Münchner Sicherheitskonferenz: Das Säbelrasseln hat Konjunktur

(www.conservo.wordpress.com)

Von J.E. Rasch *)

An der Biegung des Flusses

Solange die Protagonisten des Schreckens sich gegenseitig mit verbalen Muskelspielen in schachhalten, gibt es eine vage Hoffnung auf friedliche Lösungen. Doch das Säbelrasseln hat Konjunktur. Nicht nur die Machos unter den zeitgenössischen Weltenrittern scheinen eine gewisse Lust auf Funkenschlag und Donnerhall zu haben. Dazwischen wirken die schmalschultrigen „Gouvernanten“ Merkel, von der Leyen und Annegret KaKa sowie ihre bräsig-bleiche Leidensgenossin Nahles aus der dahinsiechenden Sozialdemokratie, geradezu wie eine putzige, aber irritierte Elevenschar, denen fatalerweise der Hamelner Flötenspieler  abhandengekommen ist.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde jedenfalls deutlich, wie locker die Colts sitzen, wer die Munition und gleich auch noch die harten Drinks an der neuen „Sonder“-Bar bezahlen soll.

Wieso und wie aber deutsche Automobile „eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA“ sind oder noch werden sollen, entzieht sich derweil jeglicher Logik; selbst aus ökonomischen Erwägungen ist das schlichter Unsinn. Auch wenn Donald Trump und sein devoter Vize Mike Pence ihn propagieren, als sei er eine völlig überraschend entdeckte Botschaft aus den Qumran-Rollen vom Toten Meer.Der trotzige alte Mann mit der gelben Haartolle, der gerade das Weiße Haus zu Washington in eine Ponderosa-Farm umkrempeln will, hat in Wirklichkeit nicht die geringste Ahnung von globalen Zusammenhängen. Für ihn sind Chinesen wohl größtenteils potentielle Betreiber von Gar-Küchen in der New Yorker China-Town oder im dekadenten „Frisco“, auf jeden Fall taugen sie seiner Meinung nach zu Kung-Fu-Darstellern oder vielleicht auch noch – eingespannt in romantische Rikschageschirre – als fleißige „Zöglinge“. Der Horizont des Donald J. Trump ist viel kleiner, als sich die meisten seiner vehementesten Kritiker vorstellen wollen. Das macht es aber offensichtlich nicht unmöglich, Präsident der USA zu werden – und zu bleiben.

Dass die Trump-Administration sich nun laufend immer kräftigere Ohrfeigen auf dem internationalen Parkett holt, nachdem ihr blonder Häuptling selbst kräftig ausgeteilt hat, bringt womöglich noch ganz andere Bündnis-Gebilde ins Wanken. Selbst „Heilige Kühe“ wie die NATO haben keinen Schlachtschutz mehr.

Fatal ist die Lage für den Iran, dessen ganz überwiegend westlich orientierte Bevölkerung überhaupt keine Lust mehr auf das dumpfe Gehabe der unsäglich verbohrten Mullas verspürt. Viele Junge im Land fliehen für Tage und Nächte regelrecht zu Tausenden in die Wüste, um unbeschwerte Feste bei moderner Musik aus dem Internet zu feiern. Ungezählte Unternehmer murren auch schon unüberhörbar, weil sie die restriktive Wirtschaftspolitik und die unglaublich törichten, ja geschmacklosen Losungen der Kleriker nicht mehr aushalten wollen und auch nicht mehr lange können. Das Tauschhandel-Projekt des Dreigestirns Großbritannien-Fankreich-Deutschland, das dem Trump’schen Dampfhammer gegen die Perser die Wucht nehmen wird, ist da gleich die nächste Backpfeife für Donald. Das hat er der kleinen Angela und ihren bangen Freunden Emannuel und Theresa nun gar nicht zugetraut.

Und sein „gefracktes“ Gas wird er auch nicht los, nicht nur weil die Deutschen und die meisten Europäer das Erdgas aus Russland bevorzugen und unbeirrt an am Pipeline-Bau von Nord-Stream II festhalten, sondern weil die vermutlich schmutzigste und gefährlichste Gasförderung überhaupt auf dem alten Kontinent schlicht nicht akzeptiert wird.

Herr Pence meinte bei der Gelegenheit dennoch, ganz im Sinne und als Sprachrohr seines Meisters, man könne den renitenten „Partnern“ in Europa im Feldwebel-Ton die eigene Aufrüstung doch vorschreiben, nicht ohne entsprechende Systeme aus dem Land der unbegrenzten Waffen-Schmieden zu erstehen. Andererseits seien da ja noch ein paar hundert gefangene IS-Terroristen in Syrien, die man „freilassen und nach Europa schicken“ könne, zumal dieselben ohnehin entsprechende Pässe besäßen. Bravissimo!

An der Biegung des (Zeit-)Flusses sitzen nun keine weisen Häuptlinge, die ihre Herzen in den starken Wirbeln opfern ließen. Doch einzig die Chinesen üben sich in Geduld und scheinen sich an einen ihrer weisen Sprüche zu halten: „Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen“.

Es müssen und werden in unseren „Fällen“ natürlich keine leblosen Körper sein, aber Reste von kühnen Plänen durchaus.

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*) Der Autor: Joseph-Emich Rasch – Jahrgang 1953 – ist Linguist, Dramaturg und Kolumnist, schrieb und inszenierte diverse Theaterstücke sowie zahlreiche Satire-Programme, wandte sich im vergangenen Jahrzehnt vermehrt der Analytischen Philosophie zu. Er ist Dozent für Kommunikation, Rhetorik und Dialektik.

www.conservo.wordpress.com    18.02.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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6 Antworten zu Münchner Sicherheitskonferenz: Das Säbelrasseln hat Konjunktur

  1. floydmasika schreibt:

    Mike Pence vertritt durchaus nicht zu 100% seinen Meister. Trump ist eher unideologisch und daran interessiert, bilateral beste Konditionen für die USA herauszuschlagen, wohingegen Pence irgendwie glaubt, das ganze den Republikanern als ideologischen Kreuzzug verkaufen zu müssen.

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  2. ceterum_censeo schreibt:

    Zum Punkt ‚Sicherheit‘:

    Übrigens, das Herzensanliegen aller Grün/Innen und Links/innen und -außen:
    Wollen Grüne und Linke IS-Terroristen die Freiheit schenken?
    19. Februar 2019

    h ttps://www.journalistenwatch.com/2019/02/19/wollen-gruene-linke/
    ist ja wohl sozusagen ’n aller Munde. Gibt es doch auch nichts Wichtigeres!
    „Berlin – Ausgerechnet Grüne und Linke, die jahrelang den radikalen Islam verharmlost und unterstützt haben und sich zu den Massenmorden an Christen und Vertreibungen – zum Beispiel in Mossul – in Schweigen hüllten, setzen nun alles daran, dass die IS-Kriegsverbrecher wieder nach Deutschland zurückkehren dürfen. Dass die Dschihadisten hier in Deutschland eine geringe oder gar keine Strafe erwartet, wissen sie wohl. Denn wie die ARD in ihrem gestrigen Beitrag mitteilte, „muss – neben einem Haftgrund wie zum Beispiel Fluchtgefahr – ein ‚dringender Tatverdacht‘ vorliegen, um die morderprobten Kämpfer hierzulande hinter Gitter bringen zu können“.

    Ich hatt ja jüngst in einer anderen Rubrik über eine ähnlich gelagerte Problematik einer wiedereinreisewilligen IS-‚Britin‘ in GB berichtet.

    Nun also munter herein mit allen IS-Verbrechern! Dabei ist noch nicht einmal deren Strafverfolgung gesichert (sh. vorstehend)und in der Bananenrepublik Deutsch-Kalifistan müßten die dann gar freigelassen werden …

    Im Staaaatsfernsehen DDR-Schwarzer Kanal wurde jüngst einer dieser angeblichen „Deutschen“(?) mit Bild gezeigt: Von wegen ‚Deutscher‘ Ein – arabischer – Kuffnucke durch und durch!
    Raus mit dem, Verbrecherpack: und gar nicht erst wieder hereinlassen!

    Alls zugedrungenen K***n in ein Flugzeug und über der syrischen Wüste ohne Schirm Fallschirmspringen üben lassen!

    DAS wäre doch mal eine Leistung für Deutschland und Förderung der Sicherheit!

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  3. ceterum_censeo schreibt:

    Hans – Georg Maaßen, Köln Februar 2019:
    Die Fehler von 2015 werden jeden Tag wiederholt

    [Terrorismus]

    Ich komme jetzt zum Thema Terrorismus.

    Konflikte in anderen Teilen der Welt hatten wir früher aus der Beobachterperspektive wahrgenommen. Heute hat jeder Konflikt auf der Welt auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland. Wir gehören nicht mehr zu den Zuschauern im Kinosaal, die interessiert Konflikte im Nahen oder Mittleren Osten auf der Leinwand verfolgen, sondern diese Konflikte werden infolge der Globalisierung zu uns gebracht. Durch den Flugverkehr, das Internet und auch die Migrationsströme. Der islamistische Terrorismus in Europa wäre ohne das Internet und den leichten Reiseverkehr nicht vorstellbar.

    Die Anschlagsgefahr durch den islamistischen Terrorismus in Deutschland und in Westeuropa ist immer noch hoch. In den letzten Jahren fanden sechs Anschläge in Deutschland statt, wobei der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 uns allen noch in besonderer Erinnerung ist. Noch immer ist es möglich, dass aus den ehemaligen Gebieten des sogenannten Islamischen Staates Terrorkommandos zu uns kommen, aber die größere Sorge bereiten den Sicherheitsbehörden die in Deutschland bereits lebenden jungen Menschen, die sich durch salafistische Gruppierungen oder über das Internet radikalisieren, und als Einzeltäter oder Kleinstgruppen Terroranschläge begehen, aus Deutschland stammende Personen, die als ehemalige IS-Kämpfer zurückkommen, und andere ehemalige IS-Kämpfer, die bei uns um Asyl nachsuchen kommen.

    Für die Sicherheitsbehörden ist es eine unglaubliche Herausforderung, die Personen zu identifizieren und zu lokalisieren, die sich mit Terrorplänen beschäftigen. Das Personenpotenzial der Islamisten in Deutschland hatte in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Im Jahr 2012 zählten wir rund 3.800 Salafisten in Deutschland, derzeit liegt die Zahl schon bei über 11.500 Personen, das islamistisch-terroristische Personenpotenzial bei rund 2.200 Personen. Dass die Anschlagsgefahr nicht abgenommen hat, verdeutlichte der Fall des Sief Allah H., der im Juni letzten Jahres hier in Köln festgenommen worden war, weil er einen Anschlag mit dem biologischen Kampfstoff Rizin plante. Die Planungen waren weit fortgeschritten, er hatte sämtliche Zutaten über das Internet erworben und den Kampfstoff bereits in Mengen hergestellt. Wäre es nicht auf Grund der Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zur Festnahme in Köln Chorweiler gekommen, hätte aller Voraussicht nach ein schwerer Anschlag mit vermutlich mehreren hundert Toten und Verletzten stattgefunden.

    Meine sehr geehrten Damen und Herren,

    diese Sicherheitslage hat sich durch die sogenannte Flüchtlingskrise natürlich weiter verschärft. Unter den Flüchtlingen konnten von den Sicherheitsbehörden mehr als zwanzig Personen als IS-Terroristen identifiziert werden, die mit dem Ziel nach Europa entsandt worden waren, Terroranschläge zu begehen. Es gab Festnahmen, in Salzburg, Schwerin, Isernhagen, Attendorn und anderswo. Darüber hinaus müssen wir davon ausgehen, dass eine unbekannte Zahl von IS-Angehörigen mit dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland kam, auch wenn Sie keinen konkreten Anschlagsauftrag hatten, sondern vielleicht vor dem Zusammenbruch des IS-Regimes nur Zuflucht suchen wollten. Aber auch diese Personen können gefährlich sein.

    Die Migrationslage hatte mir mit Blick auf die Terrorabwehr große Kopfschmerzen bereitet. Wir wussten nicht, wer zu uns gekommen ist. Die Asylsuchenden werden zwar registriert, aber jedenfalls nach Mitteilung der Bundespolizei besitzen rund 70 Prozent von ihnen keinen gültigen Pass, so dass die Registrierung aufgrund von eigenen Angaben stattfindet. Sie können sich vorstellen, dass die Sicherheitsdienste machtlos sind, wenn sie erfahren, dass namentlich bekannte Terrorverdächtige einreisen wollen oder sich schon in Deutschland aufhalten, diese Personen aber nicht festgestellt werden können, weil sie unter einem anderen, einem frei erfundenen Namen bereits eingereist sind.

    mehr: https://vera-lengsfeld.de/2019/02/18/die-fehler-von-2015-werden-jeden-tag-wiederholt/#more-4110

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  4. oldman_2 schreibt:

    Absolut lesenswerter Vortrag, auch die übrigen Punkte. Warum liest man davon in der Qualitätspresse nichts ? Ist schon klar.

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Warum hat die MerKILL und ihr widerliches Scharia-Anhängsel (‚Bätschi – Bätschi‘ – A.naaaaalässss) Hern Maaßen geschaßt und war geradezu versessen darauf? –

      Auch klar.

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  5. ceterum_censeo schreibt:

    Das „Blutwochenende“ reicht wohl noch nicht als Bedrohung –
    Werden jetzt deutsche IS-Verbrecher samt Harem heimgeholt?

    http://www.pi-news.net/2019/02/werden-jetzt-deutsche-is-verbrecher-samt-harem-heimgeholt/

    Von LUPO |* Das erste „Blutwochenende“ in diesem Jahr verzeichnete über ein Dutzend Messerattacken in mindestens 12 Städten mit einem Toten und einer Vielzahl von Verletzten. Das ist bekanntermaßen nur der erneute brutale Höhepunkt einer seit längerem vor die Hunde gehenden Sicherheitslage in Deutschland.
    Als ob diese Bedrohung noch nicht reicht, soll jetzt die Crème de la Crème der deutschen IS-Mörder, Vergewaltiger und mutmaßlichen Kopfabschneider samt ihrer Harems nach getaner IS-terroristischer „Arbeit“ heim geholt werden.
    Wie weltfremd und bürgerfern muss man als Politiker sein, um sich offen konträr gegen das Sicherheitsbedürfnis und Gerechtigskeitsempfinden der eigenen Bevölkerung zu positionieren?
    – Nur einen Tag nach dem blutigen „Messer-Wochenende“ (Bild) hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die gutmenschliche Idee, die im Ausland inhaftierten deutschen Dschihadisten zurücknehmen. „Wenn sie reinwollen, müssen wir sie auch reinlassen“, sagte er dem Kölner Stadtanzeiger. Und dem „Spiegel“ teilte er mit: „Deswegen ist es klug, wenn wir uns jetzt darauf vorbereiten und sowohl Sicherheitsbehörden als auch Jugend- und Sozialbehörden sensibilisieren.“ Das sagt jemand, der gerade in Köln zwei lebensgefährliche Messerattacken nicht verhindern konnte.
    – Auch sein Parteifreund Armin Schuster sieht es als „humanitäre Verpflichtung“ an, Frauen und Kinder zuerst zurückkehren zu lassen und psychologische Hilfestellung zu leisten. Sprich: den Harem der gefangenen IS-Mörder auf Steuerzahlerkosten einfliegen und versorgen zu lassen. Zu den IS-Mördern, die zu „Kämpfern“ verharmlost werden, weiß Schuster laut Saarbrücker Zeitung: „Wir haben es mit radikalisierten Menschen zu tun, deren Kriegserfahrungen nicht ohne psychologische Folgen bleiben können“.
    – Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour nannte es in der „Passauer Neuen Presse“ grundsätzlich richtig, deutsche mutmaßliche IS-Unterstützer nach Deutschland zurückzubringen.
    – „Eine pauschale kollektive Rücknahme von IS-Kämpfern kommt für uns keinesfalls in Betracht“, sagte stattdessen Innenstaatssekretär Stephan Mayer (CSU) der „Passauer Neuen Presse“.

    Das Lippenbekenntnis der vorgenannten Politiker, dass die IS-Dschihadisten auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden müssen, reicht nicht. Denn die Erfahrung lehrt, dass sich deutsche Gerichte von Terroristen auf der Nase herumtanzen lassen.

    Ein weiterer Ansatz, gegen IS-Doppelstaatler vorzugehen, scheint schon im Vorfeld im interministeriellen Hickhack stecken zu bleiben. Die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD, eine rechtliche Grundlage für Ausbürgerungen von Dschihadisten mit doppelter Staatsangehörigkeit per Gesetz zu schaffen, kann wegen „Arbeitsüberlastung“ der zuständigen Ministerien bis zum St. Nimmerleinstag dauern und umfasst allenfalls 200 von über 769 Ausgereisten, die eine doppelte Staatsbürgerschaft haben.

    Statt völkerrechtlicher Eile wäre es vielversprechender, die Täter „vor Ort“ zur Verantwortung zu ziehen und zu verurteilen. Syriens Kurden haben die Vereinten Nationen aufgerufen, in dem Bürgerkriegsland internationale Sondergerichte für inhaftierte IS-Täter einzurichten. Prozesse unter dem Dach der UN könnten hiernach eine Lösung sein, die alle zufriedenstelle.

    Die IS-Mörder mit ihrer religiös-ideologischen Zielsetzung, die Welt von anti-islamischen Kräften zu „reinigen“‚ sind auf eine Stufe zu stellen mit Verbrechern der Nazi-Zeit. Es liegt nahe, dass sie von der Weltgemeinschaft analog den Nürnberger Prozessen angeklagt und verurteilt werden sollten.

    Solange sind die IS-Gefangenen vor Ort zu internieren, zu enttarnen, anzuklagen und zu verurteilen. Jeder deutsche Euro wäre hierfür gut angelegt.*

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