Behördliche Zumutung: „Kleine“ Anleitung für Erstklässler

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Material für Eliteschüler – Oder: Versteckte Diskriminierung Armer?

Für hunderttausende Kinder hat inzwischen in allen Bundesländern das erste bzw. das neue Schuljahr begonnen. Da heißt es für die Eltern: Kind(er) ausstaffieren, Schulmaterial bereitstellen usw.

Dabei gibt es Dinge, die hätte ich nie für möglich gehalten. Ja klar, Schüler benötigen „Handwerkszeug“ für den Unterricht. Aber muß das „gute Qualität“ haben oder ein „Markenfabrikat“ sein – wie z.B. in Rheinland-Pfalz gefordert?

Reicht es nicht, wenn die Schüler „einfaches“ Schreibmaterial mitbringen?

Man fragt sich, ob hier entweder der Amtsschimmel wiehert – oder etwas ganz anderes dahintersteckt:

Viele Eltern können die geforderte „Qualität“ gar nicht bezahlen, und die Kinder stehen dann im Vergleich zu den Bessergestellten blamiert da. Ganz anders die „Neuhierhergekommenen“: Unser fürsorglicher Staat übernimmt natürlich die Erstausstattung eines Schülers, und der „Neue“ ist fein raus.

(Man wird ja noch fragen dürfen.)

Und das fordert die Schule für Erstklässler:

Was ein Erstklässler heutzutage alles benötigt? Jedenfalls keine Griffel, Schiefertafeln oder Schwämme, sondern … hier nur eine Auswahl aus einer unglaublich langen Originalliste:

1 Schreiblernheft, Lineatur SL (DIN A4 quer);

1 Schreibheft, Lineatur 0 (DIN AS quer); 1 Rechenheft, Lineatur 0 (DIN AS quer);

1 Elternheft, Oktavheft DIN A6 (für Mitteilungen an die Eltern);

9 Schnellhefter DIN A4. (blau, rot, grün, gelb, weiß, schwarz, orange, ·grau, pink);

1 Sammelmappe DIN A4 (für Elternbriefe etc.);

1 breiter Ordner DIN A4 zum Sammeln von Arbeitsblättern, Kieserblock, Lineatur 1,

1 Zeichenblock DIN A3 (gutes Papier, an 2 Seiten befestigt),

1 Malblock DIN A4 (100 Blatt, weiß);

1 Sammelmappe DIN A3,

1 DIN-A4-Stehordner.

Sowie Mäppchen mit folgendem Inhalt: 1 kurzes Lineal, 2 Schreiblernbleistifte, 1 Radiergummi, 6 dicke Buntstifte, 1 Doppelbleistiftspitzer mit Auffangbehälter.

In einer Kiste mit Deckel (Schuhkarton): 2 Klebestifte, 1 Bastelschere, Knete in Dose (gute Qualität, Markenfabrikat), 6 dicke Wachsmalstifte (gute Qualität, Markenfabrikat), 1 Deckfarbkasten mit 12 Farben (Markenfabrikat), Wasserbecher für die Wasserfarben, je 1 Borstenpinsel Nr. 8, 10, 14 oder Starterset, 1 Malkittel, Hausschuhe …

Noch Fragen? (Quelle: Rhein-Zeitung, Koblenz)

Ich faß` es nicht!

www.conservo.wordpress.com     6.10.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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4 Antworten zu Behördliche Zumutung: „Kleine“ Anleitung für Erstklässler

  1. Ingrid schreibt:

    Ich faß es auch nicht!!!!
    Allein der Ranzen kostet schon, dass es mit einer Tafel und Kreide nicht mehr getan ist, ist mir bewusst, aber was die sich da ausdenken grenzt schon an Frechheit. Was mutet man den Familien zu, denn die Kinder bekommen im ersten Schuljahr vorgedruckte Bücher, die sie ausfüllen müssen.
    Vom finanziellen mal ganz abgesehen, werden auch besser gestellte Familien vor Probleme gestellt, diesen wirklichen übertriebenen Kram für ihre Erstklässler zu besorgen.
    Da sieht man welche Größen in den Schulämtern sitzen und dann müssen sich viele unserer Erstklässler mit den vielen Nichtdeutschen rumschlagen, die überhaupt kein Deutsch verstehen und ein effektiver Unterricht gar nicht möglich ist.
    Aber Hauptsache, die teure Ausrüstung stimmt.

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  2. PeterB schreibt:

    Ich bin in den Niederlanden zur Schule gegangen und nie, aber auch nie etwas mit nach Hause genommen, um dann wieder in die Schule zu bringen. Unterrichtsmaterial war in der Schule und wurde dort genutzt und alle arbeiten dort erledigt. Getöpfertes, Gemaltes, erarbeitetes und manchmal Noten wurden mit nach Hause mitgenommen. Erst nach 6 Grundschuljahren, in der Orietierungsstufe wurden vorher Bücher und Material besorgt, die zur Schule mitgebracht werden und Aufgaben für zuhause mitgegeben. Wir haben immer die deutschen Kinder bemitleidet, die mit einem Puckel zur Schule müssten. In meiner Heimat ist Schulanfang durchwegs um 8:30 und nur der Mittwoch Nachmittag frei, aber dann auch frei! Ansonsten noch von 13:30 – 15:30. In der BRD: Sehr früh zur Schule, sehr Früh zuhause, aber Schulaufgaben zuhause erledigen? Ohne Lehrer/in? Da kommt es auf den Eltern an, wie der/die Knirps/Kleine mitkommt. Und wie es um das Elternhaus steht.
    Meine Meinung: BRD Schulsystem: Ziel nicht erreicht, setzen, sechs!

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  3. Patricia schreibt:

    Ich habe das auch noch nie verstanden. Warum wehren sich Eltern nicht? Wahrscheinlich aus Angst, ihrem Kind zu schaden … so ein Unsinn.

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    • lemurianerin schreibt:

      Da ist es wieder, das fehlende „Wir“ Gefühl!
      Der Protest müsste von den bessergestellten Eltern ausgehen und organisiert werden, und wenn sich alle Eltern einer Klasse einig wären, hätten solche dämlichen Vorschriften wahrscheinlich nicht lange Bestand.

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