Der Teufel spricht katholisch – Nun auch Fronleichnamsprozession abgesagt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Feigheit vor dem Islam?

In der rund tausendjährigen Geschichte der Fronleichnamsprozessionen war die Teilnahme für die Gläubigen immer auch eine Demonstration furchtlosen Bekennermutes und des Bekenntnisses zu Jesus Christus.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Fronleichnamsprozession von vielen Katholiken als Demonstration ihres Glaubens gegen die nationalsozialistische Weltanschauung und die Diktatur verstanden. Das haben die frommen Gottesmänner heute wohl vergessen. Denn heute würde ihnen wohl nicht einfallen, (wenigstens in katholischen Gegenden) die Fronleichnamsprozession gerade in den Zeiten der zunehmenden islamischen Bedrohung „als Demonstration ihres Glaubens“ stattfinden zu lassen.

Die Kirche hat der Mut verlassen
„Demonstration des Glaubens“? Aber bitte doch nicht öffentlich – bitte nicht außerhalb der Kirchen! Es genügt, wenn z. B. zum Ende des Ramadan völlig fanatisierte Schiiten durch deutsche Städte laufen, sich mit nacktem Oberkörper selbst geißeln und/oder mit der flachen Hand mit großer Wucht schlagen, bis das Blut spritzt. Zum Abschluß der mehrstündigen „Prozession“ wird von ihnen ein Sarg über die Köpfe gehoben. Also, eine deutliche Demonstration ihres Glaubens.Wir „Gläubigen“ stehen fassungslos daneben – genauso fassungslos, wie wir die Absagen der Fronleichnamsprozession hinnehmen (Bericht siehe unten).

Das Konzil von Trient (1545–1563) bestätigte das Fronleichnamsfest und wertete es als deutliche, katholische Demonstration auf. Es erklärte:

„Außerdem erklärt der heilige Kirchenrat, es sei eine vorzügliche fromme und erbauliche Sitte …, daß alle Jahr dieses erhabene und ehrwürdige Sakrament … durch die Straßen und öffentlichen Plätze herumgetragen werde.“

Nun ja, das ist 600 Jahre her – fast zum Jahresgedächtnis des Entstehens des Islam. Das paßt doch! Das paßt ins Bild einer aggressiv wirkenden Ideologie einerseits und einer mehr und mehr zurückweichenden Religion andererseits – wie der folgende Vorgang zeigt:

„Das Kreuz mit den Sicherheitsauflagen…“

„domradio.de“ berichtet über die Absage der traditionellen und bedeutenden Fronleichnamsprozession in Bergkamen und spricht mit dem Pfarrer. Sein hilfloses Gestammel ist äußeres Zeichen der allgemeinen Verunsicherung der Kirche:

DOMRADIO.DE: „…Die Fronleichnamsprozession der Kirchengemeinde Sankt Elisabeth in Bergkamen im Ruhrgebiet ist abgesagt. Grund sind neue Sicherheitsbestimmungen der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna und der Polizei, die für Straßenumzüge gelten. (…)

„So eine Prozession abzusagen, fällt nicht leicht, oder?“, fragt domradio Pfarrer Thorsten Neudenberger (Sankt Elisabeth in Bergkamen). (…)
„Was ist denn da schiefgelaufen, daß Sie das jetzt absagen mußten?“

Neudenberger: „Wir haben einen Brief vom Planungsamt der Stadt Bergkamen bekommen. In diesem Brief wurde uns mitgeteilt, daß wir erhöhte Sicherheitsbedingungen zu erfüllen hätten. Wir hätten Absperrgitter stellen müssen, drei Lkw oder Pkw an neuralgischen Kreuzungen aufstellen müssen. Wir hätten den Prozessionsweg absperren sollen, auch jeweils mit zwei Wächtern an diesen Absperrungen für die ganze Zeit der Prozession. Und das war doch eine sehr starke Herausforderung.“

DOMRADIO.DE: „Sie haben davon erst sehr kurzfristig erfahren? Warum? Das alles in nur zwei Wochen zu organisieren, ist schwierig, oder?“

Neudenberger: „Genau, das ist schwierig zu organisieren. Das ist irgendwie nach Rücksprache mit übergeordneten Behörden so passiert. Warum, weiß ich auch nicht.“

DOMRADIO.DE: „Nun heißt es, ehrenamtliche Helfer hätten für die Sicherheit sorgen sollen. Aber das war nicht möglich zu organisieren? Oder was war der Grund?“

Neudenberger: „Das ist schon eine Herausforderung, diese zusätzlichen ehrenamtlichen Helfer zu finden, weil natürlich durch die Aufbauten der Segens-Altäre schon sehr viele Kräfte gebunden sind (…)
Die Fragen, die sich mir anschließend aber stellten, waren: Wie ist das, wenn jetzt ehrenamtliche Helfer eine Absperrung vornehmen und es passiert etwas. Wir hoffen das alle nicht, aber es kann durchaus sein, dass ein Auto tatsächlich in diese Absperrung fährt. Wer übernimmt dann die Verantwortung? (…)Die Fragen waren so virulent und brenzlig, dass wir uns letztendlich entschieden haben, für dieses Jahr abzusagen, um die Fragen wirklich zu klären und auch im neuen Jahr neu an den Start gehen zu können…“

DOMRADIO.DE: „Bei jedem Fußballspiel gibt es viele Hundertschaften von Polizisten, die für Sicherheit sorgen. Warum gibt es dann keine Unterstützung für diese Prozession?“

Neudenberger: „Das weiß ich im Grunde auch nicht. Allerdings habe ich von Veranstaltungen gehört, die ähnliche Auflagen hatten, von einem Seifenkistenrennen, von einem Schützenumzug. Ich kenne das schon seit ein paar Jahren, weil unsere Kindergärten bei den Martinzügen auch vergleichbare Auflagen haben. Auch sie müssen selber für ihre Sicherheit sorgen und das natürlich nochmal in besonderer Weise für das Pferd, das im Martinszug mitgeht.“

DOMRADIO.DE: „Das heißt für die kommenden Jahre wird daran gearbeitet? Es wird also in Zukunft wieder eine Prozession geben?“

Neudenberger: „Es wird vor den Sommerferien noch ein Gespräch mit unserem Landrat geben, dem Landrat des Kreises Unna. Das betrifft alle Gemeinden hier, wobei ich glaube, dass wir die einzige Gemeinde sind, die tatsächlich absagt. Wir werden nochmal alle zusammensitzen, diese Fragen erörtern und dann hoffentlich auch Antworten auf diese Fragen bekommen können. Für dieses Jahr haben wir entschieden, den Gottesdienst in der Kirche zu feiern und dort auch kräftig zu beten, aber dann im Anschluss nicht herauszukommen…“
(Quelle: https://www.domradio.de/audio/fronleichnamsprozession-aus-sicherheitsgruenden-abgesagt-ein-interview-mit-thorsten)
—–

conservo meint: Ich bin fassungslos. So viel Hilflosigkeit! Hätte man alle diese Fragen nicht rechtzeitiger klären können? So entsteht der feste Eindruck, daß diese letztlich organisatorischen Fragen nur vorgeschoben sind, um die Absage der Prozession besser „verkaufen“ zu können.

Kann sich jemand vorstellen, daß z. B. die Hadsch (Mekka) abgesagt würde, um die Christen nicht zu verprellen? Sic transit gloria dei!

http://www.conservo.wordpress.com          Fronleichnam, 31. Mai 2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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30 Antworten zu Der Teufel spricht katholisch – Nun auch Fronleichnamsprozession abgesagt

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. gelbkehlchen schreibt:

    Merkel sagt, die Grenzen können nicht gesichert werden, aber dann müssen Merkel Steine öffentliche Veranstaltungen sichern. Das ist so pervers, weit weg vom gesunden Menschenverstand.
    An euch Katholiken hier im Forum, an Sie, guter Peter Helmes, an Freya und an Ulfried:
    In Madfeld im Sauerland bei Brilon, ca. 30 km südlich von Paderborn, meinem Geburtsort, wurden früher die Straßen mit wunderschönen Blütenmustern geschmückt vor der Prozession, hauptsächlich von den Frauen, und dann wurde dieses wunderschöne Lied aus dem Erzbistum Paderborn, das wirklich von einer Frohen Botschaft = eu angelion = Evangelium kündete und nichts mit einer Drohbotschaft gemein hatte. Es lautete:
    1. Laßt Christen hoch den Jubel schallen und schwingt die Herzen himmelan.
    Gott ist mit uns und uns vor allen hat seine Huld sich kundgetan. Laßt uns vereint in frommen weisen anbetend das Geheimnis preisen, das uns nach seines Vaters Rat der Sohn zum Heil gegeben hat. Halleluja, halleluja.

    2.Wie sollen wir gebührend preisen in Brot und Wein das höchste Gut? /Wie können wir dir Dank erweisen, die du erkauf mit deinem Blut? / Die Gotteslieb soll uns verbinden, / der Welt wolln wir dein Heil verkünden, / verknüpft als Glieder deines Bunds sind wir mit Gott und Gott mit uns. / Halleluja, Halleluja.

    3.Verborgen unter den Gestalten von Brot und Wein verehren wir / auf dem Altar der Liebe Walten. Du selbst, oh Herr, erscheinst uns hier. Du kommst aus deiner ewgen Höhe, / wir preisen deiner Gottheit Nähe, / wir rühmen dich mit Herz und Mund, da du mit uns im heilgen Bund. / Halleluja, Halleluja.

    4. Drum laßt mit Dank uns nieder fallen, denn Großes hat der Herr getan. / Er ist mit uns, und uns vor allem weist die Geheimnis himmelan. / Wir wollen dich anbetend ehren / den Glauben und die Liebe mehren. / Schenk uns an deinem Leiben teil, denn nur in dir allein ist Heil. / Halleluja, Halleluja.
    Die Melodie ist auch wunderschön, wie man hier in der Paderborner Libori Prozession von 2014 sehen kann:

    • Ulfried schreibt:

      gelbkehlchen, Menschen wie du machen mir Mut. Viele Prüfungen, doch bestanden, Danke

      • gelbkehlchen schreibt:

        Bis zum Ende der Fünfzigerjahre hatte ich auch ein sehr gutes Verhältnis zur katholischen Kirche. Es gab bei uns in dem kleinen sauerländischen Dorf Madfeld 3 Prozessionen, die Feld Prozession auf Dreifaltigkeit, eine Woche nach Pfingsten, eine Prozession die wohl soviel ich weiß einmal versprochen wurde wegen der Pest, die Fronleichnamsprozession und die Margareten Prozession im Juli – Margareta war die Heilige unserer Pfarrkirche. Besonders an die Feldprozession kann ich mich erinnern, sie war bestimmt 5 km, sie ging bis in die Gegend des nächsten Dorfes, Bleiwäsche, wo auch der Pastor von Bleiwäsche bei der dortigen Station übernahm. Ich ging vielleicht als fünfjähriger bei Papa an der Hand, unterwegs wurde unter anderem das Lied „Lasst Christen hoch den Jubel schallen“ gesungen, ein frohes, hoffnungsvolles Lied mit der Melodie und dem Text, indem nichts zu erkennen ist von der Drohbotschaft. Zum Schluss kehrte die Prozession in unsere kleine Dorfkirche ein, und das Lied „Großer Gott wir loben Dich“ erschallte aus vielen Kehlen – damals sangen die Leute noch richtig mit, der Organist zog alle Register und unsere kleine Dorfkirche erbebte zum Lob des Schöpfer Gottes.
        Auch diese Prozessionen bewirkten ein Gemeinschaftsgefühl in unserem kleinen Dorf, das eigentlich damals wie eine große Familie war. Außerdem verursachten sie damals schon bei mir als Kind ein gutes Gefühl, und zwar das Gefühl, dass alles ein gutes Ende nimmt. Doch dann zog unsere Familie um von Madfeld im Sauerland nach Heessen im Münsterland, heute zu Hamm gehörig, weil mein Vater bei der Bundeswehr war. Dort im Beicht – und Kommunionunterricht 1960/1961 erzählte uns die Lehrerin Fräulein Derschka, der Pastor Halbeisen, der Kaplan Booms von der ewigen Hölle, von lässlicher Sünde und Todsünde und der Unterscheidung zwischen beiden, und dass, wenn man eine Todsünde auf dem Buckel hat und plötzlich stirbt, und sie vorher nicht gebeichtet hat oder zumindest bereut hat, dass man dann geradewegs in die ewige Hölle hinab fährt. Man verlangte auch von uns kleinen Kindern, 8 Jahre und 9 Jahre, dass man diese Unterscheidung zwischen lässlicher Sünde und Todsünde machen konnte. Es gibt 3 Kriterien für eine Todsünde:
        a) schwere Sache
        b) mit freien willen
        c) man ist sich der schweren Sündhaftichtkeit voll bewusst.
        Außerdem verlangte man von uns kleinen Kindern, dass wir bei der Gewissenserforschung vor der Beichte die Sünden auf einen Zettel schreiben sollten, ihn dann mit in den Beichtstuhl nehmen sollten und dem Priester vorlesen sollten.
        Damit wir auch keine Sünde vergaßen, und wenn wir eine absichtlich verschweigen würden, wäre die Beichte ungültig und man würde eine neue Todsünde begehen, weil man die Beichte missbrauchen würde.
        Seitdem, also seit 1960 bzw. 1961 war mein vorher gutes Verhältnis zur katholischen Kirche zerstört.
        Wie gesagt, bisher hat sich diese Lehre der katholischen Kirche nicht verändert, nachzulesen im Katechismus der katholischen Kirche (KKK), im Internet unter auf der Seite des Vatikans. Nur die Verkündigung hat sich verändert, besonders für euch beiden, Ulfried und Freya, hat man in den 2000 er Jahren nur die Rosinen herausgepickt, weil man sich nicht mehr traute, die bedrohliche Lehre der katholischen Kirche zu predigen. Wäret ihr in einer katholischen Gegend aufgewachsen in den fünfziger Jahren und Anfang der Sechzigerjahre und hättet schon als Kind diese bedrohliche Lehre erfahren, dann würdet ihr über die katholische Kirche vielleicht anders denken.

  3. conservo schreibt:

    Liebes Gelbkehlchen, danke für den schönen Artikelhinweis. Bei mir war es genauso: Für jeden Ort im Rheinland waren – und sind leider nur noch selten – Fronleichnamsprozessionen nicht nur normal, sondern fast eine Pflichtveranstaltung.
    Tagelang flochten die Frauen der Kath. Frauengemeinschaft und des „marianischen Jungfrauenvereins“ (die gab´s damals noch!!!! – Wer jetzt lacht, wird zum Schämen in die Ecke gestellt! Blödsinn aus! -) Kränze und Girlanden. Blumen wurden vorbereitet, und mit den Blüten wurden am sehr frühen Morgen vor der Prozession die vier Altäre ausgeschmückt und vor ihnen ein riesiger Blütenteppich ausgebreitet. Die Anlieger eines Altars wetteiferten mit denen der anderen Altäre um die schönste Dekoration.
    Ich war 6 Jahre „Obermeßdiener“ und durfte deshalb eine besondere Rolle spielen – meist als Weihrauchschwenker. Später, als Mitglied des Stadtrates, gingen wir selbstverständlich direkt hinter dem Himmel mit – nächst dem Pfarrer, von Schützen in Uniform begleitet. Ein erhabenes Gefühl! (Man verzeihe mir den sentimentalen Ausrutscher!)

    • gelbkehlchen schreibt:

      Habt ihr im Rheinland auch das oben genannte Lied gesungen? Oder gab es das nur im Erzbistum Paderborn?

      • conservo schreibt:

        Nein, da es (damals) von Diözese zu Diözese unterschiedliche Gesangbücher gab, waren auch die Lieder unterschiedlich. Aber das „Großer Gott wir loben Dich“ schmetterten alle!

        • Freya schreibt:

          „Großer Gott wir loben Dich“ ist mein absoluter Kirchen-Hit, wenn ich das mal so sagen darf. Kleine Anekdote dazu:
          Ich war mal tagelang in der Weinlese der Heiligen Hildegard, Abtei Sankt Hildegard in Rüdesheim. Als wir am letzten Tag völlig dreckig und verklebt, alle Knochen fühlend und glücklich, das Ende erreicht zu haben, in den geschmückten Traktoren in den Klosterhof einbogen, ließen die Nonnen die Glocken läuten. Im Innenhof erwarteten uns die barmherzigen Schwestern zum Empfang; und dabei schmetterten sie aus voller Kehle „Großer Gott, wir loben Dich.“ Ich bin damals in Tränen ausgebrochen, schon allein der Anblick!, und nunja, es wurde mir das allerliebste Liebeslied für Gott, vor allem die letzte Strophe ist so schön.
          ganz liebe Grüße von Freya

      • Freya schreibt:

        Danke liebes Gelbkehlchen, für diese schönen Erinnerungen. Ich habe das alles erst nach der DDR-Zeit im Rheinland und an der Mosel kennen- und schätzen gelernt. Schade, sehr schade, das es sich alles so entwickelt.Traditionen (nicht nur die religiösen) waren der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhielt, und mit ihrem Wegfall verlieren wir auch das, alle Gesellschaftsschichten verbindende Element, jedenfalls aus meiner Sicht. Was wir verlieren, wenn wir Jesus verachten, da will ich gar nicht erst anfangen mit….;-) herzliche patriotische Grüße von Freya

        • gelbkehlchen schreibt:

          Bis zum Ende der Fünfzigerjahre hatte ich auch ein sehr gutes Verhältnis zur katholischen Kirche. Es gab bei uns in dem kleinen sauerländischen Dorf Madfeld 3 Prozessionen, die Feld Prozession auf Dreifaltigkeit, eine Woche nach Pfingsten, eine Prozession die wohl soviel ich weiß einmal versprochen wurde wegen der Pest, die Fronleichnamsprozession und die Margareten Prozession im Juli – Margareta war die Heilige unserer Pfarrkirche. Besonders an die Feldprozession kann ich mich erinnern, sie war bestimmt 5 km, sie ging bis in die Gegend des nächsten Dorfes, Bleiwäsche, wo auch der Pastor von Bleiwäsche bei der dortigen Station übernahm. Ich ging vielleicht als fünfjähriger bei Papa an der Hand, unterwegs wurde unter anderem das Lied „Lasst Christen hoch den Jubel schallen“ gesungen, ein frohes, hoffnungsvolles Lied mit der Melodie und dem Text, indem nichts zu erkennen ist von der Drohbotschaft. Zum Schluss kehrte die Prozession in unsere kleine Dorfkirche ein, und das Lied „Großer Gott wir loben Dich“ erschallte aus vielen Kehlen – damals sangen die Leute noch richtig mit, der Organist zog alle Register und unsere kleine Dorfkirche erbebte zum Lob des Schöpfer Gottes.
          Auch diese Prozessionen bewirkten ein Gemeinschaftsgefühl in unserem kleinen Dorf, das eigentlich damals wie eine große Familie war. Außerdem verursachten sie damals schon bei mir als Kind ein gutes Gefühl, und zwar das Gefühl, dass alles ein gutes Ende nimmt. Doch dann zog unsere Familie um von Madfeld im Sauerland nach Heessen im Münsterland, heute zu Hamm gehörig, weil mein Vater bei der Bundeswehr war. Dort im Beicht – und Kommunionunterricht 1960/1961 erzählte uns die Lehrerin Fräulein Derschka, der Pastor Halbeisen, der Kaplan Booms von der ewigen Hölle, von lässlicher Sünde und Todsünde und der Unterscheidung zwischen beiden, und dass, wenn man eine Todsünde auf dem Buckel hat und plötzlich stirbt, und sie vorher nicht gebeichtet hat oder zumindest bereut hat, dass man dann geradewegs in die ewige Hölle hinab fährt. Man verlangte auch von uns kleinen Kindern, 8 Jahre und 9 Jahre, dass man diese Unterscheidung zwischen lässlicher Sünde und Todsünde machen konnte. Es gibt 3 Kriterien für eine Todsünde:
          a) schwere Sache
          b) mit freien willen
          c) man ist sich der schweren Sündhaftichtkeit voll bewusst.
          Außerdem verlangte man von uns kleinen Kindern, dass wir bei der Gewissenserforschung vor der Beichte die Sünden auf einen Zettel schreiben sollten, ihn dann mit in den Beichtstuhl nehmen sollten und dem Priester vorlesen sollten.
          Damit wir auch keine Sünde vergaßen, und wenn wir eine absichtlich verschweigen würden, wäre die Beichte ungültig und man würde eine neue Todsünde begehen, weil man die Beichte missbrauchen würde.
          Seitdem, also seit 1960 bzw. 1961 war mein vorher gutes Verhältnis zur katholischen Kirche zerstört.
          Wie gesagt, bisher hat sich diese Lehre der katholischen Kirche nicht verändert, nachzulesen im Katechismus der katholischen Kirche (KKK), im Internet unter auf der Seite des Vatikans. Nur die Verkündigung hat sich verändert, besonders für euch beiden, Ulfried und Freya, hat man in den 2000 er Jahren nur die Rosinen herausgepickt, weil man sich nicht mehr traute, die bedrohliche Lehre der katholischen Kirche zu predigen. Wäret ihr in einer katholischen Gegend aufgewachsen in den fünfziger Jahren und Anfang der Sechzigerjahre und hättet schon als Kind diese bedrohliche Lehre erfahren, dann würdet ihr über die katholische Kirche vielleicht anders denken.

  4. Semenchkare schreibt:

    Fronleichnam?
    Ich als Atheist uns auch noch Ostdeutscher, musste erst mal googeln was und wofür das gut ist. Mhm, man hat die

    -> „Demo für Gott und den Heiland“ <- (=meine Interpretation)

    also abgesagt. Werter Herr Helmes, wundert Sie das wirlich? Bei den politischen/medialen Zuständen, in denen ständig dem Morgenlande und dem Islam gehuldigt wird! Oder den Deutschen die NS-Keule (Schuldkult) auf vielen TV-Kanälen um die Ohren gehauen wird. Da stören die kath.Cristen nur!
    Stellen Sie sich mal beispielsweise eine kombinierte Demo/Prozession aus PEGIDEN und Christen vor… Schnappatmung auf allen Ebenen !

    Für die gläubige Christenheit:
    Video-Kanal

    Catholic Sat
    36.757 Abonnenten

    https://www.youtube.com/user/catholicsat/feed

    • conservo schreibt:

      Danke! Klasse Idee! Eine gemeinsame Prozession! Hätte ich auch draufkommen müssen. Aber, um bei katholisch zu bleiben: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr…“

      • Semenchkare schreibt:

        Nö …
        Es kommt auf den Priester und den politischen Kopf der
        Widerständler an . “ Tja , wolln wir oder wolln wir nich..?““

        „Kirchen mucke“ wie ICH sie mag!! Hart und Kultig!

        Powerwolf – In the Name of God

  5. Blindleistungsträger schreibt:

    ZITAT: „Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Fronleichnamsprozession von vielen Katholiken als Demonstration ihres Glaubens gegen die nationalsozialistische Weltanschauung und die Diktatur verstanden.“ Früher und heute: Während der Zeit des Internationalsozialismus wird die Unterlassung der Fronleichnamsprozession von vielen Katholiken als Demonstration ihres Glaubens für die internationalsozialistische Weltanschauung und die Diktatur verstanden.

  6. Semenchkare schreibt:

    Feierliche Prozession am Fest Maria, Hilfe der Christen, aus Turin, Italien 24. Mai 2018

    Feierliche Prozession am Fest Maria, Hilfe der Christen, angeführt von Erzbischof Cesare Nosiglia, Erzbischof von Turin, aus der Basilika di Maria Ausiliatrice, Turin, Italien.

    (Fronleichnam ist wahrscheinlich ab morgen oder so bei Catholic Sat zu finden)

  7. nixgut schreibt:

    Hat dies auf Islamnixgut rebloggt.

  8. Querkopf schreibt:

    Alles nur aus Feigheit vor dem Islam. Aber zum Glück gibt es auch noch mutige katholische Pfarrer, die gerade deshalb mit einer Fronleichnams-Prozession ein deutliches Zeichen auf der Strasse setzen. — „Im Übrigen erinnere ich Euch daran, dass Merkel weg muß!“

  9. Semenchkare schreibt:

    Catholic Sat

    Pontifikalamt an Fronleichnam auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom 31. Mai 2018

  10. karlschippendraht schreibt:

    Bin ich froh , dass ich mich als humanistischer Atheist mit derartigen Sorgen nicht befassen muss !

    • Ulfried schreibt:

      Goethe Faust Kap.5
      Andrer Bürger:
      Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
      Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
      Wenn hinten, weit, in der Türkei,
      Die Völker aufeinander schlagen.
      Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
      Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
      Dann kehrt man abends froh nach Haus,
      Und segnet Fried und Friedenszeiten.
      Dritter Bürger:
      Herr Nachbar, ja! So laß ich’s auch geschehn:
      Sie mögen sich die Köpfe spalten,
      Mag alles durcheinander gehn;
      Doch nur zu Hause bleib’s beim alten…
      Tja liebe Spießbürger und dann sang der Voksmund so:
      Warte, warte nur ein Weilchen,
      bald kommt Haarmann auch zu dir,
      mit dem kleinen Hackebeilchen,
      macht er Schabefleisch aus dir….
      Haarmann heißt heute anders- Haßzahn oder so ähnlich. Was ist eigentlich ein atheistischer Humanist? Lerne gern dazu.

  11. lostlisa schreibt:

    Armes Deutschland, arme katholische Kirche, armes Bergkamen, armer Pfarrer Thorsten Neudenberger.
    Was wäre wenn die Hadsch von Christen bedroht wäre?
    Würde die Hadsch abgesagt? Bestimmt nicht.
    Dann würden die Messer etc. fliegen und jede Menge Blut fließen.

    • Freya schreibt:

      Hallo lostlisa, richtig, das mag man sich umgekehrt nicht vorstellen….
      Mir erwächst der Eindruck, das diese Islamanhänger ganz genau wissen, das die heutigen Christen niemals ihre Hadsch bedrohen würden. Bedrohung schließt sich quasi aus, doch es betrifft auch Buddhisten und Hindus
      (Ahimsa (Sanskrit, f., अहिंसा, ahiṃsā, wörtlich das Nicht-Verletzen) bedeutet Gewaltlosigkeit – eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus. Es handelt sich um eine Verhaltensregel, die das Töten oder Verletzen von Lebewesen untersagt bzw. auf ein unumgängliches Minimum beschränkt, quelle wikipedia)

      …..normalerweise dürfen die alle niemandem was zu leide tun. Nur die Moslems müssen quasi von Hause aus messern und draufschlagen. Und wenn man weiß, das andere sich nicht wehren werden……bleibt da viel Spielraum. lGFreya

      • Freya schreibt:

        Ich bin katholische Christin, doch ich halte es in diesem Fall mehr wie Jeanne d´Arc……
        Ich werde mich wehren !!!!!!!!! lGFreya

  12. pressefreiheit24 schreibt:

    Hat dies auf pressefreiheit24 rebloggt.

  13. Ich dachte für Christliche Proz. gilt das Demonstrationsrecht nicht…?

  14. terminegegenmerkel schreibt:

    Gibt’s da viele Moslems in Bergkamen.

  15. francomacorisano schreibt:

    Noch vor wenigen Jahren waren keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen für Fronleichnamsprozessionen notwendig, Warum jetzt??? „Danke“ Frau Merkel…

  16. Freya schreibt:

    Das Weglassen der Proszessionen darf durchaus als eine weiterer Schritt zur Islamisierung verstanden werden. Heute denke ich sogar, vielleicht haben die ganzen Aktivisten, die sich Jahrzehnte dafür einsetzten, das überall die Kreuze aus dem öffentlichen Leben verschwinden sollten, schon vorgehabt, sie durch den Halbmond zu ersetzen. Denn wo bleibt deren Aufschrei, gegen die islamischen Symbole, Burka usw.? Man hört so wenig von denen, und macht sich so seine Gedanken….

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