Kann die alte Strahlkraft des Katholizismus wiederhergestellt werden?

Cato-Nizza-Kirche(www.conservo.wordpress.com)

Von David Berger *)

Das neue Heft von „Cato“ ist vielleicht eines der besten, das je in dieser Reihe erschienen ist. Das Cover zeigt den Brand von Notre Dame und macht die Frage „Ist die Kirche noch zu retten?“ zum Schwerpunkthema.

Dass dabei die Catholica im Mittelpunkt steht, ist nicht nur sachlich gut verständlich (im Zusammenhang mit den Protestanten kann man schwerlich noch von Kirche sprechen), sondern zeigt sich auch an den Autoren, unter denen sich ein solch bekannter Wissenschaftler und Kirchenmann wie Kardinal Walter Brandmüller findet.

Athen, Jerusalem und Rom

cato-cover-kircheBrandmüller zum Brand von Notre Dame: „Dieser Brand war – und die Ruinen sind es noch immer – ein Fanal. Was ist ein Fanal? Was ist ein Fanum, was ist profan? Nun, wer dächte nicht zunächst an die Wortbedeutung »heiliger Bezirk« oder »Sakralbereich«. Aber dann belehrt uns das Wörterbuch, daß ein Fanal ein militärisches Feuersignal, ein Leuchtfeuer sei. Im abgeleiteten Sinne ein Aufmerksamkeit erregendes, bedeutungsschweres Zeichen oder Ereignis … Merkwürdig, wie alle diese Bedeutungen durch die lodernden Flammen der brennenden Notre-Dame sich erfüllen. Frankreich hat dieses Flammenzeichen verstanden.“

Die emotionale Erschütterung, die der zahllosen Menge anzusehen gewesen sei, könnte für viele ein „Impuls sein, der Horrorvision von Michel Houellebecq endlich Widerstand zu bieten“. Es sei höchste Zeit, „dem sterilen und gefährlichen, heute den französischen Alltag bestimmenden Erbe einer rein diesseitigen Aufklärung adieu zu sagen.

Es gilt endlich wiederzuentdecken, was Frankreich, was Europa für Jahrhunderte groß gemacht hat, das Erbe von Athen, Jerusalem und Rom. Ein Erbe, für dessen Größe und Wirkmacht die Kathedrale im Herzen von Paris steht, Notre-Dame.“Wir brauchen die Wiederherstellung des Katholizismus, wenn Europa eine Zukunft haben soll

Ein Gespräch zwischen Michel Houellebecq und Geoffroy Lejeune, Chefredakteur des wöchentlich erscheinenden, liberal-konservativen Finanzmagazins „Valeurs Actuelles“, bildet dann auch den vermutlichen Höhepunkt des Heftes. „Kann die alte Strahlkraft des Katholizismus wiederhergestellt werden und kann das unsere schwer beschädigte
Zivilisation erneuern?“ fragen sich die beiden Gelehrten. Und sie sind sich in diesem Punkt sehr einig: Sie kann und sie muss, wenn Europa eine Zukunft haben soll.

Eine stärkere Abgrenzung des Katholizismus vom Protestantismus

Wie das geschehen soll, da gehen die Denkwege der beiden weit auseinander. Und ich muss gestehen, dass mir das, was Lejeune sagt, wesentlich plausibler klingt als die Ausführungen Houellebecqs, der im Laufe des Gesprächs auch immer weniger mithalten kann.

Der Romancier fordert vor allem eine stärkere Abgrenzung des Katholizismus vom Protestantismus, eine Verlagerung von zuviel Vernunft auf mehr Emotion. Er sähe am liebsten eine Wiedervereinigung von Orthodoxie und römischem Katholizismus. Auch um die übermäßige Konzentration der römisch-katholischen Kirche auf die Sexualität wieder auf ein vorreformatorisches Maß zurückzufahren:

„Das Interesse der katholischen Kirche an der Sexualität der Gläubigen erscheint mir völlig übertrieben. Das geht nicht auf den Ursprung des Christentums zurück…

SONY DSCDer Hl. Paulus ist wie gewöhnlich über jeden Zweifel erhaben: »Es ist nämlich besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren«, und in der Genesis heißt es erhaben: »… und sie werden ein Fleisch.« Der Ärger fängt beim Hl. Augustinus (Foto l. (c) ClenX [CC BY-SA 4.0]) an, aber für viele Jahrhunderte bleiben die Konsequenzen noch aus. Erst in der Moderne kommt es zum Durchbruch, zweifellos auch als Folge der Ansteckung mit dem Virus des Protestantismus und dem sich daraus entwickelnden Puritanismus. Da stehen wir heute noch, und mich befällt ein echtes Unbehagen, wenn ich höre, daß sich manche Priester über den Gebrauch von Kondomen erregen. Egal, ob es um Aids geht oder nicht – was um Himmels willen geht sie das an?“ Anders sei das in der Orthodoxie. Dafür führt Houellebecq ein Zitat von Athinagoras an, der von 1948 bis 1972 Patriarch von Konstantinopel war:

„Wenn ein Mann und eine Frau sich wirklich lieben, dann habe ich nichts in ihrem Schlafzimmer zu suchen. Alles, was sie tun, ist heilig.“

Die Forderung nach dieser Emotionalisierung kann Lejeune nicht verstehen, die Abgrenzung vom Protestantismus schon eher. Ihre Erhabenheit kann die Catholica nur mit einer Rückbesinnung auf die Tradition wieder erlangen, in der Körper und Seele, ratio und emotio, Natur und Gnade ein analektisches Gleichgewicht bildete. Und einen Kontrast zur Moderne.

Die Anpassung der Catholica an den Zeitgeist kommt einem Selbstmord nahe

Denn sie habe „sich in wesentlichen Dingen den Entgleisungen einer Welt angepaßt, die sie eigentlich hätte retten sollen. Diese Rollenverkehrung kam ihrem Selbstmord gleich, aber selbst in den Augen Gottes gibt es nach diesem tragischen Schachzug immer noch einen Weg zum Heil. Der Heilige Pfarrer von Ars sagte eines Tages einer Mutter, die über den Selbstmord ihres Sohnes verzweifelt war, daß er zwischen der Brücke, von er er sich gestürzt hatte, und dem Wasser, in dem er ertrank, reichlich Zeit gehabt habe, zu bereuen und die göttliche Barmherzigkeit zu erflehen.

Um zu retten, was zu retten ist, müßte man mit dem Relativismus brechen, der seit den sechziger Jahren in Mode ist. Vielleicht fände die Kirche ein wenig von ihrer Erhabenheit zurück, wenn sie aufhörte, »cool« sein zu wollen, und wenn sie wieder die Gottesfurcht lehrte, ohne die es keine Liebe gibt. Auch in der Kindererziehung wurde die elterliche Autorität untergraben; die Konsequenzen sind dieselben.

Vielleicht sollte die Kirche ihre Faszination für fremde Religionen mäßigen. Auch die für den Protestantismus. Wie kann man ein trojanisches Pferd wie den [früheren] Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz Monsignore Nunzio Galantino tolerieren, der kürzlich sagte, daß »die von Luther vor 500 Jahren eingeleitete Reformation ein Ereignis des Heiligen Geistes gewesen sei«? (…)  Es müßte Schluß gemacht werden mit der permanenten Jagd nach Emotionen. Die Kirche kann nicht mit Musik und Film konkurrieren. Aber wenn sie sich auf ihre Mission konzentriert, Gott zu verkünden und die Menschen zum ewigen Leben zu führen, bleibt sie unersetzlich.

Vielleicht würde die Kirche wieder mehr Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie aufhörte, sich wie eine NGO aufzuführen, die sich zwar karitativ gibt, aber nicht für Christus einsteht, der die Quelle ihrer Großzügigkeit ist. In der Politik gewänne sie vielleicht, wenn sie aufhörte, bestimmte Regierungen moralisch zu diskreditieren (ein gutes Beispiel ist die Kritik des Papstes an der Migrationspolitik des italienischen Innenministers Matteo Salvini).“

„Der Weihrauch, der im Kirchenschiff aufstieg, gab der Seele den Weg vor.“

Am deutlichsten kommt die tragische Wende der Catholica nach Lejeune in der reformierten Liturgie zum Ausdruck: „Das Latein wurde abgeschafft, der Schmuck wurde vereinfacht, der Priester wandte sich der Gemeinde zu. Die Gemeinden investierten in Synthesizer, und die Mädchen begannen in den Chören den Takt anzugeben. Aber die Tragik der Mode ist, daß sie aus der Mode kommt. Sechzig Jahre später sind die Synthesizer immer noch da und auch die jungen Mädchen, aber sie sind alt geworden, und ihre Stimmen zittern. Selbst die Priester ertragen sie nicht mehr.“

messe-des-hl-gregor-1Hier werde überdeutlich, wie sich die Kirche einer gerade verkommenden Welt anpassen wollte. Und dadurch die Gläubigen vertrieb. Aber die Gläubigen haben einen „Anspruch darauf, daß die Kirche einen Weg zu Gott vorgibt – unabhängig von den Verwerfungen der Zeit – und daß sie beständig ist. Das Latein markierte den Unterschied zwischen der Alltagssprache und der, in der man sich dem Schöpfer zuwandte. Der Weihrauch, der im Kirchenschiff aufstieg, gab der Seele den Weg vor. Der Priester, der mit dem Rücken zu den Gläubigen stand, war in Wirklichkeit Gott zugewandt. Das Heilige wurde leise aus der Kirche vertrieben und durch lauter Cooles und Partymäßiges ersetzt – alles wunderbar, aber zum Verzweifeln menschlich.“

Ist Papst Franziskus die Erfüllung satanischer Pläne?

Welche letzte Konsequenzen aus dieser Entkatholisierung der Kirche erwachsen könnten, zeigt gut die ebenfalls im Heft abgedruckte Buchbesprechung des Romans „Der letzte Papst“ von Malachi Martin durch Ingo Langer:

Martin „sah schon 1996 die aktuelle Krise der Kirche kommen. Die Präzision seiner Voraussagen ist erstaunlich. Ein neues, humanitäres Weltethos ohne Christus und Kirchenlehren rückt unter Papst Franziskus immer näher.“ Selbst der Rücktritt eines Papstes, erzwungen von „EU-Kommissaren und Freimaurerlogen“ wird in dem Roman vorher gesagt:

„Danach soll die katholische Kirche eine symbiotische Einheit mit EU und UNO eingehen und die christliche Lehre mit einem allgemeinen Weltethos verschmolzen werden. Bergoglios Kritiker behaupten, genau das sei auch sein Agendum. In Malachi Martins Roman ist Luzifer höchstpersönliche Kraft hinter den satanischen Kardinälen. Kurz vor ihrem Sieg gelingt es allerdings einer kleinen Schar von traditionellen, mit der Tridentinischen Messe eng verbundenen Priestern, die Putschpläne aufzudecken und den Papst zu warnen.“

Vor allem aber muss die Kirche wieder katholisch werden

Diese Kritik Lejeunes ähnelt in auffälliger Weise den Äußerungen Papst Benedikts XVI. zu diesem Thema. Dieser wiederholt immer wieder, was bereits einem Vorgänger, dem heiligen Papst Johannes Paul II. ein Herzensanliegen war: Wenn Europa überleben soll, dann kann es das nur, wenn es sein katholisches Herz und seinen katholischen Verstand wieder entdeckt. Dazu muss aber die Kirche selbst wieder katholisch werden.

cato-werbungUnd da sieht es unter Franziskus eher düster aus. Bei ihm hat man vielmehr den Eindruck, dass er die Schlüssel zur heiligen Stadt längst den anstürmenden Mohammedanern übergeben hat, während er ihnen die Füße wusch. Aber denken wir an den heiligen Pfarrer von Ars. In einer einzigen Sekunde kann die Gnade siegen und die Finsternis des Glaubensabfalls und der Sünde zerstören.

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Das Magazin kann hier bestellt werden: CATO

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*) Der Berliner Philosoph und Theologe David Berger (Jg. 1968) war nach seiner Promotion (Dr. phil.) und der Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch „Der heilige Schein“ über seine Arbeit im Vatikan als homosexueller Mann. Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Homomagazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.
Dr. David Berger betreibt den Blog PHILOSOPHIA PERENNIS, mit dem conservo einen regelmäßigen Austausch pflegt. (Hier: https://philosophia-perennis.com/2019/06/10/kann-die-alte-strahlkraft-des-katholizismus-wiederhergestellt-werden/)
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Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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16 Antworten zu Kann die alte Strahlkraft des Katholizismus wiederhergestellt werden?

  1. ludovico schreibt:

    Die Frage kann man mit Nein beantworten. Ich zitiere aus einem Buch, das dem Autor bekannt sein müsste:

    „Das Königreich Frankreich ist von Gott zur Verteidigung der römischen Kirche vorherbestimmt worden, welche die einzige wahre Kirche Christi ist …. Es wird siegreich und glücklich sein, solange es dem römischen Glauben treu bleibt. Aber es wird jedesmal hart bestraft werden, wenn es seiner Berufung untreu wird.
    (St. Remigius zu König Chlodwig anläßlich seiner Taufe Weihnachten 496)

    Der heilige Remigius salbte den König und hielt ihm diese prophetische Ansprache:
    Vernehmt mein Sohn, dass das Königreich Frankreich von Gott zur Verteidigung der römischen Kirche vorherbestimmt worden ist, welche die einzige wahre Kirche Christi ist. Dieses Königreich wird eines Tages groß unter allen Königreichen sein. Und es wird alle anderen Völkern seinem Szepter unterwerfen. Es wird bis zum Ende der Zeiten bestehen, Es wird siegreich und glücklich sein, solange es dem römischen Glauben treu bleibt. Aber es wird jedesmal hart bestraft werden, wenn es seiner Berufung untreu wird.

    Warum besteht Gott so sehr auf der Salbung. Weil die Salbung in Frankreich die notwendige Weihe der königlichen Autorität ist. Es gibt keine Autorität ohne die Salbung.“
    —————————————————————————————————
    Und dann kam die Aufklärung, sprich Französische Revolution und die sogenannten Menschenrechte. Wer dahinter stand bzw. steht muss nicht diskutiert werden.
    Seit dem 7.Dezember 1965, aber was schreibe ich da, dass wissen Sie doch!

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  2. Christian schreibt:

    Nicht der Katholizimus muss wieder erstarken, sondern die wahre biblische Lehre vom Sohn Gottes!! Bibelgläubigen Protestanten wie Bismarck haben wir unseren Wohlstand zu verdanken und nicht dem alten Mann aus Rom und seinem babylonischen System.

    Für Christen, genauer gesagt für echte Nachfolger Jesu ist Pfingsten das Fest um der Ausgießung des Heiligen Geistes – des Geistes der Wahrheit – zu gedenken. Erbittet diesen mit aufrichtig demütigem Herzen und ihr werdet die Wahrheit erkennen. Und die Wahrheit wird euch freimachen.

    Nicht der Katholizismus wird uns retten, sondern nur das Blut und der Name Jesu Christi. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    Das was gerade in Europa passiert ist die logische Konsequenz, welche aus gottloser Dekadenz resultiert. Nicht der Islam oder
    die Politiker sind das Problem, sondern die heutige weltlich gesinnte Geisteshaltung der Masse.

    Die Menschen denken Gott und dessen Gnade nicht zu brauchen. Nun. Wir werden sehen.

    In der Bibel wird klar beschrieben wieso Gott die Züchtigungen durch Philister, Chaldäer, Assyrer, Babylonier etc. zuließ. Ich denke die Parallelen sind deutlich.

    „Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott..
    (2.Timotheus Kap.3 Vers1-4)

    Ich wünsche allen aufrichtigen Seelen Gottes Schutz und reichen Segen. Es stehen üble Zeiten an.

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  3. Pingback: Kann die alte Strahlkraft des Katholizismus wiederhergestellt werden? – alternativ-report.de

  4. Andy schreibt:

    Schon leuchtet ein „Mene Tekel“ (siehe Daniel 5,25) an der Kirche Notre Dame auf

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  5. luisman schreibt:

    Der christliche Glaube katholischer Praegung hat sich in Europa doch nicht durchgesetzt, weil ein jeder „erleuchtet“ wurde (u/o an Gott glaubte), sondern weil er Vorteile im gesellschaftlichen Zusammenleben fuer 90% Landwirte, 9% Handwerker und 1% Elite brachte. Das ist heute nicht mehr so, weshalb ein Wiedererstarken des Katholizismus utopisch ist.

    Der Protestantismus entstand ja nicht aus einer Laune heraus, sondern als Protest gegen die korrupte katholische Praxis des Ablasshandels. Dies traf zusammen mit einer steigenden Intelligenz der Europaeer, wegen der meritokratischen Lebensweise. Die Klugen und Faehigen hatten mehr ueberlebende Kinder, als die Dummen und Faulen. Hat auch etwas damit zu tun, dass der erstgeborene Sohn (i.d.R. der Kluegste und Faehigste) den Familienbetrieb erbte, die nachfolgenden, und duemmeren Soehne eben in der Kirche u/o im Militaer ihr Glueck suchen mussten. Ohne diese darwinistische Meritokratie waere es nie zur industriellen Revolution gekommen, an welcher der Protestantismus grossen Anteil hatte.

    Die Katholiken versaeumten auch ihre eigentlich richtige Sexualmoral mit den nun verfuegbaren Erkenntnissen der Evolutionsbiologie und Evolutionsphsychologie abzugleichen und zu begruenden. Das ist eben auch schwierig, wenn man an einer unsinnigen Sexualmoral, wie das Zoelibat, trotz fuer alle offensichtlicher Verstoesse, eisern festhaelt. Die Juden waren da deutlich geschickter, indem sie dem Rabbi nicht nur wirtschaftlichen Erfolg goennten, sondern auch eine Familie.

    Die Abschaffung des Latein war ein bedeutender Schritt, weil es Europa einer gemeinsamen Sprache beraubte, auch wenn sie nur in der Priesterschaft, Elite und der reichen Buergerschaft erlernt wurde. Zeitweise wurde von den Eliten Franzoesisch gesprochen, inzwischen Englisch, aber richtig durchgesetzt hat sich keines. Europa hat keine gemeinsame Sprache, weshalb es auch nie eine gemeinsame Regierung haben kann.

    Gerade weil die katholische Kirche weltabgewandt und doktrinaer geblieben ist, suche immer mehr Leute ihr „Heil“ in Ersatzreligionen. Gerade die Paepste haben hier versagt, vor allem weil sie mehr Wert auf Macht legen, anstatt auf Erkenntnis (egal ob religioes oder wissenschaftlich). Durch ihr Anbiedern an Ersatzreligionen und gar den Islam meinen sie ihre Macht retten zu koennen. Das wird in die Hose gehen. Eine Rueckbesinnung auf Doktrin kann nicht funktionieren, wenn diese mit der Realitaet nicht in Einklang zu bringen ist. Evolutionaere Begruendungen sind ja heute „Nazi“.

    Ein Glaube – egal wie irrational – muss sich als nuetzlich fuer die Vielen erweisen. Derzeit erscheint der Klima- und Migrationsglaube fuer viele nuetzlich, auch fuer die Kirchen. Das geht bis zur endgueltigen Pleite aller Beteiligten. Diese Pleite ist auch notwendig, um einen neuen, angepassten, erfolgreichen Glauben zu erschaffen. Die wachsende Zahl der Atheisten beweist, dass die Europaeer einen neuen Glauben brauchen.

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  6. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  7. Intellektueller schreibt:

    Islamisierung in London
    500 Kirchen schließen, 423 Moscheen entstehen
    https://www.freiewelt.net/nachricht/500-kirchen-schliessen-423-moscheen-entstehen-10074096/

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  8. Thekla schreibt:

    Ein sehr guter Artikel. Der Katholizismus allein wird wohl Europa nicht retten. Aber was auf jeden Fall stimmt, ist, dass Party-Stimmung und Cooles keinen Weg zu Gott oder zum Göttlichen weist. Gott ist eben nicht auf Augenhöhe, sondern etwas Ehrfurchtgebietendes. Und solange das nicht vermittelt wird (was Aufgabe aller Kirchen wäre) gibt es keinen Weg aus dieser gottlosen Zeit.
    Auch stimmt es, dass die Fixierung auf sexuelle und intime Fragen eine völlige Verirrung beider christlicher Konfessionen darstellt.
    Die Kirchen, egal ob protestantisch oder katholisch, sollten sich wieder auf das Wesentliche besinnen: Den Menschen zu erheben und ihm einen erfahrbaren, erlebbaren Weg zum Göttlichen weisen.

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  9. janwog schreibt:

    Der Rest der vorkonzliarische Kirche könnte langsam der agiormento ins Verderben ersetzen.

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  10. Semenchkare schreibt:

    Videoanalyse/Kommentation:

    Passt indirekt zum Thema. Der Mann ist Christ und zeigt an Hand einer Stürtzenbergeraufnahme die Ideotie der blödgemachten Massen! Stürtzenberger selbst hat bei PI einen Artikel dazu verfasst.

    Diese Schreikinder bekommt niemand in den kath. Schoß zurück. Egal wie sich die kath. Kirche reformiert und auf die eigentliche Aufgabe: Gottes Gebot zu verbreiten, besinnt.

    Die glauben eher an den „friedlichen Islam“ und die heilige Greta !
    **************************************
    Iranischer Ex-Moslem über Naivität linker Gutmenschen zum Islam

    ***p://www.pi-news.net/2019/06/iranischer-ex-moslem-ueber-naivitaet-linker-gutmenschen-zum-islam/
    *************************************
    Sehenswert:
    Das ungeschnittene Video

    EX-MUSLIM Vs Gutmenschen und ihre Denkweise

    ca 66 min

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    • Semenchkare schreibt:

      Sehr gut!
      Er bringt noch zusätzlich Hintergrund Infos und Fakten zum Islam und dessen politisch/religös verbrämte Ideologie beispielhaft, an.

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  11. Täufer343 schreibt:

    Die Konservativität des Katholizismus ist lobenswert. Aber Heilige Messen sind überflüssig. Wir brauchen eine charismatische Erneuerung des Christentums. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

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  12. Freya schreibt:

    „Kann die alte Strahlkraft des Katholizismus wiederhergestellt werden?“
    Es ist ja schon sehr tröstlich, wenn es überhaupt Menschen bzw. Christen gibt, die daran interessiert sind. Daher vielen Dank an David Berger; seine Arbeit für den wahren Glauben ist unschätzbar wertvoll. Doch ich denke, „herstellen“ noch dazu „Strahlkraft“ werden wir nicht und haben es auch nie vermocht. Allein der Geist kam über die Menschen, erreichte sie und ließ sie Großes schaffen. Denn das „Wiederherstellen“ an sich wäre Menschenwerk und nicht von Gott. Alles, was jetzt geschieht sollte meiner Meinung nach geschehen um vieles ans Licht zu bringen und eventuell zu reinigen. Ob jemals wieder eine Strahlkraft emporsteigen wird, liegt bei Gott selbst, ist in Jesus begründet und kann getrost dem Heiligen Geist überlassen werden.
    Ich höre mich jetzt sehr altbacken und vielleicht auch verrückt an, aber wir Menschen sollten wieder mehr beten und hoffen und vertrauen. Wieso haben wir Christus, wenn wir uns seit Jahrzehnten gar nicht mehr an ihn wenden? Ich bin Wunder-gläubig. Also ist alles möglich…….bei Gott!
    mit patriotischen Grüßen von Freya
    ps, gelobt sei Jesus Christus.

    Gefällt 1 Person

    • Kurve kriegen schreibt:

      der „wahre Glaube“
      im Gewand der kath.Kirche auchein Kunst-Produkt

      Rede und denke, das des Grüppchen
      und du bekommst was ab vom Süppchen

      In der Smallgroup kuschelt sich’s halt besser

      das ist in allen *Sekten* gleich

      InfoSekta
      Wenn das Entweder-­‐Oder die Liebe frisst
      mehr bei InfoSekta Gruppen und Themen

      siehe auch Jesus und Greta bei JFB
      Wie ungebildet und wie antiintellektuell waren Jesus und die Urchristen?

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  13. throne schreibt:

    Für die schizophrene, Gott (dem Leben!) diametral entgegengestellte Seelenzerstörtheit lustgetriebener schwuler Katholiken gibt es einen Fachterminus: kognitive Dissonanz.
    Vor Leuten, wie Ihnen, Herr – oder doch lieber Frau? – Berger, ekelt mir.
    Im Übrigen ist, dem größten deutschen Geisteswissenschaftler Steiner nach, die Zeit des Priestersektentums auf diesem Planeten endgültig und für alle Zeiten vorbei. Gott- und Selbsterkenntnis durch Denken! Mit dem Goetheanismus (Hegel, Kant, Goethe, Fichte, Steiner usw.) hält endgültig die Freiheit des Geistes Einzug. Kein Platz mehr für vermystizierte Ausreden, um ungestraft Unschuldige zu vergewaltigen. Sei es nun psychisch, oder physisch. Wer einen Verstand hat, bediene sich desselben und lasse Gott seine Schöpfung durch seine eigenen Augen sehen.

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    • conservo schreibt:

      @throne: Sehr geehrte(r) „throne“, Sie strapazieren meine Toleranz. Ich lasse nicht zu, daß Autoren oder Kommentatoren hier als „ekel“(erregend) bezeichnet werden. Meine letzte Warnung!
      Und noch meine Privatmeinung hinterher: Ich bin weiß Gott kein Homosexueller. Aber sie sind Menschen, Gottes Geschöpfe, und verdienen deshalb denselben Respekt wie Sie oder ich.Könnten Sie sich vorstellen, daß Jesus „Ekel“ bei ihnen empfinden würde? Ich nicht!

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