Welterbe in Gefahr: Staudammbau im größten Wildreservat Afrikas – Tod für Millionen Tiere und Bäume

(www.conservo.wordpress.com)

Symbolbild: Staudamm im Valle Verzasca – Quelle: Von Martin Abegglen – http://www.twicepix.net/imgdb/pic.php?id=8290, CC BY-SA 3.0 , https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5388464

Das Selous Naturreservat in Tansania ist nicht nur das größte Afrikas. Es ist auch eines der größten Wildschutzreservate der Welt. 50.000 Quadratkilometer Steppe und Savanne, Fluss- und Auenwälder bieten im Südosten Afrikas einer unermesslich vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ein sicheres Refugium, in dem kaum ein Mensch anzutreffen ist. Es ist der größte Schatz und Tresor für Afrikas ursprüngliche Lebenswelt. Mehr als 450 Vogelarten sind hier zuhause und fast alle Großwildtiere, die Afrika aufzubieten hat: Antilopen, Büffel, Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Löwen, Krokodile, Geparden, Leoparden… und Unmengen an kleinerem Getier sowie unzählige Pflanzenarten.

(Protestieren Sie hier!! -> Petition unterschreiben)

Ein unvergleichliches Welterbe aus der Kolonialzeit

Dieses wilde Stück Afrika ist sogar ein klein bisschen größer als die gesamte Slowakei oder vier Fünftel so groß, wie die Republik Irland. Dieses unberührte Naturreservat im Südosten des Landes ist ein Erbe, das von der deutschen Kolonialmacht gegründet wurde. Nachdem Großbritannien Tansania übernommen hatte, wurde das Wildschutzgebiet noch einmal deutlich vergrößert und nach dem englischen Großwildjäger und Offizier Frederick Selous benannt.Elefanten in Tansanias unverfälschter Natur

Als die Kolonialzeit ihrem Ende entgegenging und auch Tansania frei wurde, übernahm es dieses Juwel unverfälschter Natur und pflegte und hegte es bisher gewissenhaft. Die UNESCO erklärte das Reservat im Jahr 1982 zum Weltkulturerbe. Tansania erhält aus dem UNESCO-Fond und von verschiedenen Ländern großzügige, finanzielle Unterstützung, um dieses Naturland zu erhalten, Wilderei zu bekämpfen und die Großwildjagd nur restriktiv und gegen ziemlich viel Geld zu erlauben. Tansania verdient nicht schlecht an den Fototouristen, Großwildjägern und Welterbe-Unterstützungsgeldern.

Doch jetzt ist das alles plötzlich in Gefahr.

Bevölkerungsdruck und Modernisierungszwang bedrohen das Naturreservat

Afrikas Bevölkerung wächst rasant und Tansania ist arm. Die Bevölkerung fordert aber Lebensqualität, Jobs, moderne Lebensweise und mehr Farmland. Mit knapp 60 Millionen Einwohnern ist Tansania von seinen Menschen her nur ein Viertel kleiner als Deutschland, hat aber fast die dreifache Fläche. Zur Zeit sind in Tansania etwa 1,6 Gigawatt installierte, elektrische Leistung verfügbar – im Vergleich zu Deutschland mit 183 Gigawatt ein müdes Lichtlein. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Zahl der tansanischen Haushalte mit Stromanschluss aber verdoppelt. Die Stromknappheit ist tatsächlich ein ernstes Problem im Land.

Ein einzigartiger Lebensraum für bedrohte Tierarten

Herrscher und mächtige Staatspräsidenten haben die Neigung, große Bauten oder Infrastrukturprojekte anzugehen, um sich in den Geschichtsbüchern zu verewigen und den kommenden Generationen als ein wegweisendes Staatsoberhaupt in Erinnerung zu bleiben. So auch der tansanische Präsident John Pombe Magufuli. Er will sein Land in die Neuzeit katapultieren und sich als Modernisierer Tansanias einen Namen machen. Und daher beschloss er, die Elektrifizierung seines Landes voranzutreiben. Das wäre vollkommen in Ordnung und vorbildlich, wenn er nicht einfach entschieden hätte, das per Wasserkraft durch einen Staudamm mitten im Selous-Naturreservat zu machen. Eine Fläche von 1500 Quadratkilometern, mitten in dem Wildschutzgebiet, soll abgeholzt werden, um Stausee zu werden. Das ist fast das Dreifache des Bodensees. Der Fluss Rufiji soll dieses unermesslich große Wasserreservoir füllen.

Ein geplanter, riesiger Stausee bedroht die Existenz des Selous-Naturreservates

Der Rufiji-Fluss ist die Lebensader dieses Naturreservates. Er ist ein Zusammenfluss mehrerer Flussläufe und mündet etwa 200 Kilometer unterhalb von Dar-Es-Salam in den Indischen Ozean. An einer Stelle, mitten im Naturreservat, hat sich der Fluss tief in die felsigen Hügel eingeschliffen, seine Stromschnellen schießen durch ein steinernes Nadelöhr, genannt „Stiegler‘s Gorge“. Diese Schlucht heißt deshalb „Stieglers Klamm“, weil genau hier schon 1907 ein Schweizer Ingenieur namens Stiegler einen Staudamm bauen wollte. Das Gelände lädt geradezu dazu ein. Es kam allerdings nicht dazu, weil ein Elefant den Ingenieur tötete. Die Pläne des Schweizers jedoch blieben erhalten, und so konnte der Elefant seinen Artgenossen nur etwas mehr als Hundert Jahre Aufschub vor der nun kommenden Katastrophe verschaffen.

Diese ist bereits in vollem Gange. Satellitenfotos bestätigen, was Augenzeugen und Wildhüter berichten: Es werden bereits Waldflächen abgeholzt, Bagger und schweres Gerät bauen Zugangsstraßen zu dem Gebiet hinter Stieglers Klamm und ganz offensichtlich werden umfangreiche Erdarbeiten begonnen.

Die Verträge sind schon unterschrieben und die Bulldozer rollen

Aus der Finanzwelt wird ein weiterer Beweis dafür gemeldet, dass Präsident Magufuli bereits den Beginn der Staudamm-Bauarbeiten eingeläutet hat und ein ägyptisches Konsortium mit dem Bau beauftragt. Eine Anzahlung von 300 Millionen Dollar (das sind etwa 40% des tansanischen Staatshaushaltes) soll schon geflossen sein. Der Auftrag soll schon im Oktober 2018 an das Baukonsortium „Arab Contractors“ erteilt worden sein, schreibt die Fachseite Global Construction Review.

Besucht man die Netzseite von „Arab Contractors“, findet man sofort, dass es eine eigene Seite für Tansania gibt sowie eine offizielle Niederlassung in Dar-Es-Salaam (Tor des Friedens), in der Mundo Street 59, in der 25. Etage. Der Niederlassungsleiter heißt Adel Elsayd und ist auch erreichbar: Telefon 00255789050504.

Es gibt keinen Zweifel, dass Präsident Magufuli allen Protesten zum Trotz bereits in die Tat umsetzt, was er schon lange angekündigt hat. Der begonnene Staudamm wird zur Zeit in den Medien noch „Stiegler-Damm“ genannt, doch sehr wahrscheinlich wird er bald John-Pombe-Magufuli-Damm heißen. Der Damm soll eine Leistung von 2 Gigawatt erbringen und damit in derselben Liga spielen, wie der Assuan-Staudamm.

Widerstand gegen das Staudammprojekt führt direkt ins Gefängnis – oder Schlimmeres

Experten sehen aber schwarz für das Projekt. Nicht nur, dass es sehr wahrscheinlich eine ökologische Katastrophe werden wird, das ganze Unternehmen hat auch die Dimension, das Land in den Ruin zu treiben.

Verschiedene Länder haben schon versucht, Magufuli zur Aufgabe seines Vorhabens zu bringen, unter anderem haben sich die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und die KfW im letzten Jahrzehnt gegen den Staudamm ausgesprochen – doch Magufuli hat sich auf das Staudammprojekt versteift. Er duldet weder Kritik aus dem Ausland noch im eigenen Land und hat sich mit seiner Sturheit, seinem autokratischen Führungsstil und seiner Bauwut den Spitznamen „die Planierraupe“ eingehandelt. Seit er an der Regierung ist, wurden fast alle unabhängigen Zeitungen „plattgewalzt“ und 20 Politiker der Opposition verhaftet. 2017 wurde einer der populärsten Kritiker Magufulis mit 16 Schüssen ermordet. Niemand in Tansania wagt es, noch dagegen aufzubegehren, auch die Angehörigen der Umweltschutzorganisationen sind merkwürdig wortkarg, wie ein Journalist der „Zeit“ vor Ort feststellen musste. Man landet offenbar zu leicht im Gefängnis.

Der tansanische Umweltminister Kangi ließ denn auch vor dem tansanischen Parlament keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung für das Staudammprojekt gefallen ist und auch nicht mehr in Frage gestellt zu werden hat: „Die Regierung wird die Umsetzung des Projektes vorantreiben, ob es Ihnen gefällt oder nicht.“ Und er fügte unverhohlen hinzu: „Diejenigen, die sich diesem Projekt widersetzen, werden eingesperrt.“

Der Zweck heiligt die Mittel, scheint die Devise zu sein. Der Staudamm werde Tansania für den Eintritt in die Industrialisierung fit machen und auf einen Schlag zwei Drittel der Bevölkerung ans Stromnetz bringen, und die Wirtschaft beflügeln, ist die Vision.

Wird das Staudammprojekt Tansania in den Staatsbankrott treiben?

Kritiker in Tansania, wenn sie überhaupt noch etwas sagen, bezeichnen die Erwartungen Präsident Magufulis als vollkommen unrealistisch. Die Machbarkeitsstudie, auf die er sich bezieht, ist älter als 25 Jahre und geht von heute unrealistisch niedrigen Kosten in Höhe von 3 Milliarden Dollar aus. Jörg Hartmann ist ein unabhängiger Experte für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von Wasserkraftwerken. Er sieht eher 10 Milliarden Dollar an tatsächlichen Kosten auf das arme Land zukommen. Außerdem sehen Experten selbst bei optimistischer Schätzung den Fertigstellungstermin für das Jahr 2021 als unhaltbar an. Mindesten sechs Jahre müsse man da noch draufschlagen, was die Kosten noch weiter erhöhen würde.

Nicht einmal die berechnete Leistung von mehr als zwei Gigawatt werde das Wasserkraftwerk erbringen können, denn der Rufiji habe in den letzten 25 Jahren ein Viertel seines Wassers eingebüßt, haben Fachleute nachgerechnet. Tansania könnte mit diesem Megaprojekt vollkommen bankrott gehen – und dennoch besteht Präsident Magafuli darauf, dass das Land die nötigen Mittel alle selbst aufbringen kann. Man nehme keine Gelder von China hierfür an.

In den Protokollen der Regierung sind allerdings sehr viele Mitarbeiter zweier chinesischer Staatsunternehmen, der „SinoHydro“ und „Power China“ aufgeführt, die täglich auf der Baustelle erscheinen, schreibt der britische Telegraph.

Eines der letzten, großen Naturparadiese wird unwiederbringlich zerstört

Das „Selous Naturreservat“ verändert sich bereits jetzt radikal. Viele tansanische Gefangene sind zu den Holzfällerarbeiten abgestellt worden. Sie haben bereits begonnen, Quadratkilometer des bedrohten Miombo-Waldes zu fällen, ein Habitat, das es so nur noch selten gibt. Hier soll der riesige Stausee entstehen. Überall um die verschiedenen Bautätigkeiten schießen Containersiedlungen aus dem Boden für die Arbeiter. Es werden Brücken gebaut und Zufahrtswege angelegt. Schwere Rodungsmaschinen, Baufahrzeuge, Holztransporter, Wassertankwagen, Transporter für Werkzeug, Containerbestandteile, Nahrungsmittel, Treibstoff usw. donnern auf den staubigen Zufahrtsstraßen in die Arbeitersiedlungen.

Bereits jetzt schon haben sich viele Wildtiere aus dem Gebiet verzogen und sind abgewandert. Die Nilpferde, Krokodile und andere Wassertiere sind ebenfalls geflohen und halten sich in den Altarmen des Rufiji auf. Aber auch da dürften ihre Tage gezählt sein.

Denn der Staudamm muss ja aufgefüllt werden, sobald er fertig ist. Es wird nur noch ein verhältnismäßig kleiner Wasserstrom aus der 130 Meter hohen und 700 Meter breiten Staudamm-Öffnung abfließen, und die Landschaft unterhalb des Staudammes wird nach und nach austrocknen. Viele Hippos werden das nicht überstehen, und auch die Fische werden in einen erbarmungslosen Überlebenskampf gezwungen. Der Staudamm stoppt ihre jährlichen Wanderungen brutal. Ökologisch wichtige Überschwemmungsflächen werden verdorren. Die Auwälder und die Uferflora werden austrocknen, und damit wird die Lebensgrundlage vieler Tiere verschwinden.

Die tansanische Regierung argumentiert stets damit, dass der Stausee doch nur ein paar Prozent der Fläche des Naturreservates ausmache. Doch die Auswirkungen eines wesentlich wasserärmeren Rufijis lässt man geflissentlich außen vor. Für die Wildtiere ist der Fluss ihre einzige Chance, in der Trockenzeit zu überleben. Auch die Mangrovenwälder im Mündungsdelta des Flusses am indischen Ozean werden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sie werden nach Ansicht der Naturschutzorganisationen wegen Wassermangels enorm an Fläche verlieren, was das gesamte Mangrovenwald-Biotop stark schädigen wird, aber auch die Küste den Stürmen viel ungeschützter aussetzt. Die starken, ineinander verflochtenen Wurzeln des Mangrovenwaldes sind ein enormes Befestigungsbollwerk, welches Millionen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum und Schutz bietet.

Die Heerscharen von Arbeitern, die nun plötzlich lärmend und zerstörend in die unberührte Natur einfallen, sind die eine Sache. Die andere ist, dass der ein oder andere davon sehr wahrscheinlich in der Freizeit wildern gehen wird und seine Jagdtrophäen teuer verkaufen kann. Es war schwer genug für die Parkranger und Wildschützer, das Elefantenmorden im Reservat in den Griff zu bekommen. Und bisher waren die Verhältnisse schwierig und gefährlich für die Wilderer. Es gab so gut wie keine Straßen, Fahrzeuge fielen schnell auf und die Ranger konnten davon ausgehen, wer nicht angemeldet im Reservat war, führte Böses im Schilde. Jetzt fahren Unmengen von Fahrzeugen auf Straßen und Wegen, und es ist sehr einfach, sich da an den Naturschätzen zu vergreifen und die Beute schnell herauszubringen – oder für den Kochtopf im Wohncontainer ein leckeres, junges Antilopenkälbchen abzuknallen. Und Präsident Magufuli holt sich bei der Bevölkerung Zustimmung, indem er auch noch Fischerdörfer und Farmer an den Ufern des Stausees ansiedeln will – natürlich nicht, ohne auch Straßen dorthin zu bauen und die Siedlungen an die Außenwelt anzuschließen.

Das Staudammprojekt wird möglicherweise neben einem Milliardengrab auch das Ende des einträglichen Öko-Tourismusgeschäfts bedeuten, und die Gelder aus der UNDESCO und den Geberstaaten dürften dann auch ausbleiben. Allein Deutschland spendiert 18 Millionen Euro für den Erhalt des Selous-Reservates. Die zerstörte Ökologie des Rufiji-Deltas wird auch die Einkommen der dort lebenden Landwirte und Fischer beeinträchtigen.

Uranvorkommen im Süden des Selous sollen ausgebeutet werden

Das ist jedoch noch nicht alles, was dem afrikanischen Naturreservat droht.

Unglücklicherweise gibt es offenbar im Süden des Selous-Reservates große Uranvorkommen. Ganze 22.000 Hektar gibt es dort, auf denen Uranminen exploriert werden sollen, die juristisch nicht mehr zum UNESCO-Welterbe gehören, sehr wohl aber noch zum Selous-Naturreservat. Das Fördern von Uran wird große Mengen radioaktiver Abfälle produzieren, und da zum Uranabbau große Wassermengen gebraucht werden, wird das radioaktive Abfallmaterial die Wasserversorgung in dieser Region für Mensch und Tier verseuchen. Man kann auch davon ausgehen, das radioaktiv verseuchtes Wasser in den Rufiji gelangen wird, von dort ins Grundwasser – und damit eine Reise in den Selous Naturpark und die darin lebenden Pflanzen und Tiere antreten wird.

Auch hier sind schon Basislager mit vielen Arbeitern gebaut worden, Testbohrungen werden schon absolviert. Man will sogar per ISL das Uran abbauen. Die ISL (In Situ Leaching)-Technologie ist dem berüchtigten „Fracking“ sehr ähnlich. Man pumpt tödlich giftige Chemikalien, wie beispielsweise Arsen und Schwefelsäure ins Erdreich, um das Uran aus dem Boden herauszulösen, dabei wird Radioaktivität freigesetzt. Was diese dauernde, radioaktive Strahlung für die Pflanzen- und Tierwelt des Selous-Reservats bedeuten wird, kann zur Zeit niemand abschätzen.

Es gibt nur einen Weg, den wir alle gehen können, um vielleicht doch noch etwas zu bewirken: Unsere Regierungen und die UNESCO mit unserem Protest und unseren Bitten zu konfrontieren. Es gibt eine deutsche und eine Schweizer Petition hierzu. Es ist wenig Mühe, sie zu unterschreiben, aber es könnte eine unersetzliche, unberührte Pflanzen- und Tierwelt in Afrika retten, eines der wenigen, großen und freien Reservate, wo das ursprüngliche Afrika noch lebt.

Hier geht es zu den Petitionen:

Deutschland:
https://www.regenwald.org/petitionen/1143/millionen-baeume-in-tansania-retten

Schweiz:
http://naturschutz.ch/aktion/petition-retten-sie-2-6-millionen-baeume/125597

www.conservo.wordpress.com   11.06.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Afrika, Allgemein, Dritte Welt, Politik, Umwelt, Weltpolitik, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Welterbe in Gefahr: Staudammbau im größten Wildreservat Afrikas – Tod für Millionen Tiere und Bäume

  1. francomacorisano schreibt:

    Ein schönes Beispiel dafür, wie andere Staaten auf Umweltschutz schießen!
    Aber im linksgrün versifften Deutschland werden wilde Kleintiere von Wissenschaftlern für viel Geld eingefangen und woanders ausgesetzt, nur weil ein paar Kilometer Straße gebaut werden…

    Gefällt mir

  2. gelbkehlchen schreibt:

    Meine Meinung: Wenn andere Lebewesen eine Chance haben sollen, muss unbedingt die Bevölkerungsexplosion besonders in der 3.Welt gestoppt werden.
    Ich selbst war 2011 in Tansania. Lake Manyara National Park, Ngorogorokrater, Serengeti. Wir haben alles gesehen, besonders 2 Gepardenbrüder morgens auf der Jagd. Ich hätte nochmal Lust dorthin.

    Gefällt mir

  3. Pingback: Welterbe in Gefahr: Staudammbau im größten Wildreservat Afrikas – Tod für Millionen Tiere und Bäume – alternativ-report.de

Kommentare sind geschlossen.