Der Zweck der EU ist die EU, nicht du

(www.conservo.wordpress.com)
  1. April 2019-Nachtrag von Dushan Wegner *)

Die EU will Macht. – Macht über Staaten, Macht über unser Denken (kein »Hass«!), Macht über das, was wir im Internet hochladen – und nun auch Macht übers Gaspedal. Das kann man gut finden, doch man sollte zugeben, dass die EU so kein Freiheits-Projekt ist.

Das System hatte die tanzbarste Musik des letzten Jahres gespielt; die Musikauswahl hielt die Erregung auf dem geplanten Niveau, mit steigender Intensität. Zwischendurch streute das System einige Lieder ein, die von den Algorithmen als die Sommerhits für 2030 vorhergesagt wurden.

Es war eine gute Party gewesen, bis er sich an der Bar gestritten hatte. Er wusste nicht einmal mehr worüber. Es ging um Politik. Er hatte etwas gesagt, woraufhin der Barmann schwieg und sein Gegenüber nervös von ihm wich.

Seine Kollegen tanzten noch. Das Implantat hatte ihm geraten, den Club zu verlassen. Er hatte vermutet, es sei um seine Gesundheit besorgt gewesen.

Er stand draußen, allein, und das Implantat fragte: »Möchten Sie nach Hause gefahren werden?«Er nickte.

Ein leeres Auto hielt vor ihm.

Es war sauber.

Die Tür surrte auf. Er stieg ein. Die Tür surrte zu.

»Nach Hause!«, sagte er.

Das Auto legte ihm den Gurt an und sagte: »Wir fahren los.«

Er wägte ab, ob es ihm nachher besser oder schlechter gehen würde, wenn er auf der Fahrt etwas schliefe.

Das Auto bog ab, dann bald nochmal.

Er seufzte. Das Auto war falsch abgebogen. Es passierte selten, aber es passierte.

»Falscher Weg«, rief er, »gibt es eine Störung? Nach Hause!«

Das Auto sagte nichts.

»Falscher Weg!«, rief er, und er nannte seine Adresse, zur Sicherheit.

Das Auto sagte nichts, beschleunigte dafür.

Er lehnte sich vor, zögerte etwas, und drückte dann doch auf den Nothalt-Knopf.

Das Auto reagierte nicht.

Er drückte wieder.

Das Implantat sagte: »Bleiben Sie ruhig. Es ist laut Gesetz notwendig, dass Sie ruhig bleiben.«

Er hatte eine Ahnung.

›Ach Mist‹, dachte er, ›ich hätte den Mund halten sollen.‹ – Es war anderen schon passiert, er hatte davon gehört, aber noch nicht ihm.

Das Auto bog ab und fuhr in eine Einfahrt wie zu einer Tiefgarage, ein Tor wurde geöffnet, sie fuhren hinein und das Tor schloss sich hinter ihnen.

»Es ist laut Gesetz notwendig, dass Sie ruhig bleiben.«

Er fasste sich hinters Ohr, um das Implantat auszuschalten, doch da blieben sie schon stehen, und das Auto öffnete die Tür.

Zwei Herren in der Uniform der Haltungsbeamten erwarteten ihn. Man machte ihm ein Zeichen, dass er aussteigen solle.

Er fragte: »Waren es die Dinge, die ich im Club sagte?«

Einer der Haltungsbeamten zog nur die Augenbrauen hoch und schob ihn am Oberarm durch die Tür ins Gebäude.

»Ich habe es nicht so gemeint!«, beteuerte er, doch er wusste genau, dass nach dem neuen Nicht-nicht-so-gemeint-Gesetz jede politisch bewertbare Aussage als mit übler Intention zu bewerten sei, europaweit.

»Wir hoffen«, säuselte das Auto, »dass Ihre Fahrt angenehm war!«

Das eine oder andere interessante Gesetzesprojekt in trockene Brüsseler Tücher gebracht

Während viele Bürger von schulstreikenden Kindern und anderem Vorübergehenden abgelenkt waren, hat die EU das eine oder andere interessante Gesetzesprojekt in trockene Brüsseler Tücher gebracht. Vom »Artikel 13« haben »wir im Netz« gehört. Es gab sogar Demonstrationen gegen die Uploadfilter, doch Demonstrationen kommen und gehen, buchstäblich. – Noch während den Bossen der Medienkonzerne die Ohren vom lauten Knallen der Champagnerkorken pfiffen, wurde bereits Druck ausgeübt, den Uploadfilter rasch auf »terrorististische« Inhalte auszuweiten (netzpolitik.org, 29.3.2019). – Eines der Probleme ist die Vagheit des Wortes »terroristisch«; wie definiert man »terroristisch«, so dass eine Maschine es im Vorfeld erkennen kann? (Test-Frage: Wären religiöse Schriften, die explizit sagen, dass sie nicht Frieden bringen wollen, sondern »das Schwert«, etwas, das ein automatischer Filter »terroristisch« nennen sollte? Wenn Sie das bejahen, haben Sie eben die Bibel verboten: »Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.«, Mt 10:34) – Ich weiß, ich weiß, alles nur metaphorisch gemeint, aber erklären Sie das mal einem Uploadfilter – oder einem EU-Bürokraten!) – (Cory Doctorow hat für eff.org, 9.10.2018 erklärt, wie die als »Artikel 13« bekannten Regelungen eine weltweite Zensur bedeuten könnten.)

Nicht nur was ins Netz darf, will man von Brüssel aus regeln, auch wer ans Auto-Steuer darf und wie schnell er fahren darf!

Während in Talkshows im Zeichen der kindlichen Öko-Prinzessinnen »diskutiert« wird, wie Deutschland aus allen Energieformen außer den unrealistischen aussteigt, einigten sich EU-Unterhändler in Brüssel darauf, dass ab 2022 alle Autos mit Tempobremsen und Alkohol-Wegfahrsperren ausgestattet sein sollen (laut welt.de, 31.3.2019). Dirk Maxeiner hatte es schon vor Jahren vorgesehen: Das Auto wird zum Einzelabteil einer Straßenbahn (achgut.com, 31.3.2019: »Der Sonntagsfahrer: Dein Auto als Staats-Trojaner«). Im Geist der Totalüberwachung soll eine »Blackbox« die Fahrtdaten mitschreiben und elektronische System sollen überwachen, ob der Fahrer nicht etwa »abgelenkt« wird oder müde ist – nein, das ist keine Verschwörungstheorie (und kein Aprilscherz von EU-Kritikern, wie ich eine Zeit lang dachte), das ist denen ernst und Sie können es auf deren Website nachlesen: europa.eu, 26.3.2019.

Im Überwachungsrausch

Man hat das Gefühl, in Brüssel und Berlin steigern sich einige derzeit in einen Überwachungsrausch, sei es mit NetzDG, mit Artikel 13 und Uploadfiltern, oder eben mit Autoüberwachung. Anfang Februar dieses Jahres meldete die EU stolz (und selbstverständlich weitgehend unkritisiert von Staatsfunk und Haltungsjournalisten) einen »Erfolg« im Kampf gegen »Hate Speech«. Während man in den Sozialen Medien täglich mitbekommt, wie Kritiker und Abweichler abgeschaltet werden, feiert sich die EU, dass aktuell bei den großen Anbietern 89% der gemeldeten Inhalte innerhalb von 24h entfernt wurden, was doppelt so viel sei wie noch 2016 (dw.com, 24.2.2019). – Man muss es sich vergegenwärtigen: Unter dem Schlagwort »Hate speech crackdown« ist die EU stolz auf sich, dass sie besonders effektiv und ohne Gerichtsverfahren die Äußerungen ihrer Bürger in den Sozialen Medien löschen kann. – Und nein, es handelte sich nicht um allesamt »böse Leute«! Die Sperrungen, die nach Intervention von Anwälten wie Joachim Steinhöfel hin wieder aufgehoben wurden, sind ein Hinweis darauf, was für eine miserable Idee es ist, angelernte Hilfskräfte und Algorithmen über die Ausübung von Grundrechten entscheiden zu lassen.

EU verstehen

Man könnte die EU für ein ineffektives System halten, doch das wäre kurzsichtig.

Ein Elefant klettert bekanntlich schlecht auf Bäume, ein Affe tut sich beim Tragen schwerer Lasten schwer, und beide können nicht halb so gut schwimmen wie ein einfacher Fisch.

Die EU benimmt sich nicht viel anders als jedes andere System, das überleben und seinen Einfluss auf andere Teil- und Nachbarsysteme mehren will (wobei »will« ein unzulässiges Zuschreiben von Absicht ist, als redete man von einem Individuum).

Um das Handeln der EU zu verstehen, könnten wir als Hilfsthese anlegen: »Was die EU tut, tut sie, um ihre Macht und damit ihre Überlebenschancen zu mehren – sie stellt sich dabei aber nicht immer klügstmöglich an.«

Daraus ließe sich als weitere These ableiten: Wer als Bürokrat in Brüssel unterkommen will, der muss sich selbst aufgeben und sich ganz der Macht Brüssels hingeben. (Das würde manchen merkwürdigen Hurra-Wahlkampf zur EU-Wahl erklären.)

Weder Meinungsfreiheit noch Autofreiheit noch allzu große unternehmerische Freiheit sind im Interesse Brüsseler Macht, zumindest nicht kurzfristig.

Brüssel macht ja gar kein Geheimnis daraus, dass es die EU im Wettbewerb etwa mit China sieht – China aber sieht allzu große Freiheit seiner Bürger als direkte Gefahr für seine Macht an und reglementiert sie entsprechend. (Ähnlich wie Angela Merkel im Kanzleramt und wie es von der EU gefördert wurde, experimentiert auch China mit »Nudging«, also psychologischem Quasi-Zwang, der nicht als solcher wahrgenommen wird; Merkel: welt.de, 12.3.2015, EU: nudge-it.eu, eesc.europa.eu, 15.12.2016: »use of nudges in public policy-making« etc., China: en.wikipedia.org/wiki/Social_Credit_System . Das Ziel der Macht ist mehr Macht, und wenn es dabei »sympathisch« und ohne Zwang auftreten kann – und damit effektiver – umso besser!)

Wer die EU stärken will, der muss rein logisch die Macht Brüssels stärken – und damit die Freiheit des Bürgers beschneiden.

Wer mehr Macht für Brüssel fordert und die Freiheit des Bürgers hochzuhalten verspricht, der lügt entweder, oder er denkt nicht so gut, oder er hat ein geheime Logik in der Hinterhand, die er uns bitte dringend erklären soll. Freiheit bedeutet eben auch, das System selbst in Frage zu stellen – wie aber kann Macht bestehen, wenn Teile des Systems eben dieses in Frage stellen?

Wir erleben heutzutage manchen, der sich »Liberaler« nennt, doch de facto mehr Europa fordert – aber gut, wir erleben auch christliche Kirchenfunktionäre, die sich für den Islam starkmachen.

Die EU-Projekt begann einst als Zollunion, als Zweckverband; wenn man dubiose Aktionen wie etwa die quasireligiöse »No-Hate-Speech«-Propaganda des Europarates hinzunimmt, dann nimmt das politische Europa-Projekt immer mehr die Züge einer postreligiösen Sekte an, und Sekten neigen bekanntlich nicht dazu, den Beteiligten allzu viele Freiheiten zu gewähren.

Wie ist denn das Verhältnis der EU zur Freiheit der Bürger? So viel wie möglich oder so viel wie nötig? Aus freiheitlicher Sicht problematische EU-Beschlüsse, verbunden mit dem weisheitsfernen Auftreten ihrer lautesten Apologeten, lassen mich am »so viel Freiheit wie möglich« zweifeln.

Wer eine starke EU will, muss schwache Bürger in schwachen Mitgliedsstaaten wollen. Wer dagegen ein starkes Europa will, der sollte eine zweckgebundene EU fordern, die sich auf Zollregeln und von mir aus ein paar technische Standards beschränkt – doch wer statt EU-Zentralismus lieber ein wirklich starkes Europa möchte, den wird man heute einen »Europa-Feind« nennen – und bald wird ein Auto ihn vollautomatisch bei den Haltungsbeamten vorbeifahren.

Frag nicht, warum

Wer fragt, warum die EU die Freiheit der Bürger beschränken will, ist bereits hereingefallen, denn die Frage impliziert, dass es in den fernen Fluren Brüsseler Bürokratie irgendwelche Werte geben könnte, die über der Freiheit des Einzelnen stehen. Wenn wir als freie Bürger zum Schluss kommen, dass Brüssel kein Recht hat, uns unsere Freiheit zu nehmen, erübrigt sich die Frage, warum sie es wollen sollten.

Darf von Brüssel aus ins Gaspedal von Autos eingegriffen werden? Gegenfrage: Wann wurde jemals darüber abgestimmt, sei es in Lissabon oder in Berlin, in Rom oder in Warschau, ob die EU so tief in den Alltag jedes Bürgers eingreifen darf? Heute entscheidet man von Brüssel aus, dass du zu müde zum Autofahren bist, morgen beschließen die Roboter, dass du »voller Hass« bist und deshalb aus Sicherheitsgründen nicht Auto fahren darfst.

Wenigstens gute Musik

Der Brüsseler Machtapparat wird mehr Macht wollen – viele Apparatschiks, die sich für Brüssel bewerben, lassen nicht den Hauch eines Zweifels daran, dass sie Brüssel mehr Macht geben wollen.

Mancher Politiker scheint sich mehr beim Brüsseler Moloch als beim Bürger anzubiedern, in einem merkwürdig spirituellen Aberglauben, dass wenn Brüssel ihn liebe, die Kräfte-von-oben ihm schon noch die Wahl bescheren würden.

Leute, die man zu deren eigenem Schutz nicht ans Steuer lassen sollte, werden uns ab 200 km/h ins Autosteuer greifen, automatisch. Ich weiß nicht, wann wir darüber abgestimmt haben, doch wer ein guter Demokrat sein will, der fragt so was heute nicht.

Wenn sie uns schon in Steuer greifen, wenn sie uns schon die Bananenkrümmung und die richtige Meinung vorgeben, dann sollen sie uns wenigstens auch die Algorithmen liefern, mit den kommenden Sommerhits. Wenn das EU-gesteuerte Auto mich zu den Haltungsbeamten fährt, möchte ich dabei wenigstens gute Musik hören. (Original: https://dushanwegner.com/der-zweck-der-eu/?mc_cid=d7ad5e5464&mc_eid=ac82e0b2ba)

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www.conservo.wordpress.com     2.4.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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13 Antworten zu Der Zweck der EU ist die EU, nicht du

  1. francomacorisano schreibt:

    Wozu brauchen wir einen EU-Ratspräsidenten, zusätzlich zu einem EU-Kommissionspräsidenten mit sechs Vizepräsidenten und 2o weiteren Kommisaren? Und ein EU-Parlamentspräsident ist ja auch noch da! Alle mit großem Hofstaat und tausenden von EU-Beamten. Einen EU-Finanzminister soll es nach dem Willen der EU-Besoffenen auch noch geben. Das Beamtenheer in den EU-Mitgliedsstaaten ist im Gegenzug aber nicht kleiner geworden! Die EU unterhält weltweit diplomatische Vertretungen, zusätzlich zu den Botschaften der Mitgliedsstaaten. Alles auf unsere Kosten!

    Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen phöse Rächz-Populisten wählen, damit dieser Beamten-Dschungel radikal gekürzt wird!!!

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    • Verismo schreibt:

      francomacorisano,

      Sie sagen es.
      Und Herr Münzenmaier von der AfD spricht genau von diesem Bürokratenhofstaat.
      Wir müssen zu den mutigen Streitern in der AfD stehen, die für ein Europa der Vaterländer stehen, und nicht zu der Vorstellung eines „ischiasgeplagten“ Junckers.
      Sehenswertes youtube:

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    • Verismo schreibt:

      francomacorisano,

      Sie sagen es.

      Und Herr Münzenmaier von der AfD spricht genau von diesem Bürokratenhofstaat.
      Wir müssen zu den mutigen Streitern in der AfD stehen, die für ein Europa der Vaterländer stehen, und nicht zu der Vorstellung eines „ischiasgeplagten“ Junckers.
      Sehenswertes youtube:

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  2. Sandokan schreibt:

    Der Text fasst sehr schön zusammen, das das Brüsseler Bürokratiemonster Menschen verachtend alle Bürger Europas unter eine kranke Ideologie unterwerfen will. Schon allein wegen dem teuflischen Migrationspakt den Brüssel erzwingen will, sollte man den Laden der nicht mehr aus zu misten geht verlassen, es sei denn in Brüssel wird doch noch eisern ausgefegt.

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  3. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Conservo legt den Finger präzise in die Wunde, mit großer Kunstfertigkeit. Ausgezeichnet dargestellt.

    SIND WIR ABER MACHTLOS ???

    Das mußten die Mitteldeutschen 1989 auch annehmen. Schließlich war die DDR-Staisi noch viel mächtiger als die Antonio-Stiftung, ein Gemeinschaftsprojekt zweier Stasi-Tanten. Eine so übel wie die andere!

    Aber WIR MÜSSEN ETWAS TUN!!
    Richtig wählen, also nicht CDUSPDFDPGRÜNELINKE, das ist ein bescheidener Anfang.
    Er entspricht einem Mitteldeutschen, der nicht SED (heute: „Die Linke“) wählte sondern eine andere Blockpartei.

    ERST, als die Mitteldeutschen sich ihrer Zahl und Macht bewußt wurden, waren sie auf der Siegerstraße, und binnen Wochen war das System hinweggefegt. Allerdings haben sich die Deutschen bei der Wiedervereinigung vom „Westen“ über den Tisch ziehen lassen. Das darf uns nicht ein zweites Mal passieren!

    Als 1,5 MILLIONEN in Berlin vo dem Reichstag protestierten, krachte das System zusammen; kein System kann so etwas aushalten. Schießen und Aufhängen war gar nicht nötig.
    Nehmen wir uns ein Beispel daran!

    Wenn bloß jeder Hundertste der Einheimischen sich an einem Tag zum Protest vor dem Reichstag einfindet, ist das schon genug! Berufen wir uns auf das BRD-Grundgesetz; fordern wir nach
    Art. 156 eine neue Verfassung, die allerdings nicht von den bisherigen Herrschenden entworfen nd abgenickt sein darf. Trageen wir jetzt schon Grundsätze dazu zusammen!

    Mein Beitrag:
    Art. 1
    Das oberste Prinzip dieser Verfassng ist die Bewahrung der Menschenwürde.
    Sie besteht in der Geistigkeit des Menschen, in seiner Kultur, deren Träger das Volk ist.
    Art.2
    Das primäre Staatsziel des deutschen Staates ist die Erhaltung, Behauptung und Entwicklung des Deutschen Volkes und seiner gewachsenen Kultur.
    Art.3
    Alle Politik des Staates und seiner Behörden ist so auszurichten, daß das Wohl des Deutschen Volkes gemehrt, Schaden von ihm gewendet wird. Dieses Streben sei die Eidesformel zum Amtseid jedes Regierungsmitglieds, des Präsidenten und jedes Abgeordneten.

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  4. Pingback: Der Zweck der EU ist die EU, nicht du – alternativ-report.de

  5. Ulfried schreibt:

    Hallo Dushan Wegner,
    toller Text doch was wird dadurch verändert? NULL!
    Immer nur begleitendes Schimpfen auf derzeitige Zustände bringt gar nichts!!
    Während Vereine wie
    – EIN PROZENT
    – IDENDITÄRE BEWEGUNG
    – PIUSBRUDERSCHAFT
    tatsächlich handeln (von mir finanziell unterstützt) und etwas bewegen, jammert der Journalismus über die Zustände und vergißt, daß er als VIERTE MACHT IM STAAT eine Verantwortung hat.
    Wann geht das eigentlich los? Handeln ist Gold, schwatzen ist Blech! Wann beginnt der Journalismus mit der Aufarbeitung der Verbrechen des politischen Mainstream?
    Der ehemalige BILD- Chefredakteur Peter Bartels hat darüber jetzt ein Buch geschrieben, wie Journalismus als Anwalt des Volkes (Leser) fungieren sollte.
    Wann wird Blech wieder zu Gold?
    Meine Enkel will ich nicht mit Klima- Gretel auf einer Stufe sehen – freie Fahrt für freie Bürger!
    Kernkraftwerke und Kohle- Kraftwerke sind die Motoren unserer deutschen Wirtschaft – die dürfen wir nie stilllegen lassen, ebenso wenig wie unsere Diesel- Autos!
    Auch will ich nicht, daß meine Enkel rot- grün- islamisch versklavt werden!
    Goethe sagte durch Faust:
    Der Worte sind genug gewechselt,
    Laßt mich auch endlich Taten sehn!
    Indes ihr Komplimente drechselt,
    Kann etwas Nützliches geschehn.
    Also jetzt Vorschläge wie wir das „System“ in unserem deutschen Interesse verändern und die Kriegsverbrecher vor Gericht stellen!! Wie viel Zeit bleibt uns noch?? Bekomme ich eine Antwort??
    Gruß Ulfried

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  6. POGGE schreibt:

    EU wird So gemacht wie Sie die EU gemacht wird, WEIL „SACHSEN-COBURG-UND-GOTHA“ und „ROTHSCHILD“ und „ORANIE-NASSAU“ dass Alles So haben wollen mit dem ganzen Irren „LINKE FRANKFURFTER-SCHULE ZEUG’S“ und Allen EU-Schlechtigkeiten !!!!

    Und Luftholen-STEUER kommt auch Bald noch !!!!

    Papst Franziskus empfängt die „Ehemalige Königliche Familie von Sachsen“ im Vatikan !

    http://www.markgraf-von-meissen.de/de/seine-heiligkeit-papst-franziskus-empfangt-die-konigliche-familie-im-vatikan

    Papst Franziskus empfängt die „Ehemalige Königliche Familie von Sachsen“ im Vatikan !

    Diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha“ sind genau so Gefährlich wie die „Rothschilds“ !

    Wie dieser Papst Franziskus den „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ gehorsam aus der Handfressen tut ! Ob diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ sind ursprünglich Feind der Katholische Kirche gewesen, weil diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ sind die Gründer der Evangelischen Kirche zusammen mit Martin Luther gewesen und diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ waren die Hintermänner von Martin Luther gewesen ! ganz genau so wie bei den Rothschild’s !

    http://www.markgraf-von-meissen.de/de/seine-heiligkeit-papst-franziskus-empfangt-die-konigliche-familie-im-vatikan

    Dieser Papst Franziskus empfängt schon Niemanden Keinen als seine Ehrengäste der nicht in Freimaurerkreisen Macht hat und Einflussreich ist !

    Dass dieser Papst Franziskus sich auch sogar noch für die Durchsetzung der Persönlichen Interressen dieser „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ als Papst persönlich eingesetzt hat, obwohl diese Adelsfamilien ist NICHT-Katholische-Adelsfamilie, sondern diese Adelsfamilien ist Freimaurerisch-Evangelische-Adelsfamilie und deren Vorfahren waren die Hintermänner von Martin Luther und die Mitbegründer der Evangelischen Kirche zusammen mit Martin Luther gewesen !

    Dass dieser Papst Franziskus sich auch sogar für die Durchsetzung der Persönlichen Interressen dieser „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ als Papst persönlich eingesetzt hat, dass hatte DER ansonsten nur auch noch bei den Rothschild’s so gemacht und einigen Moslemherrschern so gemacht !

    Mit Kritischen Katholischen Pastoren aus seiner eigenen Katholische Kirche trifft dieser Papst Franziskus sich NICHT, Aber mit der Freimaurerisch-Evangelischen-Adelsfamilie „Sachsen-Coburg-und-Gotha“ trifft sich dieser Papst Franziskus und frisst den „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ aus der Hand wie ansonsten nur den „Rothschild’s“ !

    Papst Franziskus hatte sich als Papst persönlich eingesetzt für die Durchsetzung der Persönlichen Interressen dieser „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ dass würde DER schon nicht machen für diese Adel’s Sippe „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ Wenn diese Adel’s Sippe „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ nicht keinen Machteinfluss in der Freimaurerischen-NWO-Mafia hätten ! Diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ sind genau so Gefährlich wie die Rothschild’s !

    Auch diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ haben Ihre eigenen Banken-Netzwerke und Stiftungs-Netzwerke ganz genau so wie die „Rothschild“ ! Auch diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ kämpfen für NWO-Ziel, Frankfurter-Schuler-Ideologien, KLIMASCHUTZ-WAHN, ÖKO-REGILION und EU und UNO sind genau so wie die Rothschild’s !

    Diese „Sachsen-Coburg-und-Gotha’s“ sind genau so Gefährlich wie die „Rothschild’s“ !

    http://www.markgraf-von-meissen.de/de/seine-heiligkeit-papst-franziskus-empfangt-die-konigliche-familie-im-vatikan

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  7. nixgut schreibt:

    Hat dies auf Islamnixgut rebloggt.

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  8. georg200 schreibt:

    EU-Diktatur als Gebots- Verbots-u. machtgeilste Einrichtung in Europa – der Schrecken mehrheitlicher EU-Bürgern u. Vollstrecker der Souveranität deren Heimatländern !

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    • Merkel ist nicht so blöde und inkompetent, daß sie nicht genau wüßte, was sie dem Deutschen Volk antut. Sind alle Mitglieder der Junta gekauft?? Vermutlich nicht direkt.

      Da bleibt als Möglichkeit nur:
      SIE ARBEITEN ALLE FÜR FREMDE AGENDA!

      Der fette Harvard-„Prof.“ J. Fischer: „Nach einer Wahl können sich die Koalitionen ändern,
      DIE POLITIK BLEIBT DIE GLEICHE: Jeder weiß das!“
      Und von Juncker ist ein ähnliches Wort überliefert, auch von Seehofer, von Schäuble usw..

      Also „ändern Wahlen nichts“ und jede der Systemparteien ist gleich schlecht.
      ES IST WIE IN DER DDR: WIR HABEN KEINE WAHL!!

      Wer gibt aber die „Richtlinien“?
      Es ist die Spitze der Hochfinanz, ein winziger Zirkel, „die 300“ (Disraeli).
      ZIEL: Umverteilung vom Produzierenden in die eigenen Kassen, zuletzt weltweit (GLOBALISMUS).

      Man muß den Feind kennen und nennen.

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