Nach jedem Anschlag die ewig repetierte Formel der öffentlichen Trauer,warum erneut Menschen sterben mußten.«

    »Wer so fragt«,sagt Fest, »versteht den Haß der Täter nicht, oder richtiger: Er will ihn nicht verstehen, seine Wurzeln nicht erkennen, die Handlungsvorgaben des Korans nicht zur Kenntnis nehmen.

    Anders als bei Amokläufen ist der von Dschihadisten gestreute Tod nicht Folge einer mentalen Störung,eines ›Ausrasters‹;

    Er ist das kühl kalkulierte Mittel zur Destabilisierung. Es ist eine Kriegshandlung.

    Der Dschihad soll das Land der Ungläubigen in ein ›Haus des Krieges‹ verwandeln, wie es der Koran verlangt. Nichts liegt offener zutage als diese Motivation. Richtiger wäre ein anderes ›warum‹, nämlich die Frage, warum sich der Westen dies antut, warum er den Islam auf demeigenen Territorium duldet.«

    Fest führt die stets wiederholten Aufrufe islamischer ›Rechtsgelehrter‹ an,

    »daß man den Westen erobern und vernichten wolle; es gibt die weiterhin existierenden Todesurteile gegen den Schriftsteller Salman Rushdie, die Journalistin Ayaan Hirsi Ali, den Karikaturisten Kurt Westergaard, an deren Ernsthaftigkeit, das zeigte der Anschlag auf Charlie Hebdo, nicht zu zweifeln ist!

    Was mancher als ›Bereicherung‹ sehen will, ist tatsächlich das genaue Gegenteil; und ein ›Geschenk‹ ist diese Zuwanderung nur für Trojaner. Hinzu kommt der Hang der Muslime zu Segregation, wie sie in allen europäischen Ländern zu beobachten ist: Muslime bleiben unter sich. Auch dies trägt zu ihrer intellektuellen wie gesellschaftlichen Rückständigkeit bei.«[7]

    Auch der ungarische Erzbischof Gyula Marfihat im April auf einer Tagung in seiner Bischofsstadt Veszprem vor einer Islamisierung Europas gewarnt. In einem jetzt im Juli erfolgten Interview hat er diese wiederholt:

    »Es sei kein Zufall, daß es diesen ›enormen Migrationsdruck‹ auf Europa gebe.« So erklärt er, dass der Eroberungswille von Seiten der Muslime dabei eine Rolle spielen könne. Was jedoch weitaus schwerer wiegt, ist seine Aussage:

    »Aber auch die großen Mächte unterstützen ihn!«

    Der Migrationsdruck auf Europa habe nicht vordringlich die Gründe,»die man uns glauben machen will«, sondern» ganz spezifische Zwecke: Wer nur von den angeblichen Gründen spricht, der lügt. Überbevölkerung, Armut oder Krieg spielen nur eine zweit-oder drittrangige Rolle!«

    Anlässlich der obengenannten Tagung hatte Marfi ferner erklärt:

    »In der Scharia können wir lesen, daß die ganze Welt dem Dar al-Islam zu unterwerfen ist. Das steht so geschrieben; die Muslime haben das auswendig zu lernen, sie haben nicht darüber zu diskutieren, und schon gar nicht dürfen sie diesen Auftrag in Frage stellen. Sie haben einfach zu tun, was geschrieben steht. Derzeit ist ihr Ziel die Eroberung Europas!«

    Im Verlauf des mit Andras Kovacs für die katholische Zeitung ›Riscossa Cristiana‹ geführten Gesprächs antwortete der Erzbischof auf die Frage, ob er ernsthaft glaube,dass auch Menschen, die Tausende von Kilometern mit Kindern zurücklegen,unseren Kontinent erobern wollen:

    »Ich bin mir sicher, daß sie auch ein solches Ziel haben, aber natürlich kommen sie nicht nur deshalb. Ein Teil sieht diesen Auftrag schon jetzt, das wissen wir. Ein anderer Teil kann ihn schon morgen sehen, sobald sie sich bei uns etabliert haben, weil das der Auftrag ihrer Religion ist. Es gab immer Kriege und Naturkatastrophen!

    Die Tatsache, daß jetzt ein so großer Migrationsdruck auf Europa ausgeübt wird, kann daher kein Zufall sein. Dafür kann ein Eroberungswillen eine Rolle spielen. Die Einwanderung wird, wie man weiß, von den islamisch-arabischen Banken unterstützt und die islamisch-arabischen Staaten wollen in Europa Moscheen bauen!

    Dieselben Staaten lassen die Migranten nicht nach Katar, Saudi-Arabien oder in die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie geben ihnen aber Geld und fordern sie auf, nach Europa –zu uns zu wandern!

    Ich denke, daß diese Wanderungsbewegung nicht vordringlich die Ursachen hat, die man uns glauben machen will,sondern spezifische Zwecke verfolgt. Dazu gehören zum Beispiel die Destabilisierung Europas und des Euros, denn dabei finden sie auch die Unterstützung der USA !

    Der dritte Zweck betrifft die Arbeitskraft in einigen Staaten der Europäischen Union. Die multinationalen Unternehmen brauchen aus wirtschaftlichen Gründen Arbeits-und Konsumkraft, mit anderen Worten, sie brauchen moderne Sklaven.«[8]

    Es sei hier noch einmal die bereits verschiedentlich vorgestellte Aussage des in Katar ansässigen einflussreichen islamischen Rechtsgelehrten und Vorsitzenden des ›European Council for Fatwa and Research‹, des Ägypters Yusuf Al-Qaradawi, wiederholt:

    »Was zu tun bleibt, ist Rom zu erobern.«

    Wobei mit Rom natürlich der Westen gemeint ist.

    »Das bedeutet, dass der Islam zum dritten Mal nach Europa zurückkehren wird, nachdem er dort zweimal vertrieben wurde. Die Eroberung durch Bekehrung ist es, was wir erhoffen. Wir werden Europa und Amerika erobern! Nicht durch das Schwert, sondern indem wir die Menschen bekehren.«

    Hierzu die Ausführungen von Roberto de Mattei, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität in Rom, der diese unter dem Titel ›Das Endziel ist immer Rom‹ bereits im Juni letzten Jahres darlegte:

    »Am 21. Juni 1995 wurde die islamische Moschee von Rom offiziell eröffnet;sie ist die größte Moschee Europas, die als Zentrum des interreligiösen Dialogs und des Religionsfriedens präsentiert wird.

    Die einzige Stimme, die damals dagegen protestierte, wurde vom Kulturzentrum ›Lepanto‹ erhoben,das zum Sühne-Rosenkranz in der Kirche zum heiligen Luis Gonzaga aufrief, die sich in unmittelbarer Nähe der Moschee befindet. In einer Presseerklärung wurde der Bau des islamischen Zentrums im Herzen der Ewigen Stadt als ›ein symbolischer Akt von ungeahnter Schwere‹ bezeichnet. Weiter hieß es:

    ›Rom ist das Zentrum des katholischen Glaubens: Der Islam leugnet bereits an den Wurzeln grundlegende Wahrheiten unseres Glaubens und schickt sich an, auf den Resten dessen, was einst die westliche christliche Zivilisation war, seine Weltherrschaft aufzurichten‹.«

    Der Autor zeigt zwei vom Islam verfolgte strategische Linien auf:

    1.) Die›weiche‹ Linie, die auf eine Islamisierung der Gesellschaft durch ein Netz von Moscheen abzielt, die ein Zentrum der politischen und religiösen Propaganda bilden, aber auch der militärischen Rekrutierung, wie sie in Mailand in der Moschee der Via Jenner stattfand, die als operative Basis diente, um Männer, Geld und Waffen nach Bosnien zu leiten.

    2.) Neben dieser strategischen ›weichen‹Linie steht die ›leninistische‹ Linie des radikalen Islamismus, ohne ersterer zu widersprechen. Diese ›harte‹ Linie will durch Krieg und Terrorismus die Weltherrschaft für den Islam erringen. Erklärtes Ziel ist die Wiedererrichtung jenes Welt-Kalifats, von dem die führende Islam-Expertin Bat Ye’Or seit den 90er Jahren sagt, daß es sich nicht nur um einen Traum von Fanatikern handelt, sondern um das Ziel eines jeden wirklichen Moslems.

    Im Gründungsakt des Dschihad-Kalifats, der Predigt in der Moschee von Mosul am 4. Juli 2014, hatte Abu Bakr al-Baghdadi alle Moslems dazu aufgerufen, sich ihm anzuschließen.

    Wenn sie es tun, so versprach er, werde der Islam auch Rom erreichen und damit die gesamte Erde beherrschen.

    In den vom Islamischen Staat verbreiteten Videos ist die Schwarze Fahne zu sehen, die über dem Vatikan weht, das Kolosseum in Flammen und ein Meer aus Blut, indem es untergeht. Der Ableger des Kalifats in Libyen kündigte drohend an:

    ›Wir sind südlich von Rom‹,während Abu Muhammed al-Adnani, der Sprecherdes ISIS (DAESH) im Irak und der Großen Syrte, bekanntgab:

    ›Wir werden euer Rom erobern, wir werden eure Kreuze zerschlagen und eure Frauen in die Sklaverei zwingen!‹

    „SKlaverei ist Teil des Islam !“

    Saudischer Islamgelehrter

    Für die Muslimbrüder wie für den Islamischen Staat ist das Endziel Rom, das Zentrum der einzigen Religion, die der Islam seit seiner Entstehung vernichten will.

    Der wahre Feind ist die katholische Kirche und die christliche Zivilisation, weil die Religion Mohammeds ihre diabolische Parodie darstellt. Heute sind aus Rom jedoch nicht die Worte zu hören, mit denen der heilige Pius V.und der selige Innozenz XI. zum Heiligen Krieg aufriefen und den Eroberungszug des Islams in Lepanto und vor Rom zum Stillstand brachten.

    Und wenn Papst Franziskus die Worte des britischen Premierministers David Cameron teilt, laut dem die Attentate vom 26. Juni 2015 nicht im Namen des Islams verübt worden seien, weil der Islam eine ›Religion des Friedens‹ sei,dann kann der Kampf, menschlich gesehen, bereits als verloren betrachtet werden.[9]

    »Der Islam«, um Erzbischof Gyula Marfi nochmals das Wort zu erteilen,»ist nicht nur eine Religion. Er ist ein totalitäres System, ein geschlossenes politisches und ideologisches Herrschaftssystem.

    Wenn Europa Teil des Daral-Islam werden sollte, und darauf läuft derzeit alles hinaus, dann hört Europa auf zu existieren, dann können wir die Freiheit und die Gleichheit vergessen.Das sollten die europäischen Regierenden bedenken – und jeder einzelne Europäer!«

    Nimmt man die dargelegten Fakten, die, wohlgemerkt, nur einen winzigen Bruchteil der Vielzahl aufrüttelnd warnender Stimmen verkörpern, zusammen, und ergänzt diese durch einen weiteren Fakt, dass nämlich der aufgezeigte Tatbestand den an der Spitze stehenden Regierenden unmöglich verborgen bleiben kann, so geht man mit der Folgerung, dass wir uns weitgehend als preisgegeben zu betrachten haben,kaum fehl!

    Dass waren Die Letzten Freien Menschen in Deutschland und Europa denen Ihre Eigenen Deutschen Mitmenschen in den Rücken gefallen waren anstatt den BÖSEN FEIND zu bekämpfen Der Kleine Mädchen Abschlachte zu seinem ISLAMISCHEN-HASSWAHN !

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    • janwog schreibt:

      Das Islam was gemeinsames mit der jüdischen und christlichen Religion zu tun hat, ist ein Trugschluss und zeugt, dass man diese Religionen nur oberflächlich kennt. Nach muslimischer Überlieferung war Abraham bereit, Ismael und nicht Isaak auf dem Berg Moriah aufzuopfern. Nach Juden und Christen war Abraham bereit Isaac aufzuopfern und eröffnete die jüdischen und christlichen Bund durch Moses durch Jesus. Zur Unterstützung der jüdischen Tradition waren alle Propheten bis Jeschua aus der Isaac-Linie außer Muhammad Juden. Daher hat Abraham nicht beide geopfert. Demzufolge derjenige, der Ismael geopfert heisst Ibrahim. Islam ist die Antinomie vom Judentum. Daher haben wir zwei sehr verschiedene prophetische Linien: die abrahamitischen Religionen, einschließlich Juden, messianisches Judentum und Christen und Ibrahimitischen Religionen wie Islam, Amahdiya, Bahai. Infolgedessen ist der Islam die Antinomie des Judentums. Darüber hinaus Isa (Jesus?) des Korans ist nicht Sohn Gottes und ist nicht am Kreuz zur Rettung der Welt gestorben. Am Tag des Gerichts wird Isa Assistent des Mahdi und wird bestätigen, dass der Islam die wahre Religion ist. ISA und Jesus sind nicht die gleiche Person und der Islam ist die Antinomie des Christentums. Interessanterweise hat ein Islamist Haq Nawas meine Meinung geteilt.
      Seitdem mir bewusst wurde, dass Islam Isaac durch Ismael ersetzt hat, betrachte ich Islam nicht mehr (nicht einmal teilweise) eine göttliche Offenbarung bildet für mich keine Referenz.. Islam ist eine Offenbarung, derer Quelle Jeder der sich mit dieser Angelegenheit selbst ein Bild machen soll. Dass die Sufi Mystiker wie Rābiʿa al-ʿAdawiyya al-Qaysiyya oder Mansur al-Hallaj aus dem Rahmen des Islams hinausgegangen sind, werden oft von Orthodoxen Klerikern als Ketzer betrachtet. Mansur wurde wegen Apostasie die Hände und die Füsse abgetrennt, bevor er aufgehängt wurde. Da dies im 9, und 10, Jahrhundert passierte ändert an der Sache nichts, da Islam sich wohlweislich nicht verändert.

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