Robert Menasse von Köpenick: EU-Werbetexter, so korrupt wie die EU selbst

(www.conservo.wordpress.com)

Von Aaron Scholl 

Nun hat er sie also, die Carl-Zuckmayer-Medaille und die 30 Liter Nackenheimer Wein, die das Land Rheinland-Pfalz als höchste Auszeichnung für Literaten bereithält.

Und das ist nicht gut so! Es ist eine Sache, zu betrügen und dabei erwischt zu werden. Es ist eine andere Sache, eine viel schlimmere nämlich, wenn man dem ertappten Betrüger anschließend auch noch den roten Teppich ausrollt.

Den Teppich, auf dem er an der Seite von Ministerpräsidentin Dreyer und Schwester Eva zur Verleihung eines Staatspreises schreiten darf. In der Affäre Robert Menasse geht es nicht um Klitteratur alleine. Es geht darum, wie der Zweck der Schaffung des EU-Zentralstaats jedes Mittel heiligt, wenn es nur der angeblich so guten Sache dient.

Anders als bei Menasse soll es aber hier zuvorderst um die Fakten gehen.„Der Europäische Landbote“, Auftragswerk sponsored by Novomatic

Die Fakten zu Menasse sollen mit seinem Essay „Der Europäische Landbote“ beginnen. Dieses Buch wird am 26.09.2012 an einem bemerkenswerten Ort vorgestellt, nicht in einem Wiener Kaffeehaus, auch nicht in einer ehrwürdigen Buchhandlung, sondern im „Novomatic-Forum“ Gumpoldskirchen. [1]

Das klingt nicht nach Literatur. Das klingt nach Geschäft. Es ist ein Geschäft!

Offizieller Sponsor dieses Buches ist nämlich ein exportstarker österreichischer Glücksspielkonzern namens Novomatic. Dessen Gründer und Alleininhaber, Johann Graf, ist zu diesem Zeitpunkt zufällig der reichste Österreicher. Das Grußwort des Novomatic-Managers Franz Wohlfahrt endet mit folgendem Satz:

„Durch seinen Einsatz fördert er die Stärkung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und ein Umdenken zur nachnationalen Demokratie.“

Neben seiner unbändigen Leidenschaft für belanglose Literaten ist Franz Wohlfahrt durch die Novomatic-Affäre einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. In die war auch der berüchtigte „schöne Karl-Heinz“ Grasser als vermeintlich korrupter Finanzminister verwickelt. Es ging um eine Gesetzesänderung zur Aufweichung des Glücksspielmonopols zu Gunsten von Novomatic. [2]

Novomatic betätigt sich offenbar intensiv in der Pflege eines vorteilhaften politischen Umfelds. Neuzugang bei Novomatic war 2018 übrigens Eva Glawischnig, die damit einen nahtlosen Übergang aus ihrer Position als Bundessprecherin der Grünen in die österreichische Privatwirtschaft meisterte. Diese Aktivitäten wurden durch das Menasse-Sponsoring auch auf das literarisch-kulturelle Umfeld ausgedehnt: Rent-a-Writer.

Mit Johannes Hahn hat es ein ehemaliger Novomatic-Manager übrigens bis zum EU-Kommissar für „Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen“ gebracht. Er amtiert dort seit 2010 [3].

Hahn und Menasse treten damit ungefähr zur gleichen Zeit auf die Brüsseler Bühne. Johannes als EU-Kommissar und Robert als EU-Werbetexter.

Hahns vielfach diskutierte, 254-seitige Doktorarbeit enthält laut Gutachten 76 „Plagiatsfragmente“ auf 64 Seiten – der Doktortitel der Universität Wien aber, der bleibt. Daran gemessen sind Menasses Werke geradezu Heimstätten der Integrität.

In diesem Zusammenhang völlig überraschend, zeichnet „Der Europäische Landbote“ ein erstaunlich anderes Bild der EU-Institutionen als jenes, das uns bisher bekannt ist. Das uns bekannt ist, beispielsweise durch einen José Manuel Durão Barroso, Ex-Chef der EU-Kommission, und schnell danach in Diensten von Goldman-Sachs, rein zufällig in Sachen Brexit-Beratung. Die neue Tätigkeit hat natürlich rein gar nichts mit seiner beruflichen Vergangenheit zu tun. Und seine Kumpels bei der Kommission, wie Jyrki Katainen, trifft er natürlich nur, um über den nächsten Skat-Abend zu sprechen … [4]

„Robert Menasse reist nach Brüssel“, so der Klappentext des „Landboten“, „und erlebt eine Überraschung nach der anderen: offene Türen und kompetente Informationen, eine schlanke Bürokratie, hochqualifizierte Beamte und funktionale Hierarchien. Kaum eines der verbreiteten Klischees vom verknöcherten Eurokraten trifft zu.“

Mehr als Amazon-Rezensent Heinrich muss man zu diesem Buch dann auch nicht mehr schreiben:

„Aber die vom Autor beschriebene europäische Elite, die dort vermeintlich am Werk ist, und nur unser aller Wohl im Auge hat und im Herzen trägt, die ist doch zu schön um wahr zu sein.“ [5]

Neben privatwirtschaftlichen Sponsoren wie Novomatic versteht es Menasse aber auch glänzend, die Almen öffentlicher Haushalte abzugrasen. In der Summe kamen so allein bis 2012 an die 300 000 Euro Steuergeld auf Roberts Konto zusammen. [6]

Menasse handelt aber nicht als Einzeltäter, man darf vom „Familienbetrieb Menasse“ sprechen: Seine Halbschwester Eva konnte ihn in Mainz als Stadtschreiberin – oder besser Staatsschreiberin? – begrüßen und sammelte bis dahin gleichfalls viel öffentliches Preisgeld ein, das für moralinsaure Betroffenheitsliteratur mit politisch korrektem Spin so reichlich fließt.

Im Familienbetrieb Menasse kommt ein bei linken Vordenkern außerordentlich bewährtes Prinzip zur Anwendung:

Wer die Welt zum Guten wenden will, der fängt am besten bei sich selber an und erreicht somit immerhin seine persönliche Egalité mit dem bourgeoisen Klassenfeind. Über weitergehende Verteilungsfragen kann nach Champagner und Austern viel treffender diskutiert werden.

Die Klitterungen

Menasses Klitterungen flogen im Grunde bereits im Oktober 2017 auf. [7]

Damals wurde das Agitprop-Duo Robert Menasse und Ulrike Guérot vom Historiker Heinrich August Winkler im Rahmen eines SPIEGEL-Artikels direkt auf die Hallstein-Zitate hin befragt, für die Winkler keine Quellen fand. Es ist kaum denkbar, dass den beiden dieser Nachfrage nicht bekannt wurde. Eine Entschuldigung, eine Klarstellung oder überhaupt eine Antwort bekam Winkler jedenfalls nicht. Erst als die WELT, angeregt durch Winkler, über ein Jahr später nochmals nachhakte, beichtete Menasse – ein klein wenig. Eine Woche nach dem Fall Relotius und drei Wochen vor der Staatspreis-Verleihung in Mainz, wurden ihm seine Erfindungen offenbar etwas zu heiß:

„Die Quelle (Römische Rede) ist korrekt. Der Sinn ist korrekt. Die Wahrheit ist belegbar. Die These ist fruchtbar. Was fehlt, ist das Geringste: das Wortwörtliche“ lässt er die WELT-Redaktion wissen. [8] Wohl um seine mit Ignoranz getränkte Durchtriebenheit hervorzuheben, berief sich Menasse in der Kommunikation mit der WELT-Redaktion auch noch auf den Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend, einen weiteren Toten, der sich gegen Unterstellungen nicht mehr wehren kann. [13] Nirgends hat Feyerabend jedenfalls dazu aufgerufen, zu wissenschaftlicher Erkenntnis durch die Verbreitung von Lügen zu gelangen.

Johann Hinrich Claussen vom Evangelischen Magazin Chrismon nannte es – aus Gründen der Selbstzensur nur bis er den Text zurückzog – „einen länglichen, gewunden-peinlichen Rechtfertigungsversuch“ mit dem „Menasse unfreiwillig gezeigt hat, dass er nicht recht weiß, was er als Schriftsteller tut.“.

Die Klitterungen des Robert Menasse von Köpenick sind nicht nur Teil seiner Romantexte. Sie sind Ankerpunkte seiner politischen Vorträge. Menasse kann deshalb nicht die Freiheit des Literaten in einem fiktionalen Text für sich beanspruchen und sich damit billig entschuldigen. Ebenso wenig wie das nun hektisch um ihn bemühte links-intellektuelle Helfernetzwerk das kann.

Die Klitterungen finden sich in Zeitungsartikeln, wie beispielsweise jenem vom 08.06.2015 in The European, „Eine kurze Geschichte der europäischen Zukunft“. [9]

Zweimal werden hier real Walter Hallstein, dessen Foto dem Artikel vorangestellt ist, fiktionale Zitate in den Mund gelegt:

Was immer wir in den neu geschaffenen europäischen Institutionen beschließen und durchzusetzen versuchen, Ziel ist und bleibt die Überwindung der Nationen und die Organisation eines nachnationalen Europas.“ (Walter Hallstein alias Robert Menasse)

„Das Ziel ist die Überwindung der Nationen“  (Walter Hallstein alias Robert Menasse)

Fantasie beschränkt sich allerdings nicht nur auf Walter Hallstein.

Wo Stefan Zweig den im gleichen Artikel zitierten Satz

„Der Nationalismus hat die europäische Kultur und Zivilisation zerstört“

geschrieben haben soll, bleibt ebenfalls so lange ungeklärt, bis es Menasse wieder einfällt.

The real Walter Hallstein

Über die Klitterungen hinaus ist auch der Versuch grotesk, ausgerechnet den durch seine Funktion im NS-Staat und eine bekannt gewordene Rede während der Nazi-Herrschaft durchaus belasteten Walter Hallstein als Kronzeugen eines postnationalen Europas heranzuziehen. Hallsteins Rede „Die Rechtseinheit Großdeutschlands“ wurde am 23.01.1939 in Rostock vor der lokalen NS-Nomenklatur gehalten. Dies war kurz nach dem Anschluss von Österreich und dem Sudetenland an „Großdeutschland“.

Fatalerweise erinnert der Begriff der „Rechtseinheit“ stark an den von Hallstein Jahre später im Rahmen der Europäischen Einigung geprägten Begriff der „Europäischen Rechtsgemeinschaft“. „Rechtsgemeinschaft“ ist bis heute ein von Europarechtsexperten, insbesondere jener, die am Walter Hallstein-Institut der Humboldt-Universität Berlin beheimatet sind, mit anklingender Bewunderung verwendeter Begriff.

„Rechtsgemeinschaft“, „Volksgemeinschaft“, das hat doch was von Gleichschaltung – nicht wahr?

Wenn er nun diesen Walter Hallstein in seinem Roman „Die Hauptstadt“ seine Antrittsrede in Ausschwitz halten lässt, dann ist das nicht nur absurd, er spielt damit auch mit einem Grundstein der Schöpfungsgeschichte der Bundesrepublik und der EU. Niemand darf das! – Menasse als edler Gutmensch offenbar doch.

In einem gelungenen Beitrag, den er in einem Schwächeanfall der Selbstzensur nach einem Telefonat mit Eva Menasse (!) selbst zurückgezogen hat, formulierte es Johann Hinrich Claussen so: „Seine Auschwitz-Legende ist historisch unwahr, moralisch anstößig, weil sie die Shoa ideenpolitisch instrumentalisiert, und ästhetisch nicht überzeugend, weil sie ein literarisch plumper und geschmackloser Einfall ist.“

Immerhin, wie man sich in Zeiten vorauseilender Zensur seine Karriere erhält, hat Herr Claussen schon mitbekommen: „Ich habe sie (Eva Menasse), ihren Bruder und ihre Familie um Entschuldigung gebeten.“

Die Frage ist nur, wofür?

Absurde bis gefährliche politische Standpunkte

Schwerer als seine kaufmännische Finesse und seine Klitterungen zum eigenen Vorteil wiegen aber letztendlich seine tatsächlichen politischen Standpunkte. Ob er für diese wirklich steht oder nur zu stehen vorgibt, nicht mal Menasse selbst kann sich da so ganz sicher sein.

Dabei gibt es klar erkennbare und deshalb harmlose Wahnvorstellungen, die er zusammen mit Guérot vom Stapel lässt. Beispielsweise die These, dass es besser sei, auf die Integration von illegalen Zuwanderern zu verzichten, weil diese aus eigener Kraft auf hiesigem Territorium ihre Zivilisation errichten könnten: „Anstatt dass wir diese Familien trennen, Asylgeld bezahlen, die Leute auf verschiedene Stadtteile verteilen, lassen wir die Städte nachbauen. Wir bauen jetzt Neu Aleppo, wir bauen Neu Damaskus und so weiter …“ [10]

Es gibt aber auch die subtil anmutenden Thesen. Das sind die wirklich gefährlichen.

Menasse steht bestenfalls für einen EU-Nationalismus, der dem Nationen-Nationalismus, den er so verachtet, auf verdächtige Weise ähnelt, und den Bürger zusätzlich völlig entrechtet. Es geht bei ihm auch noch weit schlimmer. Menasse misstraut zutiefst dem Souverän einer jeden funktionierenden Demokratie: dem Staatsvolk.

„Die höchstentwickelte und erfolgreichste Basisdemokratie in der Geschichte war der NS-Staat.“

Das gab Menasse im Anschluss an einen Vortrag am 20.01.2015 in der Humboldt-Universität Berlin von sich. [11]

Wäre historisch etwas von einer großdeutschen Volksabstimmung über den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg bekannt, könnte man auf einen solchen Humbug glatt hereinfallen. Menasse kennt den Unterschied zwischen Diktatur und Basisdemokratie nicht oder will ihn nicht kennen. Ich warte sehnlichst auf seinen Hinweis, dass es in der Schweiz dank Basisdemokratie immer noch die Todesstrafe gibt, Minderheiten unterdrückt werden und von dort 1939 zuerst angegriffen wurde…

Im „Landboten“ wird dann auch konsequent formuliert, was nur ein Feind der Demokratie formulieren kann: “Wir müssen dieses letzte Tabu der aufgeklärten Gesellschaften brechen: dass unsere Demokratie ein heiliges Gut ist.“

Menasses Vorstellung des kommenden politischen Systems ist damit eher postdemokratisch als postnational: Die Entscheidungen sind in einem elitären Kreis zu treffen, der weiß, was für die Welt und die Bürger darin gut ist. Danke, Herr Menasse, so funktioniert die EU in Grundzügen bereits heute, was sie bei den Bürgern so ungemein beliebt gemacht hat.

In der Gesamtschau erinnert Robert Menasse an jenen Friedrich Wilhelm Voigt alias Hauptmann von Köpenick, von dem auf Wikipedia am Ende Folgendes zu lesen ist:

„Noch einmal kam Voigt im Ersten Weltkrieg mit preußischem Militär in Berührung. Im von deutschen Truppen besetzten Luxemburg nahm man ihn kurzzeitig in Gewahrsam und verhörte ihn. Der mit dem Vorgang befasste Leutnant notierte in sein Tagebuch: ‚Mir bleibt rätselhaft, wie dieser armselige Mensch einmal ganz Preußen erschüttern konnte.’“ [12]

Und in einer besseren Zukunft wird des hoffentlich rätselhaft sein, wie ein notorischer Lügner in Rheinland-Pfalz einmal einen Staatspreise „für seine Verdienste um die deutsche Sprache“ erhalten konnte. [14]

[1] https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120925_OTS0211/dr-robert-menasse-praesentiert-sein-neustes-werk-der-europaeische-landbote

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Novomatic

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hahn_(Politiker)

[4] https://www.cnbc.com/2018/02/21/goldman-sachs-executive-jose-manuel-barroso-a-former-top-eu-chief-in-row-over-brussels-lobbying.html

[5] https://www.amazon.de/Europ%C3%A4ische-Landbote-geschenkte-Demokratie-erk%C3%A4mpften-ebook/dp/B009A7YQD6/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

[6]https://www.achgut.com/artikel/300_000_euro_staatsknete_fuer_menasse_

[7] http://www.spiegel.de/spiegel/heinrich-august-winkler-ueber-robert-menasse-europas-falsche-freunde-a-1174045.html

[8] https://www.welt.de/kultur/article186002284/Robert-Menasse-hat-Zitate-erfunden-Was-kuemmert-mich-das-Woertliche.html

[9] https://www.theeuropean.de/robert-menasse/10143-das-ende-des-nationalismus-in-europa

[10] https://www.deutschlandfunk.de/integration-lassen-wir-fluechtlinge-eigene-staedte-nachbauen.694.de.html?dram:article_id=346590

[11] https://youtu.be/bK3qwicdffc?t=4556

[12] https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptmann_von_K%C3%B6penick

[13] https://www.welt.de/politik/deutschland/article186139730/Falsche-Zitate-Co-Autorin-Ulrike-Guerot-zum-Fall-Robert-Menasse.html

[14] ttps://www.rlp.de/de/aktuelles/einzelansicht/news/detail/News/ministerpraesidentin-malu-dreyer-wuerdigt-literarisches-gesamtwerk-von-robert-menasse/

www.conservo.wordpress.com   15.02.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Robert Menasse von Köpenick: EU-Werbetexter, so korrupt wie die EU selbst

  1. floydmasika schreibt:

    Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:
    Die rheinlandpfälzische Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD) ließ es sich nicht nehmen, dem demokratieskeptischen Euro-Relotius aus Österreich für seine Ode an die EU die höchsten Orden ihres Landes zuteil werden zu lassen, um das Demokratie-Verständnis der SPD noch einmal zu unterstreichen. Robert Menasse ist unfreiwillig zum neuen Hauptmann von Köpenick geworden.

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