Syrien: Abschied von Illusionen?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

wovor ich in mehreren Artikeln warnte, scheint sich zu bestätigen: Der syrische Machthaber Assad hat nicht vor, die Flüchtlinge wieder ins Land zu lassen. Jedenfalls nicht, ohne zuvor massive Abschreckungsmaßnahmen ergriffen zu haben.

Entsprechende gesetzliche Vorkehrungen werden gerade getroffen, den Geflohenen die Rückkehr zumindest so unattraktiv wie möglich zu machen.

Deswegen kann ich nur dabei bleiben: auch wenn er besser sein mag als IS und Al-Nusra: mit dem Mann an der Macht wird die Krise nicht gelöst werden.

Ein Zitat aus dem Bericht: „Wer wollte, konnte dies seit längerem wissen. Assad etwa hatte schon 2015 erklärt, dass Syrer nicht etwa sei, wer einen syrischen Pass habe, sondern wer das Land gegen den Terror verteidige. Kein Wunder, dass seitdem unzählige syrische Pässe an iranische Milizionäre ausgestellt wurden. Vergangenes Jahr warnte Issam Zahreddine, inzwischen verblichener Generalmajor der syrischen Republikanischen Garde, Flüchtlinge sogar ausdrücklich vor einer Rückkehr. Damit plauderte er nur offen aus, was in Damaskus wohl längst beschlossene Sache ist. Entsprechend systematisch macht sich das Regime nun daran, eine Rückkehr zu verunmöglichen. Dies auch ist der Hauptzweck eines jüngst verabschiedeten Gesetzes, das allen Syrern vorschreibt, innerhalb von einem Monat in einer neugeschaffenen Behörde ihr Grundeigentum zu registrieren. Wer dies nicht tut, verliert den Anspruch auf seinen Besitz. Natürlich sind es die Flüchtlinge und Vertriebenen – größtenteils Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen, sollten sie jetzt nach Syrien zurückkehren –, die dieser Aufforderung nicht werden nachkommen können, wie die bekannte syrische Oppositionelle Leila al Shami erklärt:

„Viele vertriebene Syrer fürchten sich vor einer Rückkehr in die vom Regime kontrollierten Gebiete. Um ihr Eigentum anmelden zu können, bedürfen sie einer Unbedenklichkeitserklärung von den Sicherheitskräften. In den letzten Monaten hat es zahlreiche Berichte gegeben, denen zufolge Rückkehrer verhaftet, gefoltert bzw. gegen ihren Willen zum Militär eingezogen worden sind. Eine oppositionsnahe Nachrichtenwebseite veröffentlichte im März eine Datei von 1,5 Millionen Syrern, die von den Geheimdiensten gesucht werden. Die Liste stammt aus dem Jahr 2015 und es ist wahrscheinlich, dass inzwischen noch mehr Namen auf ihr stehen. Die Angehörigen jener, die auf der Liste stehen, könnten ebenfalls in Gefahr sein. Das Regime ist dafür bekannt, dass es an den Angehörigen vermeintlicher Gegner Vergeltung übt. Es könnte sein, dass manche Hausbesitzer sich inzwischen im Gefängnis befinden, getötet wurden oder verschwunden sind. (…)“

https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/neues-gesetz-assad-laesst-fluechtlinge-enteignen/

Wie Michael J. Totten schrieb: „Assad Still Must Go“ (http://www.thetower.org/article/assad-still-must-go/)

Ich glaube zwar keine Sekunde, dass nach ihm freiheitliche, demokratische Verhältnisse in Syrien einkehren. Die arabische Welt ist nicht reif dafür, so wie es aussieht. Auch das Post-Assad-Syrien wäre vermutlich irgendeine Form von autoritärer Regierung, leider. Aber bei den Verbrechen, die das Regime inzwischen zu verantworten hat und wenn sie dann auch noch die geflohenen Syrer nicht wieder in ihre Heimat lassen will, sehe ich mich nur daran bestärkt, dass dieser Mann aus seinem Präsidentenpalast gejagt und vor Gericht gestellt werden muss.

Ich frage mich, was die Westmächte eigentlich zu unternehmen gedenken. Noch ist es völlig unklar, worauf das alles hinauslaufen soll.

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*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.

www.conservo.wordpress.com      28.04.2018

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ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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8 Antworten zu Syrien: Abschied von Illusionen?

  1. Ulfried schreibt:

    Ein kleiner Nachsatz, auch für A. Lauber. Wer der Wahrheit näher kommen will lese bitte diese Seite:
    http://balder.org/avisartikler/Barcelona-Deklaration-Euro-Mediterranien-Deutsch-Version-2009.php
    Da werden sie geholfen, auch ohne BLUBB!

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  2. Ulfried schreibt:

    Es ist unfaßbar was Adrian F. Lauber in seinen Tiraden immer wieder gegen Assad losläßt. Herr Lauber, Syrien war ein wirtschaftlich blühendes Land bis der studierte Augenarzt Assad auf die Idee kam einen „arabischen Frühling“ zu inszenieren. Der erste Schuß auf einen friedlichen syrischen Markt aus der Türkei hat natürlich Assad gemanagt – warum auch immer. Dann hat er den von ihm auf die Beine gestellten IS gegen sein eigenes Volk losgelassen. Die Km- langen Toyota-Konvois hat er aus der Portokasse gesponsert. Die Verbrecher, die zum Angriffskrieg gg Syrien aus Deutschland kamen, hat Assad wohl trotz Merkels Protest angeworben. Dieses Pack durfte danach ungehindert nach Syrien und dann wieder zurück nach Deutschland, de Misere kannte sogar alle Zahlen und Namen dieser Gangster. Hauptsache ging es Assad darum, sein Land und Volk in den Ruin zu treiben und sich mit der westlichen Welt anzulegen um eines Tages vor einem internationalen Tribunal zu landen. Als der Iran ihm vor ein paar Jahren mit seiner Familie Asyl anbot, hat er es wohl aus Größenwahn abgelehnt. Ihr humanistischer Westen mit seinen Bilderbergen und NATO sind da wohl die Heilsbringer. Satire aus.
    Herr Lauber, wollen sie mich für dumm verkaufen? Da ist Post von Wagner bei der B- Gazette fast amüsanter. Sie stellen hier Behauptungen auf, die nicht nur nicht bewiesen sondern in großen Teilen widerlegt sind. Herr Lauber, werden sie durch die britische „syrische Beobachtungsstelle“ gesponsert? Sieht ganz danach aus. Was redet dieser Mensch und in wessem Interesse?

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  3. nixgut schreibt:

    Audio: Prof Massarrat Syrienkrieg Skripal Wissenschaftler gegen Haltung d Bundesregierung Sputniknews (08:49)

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  4. nixgut schreibt:

    Ich glaube, dass die Probleme in Syrien nur mit Assad gelöst werden können. Man mag Assad Unmenschlichkeit und Kriegsverbrechen vorwerfen, aber das haben alle anderen Kriegsparteien auch getan. Wer sollte denn etwa die Macht in Syrien übernehmen? Etwa ein Sunnit? Die würden der ISIS Tür und Tor öffnen.

    Und man sollte bedenken, dass viele syrische Flüchtlinge, die geflohen sind, sunnitische ISIS-Terrorristen und Anhänger anderer Terrorgruppen sind, die Assad hassen wie die Pest. Ich kann Assad verstehen, wenn er die nicht im Land haben will, denn die würden den Terror sofort wieder entfachen. Assad ist zwar kein Demokrat, dafür ist der Nahe Osten einfach nicht reif, aber er hat immer versucht, auch Minderheiten gerecht zu werden.

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  5. Querkopf schreibt:

    Alle Syrer schnellstens nach Hause schicken, der Krieg ist weitestgehend Krieg vorbei.
    Die sollen nun ihr Land selbst wieder aufbauen. – Wir wollen sie nicht dauerhaft hier haben!
    So haben wir es nach dem Balkankrieg ja auch gehandhabt.

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  6. MoshPit schreibt:

    Unser Planet wäre ein friedlicherer Ort, wenn der größte Terrorstaat der Welt und seine Vasallen – ja: damit meine ich auch uns – sich nicht überall einmischen und seine „Demokratie“ verbreiten würde.

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  7. MoshPit schreibt:

    Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

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  8. Rui Ortega schreibt:

    Das Ende der Nachkriegsordnung
    https://www.welt.de/politik/ausland/plus175909525/Merkel-bei-Trump-Das-Ende-der-Nachkriegsordnung.html
    Die Kanzlerin signalisiert im Weißen Haus, dass die Zeit der Bequemlichkeit zuende geht. Handelsüberschüsse zu erzielen und die USA gleichzeitig für den militärischen Schutz Deutschlands (angeblich vor Russland) bezahlen zu lassen, ist in der Ära Trump nicht mehr vermittelbar.

    Die Geduld der Amerikaner mit Deutschland schwindet
    https://www.welt.de/politik/ausland/article175901962/Nato-Treffen-Die-Geduld-der-Amerikaner-mit-Deutschland-schwindet.html
    Beim Außenminister-Treffen der Allianz sind zwei Neue erstmals dabei, Heiko Maas und sein US-Kollege Mike Pompeo. Offiziell geht es um Russland, aber die Kritik an zu kleinen Rüstungsetats der Mitglieder reißt nicht ab.

    Es reicht nicht dass Deutschland in Jugoslawienkrieg und in Afghanistan-Krieg beteiligt war.
    Jetzt wollen einige mächtige Amerikanische Magnate Deutschland in einen Krieg in Ukraine, in Syrien und in einen Krieg gegen Russland reinziehen.

    Schließlich gilt der Kampf gegen Rechts nur für das Gebiet innerhalb Deutschlands Grenze. Außerhalb von Deutschlands Grenzen wie beispielsweise die Ukraine sollen alle Nazis und Waffen SS- Kriegsverbrecher nach dem Willen der Amerikaner unterstützt werden und alle EU Staaten sollen den Weg für den EU-Beitritt ebnen (Baltikum Ukraine).
    Viktor Orban hatte schon letztes Jahr die EU Kommission darauf aufmerkasam gemacht, wie die ethnischen Ungar (Maghyaren) in der Ukraine von den proamerikanischen ukrainischen Nazis diskriminioert und gejagt werden. Viele sind seitdem nach Ungarn zurück ausgewandert. Russland hat seit dem AUsbruch des Ukraine Konflikts 2014 bis heute rund 1 Millionen ukrainischer Flüchtlinge aufgenommen. Die EU Kommission findet das in Ordnung und will sogar den EU Betritt von Ukraine beschleunigen.

    Übrigens
    Bis heute haben die Briten keine Beweise vorgelegt für Russlands Verantwortung beim Anschlag auf Skripal.
    Aber dafür hat eine Schweizer Labor die Urheberschaft des Giftes aus dem Arsenal der Vereinigten Staaten von Amerika bestätigt:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article175901962/Nato-Treffen-Die-Geduld-der-Amerikaner-mit-Deutschland-schwindet.html

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