Das Wunder von Chemnitz

(www.conservo.wordpress.com)

Sebastian Henning

Von Sebastian Hennig

Preise dein Glück, gesegnetes Sachsen…

In Sachsen folgt ein milder Nachsommer auf afrikanische Hitzewochen. Im Schatten des Kolossalhaupts grasen die Löwen neben den Lämmern. Durch die Herde wogt Erregung. Da wird ausgeschlagen, gemäht und gebäht. Ein Windspiel erzeigte sich wölfisch und noch klebt frisches Blut des gerissenen Schafs am Boden. Die seit einigen Jahren in Rudeln durch die sächsische Oase streifenden maghrebinischen Dackel und levantinischen Pinscher erwecken Argwohn. Dann sieht sich ein Schock Schutzmänner mit Streifen und Raute auf dem Ärmel einer tausendköpfigen Menge gegenüber, die eingefaßt ist von explosiven Fußball- Aficionados. Gleichwohl explodiert nichts.

Es ereignet sich das Wunder von Chemnitz. Die Räuber hätten die Gendarmen überrollen können. Die einmalige Gelegenheit lassen die wilden Kerle verstreichen, bleiben gewaltbereit ohne gewalttätig zu werden. Sonst besteht das abendliche Geschehen aus fotogener Rangelei und Gerenne. Ein Zeuge berichtet: „An einem Platz wurden mehrere Ausländer von den Hooligans eingekesselt und man führte eine Leibesvisitation durch. Alle Ausländer waren mit Messern bewaffnet. Diese Messer wurden eingesammelt und der Polizei übergeben.“Meinte das der vormalige Ministerpräsident des wiedergegründeten Freistaates Sachsen Kurt Biedenkopf, als er am 29. August 2018 in der Television äußert: „Wenn man die Sache dem Staat überlässt und der Polizei, dann wird das nicht gelingen.“ Zwei weitere Magi preisen den Stern der Freiheit. Der tschechische Präsident Miloš Zeman bekundet am 30. August seine Sympathie für die Versammelten in Chemnitz. Landtagspräsident Matthias Rößler schlägt vor, anstelle Dresdens für die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 besser Chemnitz zu unterstützen. Das ist einleuchtend. Präsidentenmund tut Wahrheit kund.

Ein Beitrag von Werner Patzelt schließt mit dem Satz: „Vielleicht ist es einfach so, daß Sachsen nur so lange klein beigeben, wie es gar nicht anders geht.“ Die in Chemnitz unterbliebenen Ausbrüche werden von anderer Seite nachgeholt. Nicht der III. Weg sondern die vierte Gewalt rastet völlig aus. Schmächtige Hooligans der Tastatur geben sich jenem Triumph der Übermacht hin, dem sich das Stiernackenkommando der dritten Halbzeit versagt hat. In den Redaktionen, landauf, landab, wird der eigene Bedeutungsverlusts noch einmal durch propagandistisches Trommelfeuer kompensiert. Die Artillerie der Augsteinorgeln löscht jeden Widerstand aus und zermürbt die Hirne. Ein publizistisches Flächenbombardement hat in einem nahezu dreißigjährigen Krieg bereits Hoyerswerda, Sebnitz, Mügeln, Dresden, Heidenau, Freital, Clausnitz, Bautzen ausradiert. Nun steht Chemnitz auf der Zielkarte des moral bombing einer toxischen Menschlichkeit. Es geht um nichts weniger als die bedingungslose Kapitulation aller Sachsen-Nazis von der CDU in der Dresdner Staatskanzlei bis zu den NS-Boys vor dem Chemnitzer Stadion. Ernst Jünger notiert wenige Tage nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki am 12. August 1945 in sein Tagebuch: „Schmitz berichtet mir das Wort eines Amerikaners, den er in Burgwedel getroffen hatte und das ich nicht übel fand: „Es ist gut, daß Hitler diese Waffe nicht gekannt hat – er würde sie verwandt haben.““ Nach der nämlichen Logik wird bedenkenlos die Superbombe über dem Zielgebiet abgeworfen. Die Zerstörung der Demokratie durch ihre vorgeblichen Verteidiger ist eine Art Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Eine Zeitung berichtet vorsichtig oder versehentlich von einer durch Rechte getragenen anstatt einer rechten Kundgebung. Das kommt der Wirklichkeit nahe. Die Chemnitzer Herde befindet sich in größter Irritation. Verlassen von Hirten und Hunden, sucht sie sich dennoch zu wahren und nimmt dabei so Aufstellung, das der zu erwartende Aufprall, die geringste Opferzahl erwarten läßt. Statt friedlich im Stall den Tag ihrer Schächtung abzuwarten harren die ermatteten Schafsköpfe hinter den düster grollenden Schafsböcken aus. An breiten Schultern bergen sich jene, die sich allein nicht mehr auf die Straße wagen. Nicht weil sie sich öffentlich zu kompromittieren befürchten, sondern einzig wegen der physischen Bedrohung. Weil sie anders keine Beachtung finden, legen ganz normale Chemnitzer ihre Lasten nieder auf die Nacken vierschrötiger Kerle aus der Szene samt zugereister Schlachtenbummler. Zugleich wirkt sich ihre hilfsbedürftige Gegenwart mäßigend auf diese Burschen mit dem notorischen Kraftüberschuß aus. Das unvermutete Generationsbündnis ist ein weiteres Merkmal des Wunders von Chemnitz.

Die nächstfolgende Versammlung am Montag resümiert der Polizeisprecher: Demonstranten von Pro Chemnitz hätten nicht gehindert werden können, zu den Gegnern hinüberzuwechseln. Weiter spricht er von Pyrotechnik und Flaschen „die von der einen auf die andere Seite geworfen wurde“ ohne die Flugrichtung anzugeben. Auch die zwei Verletzten werden keiner Seite zugeordnet. Später zeigt sich, daß sie auf das Konto selbst erklärter Nazijäger gehen. Im Polizeibericht steht: „Ebenso begannen sich ca. 200 Teilnehmer der Versammlung „Die Linke“ im Stadthallenpark zu vermummen.“ (Haben sich schon einmal Hundertschaften von AfD-Anhängern vermummt?) Aus der Nacht tauchen diese Dunkelmänner wieder auf. „Gegen 21.35 Uhr wurde bekannt, dass sich ca. 200 Personen in der Hartmannstraße vermummen und mit Stöcken sowie Stangen bewaffneten. Wenig später kam es zu Übergriffen auf ehemalige Versammlungsteilnehmer, die im Begriff waren, abzureisen. Unter anderem wurden wiederum pyrotechnische Erzeugnisse durch Vermummte geworfen. Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt. Es wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.“ Das Fazit: „Dennoch gelang es den Einsatzkräften, die Versammlungsfreiheit und die Sicherheit der Teilnehmer weitgehend zu gewährleisten.“ Wer das Kräfteverhältnis dieses Abends berücksichtigt, der kann erahnen woran das gelegen hat.

In seinem „Titan“ läßt Jean Paul verlauten: „der Regent ist der Ober-Hirt, nicht der Schächter des Staats, sogar die Wollscheere nehm´ er nicht so oft als die Hirtenflöte in die Hand; …“ Hier aber ruft die Gerichtsfanfare zum Schauprozess. Niemand kommt ungeschoren davon. Gut und Böse, Schuld und Entschuldbares, Unverzeihliches und Läßliches wurden zuvor festgelegt, die passenden Bilder werden nachgereicht, Beweise bleiben aus. Abweichende Anblicke werden anders gedeutet. Mit wechselndem Augenkneifen rückt alles per Daumensprung immer weiter nach rechts. Die Polizei hatte Öffentlichkeitsarbeit für die Regierung verrichten. Aus einem struppigen Bündel Wildkräuter, für dessen Kultivierung jahrelang nichts getan wurde, soll ein vorzeigbares Bukett entstehen. Die Journalisten liefern nötigenfalls etwas Verschleierungskraut für pfiffige Floristik-Ideen. Hetze mit Herz statt nüchterner Liebe. Der Anblick der protestierenden Menge wird unterlegt mit dem Bild vom getrockneten Blut des Opfers. Eben dieses selbst betriebenen Mißbrauchs für eigene Zwecke, wird dann die Gegenseite bezichtigt. Eine Kommentatorin versteigt sich dazu, an Herschel Grynszpans Pariser Mord an Exellenz Neurath und die damals inszenierten Folgen zu erinnern. Und genauso ist es auch, nur eben anders herum.

Die Times stellt kühl-sachlich fest: „Aus dem ganzen Land sind Demonstranten in die Stadt geeilt. Unter ihnen sind Konservative, die kaum Kontroverses, sondern lediglich eine bessere Integration von Immigrantengemeinden verlangen.“ Perfides Albion. Maas (und Habermaß) strafe England.

Vom mutmaßlichen Täter Yousef hören wir, er soll ein lieber und netter Kerl gewesen sein, der nur „manchmal komisch“ wurde. Weil er oft mit viel Geld unterwegs war, steckte er immer ein Messer zu sich. Jetzt wo wir aufgeklärt wurden, welch rechter Mob sich zuweilen durch die von angloamerikanischen Bomberverbänden im Verein mit sozialistischen Stadtplanern geräumig gestaltete Innenstadt wälzt, verstehen wir diese josephinischen Vorkehrungen. Ein arabischer Satz auf seinem Gesichtsbuchprofil wird automatisch ins Deutsche übersetzt mit: „Ich werde Euch töten, meine Freunde!“ in Englisch allerdings ist die Rede von „I miss you, my friends.“ Ebenso irreführend wie die Sprachautomatik funktioniert die Übersetzung der Wirklichkeit durch die Journalisten. With kill regards. Killingly yours. Die reizend-blasierte Feuilleton-Kokotte Ronja von Rönne verkündete vor Jahr und Tag:„Ich bin es übrigens müde, immer über die AfD zu reden aber leider ist es die AfD nicht müde zu einer immer gewichtigeren Partei zu werden“ Ferda Ataman fragte im Mai auf Spiegel- Online: „Sind Ossis auch nur Migranten?“ Nach den Demonstrationen forderten die Konkurrenzparteien eine geheimdienstliche Ausspähung der AfD. Allerdings waren die Befürworter nur in der alten Republik in der Überzahl und im Anschlussgebiet machten sie nicht einmal ganz die Hälfte aus. Die Menschen haben hier während der letzten achtzig Jahren Dinge erlebt, von denen sie bis heute lieber nicht unumwunden reden wollen, schon gar nicht mit denen, deren von Zweifel vibrierende Gesichter mit geborgten Gewißheiten und Vorurteilen gepanzert sind. Sie sind entschlossen in ihrer Verzweiflung, während jene völlig zerrüttet sind von ihrer Sicherheit. Eine (Wieder)vereinigung bleibt unausweichlich.

„Mein Freund, wir lieben uns, und es wird schlimm.“

Alles wird nach soziologischen Gesichtspunkten gedeutet, nur die Gesellschaft selbst mit dem Kalkül eines Innenarchitekten taxiert. Die Einrichtung der Behausung soll den Schwieger- oder Stiefeltern, gegebenenfalls dem Vormund zusagen. Aber wenn man ihnen das letzte Licht ausknipst, muß man sich nicht wundern, das Silberfischchen über die Tapeten huschen. Urtiere, die gegenwärtig geblieben sind. Tief im Germany liegt verborgen immer noch ein Deutschland. Die DDR ergab den mageren Kleister von dem es sich nährte, während westwärts die fette Nährlösung des Wohlstands die Flügel die sie wachsen ließ gleich wieder verklebte.

Das Versammlungsgeschehen von Chemnitz ist zugleich der Ausdruck des Ringens zwischen Großstadt und umgebender Landschaft. Die Grenzen der einen zur anderen sind in Sachsen durchlässiger als anderswo und das Erzgebirge ist das am dichtesten besiedelte Mittelgebirge Deutschlands. Hier liegt bis auf den Kamm hinauf eine freie Stadt an der anderen. Hier lebt man herrschaftsfrei und doch beherrscht. Das Berggeschrey zog seit dem Mittelalter tüchtige Unternehmer an. Die Ausbeutung wurde genossenschaftlich betrieben. Als die Gruben sich im 18. und 19. Jahrhundert langsam erschöpften, gelang damals schon ein beispielhafter Strukturwandel. Das Gezähe aus Industriefleiß und Heimatliebe erhält die Leute in ihrem Land. Die Brüderlichkeit hat hierzulande noch keine Mode streng geteilt. Der realexistierende Sozialismus der DDR vermochte einen „Kommunismus des Geistes“ (Hölderlin) nicht zu erledigen. Um diese unerwünschte Gemeinschaft zu exorzieren wurden Partygäste aus allen Landesteilen zu einem Gratisfestival unter dem bezeichnenden Motto „Wir sind mehr“ nach Chemnitz gerufen. Der Kreuzzug der Rechtgläubigen soll die lokale Vielfalt egalisieren.

Dabei geht es nicht um Wahrheit und Objektivität. Es geht um Macht und Deutungshoheit. Als unverzeihlich gilt es, daß die Gescholtenen das inzwischen erkannt haben. Am Donnerstag griff die imaginierte Lynchjustiz von Chemnitz auf einen Journalisten aus. Fernsehschaffende wollten von einem Minderjährigen wissen, „Ob das ein Problem wäre, wenn wir mal kurz den Balkon benutzen.“ Nachdem sie eine Weile aus der Privatwohnung filmten wurde das Geschehen um sie dynamischer als das zu ihren Füßen:

„Plötzlich stand dann halt ein Mann hinter uns, sehr sehr kräftig, hat uns von hinten am Schlafittchen gepackt und uns rausgezogen.“ Der Medienschaffende guckt ernst aus braunen Augen während ganz sachlich berichtet, was ihm widerfuhr. Die Treppe wären sie hinabgeworfen worden und „die Kamera ist kapuhut.“ Leute gleich ihm haben weit mehr zerstört an jenen Tagen in Chemnitz und zuvor in Dresden, Sebnitz, Heidenau, ganz Sachsen, Deutschland und darüber hinaus. Als der Reporter Manuel Gogos vor einem Jahr von einem impulsiven Bannerträger der Identitären Bewegung in Dresden einige unüberlegte Worte für seine Reportage einsammeln will, wird er von diesem auf die Medienabteilung verwiesen. Frustriert höhnt der Abgeblitzte: „Soviel zu Volkes Stimme“. Friedrich Hölderlins „Stimme des Volkes“ sei ihm nahegelegt: „Du seiest Gottes Stimme so glaubt ich sonst, in heilger Jugend; ja, und ich sag es noch! Um unsre Weisheit unbekümmert rauschen die Ströme doch auch, und dennoch, wer liebt sie nicht? Und immer bewegen sie das Herz mir…“ Wer liebt sie nicht? Das ist die entscheidende Frage.

www.conservo.wordpress.com   12.09.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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13 Antworten zu Das Wunder von Chemnitz

  1. pogge schreibt:

    NEIN, DIE sind NICHT mehr, DIESE BÖSEN LINKEN-JUSO-PSYCHOS !!!! sondern WIR DIE GUTEN RECHTEN SIND MEHR MEHRHEIT !!!!!

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  2. Stefanie Neubert schreibt:

    Mit 67Jahren und einem langen schweren Arbeitsleben, immer rechtschaffen und ehrlich, bin ich nun, durch Definition von Presse und Politik, zum hartgesottenen gewaltbereiten Nazi geworden. Mein Verbrechen besteht darin, dass ich wegen der fast täglich in Deutschland stattfindenden Übergriffe und Morde durch illegal Zugereiste auf die Strasse gegangen bin. Nur habe ich mich erdreistet auf der Seite der gewaltfreien AfD zu stehen, anstatt auf der Seite der Flaschen und Steinen werfenden guten Linken. Nun ja, ist der Ruf erstmal ruiniert, lebt es sich bekanntlich ungeniert. Darum JETZT ERST RECHT!

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  3. ceterum_censeo schreibt:

    Von: ‚NZZ‘:

    „Extrem gewaltbereit“

    Wenn es zur Konfrontation kommt, gelten Autonome als extrem gewaltbereit. Laut Verfassungsschutz nehmen sie «sogar schwerste Verletzungen ihrer Opfer in Kauf». In Hamburg, wo fast 500 Beamte verletzt wurden, veröffentlichte die Polizei unter anderem Bilder von zentimetertiefen Fleischwunden, die von Metallkugeln stammen sollen. Diese seien mit Zwillen abgeschossen worden und in der Lage, gepanzerte Schutzkleidung zu durchschlagen. Dazu kommen Pflastersteine, Flaschen, Böller und Molotowcocktails.“

    Wer also gefährdet die Republik?

    Sh. auch: Tichys Einblick
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/goergens-feder/wer-gefaehrdet-die-republik/

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/im-bundestag-entgleist-der-voll-besetzte-schulz-zug/

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  4. Rasputin schreibt:

    Ich traue den vom Wohlstand verwöhnten Bayern keine politische Wende zu, weshalb ich zum kleineren Übel tendiert hätte, das die CSU ihren Platz behauptet. Mit der Schießbudenfigur Söder die sich selbst abschießt unmöglich. Was hatte Söder früher in den Medien getönt mit vernünftigen Ansichten der AFD, die Glaubwürdigkeit ist futsch. Er hat alle Hoffnungen zerschlagen mit der AFD notfalls zu koalieren für eine vernünftige Politik und verhält sich wie ein propagandistisches Waschweib, das am Sessel der Macht klebt und bläst zur Hetze und Verleumdung auf die AFD, so dass selbst hartgesottene Wähler das Weite suchen. Wenn Söder einen Anflug von Klugheit besessen hätte, hätte er sich mit dem politischen Gegner fair auseinander gesetzt und ich hätte damals diesen Schaumbubi noch als Bundeskanzler vorstellen können, grauenhaft, aber da wusste ich noch nicht, wie arg die Lage in Bayern schon ist. Mein Rat, wenn dieser Bayerncasanova nicht noch mehr abtrünnige Wähler haben will, Einstellung von Hetze und Verleumdung, faire Auseinandersetzung mit politischen Gegnern und ein eigenes Profil, welches nicht von Mutti Merkel abgesegnet werden muss.

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  5. ceterum_censeo schreibt:

    Übrigens noch: “ ….der oberste Verfassungsschützer gesagt hatte, ihm lägen „keine belastbaren Informationen“ darüber vor, dass in Chemnitz Hetzjagden stattgefunden hätten. Vielmehr sprächen „gute Gründe“ dafür, dass es sich bei einem entsprechenden Video „um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken“.“

    Und das was sich in diesen Tagen an Widerlichkeiten abgespielt hat, die ich hier nicht mehr einzeln zu benennen brauche – genannt seien nur das Hochstilisieren eines nichtsagenden Kurz-Videos aus höchst dubioser Quelle zu ‚Hetzjagden‘ , das abscheuliche linksradikale gewaltverherrlichende sog. ‚Konzert‘, bis hin zu den Erbärmlichkeiten des armseligen triefäugigen Würstchens asu Würselen (Na, hat’s Flascherl geschmeckt?) -all das geradezu ein absolut treffender Beweis, WIE RECHT Herr Maaßen mit seiner Einschätzung hat!

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  6. ceterum_censeo schreibt:

    Liebe ‚Gemeinde‘ – das was ich soeben gefunden habe, möchte ich doch nicht für mich behalten:
    Stefan Aust über Merkel: „Galoppierender Rinderwahn ausgebrochen“
    https://www.journalistenwatch.com/2018/09/14/stefan-aust-merkel/
    Stefan Aust über Merkel: „Galoppierender Rinderwahn ausgebrochen“
    u.a:
    „Es drängt sich der Verdacht auf, als sei in diesem Lande der kollektive, parteiübergreifende, galoppierende Rinderwahn ausgebrochen.“

    Absolut zutreffend; und gerade was ‚MerKILL‘ anbelangt, so habe ich schon lange den Eindruck, daß ein solches, verbrecherisches Handeln gegenüber Deutschland dem deutschen Volk und die absurde Gleichgültigkeit gegenüber bder täglichen ‚Messereien‘ und zahlloser anderen Verbrechen zu erklären sein muß – sh. auch die bekannte Einschätzung des renommierten Psychiaters Dr. Maaz .

    Womit – auf dieser Basis – das planvolle, verbrecherische Handeln MerKILL’SS keineswegs relativiert und ausgeschlossen werden soll: „ Ich habe einen Plan .. für den ich kämpfe …‘

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    • Freya schreibt:

      Hallo lieber cc. „Es drängt sich der Verdacht auf, als sei in diesem Lande der kollektive, parteiübergreifende, galoppierende Rinderwahn ausgebrochen.“ Da kann man Hr. Aust nur zustimmen. So kommt es unsereinem auch vor. Das Gute ist: Man merkt allenthalben, das jetzt immer mehr Medienleute, sagen wir ruhig unterm Stein vorgekrochen kommen. Sogar die hetzerische und kanzlerinnentreue t-online hat schon kürzlich getitelt, es fehle an Führung. Als Bildunterschirft unter Merkel….ich musste zweimal hinschauen, ob die das wirklich geschrieben haben. Ja, der Geist von Chemnitz kann ich nur sagen, der wirkt.
      liebe Grüße an Dich von Freya.

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    • Rasputin schreibt:

      Übrigens lieber CC, konnte gar nicht glauben Andre Nahles will Kanzlerin werden, da bleibt einem die Spucke weg. Also Merkel ist schon ein Ungeheuer, aber Nahles kann das noch toppen.

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