Verhängnisvolles Karlsruher Urteil: ALfA lehnt organisierte Selbsttötung ab

(www.conservo.wordpress.com)

Von Klaus Hildebrandt

Liebe Freunde, liebe Politiker, liebe Medien,

ich gestehe gerne, dass ich mich früher wesentlich mehr um die „weichen“ Themen wie Euthanasie und Abtreibung kümmerte. Die Erkenntnis, dass wir Bürger in sehr vielen Bereichen doch sehr stark von der Politik geprägt werden, ließ mich im Laufe der Jahre meinen Fokus auf die Politik verlegen, insbesondere nachdem die Kirchen Ihrem Evangelisierungsauftrag nicht mehr nachkommen und sich diese spätestens seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren voll unkritisch hinter die Politik stellten.

Nichtsdestotrotz: Das gestrige Urteil des Bundesverfassungsgerichts steht in engem Zusammenhang zum Thema Abtreibung, womit ALFA mit seiner Kritik richtig liegt.

Niemand hat das Recht, einem Menschen das Leben zu nehmen und niemand darf einem Schwerkranken oder auch Gesunden bei dessen beabsichtigter Selbsttötung „assistieren“, denn die Verfügbarkeit des Lebens steht bestenfalls nur dem „Inhaber“, also dem Kranken bzw. Sterbenden selbst zu, so wie auch die Todesstrafe ja grundsätzlich verboten ist. Mit dem Sterben muss jeder selbst fertigwerden, wurde er doch auch bei seiner Zeugung nicht um seine Zustimmung gefragt. Insofern gibt es Dinge, die man einfach akzeptieren sollte. Wenn jemand freiwillig sterben will, sollte er auch für die entsprechenden Mittel sorgen, zumal ein Ableben idR schon auf natürliche Weise z.B. durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme möglich ist. Oft wird dem Sterbenden sogar – trotz tödlicher Diagnose – das Essen mit Gewalt zugeführt und seine Qual dadurch nur künstlich verlängert, was genauso falsch ist.Der Sterbende darf die Verantwortung für seinen späteren Tod niemandem anderen übertragen und niemand darf sich am Tod eines Menschen – und schon gar nicht gegen Geld – beteiligen.

Die durch das Urteil des Bundesverfassungsgericht nun eingeleitete neue Gesetzeslage stützt sich auf das „Selbstbestimmungsrecht“, das wir aus der Abtreibungsdebatte ja schon ausreichend mit all seinen tödlichen Folgen kennen. In Deutschland verlieren auf genau dieser Argumentationsgrundlage jährlich mehr als 100.000 ungeborene Menschen ihr Leben.

Das Argument der Selbstbestimmung ist gefährlich und spricht eine für unsere Gesellschaft ganz existentielle Frage an, nämlich wo das Recht des Einzelnen mit dem des Nächsten und der Gemeinschaft noch vereinbart ist bzw. kollidiert.

Was diese „moderne“ und dem Zeitgeist entsprechende Rechtsprechung bewirkt, hat nichts mit Verantwortung im Sinne der christlichen Nächstenliebe zu tun, und bietet oft nur die Möglichkeit, das Problem der Familienangehörigen und sicherlich auch der Ärzte elegant und „politisch korrekt“ loszuwerden. Was aber könnte aus der Sicht eines Sterbenden „schöner“ sein, als von den eigenen Angehörigen und Freunden bis zuletzt liebevoll betreut und begleitet zu werden, um danach zwanglos in den Tod zu gleiten, wobei sicherlich auch der Einsatz von medizinischen Schmerzlinderungsmitteln sinnvoll sein kann.

Politik und Rechtsprechung machen es sich hier zu einfach. Ich stimme dem Kommentar Herrn Hegers auf den Beitrag Felizitas Kübles vom Christlichen Forum und der Presseerklärung der ALFA-Bundesvorsitzenden Frau Cornelia Kaminski zu (siehe unten).

Es geht um grundlegende Werte zum einen – und die juristische Aushöhlung und Verdrehung von inzwischen völlig überzogenen Menschenrechten zum anderen.

Das ist auch der Hauptgrund, warum es mit unserem Land zurzeit drüber und drunter geht: Überall fehlt es an tragenden christlichen Werten, und wo diese fehlen, geht es nur noch bergab.

Alles nur noch egoistisch (selbstbestimmend), einfach, sauber, schnell weg, billig und „nur nicht genau hinschauen“! Die Unordnung im Lande ist selbstverschuldet und kommt von der Politik.

Klaus Hildebrandt

*****

(Gesendet: Mittwoch, 26. Februar 2020 um 15:59 Uhr, Von: „Christoph Heger“, Betreff: Verhängnisvolles Karlsruher Urteil: ALfA lehnt organisierte Selbsttötung ab)

Liebe Freunde der PRO BEWEGUNG,

dieses Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) ist abzulehnen. Das BVerfG begründet es mit einem angeblichen „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“, weitet also das vom Grundgesetz (GG) bestätigte Recht auf Selbstbestimmung auf den Selbstmord aus und missachtet damit die vom GG ebenfalls bestätigte sittliche Begrenzung dieses Selbstbestimmungsrechts. Zu dieser Begrenzung gehört auch das Verbot der Tötung eines Menschen, und der Selbstmord ist eben auch die Tötung eines Menschen. Aber das erlebt man immer wieder: Mit der Logik haben es unsere „Fortschrittlichen“ nicht so.

Was wird die nächste Folgerung dieses Fehlurteils sein? Ganz klar: Demnächst wird man nicht mehr jemanden, der sich gerade aufhängt, an seinem Selbstmord hindern dürfen. Es wäre ja eine Verletzung seines Selbstbestimmungsrechts!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Christoph Heger

*****
https://charismatismus.wordpress.com/2020/02/26/bverfg-startet-angriff-auf-die-menschenwuerde-dunkler-tag-deutscher-un-rechtssprechung/
https://charismatismus.wordpress.com/2020/02/26/verhaengnisvolles-karlsruher-urteil-alfa-lehnt-organisierte-selbsttoetung-ab/
www.conservo.wordpress.com   27.02.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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12 Antworten zu Verhängnisvolles Karlsruher Urteil: ALfA lehnt organisierte Selbsttötung ab

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Wenn man sich selber töten darf und jede Mutter ihr ungeborenes Kind, wo ist dann eigentlich noch die Grenze?
    Und in den USA (woher alles Gute kommt) werden Kindestötungen noch während der Geburt vorgenommen. Schon haben Ärzte in einer ärztlichen Fachzeitschrift vorgeschlagen, daß man ja eigentlich auch bereits geborene Kinder „schmerzfrei töten“ dürfe. Das Argument pro Kindestötung, das Ungeborene könne ja noch nicht für sich selber soren, das gelte ja auch für Kleinstkinder und Kleinkinder.
    Ja, und warum soll es mir verwehrt sein, aus „sozialen Gründen“ die lästige Schwiegermutter schmerzfrei zu töten, den lästigen (und teuren!) Großvater oder den Nachbarn, der immer so laut dreht, wenn er Fußball guckt ??

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    • gerdsoldierer schreibt:

      Selbst die Zustimmung geben für sein eigenes Ableben – bei ersichtlicher Grundlage –
      in einem Satz / Gedanken den Zusammenhang herstellen mit der Tötung ungeborenen Lebens – das ist schon eine Leistung der brutalsten Art –
      Könnten Sie sich vorstellen, daß eine alleinstehende Frau – flexibel – über alle Horizonte – monitär u. zeitlich so gestützt wird – daß Mutter u. Kind mit der Situation zurecht kommen? Können Sie nicht – sonst würden Sie solchen Unsinn nicht schreiben !

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      • Dr. Gunther Kümel schreibt:

        Lesen Sie meine Antwort an „strafjustiz“ und „Werner T.“.
        Ich hätte nicht gedacht, daß meine Worte derart mißverstanden werden können!
        An allen Fronten wird für Töten geworben, anstatt dem Leben Vorrang zu geben.
        Die „soziale Indikation“ hunderttausendfach zur Tötung verwendet. Statt dessen sollten soziale Verhältnisse eschaffen werden, die es jeder Mutter ermöglicht, ihr Kind auszutragen, etwa in der Art eines freundlichen Heimes,indas Schwangere aufgenommen werden können, betreut und versorgt werden. Wenn die Mutter selbst nach der Entbindung keine Beziehung zum Kind findet, kann das Kindchen zur Adoption freigegeben werden.

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  2. Christa Zöphel schreibt:

    Einer der Antragsteller beim BGH war
    Uwe-Christian Arnold, ein Arzt, der sich mutig ins Offene gewagt hat und vor der Kamera berichtete, wie er vielen verzweifelt Leidenden am Ende ihres Lebens helfen konnte!

    Er selbst ist am 12.4.2019 verstorben, durch ‚eigene’ Sterbehilfe nachdem der Krebs die Schmerzen so unerträglich gemacht hat, dass selbst Morphium nicht mehr helfen konnte!

    Nur Menschen, die Schwerstkranke
    in Realität begleitet haben, können
    sich ein Urteil erlauben.
    Alles andere ist intellektuell abgehobene Arroganz!

    Schon seit vielen Jahren gibt es in
    den USA in Oregon diese Freiheit
    seinem Leiden selbst ein Ende zu setzen!!
    Und die Folge war kein ‚Dammbruch‘m an Selbsttötungen, sondern der
    Segen der Gewissheit, dass es im
    schlimmsten Fall eine Rettung
    geben könnte!
    Die meisten haben diesen Weg
    nie gehen müssen!

    Wer verantwortungsvoll und
    informiert mitreden will, der
    sollte das Buch von
    Dr. Uwe- Christian Arnold
    lesen, das 2014 veröffentlicht
    wurde!

    Ich verneige mich vor Dr. Uwe-Christian
    Arnold, der leider nicht mehr
    erleben konnte, dass seine wahre
    Menschenliebe am Ende ihr Recht erhielt!

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    • luisman schreibt:

      Das ist der Punkt, der mich an sog. Konservativen und sog. Christen immer gewurmt hat. Genauso wie die Links- und Gruen-Glaeubigen, wollen sie anderen Leuten Vorschriften machen, wie sie mit ihrem eigenen Koerper umzugehen haben, auch wenn es anderen nicht schadet.

      Wenn die Karlsruher mal eine libertaeres Urteil faellen, was selten genug ist, sollte man das begruessen. Das Selbstbestimmungsrecht ueber den eigenen Koerper ist die Grundlage der Freiheit. Ohne das ist das restliche Geschwaetz ueber Freiheit eben nur das: Geschwaetz.

      Die Vermischung von Freitod (ja es gibt ein ehrlicheres Wort fuer den sog. Selbstmord) und Abtreibung ist unehrlich und Obfuskation. Der eine bringt sich selbst um, die andere bringt jemand anderen um.

      Das zwangsweise „zu Tode pflegen“ von Patienten, die sich dagegen nicht mehr wehren koennen, ist ein Riesengeschaeft fuer Krankenhaeuser rund um die Welt. Meistens schaut die Krankenhaus-Buerokratie vorher ganz genau auf die Versicherung des Todkranken und nutzt das maximale Potential aus; erst dann werden die Angehoerigen gefragt, ob sie weiter zahlen wollen.

      Es gibt da auch kein „slippery slope“, wie der angebliche „Doktor“ oben meint. Es gibt klare Methoden, die Willensaeusserung des Patienten zu erkennen, auch in sehr fortgeschrittenen Stadien. Meine Oma z.B. war derart „christlich“ indoktriniert, die wollte unter groessten Schmerzen weiterleben, bis sie „von Gott von uns gerufen wurde“, was sie sich jeden Tag wuenschte. Das kann man aber nicht allen ueberstuelpen, auch wenn sie sich als Christen bezeichnen.

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  3. BLITZKRIEG schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  4. Ingrid schreibt:

    Mit diesen ganzen Urteilen, verlottert Deutschland immer mehr.

    Wer glaubt eine Patientenverfügung, die er sogar beim Anwalt hat ausstellen lassen, würde auch eingehalten, der irrt.
    Die Krankenhäuser können jeden, der lukrativ für sie ist, bis zum Sankt Nimmerleinstag am Leben halte, obwohl das nicht der Patientenwille war. Auch befähigte Angehörige haben da keine Rechte mehr.
    Das Gleiche gilt für die vielen Embryo Tötungen schon im Mutterleib.
    Wir hatten mal gute Gesetze und so manche Schwangere musste erst zur Abtreibung nach Holland fahren.

    Aber das wirkliche Problem ist doch unser Staatsversagen auf allen Gebieten.
    Wen interessiert noch der Kranke oder die Schwangere, die in Not ist, ihr Kind gerne nehmen würde, aber die Umstände nicht stimmen.

    Keine Muslima treibt ab, aber zu viele deutsche Frauen. Und das ist so gewollt!!!!!!!

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    • WernerT schreibt:

      Ihre Aussage zu der Patientenverfügung kann ich nicht voll und ganz bestätigen.
      Ja – es kann Probleme geben:
      Als meine Mutter mit Endstadium Krebs im Krankenhaus lag war plötzlich die Patientenverfügung zwar „verschwunden“ bzw. „lag nicht vor“ …
      Da ich aber selbst bei der Aufnahme im Krankenhaus dabei war und die Übergabe der Verfügung gesehen habe:
      – konnte ich den zuständigen Oberarzt zu gegebener Zeit darüber informieren und eine Kopie vorlegen (den Empfang habe ich mir schriftlich bestätigen lassen)
      – schriftlich Anweisen, daß ich permenent über den Zustand meiner Mutter auf dem Laufenden gehalten werde (mit allen notwendigen Kontaktdaten) und mit mir die Vorgehensweise / Behandlung abgesprochen wird (meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr urteilsfähig) – auch das habe ich mir schriftlich bestätigen lassen.
      – Bei Nichteinhaltung dieser Anweisung habe ich dem Arzt versprochen, daß ich dann sowohl die Krankenhausleitung informieren werde und außerdem mit Rechtsanwalt und Polizei wiederkommen werde.
      – Auf die Frage, ob er sich der dann folgenden rechtlichen Konsequenzen im klaren sei …. antwortete er mit JA, war ausgesprochen kooperativ und hat mich selbst telefonisch ständig auf dem Laufenden gehalten.

      Es geht also ….

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  5. WernerT schreibt:

    Es gibt sicherlich viele berechtigte „Wenn und Aber“ zu diesem höchst sensiblen Thema … aber:
    Die Wahrheit im Leben kann nur jemand beurteilen, der schon einmal jahrelang einen Schwerstkranken gepflegt und bis zu seinem Tod begleitet hat. Es ist einfach nur Horror …
    Ich habe das selbst viele Jahre bei meinem Vater miterleben müssen. Wenn ich daran zurück denke, fehlen mir schon wieder die Worte … und es macht mich traurig, daß er so lange leiden mußte. Im Gegensatz zu damals (Ende der 1970er Jahre) werden jetzt im Zweifelsfalle wenigstens absolut hochdosierte Schmerzmittel „bis zum Abwinken“ verabreicht – das war damals noch nicht so. Schmerzmittel gab es zwar, aber nicht in solch hohen Dosen wie heute.
    Als meine Mutter vor ca. 12 Jahren mit Endstadium Krebs im Krankenhaus lag, war die Medikamentengabe schon völlig anders als bei meinem Vater. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gab es hochwirksame Schmerzmittel, Beruhigungsmittel und Psychopharmaka …

    Aber trotz aller Medikamente ist je nach Krankheit ein monate- oder jahrelanges Leiden ohne Aussicht auf Gesundung oder Besserung und entsprechend langes Sichtum einfach unmenschlich (bettlägerig, bewegungsunfähig, Kommunikation eingeschränkt weil zu schwach, nicht selbständig essen und trinken können … das Gegenteil geht ebenfalls nicht alleine) und der Tod ist dann manchmal wirklich eine Erlösung.
    Aus meiner Erfahrung ist die jetzt gefundene Regelung eine sinnvolle Lösung für Schwerstkranke, die „wirklich nicht mehr wollen“ und eine Erlösung herbeisehnen.
    Man müßte allerdings irgendwie sicherstellen, daß es wirklich der freie Wille des Patienten ist … und nicht die „eingetrichterte“ Meinung der Verwandschaft,

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    • Dr. Gunther Kümel schreibt:

      Werner T.,
      Ihr Argument ist richtig.
      Die Gefahr liegt in der stetig ansteigenden Tendenz zur Aufhebung der Achtung vor dem Leben.
      Die Regelung, daß das Töten von ungeborenen bzw., „noch nicht ganz geborenen“ Kindern zwar als „rechtswidrig“ gilt (wer weiß das schon?!), aber straffrei bleibt, daß damit massenhaft Geld verdient wird, und der Streit nur noch darum geht, ob für die Tötungsfabriken Werbung gemacht werden darf, das ist ein Skandal allererster Güte!
      Schon werden (ärztliche !!) Stimmen laut, dann doch auch kleine Kinder umzubringen.
      Und wird der Staat bald einmal das Töten von Rentnern freigeben?

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  6. Henner Majer schreibt:

    Endlich und erstmals wird das Recht, das mit uns geboren ist (Goethe) zum geltenden Recht. Es ist doch oberlehrerhaft-pfäffischer Schnickschnack, jemanden moralisieren zu wollen, der sein Leben beenden möchte. Will er es beenden, so hat er keinerlei Rechtfertigungsagenda vor Psychopathen, Psychologen, Pfarrern und so weiter und so fort zu absolvieren, sondern kann seinen Entschluss durchführen. So ist das richtig. Dazu braucht man professionelle Hilfe. Oder soll man Laien dazuholen? An der Hilfe wird sicher Geld verdient, aber noch mehr Geld wird durch Verweigerung der Hilfe verdient.

    Den Kirchen und den Palliativtherapeuten aller Couleur entfällt – in unterschiedlichem Ausmaß – ihr „Geschäftsmodell“. Deshalb kommt die lauteste Kritik auch aus diesen Kreisen. Andererseits haben die Kirchen bereits vorgebaut: Ihre Anführer glauben ohnehin nichts mehr von dem, was sie aus dem schlauen Buch vorlesen und sind zu finanziell aufgeplusterten Politikern geworden.

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  7. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Strafjustiz,
    Ja selbstverständlich sind meine Aussagen über Tötung von Personen aus „sozialer Indikation“
    als Ironie aufzufassen, ebenso wie die Aussage über das „Gute“, das seit Pearl Harbor, Dresden und Hiroshima aus den USA (und den Kräften hinter den USA) uns auferlegt wird.
    War eigentlich nicht mißzuverstehen, siehe die Zustimmung.
    .
    Wenn Stebehilfe erlaubt, Tötung von Ungeborenen „rechtswidrig“ ist, aber (bei „sozialer Indikation“) straffrei bleibt, wenn von Ärzten (!!!) bereits das Töten von Kleinkindern empfohlen wird:
    Wie weit ist es dann noch bis zur Tötung von Greisen, Schwiegermüttern und lästigen Mitmenschen aus erweiterter „sozialer Indikation“ ??

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