Menschen als Ersatzteillager

(www.conservo.wordpress.com)

VON DR. PHIL. MEHRENS

Die von dem Pseudo-Christdemokraten Jens Spahn und den Neosozialisten Karl Lauterbach (SPD) und Petra Sitte (Linke) befürwortete Novelle des Transplantationsgesetz) und Petra Sitte (Linke) befürwortete Novelle des Transplantationsgesetzes konnte zwar am vergangenen Donnerstag im Bundestag gerade noch abgewendet werden. Das ändert aber nichts an dem alarmierenden Gesamtansatz, in dem das Individuum nichts und das Kollektiv alles ist. Die Organspende muss endlich vom Spender her gedacht werden.

Wenn ich einmal so alt geworden bin, dass ich nicht mehr radfahren kann, dann möchte ich mein Fahrrad gern verschenken. Ich kann es nicht mehr nutzen und das Geld, das ich für den alten Drahtesel noch bekommen könnte, ist auch nicht der Rede wert. Aber das Ding fährt noch. Was liegt also näher, als es zu verschenken? An Freunde, Verwandte, Menschen, die mir nahestehen, vielleicht sogar an Fremde, die mir aus anderen Gründen nahestehen, wegen gleicher weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen oder wegen der gleichen Herkunft. Vielleicht ist es mir auch egal, wer mein Fahrrad bekommt, solange es kein Kinderschänder ist.

Wenn ich einmal so alt geworden bin, dass ich mich um meinen geliebten Struppi nicht mehr kümmern kann, dann möchte ich ihn Menschen überlassen, von denen ich glaube, dass sie gute Menschen sind, dass sie sich gut um Struppi kümmern werden, dass sie verantwortungs- und liebevoll mit so einem Tier umgehen können. Nie würde es mir in den Sinn kommen, Struppi einem verurteilten Mörder, einem verwahrlosten Alkoholiker oder einem Menschen zu überlassen, der so alt ist, dass die Gefahr besteht, dass Struppi auch ihn überleben könnte. Und ich kann mir noch eine ganze Menge anderer Ausschlusskriterien vorstellen, die zu dem Ergebnis führen: Der? Struppi? Niemals! Es ist ja das Schöne in einem freien Land, dass ich über das, was mein ist, nach eigenem Gutdünken verfügen kann und für meine Wahl niemandem Rechenschaft schulde.

Nun kommt ein Staat ins Spiel, dem seit einiger Zeit nicht mehr so viel an solchen bürgerlichen Freiheiten liegt, der sich, gelinde gesagt, einen feuchten Kehricht um meine individuellen Wünsche schert, wenn sie einem »höheren« Interesse im Wege stehen. Ein Staat, dem nichts wichtiger ist als Wertschöpfung, die den überteuerten Laden am Laufen hält. Dieser Staat nun entzieht den Besitzern aller Fahrräder und aller Hunde, die für diese keine Verwendung mehr haben, ihre Besitzrechte und überträgt sie: auf sich selbst. Die Fahrräder und die Hunde kommen in einen großen Hunde- und Fahrrad-»Pool« und werden nun auf der Grundlage einer Liste, auf der sich jeder Interessent registrieren lassen kann, an Menschen verteilt, die sich schon lange ein Fahrrad oder einen Hund wünschen. Eine Art Abtretungsgewerbe entsteht: Fahrräder und Hunde müssen abgeholt, untergebracht und in gutem Zustand erhalten werden, bis ihre neuen Besitzer sie in Empfang nehmen. Da es sich bei dem Abtretungsgewerbe um einen sozialen Dienst zum Vorteil der Allgemeinheit handelt, bezahlen ihn die Sozialkassen. Natürlich muss ich bei der Fahrrad- und Hundespende nicht mitmachen. Die ist freiwillig. Aber warum sollte ich nicht? Will ich etwa kein guter Mensch sein? Ist das nicht eine gute Sache? Profitieren nicht alle davon? Und weil das so ist, bereitet der zuständige Minister nun ein Gesetz vor, das dem Staat das totale Zugriffsrecht auf Fahrräder und Hunde sichert, die aus Altersgründen abgegeben werden müssen.

So ungefähr stellte sich der Christdemokrat Jens Spahn, unser Gesundheitsminister, das neue Transplantationsgesetz vor: als Kollektivierung des Organbestandes. Sozialismus statt Freiheit. Dass Spahn es gemeinsam mit zwei überzeugten Linken in den Bundestag einbrachte, spricht Bände. Selbst der linksliberale »Spiegel« kam da nicht mehr mit und kritisierte in seiner vorletzten Ausgabe (Nr. 2/2020): »Spahn. Lauterbach und Sitte tun so, als gehöre der Körper eines Toten der Gemeinschaft.« Unbelehrbare Eigenbrötler, Individualisten, die da nicht mitmachen wollen, müssten künftig eigens Widerspruch einlegen, um den staatlichen Zugriff auf das Ureigenste zu unterbinden. Und wahrscheinlich müssen sie sich auch darauf einstellen, dass die Mehrheitsgesellschaft, wie es ja hierzulande üblich geworden ist, wenn jemand wagt gegen den Strom zu schwimmen, sie stigmatisieren wird als asoziale Querulanten, die der Allgemeinheit nicht dienen wollen, als Egomanen, Spalter, Spendenverweigerer, wahrscheinlich »rechte Elemente«.

Schon jetzt ist es so, dass jeder durch ein entsprechendes Kreuz in seinem – bisher noch freiwillig ausgefüllten – Organspendeausweis mit Eintritt des Hirntodes seine sterblichen Überreste abtritt an – ja, an wen eigentlich? Wer beim zuständigen Ministerium nachhakt, erhält ausweichende Antworten, die zudem den Eindruck erwecken, als habe Jens Spahn mit der so genannten Widerspruchslösung gar nichts zu tun: »Zu den derzeit diskutierten Regelungsentwürfen können wir als Bundesministerium für Gesundheit keine Auskunft geben, da es sich nicht um Regierungsentwürfe handelt.« Neuregelung oder nicht – auf die weitere Verwendung seiner Körperteile hat der Spender nicht mehr Einfluss als auf die Richtung, aus der der Wind weht. Auch seine Angehörigen werden nie erfahren, ob tatsächlich die schuldlos vom Schicksal geschlagene Achtzehnjährige aus dem Imagefilm der Transplantationslobby, die noch das ganze Leben vor sich hat, mit seiner Niere weiterleben wird oder nicht doch eher die drogenabhängige Prostituierte, deren Niere nach vierzig Jahren verantwortungslosen Lebensstils ihren Dienst versagt und die es auch nach der Transplantation nicht schaffen wird, dem Milieu zu entrinnen, das sie krank gemacht hat. »Es ist nicht möglich, nach dem eigenen Tod Organe und Gewebe nur für bestimmte Menschen zu spenden oder bestimmte Personengruppen auszuschließen«, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf Anfrage mit und spricht salbungsvoll von einem »Recht auf eine Organtransplantation«, weil ja »jeder Bürger in Deutschland ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat«. Eine verblüffende Renaissance – bei der Einführung der Masern-Impfpflicht auf Spahns besonderen Wunsch wurde dasselbe Grundrecht vor wenigen Wochen noch unter den Teppich gekehrt. Und was ist – bei der Widerspruchslösung – eigentlich mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit des Gestorbenen?

Es stimmt: Der Staat darf wegen des Diskriminierungsverbots keinen Organempfänger bevorzugen. Aber: Ich darf das schon. Deshalb ist es so wichtig, dass der Staat – als legitimer Repräsentant der Gemeinschaft – sich zunächst qua Transplantationsgesetz die Kontrolle über meine Organe sichert, ehe anschließend Eurotransplant, die zentrale Vermittlungsstelle, meine Organe europaweit (!) weitergeben kann. Zugegeben, der Fahrrad/Hund-Vergleich hinkt an einigen Stellen. Weder das erworbene Haustier noch der erworbene Gegenstand gehören schließlich so unveräußerlich und existenziell zu mir wie ein Organ meines eigenen Leibes. Insofern muss das, was Jens Spahn vorhat, noch mehr befremden: Wie kann der Staat von mir verlangen, Teile von dem, was mich als Menschen mit der dem Menschen eigenen Würde konstituiert, dem Gemeinwesen rückhaltlos und ohne das geringste Mitspracherecht aufzuopfern, als wären diese Teile nie meine gewesen? Ist etwa das Besitzverhältnis Mensch – Fahrrad weniger eng gewoben als das Besitzverhältnis Mensch – eigene Niere, eigene Leber, eigenes Herz? Der Staat kann mich nicht zwingen, einen von mir erworbenen Gegenstand an eine Person abzutreten, der ich diesen Gegenstand nicht abtreten will, aber wenn es sich um mein eigenes Herz handelt, dann schon? Was aus Struppi wird, entscheidet nicht die Position auf einer anonymen Haustierspendeliste. Sondern: Ich kann mir prämortal eine Person meines Vertrauens aussuchen. Diese Freiheit, die jede Demokratie ihren Bürgern zusichert, sollte bei Leib und Leben nicht plötzlich ausgehebelt sein.

Dass Freiheit auf der Werteskala des Gesundheitsministers ziemlich weit unten rangiert, bewies bereits sein Vorstoß zum Verbot der so genannten »Konversionstherapie«. Selbst homosexuell, also quasi in eigenem Interesse, hat er mal schnell ein Gesetz erarbeiten lassen, das es homosexuell empfindenden Menschen verbietet, sich zur eigenen sexuellen Orientierung anders als affirmativ zu verhalten und Wege heraus aus dieser Neigung zu finden. Wüsste man es nicht besser, man müsste glauben, die SED sei als »Schwule Einheitspartei Deutschlands« wieder auferstanden und würde nun nicht mehr über die Erfüllung von Fünfjahresplänen, sondern von Homo-Quoten wachen.

Ein Freund der Freiheit ist Jens Spahn also erwiesenermaßen nicht. Das machte ihn bei der Neuregelung des Transplantationsgesetzes zum idealen Mann. Gebraucht wurde ein Minister, der die Freiheit, über das, was mein ist, selbst zu verfügen, durch einen Freiheitsverkleinerungsschredder jagt und das, was unten rauskommt, dem Staat übereignet. Sonst könnte nämlich der Selbstbedienungsladen, dem die Organspende im Moment gleicht und der durch die am vergangenen Donnerstag beschlossene Neuregelung nicht erträglicher geworden ist, dichtmachen. An seine Stelle träte ein kompliziertes Abgabe- und Zuweisungssystem, bei dem nicht das wirtschaftliche Interesse der Kliniken, sondern der Wunsch des Spenders (etwa die eigenen Organe nur an einen bestimmten Personenkreis abzugeben) die höchste Priorität hat. Das wäre kompliziert. Das ist: unerwünscht. Viel einfacher ist es, den Spender dazu zu überreden, sein Recht auf körperliche Unversehrtheit freiwillig an die Gemeinschaft abzutreten oder, sofern die so erzielte Zahl an Spenderorganen nicht ausreicht, um die propagandistisch genährte Nachfrage nach Organtransplantationen zu befriedigen, es ihm durch die so genannte Widerspruchsregelung mit Eintritt des Hirntodes praktisch ganz zu entziehen. Auf dieser gesetzlichen Grundlage können die Organe, je nach Bedarfslage, auf unkomplizierte Weise den Fachleuten in den Kliniken zugewiesen und flugs verpflanzt werden. Eine Beschränkung sieht das Transplantationsgesetz allerdings schon jetzt vor: Zwar kann ich keine Personen aus dem Kreis möglicher Empfänger ausschließen, wohl aber Organe von der Entnahme. Konsequent ist das nicht.

Da es die Widerspruchslösung (vorerst) nicht geben wird, ist Überredungskunst, sprich: Propaganda, vonnöten. Die betreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf jedem Organspendeausweis, indem sie die »Chance auf ein neues Leben« proklamiert und sich mit der Aussage »Organspende schenkt Leben« als Hort des Lebensschutzes inszeniert, was freilich die in Deutschland gängige Abtreibungspraxis als klingende Schelle, als scheinheilige Rhetorik entlarvt. Nicht jeder wird jedenfalls einem Staat, der tatenlos zusieht, wie die Zukunft des Landes in Abtreibungskliniken vernichtet wird, wo jeden Tag zehn bis fünfzehn künftige Schulklassen ausradiert werden, sein Bekenntnis zu »neuem Leben« abnehmen. Nicht jeder wird es plausibel finden, dass dieselbe BZgA, die es seit der Reform des § 218 StGB noch zu keiner einzigen großen Pro-Life-Kampagne gebracht hat (das Geld wurde lieber in pro-libertinistische und promiskuitätsaffirmative »Kondome schützen«-Anzeigen investiert), nun bei der Organspende so tut, als sei Lebensrettung ihre zentrale Triebfeder. Er wird wohl eher einer anderen Wahrheit auf die Schliche kommen: dass nicht die Aktion Lebensrecht, sondern eine einflussreiche Mediziner-Lobby auf die von Spahn gewünschte Verschärfung der Organspenderegelungen gedrungen hat. Lebensverlängerung und Lebensvernichtung haben nämlich eine augenfällige Gemeinsamkeit: Kliniken verdienen dabei Geld. Bei jeder lebensrettenden Organtransplantation schaut eine gewinnorientierte Kaste von Pseudo-Hippokratikern auf denselben Geldstrom, der bei jeder Lebensvernichtung in der Abtreibungsklinik fließt. Wer glaubt denn allen Ernstes daran, dass wir die Organspendedebatte jemals geführt hätten, wenn Kliniken und Krankenhäuser damit kein Geld verdienen könnten? Oder dass es jährlich 100.000 Abtreibungen gäbe, wenn Ärzte verpflichtet wären, diese pro bono vorzunehmen.

Wie kann sich aber nun der mündige Bürger gegen den Angriff des Staates auf sein Selbstbestimmungsrecht zur Wehr setzen, ohne sich den Vorwurf der Selbstsucht einzuhandeln?

Erstens: durch ein entschiedenes Ja zur eigenen Geschöpflichkeit und damit: Endlichkeit. Nur wer sich darüber klar wird, dass es keine Garantie für ein langes Leben gibt, entgeht der Erpressbarkeit durch die hybriden Heilsversprechungen einer seelenlosen Technokratie. Nur wenn ich selbst bereit bin, nicht um jeden Preis und notfalls mit Fremdorganen weiterzuleben, verleihe ich meinem Leben wieder die Würde des Geschöpfes und befreie es von der gottlosen Hybris, es um eine Maximalspanne verlängern und den Tod entsprechend lange aussperren zu können.

Zweitens: durch ein entschiedenes Nein zu staatlicher Übergriffigkeit. Über den Leib des Geschöpfes dürfen nur verfügen: das Geschöpf selbst und der Schöpfer, niemals aber die Allgemeinheit oder – als ihr Exekutivorgan – der Staat.

Drittens: durch ein klares Ja-aber zur jetzigen Organspendepraxis, das die Balance zwischen christlicher Ethik und bürgerlicher Freiheit hält. Der eigene Leib kann in einem freien Akt des Altruismus, welchen der Schöpfer dem Geschöpf nahelegt, dem Nächsten hingeopfert werden. Wer aber dieser Nächste ist, das muss im Ermessen des Individuums verbleiben. Ein Übergriff des Staates auf diese Entscheidungsfreiheit muss ausgeschlossen sein.

Der Organspendeausweis in seiner jetzigen Form muss genauso wie das soeben frisch verabschiedete Transplantationsgesetz insgesamt überarbeitet werden. Es macht den Spender zur Leiche im Keller einer selbstherrlichen Plutokratie. Die Achtung vor der Würde des Menschen ist darin so tot, wie sie es bei den umstrittenen »Körperwelten«-Ausstellungen des Extrem-Anatomen Gunther von Hagens war. Noch verabscheuungswürdiger war das weder christliche noch demokratische Gesetzesvorhaben von Jens Spahn, der alle Menschen schon zu Lebzeiten zu Ersatzteillagern für die später Sterbenden degradieren möchte.

Die Feinde der bürgerlichen Freiheit haben zwar eine Schlacht verloren, aber sie werden nicht aufgeben. Es droht die irre Vision des Sciencefiction-Klassikers »Soylent Green« von 1973 Wirklichkeit zu werden. Dort sind die Verstorbenen bloße Verfügungsmasse einer totalitären Obrigkeit und dienen ebenfalls dem »höheren« Ziel, Leben zu retten. Doch in dem offenbar gar nicht mehr so utopischen US-Spielfilm werden den Toten keine Organe entnommen; sie werden zu Futter verarbeitet, weil Lebensmittel knapp geworden sind.

www.conservo.wordpress.com     19.01.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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14 Antworten zu Menschen als Ersatzteillager

  1. ceterum_censeo schreibt:

    Dem Autor ist voll und ganz zuzustimmen!
    An alle: Bleibt / Seid Wachsam! –
    Vielleicht einer der wichtigsten Sätze: „Die Feinde der bürgerlichen Freiheit haben zwar eine Schlacht verloren, aber sie werden nicht aufgeben. Es droht die irre Vision des Sciencefiction-Klassikers »Soylent Green« von 1973 Wirklichkeit zu werden.“

    „ …. sie werden nicht aufgeben!“ – Denn oft genug haben wir es doch schon erlebt, daß an einem der Politik mißliebigen Ergebnis oder Entscheidung der Bürger „HERUMGEDOKTERT“ wurde, bis das gewünschte Ergebnis „DA“ war und es „paßte“!

    An dieser Stelle sei noch einmal auf die beiden schon im Nachbarstrang zitierten Kommentare hingewiesen:
    ceterum_censeo schreibt:
    17. Januar 2020 um 14:05
    *ttps://conservo.wordpress.com/2020/01/15/die-neue-helmes-broschuere-ist-da-klima-hysterie-und-greta-theater/#comment-54213

    und:
    – Nur soviel als Kommentar:
    Richtig ist – der schlauerweise erfundene „Hirntod“ (?) ist eine pure Fiktion; der „Spender“ muß selbstverständlich noch am Leben sein; Organe eines tatsächlich Toten sind wertlos und unbrauchbar (wie auch oben geschildert).
    Und wie oben im Auszug 2) richtig angesprochen, die „Moralkeule“ ist angesichts dessen das Perfideste was man sich vorstellen kann.
    Denn NIEMAND ist gehindert wenn er denn möchte, sich in der beschriebenen Weise ausweiden zu lassen und sich als „Spender“ zur Verfügung zu stellen – bitte sehr!
    Aber es geht nicht an dass sich ein Minister oder der „Gesetzgeber“ in grenzenloser Arroganz anmasst, über die Eingeweide seiner Untertanen zwangsweise verfügen zu können.
    *********************************************************************
    Auch:
    Organspende – nie wieder. Organtransplantation aus der Sicht einer Betroffenen
    – Renate Greinert – sh. auch oben (- Literaturhinweise -)
    https://gesundheitsberater.de/organspende-nie-wieder-organtransplantation-aus-der-sicht-einer-

    – das öffnet die Augena –

    Der Artikel kann an der genannten Fundstelle auch als pdf.-Datei/Broschüre (20 S.) heruntergeladen werden.

    Gefällt 2 Personen

    • ceterum_censeo schreibt:


      Über die Doppelmoral vermeintlich konservativer Politiker
      Spahn verweigert Schwerstkranken humanes Sterben – schweigt aber zu Abtreibungen

      ww.pi-news.net/2020/01/spahn-verweigert-schwerstkranken-humanes-sterben-schweigt-aber-zu-abtreibungen/

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  2. Semenchkare schreibt:

    Das Spahn und seine Camarillia ihren Plan nicht umsetzen konnten ist gut so. Ich für meinen Teil habe mich für eine Organspende schon vor Jahren entschieden.

    Einfach weil ich die Notwendigkeit einsehe, Organe nach meinem Tode zuspenden. Denn in unserem Land ist die Genforschung und Gentechnologie (und damit die wissenschaftliche Erforschung um Klon-Organe) faktisch ad acta gelegt worden.

    Das Verhalten der aktuellen Politik gegenüber der Wissenschaft an sich, ist in unserem Lande einfach nur steinzeitlich!

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    • Ingrid schreibt:

      Semenchkare, das habe ich auch mal gedacht, aber dann habe ich mal vor ein paar Jahren einen guten Film zu diesen Thema gesehen.
      Da hat ein Krematoriumsmitarbeiter einer Klinik gesagt, dass Leichen denen man die Organe entnommen hat alle verzerrte Gesichter haben, im Vergleich mit friedlich gestorbenen.
      Warum benutzt man Narkosen dazu, woher weiß man das wenn das Herz nicht mehr schlägt, der Körper aber noch eine Weile weiter arbeitet, das der Mensch nichts mehr spürt.
      Ich habe in meiner Tasche eine Nichteinwilligung und ich möchte auch nie ein Körperteil eines Toten eingesetzt haben.

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  3. Ulfried schreibt:

    Einem Toten Organe zu entnehmen ist zwecklos. Die sind unbrauchbar. Herz und Kreislauf müssen intakt sein, nur dann sind die Organe transplantierbar. Vor vielen Jahr sah ich das Bild eines jungen Unfall-Opfers. Nach der Transplantation war sein Gesicht auf dem nächsten Bild schmerzverzerrt. Seitdem bin ich mir nicht sicher was ich tun soll. Viele machen gern in Spanien Urlaub. Es ist gefährlich dort bspw einen Unfall zu haben ohne vorher der Entnahme widersprochen zu haben. Wie gesagt, helfen möchte ich gerne. Doch lebend ausgenommen zu werden nicht. Was tun?

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  4. francomacorisano schreibt:

    Warum bekommen Hirntote vor der Organentnahme eine Betäubung? Seltsam, oder! Ich spende NICHT, mein Körper ist KEIN Ersatzteillager!!!

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    • ceterum_censeo schreibt:

      …. damit sie sich nicht wehren können –
      Zusaätzlich ggfs. starke Muskelrelaxantien, damit sie vollkommen wehrlos sind.

      „Hirntote Patienten, die für eine Organspende benutzt werden sollen, versterben manchmal vor der Organentnahme. Sie werden wiederbelebt, denn nur die Entnahme von Organen bei beatmeten Patienten führt zu dem gewünschten Erfolg beim Empfänger. Die Beatmung eines potentiellen Organspenders wird erst nach der Organentnahme beendet.“
      h ttps://gesundheitsberater.de/organspende-nie-wieder-organtransplantation-aus-der-sicht-einer-betroffenen/

      Als pdf & Broschüre:

      https://gesundheitsberater.de/wp-content/uploads/emu_Greinert_Organspende_ansicht.pdf

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  5. Verismo schreibt:

    Leider kann man einen Menschen, der sich im Kampf mit dem Tod, oder Sterbeprozeß befindet, nicht mehr befragen, wie es ihm bei Ausschlachtung seiner Organe ergangen ist.
    Aus diesem Grund allein schon, muß es eine freiwillige Entscheidung jedes Menschen bleiben.

    Genausowenig wie man einen Menschen zwingen darf, sich impfen zu lassen.
    Auf der einen Seite schreien sie – mein Bauch gehört mir- auch wenn sich bereits darinnen schon zukünftiges Leben befindet, aber unser Wille bezüglich Impfen wird nicht berücksichtigt.
    Ich dachte immer, mein Leben gehört mir. Denn mein Leben ist ein Geschenk von Gott, das mir meine Eltern „vermitteln“ durften.

    Diese selbst aufgestellten „Lebensretter“, einmal Abtreibung erlaubt, dann Ehe für alle, Ehe auch für solche, die wegen Gleichgeschlechtlichkeit keine Kinder zeugen können, aber wollen – Adoption solcher inzwischen erlaubt – und dann der Organhandel – aber bitte freiwillig und mit ehrlicher Aufklärung, die man nämlich nicht abgeben kann.
    Einer von den Rothschilds starb trotz vier eingepflanzte Herzen mit über 100 Jahren –
    ja, den Menschen sollte wieder bewußt werden, daß wir sterblich sind und uns eine Zeit von oben gesetzt wurde für die wir einmal Rechenschaft ablegen müssen.
    Noch etwas Lustiges zum „Organversagen“
    https://atrologieklassisch.wordpress.com/2020/01/20/so-geht-organversagen/

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  6. Kerstin schreibt:

    Hier kann man ich (auch als Nicht-Mediziner) engagieren und eine Petition unterschreiben:
    aepol.net
    Ich hab’s gemacht. Dort stehen auch gute Argumente gegen Organspenden !

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  7. ceterum_censeo schreibt:

    Am 16. Januar wurde im deutschen Bundestag gegen den Gesetzesentwurf zur Organspende von Gesundheitsminister Jens Spahn gestimmt, wonach jeder, der nicht widerspricht, automatisch zum Organspender würde. Nach wie vor sehen kritische Stimmen jedoch eine einseitige Information der Bevölkerung durch die Transplantationsmedizin und die Gesundheitsämter. Was veranlasst z.B. Ärzte und Pflegefachpersonen des Schweizer Vereins „ÄPOL“ einer Organspende ablehnend gegenüber zu stehen?

    https://politikstube.com/organspende-abstimmung-im-bundestag-werden-organspender-gezielt-getaeuscht-und-unwissend-gehalten/

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