Ohne Moos nichts los – auch nicht bei den Kirchen

(www.conservo.wordpress.com)

von altmod *)

Die Gläubigen, der Staat, die Kirche und das Geld

„Ihr  könnt  nicht Gott dienen und dem Mammon“
Mathäus 6,24

Ich habe mir die Augen gerieben, als ich ausgerechnet bei PI auf einen Artikel mit dem Titel „Kirche: Alle mal austreten – Die Gegenrede“ stieß. Was dort geschrieben wurde, ist durchaus nachvollziehbar.

Dazu möchte ich hier gerne den Themen „Staatsnähe der Kirchen“, „Kirchensteuer“, „Kirchenaustritt und Exkommunikation“ nachgehen.

Trennung von Staat und Kirche?

Alle Politiker heben gerne die Trennung von Kirche und Staat hervor. Es bestehen aber besonders in Deutschland enge und besondere vertragliche Beziehungen in Form von Staatskirchenverträgen oder Konkordaten (katholische Kirche).

Diese Verträge beziehen sich überwiegend noch auf die vor 200 Jahren in den deutschen Ländern erfolgte Enteignung des Großteils des kirchlichen Besitzes infolge der napoleonischen Gesetze in den eroberten deutschen Ländern mit der Auflösung des „Hl. Römischen Reiches deutscher Nation“. In Bayern befand sich ein Drittel des Landes in kirchlichem Besitz. So erhält nun die katholische Kirche in Bayern jährlich 50 Millionen € aus der Staatskasse und auch der „Evangele“ Bedford-Strohm mit seinen Schäfchen bekommt etwa 16 Millionen für seine evangelische Landeskirche.Dazu gibt es nachhaltig zusätzliche Landesverpflichtungen für den Erhalt der kirchlichen Gebäude (nicht aber für reine „Schönheitsreparaturen“), was ein kompliziertes finanzielles Geflecht nach sich zieht.

Der Staat oder auch die Kommunen (Unterhaltspflicht z.B. für Kirchturmuhren!) können sich nur durch Ablösungszahlungen aus diesem Vertragsgeflecht befreien. Dazu mangelt es aktuell natürlich immer an Geld, um die teils exorbitanten Vertragssummen abzulösen.

Damit aber nicht genug der Staatsknete – ohne Einbeziehung der Kirchensteuer.
Bischöfe, Erzbischöfe, Weihbischöfe erhalten vom Staat ihre Gehälter. Für die Bezüge der Bischöfe richtet man sich nach den Besoldungsstufen von Spitzenbeamten. Ein Bischof wird meistens nach der Besoldungsstufe B6 bezahlt und damit erhält er etwa 8.000 Euro als Grundgehalt. Ein Erzbischof kann bis zur Besoldungsstufe B10 kommen und damit würde er ein Grundgehalt von zirka 11.000 Euro einheimsen. Dazu erhalten die Bischöfe zusätzlich zum Grundgehalt noch Dienstwohnungen und einen Dienstwagen (R. Marx, München, einen 7er BMW) mit Fahrer.

Der deutsche Staat läßt sich seine Prälaten (lateinisch praelatus, deutsch ‚der Vorgezogene‘, ‚der Vorsteher‘ oder ‚der Bevorzugte‘) etwas kosten: jährlich etwa 450 Millionen Euro.

Jetzt erst sprechen wir von der Kirchensteuer, welche zu den Milliardenbeträgen aus der Staatskasse hinzukommt.
„Die Kirchensteuern werden für den dreifachen Auftrag der Kirche eingesetzt: Seelsorge, Gottesdienst und Caritas. Der kostenintensivste Bereich ist die Gemeindearbeit in den Pfarreien… „ heißt es auf katholisch.de.
Denn Priester, Pfarrer und andere Mitarbeiter werden aus der Kirchensteuer bezahlt. Die Höhe des Gehalts richtet sich auch hier nach dem Beamtenbesoldungsgesetz: Pfarrer beider Kirchen (evangelische und katholische) bekommen zu Beginn ein Grundgehalt nach der Stufe A13.

Die Kirchen möchten gerne Glauben machen, dass aus der Kirchensteuer ihre gesamten caritativen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc. „remboursiert“ werden und sie damit in edlem Altruismus staatliche soziale Aufgaben übernehmen.

Jeder weiß, der schon mal die „Caritas“ oder die „Diakonie“ in Anspruch genommen hat, dass da dennoch gelöhnt werden muss – und nicht gerade mit Kleckerbeträgen.

„Wo  dein  Schatz  ist,  da  ist  dein  Herz“,  heißt es in Mt 6,21. Und das haben insbesondere die Bischöfe verinnerlicht und gerieren sich nicht etwa verstärkt als Diener des allerobersten, sondern unverfroren des weltlichen Herrn.
Von wegen: „Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gebührt und Gott, was Gott gebührt. Mt 22,21“

So predigen denn die klerikalen Staatsknechte wie Woelki aus Köln oder der Marx aus München willfährig die angelanische Botschaft von der unbefleckten Alternativlosigkeit.

Wie formuliert es in diesem Zusammenhang Horst G. Herrmann („Im Moralapostolat“) fast zynisch:

„Woelkis Rede aus der (Flüchtlings-)Bootskulisse heraus verdunkelt sein Kapitänspatent für die »MS Erzbistum Köln«, eine Mega-Luxusyacht, die mit dem »Schifflein Petri« (Benedikt XVI.) überhaupt nichts mehr gemein hat.“

Prälaten im Luxus

Auf einer „Mega-Luxusyacht“ schippert auch der feiste Marx, der Islam-Appeaser und Kreuz-Verleugner aus München.

Der sich gerne wie sein Namensvetter Karl antikapitalistisch gebende Reinhard Marx residiert in einem edlen Rokoko-Palais in der Münchner Altstadt. Die Sanierung des Prachtbaus hat 8,7 Millionen Euro gekostet, was zum Großteil mit 6,5 Millionen der Freistaat Bayern bezahlt hat.

Kar(dina)l Marx läßt es auch sonst krachen. Anläßlich einer Synode in Rom 2015 verköstigte er dort 20 eingeladene Synodale mit einem opulenten Mahl. Laut einer gut informierten und zuverlässigen Quelle gab es dort so viel zu essen, „dass die Mägen der Bischöfe Mühe hatten, das alles aufzunehmen…“.

Es wurde vermutet, dass es zum allseits aus dem Erzbischöflichen Palais in München kolportierten „Kalbsbraten mit Rahmschwammerl“ auch „Kirchweih-Ganserl mit Knödeln und Rotkohl“ gab, dazu ein ordentliches bayerisches Bier oder einen kräftigen Rotwein.  Weitere Dinnerparties sollten dann in den kommenden Tagen stattfinden.

Die 50.000 € – Spende an Flüchtlingsschlepper kürzlich, hat Prälat Marx (wie auch der stark vom Hl. Geist umwölkte Kardinal aus Köln seine spektakulären Flüchtlingsevents)   gewiss nicht aus der eigenen Tasche bezahlt – wie man gerne Glauben machen wollte – sondern aus dem durch Staatsknete und Kirchensteuer üppig gefüllten Klingelbeutel.

Das Vermögen der Heimatdiözese von Reinhard Marx, München-Freising, wird auf rund 6 Milliarden Euro geschätzt.

Der Dicke aus München geht wohl schwerlich durch das berühmte „Nadelöhr“ wie das berühmte Kamel, um in das Reich Gottes zu gelangen (Markus 10,25) und „Weh euch, ihr Reichen –  ihr habt euren Trost dahin“ (Lk 6,24).

Kirchensteuer und Exkommunikation

Wer seine „Demokratieabgabe“ nicht bezahlt, kann zwar immer noch fernsehschauen oder Rundfunk hören, er wird aber bestraft – einschließlich Beugehaft.

Wer als Katholik keine Kirchensteuer zahlen will und vor dem Standesamt seinen Kirchenaustritt erklärt, wird exkommuniziert.

D.h. er wird von der Teilnahme an der Eucharistie und dem Empfang der Sakramente ausgeschlossen, kann nicht mehr Taufpate sein, nicht kirchlich heiraten usw., wird entsprechend aus der Gemeinde ausgestoßen. Er muss sich für seine Beerdigung einen weltlichen Trauerredner bestellen, der natürlich (wie der Pfarrer zusätzlich zu diesem Zweck auch) extra bezahlt werden muss.

Es sei denn, er hat vor dem Ableben bereits Zeichen der Buße getan. Die Exkommunikation ist nämlich auch eine „Beugestrafe“ und kann zurückgenommen werden, wenn der Delinquent zu Kreuze kriecht (im wahrsten Sinn des Wortes) und vom Ortspfarrer und Bischof gegen eine satte Spende und Reprise seiner Kirchensteuerzahlung wieder an die Brust seines Hirten gedrückt wird. Denn: „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel. (Mt 6,19)“

Man möchte nun vermuten, das Ganze – die zur Kirchensteuer zusätzlich staatliche Alimentation der Kirchen, die Bestrafung der steuerverweigernden Schäflein – stehe auf sicherer rechtlicher Grundlage. Weit gefehlt!

Mit den seit bald 200 Jahren fortgesetzt geleisteten Ausgleichszahlungen, mit der Bezahlung der Bischöfe etc. aus der Staatskasse, mit Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat, unterlaufen beide die in Art. 140 (u.a.: Verbot der Staatskirche) des Grundgesetzes festgesetzte Trennung von Staat und Religion (Kirche).

Nach römischer kirchenrechtlicher Auffassung, rechtfertigt die Verweigerung der Kirchensteuerzahlung nicht die Exkommunikation.

Der „Kirchensteuerrebell“ Dr. Rainer Janker aus Regensburg („Ich bin gläubiger Katholik!“) wurde exkommuniziert und reichte Klage bei der Apostolischen Signatur in Rom ein – der höchsten innerkatholischen Kirchengerichtsbarkeit. Ein Schreiben des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Interpretation der Gesetzestexte gab Janker recht.

Doch mit allerlei Tricks und mit Unterstützung durch den Staat (hier mithilfe des Bayer. Innenministeriums) wurden die kirchenrechtlichen Verlautbarungen aus Rom unterlaufen.

Obschon es in einem Dokument des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte vom 13. März 2006 – das von Papst Benedikt approbiert wurde – heißt:

»In jedem Fall bleibt klar, daß das sakramentale Band der Zugehörigkeit zum Leib Christi, der die Kirche ist, aufgrund des Taufcharakters ein ontologisches Band ist, das fortdauert und wegen und wegen des Aktes oder der Tatsache des Abfalls nicht erlischt.«

Der Präsident des Päpstlichen Rates, Erzbischof Francesco Coccopalmerio, bestätigte denn:

„Die Erklärungen der deutschen Bischöfe zum Kirchenaustritt sind keine bindenden Gesetze. Die 2006 vom Päpstlichen Rat festgelegten Kriterien für einen Ausschluß aus der katholischen Glaubensgemeinschaft gelten auch für Deutschland. (…)

Der renommierte Kirchenrechtler Dr. Gero Weishaupt schlußfolgert daraus, »daß eine Körperschaftsaustrittserklärung vor staatlichen Behörden in Deutschland nicht den Tatbestand eines formalen Aktes des Abfalls von der Katholischen Kirche erfüllt. Darum tritt eine Exkommunikation nicht ein.
Im Klartext: Wer keine Kirchensteuer zahlt, darf nicht automatisch exkommuniziert werden.«

Der Regensburger und alle deutschen Bischöfe beschritten und beschreiten aber unbeirrt ihren Sonderweg**) und exkommunizieren fleißig weiter.

Horst G. Herrmann:
„ … der Bischof ist ein Hirte, der äußerst unbarmherzig mit Menschen umspringt, die sehr wohl dem Kaiser geben wollen, was des Kaisers ist, die aber mit sehr guten theologischen Gründen nichts von einer steuerlichen Alimentierung von Bischofsexistenzen halten, sondern darin einen sowohl die Einheit der Weltkirche, als auch die Sakramente beschädigenden deutschsprachigen Sonderweg erkennen und die sich mit dieser Kritik sogar auf Benedikt XVI. berufen können.“

Kirchenaustritt?

Solange der Staat seine klerikalen Prediger in Deutschland für seine säkularen Moralaktionen nutzen kann, wird er nichts an seiner großzügigen Alimentation der Kirchen und ihren Prälaten und sonstigen Huld- und Jubel-Pfaffen ändern wollen. Und die deutschen EKD- und katholischen Amts-Pfaffen werden sich füglich vorerst auch nicht abfallen, nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“

Man stelle sich vor, Woelki oder Marx würden über das „Buddget einer Kirchenmaus“  verfügen wie ihre Mit-Hirten in Frankreich oder anderen klassisch katholischen Ländern. Sie würden sich wohl dreimal überlegen, mit welchen Predigten sie ihre Schäflein aus den Gotteshäusern vertreiben möchten.

Ein Kirchenaustritt und damit der Verlust von Zahlenden tut aber den Kirchen (noch) nicht weh, wenn man das oben Geschilderte und die Entwicklungen in den letzten Jahren betrachtet.

Das Renegatentum ist übrigens unter den Katholiken in der jüngsten Geschichte bis heute weniger ausgeprägt als bei den Evangelischen. In den Zeiten des Dritten Reiches verließen dreimal so viele Protestanten ihre Kirche, als Katholiken. Für viele katholische Christen war – anders als für die Protestanten – ihre Kirche noch ein Hort geistigen und zivilen Widerstands, wie auch die Wahlergebnisse von damals belegen. Und auch heute noch schrumpfen die evangelischen Gemeinden umfänglicher als die katholischen.

Wenn´s ums Geld geht, endet jede Freundschaft, heißt es. Folglich den Bettel hinschmeißen?

Ich möchte auf den eingangs zitierten Artikel von EUGEN PRINZ aus PI mit einem ausführlichen Zitat zurückgreifen:

„Haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, Ihren deutschen Pass abzugeben? Wenn wir in die deutsche Vergangenheit zurück blicken, finden wir allerhand, das dazu Anlaß bieten würde. Doch von den Auswanderern einmal abgesehen, kommt niemand auf den Gedanken zu sagen, „ich will jetzt kein deutscher Staatsbürger mehr sein“. Wir tun das nicht, weil wir uns mit unseren deutschen Wurzeln verbunden fühlen.

Ähnliche Wurzeln verbinden jedoch auch die Christen mit der Kirche, dieser über zwei Tausend Jahre alten Institution, die wie alles andere auch einem ständigen Wandel unterworfen ist. Und ebenso, wie derzeit die Bundesregierung unter Merkel Deutschland unendlichen Schaden zufügt, so fügt auch derzeit der Klerus der Institution Kirche immensen Schaden zu. Einer Institution, unter deren Banner unsere Ahnen gegen die Muslime gezogen sind, um das heilige Land zu befreien. Auch das gehört zur Geschichte der Kirche.

In 50 Jahren kann alles wieder ganz anders sein und das Pendel in die gegenteilige Richtung ausschlagen. Denn bis dahin wird dem Bodenpersonal Gottes das Wasser bis zum Hals stehen. Bedanken kann es sich nicht zuletzt dafür nicht zuletzt auch bei seinen Vorgängern, die gegenwärtig dem Islam in Deutschland den roten Teppich ausrollen. Nimmt dieser dann schließlich der Kirche die Luft zum Atmen, wird das Umdenken einsetzen.

Und dann werden sich unter dem Banner des Kreuzes die Christen wieder versammeln, um gemeinsam den Widrigkeiten zu trotzen, deren Genesis wir gegenwärtig miterleben müssen. Das Mutterschiff in Zeiten zu verlassen, in denen eine mächtige Flotte mit dem roten Halbmond an den Masten in den Häfen Deutschlands geankert hat, ist Sache des Verfassers nicht. Eine weit über tausend Jahre alte Tradition zu brechen, auch nicht. Und ja, das mag dumm sein, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.“

________________________

**) Kirchensteuer im beschriebenen Sinn gibt es nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

*****
*) „altmod“ ist Facharzt und Blogger (altmod.de) sowie regelmäßiger Kolumnist bei conservo
www.conservo.wordpress.com      15.12.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Christen, Islam, Kirche, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Ohne Moos nichts los – auch nicht bei den Kirchen

  1. Paul schreibt:

    Hallo altmod,
    das ganze Prozedere mit der Kirchensteuer könnte sofort abgeschafft werden, wenn der Staat der Katholischen Kirche den enteigneten Grund und Boden zurückgeben würde oder sie für die Enteignung entschädigen würde.

    Die Kirchensteuer wurde übrigens gegen den Widerstand der Kirche eingeführt, um die sozialen Dienstleistungen zu ermöglichen, die sonst vom Staat geleistet werden müssten. Dazu gehören auch Krankenhäuser, Altenheime und Kindergärten.

    Wenn jemand seine Kirchensteuern nicht mehr bezahlt, wird er aus der Kirche ausgeschlossen.
    Was passiert wohl demjenigen, der sich weigert die staatlichen Steuern zu zahlen?

    Es gibt für niemanden einen Rechtsanspruch auf eine Kirchenzugehörigkeit. Jeder, der sich die aus der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder einer anderen Organisation ergebenden Verpflichtungen nicht erfüllt, wird ausgeschlossen. Da gibt es zwischen Parteien, Vereinen, Glaubensgemeinschaften und anderen Organisationen keinen Unterschied.

    Herzlich, Paul

    Gefällt 1 Person

    • altmod schreibt:

      Hallo Paul,

      mit der Rückgabe der Grundstücke, die nach dem Reichsdeputationshauptschlus 1803 enteignet worden waren, ist das nicht so einfach. Der Freistaat Bayern wird gewiss nicht ein Drittel seines Landes abgeben wollen, wie auch andere Bundesländer oder der Bund insgesamt wohl nicht.
      Für eine endgültige finanzielle Auslösung wird von der Politik gewiss nicht das notwendige Geld bereitgestellt, denn man denkt ja kurzfristig in Wahlperioden und Haushaltsjahren. So sind etlich Vorstöße von Oppositionspolitikern im Bundestag bisher immer gescheitert oder schlicht ignoriert worden (Zusammenfassung hier: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/enteignung-der-kirchen-entschaedigungen-bis-in-alle-ewigkeit-12555649.html).
      Das mit den sozialen Dienstleistungen durch die Kirche ist eine Augenwischerei und Vortäuschung von Altruismus. Diakonie und Caritas etc. könnten auch ohne Kirchensteuer agieren. Die Leitungen von kirchlichen Krankenhäusern oder Altenheimen usw. operieren inzwischen genauso betriebswirtschaftlich mit Gewinnoption, wie ein privater Träger auch. Nach einem gedachten Wegfall der Kirchensteuer würde wohl kaum eine dieser Einrichtungen geschlossen werden müssen, auch wenn gern anderes behauptet wird.
      Wenn man die Kirchensteuerzahlung umgeht oder verweigert, wird man wie ein normaler Steuersünder mit Nachzahlungsforderungen und Strafe durch die Finanzbehörde verfolgt, man wird aber nicht automatisch aus der Kirche ausgeschlossen. Den Austritt muss man amtlich erklären (je nach Bundesland vor einem Amtsgericht, Ortsgericht oder Standesamt).
      Was ich in meinem Artikel auch herausstellen wollte: Nach römisch kirchenrechtlicher Auffassung zieht ein vor dem Staat (und damit vor der Landeskirche oder dem Bistum) erklärter Kirchenaustritt nicht zwangsweise eine Exkommunikation nach sich. Der Austritt erfüllt nach kanonischem Recht nicht den Tatbestand eines formalen Aktes des Abfalls von der Katholischen Kirche. Dass dies in Deutschland aber entgegen der römischen Auffassung anders gesehen wird, ist einmal mehr Ausdruck des deutschen „Sonderweges“.

      Herzliche Grüße

      Gefällt mir

      • Paul schreibt:

        Werter altmod,
        bis zu dem Link bin ich Ihrer Meinung. Da haben Sie mich richtig verstanden.

        Bezüglich der Finanzierung der Sozialeinrichtungen haben Sie übersehen, dass kirchliche Träger nicht die volle Kostenerstattung bekommen wie staatliche Einrichtungen. Sie müssen die Differenz zwischen Kosten und Erstattung immer durch einen Eigenanteil ausgleichen.
        Bei z.B. Tarifveränderungen gestaltet sich die Kostenübernahme oftmals sehr schwierig. Auch hier müssen oft Differenzbeträge durch den Träger übernommen werden.
        Dass in manchen Einrichtungen Überschüsse erzielt werden, liegt, wie auch bei anderen privaten Trägern daran, dass Vorgaben z.B.bei der Personalausstattung nicht eingehalten werden. Die staatlichen Kontrollbehörden sind durch eine mangelhafte Aufsichtspflicht beteiligt. Diese wird auch durch politische Verschränkungen begünstigt. Das ist für mich ein Ärgernis. Dies betrifft aber alle privaten Träger und nicht nur die kirchlichen. Mit der Kirchensteuer hat das nichts zu tun.

        Wenn Sie in einem Verein den Beitrag nicht bezahlen, werden Sie ausgeschlossen. Warum soll das bei einer Körperschaft öffentlichen Rechts anders sein.
        Ein Gänsewein ist noch nicht „römische kirchenrechtliche Auffassung“.

        Herzlich, Paul

        Gefällt mir

  2. oldman_2 schreibt:

    Nach Sichtung des Artikels auf pi-news habe ich einen Leserbrief an dessen Verfasser, Herrn Prinz geschrieben, der dort leider nicht mehr veröffentlicht werden konnte (Kommentare geschlossen).
    „Dass die Flutung Deutschlands mit Fremden von den deutschen kirchlichen Würdenträgern nach besten Kräften gefördert und deren Kritiker angegriffen werden, brachte den Autor an den Rand des Austritts. Aber man muss wissen, dass es auch Pfarrer und Pastoren gibt, die der Politik und dem Verhalten der Kirchenoberen genauso ablehnend gegenüber stehen, wie deren schärfste Kritiker…….. Das Mutterschiff in Zeiten zu verlassen, in denen eine mächtige Flotte mit dem roten Halbmond an den Masten in den Häfen Deutschlands geankert hat, ist Sache des Verfassers nicht. Eine weit über tausend Jahre alte Tradition zu brechen, auch nicht. Und ja, das mag dumm sein, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. “

    Danke, Herr Prinz für Ihren Artikel, geht mir ziemlich ähnlich. Gottseidank musste ich bisher keine Politpredigten vom örtlichen Pfarrer hören, und das obwohl der nicht aus Polen stammt. (Würde das Dilemma verschärfen.)
    Wenn viele hier uns für dumm halten , andererseits aber Sprüche ablassen wie „der gute Gott der katholischen Kirche hat kein Recht, uns Kosten von 50 Milliarden Euro aufzubürden“ (ist die Merkel-Bagage wohl der liebe Gott ?) oder die SPD mit der katholischen Kirche auf eine Stufe stellen „Manche Institutionen müssen weg, wenn dieses Land irgendwann wieder in einer normalen Spur laufen soll. Dazu gehören die Altparteien und die Amtskirchen.“ – zeigt dies nur das Ausmaß des Problems – mangelnde Reflexion.
    Herrschaften wie Marx und Wölki einerseits und den Evangelikalen Islamdialogisten muss man entgegentreten, keine Frage .
    Das Wie dürfen diese , zumal sie ausgerechnet Nietzsches blödeste Ergüsse – vielleicht erinnert sich jemand daran wie er endete – als Argument bringen, getrost uns überlassen.

    Gefällt 2 Personen

  3. gelbkehlchen schreibt:

    Das Heulen der Kirchenoberen mit den Wölfen, den Mächtigen, seit Konstantin: z.B. Wahlplakat von 1933:
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/reichskonkordat-pakt-zwischen-vatikan-und-ns-regierung-fotostrecke-110403-4.html

    Gefällt mir

    • oldman_2 schreibt:

      Liebes Gelbkehlchen bitte nicht böse sein,
      aber aus dem Wahlplakat der NSDAP und den von SPON (2013) so liebevoll dazuarrangierten diversen Konkordatsfotos nebst des Kladderadatsch die Zustimmung der damaligen katholischen Kirche zur Nazipolitik abzuleiten geht doch ein wenig zu weit.

      Der Vorgänger unseres fetten Münchner Kardinals Marx (nomen est omen) , Michael von Faulhaber war ein entschiedener Gegner der Nazis. „Die Nationalsozialisten hielten Kardinal Michael von Faulhaber für ihren Gegner, SA-Schläger suchten sein Palais heim. Für Papst Pius XI. entwarf Faulhaber die gegen die Nazis gerichtete Enzyklika „Mit brennender Sorge“, und er engagierte sich auch für eine Aussöhnung von Christen und Juden.“ SZ (auch so ein Lieblingsblatt von mir 15.10.2013).

      Interessant übrigens, 2013 scheint jemand die Kirche schon ganz besonders auf dem Kieker gehabt zu haben, und da hatten wir noch keine Migrantenschwemme .

      Gefällt 1 Person

  4. Gerd Taddicken schreibt:

    Warum keine neue christliche Kirche gründen?

    In dem von mir 2010 erworbenen Buch „Wie gründe ich eine Religion?“, steht auf Seite 13, es gibt weltweit 9.900 (!) Glaubensgemeinschaften. Da kommt es doch auf eine mehr oder weniger nicht an.

    Ich schreibe dies übrigens auch als „Kirchenflüchtling“ von 1970, als – nun vor fast 50 Jahren – ich die protestantische Kirche verließ. Mein Obolus floss danach in Umweltverbände und -Organisationen. Sie waren – wie Hubertus Mynarek seinerzeit schrieb – die Ökologische Religion.

    Ein Verbleiben in der Gemeinschaft der Christlich Gläubigen, um vor dem großen Knall per Ev./Kath. Kirche gewappnet zu sein, erschließt sich mir nicht. Scheint eher eine schwache Ausrede zu sein.

    Und von den verbeamteten Pastoren ist mir nur einer aus Bremen bekannt, der gegen die Flüchtlingsflut gegenanpredigte. Bei beiden Kirchen muckt fast keiner auf. Sie sind dort eben auch voll im Mainstream und halten sich an die Politically Correctness. Denn bei meiner ehemaligen „Protestantischen Heimatschutztruppe“ gibt Herr Bedford-Strohm die Marschrichtung an.

    Mit vorweihnachtlichen Grüßen

    P.S. Haben etliche der Klerikalen das mit dem „Die-Wange-hinhalten“ irgendwie falsch verstanden?

    XTRLO_11.27_15.Dez.18_Sa.

    +++

    Gefällt mir

  5. Pingback: Hetzjagd gegen die AfD | inge09

  6. ceterum_censeo schreibt:

    Anmerkung: “ …der stark vom Hl. Geist umwölkte Kardinal aus Köln seine spektakulären Flüchtlingsevents) gewiss nicht aus der eigenen Tasche bezahlt – ….“

    Ich schätze, daß es eher ein UNHEILIGER GEIST ist!

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.