Das Existenzrecht Israels und die Reformierung des arabischen Denkens

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

Der zukünftige König von Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammad bin Salman, scheint es mit seinem Anliegen, das Reich reformieren zu wollen, wirklich ernst zu meinen.

Kürzlich gab es wieder einmal eine Äußerung aus seinem Munde, die dafür spricht, dass er wirklich etwas verändern will.

Am Montag, den 2. April, veröffentlichte die amerikanische Zeitschrift The Atlantic einen Bericht über ein Interview, das Jeffrey Goldberg mit dem saudischen Thronerben geführt hatte und in dem Mohammad bin Salman doch tatsächlich gesagt hatte, die Israelis hätten ein Recht auf ihr eigenes Land.1

Dass ausgerechnet der zukünftige Herrscher des Landes, das wahrscheinlich die größte Brutstätte des islamischen Fundamentalismus ist, so etwas sagen würde, hätte ich – wenn man mir das vor ein oder zwei Jahren erzählt hätte – nicht für möglich gehalten. Offiziell hat Saudi-Arabien Israels Existenzrecht bisher nicht anerkannt. Es bestehen offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen zwischen diesen Ländern.

Bisher war es eher so, dass arabische Führer Israels Existenz – grollend und widerwillig – als Realität akzeptiert haben, nicht aber, dass die Juden ein Recht auf ihren eigenen Staat hätten. Der saudische Kronprinz hat hier andere Töne angeschlagen, als man sie aus der arabischen Welt kennt.

Der Mullah-Staat Iran reagierte darauf, wie es erwartbar war. Der Oberste Führer, Ayatollah Ali Khamenei, erklärte: „Eine Entwicklung hin zu Verhandlungen mit dem betrügerischen, lügnerischen und unterdrückerischen Regime [in Israel] ist ein großer, unverzeihlicher Fehler, der den Sieg des palästinensischen Volkes zurückwerfen wird.“2

Ohne dass Saudi-Arabien oder sein Kronprinz speziell erwähnt würden, hieß es in der Stellungnahme des Revolutionsführers, dass alle Muslime verpflichtet seien, die palästinensischen „Widerstandsbewegungen“ zu unterstützen. Auch werde der Iran dies weiterhin tun.

Nun gut, was soll er auch sonst sagen? Die Vernichtung des jüdischen Staates ist eines der obersten Ziele des aggressiven iranischen Regimes, des laut US-Außenministerium größten staatlichen Sponsors des Terrorismus.3 Antisemitismus ist fester Bestandteil der Mullah-Staatsdoktrin.4 Khamenei bleibt sich und den Zielen seines Staates treu.

Der Iran hat es mit Hilfe der von ihm finanzierten, ausgerüsteten und trainierten Dschihadisten bereits geschafft, den Irak, große Teile Syriens und den Libanon unter Kontrolle zu bekommen. Ein von Teheran beherrschter Landkorridor bis ans Mittelmeer nimmt Gestalt an. Somit rücken Irans Fußsoldaten gefährlich nahe an Israels Grenzen heran und wetzen bereits ihre Messer. Auch in Afghanistan und im Jemen mischen die Mullahs mit.

Ob der saudische Kronprinz sein Land wirklich wesentlich verändern kann, ist offen. Für saudische Verhältnisse ist es schon bemerkenswert, was sich dort tut, aber man sollte sich keine Illusionen darüber machen, dass man die über Generationen angerichteten Schäden nicht ohne Weiteres rückgängig machen kann. Herzen und Hirne der Saudis wurden mit Hass auf „Ungläubige“ vergiftet. Auch besteht leider die Möglichkeit, dass Reformversuche von den Fundamentalisten zum Scheitern gebracht werden. (Unter den Radikalen im eigenen Land, aber auch anderswo in der islamischen Welt hat Mohammad bin Salman sich bereits eine Menge Feinde gemacht.)

Saudi-Arabien ist mitverantwortlich für den Export der dschihadistischen Ideologie über Ländergrenzen hinweg, Dschihadisten wurden von Saudis in großem Stil gefördert. Fundamentalismus ist in der islamischen Welt kein Minderheitenphänomen5, ebenso ist der Judenhass alltäglich.6 Beides importieren sich Deutschland und Europa gerade en masse.7

Beim Judenhass will ich für einen Moment verweilen, denn mir scheint, Lee Smith liegt richtig mit seiner Einschätzung, dass für eine echte Modernisierung der arabischen Welt die Überwindung des Juden- und Israelhasses fundamental wäre. (Aber das gilt natürlich genauso für nicht-arabische Nationen wie den Iran.)

Der Antisemitismus hat sich tief in die Köpfe dieser Menschen hinein gefressen und das Geistesleben der arabischen Welt korrumpiert und pervertiert. Es kommt dort unten auch deshalb nichts voran, weil man sich daran gewöhnt hat, für das eigene Versagen immer wieder den gleichen Sündenbock verantwortlich zu machen: die Juden. Oder die natürlich von den Juden bzw. den Zionisten – von wem auch sonst? – beherrschten USA. (Anmerkung: Der Wissenschaftler Bassam Tibi hat darauf verwiesen, dass die Bezeichnungen „Jude“ (Yahudi) und „Zionist“ (Sahyuni) in der arabischen Welt heute synonym verwendet werden.)

Von wenigen klarsichtigen Gelehrten einmal abgesehen, hinterfragen die Menschen nicht, ob sie selbst irgendwelche Fehler gemacht haben könnten, derentwegen es ihren Ländern wirtschaftlich schlecht geht, derentwegen sie der Welt kein neues Wissen, keinerlei Innovation zu vermitteln haben.

Nein, die Anhänger des einzig wahren Glaubens können keine Fehler gemacht haben. „Ihr [die Muslime] seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift glauben würden, wäre es wahrlich besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler.“, heißt es in Sure 3, Vers 110, des Koran. Im Islam ist es nicht vorgesehen, irgendetwas zu hinterfragen. „Islam“ heißt – entgegen dem, was links-grüne Volkspädagogen behaupten – nicht „Frieden“, sondern „Unterwerfung“, unter Allahs Willen.

Allah kann unmöglich etwas Falsches von seinen Gläubigen verlangen. Was er und sein Gesandter Mohammed gesagt haben, ist das einzig Wahre.

Dieser im Islam angelegte Glaube an die eigene Überlegenheit in Kombination mit Judenhass ist eine toxische Mischung. Wobei der Judenhass auch unter mehr oder weniger säkular eingestellten Arabern nichts Besonderes ist und bei ihnen nicht weniger zerstörerisch wirkt.

Die Unfähigkeit, sich selbst und das eigene Weltbild zu hinterfragen, führt in Kombination mit der Fixierung auf den ewigen jüdischen Sündenbock zu einer Unfähigkeit zur Reform. Wir müssen ja gar nichts ändern! Es könnte uns allen doch so gut gehen, wenn dieses vermaledeite Israel endlich weg wäre! Das ist unser eigentliches Problem!8

Lee Smith schreibt richtiger Weise: „Kritik am Antisemitismus konzentriert sich typischer Weise auf den Schaden, den er Juden zufügt, aber das ist nur ein Teil der Gleichung. Zu bedenken ist auch, was er mit denjenigen macht, die vom Antisemitismus befallen sind (…), indem er sie in völlig Irre verwandelt, die unfähig sind, die Welt zu verstehen und in ihr rational zu agieren. Wenn Sie daran glauben, dass ein Prozent der Weltbevölkerung den globalen Wohlstand, die Kommunikationssysteme oder sogar das Wetter kontrolliert, wird es zunehmend schwierig, zu funktionieren. Wenn eine ganze Gesellschaft diese Weltsicht übernimmt, ist es vorbei. ‘Die Juden kontrollieren das Wetter‘, das ist kein Ausgangspunkt, von dem aus irgendjemand vorwärts kommen kann.

Nehmen wir das Beispiel Syrien, dessen Herrscher es zweckmäßig fanden, rivalisierende Sekten und Stämme durch einen oppositionellen Nationalismus zu blenden, der auf einem ewigen Krieg gegen den jüdischen Staat basiert. (…)

Irans Antisemitismus ist gefährlich für Israel, aber seien wir ehrlich: Jerusalem hat ein großes nukleares Arsenal und kann auf sich selbst aufpassen (…) Der Antisemitismus, der das Markenzeichen des Wahnsinns der iranischen Führung ist, ist für den Iran selbst gefährlicher – eine Gefahr, die durch das Streben des Regimes nach Atomwaffen noch vergrößert wird.

Folglich ist die iranische Bedrohung nicht nur eine militärische, sondern auch eine kulturelle. Deshalb versucht MBS [Mohammad bin Salman], die regionale Ordnung seit der Zeit nach 1979 im Eiltempo rückgängig zu machen, die nun vom Obskurantenregime in Teheran repräsentiert wird, das nicht nur Krieg gegen Israel, sondern gegen alle seine Nachbarn führt, vom Persischen Golf bis zum östlichen Mittelmeer. Um Saudi-Arabien auf dem Kurs in die andere Richtung, nämlich in die Zukunft, zu halten, wäre es der logische Schritt für einen Mann, der daran geht, das System zu erschüttern, Israel zu akzeptieren.“9

Dem kann ich kaum etwas hinzufügen.

Nur eine kleine Einschränkung möchte ich machen. Ich bin zwar auch der Meinung, dass Israel – Gott sei Dank – stark genug ist und sich doch jetzt nicht von den Mullahs die hart erkämpfte Existenz streitig machen lassen wird. Aber Israels Stärke sollte kein Grund für den Westen sein, den jüdischen Staat nicht weiter zu unterstützen. Die Bedrohung durch den Iran und die von ihm unterstützten Dschihadisten muss sehr ernst genommen werden. Erstens sollte es, wenn das angeblich so intensiv betriebene Lernen aus der Geschichte überhaupt einen Sinn gehabt haben soll, selbstverständlich sein, Israel und den Juden gegen den heutigen antisemitischen Totalitarismus aus der islamischen Welt beizustehen. Zweitens betrifft die Destabilisierung der Region durch Terror und Krieg ja letztendlich auch den Westen – z. B. dadurch, dass Flüchtlingsströme wie der aus Syrien produziert werden, die unsere eigene Zivilisation auch in existenzielle Gefahr bringen.

Ich schrieb bereits darüber, dass ohne ein Eingreifen des Westens, vor allem Amerikas, der Vormarsch des Iran wohl nicht gestoppt und die Syrien-Krise nicht gelöst werden kann.

Derzeit wird darüber diskutiert, die amerikanischen Streitkräfte aus Syrien zurückzuziehen.10 Ich hoffe inständig, Donald Trump, der bisher Vieles gut gemacht hat11, wiederholt nicht diesen Elementarfehler seines Vorgängers. Obamas übereilter Abzug aus dem Irak hat den Weg frei gemacht für die Übernahme durch den Iran. Darüber hinaus wäre es vielleicht möglich gewesen, den späteren IS bereits im Keim zu ersticken, wenn die Amerikaner länger im Land geblieben wären.

Jetzt aus Syrien wegzugehen, wäre wie ein Freifahrtschein für die Mullahs. Ganz abgesehen davon, dass dieses gebeutelte Land noch nicht befriedet und die Flüchtlingskrise noch lange nicht gelöst ist.

Quellen:

  1. The Atlantic, 2.4.2018: „Saudi Crown Prince: Iran’s Supreme Leader ‚Makes Hitler Look Good’“ by Jeffrey Goldberg https://www.theatlantic.com/international/archive/2018/04/mohammed-bin-salman-iran-israel/557036/
  2. Middle East Eye, 4.4.2018: „Iran’s supreme leader: Israel talks would be ‚unforgivable’“ http://www.middleeasteye.net/news/negotiating-israel-would-be-unforgivable-irans-supreme-leader-1642664710
  3. U.S. Department of State: Country Reports on Terrorism 2016 / Chapter 3: State Sponsors of Terrorism https://www.state.gov/j/ct/rls/crt/2016/272235.htm
  4. Siehe meine Iran-Updates vom 20.2.2018, Abschnitt II: „Die geistige Saat Khomeinis: Schiitischer Judenhass“
  5. Siehe meinen Artikel „Nur eine kleine Minderheit? Studien zum islamischen Fundamentalismus“
  6. Basler Zeitung, 13.3.2017: „Die Rückkehr des Judenhasses“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/standard/Die-Rueckkehr-des-Judenhasses/story/17648613
  7. Philosophia Perennis, 27.3.2018: „Der millionenfach importierte Antisemitismus beginnt zu wirken“ von Michael Kornowski

https://philosophia-perennis.com/2018/03/27/umschweife-amp/

Basler Zeitung, 5.4.2018: „Wenn Europa so weitermacht, wird es zu Eurabia“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/europa/wenn-europa-so-weitermacht-wird-es-zu-eurabia/story/20258524

  1. PragerU: „What’s Holding the Arab World Back?“ by Bret Stephens (Veröffentlicht: 30.1.2017) https://www.youtube.com/watch?v=aAOzlinU94g
  2. Tablet Magazine, 4.4.2018: „The Secret to Successful Arab Modernization is to Stop Hating Israel“ by Lee Smith http://www.tabletmag.com/scroll/259407/the-secret-to-successful-arab-modernization-is-to-stop-hating-israel
  3. Gatestone Institute, 5.4.2018: „Is Trump About to Repeat Obama’s Worst Mistake?“ by Malcolm Lowe https://www.gatestoneinstitute.org/12120/syria-trump-obama
  4. Jüdische Rundschau, 11.1.2018: „Der Erfolg des Unangepassten“ von Markus Somm http://juedischerundschau.de/der-erfolg-des-unangepassten-135911161/

Siehe außerdem: Middle-East-Info.org: Anti-Semitism

http://www.middle-east-info.org/gateway/antisemitism/

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*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.

www.conservo.wordpress.com     13.05.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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7 Antworten zu Das Existenzrecht Israels und die Reformierung des arabischen Denkens

  1. Pingback: Ist der Platz Deutschlands neben einem islamofaschistischen Iran ? | 99 Thesen

  2. Paul schreibt:

    Man kann dem syrischen Herrscher viel vorwerfen. Alle seine potenziellen Nachfolger wären aber noch viel schlimmer. Unter Assad gab es relative religiöse Freiheit. Inclusive Christen. Man nenne hier bitte andere Moslemführer, die vergleichbar wären. Diese Argumentation stößt leider auch in Europa auf taube Ohren.

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  3. Ulfried schreibt:

    A. F. Lauber schreibt:
    (…)Ich schrieb bereits darüber, dass ohne ein Eingreifen des Westens, vor allem Amerikas, der Vormarsch des Iran wohl nicht gestoppt und die Syrien-Krise nicht gelöst werden kann(…)
    A. F. Lauber, wer hat den „ARABISCHEN FRÜHLING“ inszeniert? Soll der „WESTEN“ der das alles in Brand setzte, jetzt auch löschen? Syrien war ein wirtschaftlich – kulturell blühendes Land mit seinem Regierungschef Assad (studierter Augenarzt) bis die CIA (Mossad?) gesteuerten IS- Horden den „arabischen Frühling“. Hätte die Nato diese „bunten“ Kriegsverbrechen nicht inszeniert, wäre Syrien auch heut noch ein blühendes Land mit einem der intelligentesten Völker. Wann ist der Iran Syrien zu Hilfe geeilt – vor oder nach der Invasion ausländischer Verbrecher auch aus Deutschland? Herr Lauber, in einem vorhergegangenen Blog habe ich dargelegt wie Israel und Iran kooperieren, Uwe Barschel fiel dieser Connection zum Opfer. US- NATO hat diesen Angriffskrieg gegen Syrien inszeniert – Israel ist deren engster Veründeter.

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  4. Ulfried schreibt:

    Ich bin jetzt 65 Jahre alt und habe viele kommen und gehen sehen. Es wäre für mich eine große Freude, wenn das islamische Gebilde Iran uintergeht und Persien wieder aufersteht. Persien ist weder Islam noch arabisch – genau wie mein Deutschland, doch das begreifen die Wenigsten.

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  5. Karl Schippendraht schreibt:

    ……… wenn das islamische Gebilde Iran uintergeht und Persien wieder aufersteht………

    Ähnlich Ägypten . Auch Ägypten kann sich auf eine uralte Hochkultur berufen und hat es eigentlich überhaupt nicht nötig , auf dem Niveau von Dummheit , Diktatur , Primitivität und Rückständigkeit zu existieren .

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    • Ulfried schreibt:

      Richtig, und was Den Iran betrifft ist es doch so, daß der Revolutions Ayatolla in Paris lebte und vom Westen auf seine Rolle vorbereitet wurde. So wurden ab dem 20.Jahrhundert fast alle Revolutionen gesteuert. Was wir sehen ist freimaurerische und demagogische Schmieren Komödie. Die stecken alle unter einer Decke.

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  6. Fritz schreibt:

    Ein Werbeartikel für die so verfolgten Juden. Die Armen sind so bedroht, es fehlt nur noch die magische Zahl. Interessanter Weise wird mit keinem Wort darauf ein gegangen, warum sich dieser Volksstamm derartiger Unbeliebtheit erfreut. Womöglich nicht nur bei Moslems. Ganz einfach, weil ohne Ursache keine Wirkung erfolgt. Ein Blick in die Geschichte dieses Volkes könnte Erhellung bringen.

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