Vom Kinderkreuzzug zum Schulschwänzen – Kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte

www.conservo.wordpress.com)

von Dushan Wegner

Einst zog der Kinderkreuzzug zum Meer, begeistert von der Ideologie des Tages, heute schwänzen Kinder die Schule und demonstrieren, wieder für die Ideologie des Tages. Sind wir alle nur kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte?

Kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte

Verehrte Leser, dieser Text sollte einen Soundtrack haben, eine Musik, ein zugeordnetes Lied, und damit Sie das Lied hören können, benötige ich Ihre Mitarbeit: Bitte spielen Sie das Lied »History Repeating« ab! – Sie können auf YouTube das starke Cover von Caro Emerald aufrufen oder bei Amazon das Original von Propellerheads und Shirley Bassey kaufen. Sie können die Lautsprecher am Bürocomputer lautdrehen, bis der Chef auf dem Tisch tanzt. Sie können Ihre Kopfhörer ans Limit schieben, bis der Ohrenarzt mit Ihnen schimpft, aber das wird Ihnen egal sein, denn auch den hören Sie dann nicht mehr. Hauptsache ist, dass als Tonspur das perfekte Lied History Repeating läuft!

Etwas entsteht da

Die erste Strophe des Liedes, in meiner freien Übertragung aus dem englischen Original (siehe genius.com):Es spricht sich herum, etwas entsteht da,

Was auch immer passieren wird, die Welt dreht sich weiter,

Sie sagen, dass das nächste große Ding hier ist,

Dass die Revolution nahe ist,

Mir scheint es recht klar,

Dass es alles nur ein kleiner Teil der sich wiederholenden Geschichte ist

(Anmerkung zur Übertragung: Man könnte diskutieren ob sich in der poetischen (!) Formulierung »little bit of history repeating« das »repeating« auf »bit« oder auf »history« bezieht. Ich habe nach einiger Abwägung beschlossen, es sich auf »history« beziehen zu lassen, doch die Gesamtaussage würde auch mit Bezug auf »bit« funktionieren – es ist schön, wenn künstlerische Sprache so schillert!)

Man schrieb 1212 – anno domini, selbstverständlich, und – so erzählt die Legende – aus Frankreich wie auch aus Deutschland brachen die Kinder zum Kinderkreuzzug auf. Das Ziel galt damals als ein edles: Es galt, die Muslime zum Christentum zu bekehren (im lobotomisierten Grün-Christentum von heute dagegen gälte Matthäus 29:19-20 wohl als Hate Speech). Es war – wenig überraschend – ein Kölner, der in Deutschland die »pueri« sammelte. Es soll ein Junge namens Nikolaus gewesen sein. Ein Engel war ihm erschienen, so hieß es, und der Engel habe ihn aufgefordert, das heilige Grab von den Sarazenen zu befreien. Es ist nicht bekannt, ob Nikolaus an Asperger litt, aber es ist in etwa so solide belegt wie der Rest der Erzählungen vom Kinderkreuzzug, dass Nikolaus im Sommer 1212 bei den Talkshows des Heiligen Römischen Rundfunks auftrat, bei der Heiligen Sankt Maischberger, beim Bischof Lanz auch, und bei der Gräfin von und zu Illner sowieso.

Der von Köln ausgehende deutsche Teil des Kinderkreuzzugs teilte sich in den Alpen auf. Zwei Drittel der Teilnehmer starben, und nur etwas mehr als Siebentausend trafen in Genua ein. Sie waren etwas enttäuscht, als wider alle Erwartung sich das Meer nicht vor ihnen teilte, so heißt es. Einige machten sich später auf den Heimweg, kein einziger erreichte das Heilige Land, soweit man weiß.

Der französische Teil des Kinderkreuzzugs soll zu Beginn immerhin dreißigtausend Kinder stark gewesen sein, und es gilt geschichtlich einiges daran als noch zu erforschen, so auch die Frage, ob sie alle gelbe Westen trugen. Die französischen Kinderkreuzzügler liefen nach Marseille. Auch dort teilte sich das Meer nicht.

Man erzählt, dass die Kinder von kaltherzigen Männern auf Schiffe verfrachtet und als Sklaven verkauft wurden, unter anderem nach Bagdad, wo sie selbst viele Jahre später als erwachsene Sklaven gelebt haben sollen.

Gutgläubige Kinder, die von skrupellosen Erwachsenen instrumentalisiert werden und dann tot oder in Sklaverei enden, Kinder, die sich in den Wahn steigern, höhere Mächte würden für sie die Gesetze der Physik aufheben, Kinder, die meinen, die Rettung der Welt läge in Kinderhand, die »Gott mit uns« oder »wir sind mehr« rufen – wie gut, dass es das heute nicht mehr gibt, sonst würde es wie kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte wirken.

Ob er kommt oder geht

Die zweite Strophe:

Die Zeitungen brüllen – ein neuer Stil entsteht

Doch er weiß nicht, ob er kommt oder geht

Es gibt Mode – und es gibt Launen

Einiges ist gut – anderes ist schlecht

Und der Witz ist ziemlich traurig

Dass es alles nur ein kleiner Teil der sich wiederholenden Geschichte ist

Wer war die mächtigste Person in den Schulen des tschechischen Kommunismus? Wer war es, den alle anderen Teilnehmer am Schulapparat fürchteten? Man würde (und sollte wohl) auf den Direktor tippen, doch man läge nicht ganz richtig. – Es waren die jungen Aktivisten.

Einige der Kinder an den Schulen des tschechischen Kommunismus begriffen früh, was einen innerhalb des Systems weiterbringt. Sie organisierten Demonstrationen, bei denen Stalin, die Sowjetunion und der Sozialismus insgesamt gepriesen wurden, und sie »schlugen es vor«, dass ihre Mitschüler mitdemonstrierten statt zur Schule zu gehen, und hätte der Direktor sich dem verwehrt – nun, es gab auch andere Anwärter (siehe auch: Meinung, Freiheit und »Konsequenzen«).

Mein Vater berichtet:

Diese Aktivisten, Schüler wie wir, waren in diesen Sachen mächtiger als der Direktor der Schule. Am Tag der Demonstration mussten wir in der Uniform der Pioniere (dunkle Hose oder Rock, weißes Hemd oder Bluse, rotes Halstuch, schwarze Schuhe) in die Schule kommen. Es wurden unter uns kleine Flaggen verteilt (tschechoslowakische und sowjetische, 50 : 50). Sehr beliebt waren auch die »mávátka« (»Winker«, ein Stock wie bei heutigen Silvester-Raketen, mit einem Büschel von bunten Papierstreifen am Ende), dazu große Portraits der kommunistischen Bonzen. Man trug ein Transparent mit einem Slogan wie: »Proletáři všech zemí, spojte se.« – (Proletarier alle Länder, vereinigt euch!) – Und wir gingen, und wir waren begeistert, bei jedem Wetter, egal, wie stark der Regen war, oder ob Schnee oder Hagel fiel.

Anders als bei den Kinderkreuzzügen gibt es Filmaufnahmen der kommunistischen Pflichtbegeisterung, etwa vom 1. Mai 1978, auf YouTube.

Jugendliche »Aktivisten«, die früh begreifen, wie man politische Karriere macht, und ganze Schulen via moralisch-politischem Druck motivieren, für die Ideologie des Tages zu demonstrieren, wie gut, dass es das nur in sozialistischen Diktaturen gab und nicht etwa heute, denn sonst könnte man fast meinen, das alles seien nur kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte.

Ich werde es wieder sehen

Der Refrain:

Und ich habe es früher gesehen

Und ich werde es wieder sehen

Ja, ich habe es schon früher gesehen

Nur die kleinen Teile der sich wiederholenden Geschichte

Wer in den ersten Monaten des Jahres 2019 an einem Freitag das Radio des deutschen Staatsfunks anschaltete, der kam kaum umhin, schwärmerische Berichte von den »Fridays for Future« zu hören.

Im Deutschlandfunk heißt es etwa:

„Auf die Barrikaden! Auf die Barrikaden!“

Es klingt wie eine ganz gewöhnliche Demonstration. Aber einiges ist anders. (…) Es sind Kinder und Jugendliche. Sie nennen sich „Dumbledore’s Army“. Aber sie kämpfen nicht gegen Lord Voldemort, sondern gegen den Klimawandel. Und dafür schwänzen sie auch die Schule…

(deutschlandfunk.de, 15.2.2019)

Genehmigtes Schulschwänzen, teils organisiert von PR-Profis, wird als »kämpfen« gedeutet – das kann man so deuten, man kann es aber auch anders deuten.

Einige Lehrer lassen fünfe gerade sein (hier metaphorisch gemeint, es geht nicht um Bildungskrise):

„Ich, als Fachlehrerin in der Sekundarstufe zwei, hab die inoffizielle Aussage gegeben, dass wenn sie vorher an mich herantreten, dass ich ihnen diese Stunde entschuldigen werde, auch wenn sie halt mir vorher sagen, ich geh zu der Demo.“

Diese Erlaubnis knüpft die Lehrerin jedoch an feste Bedingungen. Die Schülerinnen und Schüler müssen wirklich an der Demo teilnehmen und sie müssen den Schulstoff selbstständig nachholen. Dann drohen ihnen keine weiteren Sanktionen. (deutschlandfunk.de, 15.2.2019)

Recht und Schulpflicht sind »inoffiziell« aufgehoben, wenn man für die richtige Ideologie demonstriert, aber eben nur so lange. – Der Staatsfunk endet seinen Bericht gänzlich neutral und überhaupt nicht auf moralische Tränendrüslein drückend:

Solange singen sie Lieder, die so alt sind wie sie und trotzdem aktuell geblieben sind.

Am Ende hört man, wie Jana „Deine Schuld“ von den Ärzten singt: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ (deutschlandfunk.de, 15.2.2019)

Kinder, die Parolen nachplappern. Kinder, die für Ideologien demonstrieren. Kinder, die Schulfrei bekommen, aber nur, wenn sie für das Richtige protestieren. Letztens skandierten sie noch »Wir sind mehr!«, und demonstrierten vor Wahlen zur Unterstützung der Regierung und gegen die Opposition (siehe auch »Wie nennt man es, wenn sie alle gleich schalten?«). Heute skandieren sie irgendwas mit Umwelt, um die Landschaft mit Vogelhäckslern vollzustellen und Deutschland abhängig von ausländischer Kern- und Kohlekraft zu machen. – Ich weiß nicht, wofür die Kinder morgen instrumentalisiert werden (ich tippe auf Pro-GEZ-Demonstrationen), doch ich bin sicher, dass die Propaganda es als hochmoralisch verkaufen wird.

Fühle den Schmerz

Die dritte Strophe in History Repeating:

Manche Menschen wollen nicht tanzen, wenn sie nicht wissen, wer da singt,

Warum deinen Kopf fragen? Es sind deine Hüften, die schwingen,

Das Leben ist für uns da – um sich daran zu freuen,

Frau, Mann – Mädchen und Junge,

Fühle den Schmerz – fühle die Freude,

Und weiche den kleinen Teilen der sich wiederholenden Geschichte aus;

Nur kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte

In Köln startete nicht nur der deutsche Kinderkreuzzug, in Köln finden auch Jahr für Jahr die schönsten, berühmtesten und überhaupt allertollsten Karnevalsumzüge statt. Man könnte vor lauter Ernsthaftigkeit des jecken Treibens fast vergessen, dass die knallbunte Militär-Symbolik des Kölner Karnevals einst eine Parodie auf Besatzungstruppen war (siehe etwa sueddeutsche.de, 16.2.2015).

Ich weiß nicht, wie oft ich beim Kölner Karnevalslied »Denn wenn et Trömmelche jeht« mitgesungen habe – es ist ein großartiges Stimmungslied, doch wenn man den Anfang des Refrains vom Kölschen ins Deutsche übersetzt, und wenn man sich den parodistischen Aspekt des Karnevals wegdenkt, dann klingt das Lied ganz und gar nicht mehr lustig; der Refrain beginnt etwa so: »Denn wenn die Trommel erklingt, dann stehen wir alle parat, und wir ziehen durch die Stadt, und jeder sagt – «; an dieser Stelle folgt ein »Kölle Alaaf«, in der Geschichte haben die Leute aber mal dies und mal jenes gerufen, wenn sie der Trommel hinterherliefen.

Wenn die Trommel schlägt, dann zuckt es manchen, zu marschieren, und wenn es den Erwachsenen zu peinlich oder zu lästig ist, für etwas zu marschieren, das sie selbst nicht glauben, aber das zu glauben politisch nützlich ist, dann schicken sie schon mal die Kinder vor. – Das Kölner Karnevalslied könnte man heute umschreiben: Denn wenn die Trommel geht, dann stehen die Kinder parat, und sie ziehen durch die Stadt, und jeder sagt, was man halt so sagt, wenn man vom Geist der Zeit nicht abzuweichen wagt.

Diesen Missstand zu beheben

Nochmal der Refrain von History Repeating:

Und ich habe es früher gesehen

Und ich werde es wieder sehen

Ja, ich habe es schon früher gesehen

Nur die kleinen Teile der sich wiederholenden Geschichte

Alle Fehler, die logisch möglich sind, wurden bereits gemacht, aber leider noch nicht von jedem, und die Geschichte ist der kollektive Versuch, diesen Missstand zu beheben.

Wenn Sie mich fragten, in welcher Demokratie jemals solcher politische Komformitätsdruck wie im heutigen Deutschland ausgeübt wurde, ich könnte es Ihnen nicht sagen. Selbst kleinste Abweichung wird hart bestraft, Künstler nennen sich »Kulturschaffende« und preisen die Ideologie des Tages (siehe »Kulturschaffende 1934, 1976, 2018«), Kinder werden schon in der Schule auf Linie gebracht, der Staatsfunk preist ideologiegetränkte Großdemonstrationen (siehe »5 Mark und Bratwurst – wenn das System zur Demonstration ruft«), und ich misstraue allen diesen Großdemos (hier ist der Grund).

Selbstverständlich braucht der Mensch einen Rhythmus und eine Richtung, in die sein Leben verlaufen sollte. Selbstverständlich braucht der Mensch ethische Werte, an denen er sich ausrichtet, aber: er sollte sie selbst frei wählen, und er sollte sie verstehen.

Ich liebe die Redensart »march to the beat of your own drum«: marschiere zum Rhythmus der eigenen Trommel! – Ich habe mein Leben der Aufgabe gewidmet, mit meinen Lesern gemeinsam darüber nachzudenken, wie unsere ethischen Meinungen entstehen, denn wie soll man glücklich sein, wie soll man sein Leben gut nennen können, wenn man sich nicht sicher ist, was man mit gut meint?! (Das Einstiegs-Buch, in dem ich diese Frage erörtere, ist natürlich Relevante Strukturen.)

Ja, es ist wichtig, dem Leben eine Aufgabe und eine Richtung zu geben. Gerade deshalb ist es so traurig und erbärmlich, wenn Menschen sich einreihen, sobald die Ideologen ihre Trommel schlagen. Jenseits alles Diskutablen verläuft es aber, wenn Erwachsene sich erdreisten, Kinder für ihre Ideologie einzuspannen.

Es scheint manchem klar, dass es nur die kleinen Teile der Geschichte sind, die sich da wiederholen. Es liegt an uns selbst, ob wir mehr sind als nur kleine Teilchen der sich wiederholenden Geschichte, ob wir zu unserer eigenen Trommel marschieren.

»Der Witz ist ziemlich traurig«, singt jenes Lied, »dass es alles kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte sind«, und das ist vollständig wahr, doch wer sich selbst von Zeit zu Zeit aus der Geschichte herausnimmt, wer sich weigert, parat zu stehen, wenn die große Trommel schlägt, wer zu seiner eigenen Trommel marschiert, der hat sich auch das Recht verdient, von Zeit zu Zeit über den großen, traurigen Witz zu lachen!

www.conservo.wordpress.com     16.02.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu Vom Kinderkreuzzug zum Schulschwänzen – Kleine Teile der sich wiederholenden Geschichte

  1. gelbkehlchen schreibt:

    Aufklärung, Immanuel Kant: Du Mensch, befreie dich von deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit und benutze deinen EIGENEN Verstand.
    Das mathematisch logische Denken mit Behauptung und Beweis, begründet durch die alten Griechen in der Geometrie, erfordert unbedingt eigenes freies Denken und den Beweis SELBST verstanden zu haben. Es gibt keine Autorität, nur das mathematisch logische Denken, auch Autoritäten können irren, man muss sie dann logisch widerlegen.

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  2. Sandokan schreibt:

    Bei den Grünen würde selbst der Rattenfänger von Hameln erblassen, der die Kinder verführte die niemals wiederkehrten. Die so ideologisch indoktrinierten Kinder begreifen nicht, das sie ideologisch manipuliert werden um ihr eigenes freies Denken zu zerstören und dank Zerstörung unseres Bildungssystems durch SPD und Grüne klappt das wunderbar.

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  3. Semenchkare schreibt:

    Zur Verdeutlichung…
    Bei „Väterchen“ Stalins Tod…

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  4. ceterum_censeo schreibt:

    Fundstück bei ‚PI‘ – zu schön!
    (Übrigens von einem Holländer)

    Über die Klima-Bewegung „Fridays for Future“ von noch immer nicht abgestillter Greta Thunberg verschaffen sich Jugendliche Freizeit und schwänzen dafür Schule.
    Unterstützung kommt selbstredend von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Missbrauch von Kindern zu religiösen und politischen Zwecke ist gar nicht neu sondern einen Rückfall ins finsterste Mittelalter
    vom Kinderkreuzzug und die Kinder von Savonarola. Anfang Februar 1497 ließ dieser scheinheilige Hetzer große Scharen von Kindern („Fanciulli“) durch Florenz ziehen, die „im Namen Christi“ alles beschlagnahmten, was als Symbol für die Verkommenheit der Menschen gedeutet werden konnte.
    Demnächst werden von der Staatschefin aufgehetzte Kinder Dieselfahrzeuge abfackeln. Schliesslich wird von der Dame seit Jahren Gesetzlosigkeit Vorschub geleistet.

    h ttps://www.faz.net/aktuell/politik/inland/was-am-schuelerstreik-fridays-for-future-ungewoehnlich-ist-16043259.html

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