Innen und außen wenig attraktiv – Das Versagen Lindners und das Elend der Liberalen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

„Schöne“ Köpfe ersetzen kein attraktives Programm

fdpZwei (angebliche) Liberale, die aber – obwohl natürliche Konkurrenten – derzeit meilenweit voneinander getrennt sind: Die aktuelle Grünen-Stärke in den Umfragen drängt die FDP dazu, sich an den Grünen abzuarbeiten – und ist damit herausgefordert, auf deren Defizite hinzuweisen.

Beide reklamieren für sich die Erbschaft des Liberalismus

Beide stehen ja in einem gewissen Maße in der Erbschaft des Liberalismus. Aber wegen einer diffusen Auffassung vom Begriff Liberalismus stehen beide mehr oder weniger als Erbfeinde gegenüber. Vereinfachend ausgedrückt: Die FDP verkörpert eher den rechten oder wirtschaftsliberalen Teil des liberalen Gedankengutes – und die Grünen eher den linken Part, den bürgerrechtlichen, den auf Rechte von Minderheiten bezogenen und dergleichen.

Von daher gibt es, obwohl es in der Wählerschaft gar nicht so riesige Überlappungen gibt, sozusagen eine natürliche Konkurrenz. Und da die Grünen derzeit eine viel höhere Beachtung bei den Wählern erfahren als die Liberalen, fühlt sich die FDP offensichtlich gedrängt, sich an den Grünen abzuarbeiten.

Christian Lindner wird nicht müde, das Schreckgespenst eines ökologischen Autoritarismus an die Wand zu malen und vor hysterischen Klimaaktivisten und der Hypermoral der Grünen zu warnen. Dabei weist er zu Recht mit beißendem Spott darauf hin, daß die Grünen Gefahr laufen, so etwas wie eine Partei der Bevormundung zu werden. Das darf man zwar getrost „Stigmatisierung“ nennen, aber dadurch wird dieser Angriff nicht falsch.„Partei der Bevormundung“

Die Grünen versuchen derweil, ein Stück davon zu überwinden und eine offenere Ansprache hinzukriegen. Den öffentlichen Gesichtern der Grünen, vor allem Habeck, gelingt das meistens auch, aber der Partei hängt das natürlich schon ein bißchen an. Und das ist auch keine Erfindung der politischen Konkurrenz; denn wenn die FDP auf der einen Seite das Problem hat, daß man Freiheit zu sehr mit Wirtschaft und Autofahren assoziiert, dann haben die Grünen das Problem, daß bei ihnen die Freiheit des Andersdenkenden durch ein geradezu „herausgehängtes“ Übermaß an Political Correctness an Grenzen stößt. Die FDP hingegen darf dabei nicht vergessen, darüber nachzudenken, wie weit die Freiheit des Einzelnen denn gehen kann – und in einer globalisierten Welt gehen darf.

Thematisch versucht der eine den anderen am Nasenring durch die politische Arena zu führen. So ist es den Grünen wie auch den Demonstrantinnen der „Fridays for future“-Kundgebungen zu verdanken, daß das Thema Klimaschutz so dominant geworden ist, daß sich nun selbst die FDP dazu positionieren muß. Bisher gehörte das Thema ja nicht unbedingt zu den Kernkompetenzen der Partei, doch die gesellschaftliche Beachtung ist inzwischen so groß, daß die Liberalen das Thema nicht mehr ignorieren können und ihre eigenen Lösungen dazu finden müssen.

Wider einen ökologischen und ideologischen Autoritarismus der Grünen

Die Antwort der FDP ist dabei kaum überraschend: Der Markt soll es richten. CO2-Zertifikatehandel, Förderung von Technologien zur CO2-Vermeidung und Speicherung. Ob das die richtigen Instrumente sind, darüber läßt sich trefflich streiten. Was ja genau Ziel der Partei ist, wie der wiedergewählte Parteichef Lindner betonte. Mit sachlichen Argumenten über politische Lösungen streiten und dabei den besten Kompromiß finden.

Der FDP geht es dabei vor allem auch darum, sich als eine Alternative zu den Grünen zu präsentieren, die Lindner mehrfach als Verbotspartei darzustellen versuchte. Er warnte gar vor einem ökologischen Autoritarismus.

„Wir wollen dem grünen Zeitgeist nicht nachgeben“

Ob es um das Wohnen, die Umwelt oder die Rente gehe – für die Freien Demokraten könne eine Lösung nur eine marktwirtschaftliche sein, sagte denn auch die bisherige Stellvertretende Parteivorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Der Zeitgeist, der grün angestrichen sei, fühle sich zwar gut an, löse aber keine Probleme.

Die eigentliche liberale Herausforderung liegt jedoch auf einer anderen Ebene: Die Partei muß einen Weg finden, den Liberalismus als Idee neu zu erklären. Die Liberalen waren in der Wahrnehmung der Wähler nie so bedeutend wie Konservative oder Sozialisten. Aber wenn der Liberalismus seinen Platz behaupten will, muß er weit oberhalb der Ebene der Tagespolitik seine Prinzipien und sein Menschenbild erklären. Ob das Christian Lindner schafft, ist noch immer eine offene Frage – auch nach dem gerade abgelaufenen Parteitag.

Aber Vorsicht! Das Bemühen, sich von den Grünen abzugrenzen, der „Partei der moralischen Überlegenheit und Emotion“ – dieses Bild zeichnete Lindner in seiner Rede – darf nicht dazu führen, daß die Freien Demokraten zu einem emotionslosen, kalten Monster werden, das immer nur die Instrumente des Marktes als Lösung vor sich her trägt.

Der moralische Zeigefinger der Grünen stört Lindner. Richtig! Er übersieht aber, daß ein bißchen mehr moralisches Denken den Liberalen auf diesem Feld guttäten. Lindner sieht durch die Klimadebatte die Freiheit des Einzelnen in Gefahr. Weniger fliegen können, weniger Fleisch essen können, hohe Strompreise – all das schränke den Einzelnen ein. Es ist wie dem Märchen vom Hase und dem Igel. Der FDP darf was einfallen, da kommen die Grünen und sagen „Ätsch, haben wir schon“. Eine ganz andere Frage ist jedoch, ob die Grünen ihren derzeitigen Glaubwürdigkeitsvorschuß werden halten können, wenn sie mal regieren müssen.

Lindner muß höllisch aufpassen, daß er den Schein nicht mit dem Sein verwechselt. Er ist zu sehr Selbstdarsteller – und gefällt sich augenscheinlich in dieser Rolle. Dabei läuft die Partei aber Gefahr, unter Lindner in einen programmatischen Leerlauf zu fallen. Es wird bei ihm nie deutlich, ob er und seine Liberalen ein zukunftsfähiges Gegenmodell vorweisen können, das Ecken und Kanten hat und nicht nur wohlklingende Worthülsen vorstellt.

Die gerade von der FDP reklamierte „freie Gesellschaft“ braucht überzeugende, realisierbare Angebote zu all den autoritären Ideen, von denen die Grünen wiederum nicht frei sind. Da aber macht Lindners FDP zu wenig aus sich. Wenn sie wieder stärker werden soll, muß sie ihr Potential besser nutzen. Den großen Wurf einer neuen Erzählung freiheitlicher Weitsicht gegen eine angebliche populistische Engstirnigkeit lieferte die FDP noch nicht.

Die Mätzchen des Großen Vorsitzenden

Für Mätzchen, wie sie Lindner auf dem Parteitag krampfhaft lieferte, ist da kein Platz:

Mit ein paar Brocken Chinesisch wollte der Parteivorsitzende Lindner einen Akzent setzen: Die Politik müsse deutsche Unternehmen angesichts der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China stärken. Hinter dem Rednerpult vier chinesische Schriftzeichen: 经济政策 – „Wirtschaftspolitik“.

„Diese Sprache ist ein Brocken und deshalb empfehle ich, daß wir alles dafür tun, damit es sich für die Chinesen weiterhin lohnt, auch Deutsch und Englisch zu lernen“, so Lindner. Dafür brauche es das Zukunftskonzept der Liberalen: Bessere Bildung, Unternehmergeist fördern, Steuern senken. Was sollte denn das? Das ist doch wohl eher Theater denn ernstzunehmende Politik!

Die FDP will zumindest verbal wieder zu ihrem Markenkern zurückfinden, nämlich der (Markt-)Wirtschaftspolitik, und sich damit deutlich vom grünen Hauptkonkurrenten abgrenzen. Das Problem: Ohne die Grünen gibt es derzeit keine Machtoption für die FDP. Und ohne Aussicht auf eine Machtoption verharrt die FDP aber in Stagnation und Daueropposition.

Eine eigentlich nicht weiterführende Randbemerkung sei gestattet: Personell hat sich FDP-Chef Christian Lindner als dynamisches, attraktives Gesicht einer erneuerten FDP positioniert – derzeit aber kommt Grünen-Chef Robert Habeck noch dynamischer und attraktiver daher. Ich erwähne es, weil so mancher (potentielle) Wähler sich von Gesichtern beeindrucken läßt.

Zurück zur programmatischen Ebene:

„…Liberale Politiker in aller Welt setzen sich unermüdlich für den Schutz persönlicher Freiheiten, der Menschenrechte und der Würde des Menschen ein. Der Liberalismus hat eine lange und wichtige Tradition und gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Fortschritt ermöglicht“, heißt es vollmundig auf „portal liberal“ vom 25.11.14. Bei genauerem Hinsehen klaffen da aber Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinander:

Zum Beispiel Frauenquote:

Nur jedes fünfte FDP-Mitglied ist eine Frau. Nur CSU und AfD haben einen noch geringeren Frauenanteil. Mit den liberalen Zielvorgaben will Parteichef Lindner jetzt sein Frauenproblem lösen. Doch die Debatte auf dem Parteitag zeigt, wie sehr hier die Meinungen in der Partei auseinandergehen.

Mehr Wählerinnen und mehr Frauen in der Partei, so lautet das erklärte Ziel. Doch über den Weg dorthin wird kräftig gestritten. Den einen gehen die geplanten Zielvorgaben zu weit, den anderen dagegen nicht weit genug. Die Quotendebatte drohte die Partei zu spalten. Sie stehe hier für viele Frauen aus der Partei, erklärte etwa die NRW-Delegierte Anna-Tina Pannes. „Und ich sage Ihnen: Wir wollen diese Quote nicht“, lehnte sie die Pläne der Parteispitze ab. Die Kritiker der Frauenförderung sehen darin einen Verstoß gegen das liberale Leistungsprinzip.

Am Ende bleibt es schließlich bei dem Kompromiß. „Zielvorgaben sind gerade keine Quote“, kämpft die neue Generalsekretärin Linda Teuteberg energisch dafür, daß die FDP nicht weiterhin vor allem eine Männerpartei bleibt. „Laßt es uns ausprobieren, aber laßt uns keinen Zweifel daran aufkommen lassen, daß es uns ernst ist“, wirbt sie am Schluß der Debatte für die umstrittenen Zielvorgaben. Der geneigte Zuhörer fühlt sich im Kreis rumgeführt und weiß am Schluß nicht mehr, was sie denn nun eigentlich wollen, die Liberalen.

FDP-Europaliberale Nicola Beer – mit einem blauen Auge davongekommen

Um die anstehenden Europawahlen ging es erst zum Ende des Parteitags. Spitzenkandidatin Nicola Beer griff das Thema China wieder auf:

„Vertrauen wir weiter dem Markt? Oder setzen wir beeindruckt von China auf den Staat? Wollen wir wirklich eine Industriepolitik à la Altmaier, in der selbst die Autoindustrie das Elektroauto nur baut, wenn es Hilfen vom Staat gibt? Das kann doch nicht unsere Antwort sein.“

Nach der Rede höflicher Applaus, aber keine Begeisterung. Beer geht geschwächt in den Wahlkampf. Die scheidende Generalsekretärin sicherte sich zwar einen Posten als stellvertretende Parteivorsitzende. Allerdings mit einem schwachen Ergebnis von nur 59 Prozent. Ermutigend für den Europawahlkampf war das nun nicht gerade.

Fazit

„Willst Du mit den großen Hunden pinkeln, mußt Du wenigstens das Bein hoch genug heben können“, lautet eine alte Volksweisheit. Voilà:

Die FDP sucht ihren Kurs bei den Themen der Moderne und wird dabei langfristig mehr liefern müsse als die Antwort, der Markt werde schon alles regeln.

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Peter Helmes´ ceterum censeo:

Am 26. Mai sind Europawahlen.

Aufrechte Demokraten werden Die Grünen (EFA) nicht wählen.

Bitte daran denken!

Herzliche Grüße!

P. H.

www.conservo.wordpress.com   30.4.19

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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9 Antworten zu Innen und außen wenig attraktiv – Das Versagen Lindners und das Elend der Liberalen

  1. Ingrid schreibt:

    Viola, willst du mit großen Hunden pinkeln, mußte du das Bein hoch genug heben können.

    Ein schönes Zitat, aber Herr Lindner bekommt sein Bein leider nicht hoch genug und vom Liberalismus ist auch nicht viel zu spüren.
    Ihm fehlt das Profil und auch Charisma.
    Es ist auch nicht so leicht eine abgewirtschaftete Partei wieder nach vorne zu bringen. Bisher hat er nur von den Wählern profitiert die nicht wissen wem sie ihre Stimme geben sollen.
    Er macht den Fehler sich zu sehr an die Merkelparteien anzupassen, ihm fehlt der Mut sich von denen zu distanzieren und ein eigenes, dem Bürger nahes Programm aufzustellen.

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  2. Blindleistungsträger schreibt:

    Der politische Markt sollte mal endlich das FDP-Problem lösen.
    Und Habeck soll dynamisch wirken? Da habe ich aber ein anderes Verständnis von Dynamik. Der sieht immer aus, als würde er in einem Mülleimer übernachten. Es ist mir unbegreiflich, was die Leute am dem gut finden.

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  3. Freya schreibt:

    Danke für den Artikel. Immer wieder sehr aufschlußreich.
    „Und das ist auch keine Erfindung der politischen Konkurrenz; denn wenn die FDP auf der einen Seite das Problem hat, daß man Freiheit zu sehr mit Wirtschaft und Autofahren assoziiert, dann haben die Grünen das Problem, daß bei ihnen die Freiheit des Andersdenkenden durch ein geradezu „herausgehängtes“ Übermaß an Political Correctness an Grenzen stößt.“

    ….für mich sind sie allesamt Verräter. Das Lindner ein einziger Blender ist, darüber kann man vielleicht noch reden. Aber für mich bin ich durch mit denen. Egal wie oder was die mir verkaufen wollen. Nein-ich will nix von Heimatvernichtern. Denn nichts anderes ist die alle vereinende „Political Correctness“ als ein Instrument für Verrat auf allen Ebenen. Dinge werden schon lange durch diese Art von „Correctness“, die meiner Ansicht etwas für die Psychiatrie ist, in ihr Gegenteil verkehrt. Das an sich ist Verrat, denn wir hatten uns ja auf eine gemeinsame Sprache geeinigt. Blau war blau und Grün war grün. Grenzverletzungen, Terroranschläge, Vergewaltigungen, Messermorde….das war alles mal schlecht und zu unterbinden. Jetzt haben diese Lindners und Becks sich, hinter unserem Rücken, schon lange darauf geeinigt, das sie andere Definitionen für Althergebrachtes erfinden. Also weg mit denen, sowas darf sich kein Volk gefallen lassen. Wer freiwillig Verräter wählt, der sollte sich behandeln lassen. Sorry, heute hat mich das Land in dem wir alle so gut leben, mal wieder am Wickel. Aber egal, Durchhalten ist angesagt und AfD wählen!!!
    mit patriotischen Grüßen von Freya

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  4. Semenchkare schreibt:

    Sorge dich nicht um die Ernte,
    sondern um die richtige Bestellung
    deiner Felder.

    孔夫子
    Konfuzius
    (auch bekannt als Kǒng Qiū)

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  5. theresa geissler schreibt:

    Also, wenn man das so liest ähnelt die FPD unserer VVD (stimmt natürlich: Beide sind liberalen Altparteien) und Die Grünen unserer ‚GroenLinks‘ (sogar wie Zwilingsgeschwistern!) aber dazwischen gibt er in den Niederländen ausserdem noch D66 (Democraten’66), die meist widerliche von den drei, weil ihre Mitglieder grossenteils ‚hochgebildeten‘ Bürger sind mit rianten Einkommen und zugleich jedoch den pathetischen Drang um vor Allem „progressiv“ zu sein – dass heisst hier denn: völlig pro-EU, völlig pro „Refugees welcome“ (selbstverständlich nicht neben ihren eigenen Haustüre) und ausserdem besonders grosszügig, wenn es die Erweiterung von Abortus- und Euthanasiegesetzen anbetrifft: für alles Pillen, sozusagen, frei zu erhalten! Über dem Gefahr, dass Frauen auf dieser Weise von ihren Partnern leichter gegen ihren Willen zu Abortus gezwungen werden könnten, oder dass ältere Leute gegen ihren Willen leichter von Betreuern in den ewigen Schlaf geschickt werden könnten, hört man sie niemals: Alles muss bloss „möglich sein“, es lebe die Freiheit! – Unnötig, zu sagen, dass es von ihnen auch möglich sein muss, die ganze Welt insgesamt der Sharia herein zu holen; nur eins ist ihnen völlig Wurst und das ist unseren eigenen Identität!
    Wirklich, selten so einer oberflächlicher, egoïstischer gutmenschlicher Partei erlebt; einfach widerlich! ‚GroenLinks‘ ist schon schlimm, aber diese D66…!

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  6. Freya schreibt:

    „Über dem Gefahr, dass Frauen auf dieser Weise von ihren Partnern leichter gegen ihren Willen zu Abortus gezwungen werden könnten, oder dass ältere Leute gegen ihren Willen leichter von Betreuern in den ewigen Schlaf geschickt werden könnten,“
    Fast kann man bei dieser Art von Verräter-Parteien den Eindruck gewinnen, das sie uns am liebsten alle gegen unseren Willen in den ewigen Schlaf schicken wollen. Den Kinderschutz lösen sie auf; den Schutz der Familie ebenso; Grenzschutz ist nicht mehr und was es zu bedeuten hat, wenn jetzt Moslems Pfleger, Kraftfahrer, und Polizei werden liegt ja auf der Hand. Die lassen uns hier bei einem der nächsten Silvester einfach hochgehen.
    Hätte aber nicht gedacht, das die Holländer sich das genauso gefallen lassen, wie die schuldbeladenen Deutschen. Lasst uns alle wählen gehen, solange man das noch darf ! lGF.
    ps, ins schöne Niederlande mal ganz liebe Grüße von mir! Hab mal für ein Jahr in Kerkrade/Terwinselen gewohnt.

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    • theresa geissler schreibt:

      Danke! Ganz liebe Grüsse von mir zurück und hoffentlich wiederklingt der Echo bis in Nürnberg, meiner zweiter Heimatstadt!
      Übrigens, was das ’sich gefallen lassen durch die Holländer‘ betrifft: Jawohl: das heisst ‚Zeitgeist‘!
      Obwohl gesagt werden muss, dass D66 bei den letzten Wählen schwere Verluste geliehen hat, an welche sicherlich auch das schamlosen Verhalten des -damaligen- Parteivorsitzenders Alexander Pechtold schuld war.
      Denn (sehr typisch) der hatte seit 4 Jahren eine Freundin, eine ziemlich unbedeutende Parteigenossin, stellvertretendes Gemeinderatsmitglied in einer Kleinstadt.
      16 Jahre Jünger als er war sie. Und das alles wäre gar noch nicht so schlimm gewesen – denn er selbst war inzwischen geschieden, also er war ‚frei‘- wenn er bloss ganz offentlich gesagt hätte: „Hier ist meine neue Lebensgefährtin und mit ihr gehe ich weiter.“ Das machte er aber nicht; alles blieb im Dunklen.
      Zweimal wurde sie schwanger von ihm und zweimal bestand er offensichtlich auf Abortus. Das ersten Mal verweigerte sie aber ohne Weiteres – wurde eine Zwillinge. Beim zweiten Mal scheint er sie versprochen zu haben: „Wenn du es dieses Mal nicht kommen lässt, gehe ich definitiv weiter mit dir und machen wir es eben ganz offiziell.“ Hinterher wiederstand sie dem Angebot, aber das wusste er nicht; er dachte, sie hätte die Abortuspille die er sie besorgt hatte, tatsächlich geschluckt. Aber jetzt der Hammer: Als er glaubte, es war jetzt in Ordnung, kam er am nächsten Tag zu ihr und teilte sie mit, ER HATTE ES SICH ÜBERLEGT UND ER SAH AM ENDE KEINE ZUKUNFT FÜR SIE BEIDE, DAMIT ER DEFINITIV SCHLUSS MACHTE!
      Nochmal: Er dachte auf diesem Moment, dass sie nicht länger Schwanger wäre; die Wahrheit erfuhr er – und übrigens ganz Holland – erst später. Aber desto brutaler ist ein solcher Trick natürlich!
      Die arme Frau konnte einen Abortus einfach emotionell nicht aufbringen, und er hatte es abzwingen wollen, wenn es sein musste mit List und Betrug!
      Naja, sie hat das Stillschweigen dem Presse gegenüber verbrochen und er hat jetzt doch wirklich zurücktreten müssen: Dies alles wurde zu schlimm.
      Da konnten die naive, gutmenschliche Anhänger von D66 mal selbst erfahren, welch ein schmutziger Heuchler der Pechtold in Gründe war/ist.

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  7. francomacorisano schreibt:

    Hätte Lindner nach der Bundestagswahl 2017 den Jamaika-Koalitionsverhandlungen nur unter der Bedingung zugestimmt, dass Merkel endlich aufhört, könnten wir dieses Ungeheuer längst los sein…!

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    • Freya schreibt:

      Du sagst es, werter @francomacorisano, die Raute wäre schon Geschichte und ich werde das mit dem Lindner nicht vergessen. Auf den hatte ich mal eine Sekunde lang gehofft, doch leider Nein- Hauptsache der Anzug sitzt. lGF

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