EP-Wahlen und das Fanal von Paris

(www.conservo.wordpress.com)

VON DR.PHIL.MEHRENS, AUTOR & PUBLIZIST

europaKurz vor Himmelfahrt findet die Wahl zum EU-Parlament statt und kurz vor Ostern brennt Notre-Dame ab. Sollte uns das eine Lehre sein und wenn ja, welche?

Die Europäische Union gilt als Friedensprojekt und viele Jahre lang war sie das auch. Inzwischen aber, da sind sich Experten wie Rolf-Dieter Krause, ehemaliger Leiter des ARD-Studios Brüssel, oder Dirk Schümer, Europa-Experte der WELT, einig, befindet die EU sich in der größten Krise ihrer Geschichte. Die EU-Elitisten schieben die Schuld daran gern auf so genannte populistische Bewegungen, auf nationalistische Stimmungsmacher. Der Begriff »Populist« ist seit einiger Zeit Dauergast in der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und der Print-Leitmedien. Aber die Kritik greift zu kurz.

Erstens ist es in demokratisch legitimierten Systemen völlig normal, dass Stimmung für oder gegen einen politischen Kurs gemacht wird. Im Wettstreit der politischen Anbieter miteinander ist es anders nicht möglich, die Massen zu mobilisieren. Populistische Empörung ebnete dem Frauenwahlrecht die Bahn, verhinderte Wackersdorf und rettete den Hambacher Forst, Stimmungsmache gegen konservative Leitbilder machte die so genannte »Ehe für alle« möglich, feministische Propaganda die Straffreiheit für Kindstötungen im Mutterleib. Das Endergebnis solcherart meinungsstarker linkspopulistischer Bewegungen waren politische Entscheidungen in ihrem Sinne. So funktioniert Demokratie.

Zweitens dient der Vorwurf der EU-Funktionäre vor allem dazu, vom eigenen Versagen abzulenken. Dieses Versagen thematisiert der französische Soziologe Emmanuel Todd in seinem Buch »Traurige Moderne«. Die Vorstellung, alle Europäer seien »kulturell gleich […] und Europa ein homogener Raum«, bezeichnet Todd als »romantische Idee« überenthusiastischer Visionäre und die Krise der EU als das Resultat fortdauernder Ignoranz. Das EU-Projekt von heute ist für den Sozial- und Geschichtswissenschaftler der totale Triumph von Ideologie über Empirie: Übernationale Imperien wie die Sowjetunion oder Jugoslawien sind zerfallen und ehe sie zerfallen sind, war es auch nur Zwang und nicht ideologische Verschworenheit, was sie zusammenhielt. Solchen Zwang, meint Todd, übe nun auch der Euro aus. Die dahinter steckende Doktrin lautet: Eint uns sonst nichts, eint uns der Mammon. Doch Nationen mit fundamentalen soziokulturellen und anthropologischen Unterschieden durch die Einführung einer gemeinsamen Währung in ein gemeinsames ökonomisches Korsett zu zwängen ist für Todd so erfolgversprechend wie Rosenpflanzen auf dem Mond.

Und dann brennt auf einmal die berühmteste Kirche der Welt. In notorischer Eintracht mit den Franzosen beklagen Europas Eliten – ja, was? Ein beschädigtes Museum oder den zerstörten Ort religiöser Andacht? Jedenfalls wirkt die brennende Kathedrale fast schon aufdringlich wie ein Fanal. Ein Leuchtfeuer, das den vier Tage zuvor mitten in der Passionszeit veröffentlichten Bußruf, mit dem sich Benedikt XVI. aus der klösterlichen Abgeschiedenheit zurückmeldete, besonderes hell erstrahlen lässt: »Nach der Erschütterung des 2. Weltkriegs hatten wir in Deutschland unsere Verfassung noch ausdrücklich unter die Verantwortung vor Gott als Leitmaß gestellt. Ein halbes Jahrhundert später war es nicht mehr möglich, die Verantwortung vor Gott als Maßstab in die europäische Verfassung aufzunehmen«, schrieb der in einem bemerkenswert scharfsinnigen Essay und rückte damit eine weitere wichtige Ursache für die Krise der EU ins Bewusstsein: die Abkehr vom Christentum als der zentralen Europa einenden Tradition. Eine Gesellschaft ohne Gott, so der Papst a.D., stapft auf der Suche nach Maß und Orientierung blind durch die Gegend. Europas ideologiegetriebene Visionäre sehen nicht mehr oder haben vergessen, dass die Aufspaltung der Menschheit in Kultur- und Sprachgemeinschaften, die sich so stark voneinander unterscheiden, dass ein globales An-einem-Strang-Ziehen nicht (mehr) funktioniert, gottgewollt ist. Das versinnbildlicht die alttestamentliche Geschichte vom Turmbau zu Babel, dem globalistischen Urprojekt gewissermaßen: Die Bibel schildert, wie sich die Menschheit an einem monströsen Großprojekt versuchte, das zeigen sollte: Wir sind zu allem fähig, wir können es mit Gott aufnehmen. Der Teufel in Gestalt der Schlange hatte dem Menschen bereits im Paradies verheißen, dass er sein werde wie Gott und damit die Verbindung Mensch-Gott gekappt. Nun also der größenwahnsinnige Versuch zu beweisen, dass die Schlange recht hatte: »Lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht« (1. Mose 11,4a). Wozu? »Wir werden sonst zerstreut in alle Länder« (1. Mose 11,4b). Gott sieht darin den menschlichen Größenwahn, den Hang zur Selbstherrlichkeit: »Sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun« (1. Mose 11,6) – und macht der Menschheit einen Strich durch die Rechnung, indem er die Nationen- und Sprachgrenzen erfindet. »Zerstreuung« nennt das die Bibel. Die göttliche Züchtigungsmaßnahme hat der Turmbau-Erzählung zufolge also zwei Komponenten: eine linguistische, die Sprachverwirrung, und eine geografische, die Zerstreuung.

Während Christen daran glauben, in dem von Jesus gepredigten Reich Gottes, das nicht von dieser Welt ist, die verloren gegangene Einheit auf spirituellem Wege wieder herstellen zu können, führt eine EU-Elite, die diesen Glauben abgestreift hat wie einen alten Handschuh, ein realitätsfernes ethnosoziales Großexperiment mit ungewissem Ausgang durch. Der Missionsbefehl aus dem Schlusskapitel des Matthäusevangeliums, der der geografischen Zerstreuung entgegengewirkt (»Gehet hin und lehret alle Völker«), und das Pfingstwunder, das die Sprachverwirrung außer Kraft setzt, markieren den Weg, den die Bibel zur Überwindung der Doppelsanktion von Babel weist. Das heidnische Gegenprojekt dazu ist die vom Atheisten Karl Marx ausgerufene internationale Arbeiterbewegung, deren Hymne passend auch die »Internationale« heißt. Proletarier aller Länder sollten sich vereinigen und mit Gewalt in dieser Welt ein globales kommunistisches Paradies errichten, ein Paradies ohne Gott, versteht sich. Als Kosmopolitismus-Doktrin lebt diese fixe Idee bis heute im linken Milieu weiter und ist von ihren Anhängern mitten in das Herz der EU getragen worden. Wer dort von Migrationspakten, von »einer Welt« und von Globalisierung spricht, denkt kosmopolitisch. Und er denkt Kosmopolitismus mit Marx ohne Gott. Der moderne Kosmo­politismus ist gleichsam der Versuch des Menschen, die Sanktion von Babel aus eigener Kraft wieder aufzuheben.

Dass es eine linke, heidnische Mehrheit ist, die die EU-Politik bestimmt, dafür gibt es eine Reihe von Indizien: 2004 sollte der italienische Politiker Rocco Buttiglione EU-Justizkommissar werden. Er wurde jedoch vom zuständigen Ausschuss abgelehnt, weil er es gewagt hatte, Homosexualität als Sünde zu bezeichnen. Undenkbar, dass eine von den Werten des Christentums bestimmte EU einen Kandidaten für ein Kommissionsamt zur unerwünschten Person erklärt, nur weil er öffentlich wiederholt, was in der Bibel steht (vgl. Römer 1). Eines der neueren Projekte des paneuropäischen Neomarxismus ist das so genannte »Menschenrecht auf körperliche Selbstbestimmung«, eine politische Auswirkung des heidnisch-hedonistischen Weltbildes der stark sexualisierten Achtund­sechziger: Die »sexuellen und reproduktiven Rechte« der Frau werden als »grundlegende Menschenrechte« postuliert und somit die Vernichtung Ungeborener endgültig entkriminalisiert. Jede Frau, so das Argument, müsse allein über ihren Körper verfügen können. Ein solches Recht ist der Bibel fremd. Sie verlangt, dem Schöpfer zu dienen und nicht dem Geschöpf (vgl. Röm. 1,25).

Die Weichen für ein nicht-christliches Europa wurden gestellt, als sich im Ringen um den Gottesbezug in der EU-Verfassung die Atheisten durchsetzten. Gott war dem postmodernen Abendland nicht mehr zuzumuten. Im Vertrag von Lissabon ist stattdessen vage die Rede vom »kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas«, Gott gleichsam als Mumie ins Museum gestellt, ein Museum, wie es Notre-Dame war. Ironie am Rande: Nach knappen zehn Jahren haben die Argumente der Gottesgegner ihr Haltbarkeitsdatum bereits überschritten: Eine Sorge war gewesen, dass ein klares Bekenntnis zum Gott der Bibel die Türkei von der EU-Mitgliedschaft ausgeschlossen hätte. Heute wissen wir: völlig zu Recht. Dass die Türkei mit ihrer muslimischen Tradition ein natürlicher Antipode zum abendländischen Europa ist, musste nicht erst durch das illiberale Erdogan-Regime erwiesen werden. Das hätte man auch aus der Geschichte lernen können. Die von Emmanuel Todd diagnostizierte »anhaltende Realitätsverweigerung durch die geschichtsvergessenen Eliten« hat das aber offensichtlich verhindert. Das zweite Argument, Menschen ohne Glauben könnten sich durch den Gottesbezug diskriminiert fühlen, ist sogar noch absurder. Wenn es an einem in der EU-Gesetzgebung nicht mangelt, sind es schließlich Antidiskriminierungsvorschriften, die nebenbei bemerkt selbst längst illiberale Züge tragen.

Ohne es zu wissen, haben die Gegner eines klaren Bekenntnisses zur christlichen Tradition und den damit verbundenen Werten Europas Totenglöckchen geläutet. Das viel postulierte »mehr Europa« hat die Krise der EU erst möglich gemacht. Wer durch freien Warenverkehr nur möglichst viel Umsatz erzielen will, für den reicht eine Zoll- und Wirtschaftsunion mit gemeinsamem Binnenmarkt, wie es sie im Kern schon seit den Römischen Verträgen von 1957 gibt. Wer aber eine Kultur- und Werteunion anstrebt und glaubt, dies auf der Grundlage von Theoremen, staubtrockenen Verträgen und verklausulierten Gesetzestexten herbeiführen zu können, und gleichzeitig historisch gewachsene nationale Eigenarten als leicht über Bord zu werfenden Ballast abtut, ist ein Dünnbrettbohrer, der sein Werkzeug wegschmeißen kann, sobald ihm das erste dicke Brett vorgelegt wird. Ein solches dickes Brett war die Griechenland-Krise. Ein solches dickes Brett ist die weiter ungelöste Flüchtlingskrise. Gesellschaften, die unter Druck geraten und sich von Auflösung bedroht sehen, reagieren darauf mit einem »Rückzug in die innere Burg«, ist sich EU-Kritiker Emmanuel Todd sicher. Die Union wurde so zum Gegenteil von dem, was sie angeblich bezweckt: Statt zu einen, spaltete sie, statt Frieden zu stiften, säte sie Zorn und Hass. Die Folgen; Merkel mit Hitlerbärtchen, Brexit-Chaos, Pegida. In seinem Ausblick im Schlussteil von »Traurige Moderne« malt Todd ein düsteres Bild und prognostiziert eine »postdemokratische Zukunft«. Eine »Schwächung der Demokratie« sieht er schon jetzt darin, dass sich rechtes und linkes Lager im Parlament verbünden, im deutschen wie im europäischen. Dass große Koalitionen den Niedergang der Demokratie begünstigen, haben Jahrzehnte vor Todd schon andere festgestellt.

Ist die EU also noch zu retten?

Der oft erhobene Vorwurf mangelnder Bürgernähe, wie ihn etwa Dirk Schümer von der WELT erhoben hat, kratzt nur an der Oberfläche. Denn damit ist noch nichts darüber gesagt, was denn den Bürgern wirklich nahegeht. »Familie und Religion bilden gewissermaßen das Unbewusste der Gesellschaften, während Wirtschaft und Politik sich an der Oberfläche der Geschichte, im Bereich des Bewussten abspielen«, so Todd in einem Interview mit dem SPIEGEL. Das Private ist wichtiger als das Politische, weil es tiefer geht. Wenn Vertrautes auf einmal nicht mehr vertraut ist, das geht Bürgern nahe. Wenn Dinge sich ändern, obwohl man sie so, wie sie waren, gut fand, das geht Bürgern nahe. Wenn Menschen beim Arzt im Wartezimmer sitzen oder bei Netto in der Schlange stehen und sich von einem babylonischen Sprachgewirr umgeben sehen, das Unsicherheit und Unbehagen auslöst, das geht ihnen nahe. Das betrifft sie unmittelbar. Denn ihr Zuhause ist auch im Zeitalter der Globalisierung immer noch ihr Stadtteil, ihr Dorf, ihre Straße und wird auch morgen nicht die ganze Welt sein. Die unbewussten Bindungen sind es auf der anderen Seite auch, die die Bildung von Gettos in Gastgesellschaften durch nicht integrations­willige Zuwanderer begünstigen.

Will man den Zumutungen der Europäischen Union etwas entgegensetzen, um an dem viel beschworenen Friedensprojekt Europa festzuhalten, dann muss man gesamteuropäische Identität stiften und keine politischen Gardinenpredigten halten. Man könnte einen gesamteuropäischen Feiertag einführen, an dem sich alle an die Hand nehmen und eine länderübergreifende Lichterkette bilden. Man könnte sich aber auch einfach auf das besinnen, was es schon seit Jahrhunderten gibt: Was könnte unterschiedliche Nationen und Sprachgruppen schließlich besser zusammenbringen und -halten als derselbe Glaube mit Weihnachten, Ostern und Pfingsten als seinen unumstößlichen, sinnlich erleb- und begreifbaren, Halt gebenden Marksteinen? Hierauf haben nicht nur die im zeitgenössischen Diskurs vollkommen vernachlässigten Geschichts­philosophen Christopher Dawson und Arnold J. Toynbee hingewiesen, sondern in jüngerer Zeit auch der US-Politologe Samuel Huntington, der in »Kampf der Kulturen« schrieb: »Das westliche Christentum ist historisch gesehen das wichtigste Charak­teristikum der westlichen Kultur.«

Der fundamentale Fehler der EU in der gegenwärtigen Krise besteht in dem sturen Festhalten an dem, was sich als wenig aussichtsreich erwiesen hat: dem verwegenen Versuch, trotz beträchtlicher nationaler Eigenheiten und Eigenarten ein übernationales Imperium zu errichten und gleichzeitig die wichtigsten Einheit stiftenden Elemente als ideologisch überholt unter den Teppich eines flachen Humanitarismus zu kehren, der den EU-Eliten als Ersatzreligion dient. Europa aber braucht wie die Luft zum Atmen das vereinigende Band des gemeinsamen Glaubens an den dreieinigen Gott und die Verbindlichkeit seiner Gebote als Grundlage einer Wertegemeinschaft. Dieser Glaube ist seit Jahrhunderten grenzübergreifend in Europa lebendig. Er wurzelt tiefer, er durchdringt stärker und er verbindet besser als jede abstrakte Ideologie, als jede politische Doktrin, als jeder humanistische Appell und als jede noch so gut gemeinte EU-Richtlinie. Er lebt auch jenseits der klerikalen Versammlungsorte in Liedern, Festen, Ritualen und Alltagsredewendungen, die jeder kennt. Ohne diesen Glauben und das, was er geprägt hat, kann es kein vereintes Europa geben, sondern nur einen pragmatischen Bund von Staaten, die das darwinistische Prinzip vom Überleben des wirtschaftlich Stärksten immer wieder zu Rivalen der globalen Rennbahn macht und die Solidarität mit einem größeren Ganzen nur kennen, solange es ihnen irgendeinen Nutzen bringt. Vielen EU-Bürgern würde das allerdings auch schon reichen. Sie würden zusehen, wie Notre-Dame wieder aufgebaut wird, und wenn sonntags die Kirchenglocken zur Messe rufen – ja, was dann?

www.conservo.wordpress.com     16.05.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu EP-Wahlen und das Fanal von Paris

  1. Täufer343 schreibt:

    Es ist gut, dass die AfD konservativ ist. Aber die AfD ist zu wenig öko-sozial. Im Übrigen ist eine christliche Orientierung wichtig. Aber das Christentum muss reformiert werden. Kirchliche Gemeindezentren sind sinnvoller als (teure) Kirchengebäude. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen NIck-Namen klicken).

    Gefällt mir

  2. Semenchkare schreibt:

    Wird vieleicht interessant:
    ********************************
    Schlagabtausch
    Die Spitzenkandidaten von Liberalen, Linken, Grünen und AfD live im ZDF

    Im TV und hier im Livestream: ZDF, 16.05.2019, 22:15 – 23:15

    https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/190516-schlagabtausch-spz-100.html

    Spitzenkandidaten. Demnach, Prof Meuthen gegen alle…

    Gefällt mir

  3. Pingback: Ein Phänomen spaltet Deutschland und Europa: Merkels Eiserner Vorhang zieht sich durch Familien und Freundschaften – Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

  4. Freya schreibt:

    Inzwischen, also zeitnah zu Notre Dame brennt jetzt die Rheingoldhalle. Das wird sicher alles Rumpelstilzchen gewesen sein und wir müssen uns absolut keine Sorgen machen. Aber es hat sich ja auch niemand aufgeregt, als „junge Männer“ versuchten, zu Silvester mittels Raketenbeschuß den Kölner Dom abzufackeln. Gott steh uns bei! mpGFreya
    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/mainz-feuer-in-rheingoldhalle-ausgebrochen-16189895.html

    Gefällt 1 Person

    • Semenchkare schreibt:

      Würde mich nicht wundern, wenn da eine ganz bestimmte Partei geplant hatte event. eine Versammlung abhalten zu wollen und jemand hatt`s nicht gepasst….

      Gefällt 1 Person

    • Ingrid schreibt:

      Ja Freya, diese Brände sind der Anfang, dauernd brennen Bauernhöfe, ganze Schrebergärtenanlagen. Gestern in Frankfurt eine Fabrik, es war eine sehr schwarze Rauchwolke über der Stadt. Alle Holztürme in Frankfurt abgefackelt.
      Bad Schwalbach in Angst, dauernd brennen Mülltonnen uns setzen Häuser in Brand.
      So will man uns schädigen und seinem Hass auf uns freien Lauf lassen.
      Notre Dame und die vielen französischen Kirche waren erst der Anfang, auch im Mittelalter war der RoteHahn ein beliebtes Kriegsobjekt.
      Liebe Grüße Ingrid

      Gefällt 1 Person

      • Freya schreibt:

        Dir auch herzliche Grüße liebe Ingrid. Ja, es graust einen vor dem, was noch kommt. Mir schien damals Silvester in Köln war schon eine deutliche Ansage. Aber wie bekommt man das in die Köpfe des Wahlvolkes rein? Die merken erst, das was nicht stimmt, wenn das ganze Land brennt. Aber wir halten durch…..und löschen und jagen die Brandstifter zum Teufel. AfD wählen, sonst nix mehr. herzlichst Freya

        Gefällt mir

  5. Artushof schreibt:

    Zu kritisch für die Clans Hass-Videos von Araberfamilien gegen Migrationsforscher

    Zu kritisch für die Clans
    Hass-Videos von Araberfamilien gegen Migrationsforscher
    16.05.19
    Der Migrationsforscher Ralph Ghadban erklärt, woher insbesondere arabischen Clans kommen und wie sie sich entwickelt haben. Sein Ausblick in die Zukunft ist erschreckend, auch für ihn. Mittlerweile steht der Buchautor unter Polizeischutz. Ghadban, ein Mitglied der vor Kurzem gegründeten „Initiative Säkularer Islam“ (ISI), gehört nun neben Seyran Ates, Ahmad Mansour und Hamad Abdel-Samad zu jenen ISI-Gründern, die Tag und Nacht unter Bewachung stehen. Man hat ihm dringend geraten, öffentliche Auftritte zu vermeiden.
    Er haben „sehr ernst zu nehmende indirekte Morddrohungen“ erhalten, bestätigte Ghadban in einem Gespräch mit „Focus Online“. „Ich habe Strafanzeige gestellt“, sagte der 60-Jährige. Zahlreiche Einschüchterungsversuche seien aus dem Umfeld libanesischer Großfamilien aus Berlin und Essen gekommen, bestätigte der Autor. „Ein Berliner Clan-Chef hat sogar gepostet, dass er mich finden und ‚holen‘ werde, um mit mir zu sprechen.“
    Der 1949 im Libanon geborene und heute in Berlin lebende Politologe, Islamwissenschaftler und Publizist sieht solche Clans als ernsthafte Sicherheitsbedrohung für die gesamte Republik. „Arabische Clans beherrschen die Berliner Unterwelt. Auch in Frankfurt, Bremen und Essen dominieren libanesisch-kurdische Großfamilien die Geschäfte mit Raub, Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Prostitution und Geldwäsche“, schreibt Ghadban. Mittlerweile seien die kriminellen Clans so stark, dass sie zum Angriff auf die Staatsgewalt übergehen würden. „Sie versuchen, Familienmitglieder bei der Berliner Polizei einzuschleusen, suchen Konfrontation mit Justiz und Jugendämtern und machen Stadtteile zu No-Go-Areas.“ Mit „schönen Worten“ zur Integration sei Banden und Clans nicht beizukommen, weiß der Buchautor.
    Die Anfeindungen gegen Ghadban haben offensichtlich auch mit einem Interview über sein neues Buch zu tun, dass der Autor auf Arabisch einem libanesischen TV-Sender gegeben hat und das Anfang April ausgestrahlt wurde. „Ich habe dort nichts weiter gemacht als auch in deutschen TV-Shows. Ich habe erklärt, worum es in dem Buch geht.“ Ghadbans macht für die neuerliche Eskalation zwei Gründe verantwortlich. „Das deutsche Buch hat aus den Clans niemand gelesen, es interessiert sie einfach nicht.
    Die Tatsache, dass ich nun jedoch auch auf Arabisch über das Buch geredet habe und es sogar im Libanon ausgestrahlt wurde, hat offenbar viele in ihrem Stammes-Ehrgefühl verletzt. Die Clan-Oberhäupter können keine Kritik akzeptieren“, sagte er „Focus Online“: „Sie leben hierzulande in Parallelgesellschaften mit einer eigenen Justiz. Den deutschen Rechtsstaat erkennen sie nur zum Schein an.“ Trotz Lebensgefahr will Ghabhan standhaft bleiben: „Ich lasse mich auf keinen Fall einschüchtern.“ P.E. paz

    Wie viele Schlangenköpfe müssen noch wachsen?

    Sorgen machen?
    „Mann“ darf sich doch noch sicher fühlen oder?,
    also bei uns im Städtle und den angrenzenden Dörfern steht nachts nur ein Dienstwagen der Polizei zur Verfügung. Es wäre ein zweites Fahrzeug in „Planung“

    Nächtlicher Vandalismus und Schüsse aus Kleinkaliber Waffen gehören seit einiger Zeit zu den normalen nächtlichen „Geräuschen“

    Politik kann man friedlich beeinflussen:

    Jede Stimme zählt
    Es gibt nur eine Alternative

    50% Plus X

    Der Islam gehört nicht zur BRD
    Direkte Demokratie JETZT
    Dichte Grenzen SOFORT

    Gefällt 1 Person

  6. Semenchkare schreibt:

    via PI
    Guckt Euch das an. Echt jetzt, das ist Realsatire vom Feinsten…..
    Kein Englisch kein richtiges Deutsch, irgendwie denglisch.
    Die Frau meint das ernst.

    :‘)

    ca 3 min

    Briefwahl in 3 easy Steps! – Svenjas Europawahl-Tutorial

    Gefällt mir

  7. Semenchkare schreibt:

    jetzt Live..

    Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes

    https://www.bundestag.de/

    Gefällt mir

  8. Attila schreibt:

    Während andere Länder die Notbremse ziehen und ihre Überweisungen nach Brüssel stark gekürzt haben, um noch genügend Geld für die Bevölkerung zu investieren, überweist Scholz SPD immer mehr Geld nach Brüssel, mehr als das doppelte um über Kanäle der Umverteilung an dubiose künstliche Vereine mit ideologischen Hintergrund sicher zu stellen, wie Umweltverbände mit Hohlschwätzern ohne für Umweltschutz zu agieren, die grüne Heinrich Böll Denunzianten Stiftung und schimpft über das Haushaltsloch das er verursacht hat, um die Bürger noch mehr zur Kasse zu bitten, denn der deutsche Michel zahlt brav weiter. Es ist unübersehbar, das unsere Gottkanzlerin die soziale Marktwirtschaft in Deutschland wieder zur sozialistischen Misswirtschaft umbauen will, um die gewerkschaftlichen Fehler die Relationen in der Wirtschaft zu sprengen zu korrigieren vielleicht, jedoch vor allem darum das das politische Establishment vom Bürger voll versorgt wir, der sich mit den übrigen Krümeln begnügen soll. Wählen gehen, das politische Establishment das uns in Grund und Boden gewirtschaftet hat abwählen!

    Gefällt mir

  9. Pingback: Alabama stellt ab sofort Abtreibungen unter harte Strafen – website-marketing24dotcom

  10. Pingback: Alabama stellt ab sofort Abtreibungen unter harte Strafen – Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s