Gewichtsverlagerung im EU-Parlament möglich

(www.conservo.wordpress.com)
Farwick

Dieter Farwick

Von Dieter Farwick BrigGen a.D. und Publizist *)

Die „Europawahlen“ am 26.5.2019, die in Wahrheit „EU-Wahlen“ sind, können den Anfang einer Gewichtsverlagerung einläuten, in der Vernunft und Realpolitik als Handlungsanweisungen an Gewicht zunehmen können.

Der Begriff „Europa“ wird bewusst missbräuchlich verwendet, weil der Begriff „Europa“ als – noch – positiv wahrgenommen wird, besonders bei den Wählern, die „Europa“ in der misslichen Lage Deutschlands nach dem 2.Weltkrieg als Hoffnungsträger für den Ausbruch Deutschlands aus der politischen Isolation und dem eigenen Ausflug in die fremde, weite Welt erlebt haben – nicht nur geographisch durch Reisen, sondern auch durch das Erlernen von Fremdsprachen, durch die „neue“ Literatur und Aufführungen von aktuellen, westlich geprägten Theateraufführungen und Kinofilmen von Arthur Miller oder John Steinbeck oder Oscar Wilde.

Meine Generation, die das Glück hatte, im Westen Deutschlands leben zu dürfen, wurde in der westlichen Kultur „sozialisiert“. Daher ist die Enttäuschung umso größer, wenn man realisiert, was die überforderte Politik aus den Versprechen und Erwartungen der Anfangsjahre gemacht hat.

Diese Enttäuschung beschränkt sich nicht auf Deutschland, wie die jüngsten Wahlen in EU-Ländern belegen. Europakritische Parteien haben enorme Erfolge erzielt – wie zum Beispiel in Italien, Spanien und in Großbritannien. So rechnen Politikexperten nach den Wahlen mit einem Viertel der Sitze für euroskeptische Parteien im Parlament. Der Anteil kann sich im Endspurt vor den Wahlen noch steigern. Den Wählern muss deutlichgemacht werden, dass sie einen – wenn auch bescheidenen – Beitrag zu dieser erfreulichen Option leisten können.

Was sind erstrebenswerte Ziele?

# Die beiden großen Blöcke – die Europäische Volkspartei und die Sozialdemokratische Partei Europas – müssen kräftig gestutzt werden.

# Damit verlieren die beiden Spitzenkandidaten – Weber und Timmermans – den „angeblichen“ Anspruch der Wahlsieger auf die „ automatische“ Nachfolge von Jean-Claude Juncker als EU-Präsident.

# Beide sind Anhänger einer „tiefen Integration“ in der EU – mit Brüssel als Zentralmacht.

# Beide wollen die „Nationalstaaten“ weiter marginalisieren.

# Beide wollen beide Tagungsorte – Brüssel und Straßburg – beibehalten.

# Beide wollen den Umfang der EU-Bürokraten von rd. 35.000 Mitarbeitern nicht reduzieren.

# Beide wollen die zu große Anzahl der Kommissare nicht reduzieren.

# Die europakritischen Parteien müssen an Gewicht im EU-Parlament gewinnen, um den Weg in die falsche Richtung zu sperren.

# Sie müssen das „Europa der Vaterländer“ gegen die zu erwartenden Widerstände durchsetzen.

# Die Auswahl des Personals für Spitzenpositionen muss sich an den jeweiligen Beiträgen zum EU-Haushalt ausrichten.

# Das neue Parlament muss die Suche für eine Alternative für ein besseres Europa starten.

# Das bessere Europa sollte sich an erfolgreiche Allianzen der deutschen und europäischen Geschichte orientieren – z.B. an der „alten Hanse“, die vierhundert Jahre den Frieden gesichert hat, weil sie auf die Bildung einer „politischen Union“ verzichtet hat.

Das bessere Europa sollte alle potenten europäischen Staaten umfassen – besonders die Schweiz und Norwegen. Den möglichen Mitgliedsstaaten müssen weitgehende nationale Souveränität und Eigenverantwortung übertragen werden.

# Ein notwendig werdender Austritt muss klar geregelt sein.

# Nach einem Austreten von Großbritannien aus der EU muss der EU-Haushalt entsprechend gekürzt werden.

# Alle „Ämter“ – auch die von Abgeordneten und Bürokraten – sollten auf zwei Legislaturperioden begrenzt werden.

Zusammenfassung

Die EU und die Eurozone sind nach wenigen Jahren de facto gescheitert. Die notwendige Reform können beide Organisationen aus eigener Kraft nicht leisten.

Es gibt aus der deutschen und europäischen Geschichte erfolgreiche Alternativen, die es wert sind, überprüft zu werden, um ihre Erfolgsgeheimnisse zu ergründen. Dazu bedarf es einer Vision mit Zukunftsoptimismus und Nationalstolz, die eine Begeisterung vieler Menschen entfachen kann, wie es meine Generation in jungen Jahren erleben durfte. Wir brauchen ein Europa der nationalen Vielfalt – und der Menschen, die stolz auf ihre Nation als Mitglied eines vereinten Europas sind.

**********
*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
www.conservo.wordpress.com      16.05.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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20 Antworten zu Gewichtsverlagerung im EU-Parlament möglich

  1. Andy schreibt:

    @ Farwick

    Das ist der beste Aufsatz , was ich bisher von Ihnen gelesen habe.

    Andy

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  2. Semenchkare schreibt:

    Und:
    * Zukünftiges Wahlprozedere: One Man One Vote!
    * Den 180 Sekunden Sprachrraum EU-Parlament in einen Ort lebendiger Debattenkultur verwandeln !!
    *Direktübertragung der Debatte im Fernsehen, wie Bundestag!
    Überschneidende Sitzungstermine sind auszuschließen.
    *Entmachtung der Kommissionen hin zum Parlament!
    *Das Parlament wählt Aufgabenorientierte Bevollmächtigte Einzelpersonen!

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  3. Ingrid schreibt:

    Merkel heute: VIELE SORGEN SICH UM EUROPA, SO AUCH ICH!!!!!!!!!!!
    Nun nimmt sie auch noch Anlauf auf Europa.
    Die europäische Idee war eine gute, aber was das Heer von Blindgängern, in so kurzer Zeit aus ihr gemacht hat ist nicht zu überbieten.
    Dieses Europa ist genau wie die Sowjetunion oder Jugoslawien zum Tode verurteilt, weil man oberlehrerhaft, den Menschen einen Gleichmacherdeckel überstreifen will und ihre Werte und ihre Wurzeln ignoriert.

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    • Anonymous schreibt:

      Liebe Ingrid !
      Vielen Dank für Ihren fairen Kommentar.

      Wir müssen weiter kämpfen für unsere Kinder und Enkelkinder.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  4. Alexander Heumann schreibt:

    Ein patriotischeres EU-Parlament könnte allenfalls – aufgrund seines Vetorechts – weitere Verschlimmbesserungen verhindern. Keineswegs aber aber könnte es Verbesserungen erzwingen, etwa den nationalfeindlichen EuGH oder die „unabhängige“ EZB an die Kandare nehmen oder die unselige „Gemeinsame Europäische Asylpolitik“ (GES) wesentlich reformieren. Dazu wären grundlegende Änderungen des Primär-Rechts, d.h. der EU-Verträge, also Einstimmigkeit aller 28 Mitgliedstaaten erforderlich – ein gordischer Knoten. Bei Licht betrachtet bleibt nur, ihn durchzuschlagen (Dexit). Alternative: Schrecken ohne Ende – bis zum Mega-Crash. Jedenfalls ist die Rückkehr zur DM erforderlich, mindestens als Parallelwährung. Allenfalls der „NORD-EURO“ zusammen mit weiteren Eurostaaten wäre noch denkbar.

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  5. Artushof schreibt:

    EU Sache?

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/einreise-per-flugzeug-regierung-erklaert-fluechtlingszahlen-zur-geheimsache/

    Dichte Grenzen SOFORT
    Es gibt nur eine Alternative

    Direkte Demokratie JETZT
    Der Islam gehört nicht zur BRD

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Artushof !
      Die bequeme, risikolose illegale Einreise per Flugzeug ist ein Skandal.
      Wer ohne Pass deutschen Boden betritt muss sofort mit der betreffenden Fluglinie zurückgeflogen werden oder sofort in ein Abschiebelager gebracht werden – bei einem Minimum an finanzieller Unterstützung, ohne Ausgang und ohne Handy – nur Festnetz gegen Bezahlung.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  6. POGGE schreibt:

    Steve Bannon wird im Mainstream als rechtspopulistisches Monster dargestellt. Dabei sind Ansichten und Anliegen des Ex-Trump-Beraters durchaus diskussionswürdig. Ein Treffen mit David Berger zeigt Bannons tiefgreifende Kenntnis der Wurzeln christlich-abendländischer Kultur.

    von David Berger

    https://www.mmnews.de/politik/124198-steve-bannon-ein-mann-und-seine-vision

    Steve Bannon wird im Mainstream als rechtspopulistisches Monster dargestellt. Dabei sind Ansichten und Anliegen des Ex-Trump-Beraters durchaus diskussionswürdig. Ein Treffen mit David Berger zeigt Bannons tiefgreifende Kenntnis der Wurzeln christlich-abendländischer Kultur.

    Steve Bannon, der mich gestern zum Gespräch während seiner Europareise in Berlin empfangen hat, verkörpert all die Werte und das Denken, die die USA groß und zum Vorbild in aller Welt gemacht haben – spätestens seit Ronald Reagan und Donald Trump! Bannon ist genau der Mann, dessen Denken und Mentalität uns in Deutschland so schmerzlich fehlen.

    Ich gebe es gerne zu, dass ich vor diesem Termin nach vielen Jahren der journalistischen Tätigkeit etwas aufgeregt war – als ich da mit meiner Mitarbeiterin im Foyer des Berliner Adlon saß und auf die Securityleute wartete, die uns zu Steve Bannons Suite bringen sollten.

    Etwa 48 Stunden zuvor hatte ich eine kurze Mail seines Managements bekommen, das mich zu einem Gespräch mit Steve Bannon einlud. Mit dem Chefstrategen Donald Trumps (2016-2017), der ihn in der entscheidenden Phase des US-Wahlkampfes und den ersten Monaten seines Amtes im Weißen Haus federführend begleitete. Der aus dem kaum bekannten Magazin „Breitbart“ – u.a. zusammen mit Milo Yiannopoulos – eines der wichtigsten und erfolgreichsten Online-Magazine der Welt machte.

    Vernetzung derer, die Europa wirklich lieben

    Und der nun durch ganz Europa reist, um bei der Vernetzung und dem enormen Erfolg der „rechtspopulistischen Parteien“ und der außerparlamentarischen Oppositionen (inklusive der alternativen Medien) gegen das Europa Merkels und Macrons dabei zu sein bzw. diesen Widerstand nachhaltig zu stärken.

    Die Security begleitet uns über die langen Flure des Adlon und Bannon öffnet die Türe zu seiner geräumigen Suite, große Fenster, direkter Blick auf das Brandenburger Tor und ein Stück des Reichtstagsggebäudes. Er wirkt auf den ersten Blick sehr freundlich, fast ein wenig zurückhaltend. Dann fällt, noch während er uns Wasser und Kaffee anbietet, das entscheidende Stichwort „philosophia perennis“ – Wie man darauf komme, einen Blog nach diesem Ideal der abendländischen Philosophie zu benennen.

    Liebe zur Catholica

    Innerhalb kürzester Zeit stellen wir fest, dass wir viele gemeinsame Wurzeln haben: ein linksliberales Elternhaus, die Ausbildung auf einer der Kaderschmieden der katholischen Kirche bei den Benediktinern, die Liebe zur westlichen Kultur und damit auch zur Catholica.

    Ich packe das Buchgeschenk, das ich für den Abschied vorgesehen hatte, schon jetzt aus – mein Buch über Thomas von Aquin, das in englischer Sprache an einer der bekanntesten katholischen Universitäten der USA erschienen ist. Aus dem Stand zitiert Bannon bei diesem Anlass ein lateinisches Diktum von Thomas von Aquin. Und alle Vorurteile, die die Mainstreammedien (die den Aquinaten für ein Mineralwasser halten) bei uns von einem dumpfen Rechtspopulisten verbreiteten, zerfallen in diesem Moment zu Staub.

    Aidan Nichols großes Lob für meine wissenschaftliche Arbeit findet sich auf dem Rückencover. Bannon schient Nichols sehr zu schätzen, den Dominikanergelehrten, der derzeit zu den Protagonisten einer großen Kampagne gegen die „Häresien von Papst Franziskus“ in den USA gehört. Und fragt mich sofort, ob ich nicht bereit wäre, an seiner neu gegründeten Akademie im italienischen Trisulti als Dozent einzusteigen.

    Trisulti als neues Montecassino

    (Foto l. (c) Fiore S. Barbato, Wikimedia, CC BY-SA 2.0)

    Trisulti, vor den Toren Roms im Latium gelegen, ein altes Kloster, das unter Bannons Regie derzeit zur Kaderschmiede für die neue „konservative“ Elite Europas umgebaut wird.

    Die ehemalige Kartause Trisulti, die eine ähnliche Rolle, wie das ebenfalls nahe Rom gelegene Montecassino im 5. Jahrhundert einnehmen soll. Der hl. Benedikt gründete dort das erste Kloster des Abendlandes und legte damit – am Ende der untergehenden Antike und der damit verbundenen Dunkelheit – die Fundamente für die abendländische Kultur, die im Hochmittelalter mit ihren großen Gelehrten (Thomas von Aquin, Albertus Magnus …), der Gründung der Universitäten, der Unterscheidung zwischen Staat und Kirche ihren leuchtenden Höhepunkt erreichte.

    In ähnlich dunklen Zeiten wie damals Benedikt leben wir heute – so sieht das jedenfalls Bannon. Und das Neue ist bereits am Aufscheinen – dafür brauche es aber eine Ausbildung der Persönlichkeiten für die Zukunft Europas, so es denn eine haben soll. Was nur dann der Fall ist, wenn die längst im Todeskampf liegende Oberhoheit der Linken in Politik, Kultur und Medien endgültig Geschichte ist. Bis dahin sei es nicht mehr weit, die Altparteien seien bald Geschichte, schon jetzt habe man in ganz Europa Merkel abgeschrieben.

    Er vergleicht Trisulti mit einer Gladiadorenschule, wo die physische Kraft, die Muskeln usw. auch nur sekundär waren, aber Vernunft und Wille gestählt waren, so dass die Gladiatoren selbstbewusst den Kampf mit den Ungeheuern aufnehmen konnten. Solche Gladiatoren sollen in Trisulti ihre Ausbildung erhalten. Die Zeit des dauernden Klagens sei vorbei. Immer wieder – auch da, wo ich die Islamisierung Europas anspreche – fällt der Satz: „Wir müssen aufhören, uns dauernd als Opfer zu fühlen“.

    David Berger im Gespräch mit Steve Bannon in Berlin

    Die Zeit des Rückzuges in die Ecke des dauernden Lamentierens sei vorbei, jetzt gelte es zum Angriff überzugehen: „Attack, attack, attack!“ ruft Bannon mit Nachdruck aus und klopft dabei mit seinen kräftigen Händen laut auf den goldverzierten Biedermeier-Tisch.

    Kampf gegen Antisemitismus und Nationalismus

    Wer jetzt an rechtsextreme, neofaschistische Aufmärsche denkt, der hat sich in Bannon jedoch völlig geirrt. Es ist der Kampf für die Werte des Abendlandes, eines Europas der Menschenrechte und der Freiheit. Ein Kampf, der mit voller Kraft gegen Antisemitismus, Rassismus, Christenverfolgung und auch gegen jeden übertriebenen Nationalismus, ob in seiner braunen oder roten Form zu führen ist. Als Katholiken sei uns ohnehin jede Form von Rassismus, Judenfeindlichkeit oder naiver Deutschtümelei äußerst fremd, ergänze ich und Bannon nickt strahlend.

    Besonders die Situation der Juden in den von der Massenmigation und damit Islamisierung betroffenen Ländern, zu denen auch Deutschland gehört, erfüllt ihn mit Sorge. Hier bestehe allerhöchste Alarmstufe. Es sei ein Skandal ohne Maß und Beispiel, dass sich Juden auf Deutschlands Straßen selbst am hellichten Tag nicht mehr sicher fühlen könnten.

    Die großen Werte, die die USA und Europa verbinden

    Als ich mit meiner Begleitung den Aufzug verlasse, kommt eine sehr bekannte Kollegin des „Spiegel“ auf mich zugestürmt und fragt, ob ich bei Steve Bannon war und was besprochen wurde. Meine Gegenfrage, ob Sie nun auch einen Termin bei Steve Bannon habe, beantwortet sie sichtlich verärgert mit „Nein“. Sie warte hier nur, ob er vielleicht zufällig vorbeikomme und sie ihm bei diesem Anlass eine Frage stellen könne.

    Steve Bannon – das wird mir während ich vom Adlon durch den Tiergarten nachhause laufe, überdeutlich klar – verkörpert all die Werte und das Denken, das die USA groß und zum Vorbild in aller Welt gemacht hat – spätestens seit Ronald Reagan und Donald Trump! Bannon ist genau der Mann, dessen Denken und Mentalität uns in Deutschland so schmerzlich fehlen.

    Der Artikel erschien zuerst auf Philosophia Perennis, wo in den nächsten Tagen ein Exklusiv-Interview mit Bannon erscheinen wird.

    https://www.mmnews.de/politik/124198-steve-bannon-ein-mann-und-seine-vision

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  7. Sandokan schreibt:

    Wir brauchen dringend einen politischen Kurswechsel in Europa, denn die einstige gegründete Wirtschaftsunion der Gründerväter wurde von gierigen Politikern seit der rot grünen Ära Schröder zur Plutokratie umgebaut und man staunt wie viele SPD Politiker dadurch schon Millionäre sind. Das eine ist die aufgeblähte Bürokratie die alle Wirtschaft zu Tode regelt, weil sie das BIP der Europäer verfrühstückt eine Sache, aber die bösartigste Sache war, die Fiskalunion von der Wirtschaft zu entkoppeln, um Gelder für andere ideologische Zwecke um zu verteilen. Plutokratie die in der Kleptokratie halt endet. Plutokratie = Geldadel der sich Wertschöpfung von den Bürgern abschöpft wie Soros und Co.. Unter denen die Marx im Studium lesen mussten auch als Staatsmonopolistischer Kapitalismus bekannt (das Kapital von ihm war eine wissenschaftliche Analyse, das er daraus eine sehr schädliche utopische Parteiideologie entwickelt hat, eine andere) , wo er die Falschen Sünder in Verdacht hatte, die Unternehmer und nicht die Parteigenossen, die sich mit der Schaffung einer Diktatur zu Millionären auf Kosten der Europäer mausern wollen und weil die Bürger allmählich den Betrug merken, drehen sie halt alle vor der Wahl durch und bekämpfen die AFD. Wer ein Unternehmen hat weiß, in der Bilanz stehen sich die Finanzen gegenüber mit dem erwirtschafteten Gewinn oder Verlust oder ist ausgeglichen. Nicht wie die schwarze Null durch mehrere Nebenbilanzen propagandistisch Wähler täuscht in der Hoffnung sie hören die Schuldenuhr nicht ticken, die kurz vor der Explosion steht. Durch die abgekoppelte Fiskalunion von der Wirtschaft ist dem Betrug Tür und Tor geöffnet und auch unsere Sonnenkönigin hat in einem EU Vertrag unterschrieben, dass die EZB nicht rechenschaftspflichtig ist. Ein weiteres Mittel die EU wirtschaftlich, vor allem Deutschland aus zu bluten ist die Schaffung der Schulden und Transferunion um im Netz der Spinne Brüssel zu landen. Auch da hat Merkel die Basis getäuscht und die ESM Rettungsschirme mit dem postfaktischen Begriff der von einer anderen Form der Rettungsschirme ablenkt, den Target II Salden. Da musste doch jeder denken, das sind wieder neue Bilanzvorschriften und keine Kredite. Wir schimpfen wie die Rohrspatzen auf die Südländer die von Politikern mit unserem Geld gekauft werden, um durch Sparprogramme ihre Ressourcen im Land an globale Konzerne verkaufen zu müssen und erst später, wenn die Narkosepille nachlässt erwachen, dass sie keine eigenen Ressourcen mehr für die Wirtschaft haben und sich dem Diktat von Babylon Brüssel beugen müssen, aber Europa in einer Gemeinschaft zu verarmen reicht Frau Merkel nicht, sie will uns auch den Afrikanern, jenen Drittweltländern wirtschaftlich anpassen. Deshalb gibt man sich in Brüssel alle Mühe für den Aufbau von Großkonzernen durch Bürokratie den Mittelstand zu vernichten und die Unternehmensdichte aus zu dünnen. Seien es die krummen Gurken, die Nahrungsmittel an denen sie sich auch schon vergreifen, die in der Leistung gedrosselten Staubsauger und so weiter. Da gibt es auch einen weiteren Trick den Wirtschaftsstandort Europa zu ruinieren für die Übernahme durch globale Konzerne und Banken, der in Deutschland in voller Blüte steht. Die Unternehmenskultur wurde durch den Einkauf der Politiker in die Vorstände untergraben, so das man planwirtschaftliche ideologische Vorgaben machen kann und den dadurch nicht erwirtschafteten Gewinn für die Flüchtlingsindustrie aus der Staatskasse ausgleicht. Die PR um das schwedische Greta Wunderkind ist noch einen Zahn cleverer, wo ein Unternehmen sich als Eigentümer des Klimas aufspielt und mit den von den Bürgern abgepressten Geldern an der Börse spekuliert und künstliche Vereine gründet, wie die Bodenverwaltungsgesellschaft, die in der Existenz bedrohten Landwirten den Boden abkauft und so wenn die Finanzblase kracht, haben die Gauner einen Wert im Gegensatz zum wertlosen Geld. Da aber unsere Umverteilungspolitiker nicht die hellsten sind, greifen sie gelegentlich mit kreativer Buchhaltung in die angesparten Geldschubladen und wie Scholz plant auch in die Rentenkasse. Die SPD schaufelt Unmengen an deutschem Geld nach Brüssel und barmt das Geld in der deutschen Staatskasse fehlt, da wir ja das Geld vom Moloch Brüssel nicht zurückfordern können, wollen, immerhin so wird über Umwege die Heinrich Böll Stiftung und anderes finanziert welches die ideologischen Wünsche der Genossen beflügelt. Noch ein geflügeltes Wort, multilaterale Verträge, erinnert mich an Udo Jürgens sein Lied verstrippt, verkabelt, die dazu dienen Unternehmen in die Abhängigkeit zu knechten, der sie nicht mehr entkommen können und ihre Eigenständigkeit verlieren. Das VEB Kombinat mit seinen Unterfirmen lässt grüßen oder westlich gesehen große Firmen mit vielen Subunternehmen, wo man die Haftung hin und her schieben kann. Die Wirtschaft muss wieder in Ordnung gebracht werden und den kriminellen Plutokraten die die europäische Wirtschaft aussaugen und damit die Bürger zu Kasse bitten das Handwerk gelegt werden. Darum wählen gehen und der AFD eine Chance geben den kleptokratischen Altparteien die Stirn zu zeigen. .

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Sandokan !
      Danke für Ihren Kommentar, dem ich voll zustimme.

      Eine andere Gruppe müssen wir auch ins Visier nehmen: die Topmanager der DAX- geführten Großkonzerne.
      Mit ihrem Dieselskandal und dem Management der von ihnen verschuldeten Krise offenbaren sie eine kriminelle Energie, die bestraft werden muss. Sie belügen und betrügen uns weiterhin. Sie gehören ins Gefängnis. Dazu muss eine Geldsrafe kommen, die die Summe der Boni umfassen muss, die nur mit kriminellen Machenschaften erwerben konnten.

      Mit besten Grüßen

      Ihr Dieter Farwick

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