Schon wieder – Heimsuchung der griechischen Insel Chios

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle *)

– 1822 landeten die türkischen Osmanen und richteten ein Massaker an

– jetzt fallen Vorderasiaten erneut über Chios her und Europa schaut zu

Geschichte scheint sich tatsächlich zu wiederholen. Wie Hegel einmal sagte, zuerst als Tragödie, dann als Farce. Wobei die Medien die erste Tragödie dieser Insel ausblenden und die Geschichte sogar verzerren. Hier der erste Absatz der Süddeutschen vom 30. Juli 2018:

„Die Fähre schafft die Strecke in 20 Minuten, Touristen können mehrmals täglich vom türkischen Çeşme auf die griechische Insel Chios übersetzen, von weißen Sandstränden zu den Felsenbuchten auf der Insel. Die Nähe hat ein besonderes Verhältnis geschaffen, zu allen Zeiten. Chios war fast 350 Jahre unter osmanischer Herrschaft. Als die Deutschen auch Chios im Zweiten Weltkrieg besetzten, flohen Griechen in Fischerbooten in die Türkei. Heute verläuft die Migrationsroute in umgekehrter Richtung.“ Nicht erwähnt wird von der SZ, dass unter den Osmanen nur wenige Inselbewohner fliehen konnten, weil Tote nicht mehr fliehen können.

Was tatsächlich schon alles auf Chios geschah:

1566 geriet die Insel unter die Herrschaft der islamistisch-imperialistischen Osmanen. Denn legendär war „die Schönheit der Frauen … und der Reichtum von Chios weckte Begehrlichkeiten“, so Wikipedia. Chios war eine wohlhabende Insel des Handels und deshalb von islamischen Herrschern länger im Fokus, die fast nichts können, aber erobern. Im Jahr 1821 schlug das osmanische Reich den Aufstand in den Donaufürstentümern nieder; auf dem griechischen Festland selbst siegten die aufständischen Einheimischen. Der Erzbischof flehte die chiotischen Inselbewohner an, nicht auf die Invasion der islamischen Streitkräfte zu reagieren, „um den Zorn der Osmanen nicht zu erregen“. Erfahrungsgemäß hilft solche Beschwichtigung gegenüber Islamisten nichts, wie sich auch in diesem Fall zeigte.

Die „Hohe Pforte“ – die damalige Islamistenzentrale – erteilt den Auftrag, 45.000 Mann zu mobilisieren. Die meisten waren Freiwillige, von der Plünderung der Reichtümer von Chios angelockt. Am 11. April 1822, kurz vor Ostern, kreuzte die Flotte von Kara-Ali mit 46 Schiffen und 7.000 Kriegern vor Chios auf und landete schließlich. Zuerst wurde die Chora geplündert, den Bewohnern Ohren oder Kopf abgeschnitten und dem Sultan geschickt. Andere Inselbewohner flüchteten vor den Osmanen in die Klöster, was aber nicht half. Alleine im Kloster Nea Moni wurden 2.000 Flüchtling getötete. Am Ostersonntag wurde das Kloster Agios Minas niedergebrannt, alle 3.000 Flüchtlinge starben. Dann wurden in einem Dorf mit Flüchtlingen 2.300 massakriert. Für die anderen Inselbewohner wurde Amnestie angekündigt, aber als sie die Verstecke verließen, ebenfalls ermordet. Sogar die Ex-Chioten in Konstantinopel wurden hingerichtet.

Zwei Monate nach dem Massaker mit 25.000 Toten wurden 45.000 Inselbewohner versklavt, Männer, Frauen und Kinder auf den Sklavenmärkten Smyrna, Konstantinopel, Ägypten und Nordafrika verkauft. Anfang 1822 hatte Chios noch ca. 110.000 Bewohner, nach dem Wüten der Islamisten nur noch 20.000. Nur 10 – 20.000 gelang die Flucht. Und was tat der Westen? Er holte zuerst sein „scharfes Schwert“ heraus und drohte dem Osmanischen Reich mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Künstler verewigten das Massaker in vielen Gemälden und ersannen wohlklingende Gedichte und Lieder. Und an Pfingsten 1825 gab es im Berliner Tiergarten ein Feuerwerk zugunsten der gebeutelten Griechen. Erst 1827 bekamen die Alliierten den Hintern hoch und vernichteten die türkisch-ägyptische Flotte in der Bucht von Navarino – ich berichtete darüber. 1912 endlich wurde Chios mit dem griechischen Mutterland vereinigt.

Und heute?

Jetzt wurde die Lage der Insel Chios direkt vor der türkischen Westküste erneut zum Fluch. Sie liegt nur 7-8 km vom türkischen Festland und ist so bequem zu erreichen wie die Insel Lesbos. Auf der kurzen Strecke von der Küste zur griechischen Insel Chios herrscht in den frühen Morgenstunden von 3 Uhr bis 6 oder 9 Uhr fast regelmäßig ein günstiger Ostwind, mit dem man sich ohne Motor oder nur mit Rudern nach dem griechischen Europa treiben lassen kann. Dann kann die türkische Grenzpolizei der Frau Merkel ruhigen Gewissens erzählen, wir sehen nachts um drei Uhr nix und hören nix. So kommen nach wie vor jede Woche Migranten von der Türkei nach Europa, und Griechenland hat das Nachsehen. Wenn auch nur wenige Tage, dann geht’s weiter nach Deutschland. 3.500 will unser Land jetzt abnehmen.

Was muss in den Köpfen dieser Inselbewohner vorgehen, deren Vorfahren von den Vorfahren der heutigen Türken erobert wurden. Und jetzt wieder eine Art Invasion von dort erleben. 18.000 Migranten müssen die paar Inselbewohner verkraften. So viele, wie vor 200 Jahren das Massaker überlebt haben. Fürchten wirklich nur die Bauern um ihrer Olivenernte? Sind die Frauen nicht mehr so schön und begehrt wie damals? In den letzten Jahren kamen mehrheitlich Syrer und Iraker, aber auch Afrikaner. Und jetzt zunehmend Türken selbst. Handelt es sich wirklich um welche, die vor Erdogan fliehen. Oder werden vom Sultan Spitzel eingeschleust, wie dessen Imame in deutschen Moscheen? Oder gar IS-Terroristen, denen man aus ihren syrischen Hochburgen heraus Geleitschutz auch durch die Türkei gewährte? Und wir lassen das alles zu und errichteten auf Chios sogar einen „Hotspot“ – wahrlich ein echter „Brennpunkt“!

*(Mail: Kuenstle.A@gmx.de, Tel. 0151-51 75 29 14)
www.conservo.wordpress.com     8.11.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Schon wieder – Heimsuchung der griechischen Insel Chios

  1. Karl Heinz Udo Hübenthal schreibt:

    Die anschauliche Schwäche westlicher Demokratien endlich einen Schlussstrich mit illegaler Migration zu ziehen kommt hier voll zum tragen. Man könnte man sollte und weiteren Floskeln nichts sagender Worthülsen in der Hoffnung das Problem löst sich von selbst. Die Politiker die heute durch ihr verantwortungsloses handeln einen globalen szunami mit dritte Welt Migranten inszenieren, werden die ersten sein die ihre Ärsche in Sicherheit bringen sofern sie noch einen sicheren Platz auf der Welt finden.

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