„Ich bin der Herr, Dein Gott, 1. du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“

(www.conservo.wordpress.com)

von Eberhard Heller*)

Bergoglios Abstrusitäten

Als mir die Mitglieder des Freundeskreises die Redaktion der „Einsicht“ im Frühjahr 1975 übertrugen – das erste von mir redigierte Heft erschien kurz darauf im Mai 1975 -, war ich zunächst sehr skeptisch, ob ich dieser Aufgabe als Nicht-Theologe überhaupt gewachsen sein würde. Denn wegen ihrer konsequenten Beurteilung der Beschlüsse des II. Vatikanums und der Einführung der auf ihm basierenden Reformen hatte sich die „Einsicht“ im deutschsprachigen Raum bereits einen gewissen theologischen Ruf erarbeitet, den es zu verteidigen galt.

Seit ihrem Bestehen im Jahr 1971 hatte die Zeitschrift eine entschieden konservative, d.h. stringent katholische Position eingenommen, die sich ausschließlich an der vorkonziliaren Theologie orientierte und die insbesondere die Bereiche Liturgie, Moraltheologie, Fundamentaltheologie umfaßte. Fach-Theologen von internationalem Ruf, die mit dem Freundeskreis der Una Voce zusammenarbeiteten, hatten die vatikanischen Dokumente genauestens studiert und die in ihnen enthaltenen Häresien aufgezeigt, womit belegt werden konnte, daß der von Paul VI. eingeführte sog. NOM in sich ungültig war und dessen Promulgator sich dadurch als Häretiker bloßgestellt hatte und daß Paul VI. somit nicht als legitimer Papst gelten konnte: Es herrsche „Sedisvakanz“ hatte die „Einsicht“ verkündet. Mit dieser exponierten Position stand die Zeitschrift damals, selbst im Kreis der Konzils-Kritiker, völlig isoliert da. Kaum jemand wagte, diese Konsequenzen zu ziehen.

Ich hatte damals der Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe, die mit dieser theologischen Hypothek verbunden war, nur zugestimmt, weil mir die Unterstützung von Fach-Theologen aus unserem Kreis fest zugesichert worden war. (Daß ich bald merkte, wie bescheiden diese Unterstützung schließlich ausfiel, steht auf einem anderen Blatt.) Ichselbst hatte bis dahin nur einige Vorlesungen in der Sakramententheologie und der Exegese belegt, was als eher dürftige Voraussetzung für die Erfüllung der übernommenen Aufgabe anzusehen war.

Hilfreich, sogar mitentscheidend bei der Redaktionsarbeit aber waren einmal meine religions-philosophischen Studien mit einer strengen Systematik und zum anderen mein Wissen, welches ich im schulischen Religionsunterricht erworben hatte. Viele Fragen ließen sich mit Hilfe des Katechismus klären, zumindest im Ansatz. D.h. aber nicht, daß ich auf diesem Niveau stehen bleiben konnte. Denn eine dauernde Vertiefung war aber notwendig, da Probleme auftraten, für die es bis dahin keine klassischen theologischen Antworten gab, die man gleichsam aus der „Schublade“ hervorholen konnte. Wie sollte z. B. ein einfaches Gemüt denn die Konsequenzen überblicken, die sich aus der veränderten Definition der Kirche ergaben: „Die kath. Kirche nimmt teil an (subsistit in) an der Kirche Christi“ gegenüber der alten Formel „Die kath. Kirche ist (est) die Kirche Christi“. Wie sollte jemand ohne theologische Systematik erkennen, daß sich in diesem „subsistit in“ das gesamte Programm des Ökumenismus und auch des Synkretismus verbarg?

Aber die Beurteilung nicht aller Fehlpositionen verlangt solch spezielle theologische Kenntnisse. In vielen Fällen reicht die Grundkenntnis aus, also das einfache Katechismuswissen, um eine Position als nicht mit der Lehre der Kirche in Einklang befindlich festzustellen, besonders dann nicht, wenn sie sich so deutlich zeigt wie in den öffentlichen Dokumenten von Bergoglios/Franziskus. Wenn ich heute dessen Statements betrachte, die er zu den aktuellen Problemen gibt, besonders auch zur Umwelt und zur Flüchtlingskrise, dann kann man nur staunen, in welcher Realitätsferne er schwebt!

Die Vorstellung, er könne zwei Milliarden Asylanten – vielleicht hat er sich versprochen und meinte „nur“ 2 Millionen – im Vatikan unterbringen (und ernähren!!), zeigt, auf welcher Abwegigkeit er sich befindet.

Er ist durch und durch ein „grüner Träumer“.

Viel gravierender aber sind seine Abstrusitäten im theologischen Bereich, wo er seine syn-kretistischen Ideen auf eine bis dahin für unmöglich gehaltene Höhe getrieben hat.

Bergoglio ist Jesuit, er ist Angehöriger eines Ordens, der einst wegen seiner theologischen Bildung großen Einfluß in der Kirche ausübte. Schaut man nun ganz oberflächlich sein sog. Kirchenkonzept bezüglich des Islam und des Judentums an, so fällt auf, daß er dabei von einem Gottesbegriff ausgeht, der jeden Unterschied in der Vorstellung von Gott in den drei Religionen leugnet. Dadurch wird das Fundament christlichen Glaubens, daß Gott der Herr ist, zerstört.

Um noch einmal auf dessen Unterschrift unter das Abkommen, welches er und der Scheich Ahmed al-Tajib, der Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo geschlossen haben, in dem die Absicht bekundet wird, die Brüderlichkeit von Muslimen und Christen festzuschreiben. Doch Bergoglio geht in diesem Dokument noch einen gewaltigen Schritt auf dem Weg in den totalen Synkretismus weiter. So heißt es u.a.:

„Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet.“ (Vatican news)

Man kann es kaum glauben: Die vielen Religionen entspringen der göttlichen Weisheit!! Von welchem „Gott“ ist hier die Rede? Von einem sog. Ober- oder Über-Gott, der über den anderen „Göttern“ als Endpunkt jeder einzelnen Religion steht? Oder wie soll sich die christliche Religion gegenüber dem Islam als Ausfluß göttlicher Weisheit verstehen, wenn Allah befiehlt, die Christen zu töten?

Das ganze Konstrukt ist an Absurditäten nicht zu überbieten. Aber abgesehen davon, erlaubt ein Rückgriff auf das erste Gebot „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“, um festzustellen, daß sich Bergoglios Position nicht im Einklang mit der kath. Lehre befindet. Denn dieses Gebot gilt unbedingt, weil „ich, der Herr, Dein Gott bin“.

Man muß also nur dieses Gebot heranziehen, um Bergolio als Polytheisten brandmarken zu können, um diesen Abfall aufzuzeigen, da er viele „fremde Götter“ hat und sie anerkennt. Und es ist klar, wenn jemand neben Christus Mohammed oder Buddha, den Hinduismus, das Judentum und alle christlichen Sekten akzeptiert oder den Gott der Christen mit dem Gott des Islam gleichsetzt, daß er der Apostasie verfallen ist. Es genügt also das einfache Katechismuswissen und der entschiedene Wille, es anzuwenden, um entscheiden zu können, ob eine Position der Lehre bzw. dem Wesen der kath. Kirche entspricht oder nicht.

Insofern erweist sich Bergoglio als Apostat (nicht nur als Häretiker!!), da seine Position nicht einmal der Forderung des 1. Gebotes entspricht.

Wie ist es möglich, daß ein solches Verhalten, daß solche Dokumente, die die Apostasie Bergoglios eindeutig belegen, nicht dazu führt, ihn abzusetzen, denn ein Apostat kann nicht Papst sein. Es ist dies das „Geheimnis der Bosheit“, das „mysterium iniquitatis“.

Aber selbst die (koservativen) Modernisten können sich einen solchen Totengräber eigentlich nicht leisten. Doch gibt es immer noch Opportunisten, die diese einfache – ich betone einfache – Wahrheit nicht akzeptieren wollen bzw. dieses Wissen darum auf das Verhalten und die Position Bergolios und seine Kamarilla nicht anwenden wollen, um nicht die nötigen Konsequenzen zu ziehen bzw. ziehen zu müssen.

*****

*) Dr. Eberhard Heller ist verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Einsicht“ (www.einsicht-aktuell.de)

www.conservo.wordpress.com    27.11.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Christen, Islam, Kirche, Papst, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu „Ich bin der Herr, Dein Gott, 1. du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“

  1. Berti schreibt:

    Schwierige Kost dieser Artikel; als Laie stelle ich aber stark simplifiziert fest: Judentum, Christentum u. Islam haben eigentlich denselben Stamm, wobei Jesus, Mohammed u. alle anderen (die heiliggesprochen wurden) Menschen waren, in Vergleich zu IHM…
    Was Päpste angeht, das waren u. sind auch alles Menschen, bei weitem nicht unfehlbar, im Gegenteil.
    Über politeistische, fernöstliche od. tribale Religionen äußere ich mich hier nicht, würde den Rahmen dieses Posts sprengen.

    Liken

    • Semenchkare schreibt:

      Monotheismus mit Allmachtsanspruch ist Krieg und Kampf an sich. Egal welches Symbol auf dem Buchdeckel steht!

      Wer Pfaffen, Rabbis oder Imame braucht um seinen Gott zu verstehen, um den tuts mir leid.

      meine Meinung
      **********************************************************
      Passt doch zum Größenwahn der allahmächtigsten…
      ***********************************************

      Schicksal der Hagia Sophia besiegelt?
      Kariye-Museum wird wieder Moschee

      Im März enthüllte der türkische Staatspräsident Erdogan seine Pläne, die im 6.Jahrhundert erbaute byzantinische Kirche Hagia Sophia wieder zur Moschee umzufunktionieren. An anderer Stelle machte der türkische Staat jetzt ernst: Die griechische orthodoxe Kirche „Chora“- wie die Hagia Sophia bisher Museum – wird jetzt zum „Ort der islamischen Verehrung“ erklärt – in ihr wird künftig Allah gehuldigt.

      Der türkische Staatsrat hat laut CBN News die Umwandlung einer historischen griechisch-orthodoxen Kirche in einen Ort der islamischen Verehrung gebilligt.

      Die byzantinische „Chora“ -Kirche wurde ursprünglich zu Beginn des 4. Jahrhunderts als Klosterkomplex außerhalb der Mauern von Konstantinopel erbaut. Nach dem Einmarsch der Osmanen im frühen 16.Jahrhundert wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt – ein Schicksal dass sie mit der berühmten Hagia Sophia teilte. Heute zählen die Mosaiken und Fresken im Stil der palaiologischen Renaissance der Kirche, seit 1948 Kariye-Museum, zu den bedeutendsten und aufwendigsten Sakralzyklen weltweit.

      Dagegen klagte die Vereinigung für ständige Fundamente und den Schutz historischer Artefakte. Ihrer Überzeugung nach war das Gebäude weiterhin Moschee und gehörte somit zur Fatih Sultan Mehmet-Stiftung.

      Die jüngste Entscheidung des Staatsrates bestätigt nun diese Überzeugung und ebnet den Weg für die Umwandlung des Gebäudes in eine funktionierende Moschee, so International Christian Concern

      Der Schritt werde die Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee beschleunigen, warnen nun Experten. Die Moscheenkonvertierungen seien „ein Zeichen der islamischen Eroberung und Vorherrschaft“, die ihre Wurzeln in der osmanischen Zeit und der brutalen Islamisierung der Region haben, so der Historiker Dr. Vassilios Meichanetsidis gegenüber Greek Reporter.

      Bereits während der Zeit der osmanischen Eroberung sei das gängige Praxis gewesen und die meistender herausragendsten byzantinischen seien bei der Umwandlung in Moscheen schwer beschädigt worden, erinnert Vassilios.

      „Die Umwandlung von Kirchen in Moscheen oder Museen ist in vielerlei Hinsicht Teil eines Völkermordprozesses, bei dem ein physischer Völkermord an Menschen (Griechen, Armenier und Assyrer / Aramäer) zu einem kulturellen Völkermord geworden ist“, so der griechische Historiker.

      Die ehemalige Chora Kirche wird als zweitgrößte Sehenswürdigkeit unter den byzantinischen Kirchen Istanbuls nach der Hagia Sophia beschrieben und ist wegen ihrer reichen Mosaike und Fresken bekannt. Das ursprüngliche Bauwerk wurde 534 unter Justinian vom Heiligen Theodus erbaut. Im 11. und 12. Jahrhundert wurde es von der Familie Comnenus wieder aufgebaut und Christus geweiht.

      Etwa ein halbes Jahrhundert nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde die Chora-Kirche, die bis dahin dem christlichen Ritus gedient hatte, von Atık Ali Paşa, dem Großwesir Bāyezīd II., in eine Moschee umgewandelt und in Kariye Camii umbenannt. Die Mosaiken kamen wegen des Bilderverbots im Islam unter Putz oder wurden übertüncht. Andere brachen bei den häufigen Erdbeben von den Wänden.

      Mit dem gelungenen Rückwärtsschritt vom Kariye-Museum zur Kariye Camii (Moschee) dürfte Erdogan Plänen für die Hagia Sophia, ehemalige Kathedrale, Wahrzeichen Konstantinopels/Istanbuls, und ehemalige Hauptkirche des Byzantinischen Reiches nichts mehr im Wege stehen.

      siehe:

      https://www.journalistenwatch.com/2019/11/27/schicksal-hagia-sophia/

      …!!

      Liken

  2. gelbkehlchen schreibt:

    Zitat: „Man kann es kaum glauben: Die vielen Religionen entspringen der göttlichen Weisheit!! Von welchem „Gott“ ist hier die Rede? Von einem sog. Ober- oder Über-Gott, der über den anderen „Göttern“ als Endpunkt jeder einzelnen Religion steht? Oder wie soll sich die christliche Religion gegenüber dem Islam als Ausfluß göttlicher Weisheit verstehen, wenn Allah befiehlt, die Christen zu töten?“
    Wenn die vielen Religionen der göttlichen Weisheit entsprungen wären, dann wäre ja die christliche Mission 2000 Jahre lang sinnlos gewesen.
    Mt 28, 18-20: „18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
    Mk 16, 15-20: „15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. 16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. 17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Zungen reden, 18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so wird’s gut mit ihnen. 19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.]“

    Liken

  3. luisman schreibt:

    Es finde mir doch mal einer der Super-Theologen die Stelle in der Bibel, in der Gott/Jesus bestimmt, es habe eine Kirche zu geben, mit einem Papst, wie der gewaehlt wird und was der zu tun hat. Auch Fehlanzeige? Tja, …

    Liken

    • gelbkehlchen schreibt:

      Mt 16, 18: „18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. [1] 19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“

      Liken

      • luisman schreibt:

        Bin jetzt zu faul um nach den Anotationen aus dem Hebraeischen und Griechischen zu suchen, aber meine Interpretation ist, dass Jesus den Petrus quasi zu seinem Nachfolger bestellt, so dass er weiterpredigt, nachdem Jesus seinen eigenen Tod voraussagt. Mit einer physischen oder strukturellen Kirche hat das nichts zu tun. (Petrus = Fels/Petra, Kirche = Gemeinde, Gemeinschaft)

        Man kann das, wie die katholische Kirche, natuerlich weitschweifiger interpretieren, aber das steht eben nicht so da.

        Liken

    • gelbkehlchen schreibt:

      Joh 21, 15-19: „15 Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! 16 Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 17 Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! „

      Liken

  4. Habenixe schreibt:

    Schaf an Hirte:
    iIteressant:
    Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
    Im Umkehrschluß heißt das, daß es auch andere Götter gibt!
    Na so was!
    Den Gott plagt die Eifersucht, er besteht auf die ungeteilte Liebe seiner Untertanen und wenn nicht, dann rächt er sich durch Strafmaßnahmen , ist demnach rachsüchtig und dabei nicht zimperlich.
    Er ist sogar hinterhältig, stellt einen Apfelbaum auf, von dem man aber nicht essen darf
    Er soll seinen Geschöpfen ( ob er sie aus Langeweile oder Einsamkeit erstellt hat-wer weiß)
    auch Neugier, Verstand und u.a. auch die Erkenntnisfähigkeit gegeben haben, wenn sie jedoch
    diese Eigenschaften leben, wirft er sie beleidigt aus seinem Terrain.
    Sie könnten ihm zu selbständig werden, hat er sie ja nach seinem eigenen Bilde hergestellt, zwar
    ziemlich umständlich, aber warum einfach wenns auch umständlich geht.
    Demnach ist er ziemlich Stress anfällig, Stress den er sich selbst bereitet hat.
    Allwissend kann er auch nicht sein, seine zwei bebauchnabelten Prototypen muß er suchen und rufen: Wo seid ihr?
    Komisch.
    Noch eine Frage an den verstörten Pfaffen meines damaligen Vertrauens:
    Wie kann Gott ewig sein, kein Anfang und Ende
    wenn am Anfang das Wort war…?
    Dann unterliegt er der Zeit , die Zeit ist über ihm, er st nicht frei von der Zeit.
    Sie war vor ihm da und wird nach ihm sein.
    Nun, der Mann im frommen Schwarz war sauer und hatte danach ein Schäfchen weniger
    was schon sehr lange her ist.
    🙂
    Ich vermisse nichts.

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.