Uni Siegen und die Gleichschaltung: Streit über die Wissenschaftsfreiheit eskaliert

(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)

Gegenüber dem Rektorat der Universität Siegen, das im Gleichschaltungsmodus mit dem System Merkel die Einladung von Thilo Sarrazin und Marc Jongen zu einer Gastvorlesung verhindern will, pochen sieben mutige Universitätsprofessoren nun auf ihr verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf Wissenschaftsfreiheit.

Zu der Vorgeschichte: Buchautor Thilo Sarrazin und Marc Jongen von der AfD wurden bereits vor geraumer Zeit zu einer Gastvorlesung im Rahmen einer Vorlesungsreihe an die Universität Siegen eingeladen. Das Thema: Meinungsfreiheit und Diskussionskultur.

So als wollten sie die Thesen Sarrazins und Jongens schon vor deren Auftritt bestätigten, echauffierten sich sofort linke Studentengruppen, das Rektorat knickte ein, distanzierte sich von den Vorlesungen und hat sogar zwischenzeitlich sogar die Mittel für das Seminar gesperrt.

Verlag von Sarrazin: Jetzt erst recht!

Nun scheint das Ganze erst recht zu eskalieren. Der Verlag von Sarrazin hat bekannt gegeben, dass der Auftritt Sarrazins in Siegen noch erweitert wird. Außer einer Veranstaltung an der Uni soll auch eine Lesung in der Bismarckhalle der Stadt stattfinden.Die Westfalenpost schreibt dazu: „An der Einladung Sarrazins in das Seminar von Philosophie-Professor Dieter Schönecker hatte sich eine Kontroverse entzündet, weil die Uni keine Hochschulmittel bereitstellen will, ein Honorar für Sarrazin sei ein falsches Signal – auch, weil das Seminar einseitig mit rechtslastigen Denkern als Dozenten besetzt sei. So ist auch der AfD-Politiker Marc Jongen eingeladen. Schönecker sah seine Lehrfreiheit eingeschränkt und wies den Vorwurf von sich, rechtspopulistischem Gedankengut nahe zu stehen.“

Dass man kaum mehr linke Denker findet, die sich für Meinungsfreiheit und Diskussionskultur interessieren (ihnen wird sie ja zugestanden), und es daher für Schönecker nicht leicht war, auch „linke“ Gastredner zu finden, erwähnt die Westfalenpost allerdings nicht.

Kollegen stellen sich hinter Schönecker und gegen das Rektorat

Schönecker ist nun nicht mehr alleine. Nach dem Vorbild der „Göttinger Sieben“ haben sich sieben Professoren der Universität Siegen zusammen geschlossen und protestieren in einem Brief an den Rektor der Hochschule gegen die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit.

Laut Bundesverfassungsgericht, enthalte die Garantie der Wissenschaftsfreiheit in erster Linie ein Recht jedes Wissenschaftlers gegenüber der Staatsgewalt – und damit auch gegenüber der Universität – die eigene Forschung und Lehre unter Einsatz der dafür generell bestehenden Mittel selbstbestimmt und eigenverantwortlich durchzuführen.

Universität muss klares Bekenntnis zur Wissenschaftsfreiheit ablegen!

Die Universität habe kein allgemeinpolitisches Mandat, ihr sei es untersagt, geladene Referenten nach politischen Vorentscheidungen auszusondern. Deshalb fordern die Professoren die Universitätsleitung auf, den ihr von Amts wegen nicht zustehenden Widerstand gegen die Gastvorlesungen unverzüglich zu beenden, sich hinter den Kollegen Schönecker zu stellen, die Durchführung des Seminars sicher zu stellen und die Gelder dafür sofort wieder frei zu geben.

Aus gegeben Anlass fordern sie auch die Abgabe eines klaren Bekenntnisses zur Wissenschaftsfreiheit „in ihrem ursprünglichen und vollen Sinne“.

Gibt es doch noch Grund zur Hoffnung?

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Zu den Vorgängen lesen Sie auch den Insiderbericht von Prof. Zoz: Meinungsfreiheit an Uni Siegen nur für Linke

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*) Der Berliner Philosoph und Theologe David Berger (Jg. 1968) war nach seiner Promotion (Dr. phil.) und der Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch „Der heilige Schein“ über seine Arbeit im Vatikan als homosexueller Mann. Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Homomagazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel. Dr. David Berger betreibt das Blog PHILOSOPHIA PERENNIS, mit dem conservo einen regelmäßigen Austausch pflegt.
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www.conservo.wordpress.com      6.12.2018

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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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4 Antworten zu Uni Siegen und die Gleichschaltung: Streit über die Wissenschaftsfreiheit eskaliert

  1. oldman_2 schreibt:

    „Ein Honorar für Sarrazin sei ein falsches Signal“ : Uni Siegen.
    Finanzierung von Desinformations- und Ablenkungsveranstaltungen durch gewaltpredigende „Musik“-Gruppen wie „Faule Sahne Fischabfall“ mit ausdrücklicher Einladung des Staatsoberhaupts sind heutzutage das richtige.
    „rechtslastigen Denkern als Dozenten“ : Erstens gilt den hirnlosen Besserwissern jeder Normaldenkende als rechts, somit lässt zumindest dieses Seminar noch hoffen. Zweitens : das typische Einknicken des Rektorats vor den linken Krawallisten ist das wesentlich falschere Signal. Irgendwann glaubte man, Demokratie und Meinungsfreiheit hätten etwas mit Diskussion zu tun. Scheint schon länger her zu sein.

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    • gelbkehlchen schreibt:

      Das einzige „Argument“ dieser linken Studenten ist Gewalt. Sie hatten noch nie etwas mit Demokratie zu tun, sondern nur mit Ausbeutung der produktiv arbeitenden Menschen, von denen sie sowieso schon über Steuern leben.

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  2. Blindleistungsträger schreibt:

    ZITAT: „Universität muss klares Bekenntnis zur Wissenschaftsfreiheit ablegen!“
    Entweder das, oder man baut parallel neue Strukturen zur Forschung und wissenschaftlichen Ausbildung auf, migriert die noch gesunden Teile dorthin und lässt den linken, fauligen Rest der Universitäten verrotten.

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  3. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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