Die ‘Entjudung’ des Holocausts

(www.conservo.wordpress.com)

Von Nicolaus Fest *)

Eindimensionale Europäische Erinnerungskultur – Der linke Selbsthass als Leitkultur

In der September-Sitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg wurde auch eine Resolution zur europäischen Erinnerungskultur verabschiedet. Erinnern sollen sich die Europäer nicht ihrer großartigen Philosophie, Musik, Literatur oder Malerei, nicht des Christentums oder der Aufklärung, nicht der Erfindung von Individuum, Wissenschaft und Nation, sondern ausschließlich der düsteren und bedrückenden Seiten: Nationalsozialismus und Stalinismus, der Kriege und Genozide, der Kolonialverbrechen und Hexenjagd. In einem Satz: Der linke Selbsthass als Leitkultur.

Zusammengeschraubt war die gemeinsame Entschließung aus vier Anträgen der Grünen, Linken, Sozialisten und Konservativen. Diese Anträge glichen sich erstaunlicherweise bis aufs Wort, so als hätten alle voneinander abgeschrieben.

Nur in einigen marginalen Punkten ließen sich Unterschiede ausmachen: Grüne wollten auch der Verfolgung Homosexueller und Behinderter gedenken, Polen und Balten vor allem des Hitler-Stalin-Pakts, der mehrfach Erwähnung fand. Keine europäische Erinnerungskultur ohne Abbitte für Sklaverei und Kolonialismus, so als hätten alle europäischen Staaten gleichermaßen eine koloniale Vergangenheit, also auch Finnland, Luxemburg und Rumänien. Selbst die heutigen “Flüchtlinge” rechnete irgendein Antrag zum Erinnerungsfundus, und die kommunistische Linke legte Wert darauf, dass die Sowjetunion das erste und im Grunde einzige Opfer des Stalinismus gewesen sei. So sucht sie die westlichen Länder des Ostblocks vom Stalinismus auszunehmen – und damit von allen Nachfragen, wie es um die stalinistische Vergangenheit jener EU-Abgeordneten bestellt ist, die als Nachfolger der alten kommunistischen Kaderparteien in Brüssel sind.Der gemeinsame Antrag, auf den sich die großen Fraktionen schließlich einigten, enthält ein-, zweimal das Wort ‘Holocaust’, einmal ‘Antisemitismus’ – aber der Begriff ‘Jude’ fällt nie.

Selbst Auschwitz wird nur im Zusammenhang mit der Ermordung eines polnischen Widerstandskämpfers erwähnt, so als sei Auschwitz ein zweites Katyn, nicht aber Chiffre für die Vernichtung des europäischen Judentums.

Diese Auslassung ist so auffällig wie absichtsvoll. Denn die Erwähnung der Juden würde auch die Frage nach der Verantwortung der EU für Israel aufwerfen –

also für den Staat, der unmittelbare Konsequenz des nationalsozialistischen Großverbrechens war – wie auch der vorangegangenen Pogrome in fast allen europäischen Ländern seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Denn die Judenverfolgung wurde zwar von den Nazis ins Extrem gesteigert, begonnen haben sie damit nicht; und schon weit vor Hitlers Machtergreifung flohen viele Juden vor dem europäischen Antisemitismus in die alte Heimat um Zion.

Doch mit der Frage nach der Verantwortung Europas für Israel tut sich die Linke, die im EU-Parlament von Kommunisten über Grüne bis Sozialisten eine extremistische Linke ist, bekanntlich schwer. Sie steht in Treue fest zur Al Fatah und anderen kriminellen palästinensischen Organisationen. Und so finanziert die EU seit Jahren mit großen Geldzahlungen Schulen im Westjordanland und im Gaza, die nach ‘Selbstmordattentätern” benannt sind und in denen der Hass auf Israel die einzige Bildungskonstante ist.

Aus linker Sicht ist der Holocaust daher eine zweischneidige Sache: Einerseits das ultimative Verbrechen, das man historisch geklittert den ‘Rechen’ zuschieben und damit gleichzeitig von den Verbrechen des Kommunismus ablenken kann; andererseits aber auch ein Verbrechen gegen die “falschen” Opfer, nämlich gegen jene, die schon für Ulrike Meinhof “als Geldjuden ermordet” wurden.

Und klarsichtig erkannte die Leitfigur der RAF die Verbindungslinie zwischen dem national-sozialistischen und international-sozialistischen Hass auf Israel:

“Der Antisemitismus (ist) seinem Wesen nach antikapitalistisch”.

Wohl aus diesem Grunde versuchen Linke seit einigen Jahren, den Holocaust zu einem allgemeinen Signet des unübersteigbar Bösen zu machen, den Begriff gleichsam zu entjuden. ‘Holocaust’ steht aus ihrer Sicht für jede planmäßige Verfolgung von Opfergruppen, ob LGBT, Behinderte, Farbige, Flüchtlinge oder, besonders lachhaft, Muslime. Ausgenommen ist lediglich die systematische Vernichtung von Christen und Weißen, sei es in der arabischen Welt, in Simbabwe oder Südafrika.

Insofern liegt die nun verabschiedete Resolution auf einer Linie mit dem, was Sigmar Gabriel 2017 in der Frankfurter Rundschau verkündete. Für ihn waren “die Sozialdemokraten die ersten Opfer des Holocaust”. Nach harten Protesten ruderte er zurück, aber nur sehr Gutgläubige hielten sein Statement für ein Versehen. Denn bei einem so heiklen Thema und unmittelbar nach einem politisch schwer verunglückten Besuch in Israel wird der Beitrag von mindestens 30 Spin-Doktoren, Freunden und Pressereferenten gegengelesen worden sein – und keiner soll den Lapsus bemerkt haben? Das scheint völlig undenkbar. Vielmehr dürfte keiner über den Satz gestolpert sein, weil keiner stolpern wollte. Er war ein Versuchsballon, der auf die Parteilinke zielte und auf deren antisemitische Umdeutung des Holocausts.

Ein von mir im Plenum eingebrachter Ergänzungsvorschlag, der ausdrücklich der Juden gedachte, wurde von allen deutschen Grünen, Linken, Sozialdemokraten und der Mehrheit der Union abgelehnt. Zuvor hatte mir der christdemokratische Vizepräsident des Parlaments, Rainer Wieland, entgegen dem üblichen Procedere das Recht verweigert, den Antrag mündlich zu begründen.

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Nachwort:

“Die Sowjetunion war das erste Opfer des Stalinismus”. Man stelle sich vor, die Deutschen würden das vom Nationalsozialismus behaupten…

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Dazu gehört eine weitere Bemerkung:

Gehört: “Den Mord an den Groß- und Urgroßeltern der heutigen Israelis können viele Grüne den Nazis nachsehen; aber die Autobahnen werden sie Hitler nie verzeihen!”

(Original: http://nicolaus-fest.de/die-entjudung-des-holocausts/)

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Der Journalist Nicolaus Fest arbeitete nach seinem 2. Staatsexamen und seiner Promotion zum Dr. jur. zunächst einige Jahre für das Auktionshaus Sotheby’s, dann für die Verlage Ebner Pressegesellschaft und Gruner + Jahr, von 2001 an für Axel Springer. Dort lange in der Chefredaktion von BILD, später bis zum Oktober 2014 stellvertretender Chefredakteur der BILD am SONNTAG. Seitdem freier Publizist. Politisch war immer ungebunden. Daher war der Wechsel in die Politik, den er im Herbst 2016 mit dem Eintritt in die Alternative für Deutschland vollzog, auch für ihn eine neue Erfahrung. Derzeit ist er Mitglied des Europaparlaments.

www.conservo.wordpress.com     5.10.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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10 Antworten zu Die ‘Entjudung’ des Holocausts

  1. Semenchkare schreibt:

    Kampf den “entwurzelten Kosmopoliten”: Wie Stalin nach dem Krieg gegen „seine“ Juden vorging

    https://de.rbth.com/geschichte/79876-stalin-gegen-sowjetische-juden-repressionen

    …!!

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  2. greypanter schreibt:

    Das politisch verordnete „Erinnern“ ist Ausdruck einer staatlichen Diktatur. Wer sich literarisch bildet, kommt zu der Erkenntnis, dass historische Ereignisse sehr unterschiedlich dargestellt und mit Schuldzuweisungen interpretiert werden. Die uns politisch aufgezwungene Darstellung postuliert eine rassistische und Generationen übergreifende Mitschuld an historischen Ereignissen, welche eine persönliche Pflicht zur Wiedergutmachung fordert. Dies zeigt das diktaturaffine Denken unserer Politiker und eine erschreckende Abkehr von demokratischer Gesinnung.

    Artikel 3 Absatz (3) GG ist in Vergessenheit geraten:
    „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

    Das überhand nehmende, von den Medien fast täglich dargebotene Erinnern an die Ereignisse der Nazidiktatur, für die wir heute Lebenden uns verantwortlich zu fühlen und zu entschuldigen haben, ist ein immer wieder schmerzhafter Eingriff in unsere Privatsphäre, den ich nicht zu erdulden bereit bin. Als Mensch mit rechtschaffenem Lebenswandel weise ich diese Form von aufgezwungenem „Gedenken“ als gegen mich persönlich gerichtete, böswillige Verleumdung zurück.

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  3. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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  4. Berti schreibt:

    Der Jud‘ ist grundsätzlich an allem Schuld, basta!
    Sogar am …Untergang der „Titanic“, wie hieß der Kerl nur, ach ja, es war ein gewisser Eisberg.;-)

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  5. text030 schreibt:

    „Diese Anträge glichen sich erstaunlicherweise bis aufs Wort, so als hätten alle voneinander abgeschrieben….“ Das haben sie dann entweder auch, oder die Behauptung, dass es keine unterschiedlichen Profile der Altparteien mehr gibt, hat sich erneut bestätigt.

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  6. Maru schreibt:

    Ich finde die Überschrift „Der linke Selbsthass als Leitkultur“ sehr treffend.
    Eine solche Erinnerungskultur, wie sie von den Linksgrünen vorgegeben werden soll, wäre im wahrsten Sinne des Wortes keine Leitkultur mehr, sondern eine Leid-Kultur. Es gäbe tagein, tagaus nur noch das öde Bedauern und Beklagen von NS-Zeit und Kolonialismus.

    Langweilige öffentliche Mea-Culpa-Rituale am laufenden Band. Man will uns unsere gemeinsame europäische Kultur und Geschichte RUINIEREN und alle Europäer zu Tätervölkern konstruieren, die im Büsserhemd andauernde kollektive Abbitte-Rituale abhalten oder von den Öko-Bolschewiken grüne Ablassbriefe kaufen sollen. Halleluja!

    Da merkt man auch, mit welchem tiefsitzenden Nihilismus, Todestrieb und Hass auf das Leben diese traurigen Gestalten ausgestattet sind. Etlichen von ihnen ist diese Lebensverneinung geradezu ins Gesicht gemeisselt. Als Kinder haben wir immer gespottet: „Nein, schau nicht so drein, sonst bleibt dein Gesicht so stehen“. Genau das muss z.B. dem Stegner passiert sein.
    Armer Wurm!

    Ich habe deshalb vollstes Verständnis dafür, dass er sich offenbar denkt: „Warum soll nur ich schlecht drauf sein? Den Essig, der mein Blut übersäuert, den werde ich allen anderen als Propaganda-Infusion verabreichen. Dann schauen die auch so drein wie ich und haben keinen Spass mehr im Leben!“

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  7. Freya schreibt:

    Sehr gut, Herr Fest, das musste mal gesagt werden:

    „Doch mit der Frage nach der Verantwortung Europas für Israel tut sich die Linke, die im EU-Parlament von Kommunisten über Grüne bis Sozialisten eine extremistische Linke ist, bekanntlich schwer. Sie steht in Treue fest zur Al Fatah und anderen kriminellen palästinensischen Organisationen. Und so finanziert die EU seit Jahren mit großen Geldzahlungen Schulen im Westjordanland und im Gaza, die nach ‘Selbstmordattentätern” benannt sind und in denen der Hass auf Israel die einzige Bildungskonstante ist.“

    Meine persönliche Sicht ist allerdings, ich würde „Verantwortung Europas für Isarael“ so heutzutage nicht mehr sagen wollen. Israel ist ein moderner Staat und durchaus in der Lage, für sich selbst verantwortlich zu sein. Ich würde vorschlagen: „Historische Verpflichtung zur Loyalität“ oder so ähnlich. Das läßt den Israelis noch ihre Würde. Aber natürlich: Bündnisse mit „Al Fatah und anderen kriminellen palästinensischen Organisationen“ gehen gar nicht. Das ist einfach ein Unding, wenn Leute wie Gabriel da ihre persönlichen abgründigen Sympathien für Terroristen und andere Tötungswahnanhänger kundtun. Das geht einfach überhaupt nicht, und bei mir persönlich war an der Stelle spätestens Schluß mit lustig.
    Aber vielen herzlichen Dank, ich wollte das hier erst nicht lesen. Die Juden tun mir noch heute unendlich leid, und ich kann mich dem manchmal gar nicht stellen. Okay, ich möchte das aber auch so, ohne eigenes schlechtes Gewissen. Da soll mir jetzt auch niemand damit kommen, man könne das abstreifen. Nicht jeder kann das, ich eben nicht. Mir ist aber auch unvorstellbar, wie die Franzosen abstreifen können, was sie Jean d“Arc angetan haben oder den Verrat und die Vernichtung der Templer.
    Wenn solche Fehler nicht in die Handlungen von heute mit einwirken, dann gute Nacht, mein schönes Land. Es geht ja auch schon wieder los mit dem Judenhass, ganz offen und frei auf der Straße…….
    Jeder muss sich irgendwann entscheiden, was er noch mittragen will. Ich trage es, wie der Autor, nicht mit, wenn jetzt der große Mord an den Juden zu Multikultiverfolgung umgedeutet werden soll.
    Danke für den Artikel und die Aufklärung, wie Geschichte schon wieder verfälscht wird, so klammheimlich. mit patriotischen Grüßen von Freya

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    • Freya schreibt:

      Das passt gerade so gut dazu:
      youwatch:
      „Terror-Sympathisantentum war für die deutsche Linke schon immer grenzübergreifendes Herzensanliegen. Wie wenig sich daran seit den Tagen der RAF geändert hat, zeigen die neuesten Vorwürfe gegen die „Grünen“-nahe Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah: Eine der engsten palästinensischen Partnerorganisationen der Stiftung soll vor Ort soll den verantwortlichen Hintermann eines Terroranschlags auf eine israelische Familie beschäftigt haben.“
      https://www.journalistenwatch.com/2019/10/05/gruene-heinrich-boell/

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    • Maru schreibt:

      Ja, es schleicht sich unter linksgrüner Hegemonie eine Verwässerung und Beliebigkeit im Sinne von so „wir sind doch alle ein bisschen Jude“ ein.

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  8. germananicus schreibt:

    Ich habe mir gedacht, dass außer meinem „Geschwätz“, vielleicht zwei Weisheiten unsere Situation anschaulicher darstellen könnten:
    Der 1. Spruch: Ein alter Cherokee-Indianer sitzt mit seiner Enkelin am Lagerfeuer. Er sagt zu ihr, im Leben gibt es zwei Wölfe die miteinander kämpfen: Der 1. ist Hass, Misstrauen, Feindschaft, Angst und Kampf. Der 2. ist Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Hoffnung und Friede. Das kleine Mädchen schaut eine zeitlang ins Feuer und fragt dann….“Welcher Wolf gewinnt?“
    Der alte Indianer schweigt….Nach einer Weile sagt er: „Der, den Du fütterst!“ (Autor unbekannt)
    Der 2. Spruch: Wir alle waren bloß Menschen, bevor die Rasse uns teilte, die Religion uns trennte, die Politik uns separierte und das Geld uns klassifizierte (Auto unbekannt).
    Jetzt noch einen schönen Restsonntag.

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