Zweifel an der Strategie der EVP – oder: Orbáns Wertetreue vs. EVP-Werteverlust

(www.conservo.wordpress.com)

von Peter Helmes

Mageres strategisches Denkvermögen der EVP

Schon bei der Frage zur Haltung der Unionsparteien gegenüber der AfD wurde (und wird weiterhin) klar, daß den Christdemokraten der Sinn einerseits für Toleranz, andererseits für strategisches Denkvermögen abhandengekommen ist. Außer einem kategorischen NEIN fällt ihnen nichts Konstruktives ein. Es wird also weiter Front gegen die AfD genau so wie gegen Orbán bzw. seine Partei Fidesz gemacht, und die politischen Wettbewerber reiben sich vergnügt die Hände über so viel Borniertheit.

Die sozialdemokratisierten Christdemokraten irren sich gewaltig. Ihr gebetsmühlenartig wiederholtes Mantra, ihre programmatischen Wurzeln stammten auch aus dem Konservatismus, nimmt ihnen niemand mehr ab. Ihre praktizierte Politik ist links und zeitgeistergeben. Viktor Orbán wird nicht müde, gerade auf diesen Punkt hinzuweisen – und die getroffenen EVP´ler schreien auf.

Keinen EU-Superstaat, keine Brüsseler Krake, keine entfremdete EU

Das ist in Ungarn und erst recht in Orbáns Fidesz-Partei vollkommen anders. Dort leben die alten Werte noch. An dem „visionären Gestaltungswillen“ „großer Europäer“ wie Merkel und Macron fehlt es Viktor Orban offenbar gewaltig: Er will einfach keinen EU-Superstaat, verweigert sich der von Gesellschaftsklempnerin Merkel seit ihrer Schleusenöffnung im September 2015 angemahnten europäischen Asylsolidarität, will von „Resettlement“ ebenso wenig wissen wie von „Relocation“ und ist zu allem Überfluß auch noch böse zum gütigen Philantropen Georges Soros alias György Schwarz, seinem ehemaligen Landsmann – ein Mann der harten Art, mit festen Grundsätzen.

Orbán ist Realpolitik wichtiger ist als verblaßte „humanitäre Imperative“, Visionen von Multikulti und Umvolkung alias Ersetzungsmigration (Replacement Migration). Vielleicht sollten sich der deutsche Michel und das deutsche Gretchen angesichts der bevorstehenden EP-Wahlen einmal überlegen, wo der Tumor wirklich steckt – nämlich welches die Krankheit ist und welches die Medizin. Diejenigen, die heute im Namen ihrer angeblich demokratischen Gesinnung auf Ungarn eindreschen, müßten sich in Wahrheit vor diesem kleinen Land verbeugen.

Das gilt besonders für die alten und neuen Ungarn- bzw. Orbán-Feinde J.-C. Junckers mitsamt seiner EU-Nomenklatura, weite Teile der SPD, der Grünen und der Linkspartei, ja selbst weite Teile der CDU, fast die gesamte deutsche Linkspresse – sie alle müßten sich vor diesem kleinen Land verbeugen.

Wer geglaubt hatte, das ständige Herumhacken auf Orbán würde die Ungarn weichkloppen, irrt sich also gewaltig. Die Unterstützung im Lande für Orbáns Kurs wächst eher – wie auch bei den (wirklich) konservativen Parteien in Europa.

Orbán dürfte also zu Recht überlegen, ob es nicht angebracht sei, daß Fidesz das demütigende Feilschen mit der Europäischen Volkspartei beendet. Die CDU – erst recht nicht die EVP – ist schon längst nicht mehr die Partei eines Helmut Kohl.

Sie verteidigt nicht mehr die Nationen oder das Christentum und das traditionelle Familienmodell. Die EVP ist zum Diener des kranken Liberalismus geworden.

Die Alternative für Fidesz ist gar nicht so unattraktiv: Sie liegt in einer neuen bzw. erweiterten Allianz mit Italiens Lega-Chef Salvini, mit der Freiheitlichen Partei Österreichs FPÖ und mit der polnischen Regierungspartei. Das würde eine wesentlich stärkere Konkurrenz – ja, eine Bedrohung – zur EVP bedeuten.

Trotzdem scheint die EVP auf stur zu schalten. Statt die strategischen Gehirnzellen anzustrengen, läuft man dem Zeitgeist hinterher, der da vorgibt, ein „Rechter“ wie Orbán gehören nicht in die EVP. Flugs wird EVP-Frontmann Weber nach Budapest gesandt, um Orbán zum Kotau zu zwingen, widrigenfalls ihm den endgültigen Abschied aus der EVP zu bereiten.

Rechnung ohne den Wirt

Michael Kornowski*), renommierter Chef des Blogs „Ohne Umschweife“, schreibt dazu am 8.3.19:

Das nenne ich Rückgrat Er ist konsequent und geht seinen Weg – den richtigen Weg für die ungarische Bevölkerung. Viktor Orbàn verweigert EVP-Chef Weber die Entschuldigung und wird sich nicht der Migrationspolitik der EVP unterwerfen, die die Zuwanderung im Einklang mit allen anderen Parteien außer den „Rechten“ weiter forciert. Viktor Orbàn nimmt es in Kauf, dass er und seine Fidesz-Partei jetzt ganz offiziell genauso geächtet werden wie der Front National, AfD, Lega Nord und andere. Orbàn bleibt bei seiner Meinung und somit wird der rechte Flügel in der EU gestärkt. Und das ist gut so! (siehe: https://kurier.at/…/strache-gemeinsame-fraktion-v…/400426970)

*) Quelle: https://www.facebook.com/ohne.umschweife1/

Die Diskussion bleibt also vorerst virulent – und wird den EP-Wahlkampf belasten. Denn die Differenzen innerhalb der EVP zeigen, was für ein Chaos uns nach den Europaparlamentswahlen im Mai erwarten könnte.

Die Europäische Volkspartei hat damit ein selbstverschuldetes Problem: Wirft sie Orbáns Partei raus, schwächt sie ihre eigene Fraktion – und schlimmer noch: stärkt die so sehr bekämpften „Rechten“. Und auch EVP-Chef Weber hätte ein zusätzliches Problem:

Der CSU-Vize und EVP-Spitzenkandidat strebt nach der EU-Wahl im Mai den Chefposten der Kommission an. Dafür braucht er eine Mehrheit der 705 Abgeordneten, die die EVP weder alleine noch – anders als vor fünf Jahren – zusammen mit den Sozialdemokraten schaffen dürfte. Sollten die zwölf Abgeordneten von Fidesz nicht mehr zur EVP gehören, bräuchte er noch mehr Unterstützer aus einer anderen Parteiengruppe.

Weber hatte Orban am Dienstag drei Bedingungen gestellt, um einen Ausschluß der Fidesz-Partei aus der EVP abzuwenden. Orban solle „die Anti-Brüssel-Kampagne seiner Regierung sofort und endgültig stoppen“, sich bei den anderen EVP-Mitgliedsparteien entschuldigen und einen Verbleib der Central European University (CEU) in Budapest sichern. Die CEU wurde vom ungarischstämmigen US-Milliardär George Soros gegründet, den Orbans Regierung heftig anfeindet. Die Universität verlegt nun den Großteil ihres Lehrbetriebs nach Wien.

Weber kündigte gestern (10.3.19) in der „Welt am Sonntag“ an, er wolle persönlich nach Budapest reisen, um dort mit Orban zu sprechen. Es geht um die Frage, ob Orbans Partei Fidesz weiter Teil der EVP bleiben könne. Weber betonte, es gehe keineswegs um einen Ost-West-Konflikt oder um Migrationspolitik, sondern um Werte, die die EVP und die EU ausmachten.

Wer verteidigt hier „Werte“?

Man faßt es nicht! Weber spricht doch tatsächlich – wohlgemerkt zur Unterstützung der Rausschmißaktion gegen Orbán – von „Werten“. Wer hat denn unsere tradierten Werte über Bord geworfen und das christliche Erbe Europas verraten? Orbán gewiß nicht! Nein, er ist ein glühender Verfechter und Verteidiger dieser Werte, die in Ungarn noch gepflegt, im sozialistischen Einheitseuropa aus EVP und Sozis jedoch mit Füßen getreten werden (siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2019/03/03/orbans-gegner-blamiert-ungarns-wirtschaft-waechst-schon-das-siebte-jahr/).

Es hat allerdings fast den Anschein, als sei Weber inzwischen etwas nachdenklicher geworden. Denn er schob wenig später einen bemerkenswerten Satz zum möglichen Orbán-Rauswurf hinter: „Wird dann Europa an dem Tag danach besser sein?“ Der Unionspolitiker betonte: „Jede Partei in Europa hat doch ihre Sorgenkinder.“ Und attestierte weiter: „Wir haben zu viel Hochnäsigkeit von unserer Seite gegenüber Mittel- und Osteuropa.“ Man müsse lernen, einander zuzuhören und aufeinander zuzugehen. „Wir leben heute im Europa von Kaczyński, der gewählt ist. Wir leben im Europa von Orbán, der gewählt ist.“ (siehe: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_85384164/tv-kritik-anne-will-dann-ist-orban-nicht-mehr-zu-halten-.html)

Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich inzwischen für neutral erklärt und gleichzeitig seine Ablehnung gegenüber des Rauswurfs deutlich gemacht.

Tajani ist gegen einen Ausschluß der ungarischen Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban aus der Europäischen Volkspartei (EVP). „Viktor Orban führt Wahlkampf“, sagte der Italiener, dessen Partei Forza Italia ebenfalls zur EVP gehört, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Wochenende. Über Orbans Kampagne gebe es „eine Debatte zwischen den Mitgliedstaaten und innerhalb der christdemokratischen Parteienfamilie“. Als Präsident des EU-Parlaments verhalte er sich dazu „neutral.“

Tajani wies darauf hin, daß sich nur zwölf EVP-Mitgliedsparteien aus neun EU-Staaten dafür ausgesprochen hätten, die Mitgliedschaft von Fidesz zu beenden oder auszusetzen. „Forza Italia gehört nicht dazu.“ Die graue Eminenz der Forza Italia, Berlusconi, versicherte inzwischen ebenso, daß seine Partei gegen den Ausschluß der Fidesz aus der EVP stimmen werde.

Mittlerweile haben 13 Mitgliedsparteien ans EVP-Präsidium geschrieben, die die Aussetzung der Fidesz-Mitgliedschaft oder den Ausschluß aus der Parteienfamilie fordern, sagte eine EVP-Sprecherin am Freitag (8.3.) der Deutschen Presse-Agentur.

Vergangene Woche waren es noch 12 gewesen. Nach Angaben der Sprecherin stammen die Briefe von zwei Parteien aus Belgien, je einer aus Luxemburg und den Niederlanden sowie je zwei aus Schweden und Portugal. Zudem haben sich Parteien aus Finnland, Griechenland, Litauen und Norwegen ans EVP-Präsidium gewandt. Zuletzt kam nun ein Schreiben der Demokraten für ein starkes Bulgarien hinzu. (Anmerkung: Die Europäische Volkspartei (EVP) stimmt am 20. März über den Verbleib der ungarischen Regierungspartei Fidesz im konservativen Parteienverbund ab.)

Orbán kompromißwillig: Fristgerechte Antwort Ungarns an die EU-Kommission

Ungarn hat am Freitag (8.3.19) auf über hundert Seiten seine Antwort auf die Vorhaltungen der EU-Kommission eingereicht. Diese hatte behauptet, diverse ungarische Gesetze verstießen gegen die EU-Verträge.

Fristgerecht hat die ungarische Regierung am Freitag auf Briefe aus Brüssel geantwortet, mit denen die EU-Kommission vor einem Monat drei Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hatte. Laut einem hohen ungarischen Beamten in Brüssel umfaßt die Stellungnahme mehr als hundert Seiten. Sie enthalte Vorschläge für Änderungen an den beanstandeten Gesetzen, aber auch Klärungen und Begründungen, die aus ungarischer Sicht die Bedenken Brüssels zerstreuen sollten.

Gewichtige Bedenken

Die EU-Kommission ist die Wahrerin der EU-Verträge und leitet routinemässig viele Vertragsverletzungsverfahren gegen Mitgliedsländer ein. Finden die Kommission und das jeweilige Land keine Einigung, muß schließlich der Europäische Gerichtshof entscheiden. Die Verfahren gegen Ungarn sind insofern ungewöhnlich, als sie gleich drei Kernelemente eines Rechtsstaates betreffen: die Unabhängigkeit von Institutionen wie der Nationalbank, der Datenschutz-Behörde und der Justiz.

Die Antwort Ungarns ist nicht öffentlich, doch ist aus ungarischen Quellen in Brüssel zu vernehmen, die Regierung Orban in Budapest biete Konzessionen an. Demnach hat sich Ungarn bereit erklärt, jenen Artikel zu streichen, der die Fusionierung der Zentralbank mit der Finanzaufsichtsbehörde erlaubt. Ebenso ist die Regierung gewillt, auf einen Sitz im beschlußfassenden Gremium der Nationalbank zu verzichten. Diese Konstellation entspreche zwar ungarischer Tradition, und der Regierungsvertreter habe ohnehin kein Stimmrecht, doch vermöge Ungarn in dieser Sache der Kommission zu folgen.

Darüber hinaus hat Orban aber auch einen nicht bekannten Entwurf zur Nachbesserung der Gesetze unterbreitet. Ungarn wird nichts unternehmen, ehe die Kommission nicht die umfangreiche Antwort auf ihre Vorhaltungen geprüft und gewogen hat.

Bleibt zu frage, wo eigentlich die Betonköpfe sitzen: in Brüssel oder in Budapest. Und eines darf man jetzt schon voraussagen: Am Tag nach der EP-Wahl haben Europas linksvereinigte Parteien heftige Kopfschmerzen, derweil die Konservativen Grund genug zum Feiern haben dürften.

www.conservo.wordpress.com     11.03.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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6 Antworten zu Zweifel an der Strategie der EVP – oder: Orbáns Wertetreue vs. EVP-Werteverlust

  1. m schreibt:

    Danke für den ausführlichen Text.

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  2. Artushof schreibt:

    Herr Broder spricht:

    ein interessanter Vortrag

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  3. Karl Schippendraht schreibt:

    Nicht Miglied dieser EUdSSR zu sein bedeutet volle Souveränität . Teilweise lachen uns die Ungarn jetzt schon aus . Wer den Sowjetimperialismus erlebt hat , wünscht sich keine Wiederholung , auch nicht unter einer europäischen Flagge . Zu Sowjet-Zeiten saßen die Strippenzieher zumindest noch auf dem gleichen Kontinent , heute sitzen sie jenseits des Atlantik .
    Dafür arbeiten ihre europäischen Statthalter um so eifriger an der Zerstörung des historisch gewachsenen Europa . Allerdings ist es nicht verwunderlich , wenn vorrangig westeuropäische Parteien gegen Ungarn wettern – die sind mangels eigener Erfahrung und mangels Weitblick nicht in der Lage , zu erkennen , worauf sie sich mit dieser EU eingelassen haben . Wenn sie es erkennen , ist es zu spät .

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  4. ceterum_censeo schreibt:

    – Nicht (nur) zur EVP, sondern zur ‚C‘ DU –

    Und wie halten wir es damit?

    Die WerteUnion – eine konservative Fliegenfalle für die Leichtgläubigen
    12. März 2019 Brennpunkt
    https://www.journalistenwatch.com/2019/03/12/die-werteunion-fliegenfalle/
    – Wirklich nur ein zahnloser Tiger? –

    Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion, einem Zusammenschluss wertekonservativer Unionsanhänger, fordert mal wieder den Rücktritt der Kanzlerin. Die WerteUnion selbst hat ein paar Facebookanhänger, spielt aber ansonsten keine bedeutende Rolle im Machtgefüge der bundesrepublikanischen Politik. Da kann Herr Mitsch ehrbar fordern und wünschen wie er will – seine Anliegen, beispielsweise Friedrich Merz als Parteichef zu bekommen, werden in Berlin nicht bedacht.

    Dennoch erfahren Mitsch und seine Anhänger, zu denen nun auch der geschasste Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen gehört, ein wenig Aufmerksamkeit in der Presse. Dabei wird ihre Rolle und Machtposition regelmäßig maßlos überhöht. Wenn Mitsch und seine WerteUnion Forderungen stellen, zirpen die Grillen im Kanzleramt fröhlich und ungestört weiter. Am Stuhl der Kanzlerin sägen diese wenigen Aufrechten nicht.

    Sie sind, man muss es leider sagen, für die Unionsführung reine Feigenblätter, quasi konservative Venusfliegenfallen für die letzten Konservativen und Rechten in der CDU, die nach 2015, 2016, 2017 und 2018 sich an immer neue politische Wunderwaffen klammern, weil sie an eine Selbstheilung der CDU nach Merkels Abgang glauben. Dabei werden regelmäßig scheinkonservative wie Jens Spahn oder sogar AKK in Stellung gebracht, um die konservative Wähler der Union, meistens Altherrenvereinigungen, die Adenauer und Kohl nachweinen, noch ein paar Jahre bis zu ihrem baldigen Ableben an die CDU zu binden.

    Die WerteUnion hat lediglich eine Funktion und es ist unerheblich, ob Alexander Mitsch sich dieser Funktion selber wirklich bewusst ist. Sie soll die Wählerabwanderung zur AfD bremsen, bis die CDU die neuen Wählerschichten der SPD, Grünen und der wachsenden Migranten mit deutschem Pass, erschlossen hat. Es ist ein Spiel auf Zeit. Und so wie es aussieht, steht uns bundesweit bald Schwarz-Grün als Koalition mit eventueller gelber Beteiligung ins Haus. Steht erst diese große Regierungsallianz, wird man sich auch der miesepetrigen Herren bei der WerteUnion entledigen.  Seht es ein! Die alte CDU ist tot und sie kommt auch nie mehr wieder! Angela Merkel und ihre Getreuen haben kannibalisiert, was vom kläglichen Rest der Union nach der Ära Kohl noch übrig war. Jetzt wird grüne Politik im schwarzen Kleid gemacht.
    Wer heute noch CDU wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (CK)

    Starker Tobak, fürwahr, aber:

    Dem Schlußsatz würde ich in der Tat zustimmen – Der wählt: Weiter so!

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  5. pogge schreibt:

    Die Eurokraten wollen nach der EU-EUROPA-Parliamentswahl 2019 im Mai 2019 den Finanzellen Vernichtungsschlag gegen Deutsches Volk durchführen !

    Die Eurokraten, EU und EZB werden führen eine Massenhafte Zwangsenteigenung aller Konten in Deutschland und der ganzen EU nach der EU-Europa-Parliamentswahl 2019 im Mai 2019 durch !

    https://video.fid-verlag.de/?vlpkit_instance_id=756&wkz=SSB5933&banner=SAM_250256438839&SYS=571&SCID=c3ZlbnVuZ2xhdWJlMUB5YWhvby5jYQ%3D%3D&utm_source=194041140958&utm_medium=email&utm_campaign=250256438839_2019-03-04T06%3A00_SSB5933+IA

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    • pogge schreibt:

      Darum anzetteln diese EU-Bozen jetzt den Finanzmarkt-SuperGAU mittels der Deutsche Bank AG und Commerzbank AG Pleite Bankenfusion !

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