Triumph der Demokratie

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr.PHIL.MEHRENS

Gemessen an der Wahlbeteiligung, die höher war als vor fünf Jahren, war die Landtagswahl in Thüringen ein Sieg der Demokratie. Die Erweiterung des Parteienspektrums um eine echte Alternative zum Status quo hat sie für Nichtwähler attraktiver gemacht. Aber das sehen die, auf deren Kosten diese Erweiterung geht, naturgemäß anders.

Ausgerechnet er. Der Paria. Der „böse Björn“. Ausgerechnet er muss den etablierten Parteien demonstrieren, was schon Abraham Lincoln wusste: dass man zwar ein ganzes Volk eine Zeit lang und einen Teil des Volkes die ganze Zeit, aber nicht das ganze Volk die ganze Zeit an der Nase herumführen kann. Der Wahlausgang in Thüringen zeigt eindrucksvoll: Die beispiellose Diskreditierungs- und Ausgrenzungskampagne des polit-medialen Establishments gegen die AfD im Allgemeinen und Björn Höcke im Besonderen ist voll nach hinten losgegangen. Jeder vierte Wähler erteilte der gegen Höcke geschwungenen Nazi-Keule einen Platzverweis. Wären die Urheber der Anti-Höcke-Kampagne nicht auf besorgniserregende Weise geschichtsvergessen, hätten sie das vorhersehen können.

Der Exzess an doppelter Moral, der sich in dem Bemühen offenbart, die AfD zu delegitimieren, weil die Partei ein ernst zu nehmender politischer Wettbewerber geworden ist, wurde vom Souverän der Demokratie, dem Wähler, gestern Abend empfindlich abgestraft, indem er ausgerechnet dem am meisten angefeindeten AfD-Politiker das Vertrauen aussprach. Man hätte diese Entwicklung mit einem kurzen Blick auf die Karriere der Grünen leicht voraussagen können. Deren Marsch in Parlamente und Regierungen konnte ein beim Steinewerfen abgelichteter Joschka Fischer so wenig verhindern wie die notorischen Verflechtungen von Grünen und (G)AL mit der linken Terrorszene (Baader-Meinhof-Bande, RAF). Im Gegenteil: Je lauter CDU und SPD dagegen ankläfften, umso schneller vollzog sich die „grüne“ Wende in der bundesdeutschen Politik. Was soll ein unzufriedener Bürger auch anders machen? Er muss doch die wählen, die seine Unzufriedenheit in Wahlprogramme konvertieren. Da man den Aufstieg der AfD – das ist nach Sachsen, Brandenburg und Thüringen klar – nicht wird stoppen können, sollte man endlich aus der Geschichte lernen. Die Karriere der Grünen in Regierungsverantwortung begann in Hessen 1984 mit einer Tolerierung der SPD-Regierung unter Ministerpräsident Holger Börner, nachdem dieser ein Jahr zuvor noch – dem gängigen Usus der Distanzierung vom politischen Gegner folgend – erklärt hatte: „Die Grünen stehen für mich außerhalb jeder Kalkulation. Ich schließe nicht nur eine Koalition, sondern jede Zusammenarbeit mit ihnen aus.“ Diesen Weg – Wahlkampfrhetorik nach dem Wählervotum gegen Realpolitik eintauschen – sollte nun auch die CDU beschreiten und sich endlich wieder als bürgerlich-konservativ definieren, statt noch länger Speichelleckerei bei den Linken und Grünen zu betreiben. Oder sie wird sich selbst weiter beim von Merkel initiierten langsamen, schmerzlichen Versinken im politischen Mittelmaß zusehen dürfen.

Eines jedenfalls steht fest: Der Erfolg von Björn Höcke, dem Paria, dem „blauen“ Anti-Ströbele, ist die Maximal-Klatsche für die Rhetorik der Verunglimpfung, durch die das Establishment die AfD klein zu halten versucht hat. Die Auskunft des Thüringer CDU-Spitzenkandidaten Mohring, der in die Reportermikrofone sprach: „Wir haben für die demokratische Mitte gekämpft“, muss man resolut ergänzen um den Zusatz: „und verloren“. Die demokratische Mitte, um die sich nun die einstigen Volksparteien und ihre Medienlakaien unisono sorgen, haben sie selbst ruiniert, indem sie sich, ihren Markenkern verleugnend, darin zusammengedrängt und einander, das eigene Profil bis zur Unkenntlichkeit mit den Tarnfarben des Zeitgeistes verunstaltend, so lange auf die Füße getreten haben, bis der Wähler dieses Gedränge in farblosem Einerlei leid war.

Nun steht mitten in der demokratischen Mitte ein amorpher Komposthaufen, dessen verwelkendem rot-schwarzem Herbstlaub Fäulnisgeruch entströmt und auf dem nur noch grünes Unkraut gedeiht. Alles darunter befindet sich im Zustand der Dekomposition: Eine CDU, bei deren Anblick Konrad Adenauer sich bekreuzigen würde, eine SPD, vor deren austauschbaren Polit-Androiden Heiko Maas und Olaf Scholz ein Charakterkopf wie Kurt Schumacher schreiend Reißaus nehmen würde.

Die Lektion von Thüringen lautet: Die demokratische Mitte hat abgewirtschaftet

Man sollte den Komposthaufen mit einem Bulldozer beiseiteschieben und so Platz schaffen für eine demokratische Rechte, die für Recht, Ordnung, Sparzinsen und ein entschiedenes Ja zu Deutschland steht.

www.conservo.wordpress.com     2.11.2019

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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10 Antworten zu Triumph der Demokratie

  1. Semenchkare schreibt:

    Vollste Zustimmung!
    *************************

    Nichts in der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit entlich gekommen ist.

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  2. ceterum_censeo schreibt:

    Übrigens – zur Information:

    AfD-Eintritt des Bürgermeisters Trigema-Chef Wolfgang Grupp für Neuwahl in Burladingen

    s Bürgermeisters von Burladingen in die AfD für Neuwahlen ausgesprochen. Durch seinen Beitritt ist Harry Ebert der erste AfD-Bürgermeister in Süddeutschland.
    *https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.afd-eintritt-des-buergermeisters-trigema-chef-wolfgang-grupp-fuer-neuwahl-in-burladingen.2fe30a44-8500-4eb0-9d15-f8fec10c325d.html

    Zwei Unternehmer gegen den AfD-Bürgermeister
    ->https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/plus176742331/Wolfgang-Grupp-und-Kaspar-Pfister-Zwei-Unternehmer-die-ihren-AfD-Buergermeister-nicht-dulden-wollen.html

    Tja, Trigema – das war’s dann wohl!
    Und Tschüß!

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  3. ceterum_censeo schreibt:

    Übrigens,

    ->https://www.zeit.de/amp/wissen/2019-07/raumfahrt-indien-mondlandung-mission-chandrayaan-2-weltraum

    DAS müssen wir als Deutschland natürlich finanzieren – wenn wir schon keinen eigenen Weltraumbahnhof‘ bekommen!

    Für grüne Mobilität: Merkel gewährt Indien eine Milliarde Euro deutsches Steuergeld
    Epoch Times2. November 2019 Aktualisiert: 2. November 2019 12:55

    Vor dem Hintergrund einer extremen Smog-Lage in der Hauptstadt Neu Delhi hat Bundeskanzlerin Merkel Indien eine Milliarde Euro deutsches Steuergeld zugesagt.

    *https://www.epochtimes.de/politik/welt/fuer-gruene-mobilitaet-merkel-gewaehrt-indien-eine-milliarde-euro-deutsches-steuergeld-a3052699.html

    Klar, wir haben’s doch!

    Sh. vorstehend – die Hoffnung stirbt zuletzt.

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Und – wie zu erwarten – die eklige gestopfte Wurstepelle im Mao – Anzug ist natürlich auch in Indien während der deutschen Nationalhymne sitzen geblieben.

      Da hilft nur eins – SEEEEEEHR LANGE SITZEN!

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  4. ceterum_censeo schreibt:

    Übrigens – MerKILL in Indien – wo sie wieder mal >unsere = Steuergeld Milliarden verteilt!

    Die BBC bezeichnete jüngst in einem Bericht Delhi als „Gaskammer“.

    Ob es wohl MerKILL erwischt hat?

    – man wird ja wohl noch träumen dürfen ;)-

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  5. Thom Ram schreibt:

    Ich fühle mich getrieben, auf etwas hinzuweisen. Bin ja nur Kuhschweizer, doch beschäftigt mich Deutschland. Ich liebe Deutschland.
    Zur Sache.
    Die Rede ist unter anderem von „demokratischer Mitte“.
    Die BRD ist keine Demokratie. Die BRD hat keine Friedensverträge mit den 57 Staaten, welche 40-45 Deutschland den Krieg erklärt haben. Die BRD hat keine Verfassung. Auf Deutschem Boden stehen US Atomwaffen, und auf deutschem Boden latschen US Soldaten rum.
    Jeder Kanzler unterschreibt die Kanzlerakte. Er verpflichtet sich, den Weisungen Uoschington D.C.’s Weisungen zack zack zu folgen. Adenauer wollte sich weigern. Ansage: „Sie unterschreiben und sind Kanzler. Folgen sie denne nicht, schauen Sie sich die Pülze von unten an.“ Er unterschrieb, genau so wie selbstverständlich und offenkundig Mami unterschrieben hat.
    In einer Demokratie kann die Bevölkerung über landesweite Projekte entscheiden, schlechtestenfalles (Schweiz) mittels Mehrheitsbeschluss.
    In der BRD können die Leute Kreuzchen machen für Leute, welche dann als „Abgeordneter“ bezeichnet werden, welche sich jedoch nicht als Abgeordnete von Schutzbefohlenen verstehen (die 5% Ausnahmen bestätigen die Regel), welche sich verstehen darauf, eine jede Deutschland an die Wand fahrende Vorlage durchzuwinken, welche, wenn sie denn schon mal ans Mikrofon gehen, einfach andere Parteien schlecht zu machen, statt Projekte sinnreich zu beleuchten, und welche schlicht einfach es als geilo erleben, an der umgeleiteten Spree einen Sessel zu haben, ihn meistens nicht zu benutzen, indes schöne Taler einzuheimsen, einzuheimsen von den Menschen, denen von einem Exponenten dieser lieben sehr Lieben mal angewünscht wurde: „Deutschland verrecke.“
    Die BRD ist so wenig Demokratie als wie eine Amöbe ein Löwe.
    Fazit, bei allem Respekt:
    Von x irgendwelcher Mitte deutscher Demokratie zu sprechen liegt Äonen von der Wirklichkeit weg.

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  6. Ingrid schreibt:

    Bitte, bitte holen sie den Bulldozer und räumen sie den Komposthaufen weg. Sie werden viele Helfer bei uns finden.

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  7. Berti schreibt:

    Das kommt davon wenn man -anstatt sich diskret u. dankbar an den Futtertrögen der Macht zu mästen- versucht die Mehrheit mit Verbote u. idiotischen Vorschriften zu drangsalieren, sich über dem auch noch lernresistent gibt!
    Der Fuchs ist schlau u. stellt sich dumm, beim Politiker ist’s anders rum…

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