Holocaust-Leugnung und Holocaust-Inversion

Die Vorbereitung der nächsten Schoah?

Von Adrian F. Lauber

Der „Mythos vom Massaker an den Juden“ sei von den westlichen Staaten „erfunden worden“, um mitten in der islamischen Welt einen jüdischen Staat zu errichten.1

– Mahmud Ahmadinedschad, von 2005 bis 2013 Präsident des Iran

Hitlers Behandlung der Juden in Europa sei darauf zurückzuführen gewesen, dass sie wie „ein Schmerz im Nacken“ gewesen seien. Die Juden hätten Reichtümer besessen und ein Propagandaimperium kontrolliert. Außerdem hätten die Nationalsozialisten Europa erfolgreich vor dem Zionismus bewahrt. 2

– Ayatollah Ali Akbar Haschemi Rafsandschani, von 1980 bis 1989 Parlamentspräsident, von 1989 bis 1997 Präsident des Iran und von 2007 bis 2011 Vorsitzender des Expertenrates (Von westlichen Medien gern als „moderat“ oder als „Reformer“ angepriesen)

„Der Holocaust ist ein Ereignis, dessen Wirklichkeit unsicher ist, und wenn es sich ereignet hat, so ist unklar, wie es sich ereignet hat.“ 3

– Ayatollah Ali Khamenei, seit 1989 Oberster Führer des Iran

Kaum zu fassen, dass man sich siebzig Jahre nach dem Holocaust noch damit beschäftigen muss, dass dieses historische Verbrechen, die Ermordung von ca. sechs Millionen europäischen Juden, allen Ernstes von nicht wenigen Menschen geleugnet wird, obwohl es zu den am besten dokumentierten Ereignissen der Geschichte zählt.Aber das Wiedererstarken des Judenhasses in seinen verschiedenen Ausprägungen plus der Import dieses Hasses aus der islamischen Welt nach Deutschland machen eine Beschäftigung mit diesem Gedankengut dringend notwendig. Es ist wichtig, dass diejenigen, die noch klar denken können, gewappnet sind gegen die Ideologien der Extremisten.

I. Die Fakten sprechen Klartext

Holocaust-Leugnung ist hierzulande die längste Zeit eine exklusive Domäne von extremen Rechten gewesen. Über ihre Motive muss man nicht lange spekulieren. Es handelt sich um Leute, die Anhänger Hitlers, der nationalsozialistischen Weltanschauung und des auf dieser Basis gegründeten politischen Systems sind. Sie wünschen sich die Wiederrichtung eines solchen oder ähnlichen Regimes.

Aber damit die gelingen kann, muss das historische NS-Regime zumindest von seinem schlimmsten Verbrechen rein gewaschen werden. Es geht darum, dieses Regime und die ihm zugrunde liegende Weltanschauung wieder diskutabel und respektabel erscheinen zu lassen.

Außerdem geht es darum, die angeblich mit dem schlechten Gewissen geknechteten und völlig willenlos gemachten Deutschen von dieser Last zu befreien und einem großen, nationalistischen Aufbegehren den Weg zu bereiten.

Die Varianten der Holocaust-Leugnung reichen von vollständigem Abstreiten dieses Verbrechens über Zweifel an der technischen Machbarkeit der Ermordung von ca. sechs Millionen innerhalb so kurzer Zeit bis hin zu der Behauptung, Adolf Hitler habe den Genozid an den Juden nie befohlen, ja nicht einmal davon gewusst.

Diese steile These vertrat der britische Schriftsteller David Irving (der bald eine prominente Figur in der rechtsextremen Szene wurde) schon vor vierzig Jahren. Er stellte in Abrede, dass Adolf Hitler je den Genozid an den Juden befohlen oder gewollt habe. Vielmehr hätten seine Paladine ohne Hitlers Wissen dieses Verbrechen geplant und ausgeführt.4

Irving wurde bereits damals, im Jahr 1977, u. a. vom deutschen Historiker Martin Broszat ausführlich widerlegt.5 Irving hatte seine These auf sehr dürftige Quellen gestützt und das, was seine These widerlegen musste, einfach ignoriert.

Wahr ist lediglich, dass uns kein schriftlicher Führerbefehl zur Ausführung des Judenmordes überliefert ist und vermutlich hat es einen solchen nie gegeben.

Aber Hitler hat am 30. Januar 1939 den Genozid an den Juden vor dem versammelten Reichstag explizit angedroht. (Und dafür tosenden Beifall geerntet) In seiner kranken, paranoiden Weltsicht waren die Juden ja bekanntlich an allen Übeln dieser Welt schuld, so auch schon am Ersten Weltkrieg. Hitler sagte:

Ich bin in meinem Leben sehr oft Prophet gewesen und wurde meistens ausgelacht. (…) Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Am 13. Dezember 1941 – Hitler hatte wenige Tage zuvor den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt – notierte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in sein Tagebuch: „Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muss die notwendige Folge sein.“

Mit der Lösung der „Judenfrage“ betraute Hitler seinen Reichsmarschall Hermann Göring und der wiederum erteilte mit einem Schreiben vom 31.7.1941 dem Chef des Reichssicherheitshauptamtes der SS, SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, die Anweisung, alle notwendigen Vorkehrungen für „eine Gesamtlösung der Judenfrage“ im deutschen Machtbereich in Europa zu treffen.

Am 20. Januar 1942 fand unter Heydrichs Vorsitz die Wannsee-Konferenz in Berlin statt. Das erhaltene Protokoll belegt, dass die Judenvernichtung von fast allen bedeutenden Verwaltungsbehörden des Reiches organisiert wurde und dass die Ausrottung von ca. elf Millionen Juden geplant war.6

Hitler mag keinen schriftlichen Judenvernichtungsbefehl erteilt haben, aber sowohl Göring als auch der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, haben sich mehrfach ausdrücklich auf mündliche Befehle Hitlers berufen. Auch Adolf Eichmann sprach von einem solchen Befehl, von dem ihn Heydrich unterrichtet habe.

Himmler hielt am 4. und 6. Oktober 1943 im Rathaus von Posen zwei damals zunächst geheime Reden, die schriftlich und in ersterem Fall zum Teil auch auf Schallplatte festgehalten worden sind. Der SS-Chef sprach vor einem ausgewählten Publikum (erst vor ranghohen SS-Mitgliedern anlässlich einer Gruppenführertagung, bei der nächsten Gelegenheit vor Reichs- und Gauleitern) in aller Offenheit über die gerade stattfindende Ausrottung der Juden. Er verzichtete dabei auch auf die sonst übliche Sprachregelung, die den Massenmord euphemistisch verschleiern sollte. („Arbeitseinsatz“, „Sonderbehandlung“, „Evakuierung“, das Vokabular ist bekannt.)

Himmler sagte am 4.10.1943: „Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ ‚ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ (…) Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. (…) Wir würden wahrscheinlich jetzt in das Stadium des Jahres 1916/17 gekommen sein, wenn die Juden noch im deutschen Volkskörper säßen.“

Zwei Tage später sagte er in seiner zweiten Posener Rede: „Ich bitte Sie, das, was ich Ihnen in diesem Kreise sage, wirklich nur zu hören und nie darüber zu sprechen. Es trat an uns die Frage heran: Wie ist es mit den Frauen und Kindern? – Ich habe mich entschlossen, auch hier eine ganz klare Lösung zu finden. Ich hielt mich nämlich nicht für berechtigt, die Männer auszurotten – sprich also, umzubringen oder umbringen zu lassen – und die Rächer in Gestalt der Kinder für unsere Söhne und Enkel groß werden zu lassen. Es mußte der schwere Entschluß gefaßt werden, dieses Volk von der Erde verschwinden zu lassen. Für die Organisation, die den Auftrag durchführen mußte, war es der schwerste, den wir bisher hatten.“ 7

Abgesehen von dem ekelhaften, menschenverachtenden und zugleich selbstmitleidigen Ton, in dem Himmler über das Massenverbrechen spricht (ach, was haben wir armen SS-Männer Schweres auf uns zu nehmen, aber wenigstens sind wir „anständig geblieben“!), fällt auf, dass wir hier aus erster Hand ein Eingeständnis des Genozids haben.

Himmler spricht von einem Auftrag, den seine Organisation durchführen musste. Den Ausdruck „Auftrag“ benutzte er auch in einem Kommentar zur Judenvernichtung vom 21. Juni 1944. Am 5. Mai 1944 sprach er von einem ihm gegebenen „soldatischen Befehl.“8 In der Hierarchie des NS-Staates gab es nur eine einzige Person, die ihm, dem mächtigen Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei und ab 1943 auch noch Reichsminister des Innern, einen Auftrag oder einen Befehl hätte erteilen können: Hitler höchstpersönlich.

Außerdem hat Hitler selbst sich der Judenvernichtung mehrmals gerühmt. Am 8. November 1942 sagte er, an seine Ankündigung vom 30. Januar 1939 erinnernd: »Sie werden sich noch erinnern an die Reichstagssitzung, in der ich erklärte: Wenn das Judentum sich etwa einbildet, einen internationalen Weltkrieg zur Ausrottung der europäischen Rassen herbeiführen zu können, so wird das Ergebnis nicht die Ausrottung der europäischen Rassen, sondern die Ausrottung des Judentums in Europa sein. Sie haben mich immer als Propheten ausgelacht. Von denen, die damals lachten, lachen unzählige nicht mehr. Die jetzt noch lachen, werden in einiger Zeit vielleicht auch nicht mehr lachen.«

Am 14. Februar 1942 hatte Goebbels in seinem Tagebuch notiert: „Der Führer gibt noch einmal seiner Meinung Ausdruck, dass er entschlossen ist, rücksichtslos mit den Juden in Europa aufzuräumen. (…) Die Juden haben die Katastrophe, die sie heute erleben, verdient.“

Und am 27. März 1942: „Es wird hier ein barbarisches, nicht näher zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel übrig. (…) An den Juden wird ein Strafgericht vollzogen, das zwar barbarisch ist, das sie aber vollauf verdient haben. (…) Man darf in diesen Dingen keine Sentimentalitäten obwalten lassen. Die Juden würden, wenn wir uns ihrer nicht erwehren würden, uns vernichten. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod zwischen der arischen Rasse und dem jüdischen Bazillus. Keine andere Regierung, kein anderes Regime könnte die Kraft aufbringen, diese Frage generell zu lösen. Auch hier ist der Führer der unentwegte Vorkämpfer und Wortführer einer radikalen Lösung (…)

Die These, dass Hitler die Judenvernichtung nicht gewollt oder gar keine Ahnung davon gehabt haben soll, ist jedenfalls unhaltbar. Es gibt mehr als genug Quellen, die vom Gegenteil Zeugnis ablegen. Allerdings haben Führergläubige schon früh angefangen, die Person Hitler instinktiv von allen Übeln und Verbrechen des NS-Regimes gedanklich zu trennen und versucht, ihn zu entlasten – nach dem altbekannten Motto: „Wenn das der Führer wüsste!“ Ein ähnliches Phänomen konnte man auch bei Stalin-Gläubigen beobachten. Propaganda macht unzählige Menschen blind für die Realität, selbst wenn sie ihnen ins Gesicht springt.

Auch die Behauptung, der Massenmord an sechs Millionen wäre technisch in der kurzen Zeit nicht machbar gewesen, wurde umfassend widerlegt. Jean-Claude Pressac konnte unter Verwendung von Material aus dem russischen Zentralarchiv genaue Belege für Bau und Betrieb der Vernichtungsmaschinerie in Auschwitz-Birkenau vorlegen.

Zwar hatte die SS vor der Ankunft der Roten Armee die Gaskammern und Krematorien gesprengt und viele belastende Dokumente vernichtet, aber nicht bei der Bauleitung des Vernichtungslagers. Deren letzter Direktor war mit dem Umbau der Krematorien von Auschwitz nicht befasst gewesen und hatte wohl gar keine Ahnung, was für brisantes Material sich unter seiner Obhut befand, bis es von den Russen nach der Befreiung von Auschwitz mitgenommen wurde.9

Pressac konnte ca. 80.000 Dokumente in 600 Akten sichten und die Technologie des Massenmordes rekonstruieren. Er kam damals zu der Einschätzung, dass in einem Krematorium von Auschwitz pro Tag 1.440 Menschen getötet bzw. ihre Leichname „entsorgt“ werden konnten.10

Ironischer Weise hatte der rechtsextreme Holocaust-Leugner Robert Faurisson Pressac mit den Nachforschungen beauftragt, weil er Beweise für seine These hatte sehen wollen, dass es nicht möglich gewesen sei, die von Historikern genannten Zahlen von Juden in den Lagern umzubringen. Pressacs Forschung führte dann aber nicht zur Bestätigung, sondern zur Widerlegung von Faurissons Behauptungen. Pressac konnte nachweisen, dass in Auschwitz Massenmorde in Gaskammern und Krematorien stattfanden, hat allerdings auch einige zweifelhafte Schlüsse gezogen, für die er von Historikern kritisiert wurde. Die von ihm angenommenen Opferzahlen in Auschwitz-Birkenau sind wohl deutlich zu niedrig angesetzt.

Ein Schreiben von Karl Bischoff, dem Chef der Zentralbauleitung in Auschwitz-Birkenau, vom 28. Juni 1943 an den SS-Brigadeführer Hans Kammler, Leiter der Amtsgruppe C im Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS und als solcher zuständig für die KZ-Bauvorhaben, fasst die damals vorhandenen Kremierungskapazitäten im Lager zusammen. Demnach konnten die zu der Zeit vorhandenen 52 Öfen pro Tag insgesamt 4.765 Personen einäschern.11

Gebaut wurden die Krematorien von Auschwitz (aber auch von anderen Lagern) übrigens von der Erfurter Industrie-Firma Topf & Söhne, die seit Oktober 1941 mit Karl Bischoff zusammenarbeitete.

Auch an der Ermordung von Menschen in Gaskammern kann für seriöse Forscher kein Zweifel bestehen, weil sie durch zahlreiche Aussagen und schriftliche Zeugnisse von Tätern und Holocaust-Überlebenden dokumentiert ist. Diese Tatsachen kann nur leugnen, wer in der Lage ist, die Wirklichkeit, die nicht zu seiner Ideologie passt, einfach auszublenden.

Auf den 16. Juli 1941 datiert ist eine Aktennotiz des SS-Sturmbannführers Rolf-Heinz Höppner an SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, den „Judenreferenten“ im Reichssicherheitshauptamt. Höppner war seit Mai 1940 in Posen der örtliche Chef der „Umwandererzentralstelle“, der für Deportationen zuständigen Behörde, und fasste in der Notiz an Eichmann einige Besprechungen zusammen, die über die Lösung der „Judenfrage“ im annektierten Wartheland stattgefunden hatten.

Damals war die Errichtung eines Lagers geplant, in dem 300.000 Insassen gleichzeitig Platz haben sollten. Der Bau einer so großen Anlage würde einiges an Zeit kosten, was Höppner offenbar bewusst war, denn er schrieb an Eichmann: „Es besteht in diesem Winter die Gefahr, dass die Juden nicht mehr sämtlich ernährt werden können. Es ist ernsthaft zu erwägen, ob es nicht die humanste Lösung ist, die Juden, soweit sie nicht arbeitseinsatzfähig sind, durch irgendein schnell wirkendes Mittel zu erledigen. Auf jeden Fall wäre dies angenehmer, als sie verhungern zu lassen.“ 12

Hier taucht der Gedanke auf, Menschen in großer Zahl möglichst schnell mit Gift zu töten, und das wurde als die „humanste Lösung“ deklariert.

Allerdings war Höppner durchaus nicht derjenige, der als erster im Dritten Reich die Idee hatte, Gas zum Töten einzusetzen. Schon im Januar 1940 wurde im Gefängnis in Brandenburg an der Havel von den Nazis so genanntes „lebensunwertes Leben“ mit Kohlenmonoxid vernichtet. Bis Sommer 1941 wurden ca. 70.000 körperlich und / oder geistig behinderte Menschen auf diese Weise getötet.

Diese Aktion „T4“ sorgte im Reich für Beunruhigung, denn sie blieb nicht verborgen. Nachdem sogar die katholische Kirche Kritik geübt hatte, ließ das Regime diese Tötungen einstellen.

Damit war aber die Tötungsmethode nicht aus der Welt.

Ab 1941 wurden Gaswagen gebaut und kamen anschließend im Osten, genauer gesagt in Polen, in der Sowjetunion und in Serbien, unter der Regie des SS-Obersturmbannführers Walther Rauff zum Einsatz: Lastwagen, deren Abgase in den luftdicht verschlossenen Transportraum geleitet wurden und die darin eingesperrten Menschen töteten.

Im Dezember 1941 ging die erste deutsche Mordfabrik in Kulmhof (polnisch: Chełmno) in Betrieb. Dort wurde in einem leer stehenden Gutshaus eine Station für Gaswagen eingerichtet. Die gefangenen Juden mussten ihre Kleidung ablegen und wurden anschließend über eine Rampe in die Gaswagen getrieben, in denen ihr Leben endete. Auch dort wurden die Menschen mit den Auspuffgasen eines Lastwagens getötet.

Gas wurde alsbald auch in den anderen Todeslagern eingesetzt. In Auschwitz-Birkenau kam das berühmt-berüchtigte Zyklon-B zum Einsatz, das normaler Weise als Schädlingsbekämpfungsmittel benutzt wurde – bis man feststellte, dass es, richtig dosiert, für Menschen tödlich ist. Zum ersten Mal hatte der SS-Hauptsturmführer Karl Fritzsch dieses Gas an sowjetischen Kriegsgefangenen testen lassen, anschließend wurde es zum festen Bestandteil des Judenvernichtungsprogramms. „Human“ war diese Todesart übrigens keineswegs, sondern qualvoll.

In Auschwitz allein wurden nach heutigen Schätzungen ca. 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen getötet. Dazu muss man wissen, dass es registrierte Häftlinge gab und solche, die nach der Einlieferung ins Lager gar nicht erst dokumentarisch erfasst, sondern sofort als „arbeitsunfähig“ aussortiert und gleich endgelöst wurden.

Die SS-Einsatzgruppen, die seit Juli 1941 hinter den Frontlinien des Barbarossa-Feldzugs operierten, erschossen und vergasten insgesamt schätzungsweise 750.000 Menschen.

In den Lagern Belzec, Treblinka und Sobibor wurden zusammen zwischen 1,7 und 2 Millionen ermordet.

Weitere 1,3 bis 2 Millionen starben in den Ghettos an Unterernährung, an daraus resultierenden Krankheiten, an Krankheiten, deren Ursachen die katastrophalen hygienischen Verhältnisse waren, etc., in weiteren Konzentrationslagern oder in Verstecken, in die sie sich vorerst hatten retten können.

Weil die SS nicht alles, aber eben doch einen erheblichen Teil des Beweismaterials vernichtet hat und weil eben nicht alle Ermordeten überhaupt registriert worden sind, ist es unmöglich, eine exakte Opferzahl anzugeben. Allerdings ist die Zahl der nach Auschwitz deportierten Menschen schon recht genau rekonstruierbar, so dass man wenigstens annähernd einschätzen kann, wie viele allein dort getötet wurden.13 Auch für die weiteren Zahlen gibt es viel Material, auf das man sich stützen kann. Anders als Holocaustleugner suggerieren, sind diese Zahlen übrigens auch immer wieder Gegenstand geschichtswissenschaftlicher Debatten gewesen und immer wieder neu diskutiert worden. Die Zahlen wurden nicht einfach „erfunden“, sondern es wurde sehr wohl nach Belegen und Anhaltspunkten geforscht, auf die man sich stützen konnte und kann!

Vor Jahren landete der ganze Themenkomplex übrigens vor Gericht. Der bereits erwähnte David Irving hatte sich von einem früher wegen einiger unhaltbarer Thesen (wie eben seiner Behauptung, Hitler habe den Holocaust nicht gewollt) zwar kritisierten, aber von vielen durchaus respektierten Schriftsteller zum Holocaust-Leugner und Aktivisten der Neonazi-Szene entwickelt. Irving, der fließend Deutsch spricht, trat eine Zeit lang regelmäßig auf Parteitagen der rechtsextremen Deutschen Volksunion (DVU) auf und unterstützte sie bei den Europawahlen von 1989. DVU-Gründer Gerhard Frey bot Irving in seiner National-Zeitung, dem parteinahen Publikationsorgan, immer wieder eine Plattform. Auch machte Irving als Verteidiger des Holocaust-Leugners Ernst Zündel und durch regelmäßige Auftritte bei der National Alliance, einer neonazistischen Vereinigung in den USA, durch seine Zusammenarbeit mit deutschen Neonazis wie Michael Kühnen und Christian Worch und durch seine Teilnahme an einem großen Alt- und Neonazi-Kongress unter dem Motto „Wahrheit macht frei“ am 21. April 1990 im Münchener Löwenbräukeller von sich reden.

Bei seiner Verteidigung Ernst Zündels lernte Irving einen gewissen Fred Leuchter kennen, der in einem wenig später als pseudowissenschaftlich und fachlich untauglich entlarvten Gutachten behauptete, in Auschwitz seien keine Menschen in Gaskammern getötet worden. Irving gab den „Leuchter-Report“ im Selbstverlag heraus.14 Er machte bald mit Behauptungen wie folgender von sich reden: auf der Rückbank von Edward Kennedys Auto in Chappaquiddick seien mehr Frauen gestorben als in den Gaskammern von Auschwitz.15 Auschwitz sei ein brutales Zwangsarbeitslager gewesen, in dem auch Menschen gestorben seien, schön und gut, aber eine systematische Judenvernichtung habe nicht stattgefunden.

1993 veröffentlichte die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt ihr Buch Denying the Holocaust, in dem sie sich mit den Behauptungen, Lügen und Halbwahrheiten von bekannten Holocaust-Leugnern auseinandersetzte und diese ausführlich widerlegte. Darin erwähnte sie auch David Irving als „authentischen Holocaust-Leugner“ und begründete dieses Urteil, indem sie Irvings eigene Aussagen und Urteile von Historikern zitierte. Als dieses Buch 1995 beim Penguin-Verlag auch in Großbritannien, Irvings Heimat, erschien, behauptete er, er sei darin verleumdet worden, und forderte die Leitung des Verlags auf, den Verkauf des Buches einzustellen. Als der Verlag darauf nicht einging, strengte Irving 1996 eine Verleumdungsklage gegen Lipstadt an.

Nach britischem Recht trägt bei einer Verleumdungsklage der Beklagte die Beweislast und somit war es an Deborah Lipstadt, nachzuweisen, dass der Holocaust stattgefunden hat, dass in Auschwitz und anderswo Menschen vergast wurden und dass David Irving in der Tat ein Holocaust-Leugner und Geschichtsfälscher geworden war. Vor dem High Court, dem höchsten Zivilgericht in Großbritannien, gab es insgesamt 32 Verhandlungstage. Mit Hilfe von Historikerkollegen und anderen Sachverständigen wies Lipstadt die Historizität des Holocaust und die Existenz von Gaskammern zur Menschenvernichtung nach und entlarvte Irving als Scharlatan.16

Der Mann wusste sich während des Prozesses irgendwann nicht mehr anders zu helfen als mit Beschimpfungen und Verleumdungen.

Er verlor den Prozess, der im April 2000 endete.17 Das Gericht kam – völlig zu Recht – zu dem Schluss, dass Irving ein Geschichtsfälscher und ein Antisemit18 ist. Allerdings gibt es durchaus noch heute Menschen, die sich auf ihn und seine Bücher berufen, obwohl er seinen einigermaßen respektablen Ruf, den er vor über vierzig Jahren mal hatte, seitdem über Jahre unwiederbringlich verspielt hat. Der Kerl hat deutlich gezeigt, wo er steht.

Auf dem Prozess Irving gegen Lipstadt basiert übrigens der 2016 im Original bzw. 2017 in deutscher Synchro erschienene Spielfilm „Verleugnung“ (Im Original: Denial) mit Rachel Weisz als Deborah Lipstadt und Timothy Spall als David Irving in den Hauptrollen.

Es ist gar nicht zu zählen, wie viele Aussagen von Zeugen, Holocaust-Überlebenden, aber auch von Tätern, von denen einige wie Adolf Eichmann gar keinen Hehl aus ihren Taten gemacht haben, dokumentiert sind. Dazu gibt es noch bergeweise Akten, die von der SS eben nicht mehr vernichtet wurden und anhand derer sich doch ein großer Teil der Todesmaschinerie rekonstruieren ließ. Von dem, was von den Todeslagern noch übrig ist, gar nicht zu reden. Wir haben die Aussagen von Zeugen und Angeklagten in den Nürnberger Prozessen, im Eichmann-Prozess in Jerusalem und in den Auschwitz-Prozessen und das dort vorgelegte Beweismaterial.19 Last but not least haben wir die Aussagen allerhöchster Herrschaften des NS-Staates, die selber damals mehr oder weniger deutlich zugegeben haben, was vor sich ging. (Siehe oben)

Wie man den Holocaust leugnen kann, ist vor diesem Hintergrund kaum zu fassen. Man fragt sich: sind diejenigen, die das tun, einfach bloß nicht ganz dicht oder steckt mehr dahinter?

II. Die Motive der Holocaust-Leugner

Welche Motive Rechtsextremisten haben, wenn sie den Holocaust leugnen, habe ich oben bereits angedeutet. Ob sie den Unsinn, den sie reden, selber glauben oder ob die Holocaust-Leugnung kühl kalkuliert ist, weiß ich nicht, da ich nicht in fremde Köpfe hineinschauen kann. Das mag von Fall zu Fall variieren.

Im Kern geht es den Anhängern Hitlers und der nationalsozialistischen Weltanschauung um die Reinwaschung dieses historischen Regimes zumindest von seinem schlimmsten Verbrechen. Nur wenn das NS-Regime plötzlich milder erscheint, kann man es unbedarften Menschen doch wieder als ein diskutables Modell für die Zukunft verkaufen.

Natürlich spielt auch die Unfähigkeit mancher Leute eine Rolle, die schreckliche historische Wahrheit einfach zu akzeptieren und auszuhalten. Manche wollen es partout nicht wahrhaben, dass Deutschland für dieses Massenverbrechen wirklich verantwortlich ist. Also wird verdrängt und verleugnet. Darin sind viele Menschen bekanntlich sehr gut.

Ein ganz wesentliches Motiv für Holocaust-Leugnung ist darüber hinaus – wie könnte man es je übersehen? – Antisemitismus, purer Judenhass.

Wie sonst ist es zu erklären, dass man dieses umfassend dokumentierte Verbrechen an Juden ernsthaft leugnet? Es ist wohl nicht zu viel unterstellt, von einem gegen Juden gerichteten bösen Willen auszugehen.

Für eingefleischte Antisemiten ist es undenkbar, jemals anzuerkennen, dass Juden Opfer eines antisemitischen Vernichtungswahns sind. (Ich behaupte, dass es keine Antisemiten gibt, die sich ihrer eigenen antisemitischen Paranoia bewusst sind. Wer einmal in diesem Wahnsystem drin ist, merkt – so meine Beobachtung – überhaupt nicht mehr, was mit ihm los ist.20) Für Antisemiten ist das vollkommen unmöglich, dass Juden Opfer sein können – und wenn überhaupt, dann hat der Jude sich das, was ihm angetan wird, selbst zuzuschreiben.

Für den Antisemiten ist darüber hinaus völlig klar, dass mehr oder weniger die ganze Welt von finsteren jüdischen Strippenziehern gelenkt und manipuliert wird, dass die Geschichte so geschrieben wird, wie die bösen Juden sie haben wollen – und so haben sie flugs auch den Holocaust mal eben erfunden oder zumindest total aufgebauscht und übertrieben, was vor etwas mehr als siebzig Jahren passiert ist.

Alles zu dem sinistren Zweck, die Deutschen im Speziellen bzw. die Welt im Allgemeinen mit dem schlechten Gewissen zu erpressen, sie gefügig zu machen und ihnen auf ewig das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Man muss also unterscheiden: es gibt die beinharten Realitätsverweigerer, die rundheraus abstreiten, dass der Holocaust überhaupt stattgefunden hat. Es gibt aber auch diejenigen, denen angesichts der Faktenfülle durchaus klar ist, dass der Genozid nicht zu leugnen ist, die aber sofort eine Rechtfertigung dafür finden: das Verhalten der Juden. Der Antisemit schafft es halt immer, den Juden in eine No-Win-Situation zu bringen. Selbst wenn er endgelöst wird, ist der Jude selber schuld. Egal was er tut, er kann es nur falsch machen. Egal in welcher Position er ist, für Antisemiten ist der Jude ein Täter.

Die Versuche, Juden selbst die Schuld am Holocaust zu geben, sind heutzutage deutlich gefährlicher als platte Holocaust-Leugnung. Denn die riesige Mehrheit hat durchaus zur Kenntnis genommen und akzeptiert, dass der Holocaust historische Tatsache ist. Wer diese Tatsache leugnet, schießt sich selbst zumindest hierzulande und anderswo in der westlichen Welt (völlig zu Recht) ins Aus und findet nur noch in obskuren Randgruppen Gehör und Anklang.

Aber nur weil Holocaust-Leugnung bei der weit überwiegenden Mehrheit nicht zieht, heißt das nicht, dass antisemitische Ressentiments und das Bedürfnis nach Schuldabwehr nicht doch die absurdesten Theorien über den Holocaust sprießen lassen.

Am Beispiel des „moderaten“ Palästinenserpräsidenten und Judenhassers Mahmud Abbas habe ich aufgezeigt, wohin das führen kann.21 Abbas unterstellte schon in seiner Dissertation eine geheime Kollaboration zwischen Zionisten und Nationalsozialisten – abgesehen davon, dass er die Opferzahlen des Holocaust herunterspielte und behauptete, „nur“ ca. eine Million Menschen seien ermordet worden. (Darüber hinaus ging er dieses Jahr so weit, zu behaupten, nicht etwa der Antisemitismus sei ursächlich für den Holocaust gewesen, sondern das „soziale Verhalten“ der Juden.22)

Beispiele wie der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone zeigen, dass auch im Westen Menschen für diese Theorien empfänglich sind, die sich längst als unhaltbar erwiesen haben, aber für Leute, die von antisemitischen Ressentiments beseelt sind, sind Fakten prinzipiell ein Störfaktor.

Antisemitismus und das Bedürfnis nach Schuldabwehr führen dazu, dass man, wenn man das Verbrechen schon nicht leugnen kann, wenigstens „beweisen“ will, dass die Juden selbst mit den Nationalsozialisten gemeinsame Sache gemacht hätten und folglich auch am Holocaust ja irgendwie selber schuld gewesen seien.

Alles Unsinn. Die „geheime“ Kollaboration zwischen Zionisten und Nazis hat es nicht gegeben. Erstrecht waren die Nazis keine Zionisten, im Gegenteil. Reichsaußenminister Konstantin von Neurath, Ribbentrops Vorgänger, sagte zum Beispiel ganz ausdrücklich, dass die Entstehung eines jüdischen Staates nicht im deutschen Interesse sei. Wir wissen dank der Forschung von Martin Cüppers und Klaus Michael Mallmann, dass die Nazis planten, auch die Juden in Palästina auszurotten und wenn ihnen das gelungen wäre, wäre der jüdische Staat Israel nie gegründet worden.23 Obersturmbannführer Walther Rauff, der uns oben schon als Vergasungsfachmann von der Ostfront begegnet ist, befehligte ein SS-Einsatzkommando, das im deutsch besetzten Athen bereitstand und wenig später Rommels Afrikakorps bei seinem Vorstoß durch Libyen und Ägypten bis nach Palästina folgen und die dort lebenden Juden auslöschen sollte. Die Richtlinien für dieses Einsatzkommando entsprachen jenem Text, der seit 1941 die Grundlage für die Massenmorde der SS-Einsatzgruppen in Osteuropa war. Zum Genozid in Palästina ist es bloß deshalb nicht gekommen, weil die Deutschen bei El Alamein in Ägypten zurückgeschlagen wurden.

Den Juden in welcher Form auch immer eine Mitschuld oder sogar die Hauptschuld am Holocaust zuzuweisen, stellt die Geschichte auf den Kopf und in letzter Konsequenz müsste man auf die Idee kommen, der Genozid sei ein Akt der Notwehr gewesen. Und genau darum wird es etlichen Antisemiten auch gehen. Wenn man damals gar nicht anders hätte können, als sich mit solchen Mitteln gegen die bösen Juden „zur Wehr zu setzen“, dann könnte man ja als nächstes auch noch auf die Idee kommen, dass es einmal wieder notwendig sein könnte, zu solchen Maßnahmen zu greifen …

Diese Verdrehung der geschichtlichen Tatsachen könnte also der gedanklichen Vorbereitung darauf dienen, ein solches oder ähnliches Verbrechen zu wiederholen.

Und dass das gewollt ist, ist unbestreitbar. Der endemische Judenhass in der islamischen Welt richtet seine Zerstörungswut gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt. Für den Gottesstaat Iran, den größten Staatssponsor des islamischen Terrorismus, gehört die Vernichtung Israels zu seinen obersten Zielen. (Und Antisemiten im Westen lieben den Iran dafür. Dass sich die NPD mit ihm solidarisch erklärt, überrascht nicht.)

Iranische Führer fordern zwar normalerweise keine massenhafte Judenvernichtung, aber darauf liefe es ja hinaus. Wenn Israel zerstört würde und die in seiner Nachbarschaft lauernden Dschihadisten von der Hamas, der Hisbollah und anderen vom Iran finanzierten Milizen in das Land einmarschieren würden, würde es das größte Blutbad an Juden seit 1945 geben. (Die Hamas z. B. propagiert in ihrer Charta die Ermordung aller Juden.) Wer Israels Vernichtung fordert, fordert die nächste Schoah, auch wenn er es nicht in dieser Offenheit auszusprechen wagt. Wie sonst soll dieser Staat denn bitte zu beseitigen sein, wenn nicht durch massenhafte Ermordung und Vertreibung seiner Bürger?

Es ist sicherlich kein Zufall, dass Holocaust-Leugnung zur Staatsdoktrin des Iran gehört.24 Vom Obersten Führer, Ayatollah Ali Khamenei, angefangen, haben führende Männer des Regimes wieder und wieder die Historizität des Genozids bestritten. In Holocaust-Cartoon-Wettbewerben lässt das Mullah-Regime die Opfer des Genozids verhöhnen.25 Teheran richtete im Dezember 2006 sogar eigens eine Holocaust-Konferenz aus, zu der radikal-islamische Ideologen, Rechtsextreme und Antizionisten aus rund 30 Ländern eingeladen waren. Ein buntes, antisemitisches Sammelsurium, das den Holocaust leugnete und Israels Existenzrecht bestritt. Aus Frankreich reiste der berühmte Holocaust-Leugner Robert Faurisson an, aus Deutschland einige Mitglieder der NPD. Aus den USA kam David Duke, früherer Grand Wizard des KKK, der im Jahr zuvor bei einem Vortrag in der syrischen Hauptstadt Damaskus noch geklagt hatte, Washington D.C., New York und London seien genauso von „den Zionisten besetzt“ wie die Golanhöhen.26 Der Hass auf Juden und auf die westliche Welt eint radikale Muslime und Rechtsextreme. In Teheran kam zusammen, was zusammen gehört.

Einerseits leugnet das iranische Regime den Holocaust und präsentiert ihn als „Mythos“, der erfunden oder zumindest aufgebauscht worden sei, um die Gründung eines jüdischen Staates möglich zu machen und heute die Verbrechen dieses Staates zu decken, der bekanntlich selbst zu einer Art neuem Dritten Reich geworden ist. Um es mit den Worten des früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu sagen: „Der wahre Holocaust findet gerade jetzt im Gazastreifen und in Palästina statt.“27

Daran stimmt zwar gar nichts, aber dieser mörderische Unfug dient, wenn man mal darüber nachdenkt, als Rechtfertigung für zukünftige Massenmorde. Ähnlich wie die historischen Nazis sich selbst als in einer Verteidigungsposition gegen die Juden dargestellt haben (und wie Neonazis und Nazi-Apologeten sie heute noch sehen wollen), stellt das iranische Regime sich selbst als Verteidiger gegen ein faschistisches, genozidales Regime dar, das die islamische Welt unterwerfen will.28 Hitler war der eingebildete Kämpfer gegen das „Weltjudentum“, der Iran kämpft gegen die jüdisch-zionistische Weltverschwörung, die die islamische Welt vernichten will.

Der Führer des Iran, Khamenei, hat in seinem 2015 erschienenen Buch über Palästina umrissen, wie er sich die Zukunft vorstellt: Israel soll weiter von Dschihadisten terrorisiert werden, bis die Juden aus dem Land verschwinden. Nur einer Minderheit der Juden, die nachweisen können, dass sie ihre Wurzeln in Palästina haben, solle es erlaubt sein, unter islamischer Oberhoheit (also als Menschen zweiter Klasse) in einem islamischen Staat Palästina zu leben. Es geht also um massenhafte Vertreibung und zu dieser Vertreibung sollen die Juden durch Terror und Morde getrieben werden.29 Die von Khamenei befehligten Islamischen Revolutionsgarden, die Prätorianer des Mullah-Regimes, haben in aller Offenheit Kriegsdrohungen ausgesprochen. Der stellvertretende Kommandant, Brigadegeneral Hossein Salami, erklärte anlässlich des diesjährigen Al-Quds-Tages zum Beispiel, dass die vom Iran gesponserte Hisbollah 100.000 Raketen auf Israel gerichtet habe und dass die „islamische Armee in Syrien“ auf ihre Befehle zur Zerstörung des jüdischen Staates warte.30

Reden wir aber nicht nur vom Iran. Der Judenhass ist in den meisten islamischen Ländern heute endemisch, ein Gemisch aus im Islam selbst angelegter Judenfeindschaft und aus Europa übernommenen antisemitischen Wahnideen. Seit den Vierziger Jahren ist das Judentum aus der islamischen Welt fast komplett getilgt wurden. Über 800.000 Juden sind vor Entrechtung und Pogromen aus den islamischen Ländern geflohen, größtenteils nach Israel.31

„Mein Kampf“ und die „Protokolle der Weisen von Zion“ verkaufen sich im islamischen Orient gut. Leugnung, Verharmlosung oder sogar Rechtfertigung des Holocaust sind vor diesem Hintergrund nichts Ungewöhnliches.32

Es gibt Köpfe, die den Holocaust gar nicht bestreiten, sondern ganz offen daran anknüpfen wollen. Yusuf al-Qaradawi, ein berühmter islamischer Rechtsgelehrter, der mit seinen Predigten übers Fernsehen ein Millionenpublikum in diverser Herren Ländern erreicht, pries Adolf Hitler öffentlich dafür, dass er die Strafe Gottes an den Juden vollstreckt habe. Weiterhin äußerte Qaradawi die Hoffnung, das nächste Mal möge diese göttliche Strafe durch die Hand der Gläubigen vollstreckt werden.33

Ob der Holocaust nun geleugnet, bagatellisiert oder gar gerechtfertigt wird, mir scheint, all das zielt auf dasselbe ab: die Menschen gedanklich darauf vorzubereiten, dass etwas in dieser Art wiederholt werden könnte oder – der antisemitischen Wahnargumentation folgend – sogar wiederholt werden müsste.

Leugnung, Bagatellisierung und Rechtfertigung des Holocaust werden im Westen völlig zu Recht von einer klaren Mehrheit zurückgewiesen, aber nun, wo sich Deutschland und einige weitere Länder des Westens für die offene Selbstzerstörung entschieden haben, sich Stück für Stück islamisieren und damit auch massenhaft Judenhass importieren, steht zu befürchten, dass dieser Umgang mit dem Holocaust auch in westlichen Ländern bald nichts Ungewöhnliches mehr sein wird.

Erschwerend hinzu kommt, dass das Erstarken des Judenhasses in Europa nicht einfach nur auf radikal-islamische Zuwanderer geschoben werden kann. Nein, es ist viel schlimmer: es droht eine Symbiose von importiertem und einheimischem Hass, denn auch hierzulande ist das uralte antisemitische Ressentiment keineswegs verschwunden.

Was mich zum nächsten Punkt führt:

III. Holocaust-Inversion: Wie man die Wirklichkeit auf den Kopf stellt

Mahmud Ahmadinedschads Behauptung, in Palästina finde der „wahre Holocaust“ statt, dürfte in einigen europäischen Ländern und besonders in Deutschland nicht auf so viel Ablehnung stoßen, wie wir es uns wünschen sollten, obwohl es eine reine Lüge ist.

In den Jahrzehnten zwischen 1948 und 2007 wurden vor allem in Verteidigungskriegen und bei der Terrorabwehr ca. 35.000 Araber von Israelis getötet. (Und ca. 16.000 Israelis von ihren Gegnern) Die Opfer des Israel-Palästina-Konflikts machen 0,06 Prozent (!) aller Opfer von politischer Gewalt im 20. Jahrhundert aus, wenn man folgende Zahl zugrunde legt: Im letzten Jahrhundert starben – ohne die beiden Weltkriege! – ca. 85 Millionen Menschen durch politische Gewalt. Was die muslimischen Opfer anbelangt, ist festzustellen: rund 90 Prozent dieser Muslime starben durch die Hand ihrer Glaubensbrüder. Laut Nachforschungen von Gunnar Heinsohn und Daniel Pipes starb einer von 315 Muslimen, die durch politische Gewalt zu Tode kamen, im Israel-Palästina-Konflikt.34

Heinsohn bilanzierte im Jahr 2016: „Unter den bewaffneten Auseinandersetzungen seit 1948 mit mehr als 10.000 Toten liegen die Kriege arabischer Staaten gegen Israel auf Platz 50. Betrachtet man lediglich den israelisch-palästinensischen Konflikt der Jahre 1948 bis 2016 ergibt sich Rang 72.“35

Die palästinensischen Araber zählen zu den am schnellsten wachsenden Populationen der Welt. Die Bevölkerung Gazas und des Westjordanlandes wird sich, wenn es so weitergeht, bis 2050 auf 9,5 Millionen verdoppeln.36 Darüber hinaus ist dank der massiven Hilfsgeldzahlungen aus dem Ausland der Lebensstandard der palästinensischen Araber deutlich höher als der der meisten anderen Araber. Allein bis 2002 bekam Otto-Normal-Palästinenser pro Kopf im Schnitt mehr als das Vierfache dessen, was die Westeuropäer nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Marshallplans pro Kopf an Wiederaufbauhilfe erhielten.37 In den 16 Jahren, die seitdem vergangen sind, ist auch immer weiter Geld geflossen.

Es gibt keinen Genozid, keinen Holocaust an Palästinensern. Punkt. Es hat ihn auch in der Vergangenheit nicht gegeben. Was die Palästina-Flüchtlingskrise angeht, habe ich mehrmals darüber geschrieben, dass von den echten Flüchtlingen von 1948 heute vielleicht noch 20.000 bis 30.000 am Leben sind. Aber das zuständige UN-Flüchtlingshilfswerk (UNRWA) zählt über 5 Millionen (!) so genannte Palästina-Flüchtlinge, weil auch Kinder, Enkel und sogar schon die Urenkel der echten Flüchtlinge selber als Flüchtlinge gezählt werden. Die umliegenden arabischen Staaten halten einen Großteil dieser Menschen nach wie vor in Flüchtlingslagern als Menschen zweiter Klasse fest. (2014 gab es noch 58 solche Camps in der Region) Denn sie, die in ihrer riesigen Mehrheit nie einen Fuß nach Palästina gesetzt haben, sollen eines Tages „zurückkehren“ und als demographische Waffe zur Zerstörung Israels eingesetzt werden. Die Notlage dieser Menschen wird sehr gern, ohne zu überlegen, einseitig Israel in die Schuhe geschoben und es wird nicht hinterfragt, wie es sein kann, dass 70 Jahre nach dem Krieg dieses Problem immer weiter künstlich verlängert wird.

Aber viele Deutsche sind sich, ohne sich groß mit Fakten beschäftigt zu haben, darüber einig, dass die Israelis mit den Palästinensern im Prinzip das gleiche machen wie die Nazis mit den Juden. Während der Zweiten Intifada unterstellte der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) Israel, einen Vernichtungskrieg zu führen.38 Damit befand er sich in bester Gesellschaft: laut einer zur Zeit der Intifada durchgeführten Meinungsumfrage sahen es über 60 Prozent der befragten Deutschen genauso.39

Die Umfrageergebnisse zu diesem Thema schwanken, aber jedes Mal ist die Zahl der Deutschen, die allen Ernstes glauben, Israel mache mit den Palästinensern im Prinzip dasselbe wie die Nazis mit den Juden, erschreckend groß. Sie schwankte in der jüngsten Vergangenheit zwischen 20 und 40 Prozent.40

Das gibt schon zu denken, dass eine Menge Deutsche in dieser Angelegenheit dem iranischen Regime gar nicht mal so fern stehen … Und das verheißt nichts Gutes.

Warum so viele Deutsche Israel hassen, was sich seit Jahrzehnten aus Meinungsumfragen ablesen lässt, darüber habe ich mir in anderen Artikeln ausführlich Gedanken gemacht. Deshalb fasse ich es hier nur kurz zusammen: die einzig plausible Erklärung scheint mir, dass Israel nun mal nicht irgendein Staat, sondern der eine jüdische Staat der Welt ist, dessen bloße Existenz vielen Deutschen arg zu schaffen macht, denn das jüdische Kollektiv ist ein wandelndes Erinnerungsstück, das die Verbrechen der Vergangenheit zu Bewusstsein bringt.

Die Verbrechen von damals haben aber die uralten antijüdischen Ressentiments nicht zum Verschwinden gebracht. Sie mögen heute bei uns viel schwächer sein als vor siebzig Jahren, aber leider muss man feststellen, dass nicht so viel aus der Geschichte gelernt wurde, wie man es sich wünschen sollte, und dass dem Ausleben der antijüdischen Ressentiments vielfach bloß große Hemmungen in den Weg gelegt worden sind. Niemand will Antisemit oder Nazi genannt werden. Aber politisch korrekt ist es dagegen, den Staat Israel zu verachten – und nicht selten werden auf ihn dieselben judenfeindlichen Stereotype und Wahnvorstellungen projiziert wie früher auf „die“ Juden. Angeblich spezifisch jüdische Rachsucht, Grausamkeit, Ritualmorde, Verschwörung zur Unterjochung der Welt, Raffgier, um nur einige zu nennen. (Wobei das mit der Raffgier in territorialer Hinsicht schon mal nicht hinkommt. Israel hat ca. 90 Prozent des Landes, das es in den Kriegen seit 1948 eingenommen hat, wieder zurückgegeben oder in die Selbstverwaltung entlassen.)

Außerdem kommt wieder etwas zum Tragen, das wir schon angesprochen haben: die verbreitete Unfähigkeit, die historische Wirklichkeit einfach zu akzeptieren und auszuhalten. Das können viele Deutsche nicht. Sie können mit der NS-Vergangenheit nicht auf eine reife und rationale Weise umgehen. Stattdessen glauben sie immer noch, diese Vergangenheit irgendwie abschütteln, vergessen machen oder relativieren zu können. Die einen wollen es durch ein nationalistisches Aufbegehren (die Björn Höckes zähle ich dazu und ich hoffe inständig, dass sie nicht den zukünftigen Kurs der AfD bestimmen werden, sonst kriegt die Partei meine Stimme nicht mehr41), andere glauben sich durch suizidales Gutmenschentum reinwaschen zu können und betreiben gerade mutwillig die Zerstörung unseres Vaterlandes und bei der Gelegenheit den Massenimport von Juden- und Israelhass aus der islamischen Welt, wieder andere verspüren ein bewusstes oder unterbewusstes Bedürfnis nach Ausgleich des „Schuldhaushalts.“

Deswegen tut es ihnen so gut, sich einzureden, Israel sei das neue Dritte Reich, ein Apartheidsstaat, ein Monster, das Palästinenser genauso ausrottet wie Deutschland und seine Kollaborateure es mit den Juden getan haben. Nichts davon entspricht der Wahrheit, aber es gibt ja leider eine Menge Menschen, die an Wahrheit überhaupt nicht interessiert sind …

Die britische Rechtslehrerin und Antisemitismus-Forscherin Lesley Klaff spricht von „Holocaust-Inversion“, einer Umkehrung der Realität: die Juden werden zu Nazis gemacht und die Palästinenser zu neuen Juden.42

Das hat auch nichts mehr mit Kritik an Israel zu tun. Kritik, die diese Bezeichnung verdient, richtet sich gegen ein reales Verhalten. Wer aber Verleumdungen ausspricht, ist nicht glaubwürdig, wenn er behauptet, doch nur ein couragierter Kritiker zu sein, der das ausspricht, was keiner sonst zu sagen wagt.

Das tut der bekannte Aktivist und Online-Journalist Ken Jebsen (KenFM). Seit Jahren überzieht er Israel mit Verleumdungen, setzt das Land mit dem Dritten Reich gleich und zieht – bewusst oder unbewusst – so einige Register des primären und des sekundären Antisemitismus. Am eindrucksvollsten tat er das in seinem 2012 veröffentlichten Video „Zionistischer Rassismus“, das von seinem eigenen YouTube-Kanal inzwischen verschwunden, im Netz aber noch zu finden ist. Jebsen ging darin so weit, dass sogar der „Freitag“, der normaler Weise an Israel kein gutes Haar lässt, eine ausführliche Kritik an seinen Behauptungen publizierte.43

Jebsen ist meines Erachtens keine unbedeutende Person, seine Anhängerschaft ist groß, sein YouTube-Kanal hat über 217.000 Abonnenten und wenn wir uns die vorhin erwähnten Meinungsumfragen ins Gedächtnis rufen, können wir davon ausgehen, dass vieles von dem, was er sagt, von einer Menge Menschen da draußen ebenso gesehen wird.

Ein paar beispielhafte Behauptungen aus „Zionistischer Rassismus“44:

– Jebsen klärt uns darin darüber auf, wer die USA in seinem Sinne lenkt. „Es sind allen voran radikale Zionisten mit US-Pass, deren Hobby Israel ist und deren Lieblingssport im Schlachten von Arabern besteht.“

(Schau, schau! Töten als Freizeitspaß, als „Sport“!)

– „Das gemeinsame Hobby dieser Zio-Cons ist die Schaffung eines israelischen Großreichs, konkret: ein Israel ohne Palästinenser. … Ins Altdeutsch übersetzt: Israel strebt in Palästina die Endlösung an, klassischer Genozid. Wer nicht deportiert werden kann, von sich aus flüchtet und nicht weiß, wohin, wird über kurz oder lang erschossen oder von Panzern überrollt oder aus der Luft mit Napalm oder Splitterbomben beglückt oder man dreht ihm, was am unauffälligsten ist, einfach das Wasser ab und setzt ihn auf die Zionistendiät, die im Kern darauf abzielt, den Palästinenser in Palästina auszurotten.“

(Mit der Verschwörungstheorie von Groß-Israel habe ich mich vor kurzem bereits befasst. Das ist Unsinn, der in der islamischen Welt bereits seit Jahrzehnten verbreitet wird. Zu dem mörderischen Unsinn vom nicht existenten Völkermord an palästinensischen Arabern habe ich mich auch ausführlich geäußert.)

– „Pauschal gilt: jeder, der im Westen Israel kritisiert oder sich für die Rechte des palästinensischen Volkes einsetzt, bekommt die Antisemitismuskeule zu spüren.“

(Ja, in Deiner Phantasie, Ken. Lies öfter mal den „Spiegel“ oder die „Süddeutsche“ oder lies tagesschau.de, lies die Studien von Monika Schwarz-Friesel. Wenn das, was Du sagst, stimmen würde, hätte ein Großteil der deutschen Medien längst von den bösen Zionisten zum Schweigen gebracht werden müssen. Das Problem ist es nicht, Israel zu kritisieren. Das Problem ist auch nicht, dass man den Palästinensern das Recht auf Selbstbestimmung zugesteht (was sie in Gaza und in den A- und B-Gebieten der Westbank übrigens schon haben). Das Problem ist es, Verleumdungen auszusprechen, antijüdische Stereotype wie die jüdische Weltverschwörung und jüdischen Blutdurst zu bedienen. Wer das tut und sich hinterher über den Antisemitismus-Vorwurf beschwert, wirkt nicht sehr überzeugend. Sorry.)

Es sind radikale Zionisten, die uns pauschal einhämmern, das Christentum wäre durch den radikalen Islam bedroht. Es sind radikale Zionisten, die uns über die US-Regierung in Kriege führen und die den Araber pauschal verurteilen. Die Zerstörung des Irak hat den USA geschadet. Aber Israel genützt. Ein Widersacher weniger in der Region, ein Unterstützer der Palästinenser weniger auf der Landkarte“

(Das deckt sich mit der Behauptung von John Mearsheimer und Stephen Walt, die pro-israelische Lobby habe die USA in den Irak-Krieg geführt, den ich übrigens auch abgelehnt habe. Nicht aus Mitleid für den Despoten Saddam Hussein, sondern weil man uns über die Gründe für diesen Krieg belogen hat und weil ohne Not Chaos und Blutvergießen angerichtet worden sind. Dank der verfehlten Politik der Administrationen Bush und Obama wurde der Gottesstaat Iran außenpolitisch so stark wie nie zuvor. Auch den Irak konnte er erfolgreich unterwandern und übernehmen. Abgesehen davon, hat aber die Behauptung, dass pro-israelische Lobbys die treibende Kraft hinter diesem Krieg gewesen seien, einer Überprüfung nicht standgehalten. Man lese dazu zum Beispiel die Texte von Martin Kramer. Im Gegenteil, schon die damalige israelische Regierung vertrat die Auffassung, dass die entscheidende Bedrohung in der Region vom Iran und nicht vom Irak ausging. In Jerusalem fürchtete man sich sogar davor, Washington könne über die Fokussierung auf den Irak den Iran vernachlässigen. Es stimmt, in Israel gab es laut Meinungsumfragen beachtliche Unterstützung für diese Politik des amerikanischen Verbündeten (u. a. von prominenten Köpfen wie Ehud Barak und Benjamin Netanjahu, der im September 2002 in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal seine Unterstützung für einen Militärschlag gegen Husseins Regime erklärte45), die ich auch kritisiere, weil ich – wie gesagt – diesen Krieg abgelehnt habe. Aber Mearsheimers und Walts Behauptung, Israel und pro-israelische Lobbys seien die Drahtzieher gewesen, die die USA in diesen Krieg gesteuert hätten, hat sich bei näherer Analyse des Ablaufs der Ereignisse einfach als nicht haltbar erwiesen. Israels damalige Regierung verhielt sich eher skeptisch-zurückhaltend, aber als in Washington die Entscheidung zum Krieg fiel, opponierte man auch nicht dagegen.46)

„Das Volk ohne Raum, das auserwählte Volk, agiert mittels Mossad, der sich, welche Ironie, auch mit SS schreibt, nach den Methoden der Nazis.“

(Tja, hier ist der Schuldabwehr-Antisemitismus bzw. die Inversion der Realität so offenkundig wie bei der Behauptung, Israel verübe einen Holocaust an den Palästinensern.)

„Zionismus ist in seiner ganzen Radikalität zu Ende gedacht ziemlich identisch mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten. Man geht davon aus, dem Rest der Menschheit überlegen zu sein: das legitimiert jedes Handeln“

(Zionismus ist die Bezeichnung für die Idee der jüdischen Nationalbewegung, die übrigens eine säkulare Bewegung, keine religiöse, war. Es galt, für die Juden eine Heimstätte, einen eigenen Nationalstaat, zu gründen, womit der Zionismus für die damalige Zeit, das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert, eine sehr typische Erscheinung war. Die Vordenker des jüdischen Staates waren durchaus Kinder ihrer Zeit, in der auch andere Nationalstaaten erstmals entstanden (Deutschland, Italien) oder nationale Unabhängigkeit wieder erlangten (Polen). Die Juden sind die einzigen, denen man unterstellt, dass die Idee eines Nationalstaates für sie inhärent faschistisch sei. Hm …. Warum bloß? Warum Sondermaßstäbe ausgerechnet für diese eine Gruppe? Warum ist die Idee eines jüdischen Staates faschistisch, die eines arabischen Staates aber nicht? (Zumal führende Palästinenser, auch so genannte Moderate, sehr deutlich sagen, dass sie ein Land ohne Juden wünschen, also sozusagen ein rassenreines oder, wie man zu Führers Zeiten sagte, judenreines Land.47 Hat Jebsen dazu nichts zu sagen?) Es gibt 49 Staaten, in denen Muslime die Mehrheit stellen, davon 21 arab. Staaten, und neben denen ist der eine winzige jüdische Staat, der kleiner ist als der viertkleinste US-Bundesstaat New Jersey, immer noch zu viel?48

Abgesehen davon ist Israel kein faschistischer Staat, sondern die einzige Demokratie des Nahen Ostens, deren Bevölkerung zu knapp über 20 Prozent nicht-jüdisch ist, deren nicht-jüdische Bürger aber genauso Bürgerrechte besitzen wie die Juden. (Was nicht heißt, dass es nicht auch Probleme und Spannungen gibt) Es ist das einzige Land der Region, in dem Homosexuelle nach ihrer Façon leben können. Es ist das einzige Land des Orients, in dem progressive Werte verwirklicht sind, die Linken (zu denen Jebsen sich selbst ja zählt!) angeblich so wichtig sind.49 Man könnte meinen, Israel müsste eigentlich Ken Jebsens Lieblingsland im Orient sein, aber nein. Da sind zu viele Ressentiments im Weg.)

Ein Großreich Israel, vollständig befreit von Palästinensern und wenn überhaupt, umgeben von primitiven arabischen Stämmen, denen man vorher ihr Rückgrat gebrochen hat. Die sogenannte San-Salvador-Option, die da lautet, sämtliche Intellektuelle umzubringen oder vertreiben zu lassen, auf daß die nächste Generation nur noch aus ungebildeten Schafhirten besteht. Analphabeten, die den neuen Herren aus der Hand fressen. Das ist Herrenrassedenken“

(Hier wird wiederum komplett wahrheitswidrig Israel mit dem Dritten Reich gleichgesetzt und ihm unterstellt, das zu praktizieren, was Deutschland mit Polen und anderen Völkern Osteuropas gemacht hat: sie zu rassisch Minderwertigen zu stempeln, ihre Intelligenz auszurotten und sie zu untergeordneten Hilfsvölkern der arischen Herrenrasse zu machen. Das war es, was die NS-Führung wollte, wie man z. B. in einem Memorandum vom Reichsführer SS Heinrich Himmler an Adolf Hitler nachlesen kann, und was sie auch praktizierte. Nichts davon trifft auf Israel zu. Jebsen artikuliert hier seine Phantasien, mehr nicht. Das Thema „Großreich Israel“ hatten wir schon. Das ist auch Propaganda.50 Propaganda, die ich – das muss ich zu meiner Schande gestehen – in der Vergangenheit auch mal ernst genommen habe, bis ich durch ausführliche Recherchen herausfand, was ich da auf den Leim gegangen war.)

„Das grausame Schicksal der Überlebenden der europäischen Juden hat die Nachfahren stumpf gemacht gegenüber dem Leid anderer Menschen. Ihr Grausamkeitslevel verläuft auf einer vom Holocaust gefrästen Vernichtungskurve. Diese ist und war in all ihren Aspekten pervers und taugt nicht als Orientierung für eine humanere Welt. Wenn man heute an jedem Punkt Palästinas, an dem ein palästinensischer Zivilist durch einen israelischen Besatzungssoldat umgekommen ist, einen solchen Stolperstein einschlagen würde, wäre der Boden Palästinas aus dem Orbit zu erkennen. Er würde flächendeckend messingfarben Unrecht reflektieren“

(Reiner Blödsinn. Wie gesagt: in den fast 60 Jahren zwischen 1948 und 2007 wurden 35.000 Araber von Israel getötet, vor allem in Verteidigungskriegen und bei der Terrorabwehr. Deutschland und seine Kollaborateure haben ca. sechs Millionen Juden ausgerottet. Im Gegensatz dazu gab es und gibt es keinen Plan, die Araber Palästinas auszurotten. In Israel selbst leben heute übrigens ungefähr acht Mal so viele Araber wie 1948, im Jahr der Gründung des jüdischen Staates. 1948 waren es schätzungsweise 160.000, heute sind es ca. 1,25 Millionen. Israel insgesamt hatte 1948 ca. 800.000 Einwohner und heute ca. 8,7 Millionen.)

Wie gesagt: „Zionistischer Rassismus“ ist von Jebsens Kanal gelöscht worden, aber das heißt leider nicht, dass der Mann deswegen seine Ansichten geändert hätte. Immer noch auf seinem Kanal findet sich ein 2014 veröffentlichtes Video mit dem Titel „Kai-ROH!“51

Da geht es ganz ähnlich zur Sache.

Zionisten und Nazis hätten „die gleiche Ideologie der Überrasse“ verinnerlicht, heißt es da zum Beispiel. Israel sei ein Projekt der „Volkshygiene“, behauptet er weiter. „Der völkische Blut-und-Boden-Begriff Herrenrasse wurde bei den Zionisten zu auserwähltem Volk.“, sagt er. Die Nazis und die Zionisten seien im Prinzip vom selben Gedankengut angeleitet, nur hätten sie sie unterschiedlich umgesetzt.

Die Zionisten hätten „den rein jüdischen Staat nahezu umgesetzt“, behauptet Jebsen, womit er vermutlich sagen will: die dort lebenden Araber sind schon so gut wie ausgerottet. Dass ungefähr jeder Fünfte Bürger Israels Araber ist und dass diese Araber volle Bürgerrechte haben, dass die arabische Sprache in Israel sogar einen Sonderstatus innehat, muss er natürlich verschweigen. Wie sollte er sonst sein Narrativ aufrecht erhalten?

Es kommt aber noch besser: „Damit [mit der von ihm behaupteten Errichtung eines „rein jüdischen“ Staates und der behaupteten Ausrottung von Arabern] leben sie vor, was von den Nazis immer behauptet wurde: Juden sind speziell. Man müsse sie aus jedem Volkskörper isolieren und in Ghettos zusammenfassen. Die jüdische Rasse dürfe aus Gründen der Volkshygiene (…) nicht mit anderem Blut anderer Völker (…) vermischt werden. Exakt darin stimmen die Nazis damals wie die Zionisten heute überein. Israel als ständiger Aggressor im Nahen Osten, der Tankstelle der Welt, kann seine zionistische Politik der Rassentrennung, der Selektion, nur deshalb seit 1948 durchsetzen, da es dabei von den USA unterstützt wird.“, sagt Jebsen.

Sag mal, Ken, kriegst Du noch irgendwas mitgeschnitten? Merkst Du, wessen Gedankengut Du Dir gerade zu eigen machst? Was kommt als nächstes? Sollen die Juden den Nazis vielleicht auch noch für Entrechtung, Separierung, Ghettoisierung und schlussendliche Extermination dankbar sein, weil sie ihnen damit eine Art Erfolgsmodell vorexerziert haben?!

Ansonsten kann ich nur sagen: Man merkt, Du hast keine Ahnung, wovon Du redest oder Du willst keine haben. Israel wurde bereits Stunden nach seiner Gründung von den arabischen Nachbarn überfallen, die das Ziel hatten, den jüdischen Staat auszulöschen. Seither musste Israel sich ständig gegen feindliche Invasionen und gegen Terrorismus behaupten, weil der blanke Judenhass in dieser Region so selbstverständlich ist wie die Nahrungsaufnahme und weil die bloße Existenz dieses Staates nie wirklich akzeptiert worden ist. Bisher konnte nur mit zwei arabischen Staaten, Ägypten und Jordanien, Frieden geschlossen werden. 90 Prozent des im Laufe der Kriege seit 1948 eingenommenen Landes hat Israel wieder zurückgegeben oder in die Selbstverwaltung entlassen – nach dem Kalkül „Land für Frieden.“ Das ging aber nicht zwangsläufig auf. Gaza wurde 2005 geräumt und als Dank gibt es bis heute Raketen- und Granatenterror. Die Hamas, die Gaza seit 2007 unter ihrer Knute hält, fordert in ihrer Charta die Zerstörung des jüdischen Staates und die Ermordung aller Juden. Abgesehen davon, dass sie diktatorisch herrscht. Ken, sag mal, ist das nicht ein faschistisches Regime, oder hab ich da was falsch verstanden? Ken, ist es nicht ein eindeutiges Bekenntnis, wenn Hamas-Männer und ihre Sympathisanten Feuerdrachen, die sie auf Israel loslassen, mit Hakenkreuzen verzieren?

Rassentrennung gibt es nicht. Israels Population besteht aus verschiedenen Ethnien. Worauf du anspielst, sind vermutlich die Sicherheitszäune an der Grenze zu Gaza und zum Westjordanland. Die zielen nicht auf Rassentrennung, sondern darauf, dass Attentäter nicht mehr nach Israel spazieren und ihr Mordwerk verrichten können. Wer Israel von dort aus betreten will, wird an militärischen Checkpoints kontrolliert. Die Westbank war über 30 Jahre unter israelischer Kontrolle, ohne dass es die Sperranlagen gab. Dann aber hatten die Israelis mit der Zweiten Intifada die Faxen dicke, die übrigens Jassir Arafat gemeinsam mit seinen Gefolgsmännern vom Zaun gebrochen hat, obwohl er versprochen hatte, Terrorismus als Mittel der Politik zu entsagen, und obwohl ihm Wochen zuvor in Camp David die Gründung eines palästinensischen Staates angeboten worden war.

Wie auch immer: Jebsen hat an seiner Haltung offenbar nichts geändert. Von „Kai-Roh!“ abgesehen, findet man auf YouTube auch noch ein Video von ihm mit dem Titel „Die deutsch-israelische Freundschaft“, das vergleichbare Töne anschlägt.52

Man müsste sich mit diesem schlimmen Unsinn vermutlich gar nicht beschäftigen, wenn es nicht die Überzeugung vieler Deutscher wäre, was der Kerl da zum Ausdruck bringt.

Das antijüdische Ressentiment ist quicklebendig. Es wird auf Israel übertragen und mit der Ablehnung Israels wird wiederum die Ablehnung der Juden gerechtfertigt oder zumindest für verständlich befunden.

Einer am 24. April 2017 veröffentlichten Studie zufolge stimmten bereits 40 Prozent (!) der befragten Deutschen zu, dass es aufgrund israelischer Politik verständlich sei, etwas gegen Juden zu haben. (2014 waren es noch 28 Prozent gewesen.)53

Hinzu kommt der weltfremde, sehr überhebliche Gesinnungspazifismus des postnazistischen Deutschland, das aus seiner verbrecherischen Vergangenheit den – durchaus verständlichen! –

Schluss gezogen hat „Nie wieder Krieg! Nie wieder Täter sein!“

Was dabei völlig vergessen wird, ist, dass zur Selbstverteidigung die Anwendung militärischer Macht manchmal notwendig ist. Was viele zudem nicht sehen wollen, ist, dass man in Israel aus derselben Vergangenheit ganz andere Schlüsse gezogen hat, wobei die Gründe offensichtlich sind. In Israel sagt man sich mit Blick auf die NS-Zeit: „Nie wieder Opfer sein! Nie wieder wehrlos sein!“

Und wehrhaft müssen die Israelis sein, weil sie permanent durch Terror und Tod bedroht sind, wie man aktuell wieder mal am Gaza-Konflikt sehen kann. Nur leider wird das, was dort gerade passiert, viele Deutsche in ihrem Hass auf Israel bestärken. Dass Juden sich gegen antisemitische Terroristen wehren, geht halt mal gar nicht klar! Viele wollen einfach nicht sehen, dass Israel unter ganz anderen Bedingungen lebt als sie selbst.

Gut, ich will gerne zugestehen, dass viele Israel-Hasser vermutlich nicht böswillig sind. Mag sein, dass viele ganz ehrlich glauben, dass sie es mit einem rassistischen Apartheidregime oder gar einem Wiedergänger des Dritten Reiches zu tun haben, gegen den man vorgehen muss. Leute, die nur getäuscht worden sind und jetzt glauben, sich mit ihrem Kampf gegen Israel für etwas Gutes einzusetzen, kann man ja wenigstens noch mit Fakten überzeugen.

Bei Antisemiten allerdings wird das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unmöglich sein, sie mit Fakten von ihrem Wahn abzubringen. Antisemiten sind Fakten nicht zugänglich und im Zweifel ist sowieso alles, was ihrem Weltbild widerspricht, von den bösen Zionisten manipuliert.

IV. Symbiose des Hasses

Ich habe früher das Wort „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“54 von Paul Spiegel nie verstanden. Mir kam das wie ein Widerspruch in sich vor. Wie kann jemand, der Frieden will, ein Mörder sein? Was ist das für eine bösartige Unterstellung?! Fragte ich mich in meiner damaligen Naivität.

Heute glaube ich zu verstehen. Das postnazistische Gutmensch-Deutschland hat, um es mit den Worten von Dennis Prager zu sagen, nicht gelernt, dass das Böse bekämpft werden muss, sondern dass Kämpfen böse ist. Und wenn Juden kämpfen, ist es gleich zehn Mal so böse, denn mit den Juden haben wir noch ‘ne Rechnung offen. Auschwitz werden wir ihnen nicht so schnell verzeihen, denn mit dieser historischen Tatsache belasten sie unser armes Gewissen.

Es wird Juden sehr übel genommen, sich zu wehren. Der antisemitische Vernichtungswahn der Feinde Israels wird von gutmenschlichen Friedensfreunden sehr gerne völlig ausgeblendet und Israel wird zum ständigen Aggressor der Region umgedeutet, wie es Ken Jebsen in „Kai-ROH!“ getan hat.

Die Friedensfreunde erledigen damit, gewollt oder ungewollt, das Geschäft der Vernichtungsantisemiten, die, wenn sie die militärischen Mittel hätten, am liebsten die nächste Schoah begehen würden. Zum Glück kann die Hamas den Israel Defense Forces nicht das Wasser reichen. Könnte sie es, würden Ströme von Blut fließen. Fatah, Hisbollah, Palästinensischer Islamischer Dschihad und wie sie alle heißen würden freudig mitmachen. Die gutmenschlichen Friedensfürsten helfen dabei mit, diese Leute zu „Widerstandskämpfern“ umzudichten und diejenigen, die sich verteidigen müssen, zu ewigen Aggressoren. Sie mögen es vielfach nicht bewusst tun, aber sie legitimieren antisemitischen Vernichtungswahn und sie delegitimieren den Widerstand dagegen!

Es gibt zu denken, was für Leute sich auf den Anti-Israel-Demos zusammenfinden, wie man sie beispielsweise im Sommer 2014 beobachten konnte, als Israel seine Operation „Protective Edge“ gegen die Hamas durchführte. Linksextreme, Rechtsextreme und radikale Muslime gingen gegen den jüdischen Staat auf die Straße. Auf deutschen Straßen erklangen Rufe wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ und „Jude, Jude, feiges Schwein, komm‘ heraus und kämpf‘ allein!“

Extrembeispiele? Mag sein. Eine Mehrheit ist es ganz gewiss nicht, die solche Parolen für sich in Anspruch nehmen würde. So düster sehe ich die Lage nun auch wieder nicht.

Aber ein großer Teil der Deutschen ist sich darüber einig, dass Israel ein Aggressor, ein raffgieriger Landräuber und noch Schlimmeres ist und dass die Palästinenser so etwas wie die neuen Juden sind.

Ein Großteil der deutschen Gesellschaft findet Judenhass aufgrund israelischer Politik verständlich (was nicht einmal dann logisch nachvollziehbar wäre, wenn die Extremisten mit ihren Behauptungen über Israel Recht hätten, denn warum sollte man hunderte oder tausende Kilometer entfernt lebende Juden in anderen Ländern für das in Mithaftung nehmen, was eine Regierung in Jerusalem tut?)

Diese Gesellschaft importiert sich jetzt den Judenhass aus der islamischen Welt mit allem, was dazu gehört.

Ich befürchte nun folgende Entwicklung:

Der aus der islamischen Welt importierte Judenhass und das weit verbreitete deutsche Verständnis für diesen Hass werden eine Symbiose eingehen. Holocaust-Leugnung und Holocaust-Inversion werden auch in diesem Land immer selbstverständlicher werden. Man wird es irgendwann überhaupt nicht mehr als Skandal empfinden, die Schoah zu verharmlosen oder klein zu reden oder Israel zu unterstellen, selbst zu einem neuen Dritten Reich geworden zu sein. Je weiter die Unterwerfung voranschreitet, desto normaler werden diese Dinge werden. Aber um es nochmal deutlich zu sagen: die Verantwortung tragen nicht nur radikale muslimische Zuwanderer, sondern auch viele Einheimische, radikale Ideologen von rechts wie von links, aber auch ansonsten ganz moderate Zeitgenossen!

Man wird sich schützend an die Seite der von den bösen Juden angeblich völkergemordeten Araber stellen.

Nicht nur wegen des Israel-Palästina-Konflikts. Gewisse Gutmenschen belehren uns ja heute schon darüber, dass Kritik am Islam bzw. die böse, böse „Islamophobie“ ja nichts anderes sei als so etwas wie der Antisemitismus der Gegenwart. Die Muslime sind also die Juden von heute!55

Nicht etwa die Juden, die aus anderen sich islamisierenden Ländern wie Schweden und Frankreich bereits fliehen, weil die von radikalen Muslimen ausgehende Hetze und Gewalt vielen von ihnen das Leben zur Hölle machen. Europa wird Schritt für Schritt wieder zu einem Ort, an dem es heißt: „Juden sind hier unerwünscht.“56

Ist es nicht mehr aufzuhalten? Muss es so kommen?

Ich hoffe nicht. Vielleicht ist es so, wie Henryk Broder mal sagte: vielleicht muss man manche Dinge einfach mal aussprechen, damit sie nicht Wirklichkeit werden, damit die Menschen noch rechtzeitig erkennen, wohin die Reise gehen kann, und die Notbremse ziehen.

Ob Deutschland das noch rechtzeitig tun wird, ist allerdings völlig ungewiss. Wir leben in einer für das kulturelle Überleben unseres Landes, aber auch für das Überleben freiheitlich-humanistischer Werte sehr gefährlichen Zeit. Die ideologische Verblendung hierzulande ist so groß, dass viele das überhaupt nicht mitbekommen.

„Der Rücksturz in die Barbarei ist wieder eine Option“, schrieb Alexander Kissler anlässlich der antisemitischen Hassausbrüche in Europa im Sommer 2014, als Israel gegen die Hamas zurückschlug.57

Leider ist dieser Satz nach wie vor gültig.

Und das, was mir Angst macht, ist, dass die Gutmenschen das oftmals überhaupt nicht realisieren. Sie würden sich selbst natürlich niemals mit Antisemitismus in Verbindung bringen. Sie sehen den offensichtlichen Antisemitismus von Rechtsextremisten mit absolut ehrlicher Abscheu und Ekel.

Der Gutmensch ist ja nicht aus Antisemitismus gegen die bösen, bösen Zionisten und auf der Seite ihrer radikal-islamischen Gegner, sondern nur aus edelster Gesinnung heraus.

Eike Geisel hat die von den „wieder gut gewordenen Deutschen“ ausgehende Gefahr vor über zwanzig Jahren schon erkannt, als er schrieb:

„Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. […] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“ 58

Manche Leute haben allerdings ein unheilbar gutes Gewissen …

Alex Feuerherdt schrieb über sie auf seinem Blog:

„Denn wenn die Israelis die neuen Nazis sind, stehen sie auf einer Stufe mit den seinerzeitigen Judenmördern. Was für eine Gewissenserleichterung vor allem für jene, deren Vorfahren die Shoa ins Werk gesetzt haben! Die vermeintliche Parteinahme für die Palästinenser – die in Wahrheit nichts anderes ist als eine Parteinahme gegen Israel – erscheint so als eine Art nachholender Antifaschismus, was einer der Gründe dafür ist, warum sie vor allem in der Linken weiterhin große Popularität genießt. Nicht selten wird dieser »Antifaschismus« mit dem belehrenden und anmaßenden »Argument« garniert, die Juden hätten aus der Vergangenheit nichts gelernt, dabei müssten doch gerade sie aus eigener Erfahrung wissen, wie grausam Verfolgung, Mord und Krieg sind. Als hätte es sich bei den Vernichtungslagern um Besserungsanstalten gehandelt, deren Schüler im Unterricht leider nicht besonders gut aufgepasst haben.

Es ist bezeichnend, dass diese Art von Argumentation nahezu ausschließlich bei Israel zur Anwendung kommt. Niemand würde beispielsweise sagen, dass »die Kenianer ihre ›Lektion‹ aus der Kolonisierung ihres Landes nicht ›gelernt‹ haben, weil sie nun somalische Flüchtlinge schlecht behandeln«, wie Seth Frantzman in einem lesenswerten Beitrag für »The Algemeiner« schreibt. (…)

Seit der Gründung Israels gibt es diesen Staat, und durch ihn sind die Juden nicht mehr als Minderheit auf den guten Willen von Mehrheitsgesellschaften angewiesen. Sie können sich gegen den Vernichtungsdrang von Antisemiten nun auch bewaffnet verteidigen – und tun dies, wenn es notwendig ist. Dass ihnen das regelmäßig als »Holocaust« ausgelegt wird, sagt nichts über sie selbst aus, dafür aber umso mehr über diejenigen, die eine solche Behauptung aufstellen und kolportieren. Es ist ein Schuldabwehrantisemitismus, der sich – wie jede Form des Antisemitismus – als Notwehr im Namen der Menschenrechte ausgibt; es ist eine Dämonisierung und Delegitimierung Israels als Unrechtsstaat par excellence; es ist die Negierung jüdischer Souveränität mit dem Ziel, diese zum Verschwinden zu bringen. Allein die schiere Existenz eines jüdischen Staates lässt den Hass der Antisemiten jeglicher Couleur ins Unermessliche steigen, deshalb dürstet es sie nach Satisfaktion.

Der Antisemitismus hat sich nicht trotz, sondern wegen Auschwitz als modernisierungsfähig erwiesen und richtet sich längst weniger gegen »den Juden« als vielmehr gegen den jüdischen Staat, der als Kollektivsubjekt fungiert. In dessen Aussonderung – wie sie nicht zuletzt durch den Holocaustvergleich betrieben wird – manifestiert sich die Transformation des Judenhasses, der sich selbst erhält, indem er Israel als Pariastaat des Pariavolkes begreift und behandelt. Die Insinuation, Israel wiederhole an den Palästinensern die Shoa – eine lupenreine Projektion –, bestätigt außerdem, was bereits Adorno befand: Wenn man schon zugibt, dass Verbrechen geschehen sind, will man auch, dass das Opfer mitschuldig ist. Und dass es nicht rückfällig wird, weshalb sich vor allem zahlreiche Deutsche gegenüber Israel wie Bewährungshelfer aufführen, (.) wie es der Publizist Wolfgang Pohrt einmal schrieb.“ 59

———-

Quellen:

.1. Spiegel Online, 14.12.2005: „Ahmadinedschad nennt Holocaust einen „Mythos““ http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-ahmadinedschad-nennt-holocaust-einen-mythos-a-390272.html
.2. Fox News, 12.10.2007: „Hashemi Rafsanjani: Hitler Wanted to Rid World of Jews Because ‚They Were a Pain in the Neck’“ http://www.foxnews.com/story/2007/10/12/hashemi-rafsanjani-hitler-wanted-to-rid-world-jews-because-were-pain-in-neck.html
.3. The Jerusalem Post, 21.3.2014: „Iran’s Khamenei Questions ‚Certainty‘ of Holocaust“ by Herb Keinon http://www.jpost.com/Iranian-Threat/News/Irans-Khamenei-questions-certainty-of-Holocaust-346116
.4. Der Spiegel 28 / 1977: „Kecke Revision“ http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/40830716
.5. Martin Broszat: „Hitler und die Genesis der „Endlösung“: Aus Anlaß der Thesen von David Irving“ (PDF) https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1977_4_10_broszat.pdf
.6. Protokoll der Wannsee-Konferenz: https://www.ghwk.de/fileadmin/user_upload/pdf-wannsee/dokumente/protokoll-januar1942_barrierefrei.pdf
Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: „Die Wannseekonferenz: Wie Rechtsextremisten den Wald vor Bäumen nicht sehen“ https://www.h-ref.de/vernichtung/wannsee/wannsee-konferenz.php
.7. Wikipedia: Posener Reden https://de.wikipedia.org/wiki/Posener_Reden
Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: „Heinrich Himmler in Posen: „Damit möchte ich die Judenfrage abschließen.““ https://www.h-ref.de/personen/himmler-heinrich/himmler-in-posen.php
.8. Sebastian Haffner: „Anmerkungen zu Hitler“, Fischer Taschenbuch Verlag, 25. Auflage, Frankfurt am Main 2003, S. 159
.9. Focus Magazin, Nr. 17 / 1994: „Die Technik des Massenmords“ https://www.focus.de/auto/neuheiten/zeitgeschichte-die-technik-des-massenmords_aid_146064.html
Die Zeit, Nr. 12 / 1994: „Die Maschinerie des Massenmords“ von Eberhard Jäckel https://www.zeit.de/1994/12/die-maschinerie-des-massenmords/komplettansicht
.10. Judentum-Projekt: „Auschwitz-Lüge“ http://www.judentum-projekt.de/geschichte/nsverfolgung/auschwitzluege/
.11. Holocaust Denial on Trial: „How do we know what the capacities of the cremation ovens at Auschwitz-Birkenau were?“ https://www.hdot.org/debunking-denial/ab3-german-documents-ovens/
.12. Welt Online, 14.7.2016: „SS-Offizier fand Vergasung der Juden „humanste Lösung“‘ von Sven Felix Kellerhoff https://www.welt.de/geschichte/article157036883/SS-Offizier-fand-Vergasung-der-Juden-humanste-Loesung.html
.13. Welt Online, 27.1.2017: „Die mörderischen Zahlen von Auschwitz“ von Sven Felix Kellerhoff https://www.welt.de/geschichte/article161548437/Die-moerderischen-Zahlen-von-Auschwitz.html
.14. Hajo Funke: „David Irving, Holocaust denial, and his connections to right-wing extremists and Neo-National Socialism (Neo-Nazism) In Germany“ http://www.nizkor.org/hweb/people/f/funke-hajo/
Wikipedia: David Irving https://de.wikipedia.org/wiki/David_Irving
.15. The Guardian, 12.1.2000: „’Pariah‘ Irving sues Holocaust author“ by Vikram Dodd https://www.theguardian.com/uk/2000/jan/12/irving.history
The Washington Post, 15.3.2005: „C-SPAN’s Balance of the Absurd“ by Richard Cohen https://www.washingtonpost.com/archive/opinions/2005/03/15/c-spans-balance-of-the-absurd/5a0b58a0-ec0d-4fcb-afc3-e1103c1ae437/?utm_term=.0d47963830e8
.16. Robert Jan Van Pelt: „The Case for Auschwitz: Evidence from the Irving Trial“, Indiana University Press 2002 http://www.iupress.indiana.edu/product_info.php?products_id=20045
.17. Spiegel Online, 11.4.2000: „Pseudohistoriker Irving verliert seinen Prozess“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/leugnung-des-holocaust-pseudohistoriker-irving-verliert-seinen-prozess-a-72542.html
.18. The Jerusalem Post, 23.12.2006: „David Irving: ‚Mel Gibson Was Right’“ https://www.jpost.com/International/David-Irving-Mel-Gibson-was-right
.19. Siehe zum Thema u. a.:
Raul Hilberg: „Die Vernichtung der europäischen Juden“, 3 Bände, Fischer Taschenbuch-Verlag, 13. Auflage https://www.amazon.de/Die-Vernichtung-europ%C3%A4ischen-Juden-B%C3%A4nde/dp/359624417X
Raul Hilberg: „Die Quellen des Holocaust: Entschlüsseln und Interpretieren“, Fischer Taschenbuch-Verlag, 1. Auflage, 1.2.2009 https://www.amazon.de/Quellen-Holocaust-Entschl%C3%BCsseln-Interpretieren-Nationalsozialismus/dp/3596181801/
Hannah Arendt: „Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, Piper Taschenbuch, München, 1. Juli 2011 https://www.amazon.de/Eichmann-Jerusalem-Bericht-Banalit%C3%A4t-B%C3%B6sen/dp/3492264786/
Hermann Langbein, Eugen Kogon, Adalbert Rückerl (Hrsg.): „Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. Eine Dokumentation“, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1986 https://www.amazon.de/Nationalsozialistische-Massent%C3%B6tungen-durch-Giftgas-Dokumentation/dp/359624353X/
Heinz Höhne: „Der Orden unter dem Totenkopf: Die Geschichte der SS“, Bassermann-Verlag, München 2008 https://www.amazon.de/Orden-unter-dem-Totenkopf-Geschichte/dp/380942255X/
Holocaust Denial on Trial: https://www.hdot.org/
Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: https://www.h-ref.de/
Deborah Lipstadt’s Blog: http://lipstadt.blogspot.com/
.20. Ein besonders extremes Beispiel habe ich vor wenigen Monaten erst erlebt. Jemand (übrigens keineswegs ein muslimischer Immigrant, sondern ein nicht-muslimischer Einheimischer) sagte wörtlich zu mir, das jüdische Volk sei unser – ich zitiere – „Feind.“ Derselbe Mensch beteuerte dann aber in derselben Unterhaltung, vielleicht eine Minute später, keineswegs ein Antisemit zu sein. Ich weiß, die Geschichte klingt absurd, aber ich würde es auch beeiden, dass es wirklich so war. Kommentar überflüssig, oder?
.21. Siehe meinen Artikel „Mahmud Abbas und die Holocaust-Verschwörer“
.22. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.5.2018: „Abbas gibt Juden Schuld am Holocaust“ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israel-abbas-gibt-juden-schuld-am-holocaust-15568571.html
The Times of Israel, 1.5.2018: „Abbas says Jews’ behavior, not anti-Semitism, caused the Holocaust“ https://www.timesofisrael.com/abbas-says-jews-behavior-not-anti-semitism-caused-the-holocaust/
.23. Der Tagesspiegel, 16.4.2006: „Hitlers Todesschwadron vor Palästina“ von Thomas Lackmann https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/hitlers-todesschwadron-vor-palaestina-spektakulaerer-fund-deutscher-historiker-wie-die-ss-die-juden/702874.html
Deutschlandfunk Kultur, 6.5.2007: „Das Dritte Reich und der Nahe Osten“ von Dorothea Jung https://www.deutschlandfunkkultur.de/das-dritte-reich-und-der-nahe-osten.988.de.html?dram:article_id=153885
.24. Matthias Küntzel: „Iranian Holocaust Denial and the Internet“ (The Israel Journal of Foreign Affairs, Vol. VI, 2012/5772, No.1) http://www.matthiaskuentzel.de/contents/iranian-holocaust-denial-and-the-internet
.25. Iran Appeasement Monitor, 19.1.2016: „Die staatlichen Förderer der Holocaust-Karikaturen im Iran“ von Dr. Kazem Moussavi http://iraniansforum.com/eu/die-staatlichen-forderer-der-holocaust-karikaturen-im-iran/
.26. Ynet News, 27.11.2005: „White supremacist holds rally in Syria“ by Yaakov Lappin https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3175767,00.html
.27. The Middle East Quarterly, Summer 2009, Vol. 16, No. 3: „Tehran’s Genocidal Incitement against Israel“ by Elihu D. Richter and Alex Barnea https://www.meforum.org/articles/2009/tehran-s-genocidal-incitement-against-israel
.28. The Tower Magazine, Issue 30, September 2015: „On the Roots and Branches of Shi’a Anti-Semitism“ by David Daoud http://www.thetower.org/article/on-the-roots-and-branches-of-shia-anti-semitism/
.29. New York Post, 1.8.2015: „Iran publishes book on how to outwit US and destroy Israel“ by Amir Taheri https://nypost.com/2015/08/01/iran-publishes-book-on-how-to-outwit-us-and-destroy-israel/
.30. Audiatur Online, 11.7.2018: „Iranischer General: Streitkräfte in Syrien „warten auf Befehle“ zur Zerstörung Israels“ https://www.audiatur-online.ch/2018/07/11/iranischer-general-streitkraefte-in-syrien-warten-auf-befehle-zur-zerstoerung-israels/
.31. Botschaft des Staates Israel: „Die vergessenen jüdischen Flüchtlinge“ (Februar 2016) http://embassies.gov.il/berlin/departments/offentlichkeitsarbeit/Publikationendocs/JewishRefugee_Broschuere_A5_2016.pdf
.32. The Middle East Quarterly, Summer 2007, Vol. 14, No. 3: „Deciphering Ahmadinejad’s Holocaust Revisionism“ by George Michael https://www.meforum.org/articles/2007/deciphering-ahmadinejad-s-holocaust-revisionism
Stephen Wicken: „Views of the Holocaust in Arab Media and Public Discourse“ (Yale Journal of International Affairs, Winter / Spring 2006) http://yalejournal.org/wp-content/uploads/2011/01/061209wicken.pdf
Ynet News, 16.4.2015: „Holocaust denial a growing trend in the Arab world“ https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4647812,00.html
The Jerusalem Post, 9.5.2018: „Holocaust Denial in the Arab World“ by Seif Husseini and Emily Schrader https://www.jpost.com/Opinion/Holocaust-denial-in-the-Arab-world-555903
.33. Wiener Zeitung, 7.5.2009: „Reger Zulauf für Fundamentalisten“ https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/238230_Reger-Zulauf-fuer-Fundamentalisten.html
FocusonIslamism: „Yusuf al-Qaradawi Praises Hitler and the Holocaust“ (Upload: 19.11.2009) https://www.youtube.com/watch?v=VcB_DZ4YQYQ
.34. Zeit Online, 19.12.2007: „Die Weltrangliste der blutigsten Konflikte – und der Nahostkonflikt“ von Jörg Lau https://blog.zeit.de/joerglau/2007/12/19/die-weltrangliste-der-blutigsten-konflikte-und-der-nahostkonflikt_948
.35. Welt Online, 23.9.2016: „Der Judenhass in den Vereinten Nationen ist maßlos“ von Gunnar Heinsohn https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158337366/Der-Judenhass-in-den-Vereinten-Nationen-ist-masslos.html
.36. Zeit Online, 21.12.2016: „Palästina: UN warnen vor starkem Bevölkerungswachstum“ https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/palaestina-un-vereinte-nationen-bevoelkerungswachstum-arbeitslosigkeit
.37. The Washington Institute for Near East Policy, 9.8.2002: „The Palestinians‘ Lost Marshall Plans“ by Patrick Clawson https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-palestinians-lost-marshall-plans
.38. Welt Online, 18.6.2002: „Blüm verurteilt israelischen „Vernichtungskrieg““ von AFP, AP https://www.welt.de/print-welt/article395205/Bluem-verurteilt-israelischen-Vernichtungskrieg.html
Der Tagesspiegel, 19.6.2002: „Antisemitismus als Knüppel?“ von Christian Böhme https://www.tagesspiegel.de/politik/antisemitismus-als-knueppel/322200.html
.39. Lizas Welt, 19.7.2006: „Neighborhood Bullies“ https://lizaswelt.net/2006/07/19/neighborhood-bullies/
.40. Gatestone Institute, 18.4.2016: „False Moral Equivalence as a Tool to Demonize Israel“ by Manfred Gerstenfeld and Jamie Berk https://www.gatestoneinstitute.org/7813/israel-moral-equivalence
.41. Die Achse des Guten, 19.1.2017: „Die Leiden des Björn Höcke“ von Jennifer Nathalie Pyka https://www.achgut.com/artikel/die_leiden_des_bjoern_hoecke
.42. Fathom Journal, Winter 2014: „Holocaust Inversion and contemporary antisemitism“ by Lesley Klaff http://fathomjournal.org/holocaust-inversion-and-contemporary-antisemitism/
.43. der Freitag, 21.4.2014: „KenFM: „Rassistischer Zionismus““ https://www.freitag.de/autoren/dame-von-welt/kenfm-rassistischer-zionismus
.44. KenFM: „Zionistischer Rassismus Opfer Guenter Grass“ (Upload: 9.4.2012) https://archive.org/details/KenfmZionistischerRassismusOpferGuenterGrass
.45. The Wall Street Journal, 20.9.2002: „The Case for Toppling Saddam“ by Benjamin Netanyahu https://www.wsj.com/articles/SB1032480479501791755
.46. Sandbox, 12.4.2006: „Israel and the Iraq war“ by Martin Kramer http://martinkramer.org/sandbox/2006/04/israel-and-the-iraq-war/
Sandbox, 17.12.2010: „Kicking footnotes of ‘The Israel Lobby’“ by Martin Kramer http://martinkramer.org/sandbox/2007/12/kicking-footnotes-of-the-israel-lobby/
Sandbox, 9.2.2010: „Chronologically-challenged Professor Walt“ by Martin Kramer http://martinkramer.org/sandbox/2010/02/chronologically-challenged-professor-walt/
.47. The Jerusalem Post, 25.12.2010: „Abbas Vows: No Room For Israelis In Palestinian State“ by Khaled Abu Toameh https://www.jpost.com/Middle-East/Abbas-vows-No-room-for-Israelis-in-Palestinian-state
Reuters, 30.7.2013: „Abbas wants ’not a single Israeli‘ in future Palestinian state“ by Noah Browning https://www.reuters.com/article/us-palestinians-israel-abbas/abbas-wants-not-a-single-israeli-in-future-palestinian-state-idUSBRE96T00920130730
.48. Gatestone Institute, 13.8.2018: „The Turkish-Palestinian Hate Fest“ by Uzay Bulut https://www.gatestoneinstitute.org/12828/turkey-palestinians-hate-fest
.49. Audiatur Online, 14.3.2018: „Israel, das schräge Feindbild der Linken“ von Florian Schwab http://www.audiatur-online.ch/2018/03/14/israel-das-schraege-feindbild-der-linken/
.50. Siehe meinen Artikel „Wie erkennt man Antisemitismus? Von der Banalität des Guten“, Conservo, 12.8.2018: https://conservo.wordpress.com/2018/08/12/wie-erkennt-man-antisemitismus-von-der-banalitaet-des-guten/
.51. KenFM: „KenFM über: Kai-ROH!“ (Veröffentlicht: 12.1.2014) https://www.youtube.com/watch?v=amYYue-uSdE
Friedensdemo-Watch, 2.12.2017: „Antisemitismus made by Ken Jebsen“ http://friedensdemowatch.blogsport.eu/tag/kai-roh/
.52. KenFM Archiv: „KenFM über: Die deutsch-israelische Freundschaft“ (Upload: 20.11.2012) https://www.youtube.com/watch?v=3bXwTB9uT94
.53. Cicero Online, 24.4.2018: „Empathie gibt es nur für tote Juden“ von Alex Feuerherdt https://www.cicero.de/kultur/antisemitismus-in-deutschland-empathie-gibt-es-nur-fuer-tote-juden
The Jerusalem Post, 6.5.2017: „Study: 40% of Germans Hold Modern Antisemitic Views“ by Benjamin Weinthal https://www.jpost.com/Diaspora/Study-40-percent-of-Germans-hold-modern-antisemitic-views-489919
  1. Jungle World 15 / 2012: „Der ideelle Gesamtfriedensbewegte“ von Alex Feuerherdt https://jungle.world/artikel/2012/15/der-ideelle-gesamtfriedensbewegte
.55. Tichys Einblick, 29.9.2015: „Muslime: Gesine Schwans wirrer Judenvergleich“ von Tomas Spahn https://www.tichyseinblick.de/meinungen/muslime-gesine-schwans-wirrer-judenvergleich/
.56. Gatestone Institute, 16.2.2018: „Islamic Anti-Semitism in France: Toward Ethnic Cleansing“ by Guy Millière https://www.gatestoneinstitute.org/11903/france-islam-antisemitism
Gatestone Institute, 16.8.2016: „Sweden: The Silence of the Jews“ by Ingrid Carlqvist https://www.gatestoneinstitute.org/8695/sweden-jews-islamization
.57. Cicero Online, 22.7.2014: „Der Judenhass ist wieder da“ von Alexander Kissler https://www.cicero.de/innenpolitik/gaza-konflikt-und-europa-der-judenhass-ist-wieder-da/57962
.58. Lizas Welt, 6.8.2007: „In memoriam Eike Geisel“ https://lizaswelt.net/2007/08/06/in-memoriam-eike-geisel/
  1. Lizas Welt, 31.5.2016: „Die debile Moralität der Holocaustvergleiche“ https://lizaswelt.net/2016/05/31/die-debile-moralitaet-der-holocaustvergleiche/
********
*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.
www.conservo.wordpress.com    18.09.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

21 Antworten zu Holocaust-Leugnung und Holocaust-Inversion

  1. karlschippendraht schreibt:

    Ich kann nur hoffen , dass uns weitere literarische Monster dieser Art erspart bleiben .
    Im Übrigen mache ich hier von meinem gegenwärtig noch straffreien Recht Gebrauch , zu diesem Thema meine eigenen Gedanken zu entwickeln . Eines aber möchte ich klar und unmissverständlich äußern : Wer über Jahrzehnte hinweg unter staatlichem Zwang unfreiwillig ein fremdes Volk lieben musste , der verspürt keinerlei Lust , sowas nochmal mitmachen zu müssen !!!!!!

    Gefällt mir

  2. Semenchkare schreibt:

    Tote Juden die man vor über 70 Jahren in einem mörderischen System umbrachte, sind Geschichte. Lebende Juden heutzutage, haben in Europa und in Deutschland, ein massives Problem mit dem Islam. Ein Problem mit ein paar wenigen Hassfratzen aus der linksnationalistischen Ecke ist die Garantie für den „Kampf geg. Rechts“ in Millionenhöhe von € ! Auch befeuert vom ZDJ!

    Gefällt mir

  3. conservo schreibt:

    @ Margi Noser, leider muß ich Ihre vielleicht interessanten Beiträge löschen. Sie wissen, daß man bei diesem Thema besonders „beobachtet“ wird. Und als Altsprachler beherrsche ich dieses Englisch nicht, daß Sie in mehreren Kommentaren verwenden. So kann ich dann den Inhalt nicht prüfen.
    Mit besten Grüßen
    PH

    Gefällt mir

  4. conservo schreibt:

    Dieser Kommentar wird gelöscht – siehe meine Antwort.

    Gefällt mir

  5. janwog schreibt:

    Ausführlicher Artikel. Aber die Rolle der progressiv Linke anti.Zionismus ist zu kurz gekommen.

    Gefällt mir

    • Semenchkare schreibt:

      Vollste Zustimmung!

      Gefällt mir

    • merxdunix schreibt:

      Und was völlig ausgeblendet wird, ist der Unterschied zwischen Zionismus und Judentum. „Nazi“ war ursprünglich die Abkürzung für Nationalzionismus und dieser bezweckte die Unterwerfung der Juden zu Staatsbürgern innerhalb eines jüdischen Staates, den man als Israel kennt. Bis zur Gründung Israels waren die Juden Nomaden. Wer jedoch die Juden als Staatsbürger versklaven und sich ihres Reichtums bemächtigen will, muss sie gleichzeitig als Weltenwanderer bekämpfen, so dass die israelische Staatsbürgerschaft als die einzige jüdische Identität übrig bleibt, damit der Staat Israel über die Juden herrschen und sich ihrer Vermögen bedienen kann.
      Die Vernichtung des herkömmlichen Judentums durch die deutschen Nazis war ein grundlegender Baustein zur Legitimierung und Finanzierung Israels als jüdischen Staat. Hitler hat also die Dreckarbeit gemacht, um denjenigen, die auf die Gründung eines jüdischen Staates hinwirkten, die Konkurrenz vom Hals zu schaffen, indem er die Juden vergaste, die keine Israelis werden wollten.

      Gefällt mir

      • Gebenhoeh schreibt:

        Wie bitte? Woher bezieht man solchen Schmarrn?

        Gefällt mir

        • merxdunix schreibt:

          Gute Frage, wenn man den wahren Wert von Schmarrn zu erkennen vermag, insbesondere wenn er aus unterbewussten Äußerungen in Zusammenhang mit Meinungsbildung resultiert. Um ihn nachvollziehen zu können, empfehle ich die Auseinandersetzung mit Vorgeschichte und Folgen der Balfour-Deklaration, sowie die Mitwirkung des christlichen Zionismus an der Entstehung Israels.

          Gefällt mir

  6. Semenchkare schreibt:

    1)
    17.09.2018 15:37 Uhr

    Junger Jude in Frankfurt angegriffen

    Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung in Frankfurt. Das Opfer ist ein Jude, die Täter mutmaßlich Palästinenser. Der Staatsschutz schaltet sich ein, weil ein antisemitischer Hintergrund vermutet wird.

    …Ein 20-jähriger Jude war demnach gegen 4.15 Uhr am frühen Samstagmorgen nach einem Clubbesuch mit einem Bekannten in der Nähe der Hauptwache unterwegs, als ihn zwei unbekannte Männer ansprachen. Die beiden fragten ihn nach einer Zigarette, es entwickelte sich ein Gespräch. Als sich herausstellte, dass der 20-Jährige Jude ist und eins seiner Elternteile aus Israel stammt, griffen die beiden Unbekannten den jungen Mann unvermittelt an. Laut Zeugenaussagen sollen sie gesagt haben, sie seien Palästinenser….

    http://www.fr.de/frankfurt/antisemitismus-junger-jude-in-frankfurt-angegriffen-a-1584406

    Und derweil:
    das Fakevideo (AfD) ist veröffentlicht:

    Gefällt mir

    • Semenchkare schreibt:

      2)
      Wahrheit und Probaganda
      Schlüsse kann man selber ziehen:

      „Volksfest Sachsen“: Das AfD-Fakevideo – bezahlt durch Ihre Zwangsgebühren – ist fertig

      n der vergangenen Woche tauchte im Internet ein Video auf, das einen angeblichen AfD-Werbestand zeigt. Dort tummeln sich Skinheads, und ein dunkelhäutiger Mann wird durch die Gegend gejagt. Die Darbietung wurde durch das Fernsehteam des Online- Medienangebot „Bohemian Browser Ballett” – ein Format von ARD und ZDF – in Szene gesetzt. Nun können Sie begutachten, was der öffentlich-rechtliche Sender aus Ihren Zwangsgebühren so macht.

      „Bohemian Browser Ballett“ ist ein Satireformat. Der YouTube-Kanal „Bohemian Browser Ballett“ stellt in seiner Beschreibung klar: „Das Browser Ballett ist ein staatlich finanziertes Unterhaltungsangebot für Deutschland. Alle Inhalte entstehen in einem satirischen Kontext und bilden weder Fakten noch Überzeugungen ab.”

      „Aus Liebe zum Gebührenzahler“, haben die öffentlich-rechtlichen Satiriker alles gegeben, und nun kann der Zuschauer nachfolgende sWerk mit dem Titel „Volksfest Sachsen“ bestaunen. Wohlgemerkt: Das Filmchen gründet auf der Ermordung eines 35-jährigen Familienvaters durch sogenannte „Flüchtlinge“.

      https://www.journalistenwatch.com/2018/09/18/volksfest-sachsen-das/

      Gefällt mir

  7. Semenchkare schreibt:

    Und genau hier und in diesem Alter könnte an genau solchen Stätten der rassistische Antijudaismus, verharmlosend und völlig falsch als „Antisemitismus“ tituliert, step by step in die Kinder-Hirne gepflanzt werden.

    Ich erinnere an das „Juden sind Schweine“-Kindergarten-Video aus einem Kindergarten in Nah-Ost.
    ******

    Evangelischer Kindergarten beschäftigt Muslima mit Kopftuch als Kindergärtnerin

    Hessen – „Der evangelische Kindergarten „Grashüpfer“ im mittelhessischen Hungen hat eine junge Muslima als Erzieherin eingestellt. Ayse Güngör trägt auch während der Arbeit ihr muslimische Kopftuch. Pfarrer Marcus Kleinert sieht darin eine Bereicherung für den Kindergarten. „Wir brauchen Menschen, die von ihrem kulturellen Hintergrund her Brücken bauen können“. Brücken wohin? Zum fundamentalistischem Islam?

    Die evangelische Kirchengemeinde im hessischen Hungen hat seit Anfang August in ihrem Kindergarten „Grashüpfer“ eine bekopftuchte Muslima eingestellt und ist „sehr froh, dass die Vertreterin des politischen Islams Teil des evangelischen Kindergartenteams geworden ist, so Pfarrer Marcus Kleinert. Der Kirchenvorstand habe der Einstellung dieser Bewerberin mit großer Mehrheit zugestimmt.

    „In vielen Familien wird das Kopftuch aus Gewohnheit getragen“, berichtet Ayse Güngör, die korantreue Muslima, die gegenüber der Giessener Allgemeinen erklärt, dass das bei ihr anders sei. Für sie sei es einzig und allein ein Zeichen ihres Glaubens. Deshalb könne sie es auch nicht einfach am Arbeitsplatz ablegen.

    Dass in Hungen eine Muslima als Kindergärtnerin einstellt wird, die die Unterdrückung der Frau, die in ihrer Ideologie angelegt ist, einstellen, mag neben der generellen Islamverharmlosung der evangelischen Kirche auch an dem 15-prozentigen Anteil muslimischer Kinder in der rund 100 Kinder zählenden Einrichtung liegen.

    Zur totalen Islamisierung Deutschlands passt auch dieses Plakat der Scharia Partei Deutschlands (SPD):

    (Foto)

    mehr dazu hier:

    https://www.journalistenwatch.com/2018/09/18/evangelischer-kindergarten-muslima/

    Gefällt mir

    • Semenchkare schreibt:

      Ein Beispiel von 2008, ja das ist schon 10 Jahre her…..
      Hat sich was geändert?

      Kinder lernen auf islamischen TV-Kanälen den Hass auf Juden

      Warum glauben schon muslimische Kinder, dass Juden und Christen böse, schlechte und unmoralische Menschen sind? Nicht nur, weil die Eltern ihnen das erzählen oder der Iman der Moschee, nein, auf islamischen Fernsehkanälen wird kindgerecht erklärt das juden und Christen „Schweine“ sind, die nur Böses im Schilde führen und an der Not der Muslime schuld sind!

      Gefällt mir

      • Roland Heß schreibt:

        Leider lernen auch jüdische Kinder konservativer Juden, dass Christen und Andersgläubige weit unter ihnen stehen. Siehe Talmud.

        Gefällt mir

        • Semenchkare schreibt:

          Die sind aber nicht zu zig Millionen in Deutschland und eine Gefahr für unser Land und unsere FDGO! Ich mag übrigends grundsätzlich keine monotheistischen Religionen, oder deren Machtgelüste!

          Gefällt mir

  8. nixgut schreibt:

    Hat dies auf Islamnixgut rebloggt.

    Gefällt mir

  9. Margi Noser schreibt:

    Die Wahrheit wird auch hier nicht hochgeladen, werde Abo beenden. Sowas brauche ich echt nicht, dann kann ich geradezu die verlogenen Propaganda-Massenmedien konsumieren. Schlechter Artikel – mehrheitlich gelogen bzw. der übliche Schrott wird verbreitet.

    Gefällt mir

    • Tom schreibt:

      Dieses Thema können Sie in diesem Land nicht diskutieren; in den USA ist das aufgrund des 1.Zusatz möglich. Ich lese gerne die englischsprachigen Blogs einschließlich Kommentare. Wenn Sie abseits der Mainstream Historiker wandeln dann sind Sie gezwungen zu lächeln.
      Denken Sie an die Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wo bereits der Ausdruck Finis Germania.existierte.

      Gefällt mir

      • Margi Noser schreibt:

        So ist es leider – bei uns muss die Holohaux-Lüge aufrecht erhalten bleiben, traurig aber wahr. Unsere Regierungen sind ja auch alles Rothschild-Marionetten.

        Gefällt mir

  10. Alter Schwabe schreibt:

    „(..) fasst die damals vorhandenen Kremierungskapazitäten im Lager zusammen. Demnach konnten die zu der Zeit vorhandenen 52 Öfen pro Tag insgesamt 4.765 Personen einäschern.“

    Diese Zahlen beleidigen nicht nur meinen Menschenverstand,
    sondern auch unsere Vorfahren.

    Falls diese 52 Öfen (Muffel) stimmen, kommen wir gerundet auf 4 Kremierungen pro Stunde – oder alle Viertelstunde eine. Bei einem 24-Stunden-Betrieb. Da muss das Mauerwerk geglüht haben!
    Und wie die Zufuhr der Leichen im Viertelstunden-Rhythmus – sowie der Abtransport sowohl der menschlichen als auch der Holz-Asche von statten ging?!?
    Dabei eine Logistik, die selbst heut im Zeitalter der Digitalisierung wohl kaum erreicht werden kann. Die Menschen standen also Schlange vor den Gaskammern und sahen seelenruhig zu wie die zuvor Vergasten geborgen und abtransportiert wurden – um dann die Kammer zum Finale zu betreten. Oder wie? Wo befanden sich zehn- ja hundertausende vor dem Gasmord?
    Und das alles soll sich neben dem normalen Lagerleben abgespielt haben? Das auch zweifelsfrei als Arbeitslager dokumentiert ist?? Mit Lazarett, Sportanlagen, Schwimmbad und sogar Puff!

    Dies sind meine Gedanken. Dabei habe ich vor meinem geistigen Auge ein sehr großes Fußballstadion mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Einfach mal weiter denken. Um auf eine Mio zu kommen, also zehn Stadien – bei sechs sind’s dann sechzig!

    In einer Wochenschau (im Web findbar) von 1948 (also keine Nazi-Propaganda) wird vom Auschwitz-Prozess in Krakau berichtet: 300.000 Tote werden beklagt. Von Gas keine Rede. Drei Jahre nach der sog. Befreiung!
    Kein Mensch bestreitet die Judenverfolgung – und dass auch von Ausrottung gesprochen wurde. Aber diese maßlose Übertreibung macht die ganze Geschichte halt unglaubwürdig.
    Und wer einmal lügt . . .

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.