Unser perfides Gesellschaftssystem! – Mini-Jobs und Teilzeit

(www.conservo.wordpress.com)

‎Michael Dunkel‎ *)

Als Herr Schröder und Herr Clement sich der Wirtschaft und der Industrie fast ungebührlich zuneigten, wurden die Weichen gestellt. Unter dem Vorwand, es würden mehr Arbeitsplätze geschaffen, öffnete man weit die Türen für sogenannte Mini-Jobs.

Diese Jobs hatten zur Folge, dass auf einen Schlag ein großer Teil der arbeiteten Bevölkerung, ihren zuvor gesicherten Arbeitsplatz verloren, welcher dann umgehend mit Teilzeitkräften ersetzt wurde.

Besonders im Einzelhandel war diese Wandlung zu spüren. Zeitgleich wurden längere Öffnungszeiten propagiert, die signalisierten, unsere Freiheit würde damit bereichert. Das wurde ja auch begeistert von der Bevölkerung aufgenommen. Keiner machte sich Gedanken darüber, welche Auswirkungen das individuell auf Arbeitsplätze hatte. Die Wirtschaft freute es, sie konnte damit umgehend Vollzeitbeschäftigung in Teilzeit splitten.

Dadurch litt nicht nur die Qualifikation der einzelnen Bereiche, auch die Verdienste gingen den „Bach herunter“. Viele mussten sich deshalb Zweit-Jobs suchen oder sich an das Sozialamt wenden, damit die Grundversorgung gewährleistet werden konnte.

Diese Methode setzte sich auch in den kleinen und mittelständischen Betrieben fort. Neuen Mitarbeitern wurden niedrige Einstiegslöhne angeboten und gleichzeitig erhielten sie befristete Jahresverträge. Wer in solchen Verträgen gefangen ist, weiß, er muss von einem zum anderen Jahr zittern. Das führt in vielen Fällen dazu, dass die Angestellten kuschen und sich unsichtbar machen.

Junge Menschen, welche noch keine Berufserfahrung hatten, nahmen dies als Normalität an. Sie hatten ja schon in der Schule beigebracht bekommen, nicht aufzumucken, nur auf den Notendurchschnitt zu achten und sich wohlgefällig zu verhalten.

Zusätzlich trug das gesamte Schulsystem dazu bei, neue Generationen in die Unmündigkeit zu treiben. Je mehr Spezialisierung, umso weniger Zeit für Allgemeinbildung. Eine sehr effektive Machart, Menschen im Schach zu halten.

Wer nichts weiß, über Geschichte, politische Bildung, soziale Hintergründe, der ist auch nicht in der Lage, Zusammenhänge zu aktuellem Geschehen zu knüpfen.

Stattdessen wurde unsere Gesellschaft geradezu beschossen, mit sinnlosen, Shows, Soaps und anderen Spielen und die Meisten fühlten und fühlen sich wohl dabei.

So kann unsere Politik entscheiden und unsere Wirtschaft agieren, wie es ihnen gefällt. Wenn überhaupt, bleiben aktuelle Geschehnisse im Kopf, die keiner mehr analysieren will – oder kann.

Und so wurde eine teilnahmslose Masse gebildet, welche einerseits nur um das tägliche Überleben kämpft, andererseits nicht mehr mitbekommt, was gerade so läuft.

So wurden und werden wir, still und leise, zu einer Gesellschaft, welche zwar vordergründig agil zu sein scheint, im Alltag allerdings nur noch gesteuert wird. Wir haben Orwell schon vor 20 Jahren überrundet und steuern auf etwas zu, was uns zwangsläufig zu funktionierenden Marionetten werden lässt.

Wir schauen zu und lassen es geschehen.

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*) Michael Dunkel ist ein rheinischer, polyglotter Liberalkonservativer und Literat sowie ständiger Autor bei conservo.
www.conservo.wordpress.com     5.2.18

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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34 Antworten zu Unser perfides Gesellschaftssystem! – Mini-Jobs und Teilzeit

  1. Ignorantengesellschaft schreibt:

    auch das ist Deutschland, auch das ist unser perfides Gesellschaftssystem. Vorher und nachher. VOR diesem momentanen Hype, und erst recht jetzt, wo alle Schleusen offen stehen (wo waren die Ehrenämtler in den „Geistigbehinderten-Anstalten“???? und WO SIND SIE HEUTE????? Mir braucht niemand mit Gutmenschen zu kommen. Die waren lange genug abgetaucht und tauchen nur auf für eine falsche Ideologie, nämlich wenn Minderheitenverhätschelung auf der TOP steht).

    Der Missgriff *Inklusion* über *Integration* (alles vermeintlich, und in der Praxis ziehen sich dann die Technokraten, die im Getriebe des Verbockens am lautesten beteiligt sind, zurück; siehe Einstellungsquote Behörden) ) führt zwangsläufig in die Katastrophe ERWACHSENER Geistig Behinderter…nicht erst, wenn die Eltern sterben …..Denn die Gesellschaft/Politik hat die MIT-ver-ANTWORT-ung aufgekündigt und unter globale Scheinbegrife gestellt wie „Selbstbestimmungsrecht“. Gelder werden gestrichen. Die tägliche Verpflegungspauschale = ein Witz. Nein, ein Skandal! Aber immer bleibt noch genug für die Dran-Verdiener-Maschinerie, die sich als Sozpäd., Betreuer oder sonstwas (fluktuierende Junkies in „Zeitarbeit“) daran, am „Segment Geistgbehinderte“, satt genug verdienen kann.
    „Geisigbehinderte sind nicht süß!“
    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-03/behinderung-familie-praenataldiagnostik-erfahrung

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  2. greypanter schreibt:

    Danke für die ausführliche Diskussion und die breit gefächerten Argumente.

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  3. greypanter schreibt:

    Lieber michael

    „ein Beispiel für die Moral der Unternehmer“ …

    Vorsicht vor verleumderischen Verallgemeinerungen! Rechtschaffene und Kriminelle gibt es auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Mein Wohnort lebt steuerlich von einem einzigen Unternehmen, welches für vorbildliche soziale Leistungen bekannt ist. Das Gleiche trifft auch für den ehemals reichsten Unternehmer der Welt, Bill Gates zu. Im Übrigen sorgen schon die Gewerkschaften in Deutschland für den sozialen Ausgleich und die SPD als williges Anhängsel der Gewerkschaften tut das ihrige.

    Zwar sieht man seit einigen Jahren einen zunehmenden Linkstrend bei diesen Verbänden, doch herrscht immer noch die Überzeugung vor, dass hohe Unternehmensgewinne dann gerechtfertigt sind, wenn sie größtenteils zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen eingesetzt werden. Ohne die Reinvestition dieser hohen Unternehmensgewinne wäre es auch nicht möglich, dass der Staat vom größten Unternehmen Deutschlands, der BASF im Jahr 2016 noch 1,14 Milliarden an Steuern einnahm, während für dieses Jahr 1,94 Milliarden geschätzt sind. Steigender Reichtum der Firmeninhaber kommt in erster Linie den Beschäftigten und dem Staat als Eintreiber von Steuern und Sozialabgaben zu Gute und nur zu einem demgegenüber verschwindend kleinen Teil dem persönlichen Luxus ihrer Inhaber.

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    • michael schreibt:

      lieber greypanter, sorry ich wollte da nicht Verallgemeinern. Natürlich gibt es sehr viele gutgeführte Unternehmen, vor Allem, wenn sie eine gewisse Größenordnung haben. Auch Unternehmer die einer hohen Ethik folgen. Sei es drum, ich denke, wir beide kennen beide Seiten mit ihren Schwächen und Stärken und stelle mich halt mehr auf die abhängige Seite. Auch mit dem Wissen, nicht alle Unternehmer sind schlecht 😉

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  4. greypanter schreibt:

    Lieber michael

    Aus der Schweiz kenne ich den Spruch: „Du wittscht s Weggli ha ond de Zehnr bhalta!“

    Auf Hochdeutsch bedeutet das: Du möchtest das Brötchen bekommen, aber nicht den Groschen dafür bezahlen. Das beschreibt sehr zutreffend die Mentalität der Sozialisten und Gewerkschaften. Sie betrachten die Unternehmen als Versorgungseinrichtungen, welche dem Beschäftigten Sicherheit, Wohlstand und möglichst viel Freizeit gewähren sollen und übersehen dabei, dass diese Unternehmen in einem internationalen Wettbewerb stehen, welcher den Schwachen in kurzer Zeit umbringt. Die außenwirtschaftliche Stärke Deutschlands muss durch eine hochflexible Arbeitswelt erkauft werden. Nicht nur die Exportwirtschaft ist davon betroffen, sondern alle Bereiche der Arbeitswelt müssen sich auf die weltweiten Konjunkturschwankungen einstellen. Da tat Schröder in einer depressiven Konjunktur genau das Richtige, um der inländischen Wirtschaft wieder die Entlastung zu verschaffen, welche für einen neuen Aufschwung erforderlich war. Die Tragik Schröders war, dass erst seine Nachfolger die Erfolge seiner Politik ernten konnten. Das erstreckt sich bis zur jetzigen Kanzlerin.

    Für die unbestrittenen sozialen Verwerfungen, welche die Reformen Schröders mit sich brachten, hatte ich schon früh Vorschläge publiziert: Sie würden aus einem Kombilohn bestehen, um Arbeit in den abgewanderten Industriezweigen zurückzuholen und bei uns durch Lohnabsenkung wieder konkurrenzfähig zu machen. Die Kombi-Komponente hätte durch staatliche Zuschüsse den im Ausland bezahlten Niedriglohn um einen Festbetrag aufzustocken, sodass ein Niveau erreicht würde, bei dem das Arbeiten in diesen Industriezweigen wieder für unsere Unternehmen lohnend wären. Für den Staat würden sich diese Zuschüsse lohnen, weil Unterstützungsleistungen für Arbeitslose und Sozialhilfe wegfielen und durch höhere Lohnsummen der Inlandsumsatz und damit das Steueraufkommen wachsen könnten.

    Man mag einwenden, dass so ein Vorgehen ungerecht gegenüber den Niedriglohnländern sei. Ein Fernsehbericht vor einigen Jahren zeichnete jedoch ein anderes Bild: Ein in Monaco residierender Deutscher hatte Millionen damit verdient, dass er T-Shirts aus Honkong importierte. Die Gewinnspanne zwischen Einkaufspreis in Honkong und Verkaufserlös in Deutschland musste enorm gewesen sein. Schließlich genügte es ja, mit den Preisen der Importware knapp unter den Herstellungskosten der deutschen Textilfabriken zu bleiben, um diese auszuschalten. Eis ist folglich die Aufgabe der Niedriglohnländer, vergleichbare Mindestlöhne einzuführen um ihr Lohndumping zu beenden. Erst danach wären sie berechtigt, gegen einen Kombilohn in Deutschland vorzugehen. Darüber zu verhandeln, wäre eine wichtige Aufgabe unserer Außenpolitik.

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    • michael schreibt:

      Lieber greypanter
      ich war nie ein Sozi und werde es wohl im Rest meines Lebens auch nicht sein. Dennoch lag mir eine soziale Komponente immer am Herzen.
      Da ich selbst ein paar Jahrzehnte selbstständig war, sind mir die Überlegungen und auch existenziellen Befürchtungen der Unternehmungen durchaus bewusst und ich klammere die auch in meinen Betrachtungsweisen nicht aus, setze da allerdings selten den Fokus hin.
      Man darf sich schon fragen, wieso gerade in den Zeiten nach Schröder ein wahrer Boom der Gewinne vieler Unternehmen statt gefunden hat?
      Gegönnt, allerdings sollte das Prinzip reichlich nehmen aber auch anständig geben nicht aus dem Blickfeld rutschen. Genau dies ist jedoch praktiziert worden.
      Ja, die Billiglohnländer haben der Wirtschaft und Industrie schwere Aufgaben gestellt. Es kann und darf aber auf keinen Fall der Weg sein, dass nun auch Arbeitnehmer in Europa ebenfalls zu Kulis degradieren und wir somit langfristig Slum-Länder bekommen. Da sollten auch alle Alarmanlagen angehen, denn wir haben schon entsprechende Anzeichen. Waren Ihre Argumente nicht schon im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts so ausgerichtet? Heute empfinde ich ganz persönlich, dass wir mit vielen Ergebnissen genau die wieder angekommen sind.
      Mein eigenes Leben ist gesichert und darüber bin ich glücklich. Trotzdem ist mir auch täglich bewusst, das Eis auf dem wir alle laufen ist sehr dünn. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer haben Verantwortung. In sehr viele Richtungen. Aktuell sind die jedoch auf einer Wippe und raten Sie bitte, wer unten sitzt.

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      • michael schreibt:

        greypanter, ich möchte Ihnen da noch ein Beispiel für die Moral der Unternehmer geben, welches Ihnen sicherlich nicht Fremd sein dürfte.
        Vor einigen Jahren erhielten die Unternehmen Ausgleich vom Staat für Kurzarbeit. Ein Unternehmen ist mir bekannt, wo die Mitarbeiter aufgefordert wurden, ein Papier zu unterschreiben, welches diese Kurzarbeit bestätigte. Trotzdem hat kein Einziger kürzer gearbeitet. Mit der Angst vor Repressalien haben auch alle unterschrieben. Nicht nur, dass dann Unternehmen mit solchen Methoden den Staat betrügen, nein sie beuten damit ja auch ihre Mitarbeiter aus und machen sie zu Komplizen durch Abhängigkeit.

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  5. greypanter schreibt:

    Lieber michael, liebe ‚Rentnerin‘!

    Sie sprechen die Ungerechtigkeit unseres Systems der sogenannten ‚Sozialen Marktwirtschaft‘ an. Ich pflichte Ihnen bei und stelle nochmals, wie in vielen meiner früheren Beiträge fest: Es ist ein in höchstem Maße unsoziales, kapitalistisches Wirtschaftssystem. Dazu ein paar Vergleichswerte: Für einen Angestellten, dem netto monatlich 3.000 Euro ausbezahlt werden, muss der Arbeitgeber etwa 11.000 Euro aufwenden. Die nicht ausbezahlten 8.000 Euro gehen für Steuern und Versicherungen drauf. Eine Zweizimmerwohnung bekommt dieser Angestellte in München nicht unter 1.000 Euro Kaltmiete. Ein Großaktionär von BMW hat dagegen von einer Million Dividende nur 263.715 Euro Steuern und keinerlei Sozialabgaben zu zahlen. Für seine Villa am Ammersee oder die in Bad Homburg am Taunus zahlt dieser (fiktive) Großaktionär im Jahr zwischen 500 und 1.000 Euro Grundsteuer. Auch für Boni und Abfindungen in Millionenhöhe sind keine Sozialabgaben fällig, welche dagegen bei einem niedrigen Einkommen die Hauptlast ausmachen. Dies sind die Ungerechtigkeiten, welche von den Sozialisten anzuprangern und zu ändern wären. Leider totale Fehlanzeige!

    Andrerseits werfe ich den vorangegangenen Beiträgen vor, der Bedeutung von Eigeninitiative keine Beachtung zu schenken. Haben Sie noch nie die Plakate mit Lehrstellenangeboten beispielsweise bei Aldi gesehen? Das sind für 3 Jahre unkündbare Arbeitsverhältnisse und die spätere Festanstellung ist so gut wie sicher. Dass ein Asylant in den Eingewöhnungsjahren zunächst nur morgens früh das Abladen der LKWs und das Einräumen der Regale zu bewältigen vermag, halte ich für keinen Mangel, den man einem Minijob ankreiden sollte. Die soeben durchgesetzte Gewerkschaftsforderung nach fakultativer Reduzierung der Arbeitszeit auf 25 Wochenstunden zeigt, dass Teilzeitarbeit ihre Berechtigung hat und Vorteile bringt. Deshalb finde ich deren pauschale Verurteilung wirklichkeitsfremd.

    Auch bei der Berufswahl erinnere ich mich an Gespräche mit meiner Tochter. Da wurden die Chancen diskutiert, später eine Dauerstellung zu erhalten: Ballett-Tänzerin? Eine von Zehntausend schafft es zur Primaballerina. Physiklehrerin? Wird in allen Bundesländern sofort verbeamtet. Wer den einfachsten Studiengang wählt, braucht sich über zu viele Mitbewerber nicht zu wundern.

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    • michael schreibt:

      Lieber greypanter, Sie weichen sehr geschickt dem Ursprung des Themas aus. Ich höre auch aus jedem Satz Ihre Ansicht und kann diese unter dem Aspekt verstehen. Genau hier liegt ja infame Handlung der damaligen Regierung Schröder. Er hat der Wirtschaft einen Ball in die Hand gegeben, die diesen jetzt mit Klauen und Zähnen verteidigen. Es ging mir nicht um solche Mini-Jobs, die Flüchtlinge oder Menschen mit keiner Ausbildung verrichten könnten. Es geht mir um gut ausgebildete, qualifizierte Menschen, welche damals ihre Jobs verloren und heute kaum noch Chancen haben. Trotz Eigeninitiative. Sie sind in großen Teilen auf die Gnade eines Unternehmens angewiesen, die Stelle zu bekommen und nur mit sehr viel Reduzierung des eigenen Anspruchs. Es hat da einmal völlig andere Zeiten gegeben. Es gibt Millionen Menschen, die in sogenannten Dienstleistungs-Bereichen arbeiten, dazu gehören auch alle die, welche sich um Verkauf drehen. Egal ob per Telefon oder Vis á Vis. Viele Arbeitgeber haben solche Tätigkeiten, auch im Hinblick auf eine entsprechende Ausbildung beiseite geschoben und argumentiert, ich kann auch einfach Leute anlernen. Allerdings dann eben mit den sehr niedrig angesetzten Gehältern. Ich spreche dabei überhaupt nicht den ganz oberen Bereich an, der größtenteils auch ordentlich verdient. Ihr Beispiel von Netto 3000.– Euro steht im Gegensatz zu dem aktuellen Durchschnittverdienst von Brutto 3.200,– Euro.
      Wer in früheren Jahren Eigeninitiative einsetzte, wurde auch belohnt. Heute heisst dies, an einer Lotterie teil zu nehmen. Da sind die gravierenden Unterschiede zu suchen.

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  6. Rentnerin schreibt:

    Dekadenter Reichtum und Luxus dominieren Land und Welt
    unbeschreibliches Elend ohne Schutz und Zelt
    wer hat das bestellt? (der liebe Gott sich beharrlich draussen hält)

    Auch arabische Verteilungs-Götter machen sich rar
    sprudeln die Quellen doch einseitig wunderbar
    wird verprasst und geprahlt von Scheich bis Schah

    Die Verwaltungskralle, der Papierschrott hat dich fest in Griff
    Übervolle Städte signalisieren das sinkende Schiff
    und von den Oberen geht aus ein verwesender Mief

    Des Millionärs Töchterlein schnell noch in London Villen einkaufen geht
    12 oder 28 Mio Euro zur Debatte steht
    der coole bunt-hippe Lover mit an der Schraube dreht.

    Für Normalo in D das Wohnen nicht mehr zu bezahlen ist
    Sieben von Zehn dagegen im eigenen Häusle im europäischen Ausland, ist das List?
    Das Baukindergeld für schon Betuchte der nächste Mist

    Die verschämten Kohlrabiblätterfrauen durften noch in der Schule Nähen und Kochen lernen
    die Enkel werden sich noch mehr vom Kochen „auch nur mit Wasser“ entfernen
    was aus der Evolution wird, steht in den Sternen

    hässlichste Wesen kriechen herum
    gefährlich und dumm
    wenn nicht mal die Sommerzeit natürlich belassen wird, kommt nichts dabei rum
    ———–
    Ein Schnäppchen: >14.000€ pro qm
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/baukindergeld-warum-die-groko-plaene-umstritten-sind-a-1191494.html
    https://www.abendblatt.de/hamburg/article213385409/Einfamilienhaeuser-in-Hamburg-verzweifelt-gesucht.html

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  7. michael schreibt:

    @greypanter: ich finde es einfach zynisch, wie Sie sich über Gegebenheiten hinwegsetzen und Menschen, die solche Regelungen betreffen, so zu diskreditieren. Ich hatte zu dieser Zeit, selbst in gehobener Position, Kollegen, mit ausgezeichneter Ausbildung, die für einen Mindestlohn eingestellt wurden und denen gleichzeitig nur ein Jahresvertrag vorgelegt wurde. Das hatte zur Folge, dass kaum noch jemand ehrlich seine Meinung sagte, nie zu einem Thema in Opposition gingen.Junge Menschen, die ängstlich darauf bedacht waren, zu gefallen. Haben Sie es verpasst, zu sehen, wie sich die Anstellungen im Einzelhandel entwickelt haben? Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass dort heute überwiegend Menschen beschäftigt sind, die kaum noch eine Qualifizierung mit bringen? Nicht weil sie dumm sind, sondern weil man ungelernte Teilzeitkräfte eingesetzt hat, im Austausch mit den teureren Fachkräften. All das waren Maßnahmen übelster Art, die mit System eine Destabilisierung im Arbeitsmarkt bewirkt haben. Die Wirtschaft hat es gefreut, denn so konnte man viele Arbeitnehmer am Limit halten. Von wegen sozialistisches Gejammer. Nein hier geht es ausschließlich um soziale Verantwortung und die hat mit Sozialismus ganz wenig zu tun. Eigentlich nur ein Gespür für soziale Ungerechtigkeiten. Es sei denn, man möchte sich nicht in die niedrigen Gefilde des täglichen Alltag begeben.

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  8. Ignorantengesellschaft schreibt:

    wenn das Private rundum politisch ist

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/filmemacherin-ula-stoeckl-ich-bin-dort-zu-hause-wo-ich.970.de.html?dram:article_id=410303

    @
    „In Zukunft werde ich auf diesen polemischen Mist nicht mehr antworten.“
    Frauenaltersarmut/Ungleichheit (anzuprangern) ist kein polemischer Mist, kein Luxusproblem, kein Minderheitenknaller, sondern – siehe die Tafeln in unseremLand! – eine (Macht-und Patriachats) S C H A N D E für die Masse!

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  9. zum Thema schreibt:

    http://www.zeit.de/arbeit/2018-01/altersarmut-frauen-ruhestand-jobbing
    Altersarmut: Sie kochen Kohlrabiblätter aus und heizen nur ein Zimmer

    Altersarmut trifft oft Frauen: Sie verdienen weniger und arbeiten oft in Teilzeit. Unsere Autorin erforscht prekären Ruhestand. Sie sagt: Die Pläne der Groko helfen kaum.
    (die Realität VIELER Frauen, davon kann ich mich glückllicherweise ausnehmen. Aber man weiß nicht, was noch kommt in dieser privaten „Pflege“-Republik)

    @ greypanter
    Adressat war schon richtig 🙂

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    • only yesterday.... schreibt:

      nicht nur angesichts dieses ZEIT-Artikels konstatiere ich: SCHEISS-GROKOtz!
      DAS bleibt offenbar die Brosamen-REALITÄT in diesem „sozial-demokratischen“ bigott-christlichen Dünkelland!…Ich habe sie nicht gwählt! Und sie können sich meines Respekts nicht gewiß sein.
      (Film-„Tipp“? FREIHEIT. Ist das die Form der adäquaten Aufarbeitung?)

      wie schön, dass die Sonne dieser Tage nochmal vorbei geschaut hat!
      schönen Gruß von Jaguar-Mutter

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    • greypanter schreibt:

      Was ist Armut? Dazu eine kleine Geschichte aus meiner Studentenzeit: Es war der Winter 1962/63 und mein 4. Semester. Im Februar wurde es so kalt, dass mein Schulfreund aus der Grundschule – damals schon Bäckermeister in der Bäckerei seines Großvaters – mit seinem neuen VW quer über den zugefrorenen Bodensee fahren konnte. Bei uns Studenten ging der Witz um: „Warum ist den Tankstellen das Frostschutzmittel ausgegangen? Unsere Zimmerwirtinnen schütten es in unser Waschwassern, dass es nicht zufriert.“ Ich hatte auch so ein Zimmer mit Wasserkrug und Waschschüssel gemietet und mein Brennmaterial ausgezählt und auf die verbleibenden Semestertage verteilt, um morgens ohne Zähneklappern aufstehen zu können. Eines Tages kam ich nachmittags von der Uni in mein Zimmer zurück und fand meine Zimmertür offen und schon den Flur samt offen stehender Küche mollig warm. Meine Zimmerwirtin hatte sich über mein Brennmaterial hergemacht und meinen Zimmerofen mit einer Menge Brennmaterial geheizt, die für eine ganze Woche bestimmt war. Sie behauptete, sie hätte mir eine Freude machen wollen und schon mal mein Zimmer geheizt, weil es ja so arg kalt sei. Die nächsten Tage verbrachte ich zum Lernen in der günstig gelegenen Mensa, bis sie abends schloss. Dort hatte ich auch ein reichliches Mittag- und Abendessen, während mein Frühstück aus CARO Kaffe mit einer Scheibe Konsum-Brot, den Laib für 90 Pfennige und einer Scheibe Konsum-Plockwurst, das Kilo zu 3 DM bestand. Fühlte ich mich deshalb arm? Darüber machte ich mir nie Gedanken! Die Mensa kostete damals mittags 1,10 und abends 0,80 DM. Auch später, als ich noch gut verdiente, war ich jahrelang mit einem möblierten Zimmer zufrieden. Deshalb ärgert mich das heutige Anspruchsdenken und das krass überzogene Lamentieren über „Abkochen von Kohlrabi Blättern“ ganz gewaltig. In Zukunft werde ich auf diesen polemischen Mist nicht mehr antworten.

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      • only yesterday schreibt:

        zum Schluß auch von mir ein kleines Segment Privates aus Dünkeldeutschland (aufgewachsen im Handwerk der bereits alten Eltern, in Existenznot, Einschulung Ende 50er in die „C“-Kiste. In dieser Kiste kam man nicht automatisch aufs Gym., sondern mußte sich MEHR anstrengen über Umwege! (dafür später Überholspur)
        Nichts wegwerfen dürfen -„du wirst es nochmal suchen müssen “ , Vor dem Schlafengenen die Sachen so zurecht legen, dass man sie im Dunkeln finden könnte…
        (Erst spät habe ich reflektiert, was „gelaufen“ ist… Das Buch NEBELKiNDER oder die zu googelnden Berichte aus den dänischen Lagern geben Auskunft, wenn die Eltern schwiegen)
        Kein Auto, keine Ferien, kein Kühlschrank, kein Bad oder fließendes Wasser – wir hatten eine Pumpe mit Schwengel, die Wassereimer mußten getragen werden, Keine Heizung (Öfen), kein eigenes Zimmer….Letztere kamen, als ich 12 war. Mitbekommen habe ich noch weitgehende Selbstversorgerpraxis und ein gewisses Subsidaritätsprinzip. Die Flüchtlingsgroßeltern bauten ihr klein Häuschen mit eigenen Händen (Keller mit Spaten ausschachten usw.) ….die gesamte Familie war beteiligt.

        Schnitt. Ganze Bundesländer stellten ihre fertigen Referendare nicht z.A. ein….Frau mußte flexibel sein….Ging auch eine Weile. Aber dann die übliche AUFGABE von vielem bei Heirat, Ende 70er!

        Schnitt. Neue Bescheidenheit nachdem sich das Familienoberhaupt im Alter getrennt hatte. Meine (früh verstorbenen) Eltern hatten mit ihrem eher baufälligen „Anwesen“ für ihr Einzelkind „vorgesorgt“. Mein jetziges klein Häuschen (weder heutiger Standard,noch energetisch modernisiert) ist so alt wie ich und nur ein Platzhalter für die eigenen Kinder, allerdings vertrieben an den Stadtrand…Eine Mietwohnung könnte ich andererseits nicht finanzieren. Bin also kaum in der Welt herum gekommen . Gönne mir nicht die üblichen vier K’s: Konzert, Kino, Küchengourmets (Essengehen) Kirche, sondern eben „nur“ Kinder! Kein Sport, kein Verein, (Hat sich bewahrheitet aus der Phase meiner Stipvisite bei Frommen 🙂 „Habt keine Freunde in der Welt“,“ Sport und Vereine sind vom Teufel“ .lol. (hatte Einblick in bigotte Szenarien mit eigenem Tennisplaz, Tunnel zur Schwimmhalle und wahren Fitnessoasen unterm Dach sowie Hausherrn auf dem Rasenmähertrecker im eigen „Park“)
        Nee. Ich fühle mich nicht arm! Ich gehe joggen und t a n z e, wenn mir danach ist. Ich werde satt (meistens immer dasselbe…meine Kinder könnte ich HEUTE allerdings nicht mehr mit Brötchen zum Stückpreis von 65Cent ernähren ), muß nicht frieren (ein Pullover mehr) , Ab und zu kann der Klempner bezahlt werden , weil es irgendwo durchregnet (synonym) …
        Für die Kinder ist man im Einsatz, wenns brennt. (z.B. die ü50 Umzüge in den letzten Jahren. B e l a s t e n d genug, auch wenn es noch nicht so riesige Hausstände sind) Lebensleistung????
        Rückblickend fragt Frau sich, was denn „Spass“ gemacht hat? der Friedwald rückt näher. Und mit dem unsympathischen T.Schwei… sag ich „Ich muß gar nichts ausser sterben“ OK..da waren schöne Zeiten! 🙂 Das erste Design-Studium…der erste Hausbau, Der Emfang der Kids…

        Dass man abgehängt ist, sich den Cappucino verkneift, das Reisen eine Nummer zu groß wäre, eine eigene Rente von etwas ü600€ vorweist IST KEIN GEJAMMER! Und D ist ein Land der Einsamen! (Ehrenamt? Nein Danke! Generationenwohnen? Wahlfamilie? Nein Danke! Altengehirnjogging? ……..!!)
        Es hätte auch „schlimmer“ kommen können! Was soll ich sagen? Danke, oh Herr(en)?

        Vielleicht gibt es dieses Jahr noch einen Frühling mit Magnolien?

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  10. greypanter schreibt:

    Falscher Adressat:
    nicht: „Die verschlissenen Winterstiefel meiner Tochter“
    sondern: „DÜnkeldeutschland“

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  11. greypanter schreibt:

    zu: „Die verschlissenen Winterstiefel meiner Tochter“

    Meine Bewunderung gilt Ihrer Lebensleistung. Aus gesundheitlichen Gründen blieb es bei uns bei nur einer Tochter, aber meine Frau und ich betrachteten dieses Geschenk als das Wichtigste in unserem Leben. Deshalb reduzierte ich meine freiberufliche Arbeit die ersten Jahre auf etwa ein Viertel und meine Frau pausierte ganz. Das fraß natürlich an den Rücklagen und verbot teure Urlaubsreisen. Aber es wurden die glücklichsten Jahre unseres Lebens und ich habe es nie bereut. Ich möchte Ihnen sagen: Aus meiner Sicht haben Sie das Richtige getan und ich bewundere und beneide Sie dafür. Auch wenn wir durch die freiwillig so gesetzten Prioritäten nie zu einer Traumvilla kamen – es blieb immer bei den Plänen in einer Versandrolle – so sind wir auch jetzt mit unserem bescheidenen Leben sehr glücklich.

    zu: „Juetz“

    Wenn ich von meinen Lebenshaltungskosten ausgehe, so ist die Sozialhilfe vollkommen ausreichend. Allerdings setzt dies voraus, dass man mit dem Geld sinnvoll umgeht: Selbst zubereitete Speisen mit Einkauf der Zutaten im günstigen Supermarkt. Mit Leuten, die ihre Stütze sofort für Alkohol und Nikotin ausgeben, oder teure Fertigprodukte bevorzugen, habe ich keinerlei Mitleid, auch wenn sie den Rest des Monats Flaschen sammeln und zur Tafel gehen müssen. Das Argument, Flaschen sammeln zu müssen, entstammt daher aus der populistischen Rhetorik linker Rednerseminare. Was mir jedoch Kummer macht, ist die Tatsache, dass oftmals junge Mütter und auch Väter das Kindergeld für Suchtmittel ausgeben, anstatt es ihren Kindern zukommen zu lassen. Gegen derartige Kinderarmut hilft keine noch so großzügige Erhöhung des Kindergeldes. Mit diesem Problem müsste sich die Politik auf andere Art befassen.

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  12. juetz schreibt:

    „Diese Jobs hatten zur Folge, dass auf einen Schlag ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung, ihren zuvor gesicherten Arbeitsplatz verloren, welcher dann umgehend mit Teilzeitkräften ersetzt wurde.“

    ..ja, aber das liegt doch an den Arbeitgebern, die doch auch nur sparen wollen und am besten keine Steuern zahlen !!!
    Man will möglichst billig produzieren, aber teuer verkaufen, vorzugsweise hier in Deutschland, denn es gut uns allen ja so gut wie nie.
    Die paar Rentner, die Flaschen sammeln .. was solls .. arme Kinder .. was solls .. lässt man halt noch ein paar mehr abtreiben …

    In manchen Branchen mag das sein, dass man mit Fleiss und Disziplin vorwärtskommt. Da sist auch gut so.
    Aber es gibt halt auch Menschen, die nicht so begabt sind ( ich gehöre da dazu – ich will aber nicht jammern ) und was ist mit den Menschen, die die Arbeit machen, auf die wir keinesfalls verzichten können: Ärzte, Krankenschwestern, Altenpfleger, usw .. ??? Fleiss und Disziplin wird von denen gefordert, dass sie auf dem Zahnfleisch daherkommen ..

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  13. Pingback: Abschiebung von zum Christentum Übergetretener – website-marketing24dotcom

  14. greypanter schreibt:

    Was für ein einseitig sozialistisches Gejammer ist denn das?

    Wer als Schüler und später als Student Eigeninitiative zeigt, kommt heute viel rascher zu einer hochbezahlten Dauerstellung, als noch vor 40 Jahren. Und so viel, wie sich heute ein unkündbarer Lehrling im ersten Lehrjahr leisten kann, hatte damals höchstens ein Fünftel der Bevölkerung zum Leben. Das Problem beginnt bei den meisten Kindern mit fehlender Erziehung und setzt sich mit einer Schule fort, die sich nur um die Schwächsten kümmert und die restlichen neunzig Prozent vergammeln lässt. Dann geht es weiter, dass nicht Spitzenleistung angestrebt wird, sondern für ausreichend angesehen wird, wenn man gerade so die Versetzung oder die Klausuren schafft. Es gibt aber immer noch Kinder mit Ehrgeiz und Bestnoten, die von ihrem Zuhause ein klares Lebensziel mitbekommen haben und dieses auch mit Bravour erreichen.

    Dass andererseits die Unternehmen von den Gewerkschaften als Versorgungseinrichtungen mit unkündbarer Arbeitsplatzgarantie betrachtet werden, passt absolut nicht zu einer Gesellschaft, die sich flexibel an unterschiedliche Marktbedingungen anpassen muss. Dazu steht der angestrebte freie Welthandel im krassen Widerspruch. Auch die verbindlichen Mindestlöhne, welche weit über denen der sonstigen Anbieter auf den internationalen Märkten liegen, lassen den Unternehmen keine andere Wahl, als mit Zeitverträgen die Risiken abzufedern, welche sich aus unrentabel gewordenen Produktionen ergeben. Siehe dazu das Auf und Ab in der Solarindustrie.

    Schließlich ist der kleine Zuverdienst für viele Mütter die willkommene Gelegenheit, den Anschluss im Berufsleben zu behalten, indem beispielsweise am Monatsende weiterhin die Monatsabrechnung in der Buchhaltung gemacht wird, während eine weniger qualifizierte Kraft die laufenden Arbeiten des Monats erledigt.

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    • träum weiter schreibt:

      „hochbezahlte Dauerstellung“
      hab ich was verpaßt ?

      Sie sagen doch selbst, dass SIE bis in die Puppen arbeiten, um das Bauvorhaben Ihrer Tochter zu unterstützen, wenn ich es richtig entsinne. Warum schafft sie es nicht alleine?

      Bildung und Elternhaus mit rechtschaffener Gesinnung reichen heute nicht! Da ist KOHLE wichtig! Die Aussicht auf Erbschaft. Sie, bzw. Ihr „Sprößling“ befinden sich in einer der Ausnahmesituationen von Speckrentnern, die vom Jahrgang her noch Glück gehabt haben.
      Ganze Landstriche sind wohl kollektiv befallen, dass sie sich nicht aufmachen, jeder seines Glückes Schmied zu sein!
      Nee,nee! Ein bisschen Golfplatz wär schon nötig gewesen! 😦 (Besser noch Golfplatz, Gebetbuch und „richtiges“ Parteibuch) Wir haben doch Stiftungen und Exzellenzinitiativen 🙂 und da macht sich ein Ehrenamt immer gut im Lebenslauf. Und ja, was man so alles noch mitbringen muß, wenn man für ein unbezahltes Praktikum anklopft! Führerschein, Sanitäterausbildung, Auslandsjahr, evtl. Erasmus-Semester oder den Zusatz „von“ im Namen.

      Die heutige Generation kann nicht planen (Befristung und Mindestlohn) und kommt nicht in die Galoschen. Fehlende oder überteuerte Wohungen, VereinbarkeitsLÜGE und dieser ganze häßliche Kokolores vergällen ein Vertrauen in die Zukunft. Natürlich gibts auf der EINEN Seite auch HORRENDE Gehälter für BWLler…(wer will das schon? Meine jeden falls nicht).VIEL reingesteckt, bis heute auf Ernte warten!
      Ein Studium lohnt meines Erachtens nach nicht mehr. Mit 16 in die Lehre (Leere?) . Das wär Ihr Preis gewesen.

      Und mal ehrlich: wer wollte denn heute noch in den Schuldienst? Etwa in jene vers… Stadtschulen??????? Vor ein paar Jahren hat man noch geknausert, Lehrer einzustellen! Wie gesagt, jetzt wird alles genommen, was nicht schnell genug auf den Bäumen sitzt, wie die Pensionierten mit Krückstock.

      Der Kuchen ist verteilt.
      no chance

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      • greypanter schreibt:

        Das habe ich anders erlebt: 1990 lernte ich als Westler in der Leipziger Robotron Programmierer und Ingenieure kennen, die uns Westlern überlegen waren und jederzeit im Westen eine hochbezahlte Stelle bekamen. Dass der Bodensatz zurück blieb, ist nicht verwunderlich. Auch tausende Ossis fanden im Westen ohne besondere Vorbildung eine Dauerstellung im Einzelhandel, sofern sie die Mühen des Umzugs auf sich nahmen. Dass diese Abwanderung der Fleißigen und gut Ausgebildeten eine wirtschaftliche Wüste zurückließ, liegt an der Hau-Ruck-Methode eines ökonomisch total ungeplanten Zusammenschlusses. Ich hatte damals vor, im Leipzig ein eigenes Unternehmen aufzubauen, kam nach eingehenden Untersuchungen aber zu dem Ergebnis, dass ich frühestens nach zehn Jahren mit einer beginnenden Rentabilität zu rechnen hätte. Deshalb ging ich in die Schweiz, nicht wie im vorausgegangenen Beitrag polemisiert wird, mit ‚guten Beziehungen‘, sondern nur mit hervorragenden Kenntnissen, sozusagen als Pionier der Informationstechnologie. Andere hochqualifizierte Kollegen kamen aus Berlin und aus Ungarn dazu.

        Auch bei der Generation, welche in den letzten fünf Jahren ins Berufsleben eintraten, kenne ich fast nur Hochqualifizierte, um deren Mitarbeit sich die Unternehmen intensiv bemühen. Meine Tochter und mein Schwiegersohn hatten schon vor ihrem Studienabschluss die festen Stellenangebote von Unternehmen, für die sie in den Semesterferien gearbeitet hatten. Nach dem üblichen Probevierteljahr wurde die Festanstellung unterschrieben.

        Ähnliche Erfahrungen kann ich aus vielen Bereichen berichten. Wer also herum jammert, ist selbst schuld. Ohne Beziehungen läuft allerdings dann nichts, wenn man einen hochbezahlten Faulenzerposten bei halbstaatlichen Stellen sucht. Ich denke etwa an unseren Staatsfunk oder an die vielen Stiftungen.

        Es scheint so typisch, dass sich mein Kontrahent nicht vorstellen kann, dass man auch noch mit 75 bei seiner Arbeit Freude und Genugtuung empfindet und stolz darauf ist, für Andere noch etwas Nützliches zu leisten.

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        • DÜnkeldeutschland schreibt:

          Dünkeldeutschland
          geht das Licht aus – meine Meinung

          dies schreibt HP Krause über D:

          „die D-Mark abgeschafft,
          den Euro angeschafft,
          die Versuche, die Euro-Währungsunion mit Hunderten Milliarden Euro zu retten,
          die EZB-Anleihekäufe, um Staaten zu retten und Banken zu retten,
          das Null- und Negativzinsdiktat der EZB,
          die turmhohen Target2-Salden zu deutschen Lasten,
          den Plan zum EU-Zentralstaat gegen den Volkswillen,
          den Angriff auf die Einlagensicherung der deutschen Sparer,
          die physikalisch und wirtschaftlich unsinnige Energiewende,
          das „Umvolken“ durch Massen-Invasion von Menschen aus islamischen und afrikanischen Staaten mit ganz anderen Kulturen,
          die dadurch ausgelöste zusätzliche Kriminalität,
          das absichtsvolle Zerstören der Familie,
          die Ehe für alle,
          die irre Gender-Politik,
          die verantwortungslose Frühsexualisierung der Kinder,
          den Niedergang des deutschen Bildungswesens …“
          https://kreidfeuer.wordpress.com/2018/02/06/aufwachen/

          weitere (linke) Projekte, die gescheitert sind bzw. zum Scheitern verurteil
          http://www.freiewelt.net/nachricht/lehrerverbands-chef-fordert-aussetzung-der-inklusion-10073490/
          http://www.sueddeutsche.de/leben/familienpolitik-die-franzoesische-legende-der-karrieremachenden-muetter-broeckelt-1.3854632

          Dieses Land bringt seit einigen Jahren DIE MASSE DER JUNGEN LEUTE, und die sind nicht per se faul und beschränkt, nicht in die Lage ihre Existenz zu sichern…
          und es haben doch viele (Spezialisten, Ärzte….) Deutschland verlassen!

          Was Sie abliefern, greypanter, ist ein neoliberales credo?
          Alarm an den Börsen. Die Zinsen steigen wieder?

          Meine „Nützlichkeit“ bestand darin als sechsfache Mutter (das ist immerhin 4 x der Durchschnitt!) für die gesellschaftliche Missachtung lebenslange Begleitung/Bereitschaft (gegen Brosamen -Kost & Logis, Mütterrente) zu garantieren, jenen ehrenamtlichen Ertrag sozialisieren zu lassen. Meine Kinder haben kein Einser-Abi. Aber sie haben schon als Schüler gejobbt und für Master, Diplome und Bachelor im oberen Bereich hats gereicht. Für eine zuverlässige Arbeitsstelle offenbar nicht!

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        • Die verschlissenen Winterstiefel meiner Tochter schreibt:

          Greypanter!

          Ich finde es großartig, dass Sie (in erster Linie für sich selbst) sich auf diese Weise gesund halten! (Beispiele Müntefering, Marianne Koch) Man weiß ja, was für ein langes Leben (und gegen Alzheimer) förderlich ist: die Sicherheit gebenden Strukturen einer Beschäftigung (mit Rückmeldung) und die Einbindung in ein sozialses System (Ehefrauen sind für Männer förderlich. Schlimm dran sind jene, die allein leben. Hingegen tun Männer Frauen im Alter weniger gut)
          Ein brisantes (Tabu?-) Thema, das geflissentlich unter denTisch fällt, ist die Einsamkeit in Deutschland. (auch in Schweden! oder GB) Dieses Gesellschaftssystem produziert sie.
          Als Single im Alter mit guter Rentehier bei uns kann man DABEi sein. Essengehen usw.
          Andererseits verkneift frau sich, wenn ihre Kinder keine angemessenen Arbeitsstellen finden, ihnen die Kopfkissengroschen weg zu frühstücken.

          Mit Ihren 75 Jahren sind es zu meinen 65 offenbar zehn Jahre, die „zählen“, um von den Rahmenbedingungen zu profitieren.(Obwohl ich nicht mit diesen negativen zehn Jahren „vorne“ tauschen möchte.)
          Ausserdem hatten Männer, die ihre „Kulturtechnicken“ entwickeln konnten, einen gewissen „Heimvorteil“ 😦
          Das wird immer noch geleugnet. Wie auf diesen „rechteren“ Bloggs nun die metoo-Erfahrungen marginalisiert werden. (Offener als Dokumentationen vom Sender selber lassen sich wohl kaum – cc Wedel-Akte – BEWEISE liefern. Sehe ich auch die Parallelen, dass sich Leute verweigern Erkenntnisse zuzulassen, wie wenn in EU-und UNO-Papieren Ziele zur Völkervermischung festgeschrieben sind)

          Wenn ich mir heute die absolvierten Reiseziele jener Generation vorbei ziehen lasse -Rheunion, Karibik, Guatemala, Ozeanien, Equador…., dann kann ich „dagegen“ halten: n o t h i n g.
          Kindergroßzieherjahre!
          KEINE LOBBY! (u.a. Christen: „Du hast ja die Liebe deiner Kinder“ )
          Gleich ein paar Kindlein fein….Der Zug ist abgefahren.
          Aber Neid?
          ich bin allenfalls ambivalent. Aber keinesfalls auf EINE der Seiten und Denkfraktionen geschlagen! Eine „Lobby“ als Frau und Mutter findet sich bei keinen der selbst etikettierten „Guten“!

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        • DÜnkeldeutschland schreibt:

          Das sage ich als eine(r) der Alis dieses bütteldeutschen Ignorantensystems!

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