Die Weisheit der Alten

(www.conservo.wordpress.com)

Von Jürgen Liminski *)

Vorbemerkung:

Verehrte Interessenten, liebe Freunde des iDAF,

die Diskussion um die verunglückte Oma-Satire im WDR hat sich zu einer Debatte um mediale Monopole, um Deutungshoheit und damit zu einer Machtfrage entwickelt. Machtfragen sind aber für die Vierte Gewalt in einer repräsentativen Demokratie eigentlich nur sekundär, sie ergeben sich aus der Debatte, die die Medien abbilden, nicht ehrabschneidend und ausgrenzend führen sollten. Meinungsfreiheit ist deshalb die Freiheit, an dieser Debatte teilnehmen zu können, nicht sie totalitär zu usurpieren. So wie die Debatte derzeit läuft, ist sie eigentlich langweilig. Sie personalisiert und emotionalisiert, offenbar fehlen sachliche und inhaltliche Argumente. Den Ideologen steigt das Blut zu Kopf. Für uns ist die Debatte Anlass, auf die menschliche Leistung der alten Generation hinzuweisen, auch jenseits der Rente. Und damit den wahrscheinlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die überhitzte Debatte zu versachlichen. Wir wünschen bei der Gelegenheit Glück und Gelassenheit für das neue Jahr, familiären Zusammenhalt und Freude am Leben – und jetzt eine angenehme Lektüre,

Ihr iDAF-Team*)

—————

Die Weisheit der Alten

Auge der Geschichte, Archiv der Familie: Die Bedeutung der Großeltern für eine menschliche Gesellschaft

Wie steht es um die Großeltern? Das Bild wandelt sich. Ein Blick auf Buchtitel der letzten Jahrzehnte gibt da ein wenig Aufschluss. Anfang der achtziger Jahre und bis in die neunziger Jahre, als der demographische Wandel langsam ins kollektive Bewußtsein sickerte, erschienen Titel wie „Die Altersexplosion“ oder „Die Altersrevolution“ und „Kampf der Generationen“. Dann, nachdem klar wurde, dass dieser imaginäre Kampf vor allem dem Erfindungsreichtum kinderloser Journalisten entsprungen ist (siebzig Prozent der Journalisten sind kinderlos, bei den Frauen mehr noch als bei Männern), die sich nicht vorstellen konnten, dass alte Leute auch Familienmenschen waren und sind, widmete man sich, so hieß es jetzt, der „Kunst des Älterwerdens“ oder der „Vielfalt des Alterns“ und natürlich immer wieder dem Alter als Wirtschaftsfaktor („Alt ! Wie die wichtigste Konsumentengruppe der Zukunft die Wirtschaft verändert“), um schließlich, nach der Jahrtausendwende, in der Phase anzukommen, wo es heißt: „Jung im Kopf“ oder etwas dramatischer, „Hilfe meine Eltern sind alt“, und etwas sanfter „Lieber alt und gesund – Dem Altern seinen Schrecken nehmen“ oder ganz nüchtern: „Wenn alte Eltern Hilfe brauchen“. Es geht heute vor allem um das Fitbleiben und die Versorgung im Allgemeinen und bei Krankheiten und Pflege auch um die bleibende oder verbleibende Lebensqualität.

In dieser kurzen Perspektive über die letzten Jahrzehnte erscheint die Debatte um die Oma als „Umwelt-und Nazi-Sau“ nur wie der Blick durch das Monokel kleinkariert-verbissener Ideologen, die offenbar gar nicht merken, wie sehr ihre Haltung dem eigenen System schadet. Wie gerechtfertigt und politisch vermittelbar ist es, jetzt eine Beitragserhöhung von einem alternden Publikum zu verlangen? Unabhängig davon: Die ganze Diskussion offenbart den eruptiv-pubertären, bisweilen auch totalitären Charakter der Umwelthysteriker ebenso wie den rechthaberisch-brusttrommelnden Gestus der Gegner des öffentlich-rechtlichen Systems. Von Diskussion oder Debatte kann man eigentlich nicht reden (Bemerkung am Rande: Was ist eigentlich mit den Opas?) Ein Austausch findet jedenfalls nicht statt. Dabei wäre es eine goldene Gelegenheit, über die missglückte und beleidigende Sendung hinaus, bei der es mit einer Abmahnung der Wortführer und Verantwortlichen vielleicht schon getan wäre, mal die Fragen zu diskutieren, wie es um die Generationengerechtigkeit steht oder was die Alten für diese Gesellschaft nicht nur geleistet haben, sondern auch heute noch leisten. Und wie ihre Zukunft in diesem Gemeinwesen aussehen soll. Dafür freilich bräuchte es einen kühlen Kopf, den Ideologen bekannterweise nur selten haben. Für eine Annäherung an diese Fragen wäre der Rückblick auf die letzten Jahrzehnte schon sinnvoll.

Dieser Rückblick findet nur scheuklappenmäßig statt. Allen oben genannten Phasen ist zum Beispiel gemeinsam, dass man die Alten medial meist als Störfaktoren und Objekte sieht: Als Revolutionäre, als anspruchslose oder zu anspruchsvolle Konsumenten, als Pflegefälle. Das ist ein Preis der medialen Single-Gesellschaft, wobei natürlich zu sagen ist, dass auch Singles oder Kinderlose Familienmenschen sein können und es vielfach auch sind. Das mediale Bild aber prägen die Ego-Typen. Nur ganz wenige Autoren sehen die Großeltern als handelnde Personen, die der Familie und Gesellschaft etwas geben. Das hat auch zu tun mit dem verengten Blick der Gesellschaft auf Produktionskraft und Effizienz. Das hat aber auch mit dem Blick aufs Ganze, mit dem Menschenbild an sich zu tun. Eine ebenso tröstliche wie herrliche Ausnahme ist da Christa Meves mit ihrem „Großeltern-ABC“, das wie viele ihrer Bücher vom Mainstream unbemerkt in immer neuen Auflagen erschienen und von Eltern wie Großeltern gleichermaßen mit Gewinn zu lesen ist. Man erfährt Charakteristisches über den Großvater und die Großmutter, wie man als solche Geschichten erzählt, Heimat gibt, Orientierung vermittelt ohne sich einzumischen, wie man Quengeleien abweist und Verwöhnung vermeidet. Kostprobe bei T wie Trösten: „Großeltern sind als Tröster ganz besonders gut geeignet, denn ihre lange Lebenserfahrung hat schließlich zur Folge gehabt, dass ihnen nichts Menschliches fremd blieb. Erfolgreiches Trösten setzt voraus, dass es dem Tröster gelingt, dem Trostbedürftigen die Hoffnung zu vermitteln, dass sein elender Zustand vorübergehen wird. Und gerade diese Erfahrung haben ältere Menschen, die sich ihren unverdrossenen Lebensmut bewahrten, immer wieder gemacht. Sie wissen auch längst, dass es unsinnig ist, eine Schwierigkeit zu eilig, zu rasch wegreden und wegpusten zu wollen. Sie wissen, dass auch der Schmerz seine Zeit braucht, dass er zunächst einmal angenommen sein will, dass der gute Tröster also zunächst nichts weiter schenkt als dieses eine: Nähe, Mitsein, Wärme, Zweisamkeit.“

Das ist eine Leistung, die leben hilft. Es sind in der Regel diese Leistungen, die die Gesellschaft nicht anerkennt. Auf einer Karikatur sagt eine ältere Dame mit dem Antrag auf Rente in der Hand einem leer und gelangweilt an ihr vorbeischauendem Beamten/Angestellten mit Ärmelschoner: „Erst hab ich meine vier Kinder großgezogen, dann die drei Enkel, dann hab ich mich um Obdachlose und Arme gekümmert und schließlich meinen alten Vater bis zuletzt gepflegt“. Die Antwort des Beamten: „Sie haben also nicht gearbeitet“. Die Karikatur ist dramatisch treffend. Sie illustriert die Schieflage des Leistungs- und Sozialsystems und veranschaulicht die Diskriminierung der familiär geleisteten Sorgearbeit in unserem lohnabhängigen Erwerbssystem. Diese Diskriminierung verweigert die Anerkennung einer Leistung, ohne die die Gesellschaft nicht leben kann. Die Mütter, auch Großmütter sind es vor allem, die die Voraussetzungen schaffen, von der der Staat lebt und die er selber nicht schaffen kann. Der größte Teil der Bruttowertschöpfung wird in Deutschland unbezahlt erbracht – in Privathaushalten, in, wie Norbert Bolz das nennt, „der Welt der Sorge“. Diese Welt zählt nicht, weil kein Geld fließt. „Weder für die Wirtschaft noch für den Sozialstaat ist Elternschaft ein relevanter Faktor. Sozialstaatliche Leistungen kann man aufgrund von Erwerbsarbeit beanspruchen – nicht aber aufgrund von Erziehungsleistungen. Erwerbsarbeit ist der gesellschaftliche Attraktor, der alles andere strukturiert“.

Wir leben in einer ökonomisierten, arbeitshysterischen Gesellschaft. Fast alles dreht sich um Produktion und Geldverdienen – oder das Gegenteil, Genuss und Freizeitgestaltung. Oder neuerdings um Umweltthemen, wobei wahllos Erderwärmung, malthusianische Bevölkerungsfragen (Mutter Erde statt Muttersein – Nein zum Kind aus ökologischer Verantwortung), CO2-Wirkungen und Plastikvermüllung in einen ideologischen Topf geworfen und gegen die Produktionswirtschaft in Stellung gebracht werden. Der Mensch und seine Innovationskraft bleiben links liegen. Diese anhaltende Mißachtung der Menschlichkeit, der Produktion von Humanvermögen, an der die Älteren mit ihrer Erfahrung und Weisheit einen hohen Anteil haben, kann aber nicht nur Wirtschaft und Wohlstand, sondern auch die Demokratie selbst gefährden. Schon die alten Griechen sahen diese Zusammenhänge, der Historiker Polybios hat es im zweiten Jahrhundert vor Christus so formuliert: Ein Staat sei dann keine Demokratie, wenn in ihm „eine beliebige Masse Herr ist, zu tun, was ihr beliebt“. Im Gegenteil sei die „Bezeichnung Demokratie da und dann am Platze“, wo man „Vater und Mutter ehrt, vor einem Älteren Respekt hat, den Gesetzen gehorcht“.

In der Psychologie und in den Erziehungswissenschaften weiß man heute, dass Großeltern eine besondere Rolle spielen. Sie haben ein anderes Verständnis für Zeit und kommunizieren anders. Der amerikanische Jugendpsychotherapeut Arthur Kornhauser siedelt die Bedeutung der Großeltern ganz oben an: „Sie sind wie lebende Bücher und Familienarchive. Sie vermitteln Erfahrung und Werte. In der Kinder-Hierarchie der Zuneigung stehen nur noch die Eltern über Oma und Opa“. Die Großeltern und ihre Beziehungs-und Bindungsfähigkeiten sollten heute neu entdeckt werden. Großväter sind große Väter, Großmütter große Mütter. Sie sind das Auge der familiären Geschichte, das Archiv der Familie, das den atemlos lauschenden Enkeln Geschichten von Mama und Papa erzählt, als die noch klein waren. Sie sind die Hand, die den Enkeln Weiten und Perspektiven zeigt, das Herz, das in Ruhe staunen lässt. Aus solchen Funktionen und Fähigkeiten im Herbst des Lebens erwächst eine Souveränität, die die väterliche und mütterliche Berufung sozusagen vergoldet, wie pralle Ähren in spätsommerlicher Sonne. Der unmittelbaren Verantwortung enthoben, können Großmütter und Großväter bedingungsloser und freier auf die wesentlichen Beziehungen und Ziele des Lebens hinweisen. Denn das ist es, worauf es letztlich bei der Suche nach dem gelingenden Leben ankommt: Auf die Beziehungen, die man hat, pflegt, im Herzen trägt. Deshalb ist „Freundschaft das Nötigste im Leben“ (Aristoteles) und gehört zum rückblickenden Bedauern von Sterbenden, dass man nicht genügend Zeit und Kommunikation mit den Liebsten verbracht haben.

All das gehört zum vergessenen Teil des christlichen Menschenbildes. Apropos: Der christliche Glaube hat in Osteuropa und auch in Russland überlebt, weil die Großeltern ihn an ihre Enkel weitergegeben haben. In der immer schneller ins Heidentum versinkenden Welt von heute kommt den Großeltern gerade hier eine besondere Bedeutung zu. Sie sollen sich nicht in die Erziehung einmischen, aber sie können die Eltern auch hier entlasten – und sogar ergänzen. Wie immer zählt vor allem das Beispiel. Das Bild der betenden Großmutter, des knienden Großvaters gräbt sich ins Herz und ersetzt viele Lektionen.

Hinzu kommt, dass viele Großeltern gern und häufig auf ihre Enkel aufpassen, sie betreuen, mit ihnen spielen und Zeit mit ihnen verbringen. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) betreut fast jeder fünfte Deutsche im Alter zwischen 45 und 85 Jahren regelmäßig seine Enkelkinder, und die Senioren wenden dafür immerhin 35 Stunden im Monat auf. Da die emotionalen Bedürfnisse von Kindern nicht planbar sind, sondern schlicht Präsenz erfordern, sind Konzepte wie „quality time“ zwar arbeitgeberfreundlich und an die Produktionsgesellschaft angepasst, aber auch „wieder eine Art, den Effizienzkult vom Büro auf das Zuhause zu übertragen“ wie Arlie Russel Hochschild in ihrem Buch „Keine Zeit“ schreibt. Und sie sind ziemlich realitätsfern und familienfremd. Gerade sie zeigen die wachsende Bedeutung der Großeltern. Oma und Opa lassen sich vom Effizienzkult jedenfalls nicht beeindrucken.

Viele, ja die Mehrheit der Rentner und Rentnerinnen sind Familienmenschen, mithin der Jugend zugeneigt. Sie helfen ihren Kindern. Sie schenken Zeit und Geld. Das wird in keiner Statistik festgehalten, ist also für Politiker und Medienleute nicht erkennbar und deshalb vielfach auch nicht existent oder relevant. Seriöse Schätzungen des DZA gehen davon aus, dass von der älteren Generation jährlich mehr als 30 Milliarden Euro zur jüngeren fließen. Das ist ein stiller Transfer, ein Transfer der Liebe und Solidarität, ohne den die Zahl der jungen Hartz-4-Empfänger noch mehr explodieren würde.

Die Familie lebt, es gibt sie nach wie vor, die immer wieder totgesagte Familie, auch die mit drei Generationen, weniger häufig als früher unter einem Dach aber doch in derselben Stadt. Im politisch-medialen Establishment allerdings wird sie seltener, schon weil dort, bei Journalisten und Politikern, nachweislich die Kinder fehlen und dieses Establishment schafft die veröffentlichte Meinung und bestimmt so den Eindruck von der Gegensätzlichkeit oder gar einem Krieg der Generationen.

Es handelt sich letztlich um eine alte Dichotomie. Es geht um die Gestaltung der Gesellschaft als solidarische oder als repressive. Das ist die Alternative der Zukunft: Eine repressive Gesellschaft mit der Kultur des Todes, der Ich-Mentalität und dem Diktat einer Ideologie oder eine solidarische Gesellschaft mit freundschaftlichen Formen des Zusammenlebens der Generationen, zu der auch die argumentative Auseinandersetzung gehören kann. Die Demographie spitzt diese Alternative immer schärfer zu. Wer sie vertagt auf die Zeit nach der Sintflut, kann schnell von derselben überrascht werden. Deshalb ist es demographisch sicher schon „dreißig Jahre nach zwölf“ (Herwig Birg), aber menschlich gesehen höchste Zeit für die Liebe. Teilhard de Chardin hat Mitte des vergangenen Jahrhunderts vorhergesagt, dass die Menschen eines Tages lernen würden, die Energien der Liebe nutzbar zu machen und dass dies ein ebenso entscheidender Entwicklungsschritt in der Menschheitsgeschichte sein werde wie die Entdeckung des Feuers. Diese Entdeckung steht noch aus. Die Weisheit der Alten könnte den Blick dafür schärfen.                                                                                                 *) (iDAF_Aufsatz 1/2020)

********
Wer ist iDAF?
Von Jürgen Liminski, Chefredakteur des iDAF
Die moderne Gesellschaft lebt bekanntlich von Voraussetzungen, die sie selber nicht geschaffen hat (vgl. Wolfgang Böckenförde). Diese Voraussetzungen entstehen vor allem in der Familie. Die Familie selbst wiederum lebt nicht autonom. Die Gesellschaft bietet ihr Schutz und Freiraum, um die Voraussetzungen für ein menschliches Leben in der Gesellschaft zu schaffen. Familie braucht Gesellschaft, Gesellschaft braucht Familie. Dieses Zusammenwirken ist grundlegend für das Allgemeinwohl und für das Wohl des Einzelnen. Ohne intakte Familie keine menschliche Erziehung, ohne Erziehung keine Persönlichkeit, ohne Persönlichkeit kein Sinn für die Freiheit (Kirchhof).
Die freiheitliche Gesellschaft ist auch die Grundlage für die soziale Marktwirtschaft. Die Schrumpfung und Unterjüngung der Gesellschaft bedrohen Wohlstand und Werte. Aber in der pluralistischen Medien-Gesellschaft ist die Wertedebatte schwierig. Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. will die Zusammenhänge zwischen den Grundwerten heute, ihren geistigen Quellen und ihrer Bedeutung für die Zukunft einer liberalen Gesellschaft stärker ins Bewusstsein heben. „Nicht durch die Erinnerung an die Vergangenheit werden wir weise, sondern durch unsere Verantwortung für die Zukunft“ (George Bernhard Shaw).
Das Institut verfolgt bei seiner Arbeit vorzugsweise einen interdisziplinären Ansatz. Es ist partei- und konfessionsübergreifend. Es will die öffentliche Meinung, die „soziale Haut“ (Noelle-Neumann) befreien helfen von den Ausschlägen einer Ich-Gesellschaft. Ihre bevorzugte Methode ist die Verbreitung von Ergebnissen interdisziplinärer Forschung durch Teilnahme an Symposien, Kolloquien und an der publizistischen Debatte. Auf diese Weise sollen die Handelnden in Politik, Wirtschaft und Bildungswesen gestärkt, die Unentschlossenen und Nicht-Wissenden informiert werden. Die Initiatoren glauben, dass eine Wertedebatte von selbst entsteht, wenn die Zusammenhänge erkannt und der Mensch, insbesondere das Kind, in den Mittelpunkt der Gesellschaft gestellt ist. Das volle Entfaltungspotential des Menschen soll zum Zuge kommen.
Das Institut versteht sich also als eine Ideenfabrik, als Impulsgeber. Seine Mitglieder beteiligen sich ehrenamtlich an dieser Arbeit. Das Institut lebt ausschließlich von Spenden.
——
Kontoverbindung für Spenden:
Commerzbank AG, IBAN: DE26 3804 0007 0333 5049 00, BIC: COBADEFFXXX
Selbstverständlich verbreiten wir den Newsletter auch weiterhin gratis.
Falls Sie nach Artikeln suchen möchten, die noch weiter zurück liegen als die auf der neuen Webseite verfügbaren (vor Juni 2012), so können Sie unsere alte Webseite durchstöbern, die zu diesem Zweck weiterhin unter der folgenden Adresse erreichbar ist: http://altewebsite.i-daf.org
Eine ungefragte Weiterleitung des Newsletters ist uns jederzeit recht. Es gibt dahingehend keinerlei Beschränkungen.
Korrekturen und Verbesserungsvorschläge sind hochwillkommen. Über das Institut selber unterrichtet die Homepage. Hier finden Sie eine Druckversion des letters.
Wir wünschen eine spannende und interessierte Lektüre.
Herzliche Grüße, Jürgen Liminski, (Geschäftsführer iDAF)
Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V., Vereinsregisternummer: R707, Olpe, Steuernummer: 33859521016, Neckarstr. 13, D – 53757 Sankt Augustin
www.conservo.wordpress.com          11.01.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Christen, Kirche, Medien, Politik, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten zu Die Weisheit der Alten

  1. Freya schreibt:

    „Die moderne Gesellschaft lebt bekanntlich von Voraussetzungen, die sie selber nicht geschaffen hat (vgl. Wolfgang Böckenförde). Diese Voraussetzungen entstehen vor allem in der Familie. Die Familie selbst wiederum lebt nicht autonom. Die Gesellschaft bietet ihr Schutz und Freiraum, um die Voraussetzungen für ein menschliches Leben in der Gesellschaft zu schaffen. Familie braucht Gesellschaft, Gesellschaft braucht Familie. Dieses Zusammenwirken ist grundlegend für das Allgemeinwohl und für das Wohl des Einzelnen. Ohne intakte Familie keine menschliche Erziehung, ohne Erziehung keine Persönlichkeit, ohne Persönlichkeit kein Sinn für die Freiheit (Kirchhof).“

    Alles richtig, nur das o.g.Selbstverständlichkeiten jetzt wieder zur Debatte stehen und Großeltern, Eltern, Frauen, Männer, Kinder alle gespalten sind und nach einer neuen Extistenzberechtigung suchen (was auch typisch nur uns betrifft, uns Deusche) um sich über diese „neu zu definieren“, das ist unseres Volkes nicht würdig und zeigt nur auf, wie krank diese Gesellschaft gemacht wurde, während alle anderen Völker dieser Erde ganz selbstverständlich ihr ganz normales Leben, mitsamt der ganz normalen Fortpflanzung und Familienbildung leben durften und dürfen. Nur wir Deutschen brauchen das. Andere Völker müssen nicht, „der Umwelt zuliebe“, aufs Kinderkriegen verzichten und die ganze Welt bei sich aufnehmen weil sie ansonsten „degenerieren“ würden, in was auch immer. Max Erdinger sagt, ein großes Problem, wenn nicht gar DAS Problem sei, dass der Deutsche immer in allem Weltmeister sein will. Dem stimme ich zu, wenn ich sehe, wie jetzt die ganze Industrie ruiniert wird und die Familie auf den kleinsten Nenner herunterdefiniert wird, nämlich nur noch auf das einzelne Individuum, das sich selber verwirklichen MUSS, um irgendwie Weltmeister im Abschaffen von sich selbst zu werden. Danke für den Beitrag. mpGF.

    Gefällt 1 Person

  2. altmod schreibt:

    Jetzt weiß ich immer noch nicht, was iDAF eigentlich heißt 😉 …

    Gefällt 1 Person

    • Freya schreibt:

      Das ging mir auch so, werter @altmod. Hab dann nochmal gesucht und siehe da, die allerletzte Zeile bringt Licht ins Dunkel:
      „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V., Vereinsregisternummer: R707, Olpe, Steuernummer: 33859521016, Neckarstr. 13, D – 53757 Sankt Augustin“
      mpGF.

      Gefällt 1 Person

      • Ulfried schreibt:

        Liebe Freya, „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V., ???
        Brauchst du sowas? Ich kann damit nichts anfangen. Weihnachten füllt sich immer der Briefkasten mit Spendenwünschen. Krieg ich mehr Rente, wenn ich die unterstütze? Also was soll’s.

        Gefällt 1 Person

        • Freya schreibt:

          Nein, lieber Ulfried, ich brauch sowas nicht. Ich brauche überhaupt keine Vereine; konnte ich noch nie was mit anfangen ;-).
          Sei gegrüßt von Freya

          Gefällt 1 Person

        • conservo schreibt:

          @ Ulfried und Freya: Ich unterstütze sie aus einem besonderen Grund: An der Spitze steht der (echte) Journalist Jürgen Liminski – ein tatsächlicher Konservativer. Er ist im Hauptberuf auch Kommentator beim Deutschlandfunk und wird seit Jahren von den Linken angefeindet. Ich sehe es deshalb als meine Pflicht an, solche „letzten Bastionen der Bürgerlichen“ zu stützen. Liebe Grüße! P.

          Gefällt 1 Person

        • ceterum_censeo schreibt:

          Ja, kann Peter nur beipflichten.

          Jürgen Liminski ist m.E. ein aufrechter, ehrlicher Konservativer und Demokrat.

          Ich erinnere mich noch daran, wie er – vor vielen Jahren – noch regelmßig Kommentare für ein hiesiges Regionalblatt schrieb – immer sachlich und ausgewogen.
          -Heute ist das nämliche – einstmals uinter seinem Gründer-/herausgeber noch konservative Blatt längt ekelhaft ‚verlinksgrünt‘ und nicht meher zu goutieren. –

          Jürgem Liminski – übrigens ein ‚Familienmensch‘ mit etlichen Kindern verdient m.E. durchaus Unterstützung auch für seine Organisation.

          Liken

        • conservo schreibt:

          @ c_c: Liminski: Ich glaube, er hat 6 Kinder.

          Liken

        • ceterum_censeo schreibt:

          @ Peter: Kinder – Meines Wisssens sogar 10! – Das nenne ich produktiv! – grins!

          Liken

  3. Artushof schreibt:

    Nicht verraten, nicht erwähnen
    Je enger der Meinungskorridor wird, desto weniger soll man über die Enge reden

    Ein Kommentar auf:

    https://direktedemokratiefuerdeutschland.wordpress.com/

    Liken

  4. Artushof schreibt:

    Die Situation in Deutschland ist mit der der deutschen Auslandsschulen in der Türkei nicht zu vergleichen.

    Ein Kommentar auf:

    https://direktedemokratiefuerdeutschland.wordpress.com/

    Liken

  5. ceterum_censeo schreibt:

    GeraldGrosz:
    An die Fridays for Future Heuchler

    TREFFER!

    Liken

  6. POGGE schreibt:

    DIE LINKE LÜGENPRESSE LOBT PUTIN UND MERKEL ALS VORKÄMPFER GEGEN TRUMP GETARNT ALS ANGEBLICHE VERTEIDIGUNG VON BRD-INTERRESSEN !!!!

    https://www.t-online.de/nachrichten/id_87137940/liebesgruesse-aus-putins-moskau-wie-verteidigt-merkel-die-deutschen-interessen-.html

    PUTIN IST GENAUSO UNSER FEIND WIE MERKEL UND STEINMEIER !!!!

    Liken

  7. Artushof schreibt:

    Der aktuelle WDR-Skandal ist symptomatisch dafür, wie bei den Öffentlich-Rechtlichen gedacht wird

    ein Kommentar auf:

    https://direktedemokratiefuerdeutschland.wordpress.com/

    Liken

Kommentare sind geschlossen.