„Hüten wir uns vor der Auflösung des klassischen Ideals von Ehe und Familie!“

(www.conservo.wordpress.com)

Valerio Bendetti im Gespräch mit David Berger

Gestern ist in Italien die neue Nummer der Monatszeitschrift „Il Primato Nazionale“ erschienen. Sie widmet sich dem „neuen Feminismus“ und dem Genderwahnsinn. Der bekannte Publizist Valerio Bendetti hat für diese Nummer ein Interview mit dem PP-Gründer David Berger geführt. Wir dokumentieren hier den Text in deutscher Übersetzung.

In Deutschland verursachte der Wahlerfolg der „Alternative für Deutschland (AfD)“ ein kleines Erdbeben. Die Wahl der AfD zur drittstärksten Partei im Bundestag hat die Machtverhältnisse in Frage gestellt und CDU und SPD zudem zu einer – diesmal sehr wackeligen – Neuauflage der „Großen Koalition“ gezwungen. Trotz des Vorwurfs, „fremdenfeindliche“ und „homophobe“ Positionen zu verteidigen, haben sich viele Homosexuelle dennoch dafür entschieden, die Partei zu wählen und zu unterstützen.

Unter ihnen ist der schwule Journalist und Aktivist David Berger. Der Theologe und Thomist Berger kann auf ein umfangreiches publizistisches Werk – unter anderem auch in maßgeblichen wissenschaftlichen und journalistischen Medien – verweisen. Derzeit betreibt er hauptsächlich seinen Blog Philosophia Perennis. Wurde er früher von der kirchlichen Hierarchie für seine Homosexualität kritisiert, so wird Berger heute von den LGBT-Lobbys für seine Mitgliedschaft in der AfD angegriffen, deren Mitvorsitzende zudem die Lesbe Alice Weidel ist.

Valerio Bendetti (Foto l.): Die sogenannten LGBT-Organisationen beanspruchen oft für sich, das Sprachrohr der Gesamtheit der homosexuellen Gemeinde zu sein. Was ist Ihre Meinung dazu?

David Berger: Das sind sie in keiner Weise. Diese Organisationen setzen sich – jedenfalls in Deutschland – aus drei Personengruppen zusammen:

1.) Homosexuelle, die mit ihrem Engagement Geld verdienen wollen (staatliche Zuschüsse für LGBT-Organisationen),

2.) Homosexuelle, die schon seit den 70er Jahren schwulenpolitisch aktiv und aufgrund ihres Lebensstils häufig verbitterte alte Männer sind und

3.) junge Homosexuelle, die Schwierigkeiten mit ihrer Homosexualität haben und diese mit ihrem Engagement zu verarbeiten suchen.

Dies hat dazu geführt, dass diese Organisationen seltsam schizophren sind: Da die linken Parteien die wichtigsten Geldgeber sind und sich früher intensiv für die Gleichberechtigung Homosexueller eingesetzt haben, sind die Mitglieder dieser Organisationen brave Schoßhündchen der Linken. Auf der anderen Seite sind es die Linken, die die Grenzen für die Islamisierung Europas geöffnet haben.

Mit der Islamisierung kehrt aber ein neuer fanatischer Homohass nach Europa zurück, die Gewalt gegen homosexuelle Männer in deutschen Großstädten wie Berlin und Köln explodiert. Und die Täter sind zu 95 % junge Männer mit muslimischem Kulturhintergrund. Das müssen und wollen die Homo-Verbände verschweigen, denn ihre Angst als „rechts“ oder „homohob“ bezeichnet zu werden, schaltet den gesunden Menschenverstand aus und opfert die eigenen Leute an die Messer der Immigranten.

Valerio Benedetti: Sie wurden wegen Ihrer Kritik an der gleichgeschlechtlichen Ehe und der schwul-lesbischen Adoption hart angegriffen. Sie wurden sogar als „homophob“ gebrandmarkt. Was ist ihr authentischer Standpunkt dazu?

David Berger: Ich war zwei Jahre Chefredakteur des größten Gay-Magazins Deutschlands („Männer“). Dort habe ich über einen jungen Libanesen aus Berlin berichtet, der mit 16 Jahren von seinem Vater – nach seinem Zwangsouting – mit Benzin übergossen wurde. Der Vater wollte ihn anzünden und rief dazu: „Allahu akbar“. Weil ich darüber detailliert berichtete, wurde ich von den Homoverbänden und der Deutschen Aidshilfe als „rechtspopulistisch“ und „islamophob“ beschimpft und später als Chefredakteur hinausgeworfen.

Dadurch wurde ich aber noch freier, Dinge wie den fanatischen Kampf für eine „Homoehe“ oder das Adoptionsrecht für Homosexuelle zu kritisieren. An den Vertretern der Homoehe in Deutschland hat mich vor allem gestört, dass sie die Homoehe aus lauter Verachtung für die klassische Ehe einführen wollen, deren Ideal ihnen verhasst ist. Sie erhoffen sich dadurch eine Auflösung des klassischen Ideals von Ehe und Familie. Ich bin aber dankbar dafür, dass ich gesund in einer solchen klassischen Familie mit Vater und Mutter aufwachsen konnte. Und ich will nicht, dass das anderen Kindern aus ideologischen Gründen verwehrt wird.

Die Zahl psychisch labiler Jugendlicher und junger Erwachsener, die in der „queeren“ Welt aufwuchsen, ist jetzt schon riesig. Kinder sind – wie Michel Houellebecq immer wieder betont – die Zukunft unseres Vaterlandes, sind die Zukunft des Abendlandes. Ihr Wohl bzw. ihre gesunde Entwicklung zu starken Persönlichkeiten muss an erster Stelle stehen, nicht die Ideologien und Egoismen einzelner.

Valerio Benedetti: Stellen die Extrempositionen der Dritte-Welle-Feministen ihrer Meinung nach eine Gefahr für die berechtigten Ansprüche der Homosexuellen dar?

David Berger: Ja, weil sie auch zugleich Open-Border-Aktivistinnen sind und dadurch dafür kämpfen, dass Millionen an fanatischen Antisemiten und Homohassern nach Europa kommen. Und auch deshalb, weil sie Teil der „linksqueeren Bewegung“ (Judith Butler) sind: Diese vertritt die These, dass unser Geschlecht und damit auch unsere geschlechtliche Orientierung nicht biologisch angeboren, sondern rein soziologisch anerzogen sind.

Wenn das so ist, fehlt das wichtigste Argument, mit dem man sich zurecht gegen die Kriminalisierung von Homosexualität gewendet hat: Sie ist angeboren, genetisch bedingt. Übrigens sínd Transsexuelle in der Regel die härtesten Kritiker der Genderideologie und des damit verbundenen Feminismus: Denn wenn Mann- und Frausein reine Kopfsachen sind, wird ihnen keine Versicherung bzw. Krankenkasse mehr eine Um-Operation finanzieren.

Valerio Benedetti: Viele Schwule und Lesben wählen und unterstützen die AfD. Warum wird also die Partei als „homophob“ herabgesetzt? Geht es um reinen „Medienterror“ oder steckt etwas anderes dahinter?

David Berger: Das war im Herbst 2017 ein echter Schock für die LGBT-Verbände, als über eine Umfrage herauskam, dass überdurchschnittlich viele homosexuelle Männer die AfD in Deutschland bei der Bundestagswahl wählen werden. Ein ähnliches Phänomen haben wir auch in Frankreich (Front national).

Als homophob wird die AfD von den Mainstreammedien eingeschätzt, weil viele ihrer Mitglieder die Einführung einer Homoehe (es gab ja schon die eingetragene Lebenspartnerschaft) als überflüssig, die Adoption von Kindern durch Homosexuelle als bedenklich eingestuft haben. Das kümmert aber die homosexuellen AfD-Wähler nicht wirklich.

Sie sagen immer wieder: „Was haben wir von der Homoehe, wenn wir gleichzeitig islamisiert und dann als verheiratetes Paar nach Scharia-Recht vom Hochhausdach geworfen und gesteinigt werden, wie dies in islamischen Ländern üblich ist und in London bereits von Muslimen angekündigt wurde?“

(Quelle: https://philosophia-perennis.com/2019/01/09/hueten-wir-uns-vor-der-aufloesung-des-klassischen-ideals-von-ehe-und-familie/)
www.conservo.wordpress.com     9.1.19

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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9 Antworten zu „Hüten wir uns vor der Auflösung des klassischen Ideals von Ehe und Familie!“

  1. Karl Schippendraht schreibt:

    Mitunter gewinnt man bei einigen Zeitgenossen/Innen den Eindruck , dass es sich um eine ganz spezielle Züchtung handelt – ich nenne sie mal “ Polit-Schwule “ . Das sind – nach meinem persönlichen Eindruck – Menschen , die mit völlig normaler sexueller Veranlagung geboren wurden
    und aus reiner linksgrüner Ideologie sich selbst zu lesbischer oder homosexueller Lebensweise zwingen . Ich hielt sowas anfangs auch für unglaublich , aber sowas gibt es wirklich .
    Andererseits : Seit ich Alice Weidel kenne hat sich meine Sichtweise auf Lesben und Schwule etwas verändert . Kampflesben und männliche Tunten mag ich trotzdem nicht .

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    • conservo schreibt:

      Ja, Karl, Du triffst genau meine Empfindung.

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Volle Zustmmung, Karl!

      Ich meinerseits kann, mit Verlaub, mit dem ‚Schwulenkram‘ auch nichts anfangen. Ich habe auch zuweilen genau dieselbe Vermutung daß dies Phänomen maßlos instrumentalisiert und das ‚Schwulsein‘ geradezu wie eine Monstranz vor sich her getragen wird.

      Dabei hätte ich im Prinzi nicht dagegen, wenn jeder der das unbdingt braucht im stillen Kämmerlein seinem ‚Hobby‘ nachgeht, ABER: was ich absolut nicht mag, wenn das in geschmackloserweise in der Öffentlichkeit ausgebreitet werden soll oder gar mir selbst als ‚Lebensform‘ augezwungen werden soll!

      Und genau das geschieht doch seit langen in diesem Irrsinsstaat von seiten der Linksrotgrünversifften mit ‚wachsender Begeisterung‘ und sogar unsere Kinder resp. Einkelkinder werden schon in der Schule, ja im Kindergarten (sh. z.B. Grünsiff – Ba-WÜ), mit diesem Dreck beworfen und indoktriniert!
      Und wie richtig gesagt all das ist doch Mittel zum Zweck der Zerstörung unserer gewachsenen und originären Lebensformen, wie Ehe und Familie.

      Gut, auch ich empfinde für Alice Weidel angesichts ihrer klugen Aussagen und Reden im Bundes – Kasperl – Theater eine gewisse Hochachtung.

      Aber ansonsten:SCHWUL – NEIN DANKE!

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  2. Artushof schreibt:

    China (und nicht nur China) kann mit 5G Städte zu Waffen machen

    Niki Vogt
    9. Januar 2019 Allgemein,
    EILMELDUNG: Das spielt sich jetzt tatsächlich hinter den Kulissen in Deutschland ab! Capitol Post deckt auf …

    China versucht, sich in der Entwicklung und Installierung von 5G eine „Pool-Position“ zu erkämpfen und die Führungsrolle zu übernehmen. Der ehemalige US-Luftwaffengeneral Robert Spalding sieht hier eine große Gefahr lauern. Seine Bedenken hatte er schon im Januar 2018 angemeldet und ein Memo veröffentlicht, indem er forderte, die US-Regierung müsse die Entwicklung des nationalen 5G-Netzes übernehmen. Er war damals nicht autorisiert, dieses Memo in die Öffentlichkeit zu geben und musste daraufhin seinen Sitz im nationalen Sicherheitsrat räumen. In diesem Memo hatte Spalding eindringlich davor gewarnt, dass eine fremde Macht sehr einfach via 5G umfassende technische Möglichkeiten habe, das Leben in einer Stadt vollkommen in den Griff zu bekommen – oder eben auch ins Chaos zu treiben.

    Die 5G-Netze kann man untereinander verbinden – und damit Milliarden von Geräten, die man über dieses Netz nach Belieben ansteuern und lenken kann. Spalding sieht damit – zu Recht – die Möglichkeit für einen Feind, eine Stadt unter seine komplette Kontrolle zu bringen. Die verschiedenen Geräte, zum Beispiel in naher Zukunft selbstfahrende Autos, Operationsroboter, Kraftwerke, aber auch die Kommunikation der Polizei, Sicherheitskräfte, Feuerwehr und Notärzte untereinander wären für jeden Sabotageakt offen und die Kontrolle könnte in so einem Fall auch nur schwer zurückgewonnen werden. Daher plädierte Robert Spalding entschieden dafür, dass die US-Regierung von vorneherein die Kontrolle und Aufsicht über die 5G-Entwicklung, Sendemasten und Geräte und deren Installation hat.
    Doch Gesetzgeber und Mobilfunkunternehmen lehnen diesen Vorschlag ebenso entschieden ab. Die Rechtslage ist auf ihrer Seite: Unzulässige Eingriffe in die Privatwirtschaft.
    Aber General Spalding gibt nicht auf und meldet sich erneut zu Wort. In einem Interview mit Bloomberg malte er vor wenigen Tagen die erschreckenden Aussichten aus, die ein vom Feind kontrolliertes 5G-Netz einer Stadt diesem bieten würde. Es wäre ein Leichtes, eine ganze Stadt, ja eine ganze Nation in Geiselhaft durch ihre eigenen Geräte und Kommunikationsmittel zu nehmen – und der Feind ist gleichzeitig unangreifbar. Die Stadt selbst würde damit zur Waffe des Feindes.
    „Je vernetzter wir sind, und 5G wird uns mit Abstand am meisten verbinden, desto anfälliger werden wir“, sagte Spalding.
    An der Entwicklung von 5G-Netzwerken, die schnellere Verbindungen als der derzeitige Mobilfunkdienst der vierten Generation bieten, arbeiten zur Zeit verschiedene kommerzielle Anbieter. Ziel ist es, drastisch höhere Geschwindigkeiten, das Zehn- oder Hundertfache der jetzigen Datengeschwindigkeiten, zu erreichen. Der Individualverkehr ist ja sowieso schon auf der Liste der Dinge, die es in der schönen, neuen Welt nicht mehr geben soll. Mit 5G wird man selbstfahrende Kabinen oder Autos oder Buslinien leicht steuern können und über alles die Kontrolle ausüben und überwachen.
    Spalding zeichnet in seinem Memo eine Zukunft, in der China das globale 5G-Netz unter seine Herrschaft gebracht hat. Tatsächlich sticht China mit seiner schon hochentwickelten und ausgetesteten 5G-Netzwerktechnologie durch seinen Dumpingpreis alle anderen Hersteller aus. Die anderen Anbieter sind schlicht und einfach nicht in der Lage, mit den vom chinesischen Staat hoch subventionierten Angeboten von Huawei und dem chinesischen Hersteller ZTE Corp. zu konkurrieren. Die chinesischen Firmen könnten bestimmte Geräte zum Beispiel mit einer kaum auffindbaren Schnittstelle produzieren und ausliefern, über die China von außen spielend leicht in die Netze eindringen und die Gesamtkontrolle übernehmen kann.
    Spalding sieht nicht ganz zu Unrecht einen Plan dahinter: „Sobald China den Markt für mit dem Internet verbundene Geräte beherrscht, wird es in der Lage sein, ‚Städte zu Waffen umzuprogrammieren’“, mahnt Spalding in seinem neuen Memo: „Denken Sie an selbstfahrende Autos, die plötzlich ahnungslose Fußgänger niedermähen. Denken Sie an Drohnen, die in die Lufteinlässe von Flugzeugen fliegen.”
    Das ist noch recht konservativ-mechanisch gedacht. Da sind noch viel perfidere Möglichkeiten denkbar. Angefangen damit, dass das Klimatisierungssystem großer Gebäude einfach ausgestellt oder auf viel zu hohe oder niedrige Temperaturen geregelt werden kann, während gleichzeitig alle Ausgänge verriegelt werden und die eingeschlossenen Menschen weder Wasser noch Frischluft haben, noch erträgliche Temperaturen – bishin zum bewussten Herbeiführen eines Supergaus in Atomkraftwerken. Aber schon der Ausfall des gesamten Ampelsystems führt in einer Großstadt zum flächendeckenden Stau und nichts geht mehr. Auch Krankenhäuser lassen sich durch das Abdrehen von Strom, Klimanlage und Wasser zu Todesfallen umwidmen. Oder die U-Bahnen dutzendweise mit voller Geschwindigkeit ineinander krachen zu lassen, drei Tage weder Strom noch Wasser für die Stadt – und man hat ein flächendeckendes Untergangs-Endzeitszenario mit marodierenden Banden, Krieg um Wasser und Nahrung und Zigtausend Toten.
    In Deutschland hat das Büro für Technikfolgenabschätzung im Auftrag der Bundesregierung eine Studie zum Thema „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung“ erstellt. Nach schon zwei Tagen wird das Chaos zu Apokalypse. Nichts wäre leichter, als diese Infrastrukturen der „modernen Gesellschaft“ lahmzulegen. Und diese Studie ist aus dem Jahr 2010, wo diese Abhängigkeit von Steuertechnik und Gerätevernetzung noch relativ gering war im Vergleich zu heute… und ganz besonders im Vergleich zu einer per 5G und „Internet of Things“ vernetzten Infrastruktur in zwei bis drei Jahren.
    Daher sollte, wie General Spalding in seinem Interview sagt, das 5G-Netzwerkes in den folgenden drei Jahren mit einer implementierten Technologie aufgebaut werden, die die Netzwerkgeräte ständig überwacht und „sie vom Gegner isoliert, wenn sie infiziert werden“. Das Monitoring des Netzes müsse sich auf Verschlüsselung sowie eine sichere Lieferkette stützen, sagt Spalding – und das bedeute eben, die chinesischen Anbieter Huawei und ZTE zu verdrängen.
    Im Oktober 2018 erklärte ein australischer Spionagechef – der Generaldirektor des Australian Signals Directorate, Mike Burgess -, dass seine Cyber-Experten die Forderung der Regierung im letzten August unterstützt haben, Huawei und ZTE vom Aufbau des 5G-Netzwerks in Australien auszuschließen.
    „Meine dringende Empfehlung war, Hochrisiko-Anbieter komplett von der Entwicklung der 5G-Netzwerke auszuschließen“, sagte Mike Burgess und fügte hinzu, „die Unterscheidung zwischen ‚Kern‘ und ‚Rand‘ gibt es in 5G-Netzwerken nicht mehr. Was bedeutet, dass, wenn es irgendwo im riesigen Netzwerk eine einzige, potenzielle Bedrohung gibt, das eine Bedrohung für das gesamte Netzwerk ist „. Vereinfacht: Hat der Feind irgendwo in einem Altersheim einen Toaster installiert, der in der Lage ist, Befehle und Signale in das Gesamtnetzwerk zu senden, kann alles übernommen werden. Und zwar blitzartig. Wunderbare Aussichten für Terror.
    Mike Burgess: „Die 5G-Technologie unterstützt die Kommunikation und Netzwerke, auf die sich die Australier täglich verlassen, von unseren Gesundheitssystemen und den möglichen Anwendungen der Fernoperationen über selbstfahrende Autos bis hin zum Betrieb unserer Strom- und Wasserversorgung. Die Risiken könnten nicht höher sein.“
    Das ist alles wahr und richtig. Nur sind es ja nicht nur die Chinesen, die diese 5G-Technik entwickeln, sondern auch die Amerikaner. Und die können demzufolge dasselbe tun, was sie den Chinesen gerade unterstellen. Jeder Hersteller dieser Technik hat die Möglichkeit dazu, wenn er will, Eingangspforten in die 5G-Netzwerke zu bauen und sie im Ernstfall zu nutzen. Die Amerikaner werden das genauso machen.
    Dass man in den USA keine moralischen Probleme mit der Anwendung von 5G gegen Menschen hat, ist schon erwiesen.
    Das von der Wellenlänge her knapp unterhalb der Mikrowellenstrahlung arbeitende 5G ist nämlich in den USA als Waffe zur „Crowd Control“ (also zur Beherrschung von revoltierenden Menschenmassen) weiterentwickelt worden. Das heißt in diesem Bereich „Active Denial System“ (ADS) und ist ein modernes Waffensystem des US-Militärs. Es hat allerdings eine höhere Energiedichte, als die normale Mikrowelle. Die freigesetzte Energie soll nur ca. 0,4 Millimeter in die Haut eindringen und die Wassermoleküle in der Haut innerhalb von Sekunden auf ca. 55 Grad aufheizen, was von der angegriffenen Person als brennender Schmerz empfunden wird und sie in die Flucht schlägt. Bei 55° C hat man durchaus schon Verbrennungen ersten Grades, was bei einer betroffenen, großen Hautfläche auch gefährlich wird.
    Laut Wikipedia wurde „ADS in den 1980er-Jahren von der US-Luftwaffe (Air Force Research Laboratory) und dem Joint Non Lethal Weapons Directorate mit einem Aufwand von mehr als 51 Millionen Dollar entwickelt. Ungefähr neun Millionen Dollar des Investitionsvolumens gingen in die Erprobung am Menschen, mit der man im Jahr 2000 auf der Air-Force Basis Kirtland begann. Das ADS wird heute von dem Rüstungskonzern Raytheon im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickelt. In Zukunft sollen die derzeit aufgrund der Größe und Masse noch auf Fahrzeugen montierten ADS-Systeme weiter verkleinert werden. Geplant ist die Entwicklung von angepassten Systemen für den Einsatz auf See sowie die Aufstandskontrolle aus der Luft.

    Hier ein Video zu so einem Test. Welche Stärke dabei eingestellt worden ist und wieviele Sekunden lang die Strahlung einwirkte, wissen wir nicht. Aber Fakt ist, dass man die Strahlung auch stärker und länger einwirken lassen kann, also Menschenhaut verbrennen kann.

    Apropos „aus der Luft“: Es gibt Berichte, denen zufolge bei einem Testlauf in Den Haag mit 5G Hunderte Vögel tot von den Bäumen gefallen sein sollen. Das wurde zwar offiziell dementiert, die toten Stare wurden im Huygenspark unmittelbar nahe dem Testgelände säckeweise eingesammelt.
    Schon eine tolle Sache, das schicke 5G.

    Aufwachen ————–Stellung beziehen—————

    Direkte Demokratie JETZT

    Dichte Grenzen SOFORT

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  3. Artushof schreibt:

    Teil 2

    Wie lange Noch?
    Humanistisches Manifest

    Von
    Hans Baum

    Bei diesem Helotismus der Berufenen kann man vom Volk nicht erwarten, daß es von selbst in einen lebendigen Ordo hineinwachsen soll. Aber auch die noch immer erfreulich große Schar derer, die sich trotz alledem unerschütterlich zur Humanitas bekennen, findet den Weg nicht zum Herzen des Volkes. Was hat das Volk schon davon, wenn man irgendwo auf einer ihm nicht zugänglichen Ebene „Humanismus“ zelebriert, Bücher prämiiert, Preise verleiht, Routineehrungen veranstaltet? Bei solchem Tun bleibt es unberührt von dem Atem des Geistes, der es wieder ins Leben zurückrufen könnte. Statt dessen verkümmert jeglicher Humanismus in der Exklusivität seiner Interpreten, wird Philosophie oder Kunst, wo er doch aus Kunst und Philosophie als ein 1 e b en di g es Tun hervorgehen sollte. Denn jeder Humanismus ist zugleich p r a k t i s c h e r Humanismus, oder er bleibt eine taube Ähre. Wer nicht selbst an der Front der Humanitas steht oder wenigstens lange genug gestanden hat, verdient nicht den Ehrennamen „Humanist“. Im Bereich der Humanitas stellt der geistige Mensch nur dann die oberste Instanz dar, wenn er den Humanismus dialektisch betreibt, d. h. in Theorie u n d Praxis. Albert Schweitzer wäre entweder ein wenig bekannter Bücherschreiber oder ein kaum bekannter Negerdoktor, wäre er nicht vom Beginn seines Wirkens an als Exponet eines dialektischen Humanismus in die Erscheinung getreten. In dieser Doppelfuge der Kräfte allein liegt das Geheimnis seiner Persönlichkeit und seines Erfolges im Bereich des Humanitären. Wo aber bleibt die Nachfolge all der Diskutierenden in Klubs, Akademien, Besinnungs- und Humanisierungsklausuren? Wo bleibt die so dringend gerufene T a t ?
    2

    Wo bleibt der Mut zur Demut, aus dem die befreiende Tat erwachsen kann? Wo bleibt vor allem die geistige Weite, die zur Koordination des Tuns erforderlich wäre? Wo eine befriedigende Antwort auf diese Frage ausbleibt, erweist sich Kritik als Nörgelei, Forderung als Überforderung, besseres Wollen als Besserwisserei. Es soll schon an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß die CHS ihrem Namen -Christlich Humanitäre Sammlung — und ihrem Wesen nach als Gefäß eines dialektischen Humanismus in die Erscheinung tritt und daß sie in Zukunft jeden beim Wort zu nehmen gedenkt, der sich zum Wort gemeldet hat. Der Funktionär ist eine Erscheinung des abartigen Staates, mag dieser sich als Diktatur oder als „Demokratur“ vorstellen. Wie die erstere eine Abartigkeit des väterlichen Staates bezeichnet, soll mit der letzteren eine Vokabel für den abartigen „St a a t in Fr a t er n i t ä t“, für die entartete Demokratie, in die vorliegende Auseinandersetzung eingeführt werden. Nachdem nun der Funktionär ein wesentlicher Faktor im Gefüge unserer heutigen Demokratie ist, andererseits aber für die Bundesrepublik Deutschland nicht die vereinfachende Bezeichnung einer Demokratur zutreffend wäre, ist eine dialektische Analyse der zeitgemäßen Staatsformen unerläßlich.

    Direkte Demokratie JETZT
    Dichte Grenzen SOFORT

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  4. Artushof schreibt:

    Teil 3

    Wie lange Noch?
    Humanistisches Manifest

    Von
    Hans Baum

    Die Als-Ob-Demokratie als opportunistische Scheinlösung

    Ein Staat ist Diktatur geworden, wenn in ihm die Freiheit, und mit ihr die Macht, zum Vorrecht entartet ist. Als „Demokratur“ wäre dagegen jener staatliche Zustand zu bezeichnen, der sich aus der völligen Nivellierung der Freiheit ergibt, gleichgültig, ob diese nur auf dem Papier steht oder, als Übergang zur Anarchie, tatsächlich Faktum geworden ist. Monarchie und Demokratie stellen die beiden Positionen des natürlichen Staates in monomaner Vereinzelung dar. Demokratie erwächst aus der Monomanie der Fraternität, Monarchie aus jener der Paternität. Ihre Synthese bildet der Staat in Familität. Monarchie und Demokratie erscheinen dem modernen Staatsdenken als die Aufeinanderfolge von Frühform und Spätform staatlicher Entwicklung. Diese A u f f a s s u n g ist f a 1s c h ! Sie beruht auf der Tatsache, daß bis zum heutigen Tag kein Beispiel einer d i al e k t i s c h e n Synthese beider Formen vorliegt, d. h. daß die Bewußtseinslage zu keiner Zeit jenen Reifegrad erreicht hat, der diese Synthese ermöglicht hätte. Mag im wesentlichen die Demokratie jeweils als Spätform eines geschlossenen Kulturkreises in Erscheinung treten, mag sie das Mündigwerden eines Staatsvolkes irgendwie ankündigen: Spätform im Sinne von vollkommener Endform — soweit man hier von Vollkommenheit überhaupt reden kann — ist die Demkoratie keineswegs. Sie ist n u r Position und als solche so unerlöst und unvollkommen wie die Monarchie. Diese Unerlöstheit ist ja gerade das Übel unserer Tage. Unser Bewußtsein irrt noch unter den Ruinen einer vergangenen Epoche umher. Die „Neuzeit“ ist total veraltet, sie ist vorbei. W i r haben sie nur noch nicht überwunden, aus unverschuldeter Blindheit und aus unverantwortlicher Trägheit. Es ist allerhöchste Zeit für uns, beiden Tatsachen positiv Rechnung zu tragen. Dir entelechial bestimmte und der sich faustisch selbst bestimmende Mensch gaben zwei Epochen das Gesicht. An uns ergeht der geschichtliche Auftrag, endlich die S y n t h e s e z u v o l l z i e h e n . Was im politisch staatlichen Bereich rings um uns geschieht, sind nichts als be- dauerliche Rückfälligkeiten, von alten Männern praktiziert, die sich nicht aus ihrem 3

    Jahrhundert zu lösen vermögen. Wir sind ihnen darob nicht gram, aber sie sollten Platz machen, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Diese Erfüllung steht kurz bevor. Es ist unsere Schuld, daß sie so lange auf sich warten ließ; denn niemand darf ein Steuer aus der Hand geben, bevor nicht eine andere Hand darnach gegriffen hat. Damit ist beileibe nicht das sog. „Altersproblem“ angesprochen. Die „alten Männer“ gehören allen nur möglichen Lebensaltern an; was überaltert ist, das ist lediglich ihre Bewußtseinslage. Diese zu verjüngen, ist ja ein Hauptanliegen dieses Manifests. Über Wesen und Struktur des Staates in Familität wird eine der nächsten Grundsatzschriften der CHS Aufschluß geben. Soviel sei nur jetzt schon angedeutet, daß im dialektisch geformten Staat das denkbar geringste Maß an Machtverdichtungen, eine natürlich differenzierte Freiheit, eine der Humanitas nachgeordnete Gerechtigkeit, ein wiedererwachtes staatliches Ethos und ein Höchstmaß von Freiwilligkeit seiner Bürger ihre natürliche Garantie finden werden. In der Demokratur wird die Freiheit zum Spielball a 1 l e r. Da dieser Zustand in kurzer Zeit zur Anarchie führen müßte, ist in den sog. freiheitlichen Verfassungen dafür gesorgt, daß jedem Ausbruch eines scheinhumanitären Pathos der schützende Damm eines nüchternen Nachsatzes beigesellt ist, so daß die Linke nimmt, was die Rechte allzu verschwenderisch ausgestreut hat. Dieser von vielen kaum bemerkte Trick macht es möglich, Demokraturen als Demokratien zu deklarieren, wobei es sich zum Schluß weder um die eine noch um die andere handelt. Was nach einer solchen Manipulation übrigbleibt, ist ein Konglomerat aus ehrlichen Absichten und pfiffigen Unterschiebungen. Wir nennen dieses Gebilde künftig die „Als-ObDemokratie“ oder kurz einen „Demokratismus“. Wo ein anerkanntes Provisorium vorliegt, dem wenigstens der Keim einer künftigen entelechialen Erfüllung mitgegeben worden ist, ist die „Noch-Nicht -Demo -kratie“ als zutreffender Ausdruck am Platz. Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich noch immer im „Statu nascendi“ einer Demokratie. Wenn ihr nicht bald frisches Blut zugeführt wird, besteht die Gefahr, daß sie vom Stadium des Embryos ohne Übergang in das der Vergreisung hinüber-gleitet. Das aber muß vermieden werden. Ein weiteres Kennzeichen des Demokratismus ist die H e r r s c h a f t der Zahl, die mit der Herrschaft der Funktionäre identisch ist. Jede Partei existiert aus der Notwendigkeit heraus, daß sie die Freiheit ihrer Funktionäre einschränkt. Täte sie das nicht, wäre sie nicht Partei. Bestreitet sie diese Tatsache, so ist dies weiter nichts als eine der unguten Flunkereien, die alle Als-Obs umgeben wie der Rauch die Zigarre. Bei näherem Zusehen bleibt auch hier am Ende nur — Asche übrig. Eine staatliche Grundordnung nun, die einen Funktionär einerseits als Vertreter des ganzen Volkes ausgibt, während er dies als Exponent einer Partei zwangsläufig niemals sein kann, selbst wenn er es wollte, — eine solche Grundordnung ist in sich unwahr. Parteien wiederum verlören ihren Sinn, wenn sie sich der Ungewißheit aussetzten, welche von ihnen legitimierte Insubordinationen der Funktionäre hervorrufen würden. Dies brächte ihr Kontokorrent derart durcheinander, daß ihnen zuletzt nur noch die Einsicht verbliebe, die Demokratie könnte auch ohne Parteien bestehen, am Ende überhaupt erst — entstehen. Wir Deutschen machten in diesem halben Jahrhundert unsere Erfahrungen, sowohl mit der Als-Ob-Demokratie wie mit der Als-Ob-Monarchie, der Diktatur. Was haben wir aus ihnen gelernt?
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    Wie der Augenschein beweist, opfern wir heute beiden Götzen, wobei wir die Größe des Opfers keineswegs im Verhältnis 1:1 erkennen. Einer kaum um ihre Tarnung bemühten Diktatur im Osten Deutschlands steht immerhin eine um ihre und ihrer Bürger Freiheit besorgte westliche Noch-Nicht-Demokratie gegenüber, die jedoch — und das sollte man keinen Augenblick übersehen — weit mehr aus der Anständigkeit ihrer Funktionäre als aus ihrem inneren Wesen heraus Anspruch auf diese Bezeichnung erheben darf. Überhaupt muß eindeutig zum Ausdruck gebracht werden, daß eine dialektische, d. i. realistische Analyse des westdeutschen Demokratismus nicht einfach einer menschlichen Verurteilung seiner Begründer und Vertreter gleichgesetzt werden darf. Diese waren und sind in erster Linie Exponenten der Masse, der Restideologien, der Meinungen sowie eines sie mißbrauchenden Willens zur Macht, von dem sich auch die westlichen „Befreier“ nicht von selbst zu befreien beabsichtigen. Man darf die Tragik nicht übersehen, welcher Persönlichkeiten aus allen Parteien ausgesetzt sind, die gerade um der Erhaltung der Freiheit willen in der Bank der Funktionäre sitzen, um ihren Platz wenigstens einem Funktionär aus Passion oder gar aus Leidenschaft möglichst lange vorzuenthalten. Auch darf man nicht über Einzelbemühungen hinwegsehen, von Fall zu Fall der Koordination eine Bresche zu schlagen. Berechtigen solche Feststellungen aber, die Gefahr gering zu schätzen, die im System des Demokratismus eo ipso gegeben ist? Eine Gefahr, die gerade dem „halbstarken“ und halbgebildeten Restideologen als Lockung erscheinen muß? Man muß ja nicht immer Hitler heißen oder sein, um der Labilität und Inkonsequenz einer halbstark en Demokratie eine Chance abzugewinnen. Darum muß man den Anfängen wehren, indem man nicht nur einer halben, sondern der ganzen Wahrheit ins Gesicht sieht und rechtzeitig schon aus ihr die Folgerungen Zieht.

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