Selbstzerstörung in der SPD: Genderkegeln bei Minister-Kandidaten

(www.conservo.wordpress.com)

Von Niki Vogt *)

Katarina Barley, bisher Justizministerin ohne bemerkenswertes Profil, aber wenigstens schon mal weiblich, wird die Führungsfigur der SPD im Europa-Wahlkampf. Dazu muss sie den Ministersessel allerdings räumen, und das stellt die SPD vor ein ernsthaftes Problem. Ein neuer Justizminister muss her.

Nicht, dass es keine Kandidaten gäbe. Aber wir leben in anderen Zeiten als früher. Da wurde der Beste für den Job gekürt. Der Beste hieß damals, jemand der a) vom Fach ist, b) sich darin als sehr kompetent erwiesen hat, c) der von der Persönlichkeit und der Autorität her sowie mit genügend Leistungswillen und -kraft die Sache auch stemmen kann und der d) auch in der Lage ist, seine Leute zu führen. Der oder die bekam den Posten.

Heute sind die am besten Geeigneten die, die dem umfangreichen Katalog der Political Correctness entsprechen. Hauptsache, kein alter weißer Mann. Selbst, wenn der die Idealbesetzung wäre, ist er nicht PC. Besser eine Frau, am besten jemand aus der Regenbogenwelt des Genderismus. Fachliche Eignung ist nur noch hübsches Beiwerk, aber nicht wirklich erforderlich.

Selbst bei „Germany‘s next Topmodel“, was sowas von schnurzpiepegal für den Rest der Welt ist, dass der berühmte Sack Reis dagegen schon als Topmeldung rangiert, wird eisenhart auf Eignung geprüft und körperliche Eigenschaftenbrutalst nach Marktwert benotet – jeder Fehler kann der letzte sein. Aber in der Politik, die das Leben von zigmillionen Menschen in hohem Maße beeinflusst, ist Fachkompetenz nachrangig. Hauptsache Gender.

Das bunte Treiben mutet schon abstrus an.

Der menschlich und fachlich geeignetste Kandidat wäre Thomas Oppermann, zur Zeit Bundestagsvizepräsident, heißt es überall in den Medien. Er genießt hohes Ansehen, kann gut mit allen, macht eine gute Figur in den Medien und verfügt über Ministererfahrung. Und er ist Jurist mit Erfahrung in verschiedenen Bereichen der Rechtspflege: Richter am Verwaltungsgericht Hannover und später am Verwaltungsgericht Braunschweig, Dann Rechtsdezernent der Stadt Hann-Münden. Herr Oppermann war im Kompetenzteam für den Bereich Innen- und Rechtspolitik unter Peer Steinbrück. Überdies bekleidete er mehrere Ministerposten. Ein Wunschkandidat, mit dem die SPD durchaus auch beim Wähler punkten könnte.

Thomas Oppermann geht aber nicht. Nicht, weil er irgendwo ein Bonbon geklaut hätte, sondern weil er ein weißer Mann ist. Wie nennt man sowas? Genau, Rassismus. Oder, etwas netter ausgedrückt: Quotenopfer.

Und nun fängt das Suchen an. Die SPD muss nach ihren eigenen Regeln ihre sechs Ministerämter in der zur Zeit amtierenden Bundesregierung nach den Kriterien der „Gendergerechtigkeit“ besetzen, und jetzt wird‘s lustig.

Es muss also eine Frau sein. Nun wäre da glücklicherweise eine, die passen würde. Eine Frau, Juristin, sogar promoviert. Zwar nie in Feld gewesen, sondern nach dem Studium gleich in die Politik gegangen. Nicht ganz so geeignet, aber akteptabel, wenn sie die nötige Persönlichkeit mitbrächte, was sie nicht tut. Es fehlt an politischer Sensibilität, heißt es. So engagierte sich Eva Högl etwas zu heftig für die Streichung des §291a (Abtreibungswerbung). Das kommt nicht so gut für eine Justizministerin, die da unparteiischer und objektiver sein muss. Insbesondere kommt sie da mit Teilen des Koalitionspartners CDU ins Gehege.

Aber das Ausschlusskriterium ist, dass Frau Högl die zweite Ministerin aus der Berliner SPD in der Koalitionsregierung wäre – und das geht nicht. Also: Frau Ja, sogar etwas Juristisches, ja, aaaaaber Berlin: NEIN.

Wen hätten wir denn da noch? Da sind noch zwei Damen, die zwar keiner kennt, aber egal.

Die eine ist sogar fachlich sehr geeignet. Stefanie Hubig ist Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz, eine promovierte Juristin und war „an der Front“: Sie war Richterin und Staatsanwältin in Ingolstadt. Später war sie im Bundesjustiz-ministerium, wo sie als Referentin anfing, dann Abteilungsleiterin und später Staatssekretärin. Sie hat Erfahrung in dem Gebiet und einen guten Ruf. Also eine geeignete Kandidatin.

ABER: Da spielt der hessische Landesverband nicht mit. Der ist nämlich der Menung, dass er lange genug übergangen worden ist und hat seinerseits eine Kandidatin aufgetrieben, von der zwar noch niemand was gehört hat… aber Frau, Juristin, Hessen = JA!: Nancy Faeser.

Sie ist auch Juristin, man sagt ihr überdies nach, „organisationsstark“ und „zupackend“ zu sein. Sie ist auch noch bei den „Sozialdemokraten in der Polizei“ und soll ein Faible dafür haben, sich mit Polizisten und Polizeiautos ablichten zu lassen. Sie scheint auch als Juristin einiges drauf zu haben, denn sie ist eine erfolgreiche Anwältin in der Großkanzlei Görg in Frankfurt. Die haben zwar auf ihrer Homepage zwei weiße Männer drauf, sind aber – laut eigener Auskunft – „bundesweit führend bei Insolvenz und Sanierung“.

Das passt. Die Frau ist klasse. Zuerst die SPD entweder von den beiden weißen Männern da vielleicht noch sanieren lassen, oder, wenn alles zu spät ist, die Insolvenz der Partei fachgerecht abwickeln. Der Letzte macht dann das Licht aus.

Nancy for Justizminister!

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(Quelle: https://dieunbestechlichen.com/2018/12/selbstzerstoerung-in-der-spd-genderkegeln-bei-minister-kandidaten/)

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Niki Vogt gehört zum Autorenteam des Blogs „Die Unbestechlichen“  (https://dieunbestechlichen.com), mit dem conservo in regem Artikel-Austausch steht.
www.conservo.wordpress.com     15.12.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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8 Antworten zu Selbstzerstörung in der SPD: Genderkegeln bei Minister-Kandidaten

  1. oldman_2 schreibt:

    Nun ja, aber was die liebe Frau Högl anlangt – ich erinnere, das ist die mit dem Ultrabetroffenheitssyndrom an Schulzens Seite –
    auf dieses Brechmittel kann man ja getrost verzichten. (Eva Högl: SPD-Politikerin lachte zur Terror-Ansprache von Martin Schulz – stern.de -u.a.). Ansonsten : das übliche Trauerspiel im Irrenland Deutschland.

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  2. calljonas schreibt:

    Das Leben überholt jede Satire.
    Fachanwalt für Insolvenz und Sanierung. Passt!

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  3. karlschippendraht schreibt:

    Bei den Spezialdemokraten spielt es absolut keine Rolle , wen sie ins Rennen schicken . Seit Maas wissen wir , dass diese Leute niemals die Absicht haben , geltendes Recht zu schützen , sondern es permanent zu brechen ! Und um geltendes Recht zu brechen , ist keine besondere berufliche Qualifikation nötig .

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  4. Pingback: Hetzjagd gegen die AfD | inge09

  5. gelbkehlchen schreibt:

    Der extreme Feminismus zerstört sich selbst. Beispiel: Sawsan Chebli. Sie will nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden, aber sie ist offensichtlich nur durch ihr Aussehen in ihr Amt gekommen. Und nicht durch irgendwelche Fähigkeiten. Beispiel:
    Bundespressekonferenz: Chebli gerät nach Frage zu Drohnenkrieg über Ramstein mächtig ins Straucheln

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Richtig, gelbkehlchen:

      Eien Probe ihrer ‚Fähigkeiten‘ gibt das Scheibli auf besagter Pressekonferenz!

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