Überschritt der Kommentar eines deutschen Diplomaten über israelische „Apartheid“ eine rote Linie?

(www.conservo.wordpress.com)

Israel – ein Apartheidstaat?

„Wenn man von Israel als Apartheidstaat spricht, dann überschreitet das objektiv eine rote Linie; dafür habe ich kein Verständnis“,

sagte Josef Schuster, Leiter des Zentralrats der Juden in Deutschland einer Berliner Zeitung. (Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 13. Januar 2018)

Berlin – Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte am Freitag den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel hart, weil er Israels Politik als „Apartheid-Regime“ beschrieb, was nahelegt, dass die Äußerung des obersten deutschen Diplomaten eine Grenze von legitimer Kritik zum Antisemitismus überschritt.

„Wenn man von Israel als Apartheidstaat redet, dann überschreitet das objektiv eine Grenze; dafür habe ich kein Verständnis“, sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gegenüber der Berliner Zeitung, als er gefragt wurde, ob es „legitim ist, wenn der deutsche Außenminister Israels Regierung kritisiert“.

Die Frage hatte die Reporterin Kordula Dörfler gestellt.

Sie hatte vorher gefragt, wo die Grenze – wenn er überhaupt eine Grenze zöge – zwischen Antisemitismus und Antizionismus zu ziehen ist.Auf Grundlage der Äußerungen Gabriels in dem Interview empfahl Schuster, dass der Hinweis des Außenministers, Israel praktiziere Apartheid, eine Spur von Antisemitismus zumindest andeutet.

Auf mehrfache Anfragen der Post bei Katharine Ziegler, einer Sprecherin des deutschen Außenministeriums, wurde nicht direkt reagiert.

Gilad Erdan, Minister für öffentliche Sicherheit, sagte der Jerusalem Post Anfang diesen Monats, dass Gabriels Äußerung, Israel erinnere an das Südafrika der Apartheid, „nicht nur komplett falsch ist, sondern auch den jüdischen Staat deligitimiert und dämonisiert. Die Grenze zwischen Deligitimierung und Antisemitismus ist sehr schmal. Es überrascht nicht, dass die Hamas, eine antisemitische Organisation, die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat, diese Äußerung freudig twitterte. Alle die, die ein Interesse an der Förderung des Friedens und gegen Hass in der Region sind, müssen einen solch ungeheuerlichen Vergleich ablehnen.“

Aktivisten der BDS-Kampagne (Boykott, De-Investition und Sanktionen), die Schuster als antisemitisch bezeichnet hat, behaupten regelmäßig Israel sei ein Apartheidstaat.

Erdans Kritik an Gabriel kommt nach Empörung angesichts der Tatsache, dass die Worte des Außenministers jetzt von einer Terrororganisation für Propagandazwecke genutzt werden.

In Reaktion auf einen Artikel der Post über Gabriels Äußerung vom Januar schrieb die Hamas auf ihrer offiziellen englischen Twitter-Seite:

„Deutscher Außenminister beschreibt israelische Besatzung als Apartheidregime wie das, das es in Südafrika gab.“

Gabriel sagte im Dezember bei einer Veranstaltung der Kreuzberger Inititaive gegen Antisemitismus in Berlin der Menge, er habe Israel früher schon kritisiert. Der Chefdiplomat verfolgt diese Linie mindestens seit 2012, als er nach seinem Besuch in Hebron einen Eintrag auf Facebook postete, in dem er schrieb: „War gerade in Hebron. Es gibt dort ein rechtliches Vakuum für die Palästinenser. Das ist ein Apartheidregime, für das es keine Rechtfertigung gibt.“

Die Berliner Zeitung berichtete, dass einer der Teilnehmer an dem Treffen im Dezember sagte: „Anstatt über das Problem der Palästinenser zu sprechen, die unter israelischer Besatzung leiden, wird hier über den Antisemitismus der jungen Leute gesprochen.“

Gabriel antwortete: „Sie liegen falsch. Die Bundesregierung hat Trumps Entscheidung sofort kritisiert und nimmt sich selbstverständlich auch das Recht heraus Israels Regierungspolitik zu kritisieren.“

Gabriel führt bei dem Treffen auch seinen Besuch in Hebron und seine Parallele mit dem Apartheidregime an. Er schien seine Apartheid-Bemerkung als faire Weise anzusehen, wie man Israel sachgerecht kritisiert.

Das Treffen im Dezember war als Reaktion zur Bekämpfung des zunehmenden heutigen Antisemitismus geplant worden. Nach US-Präsident Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels brachen in ganz Berlin große, mit antisemitischen Parolen gefüllte antiisraelische Demonstrationen aus, um dagegen zu protestieren, dass die USA Jerusalem zu Israels Hauptstadt erklärten.

Uwe Becker (CDU), stellvertretender Frankfurter Oberbürgermeister, sagte der Post, dass Gabriel einen neuen Patzer gebracht habe, „der ihm sogar Lob von der Terrororganisation Hamas einbrachte“. Er fügte an, dass Gabriels Verhalten gegenüber dem jüdischen Staat „die wichtigen deutsch-israelischen Beziehungen geschädigt“ hat.

Becker sagte, Gabriels Attacken gegen Israel könnten mit dem engen Verhältnis seiner sozialdemokratischen Partei zur palästinensischen Fatah erklärt werden. Die SPD umriss in einem Strategiepapier das Bündnis der Sozialdemokraten mit der Fatah. Becker sagte, das Strategie-Dokument betone die „gemeinsamen Werte“ und „strategische Partnerschaft“ der deutschen Sozialdemokraten und der Fatah. Becker sagte, wegen seines Unvermögens die Pro-Fatah-Haltung seiner Partei von den deutsch-israelischen Beziehungen sowie seiner Aufgabe als Außenminister zu trennen erfülle Gabriel seine Rolle als deutscher Außenminister nicht. (abseits vom mainstream – heplev)

(Quelle: https://nachtgespraechblog.wordpress.com/2018/02/01/ueberschritt-der-kommentar-eines-deutschen-diplomaten-ueber-israelische-apartheid-eine-rote-linie/) 2.2.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Überschritt der Kommentar eines deutschen Diplomaten über israelische „Apartheid“ eine rote Linie?

  1. janwog schreibt:

    Schuster und Knobloch liebäugeln zuviel mit der Linke und nähren daher den Antesemitismus der extremen Rechte zusammen mit dem Islamisten und die anti-zionistische Linke, bereiten sie die nächsten Judenverfolgungen vor. Es Zeit diese alten Sozis sich zurückziehen und echten Juden Patrioten den Platz lassen, und die Torah ernstnehemen. Die Torah ist das Lebenbaum der Juden und Mesianikern Juden und nicht Juden, die die Religion vom Rabii, unseren Rebbe (Mystiker Meister) Yeshua (Jesus) praktizieren.

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  2. greypanter schreibt:

    Nach offizieller Lesart tragen wir Deutschen allesamt die Gene in uns, welche die Judenmörder aus der Nazizeit uns vererbt haben. Diese Erbmasse, die verkommenste und gefärhlichste aller Völker, muss mit einem permanenten Erinnerungskult in Schach gehalten werden. Eine Freundschaft mit oder Bewunderung für Juden ist da nicht zu erwarten. Es reicht vollkommen, sich schuldig zu fühlen. Da ist es unserem Außenminister nicht zu verdenken, wenn er die Sichtweise seiner öligen Freunde im Nahen Osten einnimmt und zur Ankurbelung der Geschäftsbeziehungen auf den Staat Israel schimpft. Schließlich liebt es Gabriel, gut zu leben, was nicht zu übersehen ist. Wer erwartet von uns schon Moral, bei den miserablen Genen!

    Satire bei Seite:

    Eine jahrtausendlange Verfolgung und Knechtschaft hat nach Darwins Theorie ‚survival of the fittest‘ bei den Juden zu einer intelligenzmäßigen Überlegenheit geführt, die Bewunderung verdient, aber gleichzeitig auch permanente Angst unter den weniger Gehirn besitzenden Völkern verbreitet. Die dumpfe Masse reagiert daher mit Hass und Aggression – siehe Gabriel. Nur die Intelligenten können den Juden mit Offenheit, Bewunderung und Freundschaft begegnen. Obwohl ich die schwierige Situation der jüdischen Enklaven im Westjordanland kenne und diesbezüglich die Äußerung Gabriels einzuordnen und zu verstehen vermag, halte ich seinen Vergleich für ignorant und die Formulierung für überzogen. Auch in Südafrika bestand die Gefahr, dass durch einen Aufstand der Farbigen die weiße Oberschicht einem Pogrom zum Opfer fallen würde. Es gab jedoch in Nelson Mandela einen Vermittler, der die Hand zum Frieden bot. Die Palästinenser hingegen verkünden permanent die Absicht, den israelischen Staat auszulöschen und alle Juden zu ermorden. Wenn der Staat Israel diesem Schicksal entgehen will, so muss er das Westjordanland als überlebenswichtigen Sicherheitspuffer unter Kontrolle behalten und dort militärisch permanent präsent sein. Dies erfordert erhebliche Repressionen gegen die im ständigen Aufstand befindliche palästinensische Bevölkerung.

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