Kampf gegen Spaß und Ästhetik, Bayern-Wahlen, Merkels Heuchelei in Israel uva.

(www.conservo.wordpress.com)

von Adrian F. Lauber *)

Newsletter der Woche

Liebe Leser und Freunde,

anbei ein neuer Newsletter mit Informationen und Lesetipps für diese Woche.

Diese Woche gehen wir der Frage nach, warum uns gewisse Gesinnungspolizisten nicht nur die Freiheit der Meinungsäußerung, sondern gleich auch noch Spaß, Humor und Sinnlichkeit verbieten wollen, wir beschäftigen uns mit dem Ausgang der bayerischen Landtagswahlen, mit Merkels Israel-Visite und der deutschen Doppelzüngigkeit in Sachen Antisemitismus und noch einigem mehr:

Fette, lustfeindliche Viktorianer, jüdische AfD-Nazis, Merkels Heuchelei in Israel, Wahlen in Bayern, Berliner Toleranzmarsch mit Islam-Fundamentalisten und Linksradikalen und mehr

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Von Adrian F. Lauber *)

.1) Meinungsfreiheit, Humor und Sex – drei Dinge, die mal gar nicht gehen

Der komödiantische Polit-Kommentator Gavin McInnes ist vermutlich nicht für jedermann etwas. Derben schwarzen Humor, vor dem so gut wie niemand sicher ist, kann man mögen oder auch nicht. Ich, der ich’s gern bitterböse mag, finde den Mann zum Schießen komisch.

Er hat in einem Video kurz, knapp und knackig auf den Punkt gebracht, was wohl die tiefer liegenden Gründe dafür sein könnten, dass die Gesinnungspolizei uns nicht nur die freie Meinungsäußerung, sondern auch noch den Humor, den Spaß und jegliche Sinnlichkeit verbieten will. Die Erklärung hat einiges an Plausbilität:Rebel Media: „Gavin McInnes: Why far left „progressives“ are the „new Victorians““ (Veröffentlicht: 18.5.2016) https://www.youtube.com/watch?v=4NL1imQON5E

Siehe zur Untermauerung auch: Paul Joseph Watson: „This is What a Social Justice Warrior Looks Like“ (Veröffentlicht: 27.4.2016) https://www.youtube.com/watch?v=oFrZsGbO6N0

Etwas feiner ausgedrückt, aber im Wesentlichen zum selben Schluss kommend ist folgender Artikel von Anabel Schunke, die sehr richtig erkannt hat, dass es wieder mal um das große Gleichmachen geht, das im Wesentlichen auf Neid basiert.

(Allerdings stimme ich in einem Punkt nicht zu: Sozialisten verteilen nicht so lange um, bis alle gleich arm sind. In den sozialistischen Diktaturen kam es immer zur Herausbildung einer privilegierten Elite, die Zugriff auf materielle Annehmlichkeiten hatte, von denen der einfache Untertan, Verzeihung, ich meine: Genosse nur träumen konnte. Alle waren gleich. Nur einige waren noch ein bisschen gleicher, Ihr versteht.)

Die Achse des Guten, 12.10.2018: „Kampf gegen die Schönheit“ https://www.achgut.com/artikel/kampf_gegen_die_schoenheit

Schunke erklärt hier übrigens auch ganz schlüssig, wie heutige Radikal-Feministinnen wie Judith Butler darauf gekommen sind, die islamische Burka als einen Schlüssel zur „Befreiung“ der Frauen anzusehen. Ich sag’s ja: diese Leute haben nicht alle Nadeln an der Tanne. Butler sowieso nicht. Für sie sind die antisemitischen, vom Iran finanzierten und bewaffneten Terrororganisationen Hamas und Hisbollah, die Israel ausradieren wollen, „progressive Bewegungen“ und Teil der globalen Linken, die man unterstützen sollte. Die Dame ist also auch eines der zahlreichen Beispiele für die links-islamische Allianz, die sich gegen den Westen gestellt hat.

The Jerusalem Post, 2.8.2016: „Why Western Leftists Adore Right-Wing Religious Extremists Abroad“ by Seth J. Frantzman https://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Why-Western-leftists-adore-right-wing-religious-extremists-abroad-462978

2) Die Nazis sind wieder mal aufgeflogen

Erneut hat sich die israelisch-amerikanische Schriftstellerin Orit Arfa auf die Suche nach den heutigen Nazis begeben und wurde fündig – jüdische Nazis bei der AfD! Clever, wie sich diese Leute verkleiden. Sogar ein braunhäutiger Nazi war vor Ort, dessen Teint wundervoll zur Farbe eines Braunhemdes passen würde.

Aber mal ernsthaft: ich hoffe, möglichst viele bekommen das zu sehen.

Achgut.Pogo: „Juden in der AfD. Jetzt haben wir Sie!“ (Veröffentlicht: 11.10.2018) https://www.youtube.com/watch?v=0Ftv9gSaDdE

Wie schon einmal gesagt: ich würde es mir wünschen, dass die Partei sich weiter gut entwickelt, so dass es gelingt, einen unzweifelhaft vorhandenen rechts-außen-Rand der AfD so zu schwächen, dass er den Kurs der Partei nicht wird bestimmen können.

Typen wie Wolfgang Gedeon, der ein hundertfünfzigprozentiger Antisemit ist, vertreten Anschauungen, die nicht diskutabel sind. Wann hat sich das letzte Mal ein deutscher Parlamentarier auf die längst als antisemitisch motivierte Fälschung bekannten „Protokolle der Weisen von Zion“ berufen, um seine Behauptungen zu untermauern? Ich weiß es spontan nicht, aber vielleicht würde ich irgendwo zwischen ’33 und ’45 fündig werden, wenn ich mal nachblättern würde.

Gedeon, der zum Glück nicht mehr Mitglied der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag ist und nur eine sehr kleine Anhängerschaft hat, hat 2016 Sachen von sich gegeben, die an Deutlichkeit nichts vermissen ließen. Seine Worte sind übrigens wie für’s Lehrbuch gemacht, weil man an ihnen sehr gut studieren kann, wie der Ausdruck „Zionisten“ heutzutage von Antisemiten als Codewort für „Juden“ verwendet wird, die aber im Wesentlichen dasselbe sagen wie die historischen Nazis. Wie übrigens auch das iranische Regime, vor das sich die deutsche Bundesregierung so gern schützend stellt. Als ich mir durchlas, was Gedeon gesagt hat, kam es mir vor, als lese ich eine Rede des Obersten Führers des Iran. Ich sah Ayatollah Khamenei regelrecht vor mir stehen und gegen die zionistischen Verschwörer wettern.

Audiatur Online, 1.11.2016: „Definition von Antisemitismus – Eine graue Theorie?“ von Stefan Frank https://www.audiatur-online.ch/2016/11/01/definition-von-antisemitismus-eine-graue-theorie/

Zu Björn Höcke habe ich vor einiger Zeit mal etwas geschrieben.

Alexander Gaulands Vogelschiss-Äußerung habe ich ebenfalls kommentiert, aber da sich der Mann entschuldigt und hat, ist die Sache damit für mich erledigt.

Und jetzt muss ich Gauland auch mal wieder in Schutz nehmen gegen Verleumdungen, die der Berliner „Tagesspiegel“ über ihn verbreitet, der unterstellt hat, Gauland kupfere seine Äußerungen über das antinationalstaatliche Globalisten-Establishment direkt beim Gröfaz höchstpersönlich ab. Was der Dichter uns damit sagen wollte, ist offensichtlich. Diese Behauptung hielt einer Überprüfung nicht stand, Gauland hat in der Tat wo abgeschrieben (und mit Recht kann man ihn dafür kritisieren, dass er sich nicht was Eigenes hat einfallen lassen), aber bei jemandem, der seinen Artikel just beim „Tagesspiegel“ publiziert hat.

Ein Leser des Blogs von Vera Lengsfeld berichtete: „Nachdem die Rufmord-Kampagne nun peinlich in die Hose gegangen ist, wird in den TS-Foren über eine doppelte perfide Taktik Gaulands spekuliert, er könne den 2016er Text von Seemann “absichtlich als Vorlage verwendet haben, um nach dem vorhersehbaren Shitstorm in den Medien einen neuen Beweis für die Richtigkeit des Vorwurfs “Lügenpresse“ zu haben.”

Die Angst vor der AfD scheint gewisse Leute endgültig in den Wahnsinn zu treiben. Keine Theorie ist mehr zu absurd.

Aber ich will auch auf den Inhalt von Gaulands Aussagen in einem Gastbeitrag für die FAZ eingehen:

Gauland hat geschrieben, eine „globalistische Klasse“ gebe kulturell und politisch den Takt vor. Ihre Mitglieder fühlten sich in einer abgehobenen Parallelgesellschaft als Weltbürger, ihnen gegenüber stünden „diejenigen, für die Heimat noch immer ein Wert an sich ist und die als Erste ihre Heimat verlieren, weil es ihr Milieu ist, in das die Einwanderer strömen“.

vera-lengsfeld.de, 11.10.2018: „Peinlich, peinlicher, Tagesspiegel“  https://vera-lengsfeld.de/2018/10/11/peinlich-peinlicher-tagesspiegel/

Der Satz ist an und für sich völlig unproblematisch, auch Ralf Dahrendorf hat inhaltlich Vergleichbares geschrieben („Die globale Klasse und die neue Ungleichheit“), aber man wird für solche Ansichten gern mit Nazis in einen Topf geworfen, weil die Nazis in einem Punkte ganz ähnlich zu argumentieren scheinen.

.3) Gegnerschaft zum Globalismus = Antisemitismus?

Nazis reden von den Internationalisten, die keine Loyalität zu einem bestimmten Land haben und ihre eigene supranationale Ordnung durchsetzen wollen, aber wenn sie „international“ sagen, meinen sie: „die Juden.“

„International“, „zionistisch“, „jüdisch“, das sind im Sprachgebrauch der Nazis fast schon Synonyme. Nazis, aber auch radikale Linke und radikale Muslime glauben fest an die jüdische Weltverschwörung und sind durch noch so viele Fakten nicht davon abzubringen. Diese Legende ist einfach nicht tot zu kriegen.

Juden werden von Antisemiten immer nur als Kollektiv behandelt, das ist eines der wesentlichen Merkmale des Antisemitismus. Für sie gibt es Juden als Individuen überhaupt nicht, sondern immer nur „die“ Juden, die alle miteinander in Haftung genommen werden für das, was konkrete Personen tun oder angeblich tun.

Zur Veranschaulichung:

Charlotte Knobloch, die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden, lobhudelt der Judenhass importierenden Merkel-Regierung bis zur Selbstverleugnung und agitiert gegen die AfD, deren Programm sich – laut Knobloch – auf folgendes herunterbrechen lässt: „Juden raus!“ (Entweder hat Frau Knobloch das Programm nicht gelesen oder die ideologischen Verheerungen in ihrem Kopf sind so schlimm, dass sie der Realität nicht mehr zugänglich ist.)

Das Ganze hat eine gewisse Tragik. Ausgerechnet eine Frau, die als Kind knapp der Deportation durch die Nazis entronnen ist, macht sich heute für eine Regierung stark, die wahnhaften Juden- und Israelhass in Massen hierher holen lässt. Sie ist voll auf das Gutmensch-Narrativ hereingefallen und bejubelt nun eine Politik, die zu mehr antisemitischem Terror und zur Flucht von Juden führen wird, wie man es in Frankreich, Schweden und anderen sich islamisierenden Ländern seit Jahren beobachten kann.

Ich fürchte, einige Juden sind trotz der schrecklichen historischen Erfahrungen so blauäugig, dass es für sie früher oder später existenziell gefährlich wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass Juden fatal unterschätzen, was sich um sie herum zusammenbraut …

Philosophia Perennis, 13.10.2018: „Charlotte Knobloch. Oder: Die Allzweckwaffe „Nazi“ immunisiert gegen Erkenntnis“ von Josef Hueber

https://philosophia-perennis.com/2018/10/13/charlotte-knobloch-oder-die-allzweckwaffe-nazi-immunisiert-gegen-erkenntnis/

Völlig legitim ist es, Knobloch zu kritisieren. Völlig legitim ist es, Michel Friedman zu kritisieren, der sich abfällig über die Juden in der AfD geäußert hat. Einen Juden zu kritisieren, macht einen nicht zum Antisemiten. Das, was man an jedem anderen kritisieren würde, kann und soll man auch an einem Juden kritisieren. (Ich halte mich dabei an Henryk Broders Antisemitismus-Definition, die mir sehr gut gelungen scheint: „Wer Juden etwas übel nimmt, was er Nicht-Juden nicht übel nimmt, ist ein Antisemit.“)

Aber als Charlotte Knobloch sich so brav hinter Merkel einreihte, kam in manchen Internetforen schon etwas ganz anderes zum Vorschein. Sinngemäß schrieben Kommentatoren Dinge wie „Da sehen wir’s doch: Die Juden wollen Deutschland zerstören“, „Die Zions-Medien manipulieren uns alle“ usw. Das ist Antisemitismus. Erstens werden „die“ Juden wieder sofort zum bösartigen Kollektiv gestempelt, in dem es für individuelle Haltungen und Taten keine Verantwortung mehr gibt (für Antisemiten ist nicht etwa Frau Knobloch schuld an dem, was Frau Knobloch tut, sondern „die“ Juden), zweitens haben wir hier das uralte Stereotyp von den bösen Verderbern, Zersetzern und Zerstörern, die sich gegen den Rest der Nation oder am besten gleich gegen die ganze Welt verschworen haben.

So, um nun aber auf den Vorwurf zu kommen, sich gegen Globalisten und ihre Bestrebungen zu stellen, laufe darauf hinaus, sich in eine Traditionslinie mit den Nazis und anderen Antisemiten zu stellen. Offenbar wollten das diverse Herrschaften mit ihren Anschuldigungen an Alexander Gaulands Adresse sagen.

Arbeiten wir das Thema an einem konkreten Beispiel auf: George Soros. Wer den einflussreichen Milliardär und seine Open Society Foundations kritisiert, dem kann es passieren, dass er des Antisemitismus bezichtigt wird, weil Soros aus einer jüdischen Familie stammt. Allerdings hat Soros selbst berichtet, dass sein Elternhaus mit der eigenen Herkunft ein Problem hatte, man wollte nicht jüdisch sein, man verachtete das Jüdische. Mag sein, dass dieser „Identitätsknacks“ auch den jungen György Schwartz, wie der 1930 in Budapest geborene Soros ursprünglich hieß, geprägt hat. Den Namen Schwartz legte die Familie bald ab und änderte ihn, um den aus ihrer Sicht wohl zu jüdisch klingenden Namen angesichts des zunehmenden Antisemitismus los zu sein. Schon die Eltern des kleinen György waren links und träumten vom internationalen, sozialistischen Utopia. Der Vater, der Rechtsanwalt Tivadar Schwartz bzw. ab 1936 Soros, sprach und schrieb Esperanto, die Sprache der erträumten Einen Welt. (Der Schöpfer des Esperanto, Ludwik Zamenhof, hatte übrigens durchaus edle Motive. Er wollte Rassismus und Ghettobildung im damaligen Osteuropa überwinden und erreichen, dass die Menschen sich endlich miteinander verständigen.) Auch Klein-György lernte diese Sprache fließend.

György war dreizehn Jahre alt, als Ungarn im März 1944 von den Deutschen besetzt wurde und auch die dortige jüdische Population in den unmittelbaren Machtbereich des NS-Regimes geriet.

Die Familie Soros überlebte Krieg und Holocaust, weil der Vater falsche Papiere organisiert hatte und Sohn György als Patenkind eines Beamten ausgegeben wurde, der eine jüdische Ehefrau hatte und diese ebenfalls schützte. György Soros lebte in dieser Zeit unter dem Namen Janos Kis.

In diese Zeit spielt sich ein Kapitel im Leben des jungen Soros ab, das hoch umstritten ist. Umstritten in der moralischen Bewertung. Zu seiner Entlastung muss man sagen, dass Soros noch ein Teenager und als ein in Wahrheit jüdisches Kind auf den Schutz seines Protektors wirklich angewiesen war. Dass er sich in die Verhältnisse, wie er sie nun vorfand, einfügte, ist leider sehr menschlich. Wie Soros selbst später erzählte, war der Beamte, dem er anvertraut worden war, zuständig dafür, an Juden Deportationsbescheide auszustellen und ihr Eigentum zu konfiszieren. Soros selbst war nach eigenen Angaben bei solchen Aktionen dabei. Soros selbst sollte damals Deportationsbescheide ausstellen und dem von den Besatzern eingerichteten „Judenrat“ berichten. Als er diese Bescheide seinem Vater zeigte, wusste der, worum es sich dabei handelte und wies den Jungen an, den Leuten bescheid zu sagen, was sie wirklich bedeuten würden.

Was ich befremdlich finde, ist, wie Soros viel später im Interview mit 60 Minutes (CBS) über diese Zeit gesprochen hat. Das liest sich ziemlich kühl und teilnahmslos. Sinngemäß sagte er, er sei ja nur dabei gestanden und er habe das Eigentum der Deportierten nicht gestohlen. Es sei wie auf einem Markt gewesen. Wenn er’s nicht getan hätte, hätte sich ein anderer gefunden. Gut, es ist wahr: es war nicht seine Initiative, Menschen zu bestehlen. Erst recht war er nicht derjenige, der Menschen deportieren und vernichten ließ. Aber er stand dabei, als es passierte, und zeigte hinterher so wenig Empathie. Man kann ihn mit dem Verweis auf sein junges Alter und die außergewöhnlichen Umstände in Schutz nehmen, aber wie er hinterher darüber gesprochen hat, das stößt zum Teil übel auf. Auch befremdlich wirkt es, dass Soros 1944 als das „in vielerlei Hinsicht glücklichste Jahr meines Lebens“ bezeichnet hat. Es sei „gefährlich und aufregend“ gewesen. Wie viel der Junge damals schon davon wusste, was mit den deportierten Juden passierte, die sich nicht verstecken und keine sich keine falsche Identität zulegen konnten, weiß ich nicht. Aber auch im Rückblick so etwas zu sagen über eine Zeit, in der der Holocaust in vollem Gange war, ich weiß nicht, mir ist nicht wohl dabei, wenn ich es lese.

https://newrepublic.com/article/74330/the-speculator

https://books.google.de/books?id=GWRqDwAAQBAJ&pg=PT219&lpg=PT219&dq=soros+There+was+no+sense+that+I+shouldn%27t+be+there,+because+that+was+well,+actually,+in+a+funny+way,+it%27s+just+like+in+markets+that+if+I+weren%27t+there+of+course,+I+wasn%27t+doing+it,+but+somebody+else+would.&source=bl&ots=YJH6HlmM07&sig=uL10UwXg57ShIH_SL5Q2_sC0RVk&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiE_KDuuIjeAhVHY1AKHaQrAWoQ6AEwB3oECAIQAQ#v=onepage&q=soros%20There%20was%20no%20sense%20that%20I%20shouldn’t%20be%20there%2C%20because%20that%20was%20well%2C%20actually%2C%20in%20a%20funny%20way%2C%20it’s%20just%20like%20in%20markets%20that%20if%20I%20weren’t%20there%20of%20course%2C%20I%20wasn’t%20doing%20it%2C%20but%20somebody%20else%20would.&f=false

Der Krieg ging zu Ende. Das Nazi-Reich wurde geschlagen, der Osten Europas, darunter Ungarn, geriet anschließend unter die Kontrolle der nächsten Diktatur, der Sowjetunion. Der junge Soros verließ Ungarn, ging 1947 nach England, studierte an der London School of Economics und wurde in dieser Zeit stark von den Ideen des Philosophen Karl Popper beeinflusst. (Allerdings scheint Soros nicht verstanden oder irgendwann vergessen zu haben, dass die offene Gesellschaft auch Feinde hat, womit Popper selbst sich ja auch beschäftigt hat!) Manchmal besuchte der junge Mann die berühmte Speaker’s Corner und sprach auf Esperanto über die Tugenden des Internationalismus. 1956 ging Soros in die USA, wo er zunächst für diverse Investmentfirmen arbeitete.

Der erwachsene, ohne Zweifel sehr tüchtige und intelligente Mann legte eine steile Karriere als Investor und Spekulant hin und brachte es zu einem großen Vermögen. Sein Nettovermögen beläuft sich aktuell noch auf ca. 8 Milliarden Dollar. Es ist im vergangenen Jahr massiv geschrumpft, weil Soros laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Forbes rund 18 Milliarden Dollar in seine Open Society Foundations transferiert hat. Auf der Liste der reichsten Männer Amerikas belegt Soros immerhin noch den 59. Platz. Vor dem Geldtransfer an die OSF war er noch auf Platz 20.

https://www.forbes.com/sites/igorbosilkovski/2017/10/19/after-big-gift-george-soros-fortune-more-than-halved-falls-40-spots-on-rich-list-ck/#5ea5c95621ee

Im Laufe seines Lebens hat Soros durchaus auch Projekte gefördert, gegen die nichts zu sagen ist, Dissidenten in der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten und Studenten in Südafrika zum Beispiel. Auch einiges von dem, was die Open Society Foundations unterstützen, ist harmlos.

Nun wird es definitiv Leute geben, die Soros kritisieren und in Wirklichkeit die imaginierte jüdische Weltverschwörung meinen. Das muss am konkreten Fall beurteilt werden, am Inhalt der jeweiligen Äußerung und im Kontext sonstiger Äußerungen der betreffenden Person, dann erst kann man beurteilen, ob diese Person Antisemit ist oder nicht.

Mir wurde der Antisemitismus-Vorwurf noch nicht gemacht, weil ich Soros manchmal thematisiere. Wohl aber wurde ich – das war noch auf facebook – mal beschuldigt, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Deshalb möchte ich zunächst darauf hinweisen: Was Soros angeht, muss man überhaupt keine Verschwörungstheorien aufstellen, weil die Aktivitäten der Open Society Foundations, ihre Förderung auch von radikalen Linken und gegen freie Märkte und gegen selbstbewusste Nationalstaaten gerichteter Organisationen gut dokumentiert ist. Soros selbst bekennt sich ziemlich offenherzig zu seinen Vorstellungen von der Welt. Es gibt auch unseriöses Zeug, das über ihn und die OSF verbreitet wird, gar kein Zweifel, aber wenn ich in einigen Artikeln Soros erwähnt habe, habe ich mich auf seriöse Medien wie die Daily Mail oder die Jerusalem Post berufen, auch Tucker Carlson (Fox News) hat Soros‘ Wirken schon thematisiert. Es gibt absurde Theorien und Dämonisierungen. Davon will ich nichts wissen. Ich halte mich an das, was dokumentiert ist, und ziehe daraus meine Schlüsse.

Auch hier gilt: einen Menschen zu kritisieren, der Jude ist oder jüdische Vorfahren hat, macht einen nicht zum Antisemiten.

In diesem speziellen Fall ist die Unterstellung, man sei wegen Kritik an oder bloßer Thematisierung des Soros-Netzwerks ein Antisemit, schon deshalb sehr zweifelhaft, weil Soros selbst im Rahmen seiner „philanthropischen“ Aktivitäten auch verschiedene Formen des zeitgenössischen Judenhasses fördert. Was ist mit Leuten, die sich auch oder gerade aus diesem Grund gegen Soros äußern?

Am zunehmenden Antisemitismus in Europa gab Soros schon mal Israel die Schuld und hat sich dafür ausgesprochen, dass Israel und Amerika „der Hamas die Tür öffnen“ sollen.

Zur Info: die Hamas fordert in ihrer Charta die Auslöschung Israels und die Ermordung aller Juden, sie feuert seit Jahr und Tag Raketen und Granaten aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Sie wird bewaffnet und finanziert vom Gottesstaat Iran. (Die Open Society Foundations haben auch Leute gefördert, die die USA in Richtung einer Iran-freundlicheren Politik beeinflussen sollten.)

Denen soll man also „die Tür öffnen.“ Ist das metaphorisch gemeint? Soll man mit ihnen verhandeln? Ich frage mich bloß: worüber eigentlich? Über die genauen Modalitäten der Judenvernichtung? Zyklon-B nicht okay, Qassam-Raketen gehen in Ordnung, oder wie? (In ihrer Charta lehnt die Hamas Verhandlungen übrigens ausdrücklich ab. Und wenn sich die Organisation hin und wieder doch zu Verhandlungen bereit gefunden hat, dann nur zwecks Schließung eines Waffenstillstands, der dazu dienen sollte, sich neu zu formieren und den antijüdischen Kampf wenig später fortzusetzen.) Weil Verhandlungen den „moderaten“ Teil der Hamas stärken könnten, wie Soros einmal in der Financial Times schrieb? Welchen „moderaten“ Teil?! Den Teil, der schon Kinder in Trainingscamps dazu anleitet, Juden umzubringen?

https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/hamas-die-taktik-und-ziele-einer-radikal-islamischen-terrororganisation/

Soros hat Antisemitismus von links in Schutz genommen.

In gewisser Weise, so sagen manche seiner Kritiker, hat er selbst antisemitische Stereotype bedient, als er sich gegen seine Kritiker verteidigte. „Ich trage selbst zu dieser Vorstellung bei, dass die Juden die Welt beherrschen.“

Er selbst bringt dieses Märchen ins Spiel und man kann, mit Daniel Greenfield, durchaus der Meinung sein, dass er auch an dieser Stelle in gewisser Weise eine Entschuldigung für den Antisemitismus konstruiert hat, nämlich mit dem Verweis auf die ach so große Macht der bösen verschworenen Juden, gegen die sich der Antisemit ja bloß zu verteidigen meint.

Auch hat Soros pro-israelischen Lobby-Organisationen, die – so Soros – keine andere Meinung zulassen, unterstellt, ihr Wirken sei für den Antisemitismus mitverantwortlich. (Israel wird in amerikanischen Medien regelmäßig kritisiert bzw. es werden bisweilen auch Tatsachen zu Ungunsten Israels verzerrt, wie auch in deutschen Medien.)

https://www.camera.org/search_gcse/?search=New+York+Times sowie 

https://www.camera.org/search_gcse/?search=Washington+Post

Egal, was man tut: man kommt aus der Nummer nicht raus. Selbst wenn man nur versucht, Israel gegen die zahlreichen Verleumdungen (Nazi- und Apartheidsstaat, friedensunwilliger Aggressor usw.) zu verteidigen, werden Antisemiten einen Weg finden, das Ganze so zu drehen, als wolle man Kritik an Israel unterbinden und sei deshalb selber schuld daran, dass der Antisemitismus zunimmt. Das Wahnsystem ordnet alles so, dass es wieder ins vorgefasste Konzept passt. Das habe ich selbst erlebt, wenn ich (vergeblich) versucht habe, Juden und Israel gegenüber Antisemiten mit Argumenten zu verteidigen.

Nochmal: mag sein, dass es unter Soros-Kritikern heimliche Antisemiten gibt. Aber ob einer, der gegen Soros etwas sagt, Antisemit ist, kann nur am konkreten Fall beurteilt werden, am Inhalt der jeweiligen Äußerung – und im Zusammenhang mit dem, was die Person sonst von sich gibt. Der eben kurz erwähnte Daniel Greenfield zum Beispiel ist ein ausgesprochener Verteidiger Israels und als Kämpfer gegen die verschiedenen Formen des Antisemitismus bekannt. Einige seiner Artikel sind auch auf Deutsch in der Jüdischen Rundschau erschienen. Er ist des Antisemitismus definitiv unverdächtig – und er ist ein vehementer Kritiker von George Soros. Man kann seinem sehr harten Urteil beipflichten oder widersprechen, aber ein Antisemit ist er mit Sicherheit nicht. Greenfield behauptet, dass Soros selbst ein Judenhasser sei. Es gibt es seinerseits Worte und Taten, die den Verdacht begründen, dass er es sein könnte. Deswegen meinte ich oben, dass sein Elternhaus, das mit der eigenen jüdischen Identität ein Problem hatte, bei ihm Spuren hinterlassen haben könnte.

FrontPage Magazine, 10.10.2018: „The Only Anti-Semitism the Left Can See Is Criticizing George Soros“ by Daniel Greenfield https://www.frontpagemag.com/fpm/271587/only-anti-semitism-left-can-see-criticizing-george-daniel-greenfield

FrontPage Magazine, 21.7.2017: „The Jewashing of George Soros“ by Daniel Greenfield https://www.frontpagemag.com/fpm/267324/jewashing-george-soros-daniel-greenfield

Caroline Glick, eine konservative Journalistin, die für die Jerusalem Post schreibt, hat Soros‘ Netzwerk thematisiert – in einer zwar dramatisch betitelten, aber inhaltlich sachlichen Analyse. Ist sie deswegen eine Antisemitin?

The Jerusalem Post, 22.8.2016: „Our World: Soros’s Campaign of Global Chaos“ by Caroline B. Glick https://www.jpost.com/Opinion/Our-World-Soross-campaign-of-global-chaos-464770

Siehe auch folgende Analyse von NGO Monitor, einer Organisation, die des Antisemitismus ebenfalls unverdächtig ist:

Alexander H. Joffe, Gerald M. Steinberg: „Bad Investment. The Philanthropy of George Soros and the Arab-Israeli Conflict“ (Mai 2013) http://www.ngo-monitor.org/nm/wp-content/uploads/2013/05/soros.pdf

Oder:

Tablet Magazine, 14.8.2016: „Soros Hack Reveals Evidence of Systemic Anti-Israel Bias“ by Liel Leibovitz https://www.tabletmag.com/scroll/210826/soros-hack-reveals-evidence-of-systemic-anti-israel-bias

Soros und die Open Society Foundations fördern zum Teil ganz harmlose, unbedenkliche Projekte und Anliegen, aber eben auch radikale Linke und islamische Judenhasser, die Israel dämonisieren, verleumden und delegitimieren. Ob Soros einfach nur ein verblendeter Ideologe ist, der unerschütterlich davon überzeugt ist, Gutes zu tun, oder ob da noch was anderes im Busch ist, weiß ich nicht mit Sicherheit. Ich kann keine Gedanken lesen.

Entscheidend ist, dass es immer wieder gegen den Westen, gegen Konservatismus, gegen Amerika, so wie es bisher war, gegen Donald Trump, gegen die als „populistisch“ ausgemachten Parteien in Europa, gegen freie Märkte und gegen die nationalstaatliche Selbstbestimmung geht.

FrontPage Magazine, 14.11.2016: „Soros and Other Far Leftists Instigate Revolution Against Trump“ by Joseph Klein https://www.frontpagemag.com/fpm/264824/soros-and-other-far-leftists-instigate-revolution-joseph-klein

Der Westen soll im Sinne eines links-globalistischen Ideals transformiert werden. Ein Donald Trump passt nicht in dieses Bild. Ein Obama schon. Gegen den hatte Soros nichts, im Gegenteil. Und wäre es nach ihm gegangen, hätte Hillary das Weiße Haus übernehmen sollen. Trump denkt national („America First“), Soros denkt global. Zwei Welten prallen aufeinander.

Soros hat die Vereinigten Staaten als Hindernis einer gerechten und stabilen Weltordnung bezeichnet. Dass seine Stiftung radikale Gruppen wie Black Lives Matter fördert, die das böse Amerika grundsätzlich transformieren wollen, passt ins Bild.

https://www.americanthinker.com/articles/2017/06/soros_on_soros_and_america.html

https://www.dailymail.co.uk/news/article-2913625/Billionaire-George-Soros-spent-33MILLION-bankrolling-Ferguson-demonstrators-create-echo-chamber-drive-national-protests.html

https://www.washingtontimes.com/news/2016/aug/16/black-lives-matter-cashes-100-million-liberal-foun/

Dass auch ein selbstbewusster Nationalstaat wie Israel auch ins Fadenkreuz des Links-Globalismus gerät, ist nur folgerichtig. Dass Israel zu den liebsten Feindbildern radikaler Linker gehört, ist logisch. Auch die verbreitete Israelfeindschaft in Deutschland mag zum Teil damit erklärbar sein. Ein links gedrehter Antinationalstaat wie Bundesrepublikanien, der dabei ist, sich aufzulösen, hat eine derartig verzerrte Wahrnehmung, dass ein Staat wie Israel, der noch einen intakten Lebenswillen hat, schnell als rechtsradikal wahrgenommen wird. (Von links außen betrachtet, steht auch die Mitte rechts.) In Merkelland gilt man ja schon als rechtsradikal, wenn man die Anwendung geltender Gesetze (in Bezug auf Asyl und Einwanderung) einfordert.

Die Achse des Guten, 5.10.2018: „Der Rechtsbruch hat viele Gesichter (5): Die „Flüchtlingskrise”“ von Rainer Grell https://www.achgut.com/artikel/der_rechtsbruch_hat_viele_gesichter_5_die_fluechtlingskrise

Die Achse des Guten, 6.10.2018: „Der Rechtsbruch hat viele Gesichter (6): Die Dublin-III-Verordnung“ von Rainer Grell https://www.achgut.com/artikel/der_rechtsbruch_hat_viele_gesichter_6_die_dublin_iii_verordnung

Ob die Thematisierung von Soros Antisemitismus ist oder nicht, dazu kann ich nur wieder sagen: Es kommt darauf an, von wem es kommt. Wenn ein Wolfgang Gedeon sich gegen Soros äußern würde, bräuchte ich nicht lange zu überlegen, warum er es tut. Wenn der NPD-Vorsitzende Udo Voigt es täte (oder hat er’s schon mal getan? Ich weiß es nicht), habe ich auch keine Fragen mehr.

Außerdem kommt es auf den genauen Inhalt der Aussagen an. Wie gesagt: entscheidend ist doch die Frage: wird jemand für das, was er tut, kritisiert oder wird er dafür abgelehnt, dass er als Angehöriger eines Volkes oder einer Ethnie geboren wurde? Haben wir es mit Kritik zu tun oder mit Ressentiment? Wird eine Person für das, was sie selber tut, verantwortlich gemacht oder werden Unbeteiligte in Mithaftung genommen, wird ein bösartiges, gegen den Rest der Gesellschaft verschworenes Kollektiv herbei halluziniert?

Man kann auch die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance heranziehen, die nicht perfekt, aber recht gut gelungen ist, um sich grob zu orientieren.

Wenn man nur deshalb Antisemit wäre, weil man gegen George Soros‘ Politik ist, wäre nach dieser Definition die israelische Regierung antisemitisch. Das israelische Außenministerium nämlich hat Soros dafür verurteilt, immer wieder die demokratisch gewählten Regierungen Israels zu unterminieren. Au weia … jemand sollte die Israelis warnen, dass sie von Judenhassern regiert werden! Ich fürchte nämlich, die wissen das noch gar nicht.

Fazit: Der Globalismus, der Versuch, die Nationalstaaten zu Gunsten einer supranationalen Ordnung aufzulösen, ist keine Verschwörungstheorie, sondern nachprüfbare Tatsache.

Ebenso ist es eine Tatsache, dass es Personen vom Schlage Soros gibt, die vorzugsweise linke Gruppierungen fördern, die derartige Ziele verfolgen. Und ich unterstelle, dass solche Mäzene ihr Geld nicht bloß aus Langeweile ausgeben, sondern weil sie sich persönlich auch Vorteile davon versprechen.

 

Finanz und Wirtschaft, 29.1.2018: „EU zwischen Hybris und Reaktion“ von Rahim Taghizadegan https://www.fuw.ch/article/eu-zwischen-hybris-und-reaktion/

Finanz und Wirtschaft, 30.7.2018: „Ein «Europa der Vaterländer»?“ von Rahim Taghizadegan https://www.fuw.ch/article/ein-europa-der-vaterlaender/

Gegen diesen autoritären Globalismus zu sein und die eigene Heimat und die Demokratie erhalten zu wollen, ist nicht gleichzusetzen mit dem Gedankengut antisemitischer Fanatiker, die an den Übeln dieser Welt einer imaginierten jüdischen Weltverschwörung die Schuld geben. Hier muss differenziert werden, um das Zutreffende klar vom menschenfeindlichen Irrsinn zu unterscheiden. Wenn man das nicht auseinander hält, läuft die Benennung des Zutreffenden Gefahr, tabuisiert zu werden. Und umgekehrt kann sich der menschenfeindliche Wahnsinn womöglich ungehindert auf leisen Sohlen einschleichen, wenn man ihn nicht klar genug unterscheidet und herausstellt. Die Wolfgang Gedeons da draußen muss man beim Namen nennen.

Wer jetzt, da Deutschland seine Grenzen faktisch abgeschafft hat und im Dezember wohl auch noch den globalen Migrationspakt unterschreiben wird, noch nicht mitbekommen hat, dass die Auflösung der selbstbestimmten Nationen im Westen in vollem Gange ist, hat verdammt viel verschlafen.

Einige wehren sich, darunter der amerikanische Präsident Trump, der mit seiner Doktrin „America First“ eine radikale Kehrtwende vollzogen und den Kampf um die Wiederherstellung amerikanischer Souveränität, auch und gerade in Sachen Grenz- und Migrationskontrolle, aufgenommen hat. Dem Globalisten-Establishment (auch den Establishment-Konservativen!) war er von Anfang an verhasst, seit er die politische Bühne betreten hat, und noch immer bekämpfen sie ihn hysterisch weiter.

.4) Angela die Unfehlbare zu Besuch in Israel

Die Große Vorsitzende, unser aller Königin der Herzen, Herz und Seele der CDU, Kaiserin von Europa, Mutter Theresa aller Beladenen dieser Welt, größte Demokratin aller Zeiten, Rhetorikerin der Superlative, Albertina Einstein der deutschen Politik, Mode-Trendsetterin Nummer Eins, Retterin des Abendlandes und Rächerin der Enterbten, Angela die Unfehlbare, deren Schönheit sogar Sarit Hadad und Monica Bellucci erblassen lässt, war kürzlich zu Besuch in Israel und hat das übliche Bla-Bla gemacht, das die meisten Politiker absondern, wenn sie auf internationalem Parkett unterwegs sind.

 

Merkels zur Schau getragene Israel-Solidarität und durchaus gut funktionierende wirtschaftliche und sonstige Kooperation einerseits, Massenimport von Israel- und Judenhass plus Kollaboration mit dem Iran andererseits …

Ja, Deutschland ist schon ein seltsames Land geworden. Die deutsche Doppelzüngigkeit ist in Israel übrigens nicht unbemerkt geblieben. Am 4. Oktober erschien in der Jerusalem Post ein Kommentar zu Merkels Israel-Visite, der schon ziemlich deutlich war.

https://heplev.wordpress.com/2018/10/10/angela-merkels-falsches-spiel-mit-israel/

Merkel sprach davon, dass man dem Iran, der Terroristen sponsert und Israel auslöschen will, nicht erlauben dürfe, Atombomben zu bekommen. Derweil gibt sich Deutschland große Mühe, die von US-Präsident Trump verhängten Sanktionen zu unterlaufen und den lückenhaften, schlechten Atom-Deal weiter am Leben zu erhalten. Berlin hält im Wesentlichen an der Appeasement-Politik fest, die gescheitert ist und den Iran kein Stück versöhnlicher gemacht, sondern es ihm erlaubt hat, seine hegemoniale Politik im Nahen Osten fortzusetzen. Da spielen natürlich handfeste Eigeninteressen eine Rolle: Iran ist für Deutschland ein bedeutender Handelspartner und wenn die Kasse stimmt, drückt man in Sachen Terror-Sponsoring, Holocaust-Leugnung, Vernichtungsantisemitismus etc. schon mal zwei Augen zu.

https://conservo.wordpress.com/2018/08/26/wegen-auschwitz-in-die-politik-und-deshalb-an-der-seite-eines-totalitaeren-antisemiten-regimes/

https://conservo.wordpress.com/2018/09/09/heiko-maas-und-sein-kampf-gegen-rechts-in-der-praxis/

https://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/270808/angela-merkel-iran

Deutschland springt auch für die UNRWA in die Bresche und hilft dabei mit, die Palästina-Flüchtlingskrise künstlich zu perpetuieren. Es finanziert eine Organisation, in deren Schulen Judenhass gelehrt wird und die ein massives Hindernis bei der Lösung des Konflikts ist, während Merkel beteuert, Deutschland stehe ein für eine Zweistaatenlösung. UNRWA und die arabischen Staaten wollen aber was anderes: alle so genannten Flüchtlinge, die in Wirklichkeit in ihrer riesigen Mehrheit Kinder, Enkel, Urenkel und Ururenkel von Flüchtlingen sind, nach Israel schicken und den jüdischen Staat mit den Mitteln der Demographie zerstören. Von den ursprünglichen Flüchtlingen von 1948 leben noch ca. 20.000 oder etwas mehr, UNRWA aber zählt über fünf Millionen Menschen als „Palästina-Flüchtlinge“ und bei ihrer hohen Geburtenrate soll die Zahl bis 2030 auf ca. 8,5 Millionen wachsen.

https://www.nationalreview.com/2012/05/real-palestinian-refugee-problem-clifford-d-may/

Die Palästinensische Autonomiebehörde, die mit Märtyrerrenten Judenmörder entlohnt und ganz konkrete finanzielle Anreize für Attentate setzt, wird u. a. mit deutschem Steuergeld gefördert.

In diesen genannten Bereichen zeigt das in Deutschland regierende Establishment mal wieder, dass es von vorgestern ist, während in Washington längst eine neue Zeit angebrochen ist.

Merkel sagt, für Antisemitismus gebe es in Deutschland keinen Platz, derweil ihre Regierung weiter massenhaft Juden- und Israelhass importiert und das auch in Zukunft tun wird. Bei den übrigen Altparteien sieht es genauso aus. Im Bundestag votierten sie alle, bis auf die AfD und ein paar FDPler und Parteilose, gegen Grenzkontrollen.

https://www.youtube.com/watch?v=UmuXN-6ypXQ

Der Strom aus der islamischen Welt nach Deutschland fließt beständig weiter und wenn der globale Migrationspakt unterschrieben sein wird, soll es ja wohl noch viel mehr davon geben.

Selbst die vermeintlich konservativen Parteien denken gar nicht dran, die Masseneinwanderung zu stoppen. Höchstens eine Obergrenze pro Jahr soll es geben, aber der Zustrom wird selbstverständlich fortgesetzt. Wenn’s nach Grünen und Linken geht, darf es überhaupt keine Obergrenze geben. Angesichts der Dynamik unterschiedlicher Geburtenraten bedeutet das – wenn es so weitergeht – die Auflösung Deutschlands Schritt für Schritt, dazu Fortsetzung des Imports des Judenhasses, des islamischen Fundamentalismus, rückständiger, frauenfeindlicher Anschauungen, der Homophobie, der Demokratiefeindlichkeit etc.

Jürgen Fritz Blog, 10.10.2018: „Was die Grünen zur Obergrenze von 200.000 Immigranten p.a. sagen“ https://juergenfritz.com/2017/10/10/gruene-obergrenze/

Merkels Dreistigkeit macht bisweilen sprachlos und ich frage mich, woher sie das Selbstbewusstsein nimmt, so unverschämt zu heucheln, ohne rot zu werden. Wenn sie wenigstens einen Grund hätte, selbstbewusst zu sein! Aber nicht mal den hat sie. Sie hat sich ja längst als Versagerin größten Stils herausgestellt. Kein Bundeskanzler seit 1949 ist so schlimm gewesen. Keiner.

Zu gern würde ich wissen, was israelische Politiker wirklich gedacht haben, als Merkel ihre üblichen Sprechblasen abgesondert hat.

Einen wirklich lesenswerten Kommentar zu Merkels Israel-Visite gibt es hier:

MENA Watch, 11.10.2018: „Die immerwährende Verantwortung Deutschlands“ von Thomas Eppinger https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-immerwaehrende-verantwortung-deutschlands/

Eppinger hat in seinem Bericht eine interessante Beobachtung gemacht. Er schreibt: „Von den Allgemeinplätzen entkleidet, bleibt von Merkels Gästebucheintrag in Yad Vashem nur die Verpflichtung Deutschlands zur Erinnerung an die Shoah. Doch die eigentliche Verantwortung Deutschlands ist nicht die Erinnerung an die Verbrechen der Shoah, sondern die Verhinderung deren Wiederholung und die Rückgabe des von den Juden geraubten Vermögens. Bis heute gibt es in Deutschland kein Restitutionsgesetz, das diesen Namen verdienen würde. Der Autor und Dokumentarfilmer Maurice Philip Remy schätzt, dass noch immer 60 Prozent der deutschen Kunstmuseen Raubkunst in ihren Beständen haben könnten. 2015 hätten gerade einmal 10 Prozent davon damit begonnen, überhaupt nachzusehen, sagt er in einem Interview über sein Buch „Der Fall Gurlitt“, und kommt zu dem Schluss: „Wir sind Weltmeister im Lippenbekenntnis!“ (…) “

Was das von Juden geraubte Eigentum angeht, lese man bitte bei Eppinger weiter. Ich möchte mich jetzt hier auf das erste von ihm angesprochene Thema konzentrieren. Er hat Recht. Die Erinnerung an den Holocaust allein hätte wenig Sinn, wenn daraus keine Lehren gezogen würden, aber Deutschlands Verantwortung einseitig auf das Erinnern zu fokussieren, ist schon entlarvend.

Das war mir bei einer ganz anderen Gelegenheit schon mal aufgefallen. Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass der nach eigenen Angaben zum Islam konvertierte, sehr populäre Rapper „Kollegah“ (bürgerlich: Felix Blume) vor Monaten zu Recht dafür scharf kritisiert worden ist, dass er in einem seiner Texte Auschwitz-Häftlinge verhöhnt hatte.

„Kollegah“ und Farid Bang im Jahr 2012 (Wikipedia)

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es einen öffentlichen Aufschrei erst dann gab, obwohl es früher schon einen Anlass dazu gegeben hätte. Kollegah besingt in seinem Lied „Apokalypse“ einen Krieg gegen eine „endlose Übermacht auf dem Tempelberg“ in Jerusalem, der „letzten Bastion der Menschheit.“

Am Ende wird die Welt doch noch vor dieser bösen Macht bewahrt und Kollegah singt: „Die Menschen auf der Erde leben friedfertig zusammen, man sieht, wie Buddhisten, Muslime und Christen gemeinsam die zerstörten Städte wieder errichten.“

https://www.cicero.de/kultur/antisemitismus-in-deutschland-empathie-gibt-es-nur-fuer-tote-juden

Na, habt Ihr’s gemerkt? Juden kommen in der Aufzählung derer, die die „Apokalypse“ überlebt haben und die Welt anschließend wieder aufbauen, nicht vor. Wenn der Song schon eine in Jerusalem spielende Geschichte erzählt, warum tauchen am Ende keine Juden mehr auf? Weil die Juden ja schließlich die böse „Übermacht auf dem Tempelberg“ waren, die Chaos und Zerstörung angerichtet und gegen die man sich erfolgreich zur Wehr gesetzt hat. Hinterher sind sie nicht mehr da. Was mich zu der Annahme veranlasst: die „Übermacht“ wurde endgelöst.

Warum gab es nicht schon wegen solcher Zeilen einen massiven öffentlichen Aufschrei?

 

Gelegenheiten hätte es, genau besehen, sogar reichlich gegeben. Der deutsche „Gangsta-Rap“ vom Kollegah-Typus besteht doch zu einem Großteil aus Gewaltverherrlichung, Verachtung und Hass gegen Frauen, Homosexuelle und eben gegen Juden. Aber solche Leute sind weit oben in den Charts, werden vom deutschen Feuilleton bejubelt und mit Preisen bedacht.

https://www.cicero.de/kultur/echo-kollegah-farid-bang-fard-celos-abdi-rapper-antisemitismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Kollegah

Erst die Verhöhnung nicht mehr lebender, weil in Auschwitz ermordeter Juden brachte die Gemüter zum Überkochen. Scheinbar, weil der politisch korrekte Gegen-Rechts-Deutsche seine Juden am liebsten tot hat. Von Mitgefühl für Auschwitz-Opfer kann er gar nicht genug bekommen. Mit billigen Gesinnungsshows und dem viel beschworenen „Nie wieder 1933!“ können selbst ernannte Bessermenschen sich risikofrei moralische Punkte holen, 85 Jahre zu spät Hitlers Machtergreifung nachträglich verhindern und demonstrieren, was für gute Seelen sie sind. Das erfordert keinerlei Courage und keinerlei Anstrengungen. Hitler ist tot und dass das Nazi-Regime eines der schlimmsten Verbrecherregimes der Weltgeschichte war, darüber herrscht zu Recht – jedenfalls bei den meisten Leuten – Einigkeit. Man riskiert also gar nichts, nicht mal gesellschaftliche Ausgrenzung, wenn man sich dagegen positioniert.

Die deutsche Erinnerungskultur ist so verlogen, dass es wehtut. Im Grunde geht es in erster Linie nicht um die Opfer, sondern um Selbstbeweihräucherung. Man will sich einen Heiligenschein aufsetzen und ihn in aller Welt herumzeigen. Was sagte der Historiker Eberhard Jäckel doch gleich über das Berliner Holocaust-Mahnmal anlässlich des fünften Jahrestages seiner Einweihung?

„In anderen Ländern beneiden manche die Deutschen um dieses Denkmal. Wir können wieder aufrecht gehen, weil wir aufrichtig bewahren. Das ist der Sinn des Denkmals, und das feiern wir.“

Tja, Eike Geisel hatte schon Recht mit seiner scharfen, oft polemischen Kritik an der „Wiedergutwerdung der Deutschen.“ https://lizaswelt.net/2007/08/06/in-memoriam-eike-geisel/

Vom Antisemitismus, der hier und heute existiert und sich gegen lebendige Juden richtet, will man lieber gar nicht so viel wissen. Was da zum Vorschein käme, könnte den Glauben der Open-Border-Claqueure und der obsessiven Israel-Hasser an ihre eigene moralische Überlegenheit doch etwas erschüttern … Und anders als bei der Positionierung gegen die historischen Nazis kann man mit der Thematisierung dieser Dinge sehr wohl die eigene Ausgrenzung riskieren, wenn man Pech hat. Die patentierten Moralisten in diesem Land sind erfahrungsgemäß empfindlich, wenn jemand ihre „Wahrheitssysteme“ in Gefahr bringt.

Deutschlands Umgang mit dem heutigen Antisemitismus und heute lebenden Juden erinnert mich immer wieder an eine wunderbare englische Redensart, die da lautet: „I can’t hear your words over your actions.“

Das lässt sich über Deutschland definitiv sagen. Es mag sich verbal noch so sehr gegen Judenhass und Faschismus engagieren, es handelt nicht so und über seine Taten kann man die süßen Worte schon längst nicht mehr hören.

Darüber hinaus erinnert diese Redensart an etwas Grundsätzliches. Taten sind wichtiger als Worte, wichtiger als die Frage, ob sich jemand immer besonders rücksichtsvoll oder „politisch korrekt“ ausdrückt. Unsere Gesinnungspolizisten und Meinungsdiktatoren interessieren sich aber nur für letzteres. Sie interessiert es nicht, wenn jemand noch so hässliche Facts vorexerziert, solange er verbal jederzeit seine einwandfreie Gesinnung zur Schau trägt. Der Grund ist leicht ersichtlich: sich auf ungeschickte oder grenzwertige Formulierungen zu stürzen, erspart die Auseinandersetzung mit Inhalten. Wenn einer verbal ein bisschen über die Stränge schlägt, wird er medial „hingerichtet“, eine Debatte wird schnellstmöglich abgewürgt und die Deutungshoheit bleibt gesichert.

.5) Europas nächste Finanzkrise steht schon vor der Tür …

… die Sache wird bloß hinausgezögert, aber die Schuldenberge wachsen und das Euro-System in seinem bisherigen Umfang wird nicht zu retten sein. Die Einführung dieser Währung oder zumindest ihre Ausdehnung auf zu viele zu unterschiedlich starke Ökonomien war ein Jahrhundertfehler.

Die Achse des Guten, 13.10.2018: „Die Draghi-Krise“ von Markus C. Kerber

https://www.achgut.com/artikel/Die_draghgi_krise

.6) Dekadenz, Normalcy Bias oder Todessehnsucht?

Was auch immer die Gründe für die Erfolge der Grünen sein mögen, alle drei oben genannten und noch mehr spielen wahrscheinlich eine Rolle. Jeder Bayer, der Grün gewählt hat, weiß oder konnte wissen, wofür er sich entschieden hat.

Tichys Einblick, 13.10.2018: „Zur Bayernwahl offenbart Habeck sein Verständnis von Demokratie“ von Klaus-Rüdiger Mai https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/zur-bayernwahl-offenbart-habeck-sein-verstaendnis-von-demokratie/

Jürgen Fritz Blog, 25.9.2018: „Liebe Bayern, wollt ihr wirklich diese Frau als stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin?“ https://juergenfritz.com/2018/09/25/katharina-schulze/

Jürgen Fritz Blog, 13.10.2018: „Das geistige Niveau einer Schülersprecherin, aber Spitzenkandidatin bei einer Landtagswahl, geht das?“ https://juergenfritz.com/2018/10/13/schuelersprecherin/

Tichys Einblick, 11.10.2018: „Grüner Steuer-Sozialismus bedroht die freiheitliche Gesellschaft“ von Ansgar Neuhof https://www.tichyseinblick.de/meinungen/eu-steuerplaene-der-gruenen-gruener-steuer-sozialismus-bedroht-die-freiheitliche-gesellschaft/

Dushan Wegner, 14.10.2018: „Am 14.10.2018 ist das alte, kluge Bayern gestorben“

https://dushanwegner.com/das-alte-bayern-ist-tot/

Allerdings hat Peter Helmes mit Recht anhand der Zahlen festgestellt, dass es – in Relation zu den Ergebnissen der bayerischen Landtagswahlen von 2013 und der Bundestagswahlen 2017 auf bayerischer Landesebene – einen generellen Linksruck im Freistaat nicht gegeben hat, eher können wir auch hier die Selbstdemontage der ehemals konservativen Unionsparteien beobachten, die die Linken stärker aussehen lässt als das bürgerliche Lager. Die linken Parteien kommen zusammen auf 31,3 Prozent, die Bürgerlichen aber auf 63 Prozent.

Conservo, 14.10.2018: „Blamage à trois: Ausgemerkelt, Söder-hofer! – oder: Wie ruiniert man eine Volkspartei?https://conservo.wordpress.com/2018/10/14/blamage-a-trois-ausgemerkelt-soeder-hofer-oder-wie-ruiniert-man-eine-volkspartei/

Man kann nur hoffen, dass der Absturz der CSU das Ende von Merkels Herrschaft herbeizuführen hilft, das schon seit mindestens drei Jahren überfällig ist.

Focus Online, 14.10.2018: „Angela Merkel hat die Bayernwahl verloren – die Große Koalition ist faktisch am Ende“ von Ulrich Reitz https://www.focus.de/politik/deutschland/angespitzt/schlechtes-abschneiden-der-csu-angela-merkel-hat-die-bayernwahl-verloren-die-grosse-koalition-ist-faktisch-am-ende_id_9756164.html

Allerdings ist die augenscheinlich absolute Mehrheit für die Bürgerlichen auch mit Vorsicht zu genießen, wenn man bedenkt, dass die nominell konservativen Parteien jedenfalls mit ihrem gegenwärtigen Führungspersonal gar keine konservative Politik mehr machen. Das ist genau der Grund für den Niedergang der Unionsparteien. Immer weniger Menschen wissen überhaupt noch, wofür die eigentlich stehen. Konservativ gesonnene Wähler fühlen sich verraten und verarscht. Auch ich wüsste nicht, was ich persönlich in der politischen Landschaft vermissen würde, wenn sich CDU und CSU morgen früh auflösen würden. Wenn diese Parteien nicht zu sich selbst zurückfinden, wird es ihnen so ergehen wie der SPD und auf bürgerlicher Vernunft basierende Politik wird es nicht geben, trotz einer augenscheinlich vorhandenen Mehrheit für die Bürgerlichen.

Was es allerdings gegeben hat, ist Zulauf zu den Grünen, zu einer Partei, deren Vorsitzender der Auffassung ist, dass es kein Volk gibt, also auch keinen Verrat am selbigen, der Patriotismus schon immer igitt fand. Einer Partei, deren bayerische Spitzenkandidatin Schulze gegen „weiße Männer“ agitiert und ihren eigenen farbenblinden Gutmensch-Rassismus nicht einmal bemerkt.

Dem Erstarken der Grünen stehe ich fassungslos gegenüber. Ich begreife es nicht.

Wisst Ihr, wie mir das vorkommt?

Seit Abschaffung der Grenzen befindet sich dieses Land bereits in einer existenziellen Krise, und was macht ein nicht gerade kleiner Teil der Deutschen? Er verhält sich, als wollte er sagen: Ach, was soll’s? Wenn wir schon mal dabei sind, sprengen wir doch gleich den ganzen Laden in die Luft! (Deutsche Gründlichkeit, gell? Wenn hierzulande was angepackt wird, dann aber richtig und bis in die letzte Konsequenz.) Als ob alles nicht bereits schlimm genug wäre, will er noch viel, viel mehr davon. Mehr Islam-Fundamentalismus, mehr Kriminalität, mehr Judenhass, mehr Frauenfeindlichkeit und und und. … Und mit der völlig uneinsichtigen Fortsetzung ihrer Politik werden sie diese Gesellschaft endgültig zerreißen. Wenn das so weitergeht, treiben wir einem Bürgerkrieg zu.

Parallel phantasiert man sich bei Michels immer noch was von „Bekämpfung von Fluchtursachen“ zusammen, obwohl jeder denkende Mensch weiß, dass die demographische Explosion Afrikas auf jeden Fall kommt (bzw. längst im Gange ist) und nicht aufgehalten werden kann. Europa kann sich nur mit geschützten Grenzen retten oder sich aus der Geschichte verabschieden.

https://vera-lengsfeld.de/2018/10/14/fluchtursachen-bekaempfen-die-zauberformel-einer-weitgehend-infantilen-politik/

Was ist los mit diesem Land?

Vielleicht ist es einfach so, wie ein Kommentator bei der „Achse des Guten“ anhand seiner Beobachtungen mal geschildert hat. Sehr viele, auch gerade junge Leute in Bundesrepublikanien haben längst ein antiwestliches Weltbild verinnerlicht (oder gedankenlos übernommen), das an allen Übeln „uns“ die Schuld gibt, gleichzeitig alles Nicht-Westliche, vor allem den Islam, romantisiert und von islamischen Fundamentalisten ausgehende Gewalt als legitime oder wenigstens irgendwie verständliche Gegengewalt rechtfertigt, übrigens auch im Israel-Palästina-Konflikt. Der Verfasser sprach von einer „pathologischen Grundstimmung“ in dieser Gesellschaft, gegen die sehr schwer Politik zu machen sei.

.7) Berlin: Mit Islam-Fundamentalisten und Linksextremisten für die Toleranz!

Die Achse des Guten, 14.10.2018: „Alles so schön bunt hier“ von Thomas Baader https://www.achgut.com/artikel/alles_so_schoen_bunt_hier

Tichys Einblick, 13.10.2018: „SPD, Linke, Grüne, Linksextremisten und Islamisten – alle für Toleranz?!“ von Rainer Zitelmann https://www.tichyseinblick.de/meinungen/spd-linke-gruene-linksextremisten-und-islamisten-alle-fuer-toleranz/

Kommentar eines Tichy-Lesers: „Was für Bilder, was für Signale für die Welt! Ich stelle mir vor, bin irgendwo in Arabien oder Afrika oder sonstwo und bin unzufrieden mit meinen Lebensumständen und sehe diese one-world-one-people-Show von Hunderstausenden in der Hauptstadt eines der reichsten Länder, die mir zurufen: You are welcome! Ich wäre geradezu hirnlos, im nächsten Moment keine Papiere zu haben und bin schon unterwegs ins Gelobte Land als Refugee… Oder bin eines dieser missionarischen oder selbstmörderischen Jihadisten und sehe dieses tolerante, masochistische Deutschland offen und bereit für meinen Glauben.“

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*) Der renommierte Blogger Adrian F. Lauber – „auf Lebenszeit“ von Facebook verdammt – ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.
www.conservo.wordpress.com   19.10.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
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2 Antworten zu Kampf gegen Spaß und Ästhetik, Bayern-Wahlen, Merkels Heuchelei in Israel uva.

  1. Semenchkare schreibt:

    Gut zusammengefasst…
    Als Ergänzung….

    von einem Christ

    Ex-Muslim -Wie friedlich und gerecht ist der Islam zu Ungläubigen ?

    EX-MUSLIME KLÄREN AUF TV

    ca 10 min.

    an Hand von Quellen……!!

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  2. Semenchkare schreibt:

    Der Kanal:

    Jesus is Love
    EX-MUSLIME KLÄREN AUF TV
    19.888 Abonnenten

    https://www.youtube.com/channel/UCItDrzI9JPSkjrOEP_X6Big/videos

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