10 Jahre Knast für Empathie-Rausch?

(www.conservo.wordpress.com)

Von floydmasika *)

Der irakisch-dänische „Seenotretter“ Salam Aldeen, der in der Völkerwanderungswertschöpfungskette seit etwa 2015 professionell arbeitet, könnte in Griechenland mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werden.

Gemeinsam mit anderen Leitmedien ist auch der Focus empört: «Monatelang engagierte sich Aldeen auf Lesbos, doch in einer Nacht im Januar 2016 änderte sich alles. In jener Nacht sei ein Notruf via Whatsapp eingegangen, so erzählt Aldeen es heute, er und seine Crew hätten sich mit dem Rettungsboot sofort ins Wasser aufgemacht. Zwei überfüllte Boote seien liegengeblieben und vom Kentern bedroht, so habe es in der Whatsapp-Nachricht eines Flüchtlings geheißen.

Allein: Aldeen und seine Helfer fanden die Boote nicht. Die Ortsmarke aus der WhatsApp-Nachricht war nur ungenau. Immer weiter fuhr das Rettungsschiff auf die See hinaus – bis es plötzlich von einem Boot der griechischen Küstenwache angehalten wurde. Aldeen und seine Crew wurden verhaftet. Der Vorwurf: Menschenschmuggel. Sie sollen versucht haben, Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland zu bringen.

Menschenrechtler kritisieren schon seit langem, dass Länder wie Griechenland und auch Italien auf diese Weise versuchen, Seenotretter einzuschüchtern. In einer Studie aus dem November 2017 zählte der britische Think Tank „Institute of Race Relations“ (IRR) europaweit 26 Fälle, in denen 45 Helfer angeklagt waren. „Der Raum für humanitäre Taten schrumpft in einer politischen Kultur, in der die Unterscheidung zwischen ‚Uns‘ und ‚Ihnen‘ sicherstellen soll, dass menschliche Solidarität an der Tür zu Europa endet“, hieß es in einer begleitenden Mitteilung.»

Die zitierte Menschenrechtsorganisation IRR ist noch empörter:

On 10 April, the IRR was invited to Berlin to participate in a solidarity meeting organised by ConAction with Team Humanity and Refugee Law Clinics Abroad. […]
The humanitarian aid effort in Greece, to help save those who were arriving by boat in dangerous vessels, intensified in September 2015, as the photograph of the body of 3-year-old Syrian-Kurdish refugee Alan Kurdi washed up on a beach in Bodrum, was syndicated across the world. […]
If convicted Salam Aldeen, Manuel Blanco, Enrique Rodríguez and Julio Latorre could face up to 10 years in prison. The Greek authorities are using this case of humanitarian assistance not only to punish these activists but also to send a message to all others working in the field that their actions of solidarity and empathy could land them in prison.

Auch in Videos jammert der „Däne“, ihm drohe Gefängnis, „nur weil ich Menschen vor dem Ertrinken gerettet habe“:

Mit anderen Worten ist man bei den MenschenrechtlerInnen davon überzeugt, dass „Empathie“, die von humanitären Gräuelbildern ausgelöst wird und zu „lebensverändernden“ Erweckungserlebnissen führt, die Gesinnung des Menschen veredeln, ihn womöglich gar über die Gesetze stellen, aber auf jedenfall vor Strafe schützen sollten.

Dieser gesinnungsethische Sichtweise schließt sich auch der Focus kritiklos an, der einst als streng faktenorientiertes Gegenstück einem Spiegel angetreten war, der damals noch deutlich rationaler schrieb als heute der Focus geschweige denn der Spiegel.
Man erkennt hier wieder, dass Journalisten von Berufs wegen nach „links“ driften.
Die „Empathie“ mit Medienbildern ist Kern ihres Geschäftsmodells.

Ordnungsvorstellungen, die eine Unterscheidung zwischen „uns“ und „ihnen“ beinhalten, sind für dieses Geschäftsmodell zu komplex.

Der Journalismus strebt nach einer simplen Welt, in der man durch bloße „Empathie“ zu den Guten gehören kann.

Von Ethologen wie Konrad Lorenz hätten wir längst lernen können, wie Agression innerhalb der Art und deren Überwindung einander bedingen.
Focus-Redakteur Michael Klonovsky sprach mit dem Ethologen Irenäus Eibl-Eibesfeld in den 1990er Jahren über diese Zusammenhänge, doch das sind ferne Zeiten, in denen politische Sittlichkeit noch gegen „Empathie“ eine Chance hatte.

Heute versucht sich der Psychologe Paul Bloom mit einem Buch „Against Empathy“ dem Thema zu nähern.

Der Titel lässt an „Against Method“ („Wider den Methodenzwang“) von Paul Feyerabend denken.

Unsere politische Kultur ist heute von einem „Empathiezwang“ in die Knie gezwungen worden, und Konrad Lorenz ist längst ebenso wie die Ethologie und Evolutionspsychologie aus dem leitmedialen Diskurs verbannt.

„Rassismus gefährdet ihre Empathie“, wirbt Pro-Asyl.    Der Feminismus trug wesentlich zur Überbewertung der Empathie bei.  Dennoch hätte ein Blick in das Forum von Focus genügt, dass dort so gut wie kein Leser  (auch keine Leserin) den „empathie“-geleiteten Werturteilen des Focus zustimmt.

Die höchste Zustimmungsrate erreichen all jene Beiträge, die dem edlen Seenotretter eine exemplarische Strafe wünschen.

So z.B. Maximilian Müller 2018-05-01: Wie kommt man an den WhatsApp-Kontakt, bzw. Telefonnummer des Flüchtlingshelfers? Steht die in der täglichen Flüchtlingszeitung? Wie viele dieser Kontakte gibt es mittlerweile? Und das soll man nicht seltsam oder verdächtig finden. Es geht hier mehr um die Schlepperindustrie. Entweder ist der Herr …… direkt beteiligt und kassiert mit, oder er ist zumindest ein fester Bestandteil dieser Schlepperbanden. Oder steht er übergeordnet auf Soros Gehaltsliste. Wenn er wirklich nur helfen wollte, hätte er die Flüchtlinge zurück zu den nahe gelegenen Küsten in die Türkei oder Griechenland gebracht und nach Europa. Folglich doch ein Schlepper! Und das muss auch zurecht geahndet werden. Hoffentlich haben die in Griechenland nicht solche Richter und Staatsanwälte wie wir hier in Deutschland.

Ingrid Götzken 2018-05-01: Alleine dieser Artikel ist der Beweis dass es Absprachen zwischen den s.g. Flüchtlingen und ihren „Rettern“ gibt. Hier gab es sogar eine Whats App Nachricht an das „Rettungsboot“ also standen die doch auch in Kontakt oder woher wissen die alle an wen sie sich zu wenden haben ? In dem Bericht über die Sea Watch wollten die doch alle ihr klapperiges Holzboot nicht verlassen, als die Syrische Küstenwache sie retten wollte. Es wäre das falsche Schiff, sie hätten doch ein anderes angerufen und ihre Position durchgegeben, darauf würden sie jetzt warten. Daraus wurde aber nichts sie wurden mit Gewalt gerettet – DAS ist keine Seenot, DAS ist bewusste Schlepperei und durch so einen Wahnsinn kommen immer mehr Menschen ums Leben. Alle auf die Luftmatratze und die Retter benachrichtigen, wo soll das denn noch enden…..

Somit zeigen die Leser ein stärkeres Differenzierungsvermögen und eine entwickeltere Sittlichkeit als der Focus.

Es fehlt allerdings auf beiden Seiten die Erkenntnis, dass das Rechtssystem aufgrund Straßburger Urteile die MenschenrechtlerInnen schützt.

Sie leisten tatsächlich eine Fluchthilfe-Arbeit, zu der die griechische Regierung gemäß Straßburger Rechtsprechung verpflichtet ist.

Diese Verpflichtung erkennt die griechische Regierung auch ebenso wie die italienische an.
Protest gegen die Straßburger Rechtsprechung ist bislang nicht vernommen worden.
Schließlich ergibt sich diese Rechtsprechung auch folgerichtig aus dem Nichtzurückweisungsprinzip, das die Staaten 1967 uneingeschränkt anerkannt haben.

Unter Berufung auf „Empathie“ und gestützt auf Soros-Geldregen füllen die MenschenrechtlerInnen somit eine Lücke in einem System aus, das von den allseits anerkannten höchsten Gerichten Europas gewollt ist.

Noch mehr als an „Empathie“ dürften sich die MenschenrechtlerInnen an dem Machtgefühl berauschen, das mit ihrer Rolle als Erzwinger einer von den höchsten Rechts- und Moralinstanzen gewollten Neuen Weltordnung einhergeht.

Zugleich ist es eine Neue Weltordnung, von der niemand etwas wissen will.
Nicht einmal diejenigen, die gerne täglich in der Weltgeschichte nach Spuren von NWO und Illuminaten fahnden, möchten zur Kenntnis nehmen, was das heute anerkannte „Recht“ sagt, denn dieses anerkannte Recht ist ja offensichtlich ein genozidales Unrecht, das unveräußerliche Rechte der Völker verletzt.

Wer kann aber anerkennen, dass das geltende Recht Unrecht ist?
Weder den Unterstützern des HumanitärUNrechts noch seinen Gegnern ist an so einer Feststellung gelegen.

Da niemand sich die Welt so kompliziert machen will, suchen alle Ausflüchte.
„So ist das doch nicht gemeint!“
„Das gilt doch nur im Fall von Landkontakt!“
„Das gilt doch nur bei echten Flüchtlingen!“
„Die Schlepper sind schuld!“
„George Soros ist schuld!“

Und wie wir wissen, leben wir in einer Welt der „populistischen Vereinfacher“, die Komplexität vermeiden wollen, wobei die gnadenlosesten Vereinfacher in den Büros der Menschenrechtsvereine sitzen, wozu man getrost auch die Humanitären Hetzmedien zählen kann. Sie greifen mit ihren Bildern gezielt die Grundlagen der vernunftbasierten Sittlichkeit an.                    *) Original: https://bayernistfrei.com/2018/05/02/empathie/

www.conservo.wordpress.com     5.5.2018

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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2 Antworten zu 10 Jahre Knast für Empathie-Rausch?

  1. gelbkehlchen schreibt:

    Auch dieser Artikel geht von einer falschen Vorstellung und Auffassung von Empathie aus. Nicht nur die Flüchtlinge sind Menschen, obwohl sie zur Zeit als Übermenschen dargestellt werden, sondern auch die Gastgeber sind Menschen, die zur Zeit als sklavische Untermenschen missbraucht werden. Wer nur den einen Menschen Empathie entgegenbringt, und damit die anderen Menschen versklavt, hat nichts mit Empathie zu tun, sondern nur mit bequemer und fauler Scheinheiligkeit. Diese Journalisten haben nämlich nur Empathie in faulen und bequemen Worten, aber die mühseligen Taten sollen andere tun, die sie dann versklaven. Sie haben keine Empathie mit der eigenen Gemeinschaft, sondern nur mit den Fremden, die offensichtlich unfähig sind, sich zu Hause selbst ein gutes Land aufzubauen.

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  2. Walter schreibt:

    Alles richtig!!!
    In den Knast mit dem Schlepper!!!
    Und alle „Guti“ nach Kalkutti!!!

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