Nach der EU-Wahl… Staatenbund: „Ja, sicher“, Einheits-Staat: „Nein“

(www.conservo.wordpress.com)

Ein Gastkommentar von Jörg Gebauer („fisch+fleisch“)

Das war eine Wahl mit großer Tragweite. Soll jetzt der EU-Einheits-Staat kommen?

Auflösung der National-Staaten? Keine eigene Staatsangehörigkeit mehr? Oder eher eine Staatenbund-Lösung?

Da lohnt sich der Blick zurück auf drei wichtige Volks-Entscheide vor einigen Jahren: Frankreich, Holland, Irland. Die Ergebnisse der 3 Referenden dürfen nicht verwechselt werden mit der Frage, ob auch die heutige EU abgelehnt werde.

Denn in allen 3 Ländern war zugleich eine sehr große Mehrheit von jeweils über 80% für die Mitgliedschaft in der EU. Zwei der „Drei Neins“ bei den Volksentscheiden bezogen sich „nur“ auf einen neuen EU-Zentralstaat… Tja, Jüngere sind EU-skeptischer als die älteren Bürger…

  1. Am 29. Mai 2005 lehnten 55% der Franzosen die zur Abstimmung stehende „Europäische Verfassung“ (Verfassungs-Vertrag) ab. Die Wahlbeteiligung lag bei beachtlichen 69% und damit auf gleichem Niveau wie beim Maastricht-Referendum von 1992.

Damit verweigerte die Bevölkerung eines der EWG-Gründungsmitglieder ihre Zustimmung zum zentralen Reformdokument der EU. Dabei galten die Franzosen bis dahin keineswegs als ausgeprägt euroskeptisch.

Nur 29% der französischen Wähler wussten von Anfang an, wie sie abstimmen würden, weitere 43% entschieden sich erst im Laufe der Kampagne. 27% trafen ihre Entscheidung in der letzten Woche vor dem Referendum und am Abstimmungstag selbst.

  1. Die Niederländer stimmten am 1. Juni 2005 mit 62% gegen eine „Europäische Verfassung“. Die Wahlbeteiligung fiel mit 63% etwas geringer aus als in Frankreich wenige Tage zuvor.

Dieses zweite gescheiterte Referendum bedeutete letztlich das Ende einer verbindlichen europäischen Verfassung, das Ende eines gedachten Staates „Europa“ und stattdessen die Befürwortung eines Staatenbundes.

Nur 26% der niederländischen Wähler wussten von Anfang an, wie sie abstimmen würden, weitere 41% entschieden sich erst im Laufe der Kampagne. 35% trafen ihre Entscheidung in der letzten Woche vor dem Referendum und am Abstimmungstag selbst.

  1. In beiden Ländern stimmten insbesondere die Wählergruppen der Jüngeren gegen eine einheitliche europäische Verfassung. In Frankreich sagten 57% der Jungen „nein“ und in den Niederlanden stimmten 74% der Jüngeren gegen einen „Staat Europa“.

Es stellt den Versuch einer modernen Legende dar, wenn in Deutschland der Eindruck erweckt wird, gerade die Jungen seien für einen supra-nationalen europäischen Einheits-Staat. Tatsache hingegen ist, dass es nur in der Altersgruppe der Über-55-Jährigen (und dies nur in Frankreich, nicht in den Niederlanden) überhaupt eine (knappe) Zustimmung zu der weiteren Abgabe von nationalen Souveränitäts-Rechten gab.

  1. Drei Jahre später zeigte sich das gleiche Bild beim Referendum in Irland über den Lissabon-Vertrag. Dieser Vertrag war kein Verfassungs-Entwurf und greift nicht in die Souveränität der Nationalstaaten unabänderlich ein.

Auch in Irland gab es die größte Ablehnung bei den Jüngeren. Der Gesamt-Komplex der 3 Referenden darf nicht verwechselt werden mit der Frage, ob der Status-Quo (also der heutige Staatenbund) womöglich abgelehnt werde.

Denn in allen 3 Ländern war zugleich eine sehr große Mehrheit von jeweils über 80% für die Mitgliedschaft in der EU.

Auch darf die Frage eines EU-Austritts (Brexit) nicht verwechselt werden mit der Entscheidung gegen einen EU-Einheits-Staat samt Verfassung und eigenem EU-Staatsvolk.

Demnach sollte gelten:

Ein Europäischer Staatenbund :: „Ja, sicher“

Ausbau der EU zum Einheits-Staat :: „NEIN“

—–
Original: https://www.fischundfleisch.com/joerg-gebauer/nach-der-eu-wahl-staatenbund-ja-sicher-einheits-staat-nein-56704?fbclid=IwAR0037vO5qnKndHFSnxN05oTK5t-5RSCHbi5K2bkcA5HBwuTMZS6UcKiOno
www.conservo.wordpress.com     11.6.19

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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4 Antworten zu Nach der EU-Wahl… Staatenbund: „Ja, sicher“, Einheits-Staat: „Nein“

  1. francomacorisano schreibt:

    Die EU „will mächtiger werden“:
    https://www.n-tv.de/politik/EU-will-maechtiger-werden-article21079368.html
    WER hat das legitimiert?
    WANN wurde darüber abgestimmt?
    WAS können wir dagegen tun…???

    ICH will KEINE mächtige EU(dSSR)…!

    Gefällt 1 Person

  2. pogge schreibt:

    Die EU-Imperialisten setzen auf „Annalena Baerbock“ ist Ehefrau und Vormundin vom Robert Habeck und Ansätzt jetzt zur VERNICHTUNG ALLER DEUTSCHEN und Sie Ansetzt am Hartz-IV-Nerv !

    Die Grüne-Illuminati-Agentin „Annalena Baerbock“ ist Ehefrau und Vormundin vom Robert Habeck und Ansätzt jetzt zur VERNICHTUNG ALLER DEUTSCHEN und Sie Ansetzt am Hartz-IV-Nerv !

    Der Welfische-EU-Imperialismus der Hofdame Annalena Baerbock des Robert Habeck !

    http://recentr.com/2019/06/11/der-imperialismus-der-hofdame-annalena-baerbock/

    Der Welfische-EU-Imperialismus der Hofdame Annalena Baerbock des Robert Habeck !

    Wenn der Linksintellektuelle Robert Habeck bei den Grünen LÜGEN-Bauernfängerei betreibt und 30 Milliarden EURO € pro Jahr aus der Mittelschicht und den Firmen Abgreifen will, um sie an Sozialhilfeempfänger umzuverteilen, dann steht die Juristin und Politikwissenschaftlerin Annalena Baerbock nicht weit davon entfernt.

    Baerbock genoss das Leben der bessergestellten Mittelschicht und wenn man genauer hinsieht, dann wirken ihre Kontakte extrem elitär. Ein Bauernhof in Schulenburg in Niedersachsen war ihr Zuhause. Gleich daneben befindet sich die Schlossanlage Marienburg, die der britische König George V. von Hannover 1858 bis 1869 bauen ließ. In kurzer Entfernung befindet sich auch die Stadt Hannover, der wichtige Ort in der Geschichte des Welfen-Hochadels, der das britische Imperium leitete.

    Ob sich Frau Baerbock als Kind vorstellte, wie es wäre, eine Prinzessin zu sein in einem solchen Traumschloss? Oder zumindest irgendeinen Job in einem Traumschloss zu haben? Ihre Ausbildung orientierte sich frappierenderweise an den Welfen: Die Universität Hamburg, wo sie Politikwissenschaft und öffentliches Recht studierte, hat ihre Wurzeln bei der dänischen Krone, bei Johann Georg Büsch der von der Welfen-Uni Göttingen kam und sowohl Freimaurer als auch wahrscheinlich Illuminat, sowie auf Gelehrte wie Albrecht Mendelssohn Bartholdy der von Welfen-Unis kam und an Oxford Senior Fellow wurde und 1922 als erste deutsche politikwissenschaftliche Forschungseinrichtung das Hamburger Institut für auswärtige Politik schuf, das unter anderem von den Warburg-Bankiers finanziert wurde, und dann noch das Amerika-Institut. Auch bedeutend an der Hamburger Uni war Ernst Cassirer, der an den Welfen-Unis war und in Amerika an Yale und Columbia lehrte, die beide auf das britische Empire zurückgehen.

    Dann studierte sie noch Völkerrecht an der London School of Economics and Political Science, eine Elite-Einrichtung, die auf Mitglieder der sozialistischen Fabian Society zurückgeht, die wiederum vom Establishment und letztendlich der britischen Krone verwaltet wurde. Den Grundstein der Uni legte ausgerechnet der britische König George V. von Hannover, dem das Traumschloss Marienburg gehörte, neben dem Annalena Baerbock aufgewachsen war. Stammt sie am Ende noch von einem unehelichen Kind des Adels ab?

    Dann ist sie noch Mitglied der Europa-Union Deutschland e.V., eine Organisation die auf die Wünsche der Briten (siehe Winston Churchills Gerede von einem „geeinten Europa“) und der Amerikaner zurückgeht. Die Vorläuferorganisation „Union Europäischer Föderalisten“ bis in die 1960er Jahre zum Teil über das American Committee for a United Europe (ACUE) finanziert, welches vom US-Geheimdienst Office of Strategic Services (OSS) gelenkt worden war, ein Vorläufer der CIA, der aus der Geheimtruppe Skull and Bones herausgewachsen war, die wiederum auf das britische (adelige) Imperium zurückgeht.

    Unter dem Vorsitz von Winston Churchill wurde am 7. Mai 1948 in Den Haag ein Europa-Kongress einberufen, an dem mehr als 700 Politiker aus den Empfängerländern des Marshallplans teilnahmen. Er wurde von der UEF vorbereitet und vom ACUE finanziert. Wichtigstes Ergebnis war die Gründung des Europarats, und die Gründung der Europäischen Bewegung. Am 2. Mai 1954 wurde der CDU-Bundestagsabgeordnete Paul Leverkuehn in einer Kampfabstimmung gegen Franz Josef Strauß auf dem Kongress in Köln zum neuen Präsidenten gewählt. Nach einem schweren Autounfall und Anfeindungen wegen seiner nachrichtendienstlichen Tätigkeit im Zweiten Weltkrieg musste er aber bereits im September 1954 zurücktreten.

    Fabians

    Im Westen hielten die Eliten bereits die Schaltstellen der Macht durch den Adelsstand, das Bankwesen und die Großkonzerne. Hier war es unnötig und sogar gefährlich, einen revolutionären Sozialismus zu benutzen, um die Massen zu kontrollieren. Stattdessen sollte die Transformation graduell passieren.

    Das Werkzeug der Wahl war die britische Organisation namens „Fabian Society“, ein Netz aus schmierigen Sozialisten die für den Geldadel arbeiteten und einen auf den Westen zugeschnittenen Sozialismus entwarfen als eine Art „dritten Weg“, eine akzeptabel erscheinende Alternative zum Raubtierkapitalismus und dem starren Kader-Sozialismus des Ostens.

    Der Fabianer kamen dank des Geldes des Establishments zu Prominenz: Figuren wie John Stuart Mill, George Bernard Shaw, H. G. Wells, Annie Besant, Virginia Woolf und viele mehr wurden zu festen Größen der Gesellschaft. Die sozialdemokratische britische Labour-Partei ist bis heute das Werkzeug der Fabian Society, was Politiker wie Tony Blair oder Peter Mandelson auch gar nicht groß verbergen.

    Joseph A. Schumpeter, der in Harvard David Rockefeller unterrichtete, erklärte5:

    “Die wahren Tempomacher des Sozialismus waren nicht die Intellektuellen oder missionierenden Agitatoren gewesen, sondern die Vanderbilts, Carnegies und Rockefellers.“

    Die Stiftungen der Raubbarone finanzieren unzählige linke Organisationen, die graduell die Gesellschaft im Sinne des Sozialismus transformieren. Die Fabianer liebten das Geld und umgaben sich prinzipiell mit dem Geldadel, während sie dem gewöhnlichen Pöbel einredeten, dass die sozialistische Gesellschaft Fortschritt sei.

    Der prominente leitende Fabianer Sidney Webb heiratete die Tochter Beactrice des reichen Finanziers Richard Potter, die Verbindungen hatte zu dem Premierminister Arthur Balfour und zu den Bankendynastien. Das Eisenbahnimperium Great Western Railways pumpte kapitalistisch erwirtschaftetes Geld in Sidney Webbs “London School of Economics”.

    George Bernard Shaw heiratete auch nicht in die Arbeiterklasse ein, sondern ehelichte die Tochter des reichen Investors Horace Payne-Townshend, der wiederum die Fabian Society mit zusätzlichen Geldern versorgte. Später arbeitete Shaw für den Multimillionär William Waldorf Astor. Lord Rothschild arbeitete mit Sidney Webb daran, die London School of Economics der Fabianer in die University of London zu integrieren. Die Einrichtung gilt heute als führend in den Sozialwissenschaften.

    Von Fabian zu Frankfurt

    Karl Korsch, eine der Ikonen des Kulturmarxismus, war ursprünglich ein Mitglied der Fabian Society. Er entstammt einer Hamburger Mittelschichtfamilie und hatte einen Bankmanager zum Vater. Dank des bürgerlichen Hintergrundes musste Karl nicht in irgendeiner Fabrik als Arbeiter tätig werden, sondern durfte lange und ausführlich studieren in Jena, München, Berlin und Genf und trat den deutschen Sozialdemokraten von der SPD bei. In London arbeitete er mit dem Juraprofessor Sir Ernest Shuster und wurde Mitglied der Fabian Society.

    Er pries in Texten wie “The Fabian Society” (1912) die elitäre Organisation und brachte die Inhalte nach Deutschland. Das Geld für die deutschen sozialistischen Gesellschaftsklempner kam auch von steinreichen Männern aus dem Geldadel. Das berüchtigte „Institut für Sozialforschung“ (IfS) kam zustande dank Felix Weil, Erbe eines Multimillionärs und Getreidegroßhändlers. Weil arbeitete mit dem Star-Spion der Sowjet-Kommunisten Richard Sorge an der „Ersten marxistischen Arbeitswoche“ in Thüringen, wo die prominenten Marxisten der 1920er-Jahre wie Karl Korsch, Georg Lukács oder Friedrich Pollock teilnahmen. Aus diesem Treffen heraus entstand das Fundament des Institutes für Sozialforschung und später die sogenannte Frankfurter Schule.

    Die simple Strategie, der Masse den Sozialismus anzudrehen, wurde von den Akademikern aus dem Umfeld des IfS in allerhand Fachchinesisch verkleidet. Man schuf die „Kritische Theorie“, eine Dialektik der Aufklärung, man fachsimpelte über dialektischen Materialismus, Phänomenologie und Erkenntnistheorie. Im Endeffekt ging es allerdings nur darum, die bürgerliche Gesellschaft zu destabilisieren.

    Während dem Regime der deutschen Nationalsozialisten floh das IfS in die Vereinigten Staaten und wurde von Horkheimer an der hochelitären Columbia University in New York neu aufgebaut.

    Man brachte die berüchtigte „Kritische Theorie“ hervor, eine Schmähschrift gegen die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft, die angeblich die Keimzelle des Bösen sei. Nur durch Umerziehung, den starken allgegenwärtigen Staat und Umverteilung sei dieser Gefahr beizukommen.

    Georg Lukács, einer der Entwickler der Frankfurter “Kritischen Theorie”, stammt auch nicht aus der Arbeiterklasse, sondern aus der Familie eines mächtigen Habsburger Bankiers aus Ungarn.

    Nach der Revolution von 1918 wurde wurde er Vizekomissar für Kultur und Bildung im bolschewistischen Regime von Bela Kun, eine Rolle in der er sich am roten Terror beteiligte gegen die Feinde des Staates.

    Später, im Deckmantel des zivilisierten Kulturmarxisten, brachte er subversive Techniken, die in Ungarn entwickelt wurden, in den Westen, wie etwa eine absurde Form der Sexualerziehung, bei der jungen Kindern vorgeschwärmt wurde von ungezügelter „freier Liebe“, Rebellion gegen die Eltern, Ablehnung des traditionellen Familienbildes, sowie einer entgleisten feministischen Agenda, die weit über die Forderung gleicher Rechte hinausging.

    Max Horkheimer und Theodor Adorno bastelten weiter am Kulturterrorismus um die Fundamente westlicher Kultur zu zersetzen, wie das Christentum, Kapitalismus, die Familie, Hierarchien, Moral, sexuelle Zurückhaltung, Traditionen, Patriotismus, Loyalität und Nationalismus.

    Horkheimer war, wen überrascht es, Sohn eines reichen Geschäftsmanns, und wurde 1930 zum Direktor der Frankfurter Schule; eine Funktion in der der an der schleichenden Revolution arbeiten konnte zur Penetrierung und Transformation der westlichen Institutionen.

    Einmal um die Welt und wieder zurück

    Viele Mitglieder der Frankfurter Schule endeten im amerikanischen Exil, wo sie mit dem Geld der Rockefeller-Stiftung weitermachen konnten, wie bisher. Die sogenannte „Protestkultur“ der 1960er Jahre war schwer beeinflusst von den hedonistischen, drogenfreundlichen und kommunistischen Inhalten und vieles davon schwappte erneut zurück nach Europa.

    Der Einfluss der Fabian Society spiegelt sich wider bei der Gründung der Vereinten Nationen, die die Unterstützung hatten der Rockefellers und der Organisation Council on Foreign Relations (CFR).

    Auch die Idee der “Vereinigten Staaten Europas” war populär bei Sozialisten wie Engels und Liebknecht, sowie bei dem Geldadel Europas und der der Vereinigten Staaten. Eine wichtige Brücke über den Atlantik war die sogenannte „Bilderberg Gruppe“, entworfen vom polnischen Sozialisten Joseph Retinger, der nach London gezogen war und sich der Fabian Society angeschlossen hatte.

    Die sogenannte politische „Mitte“ in Europa wurde unter dem Einfluss der Kulturmarxisten und ihrer reichen Geldgeber immer weiter nach links verschoben. Immer mehr politischen Beobachtern fällt auf, dass sämtliche etablierte Parteien in weiten Teilen sozialdemokratisch sind und sehr ähnliche Positionen vertreten über die EU, Migration, die „Energiewende“, hohe Steuern, weitreichende staatliche Regulierungen, Waffenrecht und natürlich über die Schulpflicht.

    Enthält auszug aus wikipedia

    http://recentr.com/2019/06/11/der-imperialismus-der-hofdame-annalena-baerbock/

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Nach der EU-Wahl… Staatenbund: „Ja, sicher“, Einheits-Staat: „Nein“ – alternativ-report.de

  4. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

    Gefällt mir

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